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  • STG mit mehr Gewinn

    BREMEN // Die Scandinavian Tobacco Group (STG) hat jetzt die Zahlen fürs Geschäftsjahr 2015 vorgelegt. Dabei stieg der Umsatz um 9,9 Prozent auf 6,7 Milliarden Dänische Kronen (gut 900 Millionen Euro).

    Der Gewinn auf Stufe Ebitda kletterte um 5,9 Prozent auf mehr als 1,2 Milliarden Kronen, also rund 167 Millionen Euro. Aktionäre dürfen sich in der Folge auf eine um 17 Prozent wachsende Dividende von 5,00 Kronen je Titel freuen. STG-Chef Niels Frederiksen sagte dazu: „Im Jahr 2015 haben wir deutliche Fortschritte mit Blick auf das Optimieren unseres Geschäfts gemacht – und wir werden weitere Fortschritte machen. Wir haben die Produktivität erhöht und erfolgreich Synergien aus der 2014 getätigten Übernahme des belgischen Zigarren-Herstellers Verellen gezogen. Unsere finanzielle Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr unterstützt unsere Erwartungen für 2016.“

    Für die laufende Periode rechnen die Dänen mit einem organischen Umsatzwachstum von ein bis drei Prozent bei gleichzeitig verbesserter Rendite. pi

    (DTZ 11/16)

  • Stabwechsel bei JTI in Trier

    TRIER/KÖLN // Bei der deutschen Tochtergesellschaft von Japan Tobacco International (JTI) steht ein Wechsel in der Geschäftsführung an: Jürgen Rademacher, der als Geschäftsführer der JT International Germany über sieben Jahre lang die Verantwortung für den Standort Trier und drei weitere europäische JTI-Produktionsstätten getragen hat, wird zum 31. März in den Ruhestand gehen. Seine Nachfolge tritt Klaus Neureuther an, seit 2008 Personalchef bei JTI in Deutschland.

    Jürgen Rademacher kann auf eine rund 25-jährige Karriere im Tabakkonzern zurückblicken. Nach zahlreichen Positionen mit wachsender Verantwortung im In- und Ausland trat der gebürtige Sauerländer 2009 als Geschäftsführer und Werksleiter in Trier an.

    Der 60-Jährige war maßgeblich für die kontinuierliche Modernisierung und wettbewerbsfähige Aufstellung des Produktionsstandortes Trier verantwortlich. In Summe sind unter seiner Führung über 280 Millionen Euro am Standort Trier investiert worden. Darüber hinaus trug Rademacher auch die Verantwortung für die JTI-Werke in der Schweiz, auf den Kanarischen Inseln und in Andorra.

    Neureuther seit 2008 bei JTI
    Mit dem 52-jährigen Klaus Neureuther wird ein erfahrener Manager die Nachfolge von Rademacher antreten, der mit dem Standort Trier und der Zigarettenindustrie in Deutschland bestens vertraut ist. Neureuthers Karriere bei JTI begann vor elf Jahren. 2008 trat er als Personalchef und Mitglied der Geschäftsleitung an mit Zuständigkeiten für das Werk, den deutschen Markt, die Forschung und Entwicklung sowie die in Deutschland ansässigen globalen Funktionen mit insgesamt über 2000 Mitarbeitern. Als stellvertretender Vorsitzender des Arbeitgeberverbands der Zigarettenindustrie hat er maßgeblich dazu beigetragen, die Positionierung der Industrie als attraktiver Arbeitgeber festigen und auszubauen.

