Kategorie: Uncategorized

  • Streit zwischen E-Zigaretten-Herstellern eskaliert

    DORTMUND // Aufregung im Rahmen der InterTabac in Dortmund: Nachdem Jan Mücke, Geschäftsführer des neuen Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), auf der jährlichen Pressekonferenz über eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen einem Mitgliedsunternehmen und einem weiteren Anbieter von E-Zigaretten berichtet hatte, konnte DTZ die beteiligten Firmen identifizieren.

    Es geht um Niko Liquids aus Essen und Juul Deutschland mit Sitz in Hamburg. Bis zum Redaktionsschluss hatte Niko Liquids zwei Beschlüsse des Landgerichts Düsseldorf zu erwirken, die DTZ vorliegen. Damit wird Juul einerseits untersagt, Liquid-Kartuschen zu vertreiben, deren Nikotingehalt von dem auf der Verpackung angegebenen abweicht; Niko Liquids hatte in eigenen Messungen teils erheblich nach unten abweichende Nikotinmengen festgestellt. Zum zweiten geht es um ein fehlendes Recycling-Symbol auf den Verpackungen der Geräte.

    Auf Anfrage erklärte Juul, das Unternehmen sei in den vergangenen sechs Wochen von einem deutschen Wettbewerber mit rechtlichen Schritten angegangen worden. Diese stünden offensichtlich im Zusammenhang mit Verkaufsplänen des entsprechenden Unternehmens an Juul. Juul halte diese Drohungen für unangebracht und unverhältnismäßig und werde den Forderungen nicht nachgeben.

    Zur Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf teilte Juul mit, man sei in diesem Verfahren nicht zuvor angehört worden. Die vorläufige Entscheidung richte sich gegen die vermeintlich nicht richtige Platzierung des Recycling-Symbols auf den Verpackungen und Produkten von Juul. Dies habe keinen Einfluss auf die Qualität des Produkts oder die Verwendung durch den Verbraucher. Juul werde diese Entscheidung unverzüglich anfechten: "Wir sind davon überzeugt, dass unsere Produkte in Deutschland sowohl mit der deutschen als auch mit der EU- Gesetzgebung in Einklang stehen."
    Nach DTZ-Informationen wollte Niko Liquids seine gerichtlichen Ansprüche noch auf der InterTabac mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers durchsetzen.

    „Ich bedauere sehr, dass unsere junge Branche mit all ihren Chancen durch das Verhalten einzelner einen solchen Rückschlag erhält. Ich plädiere für einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards, die jeder verbindlich einzuhalten hat“, erklärte Stephan Endler von Niko Liquids.

    Kommentar der Redaktion:
    Wie schade, dass die Unternehmen es nicht geschafft haben, ihren Streit außergerichtlich beizulegen. Verständlich sind beide Seiten: das Unternehmen Juul, das mit viel Engagement und hohem Tempo einen neuen Markt erschließen möchte und dabei oft aggressiv vorgeht, und Niko Liquids, das darauf besteht, dass der neue Konkurrent alle Regeln einhält, die für alle Wettbewerber gelten.
    Schaden könnte dieser Streit der noch jungen und eigentlich stark wachsenden Kategorie E-Zigarette. Denn die Kunden dürften sich gerade angesichts der – für sie undurchsichtigen – Vorgänge in den USA weiter verunsichern lassen. Hoffen wir, dass der Schaden für den Markt überschaubar bleibt.

    red

    DTZ 39/19

  • Die Gewinner der InterTabac-Stars 2019

    DORTMUND // Traditionell haben die Fachbesucher die Gewinner der von DTZ vergebenen InterTabac-Stars gewählt. Auf dieser und auf der folgenden Seite stellen wir Ihnen die Sieger in insgesamt neun Kategorien vor.

    [bul]Zigarette
    Erst im Frühling 2019 haben Hauser im deutschen Vertrieb und die bulgarische KTI als Hersteller und Markeninhaber die Zigarette King hierzulande in den Handel gebracht. Ein mutiger und vielversprechender Launch! Zeitgleich brachte Hauser übrigens „Corset“.

