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  • Geldbörse für den Automaten

    FRANKFURT // Die deutsche Kreditwirtschaft ist zufrieden: Die Verbraucher in Deutschland zahlen gern mit der Geldkarte.

    Die Stabilisierung der Jahreszahlen der Geldkarte, die bereits im Vorjahr zu beobachten war, setzt sich auch 2014 weiter fort, heißt es. Wie die Statistik der Deutschen Kreditwirtschaft zeigt, zahlten die Nutzer der Guthaben-Geldkarte auch im letzten Jahr rund 118 Millionen Euro mit dem Chip.

    Der durchschnittliche Transaktionsbetrag lag bei 3,26 Euro. Beim Laden lag der Durchschnittsbetrag bei 29,53 Euro.

    Sowohl Geldkarte als auch Girogo verzeichneten im vergangenen Jahr den Angaben zufolge Zuwachs im Akzeptanzstellennetz.

    Bei Girogo handelt es ich um die Weiterentwicklung der Geldkarte – so heißt die EC-Karte, die seit 18 Jahren das Zahlen kleiner Beträge über einen auf einem Chip aufgeladenes Guthaben von höchstens 200 Euro erlaubt.
    Vor allem für Fahrkarten, Parkscheine und zur Altersüberprüfung an Zigarettenautomaten wird die Geldkarte genutzt. Seit Anfang 2014 konnte das Akzeptanzstellennetz von Girogo deutschlandweit von rund 5500 auf 11 500 mehr als verdoppelt werden, heißt es.
    pi

    (DTZ 08/15)

  • „Immer mehr Aufgaben für die Annahmestellen zum Nulltarif“

    MÜNSTER // Während die Aufgaben für die über 3600 nordrhein-westfälischen Lottoverkaufsstellen in den zurückliegenden Jahren deutlich gewachsen sind, lässt deren adäquate Honorierung aus Sicht von Tobias Buller seit langem auf sich warten.

    Im DTZ-Interview macht der Geschäftsführer des Lotto- und Toto-Verbands der Annahmestelleninhaber in Nordrhein-Westfalen (LTV) deutlich, warum eine Provisionserhöhung nicht nur dringend erforderlich, sondern auch absolut berechtigt wäre.

    Die Provisionen der rund 3600 nordrhein-westfälischen Lottoverkaufsstellen wurde seit Jahren nicht mehr angehoben. Das muss Ihnen doch ein Dorn im Auge sein.

    Tobias Buller: Das ist es auch. Die Vergütung wurde 1997 von sieben auf 6,55 Prozent abgesenkt. Dieses Niveau besteht immer noch, während für die Verkaufsstellen nicht nur die Kosten gestiegen, sondern auch die Aufgaben mehr geworden sind. Die Annahmestelleninhaber verlangen schließlich nicht ohne Grund eine Erhöhung ihrer Provisionen, sie tun auch etwas für das Land Nordrhein-Westfalen – seit einigen Jahren sogar mehr als früher. Und das bei gleichbleibender Honorierung.

    Welche Aufgaben sind dazu gekommen?
    Buller: Seit dem 1. Januar 2008 sind die Annahmestellen am Point of Sale mit zum Teil hoheitlichen Aufgaben „betraut“ worden, welche einzig und allein der Erfüllung der Ziele des Glücksspielstaatsvertrages dienen. Bei einigen Lotteriearten sind die Verkaufsstellenleiter verpflichtet, den Tipper bei jedem Spielvorgang vollumfänglich zu identifizieren, selbst bei Spieleinsätzen von nur 1,50 Euro. Dazu zählen die Erfassung der Personalien und die Kontrolle der hinterlegten Daten inklusive Lichtbild. Das sind Tätigkeiten, die sonst nur von der Polizei beziehungsweise von den Ordnungsämtern durchgeführt werden. Hier werden die Annahmestellen zu Erfüllungsgehilfen des Landes Nordrhein-Westfalen gemacht.

