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  • BTWE tagt Ende Mai in Rösrath

    KÖLN // Der Bundesverband des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) lädt für den 28. und 29. Mai zur Delegiertenversammlung und zum Branchendialog ein. Veranstaltungsort ist wieder der vor den Toren Kölns gelegene Ort Rösrath.

    Das Schwerpunktthema am Sonntag sind Alternativprodukte für den Tabakwaren-Fachhandel, wobei es vornehmlich um E-Zigaretten, Liquids und ähnliche Erzeugnisse geht.

    Am nächsten Tag steht die EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) im Fokus der Tagung. Dabei werden insbesondere die verschiedenen Facetten von Track & Trace beleuchtet, sprich: die Rückverfolgbarkeit von Tabakprodukten vom Hersteller bis zum Einzelhändler.

    Alljährlich begrüßen BTWE-Präsidium und -Geschäftsführung rund 150 Teilnehmer aus Handel und Industrie auf der Jahrestagung, zu der zahlreiche hochkarätige Referenten eingeladen werden.

    Weitere Informationen finden Sie unter: [link|http://www.tabakwelt.de] www.tabakwelt.de [/link]; Anmeldungen auch per E-Mail möglich unter: [link|mailto:btwe@einzelhandel.de]btwe@einzelhandel.de [/link].

    Der BTWE ist die berufspolitische und fachliche Interessenvertretung des Einzelhandels der Branche in Deutschland. Somit betreibt er Lobbyarbeit und ist zugleich Dienstleister für den Tabakwarenhandel.

    da

    (DTZ 14/17)

  • Ermuri steigert Umsatz in Zeiten der TPD 2

    DETMOLD // Die Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) macht der Branche kräftig zu schaffen. Auch die Ermuri war durch den administrativen Aufwand massiv betroffen. Das erklärte Ermuri-Vorstandsvorsitzender Cay Uwe Vinke auf der Jahrestagung, die vom 31. März bis 2. April in Detmold stattfand. Trotzdem sei die Umsatzentwicklung zufriedenstellend.

    Vinke skizzierte ein unterschiedliches Bild der aktuellen Branchensituation. Auf der einen Seite die klassischen Bereiche der Tabakwirtschaft: Hier konstatierte Vinke eine rückläufige Entwicklung, wobei er insbesondere auf Zigaretten und Feinschnitt einging. Bei Feinschnitt prangerte er die Spannen-Verschlechterung an: „Da wird mehr Inhalt reingepackt bei steigendem EK und gleichem KVP.“ Viele Mitglieder äußerten, derartige Produkte unter die Ladentheke zu stellen und nur auf Nachfrage zu verkaufen.

    Auf der anderen Seite beobachtete Vinke einen anhaltenden Trend hin zu hochwertigen E-Zigaretten und dem damit einhergehenden Liquid-Geschäft. Erfreut zeigte er sich über die gute Entwicklung der eigenen Liquid-Marke E´Werk. Gute Erfahrungen hat die Ermuri seinen Worten zufolge darüber hinaus mit den Liquids von Innocigs gemacht. Nun will die Ermuri abwarten, wie sich die Situation bei den E-Zigarettenproduzenten nach dem 20. Mai darstellt. Vinke geht davon aus, dass sich nach diesem Datum wegen der endgültigen Umstellung auf die TPD-2-Vorgaben die Spreu vom Weizen trennen wird.


    Tendenz noch oben

    Vor dem Hintergrund der großen Herausforderungen am Markt hat sich die Ermuri Genuss Company gut behauptet. So verzeichnete der Lagerumsatz im Wirtschaftsjahr 2015/16 (1. Oktober bis 30. September) eine Steigerung von 3,3 Prozent auf 116 Millionen Euro. Auch im Streckengeschäft, beim zentralregulierten Umsatz und beim Bonusumsatz gab es keinen Grund zu klagen. Der Gesamtumsatz kletterte gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr um 4,3 Prozent auf 127,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg von 51 auf 57,1 Prozent.

    Betrachtet man die Umsatz-Entwicklung der Ermuri über einen längeren Zeitraum ist eine klare Tendenz nach oben festzustellen, veranschaulichte Vinke. Vor rund zehn Jahren zum Beispiel habe der Umsatz erst bei etwas mehr als 80 Millionen Euro gelegen. Langfristig sei die Ermuri deutlich gewachsen.

