Mehrheit der Österreicher für getrennte Bereiche in Gastronomie

Zigarren- und Pfeifenverband rät Wirten zum Umbau / VCPÖ regt Luftgrenzwerte an

WIEN (DTZ/vi). Der VCPÖ (Verband der Cigarren- & Pfeifenfachhändler Österreichs) sieht sich durch eine Studie des Instituts für empirische Sozialforschung bestätigt, wonach nur 19 Prozent der Bevölkerung ein Totalrauchverbot in der Gastronomie wünschen, eine satte Mehrheit jedoch mit getrennten Bereichen für Raucher und Nichtraucher einverstanden ist. Wenig überraschend auch, dass beide Bevölkerungsgruppen gleichermaßen für diese saubere Trennung eintreten.

Derzeit vernünftige Regelung
Aus der Sicht des VCPÖ ist das Tabakgesetz mit seiner derzeitigen Regelung sehr vernünftig und praxisorientiert. Sowohl die Interessen von Rauchern als auch Nichtrauchern seien darin gleichermaßen berücksichtigt, ohne die Bevölkerungsgruppen aufeinander zu hetzen bzw. einen wesentlichen Anteil der Bevölkerung – nämlich rund 30 Prozent welche regelmäßig oder gelegentlich rauchen – zu diskriminieren.

Gegen Bestrebungen, Schritt für Schritt einen Zustand der Prohibition einzuführen, müsse man sich laut VCPÖ als Demokrat aufs Schärfste verwehren. Im Sinne marktwirtschaftlicher Orientierung seien auch die Wirte gut beraten, die ab 1. Juli 2010 vorgeschriebene, praktikable Lösung für Raucher und Nichtraucher zu unterstützen und dem nun wissenschaftlich untermauerten Wunsch der Gäste zu entsprechen. Dies sei nicht zuletzt ein Gebot der Vernunft und beiderseitiger höflicher Rücksichtnahme.

Zum Arbeitnehmerschutz und der Diskussion um die Schädlichkeit des Passivrauchens fordert der VCPÖ die wissenschaftlich fundierte Festlegung von Grenzwerten für rauchbelastete Luft, wie das bei Feinstaub, Ozon, Strahlung, bedenklichen Substanzen in Lebensmitteln und anderem heute eine Selbstverständlichkeit ist. Nur mit klar definierten Grenzwerten, die erst Präventionsmaßnahmen und deren Kontrolle ermöglichen, könne die immer noch sehr emotionale Diskussion um das Thema Rauchen objektiviert werden.

(DTZ 15/10)

Kommentare

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert