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  • Zigarre vom Rauchverbot ausgenommen

    TEGUCIGALPA (DTZ/jo). Das erst vor zwei Monaten auf Drängen der Weltgesundheitsorganisation eingeführte Rauchverbot in Honduras soll sich künftig nur noch auf die Zigarette beschränken. Die Politik hat das Rauchen von Zigarren unter freiem Himmel und in Tabak-Manufakturen wieder freigegeben. Damit hat sich die Regierung von den Argumenten der Vereinigung der Tabakproduzenten Aprotabacoh überzeugen lassen, wie deren Präsidentin Maya Selva jetzt exklusiv der DTZ bestätigte.

    Für Honduras ist die Produktion von Zigarren das viertgrößte Exportgut, das jährlich 70 Millionen Dollar einbringt. Die Branche sorgt in dem Land mit nur knapp acht Millionen Einwohnern für immerhin 20 000 Arbeitsplätze und ist eine der modernsten. „Es ist ein wichtiger und positiver Sektor für unsere Wirtschaft“, sagt Maya Selva. Einen weiteren Ausschlag für die Ausnahmegenehmigung soll auch die Popularität des ersten Zigarrenfestivals im Land gegeben haben, zu dem im Februar Teilnehmer aus 18 Ländern angereist waren.

    Nur wenige Wochen später zumindest entschied der Congress, dass es bei Zigarren nicht ums Rauchen, sondern um den Geschmack geht und diese künftig nicht mehr unter das Rauchverbot fallen. Und was sagt die Weltgesundheitsorganisation zu der neuen Regelung in Mittelamerika? „Keine Ahnung“, sagt Maya Selva, „aber ich bin überzeugt, dass unsere Zigarren eine großartige Tradition repräsentieren, und es ist eine Schande, dass sie gleich gesetzt werden mit dem Tabak, aus dem Zigaretten gemacht sind.“ Als einzigem Land weltweit ist das in Honduras künftig nicht mehr der Fall.

    (DTZ 16/11)

  • Bayern: Keine Chance für Gastro-Rauchkultur

    MÜNCHEN (DTZ/pnf/fok). Die Hoffnungen auf eine Lockerung des rigiden Gastrorauchverbots in Bayern haben erneut einen Dämpfer erlitten. Der Verfassungsgerichtshof des Freistaats wies in einer am Montag bekannt gegebenen Entscheidung die Klage einer Kneipeninhaberin gegen das totale Rauchverbot in Bayerns Gastronomie mit der Begründung ab, die derzeit geltende Regelung verstoße nicht gegen die Bayerische Verfassung.

    Die Wirtin hatte mit ihrer Beschwerde die Vereinbarkeit der gesetzlichen Regelung mit der Verfassung angezweifelt, da hierdurch ein unzulässiger Zwangsschutz der Bürger erfolge und ein striktes Rauchverbot wegen fehlender Ausnahmen für Raucherkneipen unangemessen sei. Doch die Richter beriefen sich bei ihrer Entscheidung auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das dem Gesetzgeber die Möglichkeit einräume, dem Gesundheitsschutz Vorrang vor anderen Rechten, wie der Berufsfreiheit der Gastwirte und der Verhaltensfreiheit der Raucher, einzuräumen.

    Diese Möglichkeit wurde in Bayern nach dem Volksentscheid ergriffen und sei auch mit der Bayerischen Verfassung vereinbar, so die Richter. „Eine stärkere Belastung von Inhabern bestimmter Arten von Gaststätten bis hin zur Gefährdung ihrer wirtschaftlichen Existenz ist angesichts der für alle geltenden Regelung durch hinreichende sachliche Gründe gerechtfertigt“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ das Gericht. Die Frage, ob und inwieweit tatsächlich eine gesundheitliche Gefährdung durch Passivrauchen in der Gastronomie entstehe, wurde von dem Gericht nicht geprüft.

    (DTZ 16/11)

  • Michael Wenzel AdC-Vorsitzender

    HAMBURG (DTZ/vi). Die Mitgliedsfirmen des Arbeitgeberverbandes der Cigarettenindustrie (AdC) haben in der Ordentlichen Mitgliederversammlung am 12.April Michael Wenzel von der Firma Reemtsma zum neuen Vorsitzenden des Verbandes gewählt.

    Er folgt damit Siegfried Hanke von der Firma Philip Morris, der den Vorsitz über zehn Jahre innehatte. Siegfried Hanke scheidet in den nächsten Monaten aus dem aktiven Dienst bei Philip Morris aus. Stellvertreter von Michael Wenzel ist Klaus Neureuther von der Firma JT International. Siegfried Hanke ist von der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden des AdC gewählt worden.

