Autor: admin

  • Hauser: 2. Herbst-Hausmesse

    AUGSBURG (DTZ/pi). Das anstehende Weihnachtsgeschäft nutzt die Hermann Hauser GmbH auch in diesem Jahr. Der RBA-Anbieter lädt vom 7. bis 9. November zur 2. Herbst-Hausmesse (jeweils 9 bis 18 Uhr) nach Augsburg ein.

    [pic|189|r|||In den Musterzimmern erwartet die Hauser-Kunden eine große Auswahl an RBA-Artikeln.|||]

    „Sieben Wochen nach der Inter-tabac möchten wir unseren Kunden die Möglichkeit bieten, sich über unser aktuelles Sortiment zu informieren und sich Ideen und Anregungen für das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft zu verschaffen“, erklärt Heinz Hauser, Geschäftsführer und Firmenmitinhaber.

    Von A wie Aschenbecher
    bis Z wie Zigarettenetui

    Auf einer Ausstellungsfläche von 250 Quadratmetern werden von A wie Aschenbecher bis Z wie Zigarettenetui ca. 4.000 Artikeln sowie eine Vielzahl von Produktneuheiten aus dem Bereich Raucherzubehör und Accessoires präsentiert. So dürfen Kunden unter anderem auf die Duftlampen von Ashleigh & Burwood gespannt sein.

    Für Gäste mit weiter Anreise bietet Hauser einen Zimmerreservierungsservice zu Vorzugskonditionen an. Entsprechende Anmeldungen nimmt Ulrike Ulrich unter Telefon 0821/72019-33 entgegen.

    Um die Planung zu erleichtern bittet Hauser um Anmeldung des Besuchstermins.

    Die Anfahrtsskizze finden Sie

    [lpdf|22]hier[/lpdf].

    (DTZ 45/09)

  • Reemtsma baut Werk in Langenhagen aus

    Richtfest für Anbau der Produktionserweiterung und das neue Hochregallager

    LANGENHAGEN (DTZ/fnf). Das Reemtsma Werk in Langenhagen feierte Richtfest für seinen Anbau zur Produktionserweiterung und das neue Hochregallager. Als Teil des großflächigen Ausbaus umfasst die Produktionsflächenerweiterung insgesamt 6.500 Quadratmeter. Ab März 2010 werden hier Zigarettenherstellungs- und Verpackungsanlagen der neuesten Generation betrieben.

    „Mit dem Richtfest für das neue Hochregallager und den Produktionsanbau feiern wir einen weiteren Projektmeilenstein“, sagte Christina Florian, Werksleiterin in Langenhagen. „Mit dem modernen Hochregallager schaffen wir effiziente Bedingungen für die seit Jahren gewachsenen Lager- und Logistikanforderungen des Unternehmens. Darüber hinaus bilden wir die Voraussetzungen dafür, dass in den nächsten Jahren die jährliche Produktion in Langenhagen von 27 Milliarden Zigaretten auf mehr als 33 Milliarden steigen kann.“

    Zwei Bauabschnitte
    Die Produktionserweiterung wird in zwei Bauabschnitten erfolgen. Mit den Arbeiten für den ersten Bauabschnitt wurde bereits im Juli begonnen. Bis Weihnachten wird der Anbau mit einer Länge von 108 Metern und einer Breite von 36 Metern vollständig geschlossen und überdacht sein.

    Ende Februar 2010 wird die komplette Infrastruktur installiert und ein vollklimatisierter Produktionsbereich entstanden sein. Der Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt mit Abmessungen von 72 Metern Länge und 36 Metern Breite ist für Anfang 2010 geplant.

    In einem Jahr fertig
    Im Oktober 2010 soll dieser Anbau abgeschlossen sein und Raum für weitere Produktionsanlagen bieten. Die Aufträge zur Produktionserweiterung umfassen einen zweistelligen Millionenbetrag und wurden, wie auch der Bau des Hochregallagers, zu einem Großteil an lokal ansässige Firmen vergeben.

    Das moderne Hochregallager wird bereits Ende Februar 2010 in Betrieb genommen. Mit seinen 94 Metern Länge, 44 Metern Breite und einer Höhe von 35 Metern, bietet es künftig rund 24.000 Paletten Raum, die mittels vollautomatischer Regalbediengeräte ein- und ausgelagert werden.

