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  • John Aylesbury-Jahrestagung in Leipzig sehr gut besucht

    LEIPZIG (DTZ/da). Die John Aylesbury Gruppe zeichnet sich durch ein großes Wir-Gefühl aus. Dies zeigt sich auch alljährlich durch hohe Beteiligungen auf den Jahrestagungen. So waren auch zum diesjährigen Treffen der Aylesburianer am 13. und 14. Mai in Leipzig wiederum mehr als 80 Prozent der zurzeit 46 Gesellschafter in die sächsische Metropole angereist.

    [pic|305|l|||John Aylesbury-Geschäftsführer Peter Dersche.|||]

    „Die Stimmung war sehr gut, nicht zuletzt auch dank zufriedenstellender Geschäfte angesichts frühsommerlicher Temperaturen“, stellte Geschäftsführer Peter Dersche fest. Seinen Angaben zufolge stießen die geplanten Neuheiten der John Aylesbury GmbH auf ein lebhaftes Echo bei den Tagungsteilnehmern. „Für die Präsentation unserer neuen Pfeifenserie unter dem Namen John Aylesbury gab es sogar Standing Ovations“, freute sich Dersche.

    Die Serie soll zur Inter-tabac im September auf den Markt kommen und aus drei Linien mit jeweils sechs Shapes zu Preislagen zwischen 80 und 100 Euro bestehen. Angeregt diskutiert worden sei auch über eine neue Zigarrenlinie von den Kanaren, die ab Juni eingeführt werde. Hierbei dreht es sich um Longfiller in den Formaten Corona, Short Robusto, Torro und Churchill zu Stückpreisen von 4,20 bis 5,00 Euro.

    Im Rahmen der Regularien wurde dem aus Marius Offermanns, Andreas Cub, Ulrich Mayer, Karl-Otto Pollner, Martin Schenke, Udo Schilde und Jürgen Wilde bestehenden Beirat sowie Geschäftsführer Peter Dersche vor dem Hintergrund eines positiven Jahresabschlusses und einem leicht gestiegenen Bilanzgewinn Entlastung für das Geschäftsjahr 2010 erteilt. Als neue Mitglieder im Gesellschafterkreis wurden Birgit Herrtwich aus Frankfurt am Main, Michael Gronemeyer aus Wiesbaden und das Ehepaar Seiffert aus Kassel begrüßt, während die Familien Marx (Frankfurt) und Doering (Kassel) für ihre langjährige Mitgliedschaft gewürdigt und verabschiedet wurden. Im nächsten Jahr findet die John Aylesbury-Tagung am 27. und 28. April statt. Veranstaltungsort wird Stuttgart sein. John Aylesbury-Geschäftsführer Peter Dersche.

    (DTZ 21/11)

  • Wechsel an der Spitze der Philip Morris GmbH

    MÜNCHEN (DTZ/pnf). Anfang Juni 2011 besetzt Deutschlands führendes Tabakunternehmen wichtige Positionen um. Dr. Raman Berent (51), bislang als Managing Director der Philip Morris GmbH für Deutschland und Österreich zuständig, geht als Area Vice President Mittlerer Osten für Philip Morris International nach Dubai. Auf ihn folgt Werner Barth (46).

    [pic|306|l|||Werner Barth (l.) und Raman Berent (r.)|||]

    Um die Marktposition von Philip Morris International im Mittleren Osten weiter zu stärken, wird Dr. Raman Berent ab 1. Juni 2011 in die Funktion des Area Vice President Mittlerer Osten wechseln. Der gebürtige Türke startete 1991 seine Karriere bei Philip Morris. Seitdem hatte er verschiedene Positionen in der Schweiz, Kasachstan, Russland, Litauen und der Ukraine inne.

    Seit März 2009 ist Berent als Vorsitzender der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH verantwortlich für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Unternehmens in Deutschland und Österreich. Seine tiefe Kenntnis des weltweiten Tabakmarktes sowie seine menschlichen und intellektuellen Fähigkeiten prädestinieren ihn für seine neue Position.

    Werner Barth startete 1990 bei Philip Morris Werner Barth wird den Vorsitz der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH nahtlos übernehmen. Er begann seine Karriere 1990 bei Philip Morris. Nach verschiedenen Stationen im Bereich Marketing bei der Philip Morris GmbH übernahm er 2002 die Position des Marketingdirektors für Spanien. 2004 kehrte Werner Barth nach Deutschland zurück, wo er als Verkaufschef für Deutschland und Österreich verantwortlich war.

