Autor: admin

  • Personalwechsel in München

    MÜNCHEN // Die Philip Morris GmbH ernennt Axel Schwenn mit Wirkung zum 1. April 2015 zum Director Sales Germany. Er folgt auf Markus Essing, der ab sofort im Auftrag der Philip Morris International als General Manager die Geschäfte von Nicocigs in UK und Irland verantwortet.

    Nachfolger von Axel Schwenn wird Thorsten Scheib. Er übernimmt zum 1. April diesen Jahres die Position Director Marketing Germany.
    Axel Schwenn begann seine Laufbahn bei der Philip Morris GmbH im Jahr 1993. Nach verschiedenen Stationen im Marketing und Verkauf wechselte er 2007 zu BMW und war dort für die Marken- und Produktkommunikation zuständig. 2011 kehrte er zur Philip Morris GmbH zurück und verantwortete seitdem als Mitglied der Geschäftsführung die Marketingaktivitäten des Tabakunternehmens. In seiner neuen Funktion als Director Sales berichtet Axel Schwenn weiterhin an Werner Barth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Philip Morris GmbH.

    Der bisherige Director Sales Germany, Markus Essing, startete seine Karriere bei der Philip Morris GmbH 1993. Nach verschiedenen Führungspositionen in Sales und Corporate Affairs verantwortete er seit April 2012 die gesamten Verkaufsaktivitäten der Philip Morris GmbH im deutschen Markt. Ab sofort ist er als General Manager Nicocigs and Reduced Risk Products UK & Ireland tätig.

    Thorsten Scheib bekleidete in den vergangenen 15 Jahren zahlreiche verantwortungsvolle Positionen für Philip Morris International im In- und Ausland.
    Zuletzt war er als Director Marketing Italien verantwortlich für die strategische Neuausrichtung der Marke Diana.
    pi

    (DTZ 07/15)

  • BAT: Neue EDV macht Probleme

    HAMBURG // British American Tobacco hat ein neues SAP-System eingeführt. Die Änderung betrifft auch die deutsche BAT-Tochtergesellschaft. Für den hiesigen Tabakwaren-Groß- und -Einzelhandel hat sie ebenfalls Auswirkungen.

    Denn die Umstellung ist nicht reibungslos verlaufen. Die Folge: Die BAT hat nicht alle Warenbestellungen termingerecht ausliefern können.

    Ralf Wittenberg, Geschäftsführer der British American Tobacco (Germany) GmbH, räumt die Schwierigkeiten ein und verspricht, dass man mit Hochdruck an der Beseitigung der Lieferprobleme arbeite.
    (da)

    (DTZ 07/15)

  • Neues Vertriebsunternehmen für Premiumprodukte

    BÜNDE // Am 1. März startet die PCB Tobacco GmbH mit Sitz in Bünde das operative Geschäft. Die neue Vertriebsgesellschaft ist ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem die Patoro AG, Olten/Schweiz, Christian Eiroa / CLE Cigars mit Zentrale in Miami / USA und Bentley Tobacco, Bünde, zu je einem Drittel als Gesellschafter beteiligt sind.

    Eigner der Marke Patoro ist Patrick J. Martin. Christian Eiroa wiederum ist Chef des Herstellers CLE Cigars. An der Spitze von Bentley, dem dritten Gesellschafterunternehmen von PCB, steht Martin Schuster. Er ist auch Geschäftsführer des neuen Vertriebsunternehmens.

    PCB Tobacco wird neben dem Bentley-Sortiment Premiumzigarren von Patoro und von Eiroa/CLE Cigars auf dem deutschen Markt anbieten und darüber hinaus deren Logistik in der EU übernehmen.
    (da)

    (DTZ 07/15)

  • Lukrativer Geschäftszweig

    MAINZ // Die Zahl der Dampfer in Deutschland wächst beständig. Experten gehen aktuell von drei Millionen Nutzern von E-Zigaretten aus – Tendenz in den nächsten Jahren weiter steigend.

    Nur ein verschwindend geringer Teil davon macht im Übrigen mit der elektronischen Zigarette die ersten Erfahrungen im Umgang mit dem Rauchen. Die Verbliebenen sind wechselwillige Zigarettenkonsumenten, die als Gründe für den Umstieg auf die elektronische Alternative am häufigsten angeben, sie sei gesundheitlich weniger bedenklich als konventioneller Tabak, schmecke ihnen besser, unterstütze sie bei der Rauchentwöhnung und sei für sie kostengünstiger im Vergleich zu Zigaretten- beziehungsweise Feinschnittprodukten.