    Und diese Aufgaben werden in keinster Weise vergütet?
    Buller: Bis zum heutigen Tage werden sie von den Lottoverkaufsstellen vollkommen gratis erbracht. Mit anderen Worten: Diese übernehmen immer mehr Aufgaben zum Nulltarif. Auf der anderen Seite ist für die Fachhändler die Erfüllung der Auflagen des Glücksspielstaatsvertrags, um etwa den Jugend- und Spielerschutz zu gewährleisten, mit erheblichen Kosten verbunden ist. Deshalb erwarten sie zu Recht einen finanziellen Ausgleich und vertrauen darauf, dass der Haushalts- und Finanzausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags das genauso sieht.

    Der Haushaltsausschuss tagt am 5. März. Steht dann das Thema „Grundvergütung der Lottoverkaufsstellen“ auf der Agenda?
    Buller: Am 22. Januar hatte sich der Haushaltsausschuss bereits mit der Problematik beschäftigt, die Sache jedoch vertagt. Möglicherweise werden sich die Ausschuss-Mitglieder am 5. März näher mit der Thematik auseinandersetzen. Wir sind einigermaßen zuversichtlich, dass die Landtagsabgeordneten die Sorgen und Nöten der Annahmestellenleiter ernst nehmen und ihre berechtigten Forderungen nach einer Verbesserung der Vergütung befürworten.
    da

    (DTZ 08/15)

  • BAT hebt die Preise an

    HAMBURG // Nach Reemtsma kündigt auch die British American Tobacco (Germany) GmbH in einer der DTZ vorliegenden Information für den Handel eine Preisanpassung ab März für ausgewählte Marken an.

    Das Unternehmen erhöht die Kleinverkaufspreise (KVP) um zehn Cent pro Packung oder passt den Packungsinhalt entsprechend an. Die BAT reagiert damit auf die zum Jahresbeginn 2015 in Kraft getretene fünfte Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung. Laut Preisliste gelten die neuen KVP unter anderen für die Marken „HB“, „Lord Blue“, „Lord Extra“ und „Rothmans King Size“. Ihre beiden absatzstärksten Markenfamilien, „Pall Mall“ und „Lucky Strike“, hat die BAT gänzlich beziehungsweise nahezu komplett von dem Preisschritt ausgenommen.
    da

    (DTZ 08/15)

  • Drogenbeauftragte für Steuer auf E-Zigaretten

    STUTTGART // Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler (CSU) hat sich für eine Besteuerung der E-Zigarette ausgesprochen.

    „Ich halte eine Steuer auf E-Zigaretten mit nikotinhaltigen Flüssigkeiten für steuersystematisch zwingend geboten“, sagte sie den „Stuttgarter Nachrichten“. Sie will, dass die E-Zigarette in allen Punkten genauso behandelt wird wie die herkömmliche Zigarette. Mortler hält es für problematisch, dass diese Produkte bisher nicht reguliert sind.
    „Die Abgabe von E-Zigaretten und E-Shishas mit und ohne Nikotin an Kinder und Jugendliche muss verboten werden“, sagte sie.

    Vor diesem Hintergrund ist ihr die Umsetzung der TPD 2016 wichtig. Sie spricht sich für ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte aus. Allerdings kommentiert die CSU-Politikerin die Plain-Packaging-Diskussion Großbritanniens kritisch: "Von der Einheitspackung für Zigaretten halte ich wenig. Das Produkt sollte unterscheidbar bleiben.“
    red

    (DTZ 07/15)

  • Personalwechsel in München

    MÜNCHEN // Die Philip Morris GmbH ernennt Axel Schwenn mit Wirkung zum 1. April 2015 zum Director Sales Germany. Er folgt auf Markus Essing, der ab sofort im Auftrag der Philip Morris International als General Manager die Geschäfte von Nicocigs in UK und Irland verantwortet.

    Nachfolger von Axel Schwenn wird Thorsten Scheib. Er übernimmt zum 1. April diesen Jahres die Position Director Marketing Germany.
    Axel Schwenn begann seine Laufbahn bei der Philip Morris GmbH im Jahr 1993. Nach verschiedenen Stationen im Marketing und Verkauf wechselte er 2007 zu BMW und war dort für die Marken- und Produktkommunikation zuständig. 2011 kehrte er zur Philip Morris GmbH zurück und verantwortete seitdem als Mitglied der Geschäftsführung die Marketingaktivitäten des Tabakunternehmens. In seiner neuen Funktion als Director Sales berichtet Axel Schwenn weiterhin an Werner Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH.