    Anlässlich des anstehenden Stabwechsels in der Geschäftsführung von JTI in Deutschland erklärte Bilgehan Anlas, im globalen JTI Vorstand zuständig für alle Werke weltweit: „Unser Werk in Trier ist der größte private Arbeitgeber der Region und ein wichtiger Produktionsstandort für unser international erfolgreiches Unternehmen. Jürgen Rademacher hat sich große Verdienste um den Standort Trier erworben. Zugleich hat er durch seine Verantwortung für drei weitere Werke auch seine internationalen Managementqualitäten unter Beweis gestellt. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet. Zugleich freuen wir uns, dass wir mit Klaus Neureuther einen Nachfolger aus den eigenen Reihen besetzen konnten, der sowohl ein exzellenter Kenner des Trierer Werks ist als auch mit den globalen Funktionen am Standort Trier wie Forschung und Entwicklung bestens vertraut ist. Mit Klaus Neureuther sehen wir sowohl das Werk Trier als auch die anderen Standorte in seinem Verantwortungsbereich sehr gut für die Zukunft gerüstet.“

    Vom 1. April 2016 an werden der Geschäftsführung von JTI Deutschland neben Klaus Neureuther unverändert auch die beiden Geschäftsführer Georgios Bletsas (General Manager für den deutschen Markt) und Stephan Schröder (Finanzen/Controlling) angehören. pnf

    (DTZ 11/16)

  • DZV: Verbraucherschutzpolitik muss zurück zum mündigen Bürger

    BERLIN // Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) hat anlässlich des morgigen Verbraucherschutztages die Koalition aus CDU/CSU und SPD aufgefordert, den mündigen Bürger wieder in den Mittelpunkt der Verbraucherschutzpolitik zu stellen. Künftig müsse wieder das Prinzip „Informieren statt Schockieren“ gelten.

    Ende Februar hatten CDU/CSU und SPD im Deutschen Bundestag die Einführung von Schockbildern auf Zigarettenschachteln und anderen Tabakverpackungen ab 20. Mai beschlossen. Das neue Tabakerzeugnisgesetz sieht außerdem ein Verbot des Abdrucks der Teer-, Nikotin- und Kohlenmonoxidwerte vor.

    Diese sogenannten TNCO-Werte sind seit 2002 gesetzlich vorgeschrieben und werden seitdem auf jeder Zigarettenschachtel seitlich aufgedruckt. Rauchern ermöglicht diese Information bisher, eine vergleichbare Rangfolge der einzelnen Produkte im Hinblick auf deren geschmackliche Stärke aufzustellen. Begründet wurde die Verpflichtung zum Abdruck der Schadstoffwerte damals mit der Pflicht der Hersteller zur besseren Information der Verbraucher von Tabakerzeugnissen. Die auf den Packungen aufgedruckten Werte werden durch DIN ISO Normen ermittelt.

    Keine verlässliche Kennzeichnung
    „Jeder Joghurtbecher und jedes Frühstücksei werden ab 20. Mai für den Verbraucher besser gekennzeichnet sein als Tabakerzeugnisse“, kritisierte DZV-Geschäftsführer Jan Mücke. „Es ist ein unerklärlicher Widerspruch der Verbraucherschutzpolitik, wenn Raucher über die Abrauchwerte von Tabakerzeugnissen nun nicht mehr informiert werden dürfen. Was bisher zwingend gesetzlich vorgeschrieben war, wird künftig verboten sein. Das hat mit logischer Politik und verlässlicher Kennzeichnung von Produkten nichts zu tun. Das Leitmotiv einer Verbraucherschutzpolitik mit Augenmaß muss das Informieren und nicht das Schockieren sein“, sagte Mücke heute in Berlin.

    „Verbraucher sollen selbstbestimmt entscheiden können.“ Dieser Satz leitet die Vereinbarungen zwischen CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag von 2013 zum Verbraucherschutz ein. Grundvoraussetzung für selbstbestimmte Entscheidungen ist die Verfügbarkeit aller erforderlichen Informationen. Aus diesem Grund werden in den unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen, sei es im Lebensmittelsektor, im Finanzbereich oder in der digitalen Welt, verbesserte Produktkennzeichnungen und verbraucherfreundlichere Begleitinformationen gefordert. Das genaue Gegenteil wird gegenwärtig im Tabakbereich vollzogen.