    [bul]Zigarre

    Scandinavian Tobacco hat zur InterTabac 2019 diesen vornehmen, milden bis mittelkräftigen Longfiller vorgestellt. Diese Zigarre gibt es in den Formaten Robusto und Gordo, die Tabake stammen aus Ecuador, Indonesien, Nicaragua und Kolumbien.

    [bul]Zigarillo

    Als Brazil Club und als Nicaragua Club hat Villiger seine neuen Zigarillos der Marke Corrida ausgestaltet. Die schmalen Rauchfreuden aus Kuba (Einlagetabak) fügen sich hervorragend in die Corrida-Familie ein und sind handüberrollt – ein seltener Qualitätsausweis.

    [bul]Zigarettenpapier
    Schlank und ungebleicht kommen die Active‘Tips von OCB daher. Das Produkt bedient so die ungebrochene Lust der Konsumenten auf möglichst natürliche Erzeugnisse. Ein Aktivkohlefilter und eine Keramikkappe zum Eindrehen sind inbegriffen.

    [bul]Pfeife
    Eine wunderbare Verbindung aus traditionsreichem Bruyère und einem modernen Keramikwerkstoff bietet die Pfeife Edgar. Die Form der wärmeableitenden Lamellen aus dem 3D-Drucker hat sich das Unternehmen im Motorbau abgeschaut.

    [bul]Kautabak
    Kautabak gibt es seit etwa 600 Jahren. Doch das Produkt unter der jungen Marke Epok hat mit traditionellem Kautabak kaum noch etwas zu tun. Epok ist weiß, appetitlich und ein echtes Trendthema besonders für Konsumenten, die nicht rauchen können oder dürfen.

    [bul]E-Zigarette

    Die Nachfrage nach schlanken, eleganten Pod-Systemen bei E-Zigaretten bedient Niko Liquids mit seiner neuen Evolo. Eine Palette an Aromen, Nikotinstärken und Liquids mit entspannendem CBD rundet das Angebot ab. Der Handel profitiert von tollen Displays.

    [bul]Newcomer des Jahres

    Zum ersten Mal hat Juul auf der InterTabac ausgestellt – und gleich eine der begehrten Auszeichnungen abgeräumt. Kein Wunder: Schließlich ist „juulen“ schon zum Synonym fürs Dampfen geworden. In Deutschland gibt es Juul seit rund zehn Monaten.

    [bul]Produktkonzept
    Seit drei Jahren stellt das Schweizer Unternehmen Zigaretten – teils mit Tabak – und andere Hanfprodukte her. Alle verwendeten Zutaten stammen aus der Schweiz. Trotz geringen THC-Gehalts sind Heimat-Zigaretten (noch) nicht in Deutschland erhältlich.


    red

    (DTZ 39/19)

  • „Der Markt wird vielfältiger“

    DORTMUND // 520 Aussteller aus 47 Ländern – das ist nur ein Erfolgskriterium der diesjährigen InterTabac. Auf der Pressekonferenz machten Veranstalter und Verbände deutlich, was ihnen aktuell wichtig ist.

    Die Ausrichter zeigten sich glücklich, dass der aufwendige Umbau im Eingangsbereich nun endlich abgeschlossen ist: „Nach einer intensiven Bauphase kamen die Besucher erstmals in den Genuss des lichtdurchfluteten Eingangs Nord.“ Dort war der Andrang zwar groß, zu längeren Wartezeiten kam es aufgrund eines „zeitgemäßen Einlassmanagements“ nicht. Neu war der Shuttle-Service für internationale Gäste.