    (DTZ 16/11)

  • Fiskus profitiert schon im Vorfeld

    WIESBADEN (DTZ/SB/fok). Die Tabaksteuererhöhung zum 1. Mai 2011 hat schon im Vorfeld für höhere Fiskaleinnahmen und deutlich gestiegene Steuerzeichenbezüge gesorgt. Hintergrund ist einerseits der Kauf von Steuerzeichen für die neuen Preisstellungen, andererseits aber auch die Bevorratung mit alten Steuerzeichen in dem vom Finanzministerium vorgegebenen Rahmen.

    Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldet, stiegen im 1. Quartal 2011 die Tabaksteuereinnahmen netto um 17,5 Prozent auf 2,895 Mrd. Euro. Dabei brachte die Zigarette mit 2,498 Mrd. Euro (plus 16,6 Prozent) den Löwenanteil der Mehreinnahmen ein. Aber auch aus dem Feinschnitt erzielte der Fiskus mit Einnahmen von 377,3 Mio. Euro ein sattes Plus von 24,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

    Sowohl bei der Zigarette als auch beim Feinschnitt resultieren die Zuwächse jedoch nahezu ausschließlich aus den technischen Effekten im Vorfeld der Tabaksteuererhöhung: Die Absatzzahlen im Markt waren im betrachteten Zeitraum bei der Zigarette leicht rückläufig, beim Feinschnitt minimal steigend.

    (DTZ 16/11)

  • Peter Dersche: John Aylesbury hat einen guten Lauf

    MÜNCHEN (DTZ/da). Während viele Tabakwaren-Fachhändler alles andere als auf Rosen gebettet sind, hat man bei John Aylesbury absolut keinen Grund zum Klagen. „Selbst das allgemein als schwierig geltende Pfeifengeschäft hat kräftig zulegen können“, freut sich Geschäftsführer Peter Dersche im DTZ-Interview.

    [pic|300|l|||Peter Dersche: "Vor allem die Pfeife ist regelrecht durchgestartet- sie wird auch 2011 wieder gut laufen, da bin ich zuversichtlich."|||]

    Lesen Sie das Interview auf Seite 1 der aktuellen Ausgabe der DTZ 16/11.

  • Arnold André kooperiert mit Oettinger Davidoff

    BASEL/BÜNDE (DTZ/fnf). Die Oettinger Davidoff Group, einer der global führenden Anbieter im Zigarren- und Zigarillo-Bereich mit Sitz in Basel, übergibt die Verantwortung für den deutschen Markt an die Arnold André GmbH & Co. KG in Bünde. Ab dem 1. Oktober 2011 wird Arnold André für den Vertrieb und die Vermarktung des Zigarren-, Zigarillo- und RBA-Sortiments zuständig sein.

    „Nach der globalen Umstrukturierung innerhalb des Swedish Match Konzerns war es für uns wichtig, unser Markenportfolio neu zu ordnen“, so Wiljo van Maren, Geschäftsführer Arnold André. „In dieser Situation ist es schon eine ganz besondere Freude, dass sich die Oettinger Davidoff Group für uns als ihren neuen Vertriebspartner in Deutschland entschieden hat.

    Das in uns gesetzte Vertrauen fordert und motiviert uns und unterstreicht zugleich unsere Kompetenz und Stärke im Longfillerbereich.“ „Mit Arnold André haben wir einen renommierten und kompetenten Partner an unserer Seite“, betont Hans-Kristian Hoejsgaard, neuer Präsident und CEO der Oettinger Davidoff Group. „Strategie, Philosophie und Visionen von Arnold André haben uns überzeugt. Wir sind sicher, mit unserem neuen Partner den Ausbau unserer Marken in Deutschland erfolgreich fortzusetzen.“

    Und Axel-Georg André, Aufsichtsratsvorsitzender der Arnold André GmbH & Co. KG, freut sich über den jetzt unterzeichneten Kooperationsvertrag: „Die Marke Davidoff steht für Exklusivität, Genuss und Lebensfreude. Die Verantwortung für diese Marke und das uns übertragene Sortiment durch die Oettinger Davidoff Group stellt uns vor eine neue Herausforderung, die wir mit großer Begeisterung angehen.“

    Der Vertrieb der Marken der Oettinger Davidoff Group auf dem deutschen Markt liegt bislang in den Händen der Gebr. Heinemann Tabak GmbH. Wie bereits berichtet, schließt der Mutterkonzern, die Gebr. Heinemann KG, zum Jahresende 2011 das im Inland tätige Tochterunternehmen, um sich ausschließlich auf das eigene Kerngeschäft im internationalen Reisemarkt zu konzentrieren.