    Allerdings sinkt die Zahl der Mitglieder: Am 30. September 2016 hatte die Ermuri 812 Mitglieder gegenüber 829 im vorherigen Geschäftsjahr. Demgegenüber hat der Durchschnittsumsatz pro Mitglied kräftig zugelegt, was den höheren Gesamtumsatz erklärt. Den Durchschnittsumsatz pro Mitglied gab der Ermuri-Vorstandsvorsitzende für das Geschäftsjahr 2015/16 mit 151 000 Euro an nach 141 000 Euro im Vorjahr.

    Im laufenden Wirtschaftsjahr hat sich der Trend in der Mitgliederentwicklung fortgesetzt, während sich die Geschäftsentwicklung in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegt.

    Auflösung der Ermuri-Händlervereinigung
    Ein wichtiges Thema auf der diesjährigen Mitgliederversammlung war die Auflösung der Ermuri-Händlervereinigung. Bereits auf der letztjährigen Tagung hatten Vorstand und Aufsichtsrat über das Vorhaben informiert, und die Mitglieder hatten dazu grünes Licht gegeben. Dieses Jahr wurde dieser Schritt einstimmig von der Mitgliederversammlung beschlossen und Vinke mit seiner Umsetzung betraut.

    Die 1922 gegründete Ermuri Händlervereinigung wird somit in den nächsten Monaten aufgelöst, während sämtliche Aktivitäten auf die vor 52 Jahren aus ihr hervorgegangene Genossenschaft, die heutige Ermuri Genuss Company, konzentriert werden.

    Gut angenommen wurde die Ermuri-Hausmesse, die parallel zur Tagung stattfand. Die Mitglieder begrüßten, dass dort wieder mehr Ware zum Anfassen gezeigt wurde.

    Neben Cay Uwe Vinke gehört Manfred Kröger dem Vorstand der Ermuri Genuss Company an. Aufsichtsratsvorsitzender ist Dirk Quade aus Bremen, der einstimmig wiedergewählt wurde. Auch Gerry Weber aus Burg bei Magdeburg wurde bei den turnusgemäß anstehenden Wahlen einstimmig als Aufsichtsratsmitglied bestätigt.

    da

    (DTZ 14/17)

  • Villiger-Gruppe spart Kosten und passt Verkaufspreise an

    WALDSHUT-TIENGEN // Robert Suter ist seit gut einem Jahr Chef der Villiger-Gruppe. Zum 1. März 2016 hat er Heinrich ‧Villiger als CEO der Villiger-Unternehmen abgelöst. Nach dem Ausscheiden von Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer Peter Witzke hat Suter dessen Aufgaben mit übernommen. DTZ sprach mit ihm über die Herausforderungen für das Familienunternehmen.

    DTZ: TPD 2 hat die Tabakbranche sowohl arbeitsmäßig als auch finanziell belastet. Was hat die Umstellung auf TPD-konforme Ware das Haus Villiger bislang gekostet?
    Robert Suter: Die finanziellen Aufwendungen gingen in den siebenstelligen Euro-Bereich. Wegen TPD 2 war 2016 ein enorm belastendes Jahr. Die Mitarbeiter waren sehr stark gefordert. Schließlich setzte jedes EU-Mitgliedsland die Vorgaben aus Brüssel etwas anders um, und in manchen Ländern waren die Umsetzungsfristen extrem kurz.

    DTZ: In welchem Umfang verursachte die TPD 2 Rückgänge?
    Suter: Es gab Artikel, da verzeichneten wir zweistellige Absatz- und Umsatzrückgänge.

    DTZ: Und wie war die Umsatzentwicklung schließlich im Gesamtjahr ?
    Suter: Letztlich nicht so krass wie befürchtet. Über das Gesamtjahr konnten wir den Umsatz sogar leicht steigern.

    DTZ: Auf welches Niveau?
    Suter: Konkrete Zahlen publizieren wir nicht.

    DTZ: Wie viele Produkte hat die Villiger-Gruppe wegen TPD 2 vom Markt genommen?
    Suter: Am Ende waren es rund 30 Artikel, die der Umstellung auf die TPD-2-Vorgaben zum Opfer fielen.

