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  • MUT unterstützt das Volksbegehren in NRW

    DÜSSELDORF (DTZ/vi). Am 1. Mai 2013 ist in Nordrhein-Westfalen das von der Koalition der SPD und Grünen beschlossene Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten. Es sieht keinerlei Ausnahmen für das Rauchen in der Gastronomie vor, wie beispielsweise in abgetrennten Nebenräumen oder Gaststätten bis 75 qm. Dieses neue Gesetz ist auf heftige Kritik bei Wirten und Gästen gestoßen.[p][/p]

    Gegen das neue Gesetz wendet sich das Aktionsbündnis „NRW genießt“ und will durch das Ergebnis eines Volksentscheids das ursprüngliche Gesetz mit seinen Ausnahmen wieder etablieren. Vorgeschaltet ist ein sogenanntes Volksbegehren, für dessen Beantragung das Bündnis mehr als die erforderlichen 3 000 Unterstützungsstimmen bereits gesammelt hat.[p][/p]

    MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft) mit seinen Mitgliedern aus dem Fachhandel und familiengeführten Herstellern und Importeuren wird das Volksbegehren sowohl finanziell wie auch ideell unterstützen. „Wir sind der Auffassung, dass es die Aufgabe der gesamten Tabakwirtschaft ist, dieses Bündnis zu unterstützen. Nordrhein-Westfalen ist geprägt von einer vielfältigen Gastronomie, insbesondere durch sogenannte Eckkneipen. Die Existenz dieser Eckkneipen ist gefährdet, die Raucher verlieren ihr zweites Zuhause. Zudem sind Brauchtumsveranstaltungen wie Karneval und Schützenfeste in NRW sehr verbreitet. Auch sie unterliegen natürlich dem harten Nichtraucherschutzgesetz. Überall dort und natürlich auch im Tabakwarenfachhandel sehen wir eine solide Basis, um erfolgreich Stimmen zu sammeln.“[p][/p]

    Hierzu Christoph Lövenich, Sprecher des Aktionsbündnisses „NRW genießt“: „Wir benötigen für ein erfolgreiches Volksbegehren gut eine Million Stimmen. Wir haben parallel zum viermonatigen Auslegen der Unterschriftenlisten in Rathäusern noch die Möglichkeit, durch eine freie Unterschriftensammlung, beispielsweise in der Gastronomie und im Tabakwarenfachhandel, über einen noch längeren Zeitraum weitere Stimmen an den Brennpunkten des Interesses zu sammeln.“[p][/p]

  • Tabakpflanzerverbände warnen vor Zusatzstoffverbot durch TPD

    BRÜSSEL (DTZ/vi/fok). Alle wichtigen Verbände der Tabakpflanzer weltweit einschließlich ihrer Dachverbände warnen eindringlich vor den Folgen eines weitgehenden Verbots von Zusatzstoffen bei der Herstellung von Tabakwaren, wie es vom Europäischen Parlament zum Entwurf der EU-Tabakproduktrichtlinie in erster Lesung verabschiedet wurde. In einem gemeinsamen Brief an das Europäische Parlament artikulieren die Tabakfarmer eindringlich ihre Sorge, dass die gegenwärtige Formulierung des Artikels 6 der Tabakproduktrichtlinie die Arbeitsplätze von Millionen von Tabakfarmern weltweit ebenso gefährden wie den Handel mit den USA.[p][/p]

    Die Pflanzer zeigen in ihrem Schreiben zwar Verständnis für die Absicht des Parlaments, Zusatzstoffe wie Vitamine, Koffein oder Bonbonaromata zu verbieten. Besorgnis haben die Pflanzer jedoch hinsichtlich der Absicht der EU, ein „Genehmigung“ sämtlicher Inhaltsstoffe zu verlangen, die bei der Verarbeitung und Herstellung verwendet werden. Auf den ersten Blick lasse diese Formulierung zwar vermuten, dass dies keine Einschränkung für die Verwendung von Inhaltsstoffen bedeute. Doch sei es technisch unmöglich, die Kriterien für die Aufnahme von Inhaltsstoffen in die Liste zu erfüllen, was zu einem faktischen Verbot aller Zusatzstoffe führen würde.[p][/p]