    Seit 2007 war Werner Barth Managing Director für Philip Morris in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg. Die positive Geschäftsentwicklung bei Philip Morris Benelux ist nicht zuletzt seinem außerordentlichen Engagement zu verdanken. „Der Erfolg von Philip Morris in den Benelux-Märkten basiert vor allem auf den unternehmerischen Leistungen, der Erfahrung und der Leidenschaft für die Geschäftsentwicklung, die Werner Barth mitbringt“, so Raman Berent. „Ich bin überzeugt, dass er ein hervorragender Nachfolger für den Vorsitz der Geschäftsführung ist.“ Werner Barth ist ab Juni neuer Managing Director der Philip Morris GmbH.
    Raman Berent wird Area Vice President Mittlerer Osten von Philip Morris International.

    (DTZ 21/11)

  • Grußkarten-Special: „Der Außendienst spielt eine wichtige Rolle“

    MAINZ (DTZ/schu). Glückwünsche, Urlaubsgrüße, Weihnachtsbotschaften – Grußkarten gehören bei geeignetem Ladenstandort zu den attraktiven Schnelldrehern im Zusatzsortiment. Im Gespräch mit der DTZ erklärt Fachhändler Siegfried Zedler, der drei Tabakfachgeschäfte in Münster betreibt, worauf es beim Aufbau eines Kartensortiments ankommt.

    Platz, Präsentation und Pflege
    Kalender gehören neben Grußkarten zu den Sortimentserweiterungen im Fachhandel, die abhängig vom geeigneten Standort attraktive Gewinnmargen garantieren. Um erfolgreich Kalender verkaufen zu können, bieten Verlage wie Delius Klasing oder der Korsch Verlag über ihren Außendienst kompetenten Service aus einer Hand.

    Eine hohe Kundenfrequenz und zahlungsbereite Kundschaft vorausgesetzt, müssen Kalender aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt werden, was für begehbare Fachgeschäfte mit entsprechendem Platzangebot spricht. Läden, die Schreibwaren im Sortiment haben sind etwas im Vorteil, da Konsumenten dort eher mit einen Kalenderangebot rechnen, was dem Händler in gewissem Umfang Abverkäufe sichert.

    Grundsätzlich gilt, dass für eine erfolgreiche Sortimentserweiterung Fingerspitzengefühl gefragt ist, da sich die Auswahl an Motiven, Formaten und die Preisspanne erst über die Nachfrage herauskristallisiert. Einige Artikel müssen insofern auf Kundenakzeptanz ausprobiert werden. Dabei fällt der Präsentation eine wichtige Rolle zu.

    „Der Korsch Verlag bietet für die Präsentation seiner Produkte viele praktische Verkaufshilfen, von einfachen Displays über Gitterelemente bis hin zu variablen Drehständern, die sich hervorragend als Blickfang in Eingangsnähe platzieren lassen. Für jede Geschäftsgröße liefert Korsch die passenden Lösungen gleich mit. Die Außendienstmitarbeiter des Verlags übernehmen zudem gerne die Auf- und Abbauarbeiten, die Nachbestückung und Pflege der Verkaufspräsentationen sowie die optimale Sortimentsgestaltung“, erklärt Roland Jahn, Gebietsverkaufsleiter Nord beim Korsch Verlag, stellvertretend für den in der Branche gängigen Service.

    Das vollständige Interview sowie die ausführliche Berichterstattung zum Thema lesen Sie auf Seite 5 in der aktuellen DTZ 20/11.

    (DTZ 20/11)

  • Das attraktivere Verbrechen

    DEN HAAG (DTZ/red/kes). Geringes Risiko und hoher Profit: Kriterien, die laut Europol, für Kriminelle den Zigarettenschmuggel um ein Vielfaches attraktiver machen gegenüber dem Drogenhandel. Nicht zu vergessen der ökonomische Aspekt, der mit geschätzten jährlichen Verlusten von rund zehn Milliarden Euro für die Budgets der EU-Mitgliedsstaaten zu Buche schlägt.

    Auf knapp zwei von insgesamt 38 Seiten beleuchtet der aktuelle Europol-Bericht [link|http://www.europol.europa.eu/publications/European_Organised_Crime_Threat_Assessment_(OCTA)/OCTA_2011.pdf]OCTA 2011 [/link]diese Aktivitäten und Auswüchse des organisierten Verbrechens innerhalb der EU. Nach Drogenhandel, illegaler Einwanderung, Menschenhandel und Kreditkartenbetrug zeichnet der öffentliche Beitrag ein ernüchterndes Bild über Ursache und Wirkung eines lukrativen und schmutzigen Geschäfts, das sensibel und flexibel auf länderspezifische Anforderungen und ökonomische Entwicklungen reagiert.