    (DTZ 44/09)

  • Tabak Forum ehrt Harald Lesch

    Astronom ist Pfeifenraucher des Jahres 2009

    BERLIN (DTZ/red). In der Hauptstadt wurde am Mittwoch der Pfeifenraucher des Jahres 2009 gekürt. Nach dem streitbaren „Stern“-Journalisten Hans-Ulrich Jörges im vergangenen Jahr, dem Europa-Abgeordneten Elmar Brok (2007) und dem SPD-Politiker Joachim Poß (2006) hat das Tabakforum mit dem Astronomen und ZDF-Fernsehmoderator Harald Lesch erneut einen prominenten und überzeugenden Vertreter der Leidenschaft des Pfeifenrauchens gefunden.

    [pic|188|r|||Pfeifenraucher des Jahres: Der Astronom Harald Lesch.|||]

    Auch ihm wurden Individualität, Eintreten für persönliche Überzeugungen sowie ein hohes Maß an Genussbewusstsein als Eigenschaften, die Pfeifenraucher des Jahres auszeichnen, bescheinigt.

    Mit einer Feier in der Berliner „Kalkscheune“ beging das Tabak Forum als Zusammenschluss wichtiger Importeure sowie Hersteller von Pfeifen und Pfeifentabak mit seinem Ehrengast und zahlreichen Freunden die Kür des amtierenden Pfeifenraucher des Jahres, der sich sichtlich über seinen Titel freute: „Hetzerei ist ein Zeichen unserer Zeit. Anhand des Pfeiferauchens kann man gut die Relativität der Zeit erkennen. Wenn man sich seine Pfeife ansteckt, befindet man sich innerhalb einer Zeitblase, in der keine Naturgesetze gelten.“

    Wert der Toleranz
    Der Laudator des Abends – Sänger, Musiker und Komponist Stephan Sulke – betonte den Wert der Toleranz, gerade im Verhältnis von Rauchern und Nichtrauchern. Sulke, selbst Pfeifenraucher, lobte Harald Lesch für seinen Mut, öffentlich zu seinem Genusshobby zu stehen, „denn ohne den Pfeifengenuss geht dem Leben ein Stück Spaß verloren.“

    Anlässlich der Überreichung der Urkunde sagte der neue Vorsitzende des Tabak Forums, Patrick Engels: „Mit Prof. Harald Lesch ist es uns gelungen, eine Lücke in der Reihe der geehrten Pfeifenraucher zu schließen. Mit ihm haben wir den ersten Naturwissenschaftler und dazu noch Naturphilosophen in den Reihen unserer Preisträger aufgenommen. Prof. Lesch verkörpert nicht nur in hohem Maße die schon als typisch geltenden Eigenschaften eines Pfeifenrauchers wie Genussbewusstsein, Eigenständigkeit im Denken und Handeln, Bodenständigkeit und Freiheitsliebe, sondern besticht auch durch sein hohes Maß an Gelassenheit und Interesse an den elementaren Dingen und den Grundlagen des Lebens.“

    (DTZ 44/09)

  • Küstenschutz bleibt Aufgabe der EU-Mitgliedsstaaten

    Fragestunde im EU-Parlement befasst sich mit illegalem Zigarettenhandel

    STRASSBURG (DTZ/schu). Die EU-weite Zusammenarbeit in der Bekämpfung des internationalen Zigarettenschmuggels sieht Siim Kallas (Estland), Vizepräsident der Europäischen Kommission, nach wie vor als wichtiges Mittel zum Erfolg.

    Dies gelte für die innereuropäische sowie weltweite Kooperation, bei der OLAF (Office Européen de Lutte Anti-Fraude) aktiv und erfolgreich mitwirke. Hier gelte es, die Arbeit des Europäischen Amts für Betrugsbekämpfung noch weiter zu intensivieren, erklärte der für Verwaltung, Audit und Betrugsbekämpfung zuständige Vize-Präsident.