    Dabei legt eine steigende Zahl an Dampfern hier zu Lande Wert darauf, dass die Rauch-Geräte sowie Liquids in Deutschland hergestellt wurden, und dass die Produkte entsprechend zertifiziert sind.

    Dem stationären Fachhandel fällt bei der weiteren Entwicklung am Markt eine bedeutende Rolle zu: Parallel zur steigenden Zahl an Nutzern gibt es immer mehr Anbieter und damit ein wachsendes Angebot an E-Zigaretten-Modellen sowie Liquid-Geschmacksrichtungen. Welches Einsteiger-Gerät ist für mich das Beste? Gibt es auch Liquids ohne Nikotin? Ist die E-Zigarette ‚Made in Germany‘? Kunden brauchen eine kompetente Orientierungshilfe, die sie im Internet so nicht finden. Die E-Zigaretten- und Liquid-Anbieter wissen das und sehen den Fachhandel als wichtigen Vertriebskanal an. Das bedeutet aber auch, dass das Verkaufspersonal entsprechend geschult ist und Kunden über das aktuelle Angebot Frage und Antwort stehen kann.

    Um den Einstieg in das lukrative Geschäft mit E-Produkten und Liquids zu erleichtern, räumen einige Unternehmen bei einer Erstbestellung mehrwöchige Rückgabefristen für die Ware ein und bieten Einzelhändlern damit die Möglichkeit, mit einem verminderten Risiko in das Segment einzusteigen. Die Handelsmargen bei E-Zigaretten und Liquids unterscheiden sich teils erheblich – doch liegen sie unter dem Strich deutlich höher als bei konventionellen Tabakprodukten. Bei den elektronischen Geräten seien Spannen von bis zu 70 Prozent und bei manchen Liquids von bis zu 400 Prozent möglich, heißt es dazu aus den Untenehmen.
    schu

    (DTZ 07/15)

  • Absatzplus im Fachhandel

    WALDSHUT-TIENGEN // Nach jahrelangem Wachstum war der Absatz von Habanos in Deutschland im Gesamtjahr 2014 erstmals leicht rückläufig. Der Verkauf sank im Inlandsmarkt um 1,2 Prozent.

    Wichtigster Grund dafür war die Erhöhung des Importzolls für Waren aus Kuba von 9,1 auf 26 Prozent zum 1. Januar 2014. Trotz einer Verteilung der höheren Kosten auf die kubanischen Tabakmanufakturen, den Importeur und die Tabakhändler musste dieser massive Wettbewerbsnachteil auch durch durchschnittlich vier Prozent höhere Konsumentenpreise kompensiert werden. Dies führte letztlich zu einem etwas geringeren Absatz von Habanos und dem Ausweichen auf günstigere Produkte der Mitbewerber. Weitere Gründe für das Minus im deutschen Inlandsmarkt war das Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen, das zu einer Kaufzurückhaltung im Tabakwarenhandel führte.

    Deutlich zugelegt hat dagegen der Absatz im Kanal Duty Free mit einem Wachstum von 19,7 Prozent. Im österreichischen Markt, der seit Mai 2012 zum Vertriebsgebiet von 5th Avenue gehört, stieg der Absatz von Habanos auf ein neues Allzeithoch. Die Einführung des Habanos-Specialist-Konzepts gab hier neue Impulse und zusätzliche Umsätze für den Handel. Das Plus lag bei 4,8 Prozent. Positiv zum Ergebnis trugen auch die Verkäufe in Polen bei. Seit Oktober 2014 beliefert 5th Avenue auch diesen Markt mit Habanos.

    Insgesamt steigerte das Unternehmen die Verkäufe von Habanos um 5,9 Prozent, der Umsatz wuchs um 5,3 Prozent.
    Wichtigster Absatzkanal von Habanos in Deutschland war auch 2014 der gehobene Tabakwarenfachhandel. Besonders positiv entwickelten sich die Händler mit einem Schwerpunkt im Onlineverkauf. Unter den von 5th Avenue geführten Fachhandelskonzepten ragten besonders die Habanos-Point-Händler mit einem Plus von 6,9 Prozent heraus. Überdurchschnittlich wuchsen auch die Verkäufe an die Habanos-Specialist-Geschäfte. Bei den La Casas del Habano machte sich das weitgehende Fehlen von Neuheiten und Spezialitäten bemerkbar.
    red

    (DTZ 07/15)

  • Pressegeschäft bröckelt weiter

    MAINZ // Zeitungen und Zeitschriften sind auch weiterhin immer weniger gefragt. Die Erhebung der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) ergab für das letzte letzte Quartal 2014 sowohl im Vierteljahres- als auch im Jahresvergleich erneut Rückgänge der verkauften Auflagen.

