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  • Hessen 2015 so tippfreudig wie kein anderes Bundesland

    WIESBADEN // Insgesamt 643,4 Millionen Euro hat die hessische Lotteriegesellschaft nach ersten vorläufigen Hochrechnungen in den 53 Veranstaltungswochen des Jahres 2015 (Vorjahr: 52 Veranstaltungswochen) eingenommen. Damit konnte der Umsatz um 8,6 Prozent gesteigert werden.

    In Hessen wurde statistisch gesehen pro Kopf mit einem Einsatz von 105,58 Euro (Vorjahr 97,24) getippt. Bundesweit wird von allen Landeslotteriegesellschaften zusammen nur ein Plus von 3,5 Prozent und ein Pro-Kopf-Umsatz in Höhe von 88,90 erzielt werden. Knapp 74 Millionen Spielscheine gingen im Jahr 2015 über den Webshop lotto-hessen.de oder die rund 2.100 Verkaufsstellen bei Lotto Hessen ein, das entspricht einer Zahl von rund 200.000 Stück pro Tag.

    Nach wie vor setzen die Hessen am liebsten auf das 1956 in Hessen eingeführte Traditionsprodukt „Lotto 6aus49“. Jeder zweite Euro wurde 2015 hier ausgegeben, insgesamt 330,4 Millionen Euro und damit 4,4 Prozent mehr als 2014. Genau wie im Vorjahr stieg auch im vergangenen Jahr der Jackpot dieses Gewinnspiels nur dreimal auf über 20 Millionen Euro an, was insbesondere Gelegenheitstipper anzieht.

    Der Klassiker sorgte auch für den bundes- wie hessenweit höchsten Gewinn des Kalenderjahres: Im Juli 2015 knackte ein Tipper aus Berlin den mit 33.832.008,60 Euro gefüllten Jackpot im Alleingang. Den höchsten hessischen Gewinn erzielte eine Familie aus Wiesbaden: Sie gewann am 8. August den mit 13.744.011,90 Euro gefüllten Jackpot.

    An diesen Höchstgewinnen haben auch die letzten Ziehungen des Jahres nicht mehr gerüttelt, denn in keiner Lotterie- oder Wettart stand bis einschließlich 31. Dezember 2015 noch ein höherer Jackpot zur Ausspielung an. Zwanzigmal erzielten hessische Tipper im Jahr 2015 (Stand 30.12.2015) sechs Richtige, zwei davon mit passender Superzahl.
    pi

    (DTZ 01/16)

  • Online-Werbeumsätze höher als bei Print

    HAMBURG/MÜNCHEN // Im deutschen Werbemarkt erwirtschafteten die Unternehmen einen Gesamtumsatz von 42 Milliarden Euro. Dabei wurde mit Online-Spots erstmals mehr Umsatz als mit Werbung in Zeitungen und Zeitschriften erzielt. Das ist das Ergebnis des „Media Index“, den die Schickler Unternehmensberatung für das Fachmagazin Horizont erarbeitet hat.

    Während mit gedruckten Produkten 6,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet wurden, waren es im Segment der Online-Werbung 7,1 Milliarden Euro, haben die Analysten von Schickler ermittelt. Der Print-Umsatz errechnet sich dabei aus den Erlösen von Zeitungen, Magazinen und Fachzeitschriften sowie Anzeigenblättern. Die Internet-Umsätze der Verlage fallen unter Online-Werbung. Aus dem Media Index geht hervor, dass die Fernsehwerbung mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro an fünfter Stelle nach Sponsoring und Direktmarketing folgt.

    Die Unternehmensberater gehen davon aus, dass 2016 der Marktanteil in der Online-Sparte von 21 auf 22 Prozent wächst und dass Betreiber von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken das stärkste Wachstumspotenzial haben. Der Umsatz in der Onlinewerbung soll laut Schickler um 7,4 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zulegen. red

    (DTZ 52/15)

  • Die fatale Legende von der „Popcorn-Lunge“

    SEEVETAL // Der Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) kritisiert die tendenziöse Berichterstattung in den Medien, die kürzlich in der Bild-Zeitung-Schlagzeile „Von E-Zigaretten kriegt man eine Popcorn-Lunge“ gipfelte, als irreführend und faktisch falsch.