    So zeigt sich eine klare Präferenz des Zigarettenschmuggels noch vor dem illegalen Drogenhandel ab. Diese Spitzenposition im kriminellen Ranking charakterisieren vor allem geringe Strafen und große Einnahmen für die Betroffenen.

    Extrem flexibel
    Je nach Mitgliedsstaat registriert Europol unterschiedliche Varianten des kriminellen Grenztransfers. Diese reichen vom so genannte Ameisenschmuggel, der die Ware im persönlichen Gepäck der Reisenden, zu Fuß, im Bus, Zügen oder Fähren befördert, bis hin zum Schmuggel in Containern, die pro Stück bis zu zehn Millionen Zigaretten transportieren können. Um die Herkunft der Ware zu verschleiern, nutzen kriminelle Vereinigungen Umschlagsorte außerhalb der EU, wie die Freihandelszonen von Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE) sowie Port Said (Ägypten).

    Ähnlich leicht lassen sich Lieferungen in Gebieten arrangieren, in denen die EU und ihre Behörden keinen Zugriff oder mit denen es keine Abkommen gibt, wie Indonesien, die nördlichen Philippinen und in Teilen der Republik Zypern. Innerhalb der EU wählt das organisierte Verbrechen laut Bericht seine bevorzugten Länder-Ziele danach aus, ob verhältnismäßig hohe Tabaksteuern erhoben werden. Das trifft beispielsweise auf Skandinavien, Deutschland, Spanien, England und Irland zu. Darüber hinaus rücken Länder in den Fokus, die als Umschlagsorte für größere Nachbarmärkte in Frage kommen wie Irland. Die Grüne Insel ist quasi ein Einfalltor für den Schmuggel nach England.

    Drei Varianten
    Europol unterscheidet drei Schmuggelvarianten: Die Umleitung und den Schmuggel von originalen Marken-Zigaretten, den Schmuggel von so genannten „Cheap Whites“-Zigaretten sowie die verdeckte Produktion und der illegale Transport von Fälschungen, die in der Regel aus China stammen.

    Viele Wege führen in den Westen
    In aller Regel stammen die Markenzigaretten, die in der Ostseeregion geschmuggelt werden aus Russland, Weißrussland, der Ukraine und Moldawien. Die Preis-Differenz zwischen diesen Märkten und der EU begünstigt den illegalen Transfer. Und so finden Schmuggelzigaretten aus den Fabriken in Kaliningrad ihren Weg in den Westen über St. Petersburg zur Ostsee und weiter nach Deutschland, Großbritannien und den Nordeuropäischen Markt. Nicht weniger störend für den EU-Binnenmarkt sind die so genannten „Cheap Whites“ (dt. Billige Weiße).

    Unter diesem Fach-Terminus versteht die Industrie von den üblichen traditionellen Herstellern völlig unabhängig gefertigte, billige Zigaretten. Für das organisierte Verbrechen sind sie passende Alternativen zur herkömmlichen Schmuggelware. Sie überschwemmen gezielt die westeuropäischen Märkte. In diesem Zusammenhang genießt die Jin Ling zweifellos den größten Bekanntheitsgrad.

    Die Zigarette in der markanten gelben Packung, die in Kaliningrad, der Ukraine und Moldawien produziert wird, besitzt rund 20 Prozent Marktanteil im deutschen Zigaretten-Schwarzmarkt. Daneben sorgt die Billig-Zigarettenproduktion in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) für ungebremsten Nachschub an „Cheap Whites“ für Europa. Sie gelangen über den Balkan, nach Station in Griechenland in die Europäische Union.

    Über allem steht jedoch China, als nicht versiegende und größte Quelle bei der Produktion von Zigaretten-Fälschungen. Darüberhinaus garantieren die Länder der ehemaligen Sowjetunion, dass der illegale Nachschub in die EU nicht abbricht. Durch die Analyse der Transportwege hat Europol Zwischenlager und Umschlagsplätze in den VAE identifiziert. Auffällig dabei ist, dass die Qualität der Schmuggelware sich verbessert, sodass es laut Europol mittlerweile schwierig ist, die Ware vom herkömmlichen Markenprodukt zu unterscheiden.