    Weiter hieß es, das Sortiment an Tabakprodukten habe sich in der jüngsten Vergangenheit enorm erweitert. Neben Zigaretten, Feinschnitt, Zigarillos, Zigarren und Pfeifentabak seien dies E-Zigaretten, Liquids, Tabakerhitzer, rauchfreie Produkte und Erzeugnisse mit CBD (Cannabidiol). Die sogenannten Next Generation Products wurden in der Westfalenhalle sowie in den Hallen 1 und 2 der Messe Dortmund vorgestellt.

    Klassische Themen und exklusives Rahmenprogramm
    Die klassischen Tabakwaren dagegen wurden in den Hallen 4 bis 7 präsentiert, wobei zwei Trendthemen zusatzstofffreie Erzeugnisse und XXL-Packungen waren – nicht neu, aber weiter gefragt. Auch Shishas und Zubehör wurden – in Halle 8 und einem Teil der Halle 6 – gezeigt.

    Spannend: Erstmals hatte die Messe ein exklusives Rahmenprogramm aufgelegt, bei dem Vorträge und Seminare mit hochkarätigen Referenten und zu unterschiedlichsten Themen geboten wurden. Patrick Engels, Pöschl-Chef und Vorsitzender im Verband der Rauchtabakindustrie (VdR), übte in seinem Statement scharfe Kritik am europäischen Kontrollsystem Track & Trace. Das Ziel, den Schmuggel von Tabakwaren zu unterbinden, werde nicht erreicht. Sogar die Bundesregierung, so Engels, habe festgestellt, dass das System in dieser Hinsicht weder steuer- noch strafrechtlichen Nutzen bringe. Vielmehr bedrohe das System vor allem mittelständische Hersteller von Tabakwaren in ihrer Existenz. Engels mahnte, Track & Trace 2024 müsse verhindert werden.

    Jugendschutz und Track&Trace-System
    Für den Deutschen Zigarettenverband (DZV) machte dessen Geschäftsführer Jan Mücke deutlich, dass die Jugendschutz-Anstrengungen der Branche greifen. Die Raucherquote bei Kindern und Jugendlichen liege mittlerweile bei 6,6 Prozent und falle weiter. Mücke: „Wir wollen, dass Kinder und Jugendliche nicht rauchen oder dampfen.“ Dies liege auch in der Verantwortung seines Verbandes. Zugleich machte Mücke deutlich, dass ein Tabakwerbeverbot in dieser Hinsicht keine Fortschritte erwarten lasse. In Frankreich etwa sei Tabakwerbung bereits seit 1991 untersagt, die Raucherquote bei unter 18-Jährigen liege jedoch deutlich höher als hierzulande.

    Eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik forderte Bodo Mehrlein, Geschäftsführer beim Bundesverband der Zigarrenindustrie. Auch er lehnt das Track&Trace-System für seine Branche – das 2024 in Kraft treten soll – vehement ab.

    Torsten Löffler, Präsident des BTWE Handelsverband Tabak, ergänzte: „Das System läuft weiterhin nicht reibungslos, weil die geplante Testphase ausfallen musste und die Betriebe im Realbetrieb ‚testen‘ mussten.“ Insgesamt würden Handel und Industrie jedoch diese Mammutaufgabe meistern. Löffler sagte außerdem, er sehe weiter viel Potenzial im Markt: „Die Zigarette begann ihren Siegeszug vor über 100 Jahren. Sind deswegen Zigarren und Zigarillos heute ausgestorben? Der Markt wird vielfältiger, und die Chancen steigen für den Handel, von den Innovationen zu profitieren.“

    Verstimmungen wurden während der Pressekonferenz spürbar, als es um den neuen Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) ging. Insbesondere BdZ-Mann Mehrlein stellte klar, dass sein Verband eigenständig bleiben wolle und kein BVTE-Mitglied werden wolle. VdR-Präsident Engels sagte auf Nachfrage, jedes Unternehmen müsse selbst entscheiden, ob es in den Dachverband eintreten wolle.

    max

    (DTZ 39/19)

  • Hansestadt prescht vor

    HAMBURG // Die Hansestadt Hamburg könnte einen Vorstoß in Sachen Werbeverbot für Zigaretten und E-Zigaretten umsetzen. Das geht aus einem Antragsentwurf der Fraktionen von Grünen und SPD für die Hamburgische Bürgerschaft hervor, der DTZ vorliegt.