    Illegaler Zigarettenmarkt verursacht immensen Abgabenverlust
    In einer Fragestunde vor dem EU-Parlament in Straßburg zitierte der irische EU-Abgeordnete Gay Mitchell eine Mitteilung der Anti-Betrugsbehörde, wonach der EU aktuell ein finanzieller Verlust von 9,5 Mrd. Euro durch illegalen Zigarettenhandel entstanden ist und 97 Prozent der Abgaben auf die unversteuerten Zigaretten am Staatssäckel vorbei gehen. „Wie sieht die Strategie der EU aus?“, fragte Mitchell.

    Kallas verwies auf die enge, teils auch länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen OLAF und den Strafverfolgungsbehörden der EU-Mitglieder, die bei einigen großen Operationen internationale Schmuggelkanäle trockengelegt hatte.

    Wichtige Tabakkonzern-Abkommen
    Dennoch sei hohe Aufmerksamkeit gefragt, da Verbrecherorganisationen inzwischen die Post als Vertriebsweg ausbauen würden. Kallas nennt die 2007 geschlossenen Abkommen mit Philip Morris und Japan Tobacco als wichtige Bausteine in der Bekämpfung illegaler Aktivitäten.

    Dem Vorschlag Mitchells, zum Beispiel eine EU-Küstenwacht aufzubauen, entgegnete Kallas, dass dies weiterhin Aufgabe der Mitgliedsstaaten bleiben muss.

    Ausgeklügeltes gegen Zigarettenschmuggel
    Der Vizepräsident hatte sich in einem Großhafen eines EU-Mitglieds ein Bild von den ausgeklügelten Maßnahmen gegen den Zigarettenschmuggel gemacht und bleibt bei seiner Meinung, dass die Bekämpfung des illegalen Handels an den Grenzen weiter in der Zuständigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten liegen muss.

    „Die EU steht mit ihrer gesamten Erfahrung zur Verfügung und unterstützt die Mitglieder mit allen Mitteln. Aber es bleibt Aufgabe der EU-Staaten, an ihren Grenzen die Verschiffung von illegalen Zigaretten zu unterbinden.

    Keine Steuer auf Finanztransaktionen
    Paul Rübig, EU-Parlamentarier aus Österreich, hat beim Zigarettenschmuggel eine Teilung der Ströme in Finanzen, Ware und den zugehörigen Begleitpapieren erkannt. Rübigs Vorschlag, die Finanztransaktionen zu besteuern, steht Kallas allerdings ablehnend gegenüber, schließlich gebe es in Europa bereits hohe Verbrauchssteuern auf Tabak.

    (DTZ 44/09)

  • Schweiz: Snus kommt auf Tagesordnung

    BERN (DTZ/red). In der Schweiz gibt es Bestrebungen, Vertrieb und Verkauf von Snus zuzulassen. Aktuell ist das Tabakprodukt den Eidgenossen nur zum Eigenkonsum erlaubt, gewerbsmäßiger Import und Handel sind behördlich verboten, meldet „20 Minuten Online“.

    Das könnte sich ändern: Ende September reichte FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen (BE) eine parlamentarische Anfrage an den Bundesrat ein, in der wissen will, welche gesundheitlichen Risiken durch Snus entstehen und welche rechtlichen Hindernisse Handel und Vertrieb in der Schweiz entgegenstehen.

    Schweden als Argument
    Als Argument dafür, die Zulassung von Snus zu prüfen, führt Wasserfallen Schweden an, wo der Mundtabak im Unterschied zu den übrigen EU-Ländern erlaubt ist. Das skandinavische Land hatte sich Mitte der 1990er-Jahre bei den Beitrittsverhandlungen eine Ausnahmeregelung erstritten.

    Dort sei der Snus eine Alternative zum Rauchen, schreibt Wasserfallen in der Begründung. Als Folge davon habe Schweden die europaweit tiefste Raucherquote.

    Die Tabakkonzerne Philip Morris und British American Tobacco (BAT) unterstützen eine europaweite Zulassung von Snus und sind auch in der Schweiz aktiv.

    Snus weniger gesundheitsschädigend
    Heute schätzt das Schweizer Bundesamt für Gesundheit den Konsum von Snus als weniger gesundheitsschädigend ein als das Rauchen von Zigaretten, verweist aber auf die Gefahr, dass Nikotin abhängig mache.

