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  • British American Tobacco wird Mitglied im VdR

    BERLIN // Mit Wirkung zum 1. Januar ist British American Tobacco (BAT) als neues Mitglied in den Verband der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) aufgenommen worden.

    „Wir freuen uns, mit der BAT einen weiteren starken Partner in Deutschlands ältestem Verband für Hersteller und Importeure von Feinschnitttabaken, Pfeifentabaken sowie Kau- und Schnupftabaken zu begrüßen“, sagt Patrick Engels, Vorsitzender des Vorstands im Verband der deutschen Rauchtabakindustrie.

    „Als vorwiegend mittelständisch geprägter Industrieverband ist es uns ein großes Anliegen, viele Feinschnitthersteller und -Importeure, die sich mit unseren Kernzielen identifizieren, in den Reihen des VdR zu vereinen und als deren Stimme in Politik, Medien und Wissenschaft aufzutreten. Die große industriepolitische Erfahrung der BAT wird unseren Verband im Rahmen der Neupositionierung in Berlin mit Sicherheit stärken“, ergänzt Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer des VdR.

    „Feinschnitttabake sind für uns eine wichtige Säule unseres Geschäftes. Daher ist der Schritt in den VdR für uns die logische Konsequenz“, zeigt sich auch Claudio Dötsch, Geschäftsführer Recht, Industriepolitik und Öffentlichkeitsarbeit und Chefsyndikus der BAT Germany GmbH, in positiver Erwartung.
    pi
    (DTZ 02/16)

  • Neuer Coup gegen Zigarrenbranche?

    BRÜSSEL // Die EU-Kommission stellt Überlegungen an, die Richtlinie über die Struktur und die Sätze der Verbrauchsteuern auf Tabakwaren zu überarbeiten. Dabei könnte es unter anderem zu einer massiven Anhebung der Tabaksteuer auf Zigarren und Zigarillos kommen.

    Hier liegt die Mindeststeuer derzeit auf EU-Ebene bei 1,2 Cent pro Stück oder fünf Prozent vom Kleinverkaufspreis (KVP). Die Generaldirektion Steuern und Zollunion (Taxud) empfiehlt eine Anpassung an das europäische Steuerniveau für Zigaretten, das innerhalb der EU mindestens neun Cent pro Stück beziehungsweise 60 Prozent des gewichteten durchschnittlichen KVP beträgt.

    Mit einer Steueranpassung will die EU-Kommission insbesondere die Ecozigarillos treffen. Doch nicht nur die Hersteller dieser Produkte sind beunruhigt, auch die Anbieter klassischer Zigarren und Zigarillos machen sich große Sorgen. „Die neuen Vorschläge aus Brüssel entsprechen einem Mehrfachen des heutigen Steuerniveaus und haben prohibitiven Charakter. Dadurch würde die mittelständische Zigarrenbranche massiv in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht“, warnt Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie.
    da

    (DTZ 02/16)

  • EuGH: TPD 2 rechtmäßig?

    LUXEMBURG // Gleich drei Klagen gegen die TPD 2 liegen dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) vor. Nun hat Generalanwältin Juliane Kokott ihre Schlussanträge vorgelegt, über die das Gericht demnächst entscheiden wird.

    Geklagt hatten mehrere Tabakkonzerne sowie die polnische Regierung. Sie halten die Auflagen aus Brüssel für nicht verhältnismäßig oder gar rechtswidrig. Generalanwältig Kokott hat nun dem höchsten Gericht der EU ihre Einschätzung vorgelegt. Meist folgt der EuGH den Meinungen der Generalanwälte.

    Nach Ansicht von Kokott hat der Unionsgesetzgeber seine Kompetenzen nicht überschritten. Es gehe darum, dass Tabakprodukte und verwandte Erzeugnisse unter einheitlichen Bedingungen unionsweit vermarktet werden könnten, ohne dass dabei das Ziel eines hohen Gesundheitsschutzniveaus außer Acht gerate.

    Verhältnismäßig sind nach Ansicht der Generalanwältin unter anderem die Vorgaben zu Form, Größe und Mindestinhalt der Verpackungen. Sie trügen dazu bei, die Sichtbarkeit der gesundheitsbezogenen Warnhinweise zu steigern. Der Mindestinhalt von 20 Zigaretten erhöhe die Hemmschwelle zum Kauf vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene. Und es sei nicht willkürlich, die für Warnhinweise vorgesehene Fläche auf nunmehr 65 Prozent festzuschreiben. Zudem sei es in Ordnung, dass die Richtlinie auch wahre Aussagen auf den Packungen verbiete, falls diese Aussagen „ein Tabakprodukt in ein trügerisch positives Licht rückten und damit einen zusätzlichen Kauf- und Konsumanreiz schüfen“.