    Die Tageszeitungen verloren im Vergleich zum Vorquartal rund 1,5 Prozent, im Jahresvergleich rund fünf Prozent der insgesamt verkauften Auflage. Die Publikumszeitschriften verzeichneten ein Minus der verkauften Auflagen von knapp zwei Prozent im Quartal, im Jahresverlauf von 3,7 Prozent. Die Auflagen der Fachpresse gingen bei der Gesamtverbreitung um vier Prozent im Quartals- sowie im Jahresvergleich und bei den Verkäufen um rund fünf Prozent zurück; einzig die Kundenzeitschriften konnten einen leichten Zuwachs verzeichnen.

    Zugleich schrumpfte im Presse-Großhandel der Umsatz um gut vier Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Stärker noch ging der Absatz von Presseware zurück, der um sieben Prozent gegenüber dem entsprechenden Wert 2013 zurückblieb und 1,99 Milliarden Exemplare erreichte.
    red

    (DTZ 06/15)

  • Einen Schritt weiter: Reynolds und Lorillard

    WINSTON-SALEM // Der erste Schritt ist getan: Mit überwältigender Mehrheit haben die Aktionäre von Reynolds-American und Lorillard Ende Januar der 27,4-Milliarden-Dollar-Fusion der US-Zigarettenhersteller zugestimmt.

    Bereits im Vorfeld hatte British American Tobacco den Mega-Deal der US-Giganten abgenickt: Der Zigarettenhersteller hält 42 Prozent Firmenanteile an Reynolds. Als dritte Partei mit im Boot ist die britische Imperial Tobacco Group. Die Zustimmung ihrer Aktionäre gilt als sicher: Reynolds und Lorillard planen ihre Marken Marken Winston, Salem und Kool (alle Reynolds) sowie Maverik und die E-Zigarette Blu (beide Lorillard) für 7,1 Milliarden Dollar an die Briten zu verkaufen, was Imperial auf Platz drei der US-Rangliste katapultieren und rechtliche Bedenken zum Wettbewerb verringern würde, heißt es.

    Doch das letzte Okay gibt die US-Kartellbehörde, die Federal Trade Commission (FTC). Beide Unternehmen rechnen eigenen Angaben zufolge in den nächsten sechs Monaten mit einer Entscheidung der FTC. Erst dann wäre der Zusammenschluss der Nummer zwei und drei (Camel, Newport, Pall Mall) in trockenen Tüchern und ein neuer mächtiger Konkurrent zu Altria (Marlboro) auf dem US- Markt.
    red

    (DTZ 06/15)

  • Iqos soll Testraucher überzeugen

    MAILAND // „Wie rauchen Sie?“ Eine hübsche Dame stellt dieser Frage jeden, der die Bar im Zentrum von Mailand betritt und sich als Raucher zu erkennen gibt. Sie ist eine der vielen Promoterinnen, die das neueste Produkt von Philip Morris in der italienischen Metropole bekannt machen sollen: Iqos, die neue elektronische Zigarette des Tabakkonzerns.

    Der Verkauf wird seit Ende 2014 in zwei Städten weltweit getestet. Neben Mailand wurde auch Nagoya in Japan für die Erprobungsphase ausgewählt.

    Iqos ist keine gewöhnliche E-Zigarette, denn sie enthält Tabak – hier werden also keine Fluids eingesetzt. Ein aufladbares Gerät, das ein wenig wie ein hohler Kugelschreiber aussieht, erhitzt während des Rauchens einen Tabak-Stick auf 350 Grad. Da keine Verbrennung stattfindet, entsteht auch kein Rauch. Dadurch sollen die Gesundheitsrisiken verringert werden, sagt Philip Morris. Das Unternehmen wird jedoch nicht müde zu betonen, dass die genaue Wirkung von Iqos gerade wissenschaftlich untersucht wird. Weitere Vorteile sind die geringere Geruchsentwicklung sowie die Tatsache, dass keine Asche erzeugt wird.