    (DTZ 44/09)

  • Besser als erwartet

    Philip Morris legt Quartalszahlen vor

    NEW YORK (DTZ/red). Der im vergangenen Jahr von der Altria Group abgespaltene US-Tabakkonzern Philip Morris International (PMI) hat nach einem besser als erwartet ausgefallenen Quartal die Prognose erhöht.

    Zudem dürfen sich die Aktionäre auf eine höhere Dividende freuen, meldet „Swissinfo“. „Die hohen Einnahmen aus dem operativen Geschäft erlauben uns, die Quartalsdividende um 7,4 Prozent auf 58 Cent zu erhöhen“, sagte Philip-Morris-Chef Louis Camilleri. „Zudem sind wir in der Lage, ständig eigene Aktien zurückzukaufen.“

    Im abgelaufenen Vierteljahresabschnitt seien 31,5 Mio. eigene Aktien für 1,5 Mrd. Dollar (1,0 Mrd. Euro) zurückgekauft worden. Zudem wurde die Übernahme der südafrikanischen Tochter von Swedish Match für umgerechnet rund 262 Mio. Dollar (177 Mio. Euro) abgeschlossen.

    Der Krise getrotzt
    Damit ist Philip Morris anders als viele andere Unternehmen trotz der Krise in der Lage, hohe Summen an die Aktionäre auszuschütten und gleichzeitig Unternehmensaktien zu kaufen. Die Papiere des Konzerns zogen vorbörslich an.

    Ganz ohne Spuren ist die Krise aber auch an Philip Morris nicht vorbeigegangen: Im dritten Quartal sank der Umsatz ohne Tabaksteuern um gut 5 Prozent auf 6,6 Mrd. Dollar (4,5 Mrd. Euro). Der Gewinn ging um 14 Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar (1,2 Mrd. Euro) zurück. Experten hatten mit einem Rückgang in dieser Größenordnung gerechnet. Für das laufende Jahr ist das Unternehmen jetzt etwas optimistischer als zuletzt.

    Unterdessen hat Altria seinen Gewinn im dritten Quartal gesteigert. Der Mutterkonzern von Philip Morris International legte auf 882 Mio. Dollar (596 Mio. Euro) zu – im Vorjahr waren es 867 Mio. Dollar (586 Mio. Euro). Der Umsatz kletterte um 10,7 Prozent auf 5,6 Mrd. Dollar (3,7 Mrd. Euro). Im dritten Quartal konnte Altria die Kosten um 76 Mio. Dollar (51,3 Mio. Euro) senken, seit Jahresbeginn um 241 Mio. Dollar (162,8 Mio. Euro).

    (DTZ 44/09)

  • Banderolenbezüge für Tabakwaren auf Berg- und Talfahrt

    Wertmäßig im September leicht im Plus

    WIESBADEN (DTZ/SB/fok). Die Bezüge von Steuerzeichen zeichnen im bisherigen Verlauf des Jahres 2009 eine wellenförmige Entwicklung ab: Nach schwachem Start zu Jahresbeginn folgten vor und um die Zigarettenpreiserhöhung und die anschließende Mindestinhaltserhöhung starke Versteuerungsmonate im zweiten Quartal, dann eine Talfahrt im Sommer und im September wieder eine Stabilisierung der Steuerzeichenbezüge.

    Die Tabaksteuereinnahmen vollziehen diese Entwicklung zeitversetzt nach. Entsprechend war der September 2009 für den Fiskus ein schwacher Monat bei den Tabaksteuereinnahmen.

    Zigarette: verhaltene Steuereinnahmen
    Diese bezifferten sich auf 1,069 Mrd. Euro (netto) und lagen damit um 7,2 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahrs. Ausschlaggebend waren verhaltene Steuereinnahmen aus der Zigarette (–8,3 Prozent). Kumuliert für die ersten drei Quartale 2009 bezifferten sich die Tabaksteuereinnahmen auf 9,418 Mrd. Euro (–0,5 Prozent).

    Beim Nettobezug von Steuerzeichen ergab sich im September 2009 ein Kleinverkaufswert für alle Tabaksteuerobjekte von 2,061 Mrd. Euro ( 1,9 Prozent). Für die ersten neun Monate 2009 kumuliert waren es 17,374 Mrd. Euro ( 0,1 Prozent).