    In dem Papier stellen die Verfasser auf die Verpflichtung Deutschlands gegenüber der Weltgesundheitsorganisation WHO ab, bis 2010 ein „umfassendes Verbot aller Formen von Tabakwerbung“ zu erlassen.

    Weiter heißt es, Kinder und Jugendliche würden durch E-Zigaretten ans Rauchen herangeführt. Deshalb sei ein entsprechendes Werbeverbot unumgänglich.

    Laut dem Papier bestehen derzeit Verträge zur Außenwerbung mit der Deutsche Städte Medien GmbH sowie der Wall GmbH (früher: JCDecaux Deutschland). Diese Verträge laufen demzufolge seit 1. Januar 2009 und laufen zum 31. Dezember 2023 aus. In den Jahren 2021 und 2022 werde voraussichtlich über das Konzept für die Neuausschreibung beraten.

    Die Autoren des Antrags fordern, der Senat solle dabei Werbeinhalte für Zigaretten und E-Zigaretten in Hamburg ausschließen. Außerdem solle er sich „auf Bundesebene für die Umsetzung eines umfassenden Werbeverbots für Zigaretten und E-Zigaretten“ einsetzen.

    red

    (DTZ 39/19)

  • Strafe fürs Dampfen

    NEU-DELHI // Indien ist einer der größten Tabakwarenhersteller der Welt: Pro Jahr werden in dem Subkontinent mehr als 82 Milliarden Zigaretten produziert, 106 Millionen Menschen rauchen – das ist die weltweit zweithöchste Quote. Viele Konsumenten greifen auch zu Kautabak. Kein Wunder, dass Tabakbauern Gehör bei der Regierung finden.

    Eine Folge: Die Regierung in Neu-Delhi hat jetzt ein Verbot von E-Zigaretten beschlossen. Begründet wurde die Maßnahme mit gesundheitlichen Gründen. Verkündet wurde das Verbot von Finanzministerin  (!) Nirmala Sitharam.

    Verstöße werden künftig mit einer Geldbuße von umgerechnet fast 1300 Euro oder bis zu einem Jahr Gefängnisstrafe geahndet. Wer mehrfach gegen das Verbot verstößt, muss mit einer Geldstrafe von rund 6350 Euro und bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

    In Indien gibt es keine Hersteller von E-Zigaretten, die Geräte gelten wegen ihres vergleichsweise hohen Preises als Luxusprodukt. Vor dem Verbot hatte der medizinische Forschungsrat des Landes vor Suchtgefahren der E-Zigaretten gewarnt. Das Gremium hatte auf mögliche DNA-Schädigungen hingewiesen.

    red

    (DTZ 39/19)

  • Scandinavian Tobacco Group will Zigarrenhersteller Royal Agio Cigars übernehmen

    KOPENHAGEN / DUIZEL // Die Scandinavian Tobacco Group (STG), das an der Nasdaq Kopenhagen notierte Unternehmen aus Dänemark, hat mit den Anteilseignern von Royal Agio Cigars ein grundsätzliches Einvernehmen erzielt, um hundert Prozent der Anteile an dem niederländischen Familienunternehmen zu übernehmen. Die beabsichtigte Übernahme wird noch den Betriebsräten zur Stellungnahme vorgelegt und bei den Wettbewerbsbehörden zur Genehmigung eingereicht.

