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  • Österreich: tobaccoland kooperiert weiter mit Habanos

    Absatzvolumen erhöhte sich in fünf Jahren um 30 Prozent

    WIEN (DTZ/ots). Der österreichische Tabakwaren-Großhandel tobaccoland und der kubanische Zigarrenhersteller Habanos setzen ihre Kooperation fort. Dazu wurde der seit fünf Jahren bestehende Vertrag verlängert. tobaccoland übernimmt damit weiterhin die österreichweite Distribution und versorgt mehr als 7.100 Trafikanten mit weltbekannten Marken wie Cohiba, Montecristo oder Romeo y Julieta, aber auch mit günstigeren Qualitätszigarren wie Quintero, Jose La Piedra oder La Flor de Cano.

    Manfred Knapp, General Manager von tobaccoland, dazu: „Die Partnerschaft mit Habanos als der Hersteller von Premium-Zigarren ist ein Eckstein unserer Tätigkeit." Vor diesem Hintergrund achtet tobaccoland auf hochwertige Produkte – und wählt seine Partner entsprechend sorgfältig aus.

    Marken von Weltruf
    Knapp setzt fort: „Habanos steht für Premium-Zigarren, also handgefertigte Longfiller. Die Verlängerung der bewährten Kooperation bedeutet, dass wir unser Portfolio weiterhin mit den weltbekannten Marken des Hauses bereichern können.“

    Die zurückliegenden Jahre brachten für beide Partner eine enorme Geschäftsausweitung: Binnen fünf Jahren erhöhte sich das Absatzvolumen um 30 Prozent pro Jahr.

    (DTZ 18/10)

  • Kein Rückgang beim Zigarettenschmuggel in Sicht

    Aus den Jahresbilanzen 2009 der Zollfahndungsämter

    MAINZ (DTZ/ergü). Bei den Jahresbilanzen der Zollfahndungs- und Hauptzollämter des Landes – vier der acht haben ihre Zahlen bereits veröffentlicht – kristallisiert sich heraus:Trotz wachsender Erfolge im Kampf gegen die internationale Zigarettenkriminalität ist, wie es Norbert Scheithauer, Pressesprecher des ZFA Berlin-Brandenburg, formuliert, „ein quantitativer Rückgang des Zigaretteneinfuhrschmuggels kurzfristig nicht in Sicht“.

    Zugenommen hat laut ZFA auch eine Zahl gewaltbereiter Straftäter, die unter Alkohol- oder Rauschgifteinfluss standen. Die Behörde notierte 40 Fälle gefälschter oder gestohlener deutscher Kfz-Kennzeichen, überwiegend von polnischen Zigarettenschmugglern benutzt.

    Immerhin sei im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl ausländischer Täter um 88 auf 1.074 gesunken, während andererseits die der deutschen um 19 auf 847 anstieg. 133 Tatverdächtige konnten unerkannt flüchten.

    Tatumfänge verdoppelt
    Im milliardenschweren Bandengeschäft schrecken die Syndikate nicht vor Gewalt, Erpressung, Nötigung und Kapitalverbrechen zurück. Grund: die bis zu 1000-prozentige Gewinnspannen, die zwischen Produktion und illegalem Straßenverkauf entstehen.

    Die 390 ZFA-Mitarbeiter waren 2009 mit insgesamt 651 Ermittlungen befasst, 76 mehr als im Vorjahr. Dabei wurden fast 58 Millionen Schwarzzigaretten (2008: 51 Millionen) sichergestellt; verhinderter Steuerschaden über 11 Mio. Euro. Weitere 170 Millionen Stück – mehr als dreimal so viel wie 2008 – konnte das ZKA aufgrund von Zeugenaussagen und Geständnissen ermitteln.

    Wie Scheithauer betont, werden diese „den Straftätern, sofern möglich, angelastet und in den Schuldsprüchen der Gerichte bei der Strafzumessung berücksichtigt.“

    Fette Beute
    Bei der Jahrespressekonferenz des ZFA Dresden (270 Mitarbeiter) stand zunächst die Rauschgiftkriminaliät im Vordergrund. Das ZFA hatte eine zehnfach höhere Menge (1.500 Kilogramm) sichergestellt als im Vorjahr und eine Bande aus dem Raum Dresden zerschlagen, die allein mehr als 1.300 Kilogramm Haschisch, Marihuana und Amphetamine per Zug aus Holland eingeschmuggelt hatte.