    Der bisherige Director Sales Germany, Markus Essing, startete seine Karriere bei der Philip Morris GmbH 1993. Nach verschiedenen Führungspositionen in Sales und Corporate Affairs verantwortete er seit April 2012 die gesamten Verkaufsaktivitäten der Philip Morris GmbH im deutschen Markt. Ab sofort ist er als General Manager Nicocigs and Reduced Risk Products UK & Ireland tätig.

    Thorsten Scheib bekleidete in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche verantwortungsvolle Positionen für Philip Morris International im In- und Ausland.
    Zuletzt war er als Director Marketing Italien verantwortlich für die strategische Neuausrichtung der Marke Diana.
    pi

    (DTZ 07/15)

  • BAT: Neue EDV macht Probleme

    HAMBURG // British American Tobacco hat ein neues SAP-System eingeführt. Die Änderung betrifft auch die deutsche BAT-Tochtergesellschaft. Für den hiesigen Tabakwaren-Groß- und -Einzelhandel hat sie ebenfalls Auswirkungen.

    Denn die Umstellung ist nicht reibungslos verlaufen. Die Folge: Die BAT hat nicht alle Warenbestellungen termingerecht ausliefern können.

    Ralf Wittenberg, Geschäftsführer der British American Tobacco (Germany) GmbH, räumt die Schwierigkeiten ein und verspricht, dass man mit Hochdruck an der Beseitigung der Lieferprobleme arbeite.
    (da)

    (DTZ 07/15)

  • Neues Vertriebsunternehmen für Premiumprodukte

    BÜNDE // Am 1. März startet die PCB Tobacco GmbH mit Sitz in Bünde das operative Geschäft. Die neue Vertriebsgesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Patoro AG, Olten/Schweiz, Christian Eiroa / CLE Cigars mit Zentrale in Miami / USA und Bentley Tobacco, Bünde, zu je einem Drittel als Gesellschafter beteiligt sind.

    Eigner der Marke Patoro ist Patrick J. Martin. Christian Eiroa wiederum ist Chef des Herstellers CLE Cigars. An der Spitze von Bentley, dem dritten Gesellschafterunternehmen von PCB, steht Martin Schuster. Er ist auch Geschäftsführer des neuen Vertriebsunternehmens.

    PCB Tobacco wird neben dem Bentley-Sortiment Premiumzigarren von Patoro und von Eiroa/CLE Cigars auf dem deutschen Markt anbieten und darüber hinaus deren Logistik in der EU übernehmen.
    (da)

    (DTZ 07/15)

  • Lukrativer Geschäftszweig

    MAINZ // Die Zahl der Dampfer in Deutschland wächst beständig. Experten gehen aktuell von drei Millionen Nutzern von E-Zigaretten aus – Tendenz in den nächsten Jahren weiter steigend.

    Nur ein verschwindend geringer Teil davon macht im Übrigen mit der elektronischen Zigarette die ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Rauchen. Die Verbliebenen sind wechselwillige Zigarettenkonsumenten, die als Gründe für den Umstieg auf die elektronische Alternative am häufigsten angeben, sie sei gesundheitlich weniger bedenklich als konventioneller Tabak, schmecke ihnen besser, unterstütze sie bei der Rauchentwöhnung und sei für sie kostengünstiger im Vergleich zu Zigaretten- beziehungsweise Feinschnittprodukten.

    Dabei legt eine steigende Zahl an Dampfern hier zu Lande Wert darauf, dass die Rauch-Geräte sowie Liquids in Deutschland hergestellt wurden, und dass die Produkte entsprechend zertifiziert sind.

    Dem stationären Fachhandel fällt bei der weiteren Entwicklung am Markt eine bedeutende Rolle zu: Parallel zur steigenden Zahl an Nutzern gibt es immer mehr Anbieter und damit ein wachsendes Angebot an E-Zigaretten-Modellen sowie Liquid-Geschmacksrichtungen. Welches Einsteiger-Gerät ist für mich das Beste? Gibt es auch Liquids ohne Nikotin? Ist die E-Zigarette ‚Made in Germany‘? Kunden brauchen eine kompetente Orientierungshilfe, die sie im Internet so nicht finden. Die E-Zigaretten- und Liquid-Anbieter wissen das und sehen den Fachhandel als wichtigen Vertriebskanal an. Das bedeutet aber auch, dass das Verkaufspersonal entsprechend geschult ist und Kunden über das aktuelle Angebot Frage und Antwort stehen kann.

    Um den Einstieg in das lukrative Geschäft mit E-Produkten und Liquids zu erleichtern, räumen einige Unternehmen bei einer Erstbestellung mehrwöchige Rückgabefristen für die Ware ein und bieten Einzelhändlern damit die Möglichkeit, mit einem verminderten Risiko in das Segment einzusteigen. Die Handelsmargen bei E-Zigaretten und Liquids unterscheiden sich teils erheblich – doch liegen sie unter dem Strich deutlich höher als bei konventionellen Tabakprodukten. Bei den elektronischen Geräten seien Spannen von bis zu 70 Prozent und bei manchen Liquids von bis zu 400 Prozent möglich, heißt es dazu aus den Untenehmen.
    schu

    (DTZ 07/15)

  • Absatzplus im Fachhandel

    WALDSHUT-TIENGEN // Nach jahrelangem Wachstum war der Absatz von Habanos in Deutschland im Gesamtjahr 2014 erstmals leicht rückläufig. Der Verkauf sank im Inlandsmarkt um 1,2 Prozent.

    Wichtigster Grund dafür war die Erhöhung des Importzolls für Waren aus Kuba von 9,1 auf 26 Prozent zum 1. Januar 2014. Trotz einer Verteilung der höheren Kosten auf die kubanischen Tabakmanufakturen, den Importeur und die Tabakhändler musste dieser massive Wettbewerbsnachteil auch durch durchschnittlich vier Prozent höhere Konsumentenpreise kompensiert werden. Dies führte letztlich zu einem etwas geringeren Absatz von Habanos und dem Ausweichen auf günstigere Produkte der Mitbewerber. Weitere Gründe für das Minus im deutschen Inlandsmarkt war das Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen, das zu einer Kaufzurückhaltung im Tabakwarenhandel führte.

    Deutlich zugelegt hat dagegen der Absatz im Kanal Duty Free mit einem Wachstum von 19,7 Prozent. Im österreichischen Markt, der seit Mai 2012 zum Vertriebsgebiet von 5th Avenue gehört, stieg der Absatz von Habanos auf ein neues Allzeithoch. Die Einführung des Habanos-Specialist-Konzepts gab hier neue Impulse und zusätzliche Umsätze für den Handel. Das Plus lag bei 4,8 Prozent. Positiv zum Ergebnis trugen auch die Verkäufe in Polen bei. Seit Oktober 2014 beliefert 5th Avenue auch diesen Markt mit Habanos.

    Insgesamt steigerte das Unternehmen die Verkäufe von Habanos um 5,9 Prozent, der Umsatz wuchs um 5,3 Prozent.
    Wichtigster Absatzkanal von Habanos in Deutschland war auch 2014 der gehobene Tabakwarenfachhandel. Besonders positiv entwickelten sich die Händler mit einem Schwerpunkt im Onlineverkauf. Unter den von 5th Avenue geführten Fachhandelskonzepten ragten besonders die Habanos-Point-Händler mit einem Plus von 6,9 Prozent heraus. Überdurchschnittlich wuchsen auch die Verkäufe an die Habanos-Specialist-Geschäfte. Bei den La Casas del Habano machte sich das weitgehende Fehlen von Neuheiten und Spezialitäten bemerkbar.
    red

    (DTZ 07/15)

  • Reemtsma erhöht Preise für Traditionsmarken

    HAMBURG // Als Folge der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen fünften und vorerst letzten Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung hebt Reemtsma die Kleinverkaufspreise (KVP) für den Großteil seiner Traditionsmarken an.

    Dazu zählen etwa „Ernte 23“, „Peter Stuyvesant“, „R6“ und „Reval“. Die Preise steigen für die 19-Stück-Originalpackung ab Anfang März in der Regel um zehn Cent auf 5,50 Euro. Auch die Varianten „Brunes“ und „Brunes Filtre“ der Marke „Gauloises“ werden um zehn Cent teurer.
    red
    Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Printausgabe DTZ 06/15.

    (DTZ 06/15)