    „E-Zigarette“, „Diacetyl“ und „Popcorn-Lunge“ – die drei Stichwörter scheinen auszureichen, um daraus eine mediale Horror-Geschichte zu konstruieren. An deren Ende steht die E-Zigarette als höchst gefährliches Produkt, von dessen Gebrauch dringend abzuraten ist. Denn eines scheint – laut Bild-Zeitung – sicher: „Von E-Zigaretten kriegt man eine Popcorn-Lunge“, wie das Blatt am 11. Dezember titelte.

    „Das meinen einige Beobachter aus einer jüngst veröffentlichten Studie der Harvard School of Public Health herausgelesen zu haben“, heißt es dazu beim VdeH. Und zwar so eindeutig, dass der von den Autoren der Studie verwendete durchgehende Konjunktiv einfach übergangen werde. Von „giftig“ bis „extrem gesundheitsgefährdend“ reiche nun die Terminologie. Die Folgen dieser Falschmeldungen könnten fatal sein, wenn eine Vielzahl der E-Zigarettennutzer dadurch wieder zurück zur Tabakzigarette getrieben würde.

    „Zeigen, dass die Meldungen falsch sind“
    „Denn dass die Meldungen falsch sind, werden wir im weiteren Verlauf zeigen“, erklärte VdeH-Pressesprecher Philip Drögemüller. „Wir möchten deutlich darauf hinweisen, dass Diacetyl nichts in E-Zigarettenliquids zu suchen hat. Auch in geringen Mengen nicht. Die meisten Liquid-Hersteller von in Europa verwenden diesen Stoff nicht.“

    Die untersuchten Liquids in der Havard-Studie werden ausschließlich auf dem US-Markt angeboten. Außerdem müssten die gefundenen Mengen in Relation gestellt werden. Und zwar zur Diacetyl-Emission einer Tabakzigarette. „Schließlich sind 99 Prozent der E-Zigarettenkonsumenten ehemalige Tabakraucher, die beim Dampfen bis zu 95 Prozent weniger Schadstoffe konsumieren als mit der Tabakzigarette", stellt Drögemüller richtig und verweist auf die entsprechende [linkn|https://www.gov.uk/government/news/e-cigarettes-around-95-less-harmful-than-tobacco-estimates-landmark-review/]Studie[/link].

    E-Zigarette hat 750mal weniger Diacetyl als in Tabakzigaretten
    In einer Analyse der Harvard-Studie ist Prof. Michael Siegel von der Boston University of Health laut VdeH zu einem differenzierten Ergebnis gekommen. Die Menge an Diacetyl, die in einigen Aromaliquids in der US-Studie gefunden wurde, sei bis zu 750mal geringer als die Menge an Diacetyl, die durch Tabakverbrennung entsteht. Siegel kritisierte den fehlenden Vergleich zur Tabakzigarette in der Harvard-Studie, Zitat Siegel: [linkn|http://tobaccoanalysis.blogspot.de/2015/12/new-study-finds-that-average-diacetyl.html]„And it is especially disingenuous and damaging to send these messages to the public without telling us that smoking produces exposure to diacetyl that is on average about 750 times higher than vaping.“[/link]

    Auch der renommierte Herzspezialist Dr. Konstantinos Farsalinos hat den fehlenden Hinweis in der Studie, dass Tabakraucher viel größere Mengen an Diacetyl inhalieren als E-Zigarettennutzer, kritisiert. Durch die Studie werde der Eindruck erzeugt, dass eine neue und ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Dampfer gefunden wurde. Dies ist aus den genannten Gründen falsch. Zitat Farsalinos: [linkn|http://www.ecigarette-research.org/research/index.php/whats-new/whatsnew-2015/236-da2]„Additionally, the authors FAILED to mention the presence of these compounds in tobacco cigarette smoke. This omission creates the impression that e-cigarettes are exposing users to a new chemical hazard, while in reality their exposure will be much lower compared to Smoking.“[/link]

    Erkrankung an „Popcorn-Lunge“ nicht zu befürchten
    „E-Zigarettenkonsumenten sind nahezu ausschließlich Umsteiger von der Tabakzigarette. Selbst bei den Liquids, in denen Diacetyl nachgewiesen wurde, ist die Menge im Vergleich zum Tabak so viel geringer, dass eine Erkrankung an ,Bronchiolitis obliterans', im Fachjargon ,Popcorn-Lunge' genannt, für Dampfer so gut wie ausgeschlossen ist“, betont Drögemüller.