    Auch die Ergebnisse in der Bekämpfung des Zigarettenschmuggels können sich sehen lassen, wie ZFA-Leiterin Anett Häußler unterstrich. In 161 Ermittlungsverfahren hatte man mehr als 50 Millionen Schmuggelzigaretten (Steuerschaden rund 11 Mio. Euro) aufgegriffen. Zwar habe sich die Zahl der Ermittlungsverfahren gegenüber 2008 um 30 Prozent verringert, die Tatumfänge hätten sich aber mehr als verdoppelt.

    Zusammenarbeit funktioniert
    Ermittlungen gegen drei größere Banden im Raum Leipzig/Halle standen im ZFA-Fokus. Vier Mitglieder einer dieser Banden wurden Ende 2009 zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren verurteilt. Die Kriminellen hatten 8 Millionen Schwarzzigaretten aus Polen im Raum Bad Düben abgesetzt. Zwei der Täter dealten überdies mit Betäubungsmitteln.

    „Die Bekämpfung des Zigarettenschmuggels ist eine unserer wichtigsten Aufgaben“, betonte Dieter Stiehler, Leiter Sachgebiet Verbrauchssteuern, im DTZ-Gespräch. Auf die Frage, welche Rolle die Schmuggelmarke Jin Ling im Bereich des ZFA spiele, antwortete Stiehler: „Sie macht wenigstens 50 Prozent aller Schmuggelzigaretten aus.“ Seines Wissens werde sie ausschließlich dafür produziert.

    „Wir haben 2009 vor allem in der Bekämpfung des Zigarettenschmuggels und der Betäubungsmittelkriminalität gute Ergebnisse erzielen können“, erklärte der Leiter des ZFA Hannover Thomas Lieske. „Einmal mehr hat sich gezeigt, dass eine wirkungsvolle Bekämpfung von Strukturen in der weltweit organisierten Kriminalität nur aufgrund intensiver Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene funktioniert.“

    Umfangreiches Territorium
    Mit 60.000 Quadratkilometern – weite Teile Niedersachsens, Sachsen-Anhalts, Bremen und die Region Ostwestfalen – betreut das ZFA ein umfangreiches Territorium. In Bremen, Magdeburg und Bielefeld gibt es Außenstellen. Insgesamt sind 300 Beamte tätig.

    Gemeinsame Ermittlungsgruppen mit der Polizei haben sich bestens bewährt. Die Ermittlungen zum Zigarettenschmuggel nahmen wie in den Vorjahren über die Hälfte der rund 700 Verfahren in Anspruch. Zusammen mit den Kontrolleinheiten der Hauptzollämter konnten über 28 Millionen Schmuggelzigaretten sichergestellt und weitere 81 Millionen den Tätern nachgewiesen werden. „Der Steuerschaden beträgt allein in diesem Deliktsbereich über 20 Mio. Euro“, sagte Lieske.

    Neue Rekorde
    Vom ZFA Hamburg wurden zusammen mit der Bundesfinanzdirektion Nord 2009 insgesamt 1.477 neue Delikte bearbeitet, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Zahl der Tatverdächtigen liegt bei 864, ermittelter Steuerschaden: 61,8 Mio. Euro. Den Hauptanteil bestreiten mit 51 Mio. Euro die Verbrauchsteuern. Dabei erklomm der Zigarettenschmuggel neue Gipfel.

    Beschlagnahmt wurden 73,8 Millionen Schwarzzigaretten. Die Menge der im Rahmen von Verfahren festgestellten eingeschmuggelten und meist abgesetzten Zigaretten beträgt mehr als 160 Millionen. Damit werde die Höchstmarke der zurückliegenden zehn Jahre erreicht.