    Bei der Zigarette bezifferte sich der Banderolenbezug (netto) im September 2009 in der Menge auf 7,604 Mrd. Stück (–3,4 Prozent), beim Kleinverkaufswert ergab sich aufgrund der Preiserhöhung ein Zuwachs von 0,7 Prozent auf 1,753 Mrd. Euro. Kumuliert für die ersten drei Quartale betrug die Menge 66,470 Mrd. Stück (–1,9 Prozent) im Kleinverkaufswert von 14,988 Mrd. Euro ( 0,1 Prozent).

    Feinschnittmenge gestiegen
    Beim Feinschnitt lag der September 2009 mit Steuerzeichenbezügen (netto) von 2.345,3 Tonnen um 14,4 Prozent über dem Vergleichsmonat des Vorjahres, der Kleinverkaufswert erhöhte sich hier um 18,9 Prozent auf 239,8 Mio. Euro. Im Neun-Monats-Zeitraum stieg die Menge um 9,9 Prozent auf 18.485,5 Tonnen und der Kleinverkaufswert um 10,3 Prozent auf 1,842 Mrd. Euro.

    Parallel dazu gingen wegen des Wegfalls der Pseudopfeifentabake im Sommer letzten Jahres die Banderolenbezüge für Pfeifentabake drastisch zurück.

    Erholung zeichnet sich ab
    In den ersten neun Monaten 2009 lagen sie in der Menge bei 598,2 Tonnen (–65,0 Prozent) und im Kleinverkaufswert bei 66,5 Mio. Euro (–46,4 Prozent). Im Vergleich der Monate September (2008/09), die beide den „Pseudo“-Effekt nicht mehr aufweisen, zeichnet sich dagegen 2009 mit 99,7 Tonnen ( 88,3 Prozent) und einem Wert von 10,3 Mio. Euro ( 59,1 Prozent) wieder eine Erholung ab. Für Zigarren und Zigarillos wurden im September 2009 Banderolen für 383,4 Mio. Stück (–31,7 Prozent) im Wert von 58,1 Mio. Euro (–20,2 Prozent) bezogen. Von Januar bis September 2009 kumuliert lag die Menge hier bei 2,813 Mrd. Stück (–32,5 Prozent) und der Kleinverkaufswert bei 477,3 Mio. Euro (–18,0 Prozent).

    (DTZ 44/09)

  • Mit Schwarz-Gelb Hoffnung auf rationalere Politik in Sachen Tabak

    Im Koalitionsvertrag keine Hinweise auf Anti-Raucher-Aktionismus

    BERLIN (DTZ/fok). Gespannt wie wohl kaum eine andere Branche blickt die deutsche Tabakwirtschaft derzeit nach Berlin, wo mit CDU/CSU und FDP eine Koalition die neue Bundesregierung stellt, die einige Änderungen gegenüber der bisherigen Großen Koalition erwarten lässt.

    Die Tabakwirtschaft hat in der Vergangenheit erfahren müssen, dass sie mit ihren Produkten einer zunehmend kritischen Haltung in der Öffentlichkeit und Politik gegenübersteht.

    Angefangen von den weit überzogenen Tabaksteueranhebungen unter Rot-Grün mit den bekannten negativen Folgen der Schmuggelausweitung und Marktverwerfungen über die Ausgrenzung der Raucher durch zunächst sehr weitgehende Gastrorauchverbote bis hin zu den von der Bundesdrogenbeauftragten Bätzing geforderten weiteren Regulierungen wie Bildwarnhinweise und weitere Einschränkungen der Kommunikationsmöglichkeiten mit den erwachsenen Rauchern.

    Sachlich oder emotional?
    Die letzten Legislaturperioden haben gezeigt, dass es ganz wesentlich von den Grundeinstellungen der Regierungsparteien abhängt, ob das Thema Rauchen rational-sachlich oder emotional populistisch angepackt wird.

    Ein Blick in den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP deutet derzeit darauf hin, dass die Bewältigung der drängenden wirtschaftlichen Probleme Vorrang hat. In dem Vertrag ist jedenfalls das Thema Tabak/Rauchen nicht ausdrücklich genannt.

    Prioritäten
    Festgehalten wurde allgemein eine Stärkung vorhandener Strukturen und Aufklärung in der Präventionspolitik. Auch die konsequente Durchsetzung des Jugendschutzes ist dort aufgeführt. Die Nichtnennung einer forcierten Anti-Tabak-Politik bedeutet allerdings nicht, dass dort gar nichts passiert. Aber zumindest deutet einiges darauf hin, dass hier nicht die Prioritäten liegen.

    Von Bedeutung ist natürlich auch die personelle Besetzung der mit Tabakthemen befassten Positionen innerhalb der neuen Regierungsmannschaft. Mit Wolfgang Schäuble (67/CDU) wurde der bisherige Bundesinnenminister zum neuen Bundesfinanzminister berufen.

    Außerordentlich große Erfahrung
    Dass es sich hier um einen Politiker mit außerordentlich großer Erfahrung in der Regierungsarbeit handelt, ist sicher als Vorteil zu werten. Als Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramts und Bundesinnenminister hatte er bereits in der Ära Kohl zentrale Funktionen inne.

    Schäuble mit klaren Positionen
    Schäuble gilt als Mann klarer Positionen, die er sowohl innerparteilich als auch in der Koalition mit Geschick zu behaupten weiß. Besonnenheit ist sein Kennzeichen und vielleicht deshalb ist er hin und wieder mit Pfeife zu sehen, die die notwendigen Pausen zum Nachdenken schafft.

    Mit Steffen Kampeter (46/CDU), bisher Vorsitzender der Arbeitsgruppe Haushalt in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Hartmut Koschyk (50/CSU), bisher Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, holt er sich zwei erfahrene Staatssekretäre.

    Neuer Gesundheitsminister mit immensen Aufgaben
    Neuer Gesundheitsminister wird Dr. Philipp Rösler (36/FDP). Der promovierte Mediziner war bisher Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident in Niedersachsen, außerdem Landesvorsitzender der niedersächsischen FDP.

    Rösler ist der jüngste unter den Ministern der neuen Regierung. Auf ihn wartet ein immenses Aufgabenfeld in der Gesundheitsreform.

    Neue Staatssekretäre im Gesundheitsministerium sind Annette Widmann-Mauz (45/CDU) und Daniel Bahr (32/FDP).

    Ilse Aigner ist geblieben
    Ebenfalls besonders relevant für Entscheidungen über Rahmenbedingungen für die Tabakbranche ist das Ressort Verbraucherschutz. Mit Ilse Aigner (44/CSU) wird die bisherige Amtsinhaberin für die Bereiche Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch weiterhin an der Spitze dieses Ministeriums stehen.

    Neue Staatssekretärin wird Julia Klöckner (36/CDU), bisher Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Verbraucherschutz. Der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Müller 53/CSU) bleibt im Amt.

    (DTZ 44/09)

  • Weniger Zigaretten versteuert

    WIESBADEN (DTZ/vi). Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im dritten Quartal 2009 in Deutschland 9,8 Prozent weniger Zigaretten versteuert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die versteuerte Menge belief sich auf 21,438 Mrd. Stück.

    Noch deutlichere Rückgänge wurden beim Absatz von Zigarren und Zigarillos ermittelt. Hier gab es ein Minus von 38,8 Prozent auf 1,045 Mrd. Stück.

    Dieser massive Rückgang erklärt sich maßgeblich durch den Absatzeinbruch bei Eco-Cigarillos aufgrund einer Definitionsänderung.

    Gleichzeitig stieg die Menge des versteuerten Feinschnitts im dritten Quartal 2009 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 9,1 Prozent auf 6.441 Tonnen.

    Insgesamt wurden im dritten Quartal Tabakwaren im Kleinverkaufswert von 5,8 Mrd. Euro versteuert. Das waren 304 Mio. Euro oder 5,0 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

    Die Steuerwerte der abgesetzten Steuerzeichen betrugen insgesamt 3,4 Mrd. Euro (–7,5 Prozent).

    (DTZ 43/09)

  • Den Verfall der Werthaltigkeit stoppen!

    Mitgliederversammlungen westdeutscher und norddeutscher Tabakwaren-Großhändler

    SIEGEN/ASENDORF (DTZ/cz). Von einer lebhaften Diskussion über aktuelle Marktentwicklungen waren die ordentlichen Mitgliederversammlungen der Fachvereinigung Westdeutscher Tabakwaren-Großhändler und des Fachverbandes Tabakwaren-Großhandel norddeutsche Bundesländer geprägt.

    Die Tagung der westdeutschen Großhändler fand unter dem Vorsitz von Hubertus Tillkorn in Siegen (NRW) statt, während die norddeutschen Großhändler unter dem Vorsitz von Angela Barkow im niedersächsischen Asendorf tagten.

    Zufriedene Kunden
    Nach einhelliger Meinung der auf beiden Veranstaltungen vertretenen Tabakwaren-Großhändler ist die Umstellung der Zigarettenautomaten auf neue Preise für die Automatenpackungen technisch reibungslos und von der Akzeptanz des Kunden her betrachtet bisher zufrieden stellend verlaufen.

    Deutliche Umsatzeinbrüche, wie sie der Automaten aufstellende Handel beispielsweise bei der Umstellung der Geräte von 5 auf 6 DM erleiden musste, seien derzeit noch nicht feststellbar.

    Ein Fazit im Hinblick auf die Akzeptanz der neuen Packungs- und Preisformate durch die Kunden könne allerdings erst in einigen Monaten gezogen werden, dann auch unter Berücksichtigung des Sachverhaltes, dass keine altpreisigen Waren mehr im Markt angeboten werden dürfen.

    Kritik am Umstellungsprozess
    Deutliche Kritik übten die Großhändler an dem Umstellungsprozess selbst. Verzögerungen und Lieferprobleme seitens einiger Hersteller bei der Verfügbarkeit neupreisiger Ware hätten den Automaten-Umstellungsprozess verkompliziert und die Zeitplanungen der Betreiber ausgehebelt.

    Zudem äußerten die Großhändler ihre Sorge, dass die mit der Anhebung des Mindestpackungsinhaltes bei der Fabrikzigarette auf 19 Stück sowie dem autonomen Preisschritt der Industrie einhergehenden positiven Margeneffekte über ein stetiges Wachstum der Industrieniedrigpreislagen sowie aggressive und nicht marktgerechte Preisstellungen vornehmlich bei den so genannten Volumentabaken im Zeitverlauf langsam abgeschmälzt werden würden.

    Marktbedingungen schaffen
    Carsten Zenner, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA), betonte daher auch auf beiden Versammlungen, dass es in einem stetig schrumpfenden Gesamtmarkt nunmehr darauf ankäme, den Verfall der Werthaltigkeit zu stoppen und Marktbedingungen zu schaffen, in denen ausreichend Erträge für alle im Markt tätigen Wirtschaftsstufen generiert werden können.

    Der von beiden Handelsverbänden BDTA und BTWE begonnene Dialog mit Herstellern aus dem so genannten OTP-Markt sei daher auch vornehmlich in diesem Sinne zu interpretieren.

    Im zweiten Teil der Veranstaltungen berichtete Carsten Zenner über Tabak-Diskussionen auf nationaler, europäischer und supranationaler (vornehmlich WHO) Ebene.

    Nationales Aktionsprogramm zur Tabakprävention überarbeitet
    Zenner erläuterte, dass das Nationale Aktionsprogramm zur Tabakprävention (2009–2012) vorerst „auf Eis gelegt“ wurde. Innerhalb der Ressortabstimmungen, in die sich auch der BDTA mit verschiedenen Positionen und Stellungnahmen eingebracht habe, wurde das Papier inhaltlich und von der Schwerpunktausrichtung mehrfach überarbeitet.

    Die Verabschiedung durch das alte Kabinett ist nicht mehr erfolgt. Es bleibt daher abzuwarten, ob und wann eine Verabschiedung durch die „neue“ Regierung erfolgen wird.

    Gesetz in Kraft
    In Kraft getreten sei aber im Sommer 2009 das Vierte Gesetz zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen samt dem darin geregelten neuen Mindestpackungsinhalt von 19 Stück bei der Fabrikzigarette sowie 30 Gramm bei Feinschnittprodukten.

    BDTA-Geschäftsführer Zenner erinnerte in diesem Zusammenhang nochmals an die gesetzliche Vorgabe, dass Packungsformate mit einem Inhalt von 17 oder 18 Stück Zigaretten nur noch bis zum 31. Dezember 2009 im Handel abverkauft werden dürften.

    WHO-Aktivitäten
    Mit dem Anspruch einer Totalregulierung der nationalen Tabakmärkte – u. a. Lizenzierung, lückenlose Warenverfolgung und Kundenidentifikationsmaßnahmen – hat die WHO ihre Vorstellungen im Rahmen eines Protokollentwurfs unter dem Arbeitstitel „Bekämpfung des internationalen Tabakschmuggels“ bekannt gemacht, berichtete Zenner.

    Nach mehreren internationalen Konferenzen sei es bisher noch nicht gelungen, dass sich die 168 Vertragsstaaten der WHO näherungsweise auf einen Kompromiss verständigt hätten.

    BDTA känpferisch
    Der BDTA werde weiter die Abstimmung mit den beteiligten Ressorts suchen und um die Position kämpfen, dass es nicht dem Ziel dient, wenn gesetzestreue Marktteilnehmer in unverhältnismäßiger Art und Weise mit zusätzlichen bürokratischen Hürden belegt werden, ohne dass damit der unerlaubte Handel von Tabakwaren wirksam bekämpft wird.

    Zum Abschluss berichtete Zenner über die rechtsunverbindlichen Vorschläge des Europäischen Rates zur Schaffung rauchfreier Umgebungen.

    Nach den Vorstellungen des Rates sollen alle 27 Mitgliedstaaten der Gemeinschaft bis Ende 2012 geeignete Maßnahmen zum Nichtraucherschutz und zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens sowie flankierende Maßnahmen (Bildwarnhinweise und neutrale Verpackungen) – möglichst einheitlich nach den Vorschlägen des Rates – umsetzen.

    Verbände und Industrie Hand in Hand
    Zenner lobte in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es schnell und unbürokratisch gelungen sei, eine gemeinsame Stellungnahme der Industrie- und Handelsverbände inklusive Philip Morris vor allem zu der Forderung neutraler Verpackungen in die Politik zu tragen.

    Zudem verwies Zenner auf die Empfehlungen des Bundesrats zu diesem politischen Arbeitspapier. Der Bundesrat habe deutlich auf das Subsidiaritätsprinzip sowie die Bundes- und Ländergesetzgebungen zum Nichtraucherschutz hingewiesen und gleichsam festgestellt, dass man keinen weiteren Handlungsbedarf in diesem Regulierungsfeld sehen würde.

    Auflösung beider Vereinigungen
    Im dritten Teil der Veranstaltungen stand die Diskussion um die Auflösung beider Vereinigungen auf der Tagesordnung.

    Aufgrund des weiter fortschreitenden Konzentrationsprozesses innerhalb der Branche sowie den deutlich rückläufigen Mitgliederzahlen als Konsequenz dieses Prozesses in beiden Vereinigungen, verfestigte sich rasch die Meinung unter den Teilnehmern, dass die bis dato zweckdienliche Regionalisierung der Verbandsarbeit mittlerweile überholt sei.

    Frage der Aufrechterhaltung
    Da auch seitens der Politik nicht über eine regionale Karte zusätzlich „gepunktet“ werden könnte, stelle sich folglich die Frage der Aufrechterhaltung einer eigenen Vereinsstruktur in den jeweiligen Regionen Nord- und Westdeutschlands.

    Die beiden Vorsitzenden Hubertus Tillkorn und Angela Barkow betonten zudem, dass die jeweils angeschlossenen Mitglieder nach der Auflösung formlos und mit allen bisherigen Rechten und Pflichten ausgestattet als direkte Mitglieder im BDTA geführt werden würden.

    Im Ergebnis wurde die Auflösung der Fachvereinigung Westdeutscher Tabakwaren-Großhändler sowie die des Fachverbandes Tabakwaren-Großhandel norddeutsche Bundesländer durch die teilnehmenden Mitgliedsbetriebe beschlossen.

    (DTZ 43/09)