    Für Nutzer in Europa gebe es noch weniger Grund zur Sorge, da die weit überwiegende Zahl der europäischen Hersteller bei der Produktion der Liquids kein Diacetyl oder verwandte Stoffe verwendet.

    „Im Zusammenhang mit Tabakkonsum existiert eine lange Liste von ernsthaften möglichen Erkrankungen. Trotz der wesentlich höheren Menge an Diacetyl zählt jedoch sogar beim Tabak die ,Popcorn-Lunge' nicht dazu“, sagt Drögemüller.

    [linkn|http://blog.rursus.de/2015/12/diacetyl-es-ist-einfach-dinge-kompliziert-zu-machen/#fn7-2531]Hier[/link] geht es zu einer übersichtlichen deutschsprachigen Zusammenfassung der Harvard-Studie.

    (DTZ 52/15)

  • Dritter Davidoff-Standort

    FRANKFURT // Davidoff setzt gemeinsam mit dem Duty-free-Shop-Betreiber Gebr. Heinemann sein globales Einzelhandelskonzept um. DTZ sprach mit den beiden Firmenchefs.

    Herr Hoejsgaard, der Davidoff-Humidor mit seiner großen Glasfront im Terminal 1 macht etwas her …

    Hans-Kristian Hoejsgaard: Oh ja, und ich freue mich, dass wir am Flughafen Frankfurt den zweiten begehbaren Flagship-Humidor in Europa – und den ersten in der Europäischen Union – eröffnen konnten. Vor ziemlich genau zwei Jahren sagte Claus Heinemann mir, er wünsche sich ein bisschen mehr Aktivität im Tabak-Bereich. Ob Davidoff da mit Zigarren etwas tun könne. Und der jetzt eingeweihte Humidor ist das Ergebnis dieses Gesprächs.


    „Davidoff of Geneva – since 1911“ – Herr Heinemann, wie sehen Sie den neuen Humidor?

    Claus Heinemann: Der begehbare Humidor stellt den Anspruch unserer beiden Unternehmen auf höchste Qualität und erstklassige Produktpräsentation unter Beweis.

    Und Sie, Herr Hoejsgaard?
    Hoejsgaard: Ein stilvoller Raum in modernem Dekor, in dem Aficionados vor dem Abflug erstklassige handgerollte Zigarren erstehen können.

    Geschäftlich ist das aber nicht Ihr erstes gemeinsames Projekt mit dem Unternehmen Heinemann?
    Hoejsgaard: Oh nein, die Beziehungen zwischen den Familien Heinemann und Oettinger-Schneider bestehen mittlerweile seit 45 Jahren.
    Heinemann: Genau. Ich arbeite jetzt seit über 35 Jahren in der Branche und die Verbindung zwischen unseren Unternehmen begleitet mich über die gesamte Zeit. Heinemann war übrigens damals der Importeur von Davidoff-Zigarren in Deutschland. Aus dieser Zeit stammt die Davidoff-Krawatte, die ich anlässlich der heutigen Feier aus dem Schrank geholt habe. (schmunzelt)

    Ist das Projekt gelungen?
    Heinemann: Auf jeden Fall. Ich freue mich sehr am Anblick des neuen Humidors in unserem Duty-Free-Shop mit den Reihen erlesener Zigarren. Im Genuss-Umfeld mit Schokolade, Spirituosen und Wein ist das genau die Mischung, mit der wir unsere internationalen Kunden überzeugen können.
    Wer gehört denn zur Kernzielgruppe, Herr Hoejsgaard?
    Hoejsgaard: Das sind Geschäftsleute und Privatreisende, die international unterwegs sind. Am Terminal 1 sind das morgens vor allem Amerikaner und Japaner, am Nachmitttag dann eher Chinesen. Das ist ein guter Mix.

    Das ist Ihr dritter Standort in Frankfurt?
    Hoejsgaard: Genau, nach dem Flagship-Store an der Schillerstraße und der neuen Lounge im Sheraton am Flughafen.