    In Sachen Menthol und anderer Aromen stellte Kokott fest, damit könne der „in der Regel recht herbe, ja sogar beißende Geschmack von Tabakrauch“ abgemildert oder übertüncht werden. Dadurch werde Nichtrauchern der Einstieg in den Tabakkonsum erleichtert, Rauchern der Ausstieg aus der Nikotinabhängigkeit erschwert. Da es zu Aromen in den EU-Mitgliedsstaaten unterschiedliche Regelungen gebe, müsse das Problem auf Unionsebene gelöst werden: „Die Erforderlichkeit eines unionsweiten Verbots aller charakteristischen Aromen unter Einschluss von Menthol lässt sich insbesondere angesichts des Vorsorgeprinzips und der Vorgaben der WHO nicht ernsthaft in Zweifel ziehen“, meint Kokott.

    Zur Sonderregelung für E-Zigaretten wies Kokott darauf hin, dass sich diese in mehreren Punkten deutlich von den Regeln für herkömmliche Tabakerzeugnisse unterscheide. Dabei geht es zum Beispiel um spezifische Warnhinweise, einen maximalen Nikotingehalt von 20 Milligramm je Milliliter sowie um die Beipackzettel-Pflicht. Bei der E-Zigarette handele es sich um ein neuartiges Produkt, für das ein Markt bestehe, der sich rasant weiterentwickle. Deshalb sei es auch in diesem Fall richtig, dass der Unionsgesetzgeber den Markt regele.

    Alle Schlussanträge sind unter den Aktenzeichen C-358/14, C-477/14 und C-547/14 im [link|http://www.curia.europa.eu]Internet [/link] abrufbar.red
    (DTZ 01/16)

  • Norwegen soll rauchfrei werden

    OSLO // Die norwegische Ärztekammer NMA will Zigaretten für Erwachsene verbieten.

    Ziel der Norwegian Medical Association (NMA) ist ein rauchfreies Norwegen bis 2035, berichtet die britische Tageszeitung „The Independent“. Vor diesem Hintergrund drängt die Kammer die Regierung entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und ein Verkaufsverbot für Tabakwaren, an alle die nach 2000 geboren wurden, einzuführen.

    Der Zugang zu Zigaretten sei kein Menschenrecht, sagt die NMA-Präsidentin Marit Hermansen der Tageszeitung „Aftenposten“. „Das Rauchen sollte nicht verboten werden, aber wir wollen, dass junge Menschen nicht damit anfangen“, sagt sie.

    Vorausgesetzt, dass bis 2018 ein gesetzliches Verkaufsverbot eingeführt wird. Denn dann werden die 2000-Geborenen 18 Jahre alt, also volljährig und dürften offiziell Tabakwaren kaufen.
    red

    (DTZ 01/16)

  • Berliner rauchen gern

    BERLIN // Seit fünf Jahren hat sich die Zahl der Berliner Raucherkneipen verdoppelt: Insgesamt 1.157 gibt es inzwischen.

    Das berichtet die „Berliner Zeitung“ (BZ) und beruft sich auf eine aktuelle BZ-Umfrage. In den zwölf Bezirken hat sich die Zahl der Raucher-Oasen mehr als verdoppelt, schreibt die Tageszeitung. Die meisten gibt es demnach in Charlottenburg-Wilmersdorf.

    In den Lokalen, die bis zu 75-Quadratmeter groß sein dürfen, haben nur Gäste ab 18 Jahren Zutritt. Darüber hinaus ist auch die Zahl der Kneipen der Hauptstadt insgesamt von 1.525 (2010) auf 2.010 (2015) angestiegen.
    red

    (DTZ 01/16)

  • Keine Chance für „Krone“, „Eckstein“ und Co.

    MAINZ // Wenn im Mai die EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD) deutsches Recht wird, müssen Schockbilder und Warnhinweise auf Zigarettenpackungen gedruckt werden. Ein Grund für die Hersteller, Zigarettenmarken mit geringem Marktanteil einzustellen.

    Im Gespräch mit der „Welt“ sagt BAT-Chef Ralf Wittenberg, dass von 16 BAT-Marken am Ende nur sechs übrig bleiben. Tatsache ist, dass in den nächsten 18 Monaten fünf Marken verschwinden. Dazu zählen „Golden American“, „Winfield“, „Peer 100“, „Lux“ und „Krone“.

    Auch bei Reemtsma wird das Zigarettenangebot überarbeitet und ausgedünnt. Zur Disposition stehen laut Medieninformationen aktuell fünf Marken: „Route 66“, „Fairwind“, „Eckstein“, „Juno ohne Filter“ und „Salem“.

    Ähnlich ist die Situation bei Japan Tobacco International (JTI). Vor dem Hintergrund der veränderten Gesetzeslage durch die EU-Richtlinie erörtert der Konzern den Angaben zufolge sich langfristig von Menthol-Produkten zu trennen und „Reyno“ als Marke komplett einzustellen.

    Marktführer Philip Morris vertreibt insgesamt zehn Marken in Deutschland. Das Angebot werde regelmäßig überprüft, allerdings gebe es keine Änderungen wegen der TPD, heißt es.
    red

    (DTZ 01/16)

  • Hessen 2015 so tippfreudig wie kein anderes Bundesland

    WIESBADEN // Insgesamt 643,4 Millionen Euro hat die hessische Lotteriegesellschaft nach ersten vorläufigen Hochrechnungen in den 53 Veranstaltungswochen des Jahres 2015 (Vorjahr: 52 Veranstaltungswochen) eingenommen. Damit konnte der Umsatz um 8,6 Prozent gesteigert werden.