    (DTZ 16/11)

  • Arnold André übernimmt Deutschland-Vertrieb für die Oettinger Davidoff Group

    Basel/Bünde (DTZ/pi/red). Die Oettinger Davidoff Group, einer der global führenden Anbieter im Zigarren- und Zigarillos-Bereich mit Sitz in Basel, übergibt die Verantwortung für den deutschen Markt an die Arnold André GmbH & Co. KG in Bünde. Ab dem 1. Oktober 2011 wird Arnold André für den Vertrieb und die Vermarktung des Zigarren-, Zigarillos- und RBA-Sortiments zuständig sein.

    "Nach der globalen Umstrukturierung innerhalb des Swedish Match Konzerns war es für uns wichtig, unser Markenportfolio neu zu ordnen", so Wiljo van Maren, Geschäftsführer Arnold André. "In dieser Situation ist es schon eine ganz besondere Freude, dass sich die Oettinger Davidoff Group für uns als ihren neuen Vertriebspartner in Deutschland entschieden hat. Das in uns gesetzte Vertrauen fordert und motiviert uns und unterstreicht zugleich unsere Kompetenz und Stärke im Longfillerbereich."

    "Mit Arnold André haben wir einen renommierten und kompetenten Partner an unserer Seite", betont Hans-Kristian Hoejsgaard, neuer Präsident und CEO der Oettinger Davidoff Group. "Strategie, Philosophie und Visionen von Arnold André haben uns überzeugt. Wir sind sicher, mit unserem neuen Partner den Ausbau unserer Marken in Deutschland erfolgreich fortzusetzen."

    "Die Marke Davidoff steht für Exklusivität, Genuss und Lebensfreude. Die Verantwortung für diese Marke und das uns übertragene Sortiment durch die Oettinger Davidoff Group stellt uns vor eine neue Herausforderung, die wir mit großer Begeisterung angehen", freut sich Axel-Georg André, Aufsichtsratmitglied der Arnold André GmbH & Co. KG, über den jetzt unterzeichneten Kooperationsvertrag.

    Der Vertrieb der Marken der Oettinger Davidoff Group auf dem deutschen Markt liegt bislang in den Händen der Gebr. Heinemann Tabak GmbH. Wie bereits berichtet, schließt der Mutterkonzern, die Gebr. Heinemann KG, zum Jahresende 2011 das im Inland tätige Tochterunternehmen, um sich ausschließlich auf das eigene Kerngeschäft im internationalen Reisemarkt zu konzentrieren.

    (DTZ 16/11)

  • Valora Retail Deutschland auf Wachstumskurs

    HAMBURG (DTZ/fnf). Valora Retail setzt weiterhin auf Wachstum. Mit Erfolg: Der Marktführer im deutschen Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel steigerte im Geschäftsjahr 2010 seinen Umsatz auf 212 Millionen Euro (plus 6,2 Prozent).

    Bereinigt um Akquisitionen ist ein Anstieg von 3,8 Prozent zu verzeichnen. Valora Retail Deutschland beschäftigt zurzeit 1 351 Mitarbeiter (Vorjahr: 1 251). Mit der Übernahme der rund 180 Filialen der tabacon Franchise GmbH & Co. KG fiel die größte Akquisition in der Firmengeschichte in das vergangene Jahr. Seit Oktober 2010 erwirtschaftete dieser neue Franchise-Zweig 24 Millionen Euro, der Außenumsatz (Gesamtumsatz inklusive Umsatz der Franchisenehmer) belief sich bei Valora Retail Deutschland somit auf 236 Millionen Euro.

    Die Zahl der Verkaufsstellen stieg von 200 auf jetzt 380 Filialen, damit verbunden war ein Flächenwachstum um rund ein Drittel auf mehr als 30 000 Quadratmeter. Mehr als drei Mio. Euro investierte Valora Retail in Modernisierungen und Umbauten.

    (DTZ 15/11)

  • Dr. Armin Rolfink neuer Referatsleiter im BMF

    BONN/BERLIN (DTZ/fok). Seit dem 1. April 2011 steht das Referat III B 7 im Bundesministerium der Finanzen – zuständig für die Bereiche Zölle, Verbrauchsteuern und Branntweinmonopol, – unter neuer Leitung: Ministerialrat Dr. Armin Rolfink hat die Verantwortung für das Referat übernommen.