    Illegale Produktion
    Besonders tückisch und nicht minder erfolgreich ist der Aufbau und die Gründung illegaler Produktionsstätten in nächster Nähe zu oder in den Ziel-Märkten selbst. Ungeachtet der Risiken entdeckt zu werden, ist der Wegfall der Grenzkontrollen für das organisierte Verbrechen ein Pluspunkt für diese Lösung: So ist der Grenztransfer von Rohtabak wesentlich einfacher und selbst durch Röntgenanlagen schwer auszumachen als der Zigarettentransport in Containern. Speziell in Polen hat Europol eine kriminelle Vereinigung identifiziert, die diese Nachfrage bedient und ein internationales Nachschub- und Vertriebsnetzwerk unterhält.

    Angebot und Nachfrage sind auch im Schmuggel ein sensibles und fragiles Konstrukt. So ist Europol zufolge die erhöhte Nachfrage nach Schmuggel- Feinschnitt ein Zeichen für die weltweite Wirtschaftskrise. Und während Zigaretten in der Regel via Container die Grenzen zur EU passieren, kommt der Tabak zum Selber drehen mit der Post oder per Luftfracht, was insbesondere auf England zutrifft.

    Wirtschaftlicher Schaden
    Der wirtschaftliche Schaden durch Zigarettenschmuggel ist laut OCTA 2011 beträchtlich: Der große finanzielle Verlust für die Mitgliedsstaaten und den EU-Binnenmarkt wird von Europol auf zehn Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Ein Schaden, der den Gesetzgeber, die Hersteller und den Handel empfindlich trifft. Billig- und Schmuggel-Produkte stellen laut Europol auch eine Bedrohung für die Bemühungen der EU in ihrer Tabak-Politik und dem Ziel den Tabakkonsum zu reduzieren dar.

    Ausblick
    Die Tatsache, dass Rohtabak im Vergleich zur Zigarette wesentlich leichter und verhältnismäßig unentdeckt in die die Europäische Union gelangt, lässt die Verfasser des OCTA 2011 schlussfolgern, dass in Zukunft illegale Produktionsstätten innerhalb der Mitgliedsstaaten verstärkt auftauchen werden.

    (DTZ 20/11)

  • Neuer Glücksspiel-Staatsvertrag drängt Lotto-Annahmestellen ins Abseits

    FRANKFURT/MAIN (DTZ/da). Um den zirka 2000 illegalen Wettvermittlungsstellen nach der geplanten teilweisen Liberalisierung des Sportwettenmarkts einen Riegel vorzuschieben, wollen die Bundesländer das Vertriebsnetz begrenzen. „Damit treffen sie aber genau die zirka 23000 Lotto- und Toto-Annahmestellen ins Mark, also jene, die zuverlässig die staatlichen Anforderungen an den Wettmarkt umsetzen“, geben Hermann Teckenburg und Günther Kraus vom Bundesverband der Lotto-Toto-Verkaufsstellen in Deutschland zu bedenken.

    Toto, das Spiel für den „kleinen fußballbegeisterten Mann“ gibt es bereits seit 1948 in Deutschland. Genau so wie das Zahlenlotto 6 aus 49 wurde und wird Toto damals wie auch heute überwiegend in kleinen Zeitschriften- und Tabakwarenläden angeboten. Ohne sie und das Engagement ihres Personals wäre der Erfolg dieser beiden „Volksspielarten“ undenkbar gewesen.

    Doch ausgerechnet der Vertriebsweg über die Lotto- und Toto-Annahmestellen könnte demnächst auf der Strecke bleiben. Dabei ist es nicht eine übermächtige Konkurrenz, die die überwiegend mittelständischen Annahmestellen aus dem Rennen stößt, sondern eine Passage im Entwurf des neuen Glücksspiel-Staatsvertrags, der nach den Vorstellungen von 15 der 16 Bundesländer ab 2012 in Kraft treten soll.

    Die Ministerpräsidenten wollen die Zahl der Vermittlungsstellen von Sportwetten, wozu neben der Toto Auswahlwette 6 aus 45 und der Ergebniswette auch Oddset zählt, auf maximal 350 pro Lizenznehmer begrenzen. Bei den sieben Konzessionen, die vergeben werden sollen, wären dies also insgesamt höchstens 2 450 Sportwetten-Verkaufsstellen. Vor dem Hintergrund der vorgesehenen Liberalisierung des Glücksspielmarkts ist diese Einschränkung eigentlich dazu gedacht, ein mögliches Anheizen der Spielsucht zu vermeiden, weil nach Einschätzung der Länder neue Wettvermittlungsstellen der privaten Glücksspielindustrie in großer Zahl auf den Markt drängen könnten.

    Getroffen werden mit § 10a Abs. 5 des künftigen Staatsvertrags jedoch zuallererst die rund 23000 Lotto- und Toto-Annahmestellen mit ihren insgesamt zirka 100000 Beschäftigten, die seit Jahrzehnten seriöser Vermittler der Produkte des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks sind. „Für unseren Vertrieb hätte dies schwerwiegende Folgen. So müssen wir davon ausgehen, dass der gesamte Sportwetten-Bereich aus den Annahmestellen nahezu verschwindet“, befürchtet der Vorsitzende des Bundesverbands der Lotto-Toto-Verkaufsstellen in Deutschland e. V. (BLD), Hermann Teckenburg, in einer Stellungnahme an die Ministerpräsidenten der Länder.

    Zwar sei der Anteil von Sportwetten am Glücksspiel-Umsatz wegen der Konkurrenz des illegalen Sportwettenangebots auf nur noch 3,5 Prozent zurückgegangen, doch würden in der schwierigen finanziellen Situation viele Annahmestellen auch diese Umsätze schmerzlich vermissen. Und nicht nur dies: „Sinkende Umsatzzahlen sind verbunden mit abnehmenden Kundenfrequenzen, welche sich wiederum nachteilig auf die Restsortimente auswirken“, so Teckenburg.

    Des Weiteren sei zu bedenken, dass in vielen Verkaufsstellen der mit Sportwetten getätigte Umsatzanteil deutlich über 3,5 Prozent liege. Der BLD-Vorsitzende schließt vor diesem Hintergrund auch eine Servicereduzierung des Angebots in den Annahmestellen zu Lasten der Kunden nicht aus. Günther Kraus, Geschäftsführer des BLD, warnt indes vor den Auswirkungen auf einen Teil der Kundschaft der Lotto- und Toto-Annahmestellen. „Millionen Spieler nutzen das seriöse, normale Sportwetten-Angebot in den Annahmestellen.

    Diese Spielteilnehmer werden in die Anonymität des Internets gedrängt, einen Vertriebsweg, den diese Kunden in der Vergangenheit bewusst abgelehnt haben. Gerade in überwiegend ländlichen Bereichen könnten wir jenen Kunden kein für sie spielbares Wettangebot mehr unterbreiten.“ Mangels vorhandener Vermittlungsstellen sei ein seriöses legales Angebot damit nicht mehr gegeben, obwohl die notwendige Infrastruktur vorhanden und funktionsfähig sei.

    „Eine für unsere Kunden letztlich inakzeptable Entwicklung, deren Auswirkungen mit dem Auftrag zu einem flächendeckenden Angebot unseres Spielangebotes unvereinbar sind. Hinzu kommt, dass der nach Expertenmeinung gefährlichste Teil unseres Produktangebots, eben die Sportwetten, völlig in den gefährlichsten Vertriebsweg, ins Internet, abgeschoben wäre“, erklärt Kraus weiter. Es sei tatsächlich nur schwer verständlich, warum zum einen mit dem Internet ein Vertriebsweg eröffnet werde, der 24 Stunden am Tag in der heimischen Anonymität zur Verfügung stehe, dazu aber eine terrestrische Ergänzung gewählt werde, die durch die Begrenzung auf eine Zahl von 350 Vermittlungsstellen ein flächendeckendes Angebot verhindere.

    Fachleute gehen davon aus, dass mittelfristig 25 Prozent der Spieleinsätze über Internet getätigt werden. Die BLD-Spitze rechnet deshalb durch die umfassende Freigabe der Internetvermittlung von Sportwetten mit erheblichen negativen Auswirkungen für die überwiegend mittelständisch geprägten 23000 Lotto- und Toto-Annahmestellen in Deutschland. „Für viele wäre das der Beginn vom Ende“, prophezeien Kraus und Teckenburg, die beide selbst Annahmestellen betreiben. Sie sehen den stationären Vertrieb als den großen Verlierer bei der Neufassung des Staatsvertrags.

    (DTZ 20/11)

  • Tabacos Verbundgruppe mit kräftigem Umsatzwachstum weiter im Aufwärtstrend

    TRIER / BERGKAMEN (DTZ/fnf). Die Tabacos Verbundgruppe erwirtschaftet 2010 erstmals einen Gesamtumsatz von 1 Mrd. Euro und setzt auch zukünftig auf Wachstum. Umfangreiche Investitionen werden im IT-Bereich getätigt. Auf der diesjährigen Gesellschafterversammlung Anfang Mai in Trier konnte Tabacos-Geschäftsführer Klaus Behrend erneut hervorragende Ergebnisse präsentieren.