    In Mailand wird Iqos an vielen „Tabaccai“ angeboten, das sind Tabakwarenläden, aber auch Bars, die eine Lizenz für den Verkauf von Tabakerzeugnissen haben. Für das Gerät müssen Raucher 70 Euro berappen, eine Packung mit 20 Sticks kostet 5 Euro – das ist in etwa auch der Preis einer Zigarettenpackung in Italien. Die Besteuerung der Sticks ist ebenfalls auf Zigarettenniveau, also insgesamt rund 70 Prozent des Verkaufspreises. Angeboten wird Iqos in zwei Sorten, mit und ohne Menthol. Eine leichte Variante gibt es nicht. Bis zum 30. Januar 2015 genoss jeder Iqos-Käufer eine Rückgabe-Garantie: Das Gerät konnte innerhalb von 40 Tagen problemlos zurückgegeben werden, der Kaufpreis wurde dann erstattet. Seit Anfang Februar gilt diese Regelung nicht mehr. Darüber ist die Promoterin nicht besonders froh, denn von der Investition in das Gerät schreckt so mancher Raucher erst einmal zurück. „Die Garantie hat vielen potenziellen Kunden das sichere Gefühl gegeben, sie könnten das Produkt ohne Risiko ausprobieren“, sagt sie.
    mar
    Lesen Sie den vollständigen Artikel in unserer Printausgabe DTZ 06/15.

    (DTZ 06/15)

  • Reemtsma erhöht Preise für Traditionsmarken

    HAMBURG // Als Folge der am 1. Januar 2015 in Kraft getretenen fünften und vorerst letzten Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung hebt Reemtsma die Kleinverkaufspreise (KVP) für den Großteil seiner Traditionsmarken an.

    Dazu zählen etwa „Ernte 23“, „Peter Stuyvesant“, „R6“ und „Reval“. Die Preise steigen für die 19-Stück-Originalpackung ab Anfang März in der Regel um zehn Cent auf 5,50 Euro. Auch die Varianten „Brunes“ und „Brunes Filtre“ der Marke „Gauloises“ werden um zehn Cent teurer.
    red
    Den vollständigen Artikel lesen Sie in unserer Printausgabe DTZ 06/15.

    (DTZ 06/15)

  • BdZ-Ausblick 2015

    Bonn // Die mittelständischen, familiengeführten Unternehmen der Zigarrenindustrie müssen sich – wie auch schon in der Vergangenheit – immer wieder neuen Herausforderungen stellen, die sowohl durch die Entwicklungen am Markt als auch durch die schärfer werdenden Regulierungsmaßnahmen bestimmt werden.

    Markt 2014 rückläufig

    Auch wenn die letzte Berichtszahl des Statistischen Bundesamtes für Zigarren / Zigarillos für das Kalenderjahr 2014 einen Anstieg von 8,4 Prozent auf 3,9 Mrd. Stück ausweist, stellt sich die Absatzsituation für Zigarren und Zigarillos ganz anders da. In der Presserklärung des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie weißt Herr Mehrlein – Geschäftsführer BdZ – darauf hin, dass die Versteuerungsstatistik maßgeblich dadurch beeinflusst worden ist, dass zum 01.01.2015 eine EU-Definition umgesetzt werden musste, die dazu führt, dass die sogenannten ECO-Zigarillos (niedrigpreisige Zigarillos mit homogenisiertem Deckblatt) in Zukunft als Zigaretten versteuert werden müssen. Um auch noch in den ersten Monaten 2015 diese Produkte anbieten zu können, haben die Hersteller im Kalenderjahr 2014 ECO-Zigarillos vorproduziert und die entsprechenden Steuerzeichen bezogen.

    Laut Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des BdZ, geht der Verband nach eigenen Schätzungen davon aus, dass der Markt für traditionelle Zigarren/Zigarillos ca 1.1 Mrd. Stück beträgt. Im Jahre 2014 ist der Absatz der BdZ-Mitglieder um 1,6% zurückgegangen. „Von einem boomenden Markt zu reden, ist somit definitiv eine falsche Aussage“, so Bodo Mehrlein.

    Laut BdZ ist die Versteuerungsstatistik seit vielen Jahren durch die sogenannten ECO-Zigarillos verfälscht worden. Der Verband begrüßt ausdrücklich die Definitionsänderung für Zigarren, die dazu führen wird, dass sich der Markt für Zigarren und Zigarillos in den nächsten Monaten wieder auf ein wesentlich niedrigeres Volumen reduzieren wird.


    Positive Exportentwicklung

    Positiv ist aus Sicht der BdZ-Mitglieder die Exportentwicklung; die von den BdZ-Mitgliedern hergestellten Zigarren und Zigarillos erfreuen sich zunehmend auch im Ausland großer Beliebtheit, so dass der Export im Kalenderjahr 2014 fast um sechs Prozent gestiegen ist und somit jedes zweite hergestellte Produkt im Ausland genossen wird.