    ZFA-Fokus besonders auf Strukturen und Haupttäter
    „Hier wird auch das Hauptaugenmerk der Zollfahnder auf diesem Sektor erkennbar“, heißt es. „Nicht nur das Beschlagnahmen von Zigaretten, sondern vielmehr die Zerschlagung und Aufdeckung von Strukturen und das Ergreifen von Haupttätern ist zum Ziel geworden. Dies ist insbesondere durch die intensivere und bessere Zusammenarbeit mit den Nachbarstaaten möglich.“

    Die Aufgaben der Zollfahndung haben sich, wie DTZ mehrfach berichtete, bekanntermaßen in den letzten Jahren gewandelt. Präzise formulierte Norbert Scheithauer den heutigen Auftrag der Zollfahndung: Sie leiste „einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Bürger Deutschlands und der gesamten EU und nimmt ihren Auftrag einer nachhaltigen Verfolgung der internationalen (Zoll-)Kriminalität und die Zerschlagung der Strukturen, die sich im gesamten Wirtschaftsraum der EU wiederfinden lassen, als Kernaufgabe ihrer Tätigkeiten wahr.“

    (DTZ 18/10)

  • BLD bricht Lanze für staatliches Glücksspiel

    FRANKFURT (DTZ/vi). Hermann Teckenburg, Vorsitzender des Bundesverbandes der Lotto-Toto-Verkaufsstellen in Deutschland (BLD), forderte auf der Jahrestagung am 1. und 2. Mai in Frankfurt die Beibehaltung des staatlichen Glücksspielmonopols. Als Gastredner nahm Lotto-Hessen-Geschäftsführer Dr. Heinz-Georg Sundermann teil.

    (DTZ 18/10)

  • tobaccoland will Image der Automaten pflegen

    Pilotprojekt mit Gastro-Goodies in Hamburg

    HAMBURG (DTZ/kdp/fok). Die tobaccoland Automatengesellschaft hat Ende April in Hamburg ein Pilotprojekt gestartet, um die Attraktivität ihrer Zigarettenautomaten zu steigern. An rund 5.000 Geräten im Stadtgebiet wird die Frontseite plakativ genutzt, um Überraschungsgutscheine, sogenannte Goodies, für erwachsene Passanten anzubieten.

    Diese beinhalten Vergünstigungen und kleine Geschenke von Gastronomie- und Geschäftspartnern der Automatengesellschaft, zum Beispiel Gratisgetränke, Rabatte, Eintrittsermäßigungen oder Produktproben beim Einkauf bei den Werbepartnern.

    Zum Start beteiligten sich mehr als 100 Unternehmen an der Goodies-Aktion. Der Interessent erhält die Gutscheine per Handy-SMS oder via Internet unter www.goodies.de unter Eingabe eines Codes, der auf jedem Automaten individuell abzulesen ist.

    Attraktivität der Einkaufsstätte Zigarettenautomat
    Der Automaten-Code nimmt dabei die Rolle einer Losnummer ein. Die Aktion läuft unabhängig davon, ob der Interessent am Automat etwas kauft oder nicht. „tobaccoland will etwas für die Attraktivität der Einkaufsstätte Zigarettenautomat tun und die Aufmerksamkeit der erwachsenen Passanten im positiven Sinne auf den Automaten lenken“, erläutert Burkhard Armborst von tobaccoland.

    „Neben der Imagepflege geht es uns auch um Kundenbindung sowohl auf Konsumentenseite wie auch seitens der beteiligten Gastronomiepartner. Hier handelt es sich um positive Wahrnehmung des Automaten und nicht um unmittelbare Verkaufsförderung.“

    Das Pilotprojekt in Hamburg wird bis Sommer laufen; erweist es sich als erfolgreich, wird über eine Ausweitung in andere Schwerpunktregionen nachgedacht.

    (DTZ 18/10)

  • Aktionsbündnis geht online in die Offensive

    Website www.bayern-sagt-nein.de ruft mit Aktionen zum Mitmachen auf

    MÜNCHEN (DTZ/vi). Das Aktionsbündnis Bayern sagt Nein! bietet ab sofort auf der Onlineplattform Informationen zum aktuellen Nichtraucherschutzgesetz sowie zu den Zielen und Hintergründen des Bündnisses.