    Laut den Anteilseignern von Royal Agio Cigars liegt der beabsichtigte Verkauf langfristig im Interesse der Geschäftstätigkeiten und Marken des 1904 gegründeten Familienunternehmens. Das kombinierte Produktportfolio besteht in Kürze aus erfolgreichen und sehr angesehenen Marken, die weltweit erhältlich sind. Beide Parteien gehen davon aus, die Transaktion im ersten Halbjahr 2020 abzuschließen.
    Royal Agio Cigars, das unter anderem für seine Zigarrenmarken Agio, Balmoral, Panter und Mehari’s bekannt ist, zählt mit 133 Millionen Euro Jahresumsatz 2018 zu den vier größten Zigarrenherstellern der Welt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ca. 3.200 Mitarbeiter. Es besitzt eigene Fabriken in den Niederlanden, Belgien, Sri Lanka und der Dominikanischen Republik sowie eigene Vertriebsbüros in den Benelux-Ländern, Frankreich, Deutschland, Italien und den USA.


    „Es war keine leichte Entscheidung“
    Boris Wintermans, CEO von Royal Agio Cigars, erklärte: „Es war keine leichte Entscheidung. Wir haben ein fantastisches Unternehmen mit sehr engagierten Mitarbeitern und loyalen Geschäftspartnern, von denen einige schon über 50 Jahre mit uns zusammenarbeiten. Doch durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen sind wir besser in der Lage, den finanziellen Folgen der sich summierenden Gesetze und Vorschriften zu trotzen. Wir sind für die Kontinuität von Agio verantwortlich und betrachten unsere Entscheidung auf lange Sicht als unvermeidlich. Als der Käufer den Kontakt zu uns gesucht hat, haben wir konstruktive Gespräche geführt über die Vorteile und Wehrhaftigkeit, die wir als kombiniertes Unternehmen erreichen können.“


    Über 200 Weltmarken

    Die dänische Scandinavian Tobacco Group, seit 2016 an der Nasdaq Kopenhagen (ehemals Copenhagen Stock Exchange) notiert, ist ein weltweit agierender Hersteller von Zigarren, Pfeifen- und fein geschnittenem Tabak. Das Unternehmensportfolio umfasst mehr als 200 Weltmarken (darunter La Paz, Café Crème, Macanudo und W.O. Larsen) sowie einige starke lokale Marken. Die Gruppe beschäftigt 7.650 Mitarbeiter, die meisten davon in der Dominikanischen Republik, Honduras, Nicaragua, Indonesien, Neuseeland, Australien, Kanada und den USA.

    Eine sehr gute Ergänzung
    STG-CEO Niels Frederiksen: „Mit komplementären Marken und einem geografischen Fußabdruck, der hervorragend zu uns passt, ist Royal Agio eine sehr gute Ergänzung zu unserem aktuellen Geschäftsfeld. Ich freue mich sehr und bin gleichzeitig stolz, dass dieser wichtige Schritt im Rahmen der Übernahme gesetzt ist. Royal Agio ist ein Unternehmen, das hervorragend geleitet wird und sich durch fantastische Marken, eine starke Unternehmenskultur und eine reiche Geschichte auszeichnet. Ich freue mich schon darauf, die Leitung der kombinierten Geschäftsfelder übernehmen zu dürfen, die unseren Kunden überall auf der Welt eine sehr ansprechende Auswahl an Zigarren höchster Qualität anbieten.“

    In nächster Zeit geht im Unternehmen alles seinen gewohnten Gang. „Wir konzentrieren uns jetzt auf einen guten Dialog mit den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretern innerhalb unseres Unternehmens und sind selbstverständlich um eine sorgfältige Kommunikation mit unseren Mitarbeitern bemüht“, so Wintermans.

    pi

    (DTZ 39/19)

  • Zigarren unter freiem Himmel genießen

    HAMBURG / KÖLN // Rechtzeitig zu Beginn der kühlen Jahreszeit eröffnete Davidoff am Wochenende die erste Davidoff Outdoor Lounge Deutschlands in der „The Grid Bar“ in Köln.