    Stattdessen Schockbilder
    Künftig ist es zudem verboten, ökologische Tabakanbaumethoden, besonders umweltfreundliches Verpackungsmaterial oder die Verwendung zusatzstofffreien Tabaks durch Hinweise auf der Zigarettenschachtel auszuloben. Statt informierte Kaufentscheidungen treffen zu können, soll der erwachsene Konsument ab Mai mit großen Schockbildern abgeschreckt werden. Der DZV lehnt staatliche Konsumlenkung und Entmündigung des Verbrauchers strikt ab und erinnert an den Ursprungsgedanken des Weltverbrauchertags. vi

    (DTZ 11/16)

  • Ausstellung um einen Tag verlängert

    FRANKFURT // Unter dem Motto „Business … driven by steam“ öffnet die „ShishaMesse meets VaporFair„ vom 15. bis zum 17. April wieder in Frankfurt ihre Tore – wegen des großen Andrangs im vergangenen Jahr diesmal um einen Tag länger.

    Rund 200 Firmen aus aller Welt zeigen in den Messehallen ihre Neuheiten und Klassiker. Die Aussteller präsentieren dem internationalen Publikum– Zutritt ist ab 18 Jahre – ihre neuesten Produkte aus den Segmenten Shisha inklusive Tabak, Zubehör und Kohle und E-Zigaretten, Liquids sowie die entsprechenden Bedarfsartikel.

    Die Frankfurter Shisha- und die Dampfer-Messe wurden im vergangenen Jahr räumlich zusammengelegt. Insgesamt ist es die vierte Veranstaltung für Wasserpfeifen-Raucher und Dampfer. Außerdem findet in diesem Jahr auf der VaporFair eine Konferenz statt, in der es unter anderem um die anstehende Umsetzung der Tabakproduktrichtlinie in gesetzliche Regularien geht, die auch E-Zigaretten betreffen. red

    (DTZ 10/16)

  • Lekkerland kämpft ums Tankstellengeschäft

    FRECHEN/BOCHUM // Das Großhandelsunternehmen Lekkerland ist von Aral informiert worden, dass der Mineralölkonzern die Zusammenarbeit mit Rewe ausbauen möchte. Hierzu haben die beiden Unternehmen bereits eine Vereinbarung unterschrieben.

    Das Format „Rewe-to-go“ soll ausgebaut werden. Über einen längeren Zeitraum soll die Belieferung der Aral-Stationen, die heute Lekkerland übernimmt, auf Rewe übergehen. „Aus unserer Sicht wird ein fließender Übergang bis Herbst 2017 nicht möglich sein“, ist sich Lekkerland-Vorstandsvorsitzender Michael Hoffmann sicher.

    Aus diesem Grund werden Lekkerland und Aral nicht nur wie vertraglich vereinbart bis September 2017 zusammenarbeiten, sondern über die Vertragslaufzeit hinaus verhandeln. Daher sei es zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht, zu der langfristigen Entwicklung der Zusammenarbeit von Lekkerland mit Aral eine Beurteilung abzugeben, heißt es dazu aus Frechen. red

    (DTZ 10/16)

  • Bauer geht in die nächste Instanz

    HAMBURG // Die Bauer Media Group geht im Rechtsstreit mit dem Bundesverband Presse-Grosso in die nächste Runde.

    Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs im Oktober 2015 hat Bauer jetzt eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVG) eingelegt, berichtet „Horizont“. Im Kern geht es um die Frage, ob der Verband ein Verhandlungsmonopol für Preise und Konditionen hat – der Bauer-Verlag verfolgt das Ziel, mit den Grossisten direkt zu verhandeln.

    Dem Bericht zufolge dürften sich die Hamburger auf Artikel 5 des Grundgesetzes berufen, der die Pressefreiheit regelt, und damit die freie Wahl der Vertriebswege. Eine Neuaufnahme des kompletten Falls gilt als unwahrscheinlich; laut eines BVG-Sprechers liegt die Wahrscheinlichkeit bei drei Prozent.