    In Hessen wurde statistisch gesehen pro Kopf mit einem Einsatz von 105,58 Euro (Vorjahr 97,24) getippt. Bundesweit wird von allen Landeslotteriegesellschaften zusammen nur ein Plus von 3,5 Prozent und ein Pro-Kopf-Umsatz in Höhe von 88,90 erzielt werden. Knapp 74 Millionen Spielscheine gingen im Jahr 2015 über den Webshop lotto-hessen.de oder die rund 2.100 Verkaufsstellen bei Lotto Hessen ein, das entspricht einer Zahl von rund 200.000 Stück pro Tag.

    Nach wie vor setzen die Hessen am liebsten auf das 1956 in Hessen eingeführte Traditionsprodukt „Lotto 6aus49“. Jeder zweite Euro wurde 2015 hier ausgegeben, insgesamt 330,4 Millionen Euro und damit 4,4 Prozent mehr als 2014. Genau wie im Vorjahr stieg auch im vergangenen Jahr der Jackpot dieses Gewinnspiels nur dreimal auf über 20 Millionen Euro an, was insbesondere Gelegenheitstipper anzieht.

    Der Klassiker sorgte auch für den bundes- wie hessenweit höchsten Gewinn des Kalenderjahres: Im Juli 2015 knackte ein Tipper aus Berlin den mit 33.832.008,60 Euro gefüllten Jackpot im Alleingang. Den höchsten hessischen Gewinn erzielte eine Familie aus Wiesbaden: Sie gewann am 8. August den mit 13.744.011,90 Euro gefüllten Jackpot.

    An diesen Höchstgewinnen haben auch die letzten Ziehungen des Jahres nicht mehr gerüttelt, denn in keiner Lotterie- oder Wettart stand bis einschließlich 31. Dezember 2015 noch ein höherer Jackpot zur Ausspielung an. Zwanzigmal erzielten hessische Tipper im Jahr 2015 (Stand 30.12.2015) sechs Richtige, zwei davon mit passender Superzahl.
    pi

    (DTZ 01/16)

  • Online-Werbeumsätze höher als bei Print

    HAMBURG/MÜNCHEN // Im deutschen Werbemarkt erwirtschafteten die Unternehmen einen Gesamtumsatz von 42 Milliarden Euro. Dabei wurde mit Online-Spots erstmals mehr Umsatz als mit Werbung in Zeitungen und Zeitschriften erzielt. Das ist das Ergebnis des „Media Index“, den die Schickler Unternehmensberatung für das Fachmagazin Horizont erarbeitet hat.

    Während mit gedruckten Produkten 6,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet wurden, waren es im Segment der Online-Werbung 7,1 Milliarden Euro, haben die Analysten von Schickler ermittelt. Der Print-Umsatz errechnet sich dabei aus den Erlösen von Zeitungen, Magazinen und Fachzeitschriften sowie Anzeigenblättern. Die Internet-Umsätze der Verlage fallen unter Online-Werbung. Aus dem Media Index geht hervor, dass die Fernsehwerbung mit einem Umsatz von 4,4 Milliarden Euro an fünfter Stelle nach Sponsoring und Direktmarketing folgt.

    Die Unternehmensberater gehen davon aus, dass 2016 der Marktanteil in der Online-Sparte von 21 auf 22 Prozent wächst und dass Betreiber von Suchmaschinen und sozialen Netzwerken das stärkste Wachstumspotenzial haben. Der Umsatz in der Onlinewerbung soll laut Schickler um 7,4 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro zulegen. red

    (DTZ 52/15)

  • 40 Tonnen Wasserpfeifentabak

    HAMBURG // Der Hamburger Zoll hat zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, mit illegal eingeführten Wasserpfeifentabak 7,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben.

    Gegen die potenziellen Täter im Alter von 33 und 36 Jahren wird seit März ermittelt. Anfang Dezember fand eine Großrazzia in den Wohnungen und Geschäftsräumen statt. Dabei stellten die Beamten rund 40 Tonnen illegal eingeführten Wasserpfeifentabak sicher. Das sei fast doppelt so viel, wie der Zoll 2014 im gesamten Bundesgebiet entdeckt hätte, zitiert die "Hamburger Morgenpost" Zoll-Pressesprecher Niels Hennig.

    Demnach geht der Zoll davon aus, dass die Männer in der Vergangenheit schon 180 Tonnen Wasserpfeifentabak nach Deutschland geschmuggelt haben. Damit hätten die Männer Steuern im Wert von 7,5 Millionen Euro hinterzogen. Die Männer waren aufgefallen, weil das Abfertigungspersonal am Hamburger Flughafen Unregelmäßigkeiten bei dem Einfuhr von Wasserpfeifentabak entdeckte.
    red

    (DTZ 52/15)