    Ein kräftiger Zuwachs beim Gesamtumsatz der Verbundgruppe (plus 21,1 Prozent) ließ auch die internen Lager- und Verrechnungsumsätze (plus 14,0 Prozent) deutlich ansteigen. Besonders die in ihren Regionalmärkten erfolgreichen Gesellschafter sowie die Erweiterung des Gesellschafterkreises trugen zu dieser positiven Entwicklung bei. Zum ersten Mal überschritt der Gesamtumsatz der Verbundgruppe damit die Milliardengrenze.

    Klaus Behrend: „Dieses wichtige Ziel konnten wir somit bereits zwei Jahre nach der Neuausrichtung erreichen. Beratungs- und Servicekompetenz unterscheiden uns von anderen und das zahlt sich aus. So lassen auch die Zahlen des 1. Quartals 2011 ein anhaltend überproportionales Wachstum gegenüber dem Gesamtmarkt erkennen. Die Verbundgruppe und ihre Kunden profitieren davon in mehrfacher Hinsicht, Größeneffekte senken die Kosten, die Wettbewerbsfähigkeit steigt und die Bedeutung der Gruppe im Markt nimmt kontinuierlich zu.

    Um zukünftig noch flexibler auf die Anforderungen reagieren zu können, investieren wir in diesem Jahr einen hohen Betrag in unseren IT-Bereich. Im ersten Schritt wird die Zentrale technisch aufgerüstet und im zweiten Schritt erfolgt eine Aufschaltung der Gesellschafter. Dabei entsteht ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Partner der Tabacos Verbundgruppe.“ Im weiteren Verlauf der Versammlung konnten sich die Gesellschafter anhand einer ausführlichen Präsentation vom gelungenen Ausbau der Geschäftsräume in Bergkamen überzeugen.

    Die Gesellschafter Alexander Glasschröder, Ralf Reinders, Manfred Uhrmacher und Hubert Willbold wurden bei der Neuwahl zum Aufsichtsrat einstimmig gewählt und werden in den kommenden zwei Jahren der Geschäftsführung weiter mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Rahmenprogramm beinhaltete eine Werksbesichtigung des Produktionsstandortes Trier von JT International, eines der modernsten Zigarettenwerke der Welt. Die Tabacos Tabakwaren-Vertriebs-GmbH wurde 1968 zunächst als regionale Einkaufsorganisation von acht Gesellschaftern aus dem Raum Nordrhein-Westfalen gegründet.

    2008 erfolgte der Zusammenschluss mit der Tabac-Service GmbH Verbundgruppe. Die Neufirmierung unter dem Namen Tabacos GmbH Verbundgruppe ging einher mit einer strategischen Neuausrichtung. Der Fokus liegt seitdem auf dem gemeinsamen Einkauf und der nationalen Vermarktung von Tabakwaren besonders aus dem OTP-Bereich. Zudem bietet die Gruppe ihren 42 Gesellschaftern zentrale Dienstleistungen an. Rund 11 000 Einzelhandelskunden aus den Bereichen Facheinzelhandel, Tankstelle, Convenience-Shop und Kiosk werden von der Gruppe betreut. Die intensivere Kooperation hat sich für die Tabacos-Gesellschafter in Form deutlich gestiegener Umsätze ausgezahlt.

    (DTZ 20/11)

  • Vertriebswechsel für Swedish Match Produkte

    BREMEN (DTZ/fnf). Zum 1. Juli 2011 übergibt Arnold André, Bünde, den Vertrieb der ehemaligen Swedish Match-Produkte an die Scandinavian Tobacco Group Deutschland, Bremen. Dieser Schritt resultiert aus dem vollzogenen Joint Venture zwischen STG und Swedish Match in Dänemark.

    Betroffen sind die Zigarillo- und Zigarren-Marken La Paz, Justus von Maurik, Willem II, Macanudo, El Credito, Don Tomas, Don Sebastian, der Pfeifentabak Borkum Riff sowie das gesamte Schnupftabaksortiment mit der Hauptmarke Singleton´s. „Wir bedanken uns bei Arnold André für die hervorragende Arbeit, die in den zurückliegenden Jahren geleistet wurde.

    Der Wechsel in der vertrieblichen Betreuung auf dem deutschen Markt ist ausschließlich in den organisatorischen Veränderungen zu sehen, die sich aus der im vergangenen Jahr vorgenommen Neugründung des Gemeinschaftsunternehmens zwischen der Scandinavian Tobacco Group und Swedish Match ergeben haben“, erläuterte Dirk Reinecke, Geschäftsführer der Scandinavian Tobacco Group Deutschland GmbH. „Wir freuen uns sehr, dass wir ab dem 1. Juli ein intaktes und erfolgreiches Sortiment übernehmen dürfen, welches durch international bekannte Marken geprägt ist.