    Bayerische Bürger, die am 4. Juli für Freiheit und Toleranz und gegen weitere Verbote stimmen wollen, werden aufgerufen, aktiv das Bündnis bei verschieden Aktivitäten zu unterstützen.

    So ist zum Beispiel aktuell die „Bayern-Aktiv-Tour“ an den Start gegangen. Die Bürger aus allen bayerischen Bezirken, Landkreisen, Städten und Gemeinden können hier teilnehmen und beweisen, dass sie sich für Freiheit und Toleranz engagieren. Neben Statements prominenter Befürworter finden die User auf der Seite leichten Zugang zu Social-Media-Communities wie Facebook und können so mit Gleichgesinnten in den Dialog treten und sich vernetzen.

    „Dialogorientierte Kommunikation im Netz“
    „Wir setzen in den kommenden neun Wochen bis zum Verbotsentscheid am 4. Juli auf persönliche Gespräche mit den Bürgern Bayerns und auf die schnelle sowie dialogorientierte Kommunikation im Netz. Unser Ziel ist es, mit der Kampagne Verbraucher aufzuklären, dass der derzeitig bestehende Nichtraucherschutz bestens funktioniert und die Regelung in der Gastronomie auch vom Großteil der Bevölkerung befürwortet wird“, erklärt Franz Bergmüller, Sprecher des Aktionsbündnisses.

    Die neue Onlinepräsenz bietet mit der nutzerfreundlichen Navigation schnellen Zugriff auf die Informationen. Aber nicht nur der Einsatz im Gespräch mit Verbrauchern ist wichtig für die Sache.

    Neben dem Aufruf zum aktiven Mitmachen können Befürworter das Bündnis beispielsweise auch mit dem Mieten von Plakatflächen unterstützen. Die „1,2,3-Plakat-Aktion“ startet Ende Mai und endet mit dem Tag der Entscheidung am 4. Juli.

    Übersichtliche, durchdachte Website
    Die Website ist bewusst schlank und klar aufgebaut, denn dank der unkomplizierten Menüführung ist alles mit einem Klick zu finden – für geübte User genauso wie für sporadische Besucher im Netz.

    Das Aktionsbündnis „Bayern sagt Nein!“ kämpft für die Beibehaltung des bestehenden Nichtraucherschutzes in Bayern, welcher schon umfangreich schützt. Das Rauchverbot in Schulen, öffentlichen Gebäuden und auf Bahnhöfen soll unangetastet bleiben. Es geht den Bündnisteilnehmer darum, die drei noch bestehenden Ausnahmeregelungen in der Gastronomie beizubehalten.

    DTZ (18/10)

  • Reemtsma: Höhere Feinschnittpreise

    Ab Juli Preisanhebung für einzelne Produkte

    HAMBURG (DTZ/fnf). Mit Wirkung zum Juli 2010 hebt das Hamburger Tabakunternehmen Reemtsma die Kleinverkaufspreise für den Großteil seines Feinschnittsortiments sowie für Filter-Cigarillos moderat an.

    Preisanhebungen wird es für Teile der JPS, West und Route 66 Familien geben. Der Preis der JPS Red und JPS Blue 55g Volume Tobacco Dose erhöht sich um 45 Cent auf 7,95 Euro. Die Route 66 Blue Volume 80g Dose wird um 45 Cent auf 10,50 Euro und die West Single Tobacco Red/Silver 70g Dose ebenfalls um 45 Cent auf 10,95 Euro angehoben.

    Die KVP von JPS Red und Blue Filter Sticks und die Route 66 Filter Cigarillos erhöhen sich um jeweils 10 Cent auf 1,80 Euro beziehungsweise 1,55 Euro. Die JPS Red Filter Sticks Big Box steigt im Preis 15 Cent auf 2,40 Euro.

    „Verbesserung der Margen“
    „Gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere beim Rohtabak, machen diesen Schritt einer Konsolidierung notwendig“, betont Michael Kaib, Reemtsma Vertriebschef Deutschland. „Darüber hinaus geht es um eine Verbesserung der Margen für alle beteiligten Partner aus Groß- und Einzelhandel.“

    Die Preisanhebung für die einzelnen Marken treten im Juli 2010 in Kraft. Die Auslieferung der neupreisigen Ware im Warenübergangszeitraum erfolgt fließend erst nach Abverkauf der Bestände der einzelnen Produkte.