    DTZ: Nach dem 20. Mai darf nur noch TPD-konforme Ware verkauft werden. Wird Villiger Söhne Altware seiner Handelskunden zurücknehmen?
    Suter: Wir nehmen grundsätzlich keine Ware zurück. Das können wir uns nicht leisten, denn wir haben, wie schon gesagt, enorm unter der TPD 2 gelitten.

    DTZ: Werden Sie wegen der Ausgaben für die TPD 2 die Verkaufspreise erhöhen?
    Suter: Wegen der TPD 2, aber auch aufgrund gestiegener Rohtabakpreise und der allgemeinen Kostenentwicklung kommen wir an Preisanhebungen nicht mehr vorbei. Wir müssen deshalb die höheren Kosten laufend an die Konsumenten weitergeben.

    DTZ: Nicht zuletzt wegen der TPD 2 haben Sie auch den Rotstift angesetzt. Wo sparen Sie Kosten ein und in welcher Größenordnung?
    Suter: Die Einsparungen entsprechen in etwa dem Betrag, der durch die Ausgaben für die TPD 2 entstanden ist. Gespart wird vor allem beim Marketing und im Vertrieb. Das betrifft zum Beispiel Kürzungen bei Werbeausgaben. Das kann man natürlich nicht beliebig weiterführen.

    DTZ: Und wie sieht es beim Vertrieb aus?
    Suter: Wir haben darauf geachtet, dass wir da weiterhin schlagkräftig bleiben. Deshalb haben wir auch den Verkauf neu strukturiert und die Außendienstmannschaft aufgegliedert in Fachhandelsbetreuer und Außendienstmitarbeiter für die übrigen Absatzkanäle.
    da

    Lesen Sie das vollständige Interview in der Printausgabe DTZ 13/17.

  • Avo Uvezian verstorben

    MAINZ // Avo Uvezian, Jazz-Musiker, Komponist und Legende der Zigarrenbranche ist tot. Er starb am 24. März – zwei Tage nach der Feier zu seinem 91. Geburtstag.

    „Mit Uvezians Tod hat die gesamte Zigarrenindustrie einen enormen Verlust erlitten. Avo wurde stets von Kunden, Einzelhändlern, Produzenten, Freunden und Bekannten bewundert und geachtet. Seit über 30 Jahren war er weltweit bekannt und Teil unserer Familie. Er war voller Leben, und wir werden seine Leidenschaft und seine wunderbaren Talente als Zigarrenexperte und Musiker schmerzlich vermissen. Wir werden aber auch jeden Moment schätzen, den wir das Glück hatten, mit ihm teilen zu dürfen“, sagte Hans-Kristian Hoejsgaard, CEO der Oettinger Davidoff AG.

    Und Jim Young, Präsident der Davidoff of Geneva North America, ergänzt: „Avo kannte in seinem Engagement für die Zigarrenindustrie keine Grenzen. Er brachte stets neue Ideen und regte immer zum Nachdenken an. Ein Abend mit ihm war unvergesslich. Seine Wärme und sein Lachen, die Gespräche mit ihm, werden uns sehr fehlen.“

    Scott Kolesaire, der für die AVO-Marketing-Programme zuständig ist, erinnert sich an seinen Freund, Lehrer und Mentor: „Wir haben uns immer ausgetauscht und gemeinsam die AVO-Marke zu einer festen Größe im Premiumsegment des globalen Zigarrenmarkts – vor allem in den USA – entwickelt. Seine Ideen und Inspirationen machten meinen Tag farbenfroh und wertvoll.“

    Uvezian wurde 1926 in Beirut als Sohn einer Sängerin und eines aus der Türkei stammenden armenischen Dirigenten geboren. Erst in den 1980er-Jahren entdeckte er dann seine Liebe zum Zigarrengeschäft, begann mit der Fertigung in der Dominikanischen Republik. Ab 1987 arbeitete Uvezian dann eng mit Davidoff, zunächst insbesondere mit Hendrik „Henke“ Kelner zusammen.
    pi/red

    (DTZ 13/17)

  • Betriebsräte der Industrie tagen

    TRIER // Im JTI-Werk Trier tagte kürzlich die „Sektorale Europäische Betriebsrätekonferenz Tabak“. Auf Einladung des JTI-Gesamtbetriebsrats diskutierten im Anschluss der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Reiner Hoffmann und der Oberbürgermeister der Stadt Trier Wolfram Leibe mit insgesamt zehn Betriebsräten der vier großen Zigarettenhersteller über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsaussichten der Tabakbranche.