    Die für uns neuen Produkte sind eine sehr gute Ergänzung unseres heutigen Markenportfolios. Hierdurch erfolgt eine weitere Stärkung der Tabakkompetenz der Scandinavian Tobacco Group auf dem deutschen Markt dar“, hebt Reinecke hervor und fährt fort: „Unsere Verpflichtung ist es, die ausgezeichnete Arbeit von Arnold André fortzusetzen, und die Marken und Produkte unverändert erfolgreich zu führen. Unsere gesamte Organisation geht mit viel Spannung und Freude an die Arbeit.“

    (DTZ 20/11)

  • BDTA tagt in Köln

    KÖLN (DTZ/vi). Der Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V. führt seine Jahrestagung 2011 am 25. und 26. Mai im Maritim Hotel Köln durch.

    Die Unternehmertagung beginnt am 25. Mai, 13.30 Uhr. Im Rahmen von Experten-Vorträgen werden dabei rechtliche Grenzen bei Regulierungsmaßnahmen der EU zur Bekämpfung des Tabakkonsums aufgezeigt. Weiter wird das Agieren der Branche in einem dem Wertewandel unterworfenen Umfeld unter die Lupe genommen.

    Es folgt ein Statusbericht über die Arbeit des Technischen Automaten Ausschusses. Am Folgetag ab 9.30 Uhr findet die interne BDTA-Mitgliedertagung statt.

    (DTZ 19/11)

  • Reemtsma sieht sich weiter auf Erfolgskurs

    HAMBURG (DTZ/fnf). In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 konnte Reemtsma den Umsatz von 467 auf 470 Mio. Euro und das operative Ergebnis von 232 auf 248 Mio. Euro steigern. Das Unternehmen sieht in dieser positiven Entwicklung den Erfolg seiner Preis- und Produktstrategie.

    Der Marktanteil der Nummer zwei im deutschen Tabakmarkt erhöhte sich leicht von 24,6 auf 24,7 Prozent. Bei der Fabrikzigarette lag er bei 26,9 (26,7) Prozent, beim Feinschnitt bei 20,7 (20,1) Prozent. Dazu Titus Wouda Kuipers, bis Ende April General Manager Deutschland, seither Regional Director Western Europe: „Es macht mich stolz, dank unserer bewährten Strategie und der Nähe zum Konsumenten Jahr für Jahr exzellente Ergebnisse vorlegen zu können.

    Die Zahlen zeigen, was bei uns im Haus alle wissen: Reemtsma ist der kraftvolle Treiber des deutschen Tabakmarktes.“ Erfolgreichste Reemtsma-Marke war die JPS mit einer Steigerung des Marktanteils von 9 auf 10 Prozent. Nach Aussage des Unternehmens ist JPS die zweitstärkste und am schnellsten wachsende Zigarettenmarke Deutschlands. Aber auch im Premiumsegment konnte sich Reemtsma dank Gauloises und Davidoff mit stabilen Marktanteilen von 5,4 bzw. 0,9 Prozent gegenüber dem rückläufigen Trend in diesem Preissegment gut behaupten.

    Für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres erwartet Reemtsma eine Fortsetzung bestehender Markttrends, die nach der kürzlich erfolgten Erhöhung der Tabaksteuer aufgrund der Preissensibilität der Kunden einen leichten Anstieg bei preisgünstigen Markenzigaretten und beim Feinschnitt erwarten ließen. Mit Sorge blickt das Unternehmen auf die geplante Änderung der Tabakproduktrichtlinie durch die EU. Unverhältnismäßige Eingriffe in den Markt drohten, den Wettbewerb einzufrieren, Arbeitplätze zu gefährden und Schmuggel wie Fälschern Tür und Tor zu öffnen.

    Mit Blick hierauf bezeichnete Wouda Kuipers 2011 als ein entscheidendes Jahr für die gesamte Branche: „Die diskutierten Maßnahmen der EU sind ein Dammbruch. Ohne belastbare wissenschaftliche Grundlagen diskriminieren sie Millionen Konsumenten, zerstören Markenwerte und erschüttern eine ganze Industrie in ihren Grundfesten. Menschen verlieren ihren Arbeitsplatz, weil missverstandener Verbraucherschutz eine legale Industrie verteufelt. Wir werden deshalb mit großer Entschlossenheit für unsere Marken, Konsumenten und Handelspartner kämpfen.“

    (DTZ 19/11)

  • Austria Tabak will Zigarettenfabrik im Hainburg/Österreich schließen

    WIEN (DTZ/fnf). Austria Tabak, österreichische Tochtergesellschaft von JTI, beabsichtigt die Schließung ihrer Zigarettenfabrikation im österreichischen Hainburg und die Verlagerung der Produktion von dort auf andere Standorte. Betroffen sind rund 240 Mitarbeiter in Hainburg und 80 in der Firmenzentrale in Wien.

    [pic|303|l|||Das Werk Hainburg muss schließen, weil die notwendigen Produktionsvolumina nicht erreicht werden können, um den kostenintensiven Standort zu erhalten.|||]

    Als Grund nennt das Unternehmen den bereits eingetretenen bzw. noch erwarteten Rückgang der versteuerten Zigarettenmengen in den europäischen Märkten. Damit mussten die Pläne von 2007, Hainburg als Zigarettenfabrik für ein jährliches Produktionsvolumen von 15-20 Mrd. Stück Zigaretten auszubauen, neu bewertet werden, führt Austria Tabak aus. Nach einer sorgfältigen Prüfung der Entwicklung der EU-Märkte habe das Unternehmen anerkennen müssen, dass dieser Plan, für dessen Erreichen zwischenzeitlich Investitionen in Mitarbeiter, Maschinen und Infrastruktur getätigt wurden, nicht länger realisierbar sei.

    Die aktuellen Produktionsprognosen für 2011 gehen nur mehr von rund 10 Mrd. Zigaretten aus. Die Gesamtkosten für die Infrastruktur der Hainburger Fabrik erlaubten daher keine kosteneffiziente Produktion mehr an diesem Standort. Austria Tabak beabsichtige daher, die Produktion zu verlagern und die Fabrik Hainburg zu schließen. Die externen Umfeldfaktoren haben sich nach Aussage von Austria Tabak seit 2007 dramatisch verändert: In den EU-Märkten ging sowohl der Konsum als auch das versteuerte Zigarettenvolumen zurück, verstärkt durch die Finanzkrise und Tabaksteuererhöhungen in ganz Europa.

    Gleichzeitig gab es einen Anstieg der nicht versteuerten Zigarettenmengen durch Schmuggel und der vermehrten Verfügbarkeit von gefälschten Produkten. Davon sind auch die Produktionsmengen in Hainburg stark betroffen, so Austria Tabak. Der österreichische Markt (entspricht ungefähr 40 Prozent der Produktion von Hainburg), der sich selbst mit zunehmend großen Herausforderungen konfrontiert sieht, konnte den Volumenrückgang der anderen Märkte nicht wettmachen: Zum einen die dramatische Tabaksteuererhöhungen im Jahr 2011, bei denen die Regierung die von Austria Tabak und den Trafikantenvertretern gemachten Vorschläge zur Steigerung des Tabaksteueraufkommens und gleichzeitig weniger drastischen Auswirkungen auf den versteuerten Zigarettenmarkt nicht berücksichtigte; zum anderen ein sehr hoher Anteil nicht in Österreich versteuerter Zigaretten – begünstigt durch die Erhöhung der Einfuhrlimits von 200 auf 800 Stück Zigaretten.

    Unter diesen schwierigen Umständen sieht Austria Tabak es als umso wichtiger, dass ihre Produkte für den österreichischen Markt kosteneffizient produziert werden. Der inzwischen erfolgte Rückzug aus dem früher recht volumenstarken Handelsmarkengeschäft von Austria Tabak in Deutschland hatte nach Aussage eines Unternehmenssprechers keinen Einfluss auf die jetzige Entscheidung. Als Konsequenz der beabsichtigten Schließung der Fabrik Hainburg wurde auch eine Bewertung der zukünftigen Anforderungen an den Wiener Standort gemacht.

    Dabei wurde in Betracht gezogen, dass es im Falle einer Schließung der Fabrik keinerlei funktionaler Unterstützung mehr dafür bedarf. Auch die Integration der österreichischen Einheit in die Konzernprozesse (Einführung von SAP und anderer Unternehmensprozesse) sei nun abgeschlossen. Austria Tabak hat allen betroffenen Mitarbeitern eine faire und angemessene Behandlung zugesichert.

    Nach der geplanten Restrukturierung will JTI weiterhin 500 Mitarbeiter beschäftigen und das führende Tabakunternehmen in Österreich sein. Der österreichische Markt sei auch in Zukunft ein wichtiger Markt für JTI mit fortgesetzten Investitionen in die Mitarbeiter und sowie Marken. Das Großhandelsunternehmen Tobaccoland und die F&E Einrichtung Ökolab seien von den angekündigten Plänen nicht betroffen.

    (DTZ 19/11)