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  • Inter-tabac expandiert 2012 im Boom-Markt Asien

    DORTMUND/MANILA (DTZ/fnf). Die Inter-tabac in Dortmund ist die weltgrößte Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf und der Auslandsanteil bei den Besuchern und Ausstellern nimmt seit Jahren rasant zu. Folgerichtig „exportiert“ der Veranstalter sein erfolgreiches Konzept nun auch: Mit der Inter-tabac Asia, die erstmals vom 15. bis 17. März 2012 in Manila stattfinden wird, will die Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH der Branche die Tür zum Wachstumsmarkt Asien öffnen.

    In Asien winken noch Expansionsmöglichkeiten, während die Märkte in Europa schwächeln, ist der Veranstalter überzeugt. Der Zeitpunkt sei für neue Marktteilnehmer zudem außerordentlich günstig. Denn in vielen Ländern Asiens etablierten sich gerade erst professionelle Handels- und Vertriebsstrukturen. Wer jetzt einsteige, kann dort frühzeitig Pflöcke einschlagen, so die Messe Westfalenhallen. Veranstaltungsort der Inter-tabac Asia wird das Philippines International Convention Center (PICC) sein.

    (DTZ 26/2011)

  • Tabakgegner scheitern in Berlin

    BERLIN (DTZ/pi). Das Berliner Abgeordnetenhaus hat in seiner gestrigen vorletzten Sitzung vor der Wahl eines neuen Abgeordnetenhauses im September mehrheitlich beschlossen, den Antrag der Volksinitiative „Frische Luft für Berlin“ nicht zu übernehmen.

    Das Anliegen der Volksinitiative wurde von den Abgeordneten „für abgeschlossen erklärt“. „Frische Luft für Berlin“ war bereits in den vergangenen Monaten von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt worden, da sich die grüne Partei in Berlin für eine Verbesserung des Nichtraucherschutzes einsetzt. Deshalb wurde nach der Abstimmungsniederlage von Heidi Kosche von Bündnis 90/Die Grünen für die Volksinitiative ein Änderungsantrag ihrer Fraktion eingebracht.

    Der Berliner Senat sollte aufgefordert werden, „weitere Schritte zum Schutz vor Passivrauch einzuleiten und dazu auch einen gesetzlichen Neuregelungsvorschlag zu machen“. Diesem Antrag schloss sich die CDU an, er fand aber dennoch keine Mehrheit.

    (DTZ 26/2011)

  • Schocksymbole auf Packungen bringen nichts

    BERLIN (DTZ/pi). Auch wenn Bilder oft mehrt als Worter sagen, gilt dies laut Prof. Howard Leventhal als Aufsichtsrat der Gesundheitspsychologen der amerikanischen Universität Rutgers, nicht unbedingt für Schockbilder auf Zigarettenpackungen.

    Der „Berliner Kurier“ zitiert den Wissenschaftler, wonach sich die Menschen schnell an solche Piktogramme gewöhnen und ihr Verhalten davon nicht beeinflussen lassen würden. Bilder auf Zigarettenschachteln könnten höchstens dem „Nimbus des Rauchens“ bei jungen Leuten in ein anderes Licht rücken. So könnten Abbildungen von schwazen Lungen oder verrotteten Zähnen dazu führen, dass junge Menschen vielleicht gar nicht erst mit dem Rauchen anfangen würden.

    Ansonsten herrscht über die Wirkung von derartigen Schockbildern in Wissenschaftskreisen die Meinung: Tabakgenießer, die schon seit langem ihrem Hobby fröhnen würden, ließen sich von Schockbildern kaum beeinflussen, wie auch Prof. Paul Slovic von der Universität in Oregon erklärt.


    (DTZ 26/2011)

  • Nach Preisumstellung Anpassung der Steuerzeichenbezüge

    WIESBADEN (DTZ/SB/fok). Nach der Versorgung des Marktes mit neupreisiger Ware, die die höhere Tabaksteuerbelastung seit 1. Mai 2011 berücksichtigt, haben die Hersteller ihre Banderolenbezüge im Mai bei den betroffenen Steuerobjekten Zigarette und Feinschnitt erwartungsgemäß heruntergeschraubt.