    Die Tabakfarmer weisen darauf hin, dass das EU-Parlament eine Positivliste verabschiedet haben, die es de facto bisher gar nicht gibt. Zudem erfolgte die Verabschiedung ohne eine Folgenabschätzung. Außerdem habe das Parlament schon im Vorfeld für den Ausschluss vieler Inhaltsstoffe von der Positivliste gestimmt. Zum einen handle es sich dabei oft um Stoffe, die unbeanstandet in großer Anzahl auch in Nahrungsmitteln, Arzneimitteln und Kosmetikartikeln verwendet werden dürfen. Zum anderen sollen Stoffe verbannt werden, die bei der Verbrennung auch geringe Mengen Kohlenmonoxid freisetzen. Dies ist aber bei jedem unvollständigen Verbrennungsprozess organischer Verbindungen der Fall.[p][/p]

    Neben der fehlenden Praktikabilität weisen die Pflanzerverbände sehr eindrücklich auf die drohenden Arbeitsplatzverluste durch die jetzige Fassung von Artikel 6 der Richtlinie hin. Dies ist vor allem bei den Pflanzern von Burley zu befürchten, einem Tabak, der in großem Maßstab in vielen Regionen der Welt angebaut wird und dessen Blends von sehr vielen Konsumenten weltweit bevorzugt werden. Wie die Pflanzer in diesem Zusammenhang herausstellen, sind aber wegen der biologischen Eigenschaften des Burleys bestimmte nicht-charakterisierende Aromastoffe und Verarbeitungszutaten notwendig.[p][/p]

    In dem Schreiben sprechen die Tabakfarmer die Bitte an das Parlament aus, die Formulierung des Artikels 6 der Richtlinie so zu ändern, dass die existenziellen Interessen der Tabakfarmer weltweit berücksichtigt werden.
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    DTZ 45/13

  • Illegale Spitzenreiter

    DUBLIN (DTZ/red). Gemeinsam mit Lettland (33,7 Prozent) und Litauen (32,4 Prozent) gehört Irland mit 28,2 Prozent zu den Spitzenkonsumenten unversteuerter Zigaretten innerhalb der Europäischen Union.

    Die Zahlen veröffentlicht die „Irish Times“ diese Woche und verweist auf eine europaweite Studie zu diesem Thema. Die Untersuchung schließt auch die Zigarettenmengen ein, die irische Reisende illegal auf die Insel einführen.

    Die Gründe für diese Entwicklung liegen im Land selbst. „Diese Angaben verdeutlichen, warum Irland so attraktiv für Schmuggler ist: Ein hoher Einzelhandelspreis für Tabakprodukte und eine vergleichsweise geringe Strafe für den Handel mit illegal eingeführten Zigaretten sind eine guter Nährboden für das organisierte Verbrechen“, zitiert die Tageszeitung das Irish Tobacco Manufacturers Advisory Committee.

    (DTZ 44/13)

  • Tabakpflanzer widersetzen sich WHO-Plänen

    BUNGOMA (DTZ/red). In Kenia widersetzen sich Tabakpflanzer den Plänen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Nach den Vorstellungen der WHO sollen die rund 40.000 kenianischen Farmer statt Tabak künftig Zucker und Mais produzieren.

    Diese Vorgaben werden die traditionellen Anbaugebiete in den Provinzen Western, Nyanza und Ostkenia verarmen lassen, schreibt das Online-Portal „Capital FM Kenya“.

    „Wir haben das Recht zu entscheiden, welche Pflanze wir anbauen“, sagt David Wekesa, ein Sprecher der Farmervereinigung aus Malakisi einer Stadt im Bonguoma Bezirk in der Western-Provinz. Tabak ist die wirtschaftlichste Pflanze der Region und mit keiner anderen vergleichbar, vor allem was den finanziellen Gewinn angehe.

    Allein mit dem Tabak hat Kenia 2012 umgerechnet etwa 119 Millionen Euro verdient. Eine Kehrtwende und Abkehr von dieser einträglichen landwirtschaftlichen Produktion würde ein massives Loch in die Staatskasse reißen, heißt es.

    Hinzukommt, dass die vorgeschlagenen alternativen Pflanzen Mais und Zuckerrohr nach Expertenansicht in den Regionen keine optimalen Wachstumsbedingungen vorfinden.

    Die Tabakpflanzer fordern die kenianische Regierung auf den Dialog mit der WHO zu suchen und sich für die Rechte der einheimischen Landwirte stark zu machen.