    DTZ (18/10)

  • MUT in Nordrhein-Westfalen aktiv

    Verein macht mit Flyer mobil gegen die Grünen

    ULM (DTZ/fh). Am 9. Mai wird in Nordrhein-Westfalen der Landtag gewählt. Je nach Ausgang könnte das existierende Nichtraucherschutzgesetz mit seinen bekannten Ausnahmen (Nebenraum und 75 Quadratmeter) kippen.

    Besonders die Grünen, nachzulesen auf deren Homepage, haben sich für eine saarländische Lösung ausgesprochen, die keine Ausnahmen dulden würde. Die Grünen sprechen dort sogar von einem Volksbegehren wie in Bayern.

    Sollten die Grünen jedoch in die Regierung einziehen und Insider misstrauen der Aussage von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, eine Koalition mit den Grünen abzulehnen, dann brauchen die Grünen kein Volksbegehren, indem sie wie im Saarland das Rauchverbot zur Vorbedingung einer Koalition machen.

    Grüne Regierungsbeteiligung wäre Rückschritt für Tabakbranche
    Die FDP will übrigens unbedingt am existierenden Gesetz festhalten. Mit anderen Worten könnte die NRW-Wahl bei einem Einzug der Grünen in die Regierung für die Tabakbranche zu einem harten Rückschlag werden.

    Aus diesem Anlass hat MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft) mit der Ermuri und Netzwerk Rauchen eine Kooperation gebildet, um kurzfristig einen Flyer in sechsstelliger Auflage zu verteilen, der auf die Lage hinzuweisen. „Sollten die Grünen nicht in die Regierung einziehen, besteht die Gefahr, dass sie den Gedanken des Volksbegehrens wiederbeleben. Hierauf wird MUT natürlich ebenfalls reagieren“, kommentiert Oliver Kopp, 1. Vorstand von MUT die Aktion.

    (DTZ 17/10)

  • BDTA hebt Wirksamkeit des Jugendschutzes am Zigarettenautomaten hervor

    Verband sieht keine Pflicht gültige Rechtslage zu verschärfen / Tories springen UK-Tabakkonzernen bei

    LONDON/KÖLN (DTZ/vi/ots/schu). Eine britische Einzelhandelsvereinigung (LABA) hat am 26. April 2010 Klage gegen ein britisches Gesetz eingereicht, das Zigarettenautomaten und das Zeigen von Zigarettenpackungen in Geschäften verbietet. Das Gesetz soll ab Oktober 2011 in Kraft treten mit einer Übergangsfrist für kleinere Geschäfte bis Oktober 2013.

    In Deutschland dürfen Tabakwaren nur dann über Automaten angeboten werden, wenn über technische Vorrichtungen oder ständige Beaufsichtigung sichergestellt ist, dass unter 18-Jährige an den Geräten nicht kaufen können.

    Getroffene Maßnahmen flächendeckend wirksam
    Der Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) hat deshalb zusammen mit der Deutschen Kreditwirtschaft und in Abstimmung mit dem Gesetzgeber ein Alterskontrollsystem entwickelt und 2007 – unter Aufwand von mehr als 300 Mio. Euro – umgesetzt. Alle öffentlich zugänglichen Zigarettenautomaten sind hierzulande technisch so gesichert, dass Kinder und Jugendliche an ihnen nicht kaufen können. Die Vorgaben des Jugendschutzgesetzes sind über die genannten Maßnahmen flächendeckend wirksam und effektiv umgesetzt worden.

    Wie der BDTA hervorhebt, ist es Aufgabe unserer Gesellschaft und damit des Staats, Jugendliche auf Gefahren aufmerksam zu machen und sie zu schützen. Dies könne jedoch nur dann wirkungsvoll gelingen, wenn Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Hand in Hand arbeiten.

    Paradebeispiel Alterskontrollsystem
    Die Umsetzung eines kartenbasierten Alterskontrollsystems an Zigarettenautomaten sei dafür ein Paradebeispiel und zudem ein wichtiger Schritt, um Jugendliche vor den Gefahren des Rauchens zu schützen.