    An der Veranstaltung nahmen auch die Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Michaela Rosenberger und der Generalsekretär des Europäischen Verbands der Landwirtschafts-, Lebensmittel- und Tourismusgewerkschaften, Harald Wiedenhofer, teil. Im Zentrum stand die Arbeitsplatz- und Standortsicherung angesichts des zunehmenden regulatorischen Drucks auf die Tabakunternehmen. Zu den weiteren Themen gehörten der aktuell diskutierte Wegfall der Sachgrundbefristung von Arbeitsverträgen sowie Themen rund um den Gesundheitsschutz und die praktischen Auswirkungen der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) auf die Branche.

    Politik mit Augenmaß
    „Wir haben die Betriebsrätekonferenz und den anschließenden Gedankenaustausch genutzt, um auf die noch immer zahlreichen, attraktiven Arbeitsplätze in der Tabakbranche und der gesamten Lieferkette aufmerksam zu machen“, sagte Gerd Willems, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von JTI. „Der zweifellos notwendige Gesundheitsschutz darf nicht dazu führen, dass es in unserer Branche einen Kahlschlag bei den Jobs gibt. Wir sind in der Region Trier der größte private Arbeitgeber und fordern von Brüssel und Berlin eine Politik mit Augenmaß, damit unsere Arbeitsplätze zukunftsfähig bleiben.“

    Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann ergänzte: „Gesundheits- und Nichtraucherschutz muss hohe Priorität haben. Dazu bedarf es vor allem guter Informationsangebote und Aufklärungskampagnen für junge Menschen. Wir brauchen in der Industrie aber weiterhin hoch qualifizierte Arbeitskräfte und Investitionen in die Standorte, damit die Produktion wettbewerbsfähig bleibt.“

    Gerd Willems verwies darauf, dass JTI gegenwärtig 26 Auszubildende habe. Zudem seien in den vergangenen zehn Jahren 391 Millionen Euro in das Werk Trier investiert worden. Wichtiges Thema bleibe, die Arbeitsspitzen und entsprechende Arbeitsbelastungen einzudämmen, die sich aus der TPD 2-Umstellung der Produktion ergeben.
    pi

    (DTZ 13/17)

  • „Freiheit als universelles Menschenrecht“

    BERLIN // Claas Relotius, freier Reporter für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, wurde in Berlin mit dem Reemtsma Liberty Award 2017 ausgezeichnet. Die Jury würdigte zwei Reportagen des Hamburger Journalisten: „Nummer 440“ („Spiegel“-Ausgabe 15/2016) und „Königskinder“ (28/2016).

    Der mit 15 000 Euro dotierte Reemtsma Liberty Award ehrt seit 2007 herausragende journalistische Arbeiten von Reportern und Korrespondenten deutscher Medien im Ausland, die sich besonders um die Freiheit der Presse, der Gesellschaft und damit um die Freiheit jedes Einzelnen verdient machen. Die Preisverleihung erfolgte in diesem Jahr vor dem Hintergrund besorgniserregender Entwicklungen wie der Verhaftung von Deniz Yücel und weiterer Journalisten in der Türkei und dem Verhalten von US-Präsident Donald Trump gegenüber Medien. Die Ehrenrede beim Reemtsma Liberty Award 2017 hielt der amerikanische Investigativjournalist und Jurist Ronan Farrow, einer der führenden, jungen Verfechter eines liberalen Amerikas.

    Überzeugende Reportagen
    Claas Relotius überzeugte die Jury mit zwei Reportagen, die jede für sich den Begriff der Freiheit als universelles Menschenrecht beleuchten – und zugleich dessen Fragilität aufzeigen. Nach Meinung der Jury verleihen insbesondere die Details, die Relotius mit viel Aufwand recherchiert hat, beiden Reportagen ihre einzigartige Wucht.