    (DTZ 44/13)

  • „Raucher sind die besseren Leser“

    MAINZ Kaffee, Zigaretten und Schreibmaschine – für Wolf Wondratschek, einen der bekanntesten lebenden deutschen Schriftsteller gehören sie als wichtigste Requisiten zum Schreiben dazu. In einem Interview mit Frank Hidien, das in der in Kürze erscheinenden neuen Ausgabe des Smokers Club veröffentlicht wird, spricht Wondratschek über sein neues Buch „Mittwoch“.

    In bester Erzählertradition verfolgt dieser Roman den Weg eines 100-Euro-Scheins an einem Tag. Dass für den bekennenden Raucher Wondratschek die Station im Tabakwarenladen sich zur längsten Passage ausgewachsen hat, ist da schon fast vorauszusehen. Und dass er nicht nur sich selbst als genussaffinen Schreibästheten einbringt, sondern sich auch seine Leser als Raucher mit einem ganz besonderen Verhältnis zur Zeit vorstellt, die dem Zauber der Zeilen gebannt folgen, das belegt ganz deutlich, dass für Wondratschek der Tabakgenuss eine schon fast existenzielle Bedeutung hat. Im Interview wendet er sich auch heftig gegen Rauchverbote und die gesellschaftliche Diffamierung von Rauchern und Tabakgenuss: „Es ist eine pure Lüge, dass das Leben schöner sei ohne das Rauchen. Es ist Gleichschaltung. Und Gleichschaltung ist ein Angriff auf die Fantasie.“

    (DTZ 44/13)

  • „Den Charakter der Inter-tabac konsequent sichergestellt“

    MAINZ (DTZ/schu). Im Vorfeld der Inter-tabac 2013 schwebte über der weltgrößten Messe rund um den Tabakgenuss das Damoklesschwert Totalrauchverbot. Ende Juli einigten sich die Stadt Dortmund und das NRW-Gesundheitsministerium auf eine praktikable Lösung, die „sowohl die Interessen der Aussteller und der Westfalenhallen Dortmund GmbH als auch den Nichtraucherschutz angemessen berücksichtigt.“

    Eine Lösung, die unter dem Strich für allgemeine Zufriedenheit bei Ausstellern und Fachbesuchern sorgte. Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH, sprach mit der Tabak Zeitung über die ersten Erfahrungen mit der neuen Regelung und gibt einen Ausblick auf die kommende Inter-tabac, die vom 19. bis 21. September 2014 stattfindet.

    DTZ: Was musste die Messegesellschaft auf der Inter-tabac 2013 bei der Einhaltung der Regeln beachten?

    Sabine Loos: Es hat uns sehr gefreut, dass im Vorfeld gesichert werden konnte, dass in den Messehallen weiterhin geraucht und verkostet werden darf. Das ist mit der Landesregierung NRW nun grundsätzlich geklärt, auch für kommende Messen.
    Für die Aussteller bedeutet das: Auch nach Verabschiedung des Nichtraucherschutzgesetzes NRW ist auf der Inter-tabac alles so geblieben wie gehabt. In den Messehallen darf probiert und verkostet werden. Das war das Ziel aller Beteiligten.

    Für die Besucher hat sich ebenfalls wenig geändert. Lediglich das Messe-Forum und die Gastronomie sind für sie Bereiche, in denen nicht geraucht werden darf.

    Am Eingang zur Inter-tabac findet eine umfangreiche Fachbesucherregistrierung statt, sodass nur volljährige Fachbesucher Zugang bekommen. Diese Registrierung führen wir durch, um den Charakter einer Fachmesse konsequent sicher zu stellen. Dieser Charakter ist auch eine Voraussetzung dafür, dass in den Messehallen weiter geraucht werden darf.

    Die Registrierung kann übrigens auch bequem von zu Hause aus erfolgen, online im Internet auf [link|http://www.inter-tabac.de]www.inter-tabac.de [/link].

    DTZ: Wie war die Resonanz bei Ausstellern und Fachbesuchern der diesjährgen Inter-tabac?

    Loos: Wir haben für die diesjährige Inter-tabac hervorragende Rückmeldungen erhalten. Die Branche freut sich sehr, dass die Inter-tabac weiterhin so erfolgreich und international ist und dass ihre Produkte dort weiterhin verkostet werden dürfen. Das bekommen wir sowohl von Ausstellern wie auch von Besuchern gespiegelt. Die Hallen waren bereits einige Zeit vor der Messe ausverkauft. Und die Besucherzahl 2013 hat eine neue Rekordhöhe erreicht.

    DTZ: Gibt es für die Inter-tabac 2014 erste Modifikationen und Verbesserungen, zum Beispiel Regenschutz?