    Trotzdem will Bauer den Rechtsweg ausschöpfen – und sei es nur, um den „atmosphärischen Druck auf die Grossisten“ aufrecht zu erhalten, heißt es in dem Bericht. red

    (DTZ 10/16)

  • Aktuelle Warnung

    MAINZ // Ein Unternehmen mit der Bezeichnung „Mulpor“ aus Uruguay versendet derzeit offenbar an Aussteller der InterTabac Briefe, mit denen die Empfänger zum Abschluss eines teuren Jahresabos getrieben werden sollen.

    Im Anschreiben ist von kostenlosen Dienstleistungen die Rede. Jeder Empfänger solle auf einem Beiblatt seine gespeicherten Daten überprüfen, um dann in einem Verzeichnis namens „International Fairs Directory“ zu erscheinen.

    Aus dem Kleingedruckten geht hervor, dass die Kunden für das Listing ein Drei-Jahres-Abo mit jährlichen Gebühren von 1212 Euro eingehen. DTZ rät dringend davon ab, das Schreiben zu beantworten. red

    (DTZ 10/16)

  • Run auf Kuba

    HAVANNA // Kubas Hauptstadt Havanna wird derzeit von Reisenden weltweit und besonders aus den USA geradezu überschwemmt. Zum XVIII. Festival del Habano reisten deshalb vom 29. Februar bis zum 4. März rund 2000 Besucher aus 60 Ländern an, mehr als je zuvor.

    Die Veranstaltung endete mit einem Gala-Abend zu Ehren der Marke Cohiba zu ihrem 50. Jubiläum. Zur Feier waren 1200 Gäste geladen, die Live-Auftritte des kubanischen Pianisten und Komponisten Chucho Valdes, der spanischen Flamenco-Sängerin Estrella Morente und des uruguayischen Sängers und Songschreibers Jorge Drexler zu sehen bekamen. Natürlich hatten die Gäste neben einem erlesenen Diner auch die Gelegenheit, exklusiv die Cohiba-Neuerscheinungen zu probieren.

    Im Jahr 2015 erwirtschafte Habanos S.A. einen Gesamtumsatz von 428 Millionen Dollar, das ist eine Steigerung um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil von 70 Prozent (ohne USA) konnte gehalten werden.

    Höhepunkt des Festivals war das 50jährige Jubiläum der Marke Cohiba. „Cohiba ist in nur 50 Jahren zu einem Symbol für Exklusivität und Innovation geworden“, erklärte Habanos-Vizepräsident Inocente Núñez Blanco. red

    (DTZ 10/16)

  • Fiskus kassiert kräftig

    BERLIN // An der Börse schwanken die Kurse wie selten zuvor. Bei den Tabaksteuereinnahmen geht es fast ebenso auf und ab.

    Vor allem bei Zigaretten zeigte sich der Februar stark, der Fiskus kassierte 27,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In absoluten Zahlen waren das gut 720 Millionen Euro nach 392 Euro im Januar.

    Feinschnitt legte 2016 bereits zweimal kräftig zu: Im Januar hatte das Plus bei 24,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum gelegen, im Februar waren es 16,8 Prozent. Unterm Strich verzeichnete das Finanzministerium im Februar einen Zuwachs um 25,3 Prozent auf 910,2 Millionen Euro. red

    (DTZ 10/16)

  • Stimmt Bundesrat für längere Übergangsfrist?

    BERLIN // Über das vom Bundestag am 25. Februar verabschiedete Tabakerzeugnisgesetz muss noch der Bundesrat abstimmen.

    Seine nächste Sitzung findet am 18. März statt. Voraussichtlich wird das Gesetz dann auf der Tagesordnung stehen, ebenso wie die Tabakerzeugnisverordnung.

    Der Bundesrat ist mit verschiedenen Paragrafen des Tabakerzeugnisgesetzes nicht einverstanden. Dem Vernehmen nach hält das Gremium insbesondere die Umstellungszeit für zu knapp bemessen und will der Branche bei der Umsetzung der kombinierten Bild- und Textwarnhinweise eine längere Übergangsfrist einräumen. red

    (DTZ 09/16)