    Zur Idee und Umsetzung erklärte Davidoff-Geschäftsführer Olaf Ruf: „Wir alle waren uns sehr schnell einig, dass der Qualitätsanspruch und das exklusive Konzept der ,The Grid Bar‘ sehr gut zu Davidoff als Marke passt und wir so gemeinsam den Gästen ein perfektes Genuss-Rundumpaket auf höchstem Niveau liefern können.“

    Im Konzept vereinte Martin Küster, Eigentümer der Bar, seine langjährigen Erfahrungen aus seiner Zeit als Reiseunternehmer für die Formel 1: „Die Essenz daraus wollte ich als Verwöhnkultur in mein Objekt bringen – und dazu gehören einfach Davidoff Zigarren."

    Durch die Beheizung und Überdachung können Aficionados in der Lounge auch bei frischen Temperaturen ungestört im gemütlichen Ambiente ihre Zigarren genießen.

    „Wir als Zigarren-Unternehmen wissen, dass es für den Zigarrengenuss Zeit und Muße benötigt“, betont Olaf Ruf. „Mit dieser Outdoor Lounge konnten wir auch in Nordrhein-Westfalen einen Rückzugsort für Aficionados schaffen.“

    Barkonzept mit Weltstadt-Flair
    Chef-Bartender und Geschäftsführer Marian Krause, seines Zeichens Masterclass Bartender 2015 und selbst Zigarrenliebhaber, erklärt das Konzept der „The Grid Bar“ so: „Wir haben ein Stück Weltstadt-Flair in der Friesenstraße kreiert. Besonders stolz sind wir auf die Partnerschaft mit Davidoff, mit deren Geschmacksexperten wir spezielle Drinks, passend zur Zigarre kreiert haben.“

    „Außerdem verfügen wir nicht nur über den größten Bar-Humidor der Stadt, sondern sind die einzige Bar Deutschlands mit Private Lockern, also privaten, abschließbaren Humidor-Fächern, in der Sie private Zigarren einlagern und bei uns in der Lounge genießen können“, ergänzt Krause.

    Die Davidoff Lounge in der [link|https://www.thegridbar.de/]„The Grid Bar"[/link] ist das ganze Jahr über geöffnet und kann entsprechend der Öffnungszeiten der Bar genutzt werden.

    pi

    (DTZ 39/19)

  • USA wollen Aromen für E-Zigaretten verbieten

    WASHINGTON // Die US-Regierung plant ein landesweites Verbot von E-Zigaretten mit Aromastoffen.

    Nach Angaben des US-Gesundheitsministers Alex Azar arbeitet die Gesundheitsbehörde der USA, die FDA (Food and Drug Administration) derzeit an Richtlinien, die alle Geschmacksrichtungen mit Ausnahme von Tabak vom Markt verbieten sollen.

    Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen erklärt, er sei beunruhigt über die Erkrankungswelle im Zusammenhang mit E-Zigaretten. In den letzten Monaten häuften sich in den USA Meldungen über ungeklärte Lungenerkrankungen nach dem Konsum von E-Zigaretten.

    450 Fälle wurden bekannt, sechs Menschen starben.

    In Deutschland oder Europa ist bislang kein ähnlicher Anstieg solcher Fälle bekannt.

    red

    (DTZ 38/19)

  • FDA warnt vor THC-haltigen illegalen Produkten

    BERLIN // Mittlerweile gibt es verlässliche Beweise dafür, dass der größte Teil der kürzlich aufgetretenen Lungenerkrankungen in den USA auf illegale Schwarzmarktprodukte zurückzuführen sind, die THC-Öl enthalten. Nicht auf E-Zigaretten selbst oder im Fachhandel angebotene E-Liquids.

    Das betont das Bündnis für Tabakfreien Genuss in einer Pressemitteilung. Die Arznei- und Lebensmittelbehörde der USA, die Food and Drug Administration (FDA), habe entsprechend reagiert und eine Mitteilung zu den Vorfällen veröffentlicht. Darin informiert die FDA: „In vielen der von den Bundesstaaten gemeldeten Krankheitsfällen haben die Patienten bei Gesprächen mit dem Gesundheitspersonal oder in Folgeinterviews mit Mitarbeitern der Gesundheitsabteilung die Verwendung von THC-haltigen Produkten bestätigt.“ In diesem Zusammenhang warnt die US-Behörde die Konsumenten vor dem Kauf illegaler Produkte.