    Loos: Natürlich ist es noch sehr früh, um weitere Detailverbesserungen anzusprechen. Man kann aber schon sagen, dass wir gewappnet sind, falls die Nachfrage nach Standfläche weiter zunimmt. Für diesen Fall könnten wir die Halle 5 hinzunehmen und dort weitere Aussteller platzieren.

    (DTZ 44/13)

  • Tabaksteuereinnahmen: Starkes drittes Quartal

    WIESBADEN (DTZ/schu). Die Versteuerungszahlen für September lagen zum Vergleichsmonat des Vorjahrs mit Ausnahme der Sparte Zigarren/Zigarillos, die um 12,7 Prozent niedriger abschloss, insgesamt im Plus. Die Zigarettenversteuerung kletterte im September auf netto 1,12 Mrd. Euro (Vorjahresmonat: 1,02 Mrd. Euro oder plus 10,1 Prozent). Feinschnitt legte um 1,7 Prozent zu. Stark schloss auch Pfeifentabak (plus 11,7 Prozent) den vergangenen Monat ab.

    Die Tabaksteuereinnahmen zusammengenommen, stiegen im September um 8,8 Prozent und schraubten das bislang stärkste Quartal auf plus 1,8 Prozent (3,77 Mrd. Euro).

    Im Neun-Monats-Zeitraum blieben die Einnahmen um 0,6 Prozent hinter den Zahlen des vergleichbaren Vorjahresquartalen zurück. Den stärksten Einschnitt über die drei Quartale 2013 mussten Zigarren/Zigarillos hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stehen dort kumuliert Steuereinnahmen von 87,5 Mio. Euro (2012: 95,1 Mio. Euro) oder minus 7,9 Prozent zu Buche. Feinschnitt fiel von 1,26 Mrd. Euro (2012) auf 1,25 Mrd. Euro). Die Zigarettenversteuerung über das vergangene Dreiviertel-Jahr sank um 0,4 Prozent auf 8,12 Mrd. Euro, während 2012 noch 8,16 Mrd. Euro dem Fiskus zuflossen.

    Beim Bezug von Steuerzeichen lagen die Mengen im September 2013 durchgängig unter denen des Augusts – ausgenommen Feinschnitt, der deutlich um 9,1 Prozent auf 2441,7 t zulegte sowie Pfeifentabak (plus 3,1 Prozent), der auf 1005,7 t kam.

    Der Banderolenbezug von Zigaretten sackte leicht um 0,2 Prozent auf 7,38 Mrd. Stück ab. Vergleicht man den Vorjahres-September, sogar deutlich um 5,2 Prozent (2012: 7,80 Mrd. Stück). Über den Neun-Monats-Zyklus betrachtet, tragen in diesem Jahr die Mengen beim Bezug von Steuerzeichen bei fast allen Sparten negative Vorzeichen. Einzig Pfeifentabak konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 810,1 t zulegen (2012: 766,2 t). Der Kleinverkaufswert bezifferte sich auf 84,88 Mio. Euro.

    Für Zigaretten wurden für 58,65 Mrd. Stück Banderolen bezogen, das sind 3,6 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2012 (60,82 Mrd. Stück). Hier lag der Kleinverkaufswert mit 14,66 Mrd. Euro um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 14,83 Mrd. Euro. Abwärts ging es auch für Feinschnitt: Der Bezug von Steuerzeichen sackte ab um 4,5 Prozent auf 18 912  t, im Vorjahreszeitraum waren es noch 19 802,5 t gewesen.

    Allerdings stieg der Kleinverkaufswert leicht um 0,8 Prozent auf 2,44 Mrd. Euro (2012: 2,42 Mrd. Euro). Nicht besser erging es der Produktgruppe Zigarren/Zigarillos: Beim Bezug von Steuerzeichen rutschte die Menge im Vergleichszeitraum 2013/12 um 4,6 Prozent ab, das waren 131,0 Mio. Stück weniger als 2012, wo Banderolen für insgesamt 2,86 Mrd. Stück bezogen wurden. Deren Kleinverkaufswert verringerte sich über den Neun-Monats-Zeitraum um 3,3 Prozent auf 553,6 Mio. Euro (2012: 572,3 Mio. Euro). Insgesamt gaben die Kleinverkaufswerte über die drei Quartale leicht um 0,9 Prozent nach. Alle Tabakwaren hatten einen Wert von 17,74 Mrd. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 17,91 Mrd. Euro.