    [pic|298|l|||Dr. Armin Rolfink|||]

    Dr. Armin Rolfink war zuvor zehn Jahre im Bundeskanzleramt tätig (als Persönlicher Referent von Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt, davor in der Haushaltsabteilung des BMF). Seine vorangegangene akademische Ausbildung schloss Dr. Rolfink mit dem Diplom-Kaufmann und einer anschließenden Promotion zu einem Thema im Bereich Steuern ab.

    Dr. Rolfink trifft in seinem neuen Aufgabengebiet auf ein Team mit großer Erfahrung: Regierungsdirektor Frank Drozda ist weiterhin der zuständige Referent für die Tabaksteuer und Amtsrat Christoph Kling zuständiger Sachbearbeiter für die Tabaksteuer. Neben der Tabaksteuer fallen etliche weitere Bereiche in die Zuständigkeit des Referates. Dazu zählen Grundsatzfragen des Verbrauchsteuerrechts sowie die EU-Verbrauchsteuerharmonisierung (ohne Energiesteuern).

    Auch das Branntweinmonopol, Alkopop- und Biersteuer, Schaumweinsteuer, Zwischenerzeugnissteuer, die steuerliche Überwachung des Weins sowie die Kaffeesteuer fallen in den Aufgabenbereich.

    (DTZ 15/11)

  • Die Ermuri hatte ein Heimspiel

    DETMOLD (DTZ/da). Die Ermuri entwickelt sich besser als der Markt. So stieg der Gesamtumsatz Deutschlands größter Tabakwaren-Einzelhandelsorganisation im Geschäftsjahr 2009/10 (1. Oktober bis 30. September) um 7,2 Prozent, wobei das Lagergeschäft sogar mit plus 11,4 Prozent zweistellig zulegen konnte.

    [pic|295|l|||Lebhafte Beteiligung: Die Ermurianer stimmten auf der Jahrestagung über eine Reihe von Punkten ab.|||]

    Die Bilanzsumme betrug 12,9 Mio. Euro und war damit 545.400 Euro höher als im vorausgegangenen Geschäftsjahr. Auch die Eigenkapitalquote lag mit 51,2 Prozent wieder über der 50-Prozent-Marke. Als Fazit zum zurückliegenden Wirtschaftsjahr stellten der neue Ermuri Vorstandsvorsitzende Cay-Uwe Vinke, sein Vorstandskollege Manfred Kröger und Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Quade auf der gut besuchten Ermuri-Jahrestagung am vergangenen Wochenende in Detmold fest: „Die Ermuri hat solide gewirtschaftet und sich im Wettbewerb behauptet.“

    Nicht ganz so erfreulich verlief allerdings das Exportgeschäft, weil in einigen europäischen Märkten, die von der Ermuri bedient werden wie zum Beispiel Polen oder Ungarn, die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise noch nicht überstanden sind. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010/11 hat sich die positive Entwicklung fortgesetzt. Der Lagerumsatz ist weiter gewachsen, wenn auch nicht in allen Warengruppen.

    Als Wermutstropfen erweist sich allerdings die Mitgliederentwicklung. Ihre Zahl ging im Wirtschaftsjahr 2009/10 leicht zurück. Derzeit hat die Ermuri 1 020 Mitglieder. Gepunktet hat die Ermuri erneut mit ihren Genusskonzepten. Was 2004 mit dem Konzept „House of Smoke“ begann, hat sich als Erfolg versprechender Weg für die Ermurianer erwiesen, um neben dem Kernsortiment mit attraktiven und lukrativen Produktgruppen wie Wein, Spirituosen, Feinkostartikeln etc. neue Kunden in die Läden zu locken. „Wir und unsere Mitglieder müssen sich unter ein Portal mit dem Attribut Genuss stellen“, so Vinke.

    Die Ermuri hat deshalb bis heute insgesamt sieben Genusskonzepte geschaffen und sich längst von einem Tabakunternehmen zu einer Genuss Company entwickelt. Das drückt sich nun auch im offiziellen Namen aus. Auf der Generalversammlung des Ermuri Einkaufsverbandes am 10. April wurde die Genossenschaft im Rahmen einer Satzungsänderung durch einen einstimmigen Beschluss in Ermuri Genuss Company eG umbenannt.

    (DTZ 15/11)