    „Staat und Wirtschaft haben in Deutschland eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die Ziele des Jugend- und Gesundheitsschutzes durch andere, weniger einschneidende Maßnahmen erreichbar sind“, so Carsten Zenner, Geschäftsführer des BDTA.

    „Wir sehen uns daher als Branche, gerade auch vor dem Hintergrund der Diskussionen in Großbritannien, im Hinblick auf unsere verantwortungsvolle jugendschutzpolitische Ausrichtung und unsere wirkungsvollen technischen Aktivitäten ausdrücklich bestätigt.“

    Bundesregierung bekräftigt Status quo
    Aus dieser Betrachtung heraus besteht für die Bundesrepublik Deutschland kein weiterer politischer Handlungsbedarf, die derzeit gültige Rechtslage zu verschärfen. Diese Auffassung hat auch nochmals die Bundesregierung im Rahmen ihrer Antwort vom 31. März 2010 auf die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen schriftlich dokumentiert.

    Zudem tritt der BDTA dafür ein, dass an Tabakverkaufsstellen in Deutschland auch zukünftig eine Kommunikation mit informierten und erwachsenen Rauchern – auch in Form der Präsentation oder Darstellung von Tabakprodukten – gewährleistet bleiben muss.

    Der BDTA vertritt die Interessen der Tabakwarengroßhändler und der Betreiber von Zigarettenautomaten in Deutschland. Knapp 150 zumeist mittelständische Unternehmen mit rund 8.000 Beschäftigten gehören dem Verband an.

    Großbritannien: Opposition sagt Tabakfirmen Unterstützung zu
    Neben der von der LABA eingereichten Klage gegen den „Display ban“ erhalten die drei größten britischen Tabakhersteller, British American Tobacco, Japan Tobacco International und Imperial Tobacco Unterstützung aus dem Lager der Regierungsopposition.

    Die Tories (Conservative Party) wollen die Tabakkonzerne in ihren Bemühungen beistehen, das Darstellungsverbot zu kippen. „Ich bin kein Jurist, aber ich hatte stets Bedenken, ob das von der Regierung beschlossene Gesetz rechtens ist“, sagte der Torie-Abgeordnete Mike Penning.

    Sollten die Konservativen bei der Wahl (spätestens 6. Juni 2010) an die Macht kommen, stellt Penning in Aussicht, das Darstellungsverbot wieder im Parlament zur Diskussion zu stellen. Die drei Tabakunternehmen und eine Gruppe Einzelhändler haben in Großbritannien jüngst Klage gegen das von der Labour-Regierung erlassene Gesetz eingereicht.

    Ja was denn nun?
    Im Zusammenhang mit dem „Display ban“ kann unterdessen eine Pressemeldung der US-Antirauchervereinigung „Action on Smoking and Health“ (ASH) nur verwundern: In Irland seien laut ASH die Umbaukosten für Einzelhändler überschaubar, andererseits verzeichneten die Geschäfte keine Umsatzeinbußen. Sollte nicht das Darstellungsverbot den Zigarettenkonsum verringern?

    (DTZ 17/10)

  • Hall Tabakwaren erwirtschaftete 2009 ein höheres Ergebnis

    Vorsteuergewinn verbessert sich um 31 Prozent

    MÖNCHENGLADBACH (DTZ/fnf). Die Mönchengladbacher Tabakwarengroßhandlung Hall Tabakwaren erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von 644 Mio. Euro (Vorjahr 658 Mio. Euro).

    Dabei verlor das Automatengeschäft in 2009 auf Grund der, Zitat Jürgen Hall, „höchst überflüssigen autonomen Preiserhöhung“ erwartungsgemäß an Umsatz. Das Geschäftsfeld Großhandel blieb – bereinigt um Umsatzrückgänge im Pre Paid Geschäft und den Verlust eines Systemkunden – weitestgehend stabil.