    (DTZ 43/13)

  • Philip Morris International steigert Quartalsgewinn

    LAUSANNE (DTZ/pi). Der Zigarettenkonzern Philip Morris International (PMI) konnte seinen Gewinn im dritten Quartal um 2,3 Mrd. US-Dollar gegenüber 1,7 Mrd. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum steigern, was einem Plus von 5 Prozent entspricht.

    Der Umsatz ohne Tabaksteuern liegt stabil bei 7,9 Mrd. Dollar (5,77 Mrd. Euro), teilte das Unternehmen letzte Woche mit. Trotz Rauchverboten und Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen hat der Tabakkonzern Philip Morris International im dritten Quartal mehr verdient. Zwar gingen die Zigarettenverkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, doch der Marlboro-Hersteller glich dies durch Preiserhöhungen aus.

    (DTZ 43/13)

  • Wachstumsinseln im schrumpfenden Markt

    MAINZ (DTZ/fok). Das Jahr 2013 wird aller Voraussicht nach die positiven Trend der beiden Vorjahre nicht fortsetzen können. In den ersten drei Quartalen gab es bei der Fabrikzigarette einen Rückgang von 4,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum, beim Feinschnitt waren es 0,4 Prozent weniger.

    Experten rechnen nicht damit, dass dies bis zum Jahresende voll ausgeglichen werden kann. Andererseits ist dies aber auch keine wirklich bedrohende Marktentwicklung, die Absatzschrumpfung bewegt sich in einer Größenordnung, die im Wesentlichen durch die demografische Entwicklung vorgezeichnet ist. Doch im rückläufigen Markt sind anderseits auch Segmente zu beobachten, die sich strikt nach oben entwickeln. Hierzu zählen sowohl bei der Fabrikzigarette als auch beim Feinschnitt an allervorderster Stelle Tabakprodukte ohne Zusatzstoffe.

    Der Tabakmarkt bildet dabei einen Trend ab, der in anderen Konsumgüterbereichen in Deutschland ebenfalls festzustellen ist: Verzicht auf Additive, zurück zu natürlichen Produktions- und Verarbeitungsprozessen, mehr oder weniger starke Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in der Fertigung von Produkten. In der Tabakbranche reicht das vom Verzicht auf Aromastoffe über konsequent zusatzstofffreie Produkte bis hin zur Verwendung von 100 Prozent ökologisch angebauten Tabaken und der Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in allen Teilen der Fertigung und Vermarktung.

    Wie nebenstehende Grafik zeigt, ist das Wachstumstempo bei den zusatzstofffreien Zigaretten und Feinschnitten enorm. Dies ist sicher in erster Linie nachfragegetrieben, gleichzeitig haben die zahlreichen Neueinführungen und der damit verbundene Distributionsaufbau auch deutlich zu diesem Anstieg beigetragen. Mehr zum Thema im DTZ Special auf den Seiten 9-16.

    (DTZ 43/13)

  • Schmuggler prellen Staat um Millionen

    CANBERRA (DTZ/red). Umgerechnet rund 805 Millionen Euro hat der australische Staat 2012 an den Zigarettenschmuggel verloren.

    Zu diesem Ergebnis kommen das Beratungsunternehmen Oxford Economics und das International Tax and Investment Center in einer gemeinsamen Untersuchung.

    Eine Ursache für die enormen Verluste des Fiskus sieht die Studie in der hohen Tabaksteuer. Sie heizt den Schwarzmarkt an. 2010 hatte Australien eine Steuererhöhung um 25 Prozent auf Tabakprodukte verabschiedet. Seither registrieren die Forscher eine kontinuierliche Abwanderung der Konsumenten aus dem legalen Markt und einen damit einhergehenden Anstieg der illegal gehandelten Zigaretten. Wurden 2011 noch 82 Millionen geschmuggelte Zigaretten konsumiert, waren es 2012 bereits 122 Millionen Stück. Das entspricht einem Anstieg von rund 33 Prozent.

    Die australischen Zigaretten gehören mittlerweile zu den teuersten weltweit. Für eine Packung müssen Verbraucher durchschnittlich umgerechnet rund 10,20 Euro ausgeben.

    Die Forscher schätzen, dass 11,3 Prozent aller in Australien konsumierten Zigaretten, rund 2,7 Milliarden Stück, im letzten Jahr aus Ländern wie China oder Südkorea illegal eingeführt wurden.

    (DTZ 43/13)