    Wie wichtig sind denn Zigarren am neuen Standort?
    Heinemann: Am Flughafen Frankfurt machen wir mit Zigarren ein Viertel des gesamten Tabak-Umsatzes – ein außerordentlich hoher Wert. Und Tabak wiederum macht etwa acht Prozent unseres Umsatzes an diesem Standort aus. Allerdings sprechen wir hier nur von unserem Kerngeschäft: Spirituosen, Wein, Parfüm, Schokolade und Tabakwaren.

    Und Sie sehen weitere Chancen für die Zigarre?
    Heinemann: Natürlich. Wenn wir kein Potenzial sähen, hätten wir das Projekt nicht realisiert. Wir müssen uns ja gegenüber dem Landlord …

    Also Flughafenbetreiber Fraport …
    Heinemann: … rechtfertigen. Für jeden Quadratmeter wird eine Konzessionsabgabe fällig. Wenn wir also mit dem Davidoff-Humidor nicht performen würden, würde Fraport sagen, wir sollten besser Whisky oder Cognac verkaufen.

    Hilft die Zigarre Ihrem Gesamtgeschäft?
    Heinemann: Aber sicher. Zigarrenraucher sind Connaisseure. Wer eine Zigarre kauft, der greift auch zu edler Schokolade oder einem hervorragenden Rotwein. Das sind super Kunden.

    Woran messen Sie Ihren Erfolg?
    Heinemann: Ganz wichtig ist für uns die Penetrationsrate, also die Quote, wie viele Fluggäste tatsächlich in unser Geschäft kommen. Und dann die Frage: Wie viel geben die Kunden bei uns aus?

    Apropos Erfolg: Wo wird Davidoff 2016 neue Stores eröffnen?
    Hoejsgaard: Das sind drei neue Geschäfte in Amerika, nämlich in Manhattan, in Houston und in Tampa. Außerdem werden wir am 1. März einen großen Flagship-Store im chinesischen Fuyhou eröffnen. Und in Moskau bauen wir ziemlich um; da wird es dann einen großen Humidor geben. Unsere Schwerpunkte 2016 liegen in Amerika und Asien.

    Aber sowohl Davidoff als auch Heinemann müssen Währungsschwankungen im Blick behalten.
    Heinemann: Ja, unser Geschäft ist stark abhängig von der Entwicklung von Währungen. 2015 war für uns überall dort erfreulich, wo der Euro gilt, weil etwa Amerikaner oder Chinesen in US-Dollar rechnen. Für diese Zielgruppe war es günstig, im Euro-Raum einzukaufen. Die Amerikaner liegen gegenüber dem Vorjahr 30 Prozent im Plus. Also: An allen europäischen Standorten liegen wir über Plan.

    Wie ist das Jahr 2015 für Davidoff verlaufen?
    Hoejsgaard: Grundsätzlich erfolgreich. 2015 ist die Marke Davidoff umsatzmäßig im zweistelligen Bereich gewachsen. Angesichts eines rückläufigen Gesamtmarktes – insbesondere in Europa – ist das sehr schön. Allerdings haben uns als Schweizer Unternehmen der starke Franken und der schwache Euro beeinträchtigt. Aber wir sind zufrieden – auch mit unserer Zweitmarke Camacho.

    Wo hat Heinemann Probleme?
    Heinemann: Die Türkei ist für uns sehr wichtig. Istanbul sah hervorragend aus, bis es zu den politischen Turbulenzen mit Russland kam. Und Moskau ist nicht besonders erfreulich, nachdem der Rubel um fast 40 Prozent abgewertet hat. Die Russen, die sonst meist zum Teuersten gegriffen haben, achten nun sehr auf den Preis. Für uns ist das eine neue Situation. Und über die politische Situation in Ägypten und Tunesien sprechen wir besser nicht …

    Wo Schatten ist, ist aber auch Licht. Kommt das aus dem Reich der Mitte?
    Heinemann: Ja, chinesische Kunden sind für uns enorm wichtig. Wir machen in Frankfurt 16 Prozent unseres Umsatzes mit ihnen. Und das mit zunehmender Tendenz: Für 2015 verzeichnen wir Zuwächse um 25 Prozent.