    Das unbefriedigende Umsatzergebnis im Automatengeschäft wird deutlich bei einer realen Betrachtung, die ein Minus von 10,2 Prozent ergibt. Die Verbesserung der prozentualen Handelsspanne wurde somit –wie prognostiziert – vom Umsatzrückgang aufgezehrt. Was allerdings bleibt, ist der nunmehr für immer festgeschriebene Packungsinhalt von mindestens 19 Stück und ein weiterer deutlicher Marktanteilsverlust des Absatzkanals Automat, beklagt Firmeninhaber Jürgen Hall.

    Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgreich
    Erfreulicher verlief die Ertragsentwicklung. Trotz einer gegenüber 2008 zusätzlichen Investition in den Automatenpark von 2 Mio. Euro (Dokuleser und insbesondere Banknotenleser) führten die nunmehr weitgehend abgeschlossenen Umstrukturierungsmaßnahmen zu Kosteneinsparungen.

    Im Großhandelsgeschäft konnte wegen Ausweitung des Regionalgeschäftes bei gleichzeitiger Reduzierung des Systemgeschäftes eine erfreuliche Spannenverbesserung erzielt werden. Folgerichtig erhöhte sich der Ebitda im Großhandel auf 1,5 Prozent vom Umsatz und im Automatengeschäft auf 4,3 Prozent vom Umsatz.

    Besorgt über Nichtraucherregelungen
    Hall Tabakwaren erwirtschaftete 2009 insgesamt einen Cash Flow von 12,2 Mio. Euro (1,9 Prozent vom Nettoumsatz nach 1,6 Prozent in 2008).

    Mit Sorge verfolgt man die politischen Diskussionen der Rahmenbedingungen zu Nichtraucherregelungen und eine unnötige Verschärfung der Nichtraucherschutzgesetzgebung (siehe NRW Wahl, Volksentscheid in Bayern, totales Rauchverbot in Gaststätten im Saarland).

    (DTZ 17/10)

  • Reemtsma will im Jubiläumsjahr auf Erfolgskurs bleiben

    Umsatz und Gewinn erhöht / Marke JPS setzt Wachstumskurs fort

    HAMBURG (DTZ/fnf). Reemtsma ist mit einem starken Ergebnis in das Geschäftsjahr 2010 gestartet: Dank eines breiten Produktangebots und einer ausgewogenen Preisstrategie konnte Reemtsma in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (1. Okt. – 31. März) seinen Umsatz um 16 Prozent auf 470 (Vorjahr: 406) Mio. Euro und den Gewinn um 18 Prozent auf 234 (198) Mio. Euro steigern.

    Reemtsma untermauert damit im Jubiläumsjahr seine Position als wachstumsorientiertes, profitables Tabakunternehmen und klare Nummer zwei auf dem deutschen Tabakmarkt.

    Titus Wouda Kuipers, Generalmanager Deutschland: „Wir freuen uns, dass sich unsere Strategie auch im Jubiläumsjahr auszahlt: Ausgewogene Preispolitik und ein breites Produktangebot – das ist unser Weg. Und den werden wir fortsetzen!“

    Ausgewogenes Markenportfolio
    Reemtsma profitiert mit seinem ausgewogenen Markenportfolio von der gestiegenen Preissensibilität der Konsumenten. Die Top-Marke John Player Special (JPS) baute ihre Position als zweitstärkste deutsche Zigarettenmarke durch eine Marktanteilsverbesserung auf 9 Prozent (2009: 8,4 Prozent) aus.

    Seinen Anteil am Zigarettenmarkt beziffert Reemtsma mit 26,6 Prozent nach 27,3 Prozent im Vorjahr. Im Tabak-Segment konnte Reemtsma seine Position als Nummer eins auf dem Markt mit einem Marktanteil von 20 Prozent festigen.

    2010 steht für Reemtsma im Zeichen des Firmenjubiläums und schaut optimistisch auf die zweite Jahreshälfte, in der weiteres Wachstum erwartet wird. Zudem werden die Marken Gauloises und Gitanes, deren Vertrieb Reemtsma am 1. April übernommen hat, die Marktbedeutung und regionale Präsenz des Unternehmens zusätzlich stärken. Titus Wouda Kuipers: „Reemtsma ist ein Unternehmen das nachhaltig Werte schafft. So war es in der Vergangenheit und so wird es in der Zukunft sein.“

    DTZ (17/10)