    Im Namen der Wettbewerbs-Jury überreichte Juror Gero von Boehm den Preis: „Claas Relotius’ Reportagen sind unglaublich detailliert ausrecherchiert und eindringlich geschildert und fast schon als Literatur zu bezeichnen. Auch wenn man dachte, schon alles gehört und gelesen zu haben, so gelingt es Relotius mit seinen herausragenden Stücken, eine weitere Tür mit neuen Erkenntnissen aufzumachen.“

    Zur Bedeutung des Preises sagte Reemtsma-Chef Michael Kaib: „In vielen Ländern sehen wir Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit, die besorgniserregend sind. Doch ist eine freie Presse unerlässlich dafür, dass sich Menschen frei und selbstbestimmt informieren können. Für uns ist das ein ganz zentrales Gut. Der Reemtsma Liberty Award war damit wohl nie wichtiger als jetzt.“
    pi

    (DTZ 13/17)

  • Dr. Eckert übernimmt Buchhandlung Schwanhäuser in Freiburg

    BERLIN/STUTTGART // Zum 1. April übernimmt die Unternehmensgruppe Dr. Eckert die Freiburger Buchhandlung Schwanhäuser. Die Buchhandlung liegt in der Freiburger Innenstadt zwischen Bertoldsbrunnen und Stadttheater gleich neben der Universität.

    Nach kurzen Umbaumaßnahmen bei laufendem Betrieb wird die Buchhandlung ab Anfang Mai unter dem Namen Ludwig weitergeführt werden.

    Thomas Hierholz, Leiter Verkauf und Expansion bei der Unternehmensgruppe Dr. Eckert: „Mit der Übernahme der Buchhandlung von Herrn Schwanhäuser werden wir zum ersten Mal eine Buchhandlung außerhalb eines Bahnhofes führen. Ich bin persönlich überzeugt, dass wir durch die länger vereinbarte Einarbeitung durch Herrn Schwanhäuser und die Kompetenz der bisherigen Kolleginnen am Standort den Übergang für unsere Kunden reibungslos über die Bühne bringen und für weitere Übernahmen in dieser Richtung entsprechende Erfahrungen sammeln können.“

    Die traditionsreiche Buchhandlung Schwanhäuser verfügt über eine Geschäftsfläche von rund 100 Quadratmetern und etwa 40 Quadratmeter Nebenfläche. Nicht zuletzt aufgrund der räumlichen Nähe zur Universität verfügt die Buchhandlung neben dem üblichen Sortiment aus aktueller Literatur, Kinder- und Sachbüchern u.a. über eine bestens sortierte juristische Abteilung, eine große Sprachenabteilung und einen besonderen englischsprachige Bereich.

    In den kommenden Wochen wird in die bestehende Buchhandlung ein Tabakwaren-Fachbereich der Marke „Barbarino“ in Form einer Shop-in-Shop-Lösung integriert werden.
    pi

    (DTZ 13/17)

  • Hauni setzt auf Tabak

    HAMBURG // Der Zigarettenmaschinenhersteller Hauni investiert in neue Maschinen. Nach dem Abbau von fast einem Viertel ihrer Stellen im Jahr 2016 haben sich die Hauni Maschinenbau GmbH und ihre Töchter Universelle und Primary zufolge wieder konsolidiert.

    Der Maschinenbauer will demnach mit „innovativen Lösungen rund um den Tabak wieder punkten“, berichtet die „Bergedorfer Zeitung“. Die entsprechenden Pläne und die Ausführung werden bei Universelle ausgeführt. Die Hauni-Tochter hatte sich bisher vor allem auf die Aufarbeitung alter Zigarettenmaschinen spezialisiert.

    Diese produzieren unter anderem Shisha-Kapseln beziehungsweise Beutel für Snus. Große Hoffnung setzen die Hamburger auf Neuentwicklungen bei den „Heat not burn“-Produkten (deutsch: Tabakerhitzer). Zwei Großkunden von Hauni sind mit ihren Genuss-Alternativen bereits im europäischen Markt vertreten.
    red

    (DTZ 13/17)

  • Nachfrage für Glo steigt in Japan

    TOKIO // Japan ist ein idealer Ort für Feldversuche mit „Heat not burn“-Produkten. Nach iQos von Philip Morris verzeichnet dort auch Glo (Bild) von British American Tobacco (BAT) eine hohe Nachfrage und einen steigenden Absatz.

    „Das übertrifft alle unsere Erwartungen“, kommentiert Nami Uehara, von BAT Japan den Erfolg des Tabakerhitzers. Aktuell wird Glo in Sendai, im Nordosten Japans, in 600 Convenience-Geschäften im städtischen Zentrum und einem eigenen Flagship-Store verkauft. Teilweise hätten die Kunden davor übernachtet, um eines der Geräte für umgerechnet rund 63 Euro zu ergattern, heißt es. Inzwischen können sich Kaufinteressierten online registrieren lassen. Medieninformationen zufolge plant BAT den Vertrieb bis Ende des Jahres auf ganz Japan auszudehnen.
    red

    (DTZ 13/17)

  • Glücksspiel wird reformiert

    BERLIN // Die Regierungschefs der Bundesländer wollen das Glücksspielwesen in Deutschland reformieren. Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. März in Berlin unterzeichneten sie die geänderte Fassung des Glücksspiel-Staatsvertrags.

    Noch im laufenden Jahr soll das Vertragswerk von den Parlamenten der 16 Bundesländer ratifiziert und zum Jahresbeginn 2018 in Kraft treten. Ein wichtiger Eckpunkt ist die Neuregelung bei den Sportwetten. Die bisherige Begrenzung auf bundesweit höchstens 20 Sportwetten-Konzessionen wird aufgehoben. In Zukunft sollen alle, die sich um eine Lizenz bewerben, eine Konzession erhalten, wenn sie die festgelegten Mindeststandards erfüllen.

    Die übrigen Spielangebote des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks (DLTB), zum Beispiel Lotto 6 aus 49 oder Eurojackpot, bleiben weiterhin ausschließlich in staatlicher Hand. Online-Casino-Spiele sind unverändert verboten.

    Der DLTB begrüßt die Änderung des Glücksspielstaatsvertrags: „Mit der Unterzeichnung des Änderungsgesetzes haben die Regierungschefs der Länder vor kurzem ein wichtiges Signal für die Neuordnung des umkämpften Glücksspielmarktes gesetzt. Das verantwortungsvolle und gemeinwohlorientierte Glücksspiel wird dadurch gestärkt“, betont Torsten Meinberg. Er ist gemeinsam mit Michael Heinrich Federführer des DLTB. Beide sind zugleich Geschäftsführer der Lotto Hamburg GmbH. Michael Heinrich, ergänzt: „Wir erwarten, dass die beschlossenen Gesetzesänderungen zu einer Beruhigung auf dem Glücksspielmarkt beitragen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die gesetzgeberischen Möglichkeiten auf allen politischen Ebenen konsequent umgesetzt werden.“

    Besonders befürworten die DLTB-Verantwortlichen die Absicht der Länder, den illegalen Online-Casino-Markt konsequent zu bekämpfen: „Online-Casino-Spiele bergen eine hohe Spielsuchtgefahr“, mahnt Meinberg und fügt hinzu: „Sie müssen daher verboten bleiben. Eine Liberalisierung dieses Segments kann auch wirtschaftlich große Folgeprobleme nach sich ziehen: Das Betrugs-, Manipulations- und Geldwäscherisiko ist hoch.“

    Meinberg appelliert an die Politik, für einen effizienteren und konsequenteren Vollzug der bestehenden Gesetze auf allen Ebenen zu sorgen. „Der Schwarzmarkt der Online-Casinos und der illegalen Schwarzlotterien im Internet muss endlich ausgetrocknet werden“, sagt er und unterstreicht eine zentrale Forderung des DLTB an die Politik: „Wichtig ist, dass die Glücksspiel-Aufsichten der Länder finanziell und personell so schlagkräftig ausgestattet werden, dass sie den um sich greifenden Wildwuchs im Glücksspielmarkt künftig wirkungsvoller eindämmen können.“

    Die DLTB-Chefs unterstreichen, dass bei den staatlichen Lotteriegesellschaften die Gemeinwohlorientierung im Mittelpunkt steht. Das Lotteriemonopol sichere eine gesellschafts- und sozialverträgliche Durchführung von Lotterien, sei manipulationssicher und habe sich bewährt. „Der Schutz der Bevölkerung vor Spielsucht und gefährlichen Glücksspielen hat für uns oberste Priorität“, betont Heinrich.
    red

    (DTZ 13/17)