    Das klingt gut. Wozu greifen die Asiaten besonders häufig?
    Heinemann: Die Chinesen lieben deutsche Produkte und exklusive Waren, ob es nun Parfüm, Schokolade, Spirituosen wie Whisky oder Cognac oder eben Zigarren sind, die sie gern als Geschenk mit nach Hause nehmen. Und die Chinesen sind die Käufer, die den höchsten Pro-Kopf-Betrag bei uns ausgeben.
    Hoejsgaard: Stimmt, Zigarren sind bei Chinesen die drittpopulärsten Geschenkartikel hinter Uhren und Rotwein.

    Wie gehen Sie mit den Regulierungen in Deutschland um?

    Heinemann: Das kann man ja nicht losgelöst von der EU betrachten. Aber man hat die Tabakwaren schon oft totgesagt – und wenn ich sehe, was wir für erfreuliche Umsätze damit machen, bin ich weiter guter Dinge, wenn ich an die Zukunft denke.
    Hoejsgaard: Die Regulierung ist auch für uns natürlich ein großes Problem. Ich freue mich, dass im zweiten Entwurf des deutschen Tabakgesetzes eine Ausnahmeregel für Artikel 11 vorgesehen ist.


    In dem es um die Warnhinweise geht …

    Hoejsgaard: Genau. Trotzdem ist es – eigentlich zum ersten Mal – wirklich schwierig, Vorhersagen für das Geschäft im kommenden Jahr zu machen. Da gibt es einfach zu viele externe Variablen: gesetzliche Vorgaben, Terrorangriffe – das ist kein ruhiges Umfeld.
    max

    (DTZ 51/52/15)

  • 40 Tonnen Wasserpfeifentabak

    HAMBURG // Der Hamburger Zoll hat zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, mit illegal eingeführten Wasserpfeifentabak 7,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.

    Gegen die potenziellen Täter im Alter von 33 und 36 Jahren wird seit März ermittelt. Anfang Dezember fand eine Großrazzia in den Wohnungen und Geschäftsräumen statt. Dabei stellten die Beamten rund 40 Tonnen illegal eingeführten Wasserpfeifentabak sicher. Das sei fast doppelt so viel, wie der Zoll 2014 im gesamten Bundesgebiet entdeckt hätte, zitiert die "Hamburger Morgenpost" Zoll-Pressesprecher Niels Hennig.

    Demnach geht der Zoll davon aus, dass die Männer in der Vergangenheit schon 180 Tonnen Wasserpfeifentabak nach Deutschland geschmuggelt haben. Damit hätten die Männer Steuern im Wert von 7,5 Millionen Euro hinterzogen. Die Männer waren aufgefallen, weil das Abfertigungspersonal am Hamburger Flughafen Unregelmäßigkeiten bei dem Einfuhr von Wasserpfeifentabak entdeckte.
    red

    (DTZ 52/15)

  • E-Zigarette nur für Volljährige

    DEN HAAG // Elektronische Zigaretten und Wasserpfeifen werden für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in den Niederlanden verboten.

    Die Maßnahme wird Medienberichten zufolge im Mai 2016 in Kraft treten. Dabei stützt sich die Regierung auf eigene Studien, heißt es. Weiterhin wird ein Werbeverbot für E-Zigaretten und Warnhinweise auf den Verpackungen vorgeschrieben.
    red

    (DTZ 51/15)

  • Mehrheit für Tabakkonsum

    BRIGHTON // Das britische Seebad Brighton legt die Pläne für ein Rauchverbot am öffentlichen Strand auf Eis. Ein Grund ist das mangelnde Interesse der Bevölkerung am Thema.

    Die Stadt hatte ihr Vorhaben der breiten Öffentlichkeit im Internet präsentiert. Die Resonanz für eine entsprechende Regelung fiel Medienberichten zufolge verhalten aus. Knapp 2.000 Menschen antworteten auf die Frage nach einem Rauchverbot. Zwei Drittel davon wohnen in Brighton und etwa ein Drittel gab an Touristen oder Bürger aus anderen Gemeinden zu sein.

    Nur jeder Fünfte stimmte für ein Rauchverbot in öffentlichen Parks, Gärten und Stränden. Die überwiegende Mehrheit, auch Nichtraucher, lehnte die geplante Regulierung ab.
    red

    (DTZ 51/15)

  • Tabakwaren bleiben Nummer 1 im Fachhandel

    HAMBURG / KÖLN // Der Trend der vergangenen Jahre zu größeren Betriebseinheiten hält weiter an. Das heißt, es gibt immer weniger kleine Tabakwarenläden mit Umsätzen unterhalb von 750 000 Euro und mehr Geschäfte, die deutlich höhere Jahresumsätze verzeichnen.