    Im US-Bundesstaat Wisconsin wurde vor wenigen Tagen ein Hersteller von illegalen THC haltigen Liquidpatronen angeklagt, der seit Januar 2018 solche Produkte in großer Zahl in Umlauf gebracht haben soll.

    E-Zigaretten sind nicht die Ursache

    Diese Erkenntnisse mache deutlich, dass die Ursache für die Vorfälle in den USA nicht bei der handelsüblichen E-Zigarette und den regulär verkauften Liquids liege, sondern ausschließlich bei unregulierten und mit Drogen versetzten Liquids, die illegal auf dem Schwarzmarkt verkauft werden, betont das BfTG.

    An dieser Stelle appelliert das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) an die Medien künftig auf irreführende Schlagzeilen wie „Tote durch E-Zigarette“ oder ähnliche Formulierungen zu verzichten. „Diese entsprechen nicht den Tatsachen und bringen eine ganze Branche nachhaltig in Misskredit“, betont das BfTG.

    pi

    (DTZ 38/19)

  • Mac Baren übernimmt die Planta-Marken

    BERLIN // Für die Planta-Geschäftsführer Nils Obermann und Lukas Stiller war es ein schwerer, aber überlegter Schritt: Nach 63 Jahren erfolgreicher Firmengeschichte hat das Familienunternehmen in dritter Generation die Tabakherstellung in Berlin Ende August eingestellt. Die bedeutenden Marken des traditionsreichen Portfolios der Planta Tabak-Manufaktur wurden von Mac Barren Tobacco übernommen.

    „Wir sind sehr stolz darauf, die Übernahme des Pfeifen- und Feinschnitt-Tabakgeschäfts der Planta Tabak-Manufaktur vollzogen zu haben“, erklärt Mac Baren CEO Simon Sophus Nielsen. Das Planta-Portfolio enthalte eine Reihe starker und international renommierter Marken, die die Produktpalette der Mac Baren Tobacco Company stärkten. Man freue sich darauf, die Entwicklung fortzusetzen, und das volle Potenzial der Marken in allen Märkten zu nutzen.

    „Nach den Schicksalsschlägen, von denen unsere Familie in den vergangenen Jahren betroffen war und den ständig wachsenden Anforderungen durch die Verschärfung der Tabakrichtlinie haben wir die Entscheidung getroffen, uns aus der Tabakproduktion zurückzuziehen“, erklärt Obermann.

    Marken bleiben erhalten
    Allerdings bedeutet die Beendigung der Planta-Tabakproduktion in Berlin bei weitem nicht das Ende für die beliebten Planta Pfeifentabak- und Feinschnittmarken: Marken wie Danish Black Vanilla, Holger Danske, Cellini, PL88 und Cheetah werden im dänischen Svendborg von der Mac Baren Tobacco Company fortgeführt. „Als das Angebot von Mac Baren vorlag, waren wir uns schnell einig, dass wir an Mac Baren verkaufen möchten“, erklärt Lukas Stiller. „Auch hier handelt es sich um ein alteingesessenes Familienunternehmen und wir sind glücklich, dass hier das Erbe unserer Eltern und Großeltern weitergeführt wird.“

    In Zukunft wird der internationale Verkauf der Marken direkt über Mac Baren Dänemark erfolgen, während der deutsche Vertrieb weiterhin durch die Unitas Tabakfabrik in Berlin gesteuert wird; bei diesem Unternehmen handelt es sich eine ehemalige Planta-Schwester, die Teil der Transaktion war. Der bisherige Planta-Chef Nils Obermann wird Geschäftsführer der Unitas bleiben.

    pi

    (DTZ 38/19)