    So wurden in diesem Monat Steuerzeichen für nur 5,824 Mrd. Stück Zigaretten bezogen, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat ein Minus von 16,1 Prozent bedeutet. Auch beim Feinschnitt brachte der Mai einen Einbruch bei den Bezugszahlen: Mit 1 745,0 Tonnen gingen diese im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,3 Prozent zurück.

    Bei Zigarren und Zigarillos war im Mai 2011 eine Erhöhung der Banderolenbezüge zu konstatieren. Diese Entwicklung ist um so bemerkenswerter, weil zum 1. Mai auch für diese Produkte eine neue Mindeststeuer eingeführt wurde, die die untersten Preislagen steuerlich höher belastet.

    Beim Pfeifentabak brachte der Mai mit Banderolenbezügen für 75,7 Tonnen ein kräftiges Plus von 28,9 Prozent. Der Kleinverkaufswert für alle versteuerten Tabakwaren in den ersten fünf Monaten 2011 belief sich auf 9,917 Mrd. Euro (plus 10,9 Prozent).

    Die Tabaksteuereinnahmen (netto) des Fiskus bezifferten sich im Mai 2011 auf 1,105 Mrd. Euro (plus 3,1 Prozent). Im Zeitraum Januar bis Mai 2011 kumuliert waren es 5,168 Mrd. Euro (plus 10,6 Prozent). Dabei stammten 4,521 Mrd. Euro (plus 10,5 Prozent) aus der Zigarette und 550,6 Mio. Euro (plus 10,9 Prozent) aus dem Feinschnitt.

    (DTZ 26/2011)

  • Philip Morris versus Australien

    HONGKONG (DTZ/pi). Der weltgrößte Tabakhersteller, die Firma Philip Morris, droht der australischen Regierung jetzt mit einer umfassenden Klage, da in Australien die Zigarettenpackungen als Einheitsverpackung künftig ohne Logo und Marke verkauft werden sollen. Die Regierung erhofft sich von dieser Maßnahme ein Abnehmen der Raucherzahlen.

    Die Asien-Zweigstelle des Konzerns mit Sitz in Hongkong sieht in den neuen Anti-Raucher-Maßnahmen allerdings einen Verstoß gegen ein Investitionsabkommen zwischen Hongkong und Australien. Man habe bereits einen Brief an die australische Regierung gesandt, so der Konzern in einem BBC-Beitrag. Darin sei eine dreimonatige Frist gestellt worden, um über die von der Regierung angestrebten Änderungen zu verhandeln.

    Sollte keine Einigung erzielt werden, will Philip Morris eine Klage auf finanzielle Entschädigung einreichen. Wenn die Regierung weiter auf den Packungen ohne Logos und Marke beharre, werte man das als grünes Licht für einen Schadenersatzanspruch für die daraus entstehenden Verlusten, so die Sprecherin von Philip Morris Asien, Anne Edwards, gegenüber der BBC.

    (DTZ 26/2011)

  • 100 Jahre Davidoff Flagship Stores

    BASEL (DTZ/red). Im Jahr 1911 eröffnete Henri Davidoff ein Tabakgeschäft in Genf und legte damit den Grundstein für das heutige weltumspannende Netz von über 60 Davidoff Flagship Stores und für die Marke „Davidoff“ selbst. 100 Jahre später feiert die Oettinger Davidoff Group „100 Years of Excellence in Fine Cigar Retailing“ mit zahlreichen, über das Jahr verteilten Festivitäten.

    Anlässlich des Jubiläums gibt Davidoff zudem eine außergewöhnliche Zigarre in zwei Formaten heraus. „Es ist mir eine große Freude, die Leitung der Oettinger Davidoff Group zu übernehmen, und das in einem so bedeutenden Jahr für diese Premium-Marke. Das Jubiläumsjahr wird mit zahlreichen Feierlichkeiten begangen, und unsere Aficionados können sich auf eine ganz besondere Zigarre freuen, die wir speziell zu diesem Anlass herausgeben werden“, sagte Hans-Kristian Hoejsgaard, der neue Präsident und CEO der Oettinger Davidoff Group.

    Die Festivitäten beginnen im Juni mit der Davidoff Jubiläums-Soirée in Genf, dem Geburtsort der Davidoff Flagship Stores. Auch auf den großen Handelsmessen in Las Vegas, Cannes, Dortmund und Basel wird Davidoff das hundertjährige Bestehen des Unternehmens gebührend zu würdigen wissen. Das grandiose Finale dieses bedeutenden Jahres wird eine Feier in Basel, dem Hauptsitz der Oettinger Davidoff Group, sein.

    (DTZ 25/11)

  • Arnold André setzt positiven Trend fort

    BÜNDE (DTZ/red). Zum dritten Mal in Folge konnte die Arnold André GmbH & Co.KG ihr Geschäftsergebnis steigern. Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2010 stieg die Anzahl verkaufter Zigarren und Zigarillos aus eigener Herstellung weltweit um 9,2 Prozent von 356 auf 389 Millionen Stück. Das Gesamtvolumen der in Deutschland abgesetzten Importprodukte lag bei 27 Millionen Zigarren. Das Bünder Traditionsunternehmen konnte damit den Gesamtnettoumsatz um 3,6 Prozent auf 67 Millionen Euro steigern.

    Wie in den Jahren zuvor, war auch 2010 das Exportgeschäft der Wachstumsmotor für die aus eigener Herstellung produzierten Marken. Insgesamt erzielte das Unternehmen im Export mit über 197 Millionen verkaufter Zigarren eine Steigerung von 16 Prozent. Im Inland betrugen die verkauften Stückzahlen 191 Millionen, was einem Plus von 3,4 Prozententspricht. Inklusive der Importprodukte betrug der Gesamtabsatz in Deutschland 219 Millionen Zigarren.

    Insgesamt sieht sich die Arnold André – The Cigar Company in ihrer Strategie bestätigt. Die beiden Geschäftsführer Rainer Göhner und
    Wiljo van Maren sind sich in der Marktbetrachtung einig: „Mit unserem ausgewogenen Portfolio erfüllen wir national und international alle Verbraucherwünsche. Sei es mit den Mini-Formaten der Marke Clubmaster, den überzeugenden Angeboten von Handelsgold für den preissensiblen Verbraucher, oder im Luxussegment für Liebhaber hochwertiger Longfillermarken mit unserer Family Reserve Carlos Andre“.

    (DTZ 25/11)

  • Inter-tabac meldet schon jetzt einen guten Buchungsstand

    DORTMUND (DTZ/KH). Im vergangenen Jahr brach die Inter-tabac alle Rekorde und auch für dieses Jahr ist die Prognose Erfolg versprechend, meldet die Messe Westfalenhallen. Bereits vier Monate vor Beginn der Fachmesse konnten mehr Quadratmeter vermietet werden als bei der Inter-tabac 2010.

    Und auch beim derzeitigen Stand der Anmeldungen zeichnet sich eine erfreuliche Entwicklung ab. Bisher haben 267 Unternehmen (2010: 285) aus 34 Ländern (2010: 40) auf der Inter-tabac gebucht. Der Auslandsanteil liegt zurzeit bei 47 Prozent. Die Inter-tabac, weltgrößte Messe für Tabakwaren und Raucherbedarf, wird vom 23. bis 25. September in der Messe Westfalenhallen Dortmund stattfinden.

    2010 hatte die Inter-tabac das bisher beste Ergebnis in ihrer über 30-jährigen Geschichte erreicht. Die Fachmesse schloss mit einem neuen Aussteller- und Besucherrekord und knackte hinsichtlich der vermieteten Fläche erstmals die 10 000er Marke. „Wir freuen uns, dass die Inter-tabac sich weiter so erfolgreich entwickelt und sind optimistisch, dass die Fachmesse ihre weltweite Spitzenposition in den kommenden Jahren noch ausbauen kann“, sagt Angelika Bauer, Objektbereichsleiterin der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH.

    Als weltgrößte Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf präsentiert die Inter-tabac Marktführer ebenso wie mittelgroße und kleine Manufakturen sowie Importeure aus der ganzen Welt. Neben vielen bekannten Unternehmen wird es 2011 auch wieder einige Neu-Aussteller auf der Inter-tabac geben, die das Messe-Portfolio bereichern.

    So wird neben Marktführern des deutschen Zigarettenmarktes wie Philip Morris, Reemtsma und BAT mit KT & G auch ein Marktriese aus Süd-Korea vertreten sein. Das Unternehmen beherrscht 70 Prozent des dortigen Marktes und exportiert seine mehr als 20 Marken in die USA, nach China und nach Zentral- und Südasien.

    Erstmals ausstellen werden auch die Chancellor Tobacco Company LTD aus Großbritannien, die Flamagas S.A. aus Spanien und die beiden italienischen Pfeifen-Manufakturen DG Pipemaker und Romeo Domenico. Außerdem ist Charles Fairmorn in diesem Jahr zum ersten Mal mit einem eigenen Messestand auf der Inter-tabac vertreten.

    Das umfangreiche Angebotsspektrum der Inter-tabac wird sich 2011 wieder in insgesamt drei Messehallen mit einer von über 20 000 Quadratmetern präsentieren. Das sind die Messehallen 4 und 7 und seit dem überdurchschnittlichen Ausstellerzuwachs 2007 auch die Halle 8.

    (DTZ 24/11)

  • Österreich: Grüne wollen Automatenverbot

    WIEN (DTZ/pnf). Die Bundessprecherin der österreichischen Grünen hat ein Totalverbot der Zigarettenautomaten in der Alpenrepublik gefordert. Als Begründung nannte sie die Ergebnisse einer Studie der belgischen Universität Gent, wonach in Österreich 27,1 Prozent der Jugendlichen mindestens einmal wöchentlich zur Zigarette greifen, innerhalb der EU nach Bulgarien der zweithöchste Wert.

    Die Verfasser der genannten Studie stellten die These auf, eine restriktive Automatenpolitik führe zu einem geringeren Zigarettenkonsum bei Jugendlichen (was allerdings bereits mit Blick auf den extrem hohen Anteil rauchender Jugendlicher im automatenfreien Bulgarien fraglich erscheint). Die österreichische Grünen-Chefin will einen entsprechenden Antrag für ein flächendeckendes Totalverbot für Zigarettenautomaten im Nationalrat stellen.

    Sie behauptete, Jugendliche würden den vorhandenen technischen Jugendschutz an den Automaten umgehen, indem sie abgelaufene Bankomat-Karten für die Altersverifizierung nutzten. Ein ziemlich schwaches Argument, denn wer gibt abgelaufene Bankkarten so einfach aus der Hand. In Deutschland ist es übrigens nicht möglich, abgelaufene EC-Karten für die Altersverifikation zu benutzen, weil die Automaten zuerst die Gültigkeit der Karte prüfen und erst, wenn diese gegeben ist, die Altersverifikation vornehmen. Jedenfalls haben sich inzwischen alle anderen österreichischen Parteien und auch Teile ihrer eigenen Partei gegen den Vorschlag der Grünen-Politikerin gestellt.

    Sowohl der für den Jugendschutz zuständige Wirtschaftsminister Reinhold Lehner (ÖVP) als auch Gesundheitsminister Alois Stöger halten eine solche Maßnahme für ungeeignet, vor allem deshalb, weil sich Jugendliche auf andere Weisen Zigaretten beschafften. Auch die Oppositionsparteien FPÖ und BZÖ lehnten den Plan entschieden ab. Besonders heftig reagierten verständlicherweise die österreichischen Trafikanten. Ihr Bundesgremialobmann Peter Trinkl spricht von einer völlig unnötigen Forderung.

    Es sei noch keiner Partei eingefallen, die Abschaffung des Führerscheins zu fordern, nur weil einige ohne Lenkerberechtigung fahren, zitieren ihn die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Im Wiener „Kurier“ äußerten Trafikanten ihren Ärger über den Grünen-Vorschlag, weil sie bereits hohe Beträge in den Jugendschutz ihrer Automaten investiert haben.

    Der Vizepräsident der Wirtschaftskammer, Fritz Ammann, spricht von „Enteignungsfantasien“ seitens der Grünen. Viele der mehr als 7 000 Trafikanten hätten wegen der Umrüstung auf Jugendschutz neue Automaten gekauft, die zwischen 3 000 und 5 000 Euro kosteten. Ammann: „Wenn die Grünen die Zigarettenautomaten abschaffen wollen, dann sollen sie auch den Trafikanten die Kosten für die Umrüstung aus der Parteikasse zahlen.“

    (DTZ 24/11)

  • Neuer Glücksspiel-Staatsvertrag nicht unterzeichnet

    BERLIN (DTZ/da). Eigentlich wollten die Ministerpräsidenten den Entwurf für den neuen Glücksspiel-Staatsvertrag, der am 1. Januar 2012 in Kraft treten soll, auf ihrer Sitzung am 9. Juni unterzeichnen. Doch überraschend haben die Regierungschefs die Unterschrift für die von vielen Seiten aus unterschiedlichen Gründen heftig kritisierte Neuregelung auf Oktober verschoben.

    Begründet wird die Verschiebung laut Medienberichten offiziell damit, dass der Staatsvertrags-Entwurf erst noch von der EU-Kommission geprüft werden müsse. Nach langem hin und her hatten sich 15 Ministerpräsidenten am 6. April 2011 auf eine Neuregelung des Glücksspiel-Staatsvertrags verständigt. Schleswig-Holstein schloss sich nicht an.

    Mittlerweile gibt es auch in anderen Bundesländern wie etwa in Bayern, Hessen, Niedersachsen oder Sachsen Vorbehalte gegen die ausgearbeitete Neuregelung. Laut dem im April vorgelegten Entwurf soll der neue Glücksspiel-Staatsvertrag eine Laufzeit von sieben Jahren haben. Im Gegensatz zum derzeit noch geltenden Staatsvertrag soll der Internetvertrieb wieder zugelassen werden und auch wieder mehr Freiräume in der Marketing-Kommunikation und Werbung möglich sein.

    Während für Lotterien weiterhin ein staatliches Monopol bestehe, werde der Bereich der Sportwetten liberalisiert und sieben Lizenzen vergeben. Eine Experimentierklausel sieht die befristete Vergabe von sieben Sportwettenlizenzen vor, auf die sich als Novum auch private Wettanbieter bewerben könnten.

    Annahmestellen besorgt um Toto- und Oddset-Umsätze Pro Lizenz werde ein einheitlicher Abgabensatz von 16,67 Prozent auf den Sportwettenumsatz erhoben. Die sieben Lizenzinhaber sollen laut dem im April vorgelegten Entwurf das Recht erhalten, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln und ihre Produkte außerdem bundesweit über jeweils bis zu 350 terrestrische Vertriebsstellen anzubieten. Diese Begrenzung des Vertriebsnetzes würde vor allem auch die zirka 23 000 Lotto- und Toto-Annahmestellen treffen. Denn die ganz große Mehrheit von ihnen würde somit die Sportwetten Oddset und Toto verlieren.

    „Der gesamte Sportwetten-Bereich würde nahezu aus den Annahmestellen verschwinden“, gab deshalb Hermann Teckenburg, der Vorsitzende des Bundesverbands der Lotto-Toto-Verkaufsstellen in Deutschland (BLD) in einer Stellungnahme an die Ministerpräsidenten (siehe auch DTZ-Ausgabe 20/11 vom 20. Mai) zu bedenken. Und BLD-Geschäftsführer Günther Kraus warnte vor dem Abdrängen von Millionen von Spielteilnehmern in die Anonymität des Internets.

    Auch im Deutschen Lotto- und Toto-Block regt sich Widerstand gegen eine Reduzierung auf 350 Sportwetten-Annahmestellen. „Gegen die Zerschlagung unseres Verkaufsstellen-Netzes werden wir uns wehren, notfalls auch mit juristischen Schritten“, sagt etwa Dr. Heinz-Georg Sundermann, Geschäftsführer von Lotto Hessen. Man darf nun gespannt sein, ob in diesem und anderen für die Lotto- und Toto-Annahmestellen wichtigen Punkten nachgebessert wird und was außerdem von dem im April vorgelegten Staatsvertrags-Entwurf bis Oktober auf den Prüfstand kommt.

    (DTZ 24/11)