    Wie sich der Markt im Jahre 2015 entwickeln wird, ist aktuell schwer abzuschätzen. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass gerade der Konsum von Zigarren und Zigarillos sehr stark abhängig ist vom Wetter. Dieser Effekt wird durch die zunehmenden Rauchverbote weiter verstärkt. Die Branche zeigt sich trotzdem zuversichtlich, dass auch in Zukunft Zigarren und Zigarillos eine wesentliche Rolle als Genussartikel für die Aficionados spielen wird.

    Herausforderungen für 2015

    Das laufende Kalenderjahr wird ebenso wie die darauffolgenden Jahre große Herausforderungen für die Zigarrenindustrie beinhalten. Schon in der Vergangenheit war der Tabakmarkt durch strengere Regulierungsmaßnahmen geprägte. Allerdings sind die Maßnahmen, die durch die sogenannte Tababakproduktrichtlinie angestoßen werden, von gravierender Auswirkung für die gesamte Branche. Vom BdZ wurde immer positiv bewertet, dass der Focus der EU-Kommission bzw. der Tabakproduktrichtlinie nicht auf Zigarren und Zigarillos lag, da diese Produkte nicht attraktiv für jugendliche Konsumenten sind. Vielmehr handelt es sich bei Zigarren und Zigarillos um Genussartikel die meist nur gelegentlich von Männern gehobenen Alters geraucht werden. Dies und die Tatsache, dass es sich bei den meisten Herstellern um mittelständische Familienunternehmen handelt, hat dazu geführt, dass Zigarren und Zigarillos von einigen Regulierungsmaßnahmen ausgenommen worden sind, bzw.dass längere Umsetzungsfristen wie bei Track&Trace gelten.

    Handlungsbedarf für unternehmerisches Handeln
    Trotzdem wird die nationale Umsetzung der Richtlinie für die BdZ-Mitglieder zu einer praktisch unmöglichen Herausforderung werden, was in dem zeitlichen Ablauf der Übergangsfristen begründet ist. Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass das im Rahmen der nationale Umsetzung beschlossene Gesetz erst im März 2016 im Bundesgesetzblatt veröffentlich werden wird und somit auch erst zu diesem Zeitpunkt durch seine Rechtsverbindlichkeit den Unternehmen Planungssicherheit für die zu tätigenden Investitionen gibt. Vor dem Hintergrund, dass ab Mai 2016 nur noch gesetzeskonforme Verpackungen hergestellt werden dürfen, wird deutlich, dass eine Umstellung bzw. Anpassung der Produktion und der Verpackungen bis Mai 2016 nicht umsetzbar ist. Hier sieht der BdZ sehr starken Handlungsbedarf um den verfassungsrechtlich garantierten Rahmen für das unternehmerische Handeln nicht zu gefährden. Erstaunlich mutet in diesem Zusammenhang an, dass gerade die EU-Kommission durch das langwierige Verfahren der Bearbeitung nachgelagerter Rechtsakte die Umsetzung der Richtlinie weiter verzögert.

    Auch wenn Zigarren und Zigarillos für die Umsetzung eines Track&Trace Verfahrens eine Übergangsfrist von zehn Jahren gewährt wird, so werden die Rahmenbedingungen für dieses Verfahren schon in den nächsten Monaten festgelegt werden. Es ist im gemeinsamen Interesse für Zigarrenindustrie und Handel, dass ein System etabliert wird, welches auch für kleine und mittelständische Unternehmen umsetzbar ist. Es mutet fast schon absurd an, dass gerade die Zigarrenbranche ein so aufwendiges System zur Verhinderung von Schmuggel etablieren muss, obwohl es nachweislich gar keinen Schmuggel in diesem Produktsegment gibt. Besonders vor diesem Hintergrund ist darauf zu achten, dass die Branche nicht durch extreme Bürokratiekosten aus dem Markt gedrängt wird.

    E-Produkte Sicherlich ist das Thema e-Zigarette in aller Munde und die Produkte stellen möglicherweise eine interessante Alternative dar. Der BdZ ist sich allerdings sicher, dass es zwischen diesen e-Produkten und der Zigarre keinerlei Substituierung geben wird. Der Genießer von Zigarren und Zigarillos liebt die Geschichten rund um die Tabake, die Herstellung und verschiedenen Herstellungsländer – diese Geschichten und der einzigartige Geschmack kann nur durch die Zigarren und Zigarillos geliefert und nicht durch e-Produkte simuliert werden.
    vi

    (DTZ 06/15)