    Das ist eines der Ergebnisse des „Betriebsvergleichs 2014“ von British American Germany (BAT) und des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE).

    Tabakerzeugnisse sind nach wie vor das Sortiment Nummer 1. Weit über die Hälfte des Gesamtumsatzes wird mit Tabakwaren erzielt. Wichtigster Umsatzbringer sind Zigaretten, deren Anteil im vergangenen Jahr bei 46,5 Prozent vom Gesamtumsatz lag. Die beiden weiteren großen Säulen im Tabakwaren-Einzelhandel bleiben Lotto und Presse – trotz ihres fortdauernd rückläufigen Anteils am Gesamtumsatz. Lotto ist nach wie vor wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg des Geschäfts.

    Im Segment Zusatzsortimente würden Glückwunschkarten ihrem Ruf in der Branche nicht gerecht. Ihr Umsatzanteil sei eher zu vernachlässigen, ihr Platzbedarf im Geschäft jedoch nicht: acht bis zehn Aufsteller würden den Blick auf alle anderen Sortimente nehmen. Hier könnte weniger mehr sein, heißt es im Betriebsvergleich. Dagegen sind Getränke auf dem Vormarsch.

    Obwohl 2014 im Tabakwaren-Einzelhandel ein kräftiger Umsatzrückgang gegenüber dem Spitzenjahr 2013 stattgefunden hat, konnten die teilnehmenden Händler mit einem Durchschnitts-Umsatz von 769 000 Euro den zweitbesten Wert seit Erhebung des Betriebsvergleichs verzeichnen. Nur 2013 lag bislang mit 827 000 Euro darüber. Dabei blieben Tabakwaren im zurückliegenden Jahr weiterhin die stärkste Säule. Der leichte Erholungstrend von Presse und Provisionserlösen im Jahr 2013 war im vergangenen Jahr wieder rückläufig. Beide Kategorien sanken 2014 auf ihren historischen Tiefststand und trugen wesentlich zum Umsatzrückgang bei. Eindeutiger Gewinner ist die Kategorie Getränke, deren Umsatz sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat.

    Rohertrag und Betriebsergebnis

    Nach den bereits starken Vorjahren hat sich der Rohbetrag 2014 noch einmal deutlich positiv entwickelt. Er stieg auf 183 000 Euro nach 172 000 Euro im Jahr 2013 beziehungsweise 174 000 Euro in 2012. Zum Vergleich: 2004 betrug der Rohertrag nur 124 000 Euro (siehe Grafik „Rohertragsentwicklung“). Der Rohertrag ist gleich Umsatz minus Wareneinsatz. Seine Entwicklung ist ein wichtiges Barometer für den Geschäftserfolg und gleichzeitig eine zentrale Kennziffer der Unternehmenskalkulationen.
    pnf

    Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Printausgabe DTZ 51/52/15.

  • Lekkerland stellt in der Schweiz Weichen für die Zukunft

    BRUNEGG / BASEL // Die Lekkerland (Schweiz) AG wird von der Oettinger Davidoff AG die Großhandelsaktivitäten – den Kundenstamm und die Warenbestände – der Contadis AG in der Schweiz übernehmen. Damit baut Lekkerland seine Position als Großhändler und Spezialist für den Unterwegskonsum in der Schweiz weiter aus.

    Zum Kundenstamm von Contadis in der Schweiz zählen Convenience-Shops, Kioske und Tabakwarenfachgeschäfte sowie einige Großkunden. Insgesamt werden 2.500 Kunden mit Convenience-Produkten und Tabakwaren beliefert. Über den Verkaufspreis wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der schweizerischen Wettbewerbskommission, die Übernahme ist zum 1. Februar vorgesehen.

    „Unser strategisches Ziel ist es, in der Schweiz und international weiter zu wachsen – durch Unternehmenszukäufe sowie durch den steten Ausbau unserer Angebotskompetenz als Convenience-Spezialist“, so Michael Hoffmann, CEO der Lekkerland AG & Co. KG. „Die Großhandelsaktivitäten von Contadis in der Schweiz sind eine sinnvolle Ergänzung unseres Unternehmens.“
    pi

    (DTZ 51/15)