Autor: admin

  • Wechsel an der Führungsspitze

    FRANKFURT // Tobias Fraas ist neuer Erster Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Lotto-Toto-Verkaufsstellen (BLD).

    Der 48-jährige selbstständige Unternehmer tritt die Nachfolge von Oliver Harmsen an. Für den Verband steht die nachhaltige Stärkung der Wirtschaftlichkeit der Verkaufsstellen im Vordergrund, um der zunehmenden Konkurrenz durch illegale Glücksspielanbieter im Internet und dem Handel mit Schmuggelzigaretten erfolgreich zu begegnen.

    Fraas vom Hessischen Lotto-Toto-Verband ist ein langjähriges Vorstandsmitglied und Schatzmeister des BLD. Er folgt Oliver Harmsen nach, der seine Vorstandstätigkeit aus beruflichen Gründen beendete.

    Die Wahl erfolgte einstimmig und ohne Gegenkandidaten anlässlich der diesjährigen BLD-Jahreshauptversammlung in Frankfurt. Dabei dankte Fraas seinem Vorgänger für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Neuer Schatzmeister wird Alexander Kleiber vom Verband der Toto- und Lotto- Verkaufsstellen Baden-Württemberg.
    pi

    (DTZ 18/16)

  • Wachstumsmärkte Nordamerika und Asien

    BASEL // Im 140. Jahr ihres Bestehens hat der Premiumzigarren-Anbieter, die Oettinger Davidoff AG, seine global starke Marktposition weiter ausbauen können.

    Zwar ging der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2015 aufgrund rückläufiger Nachfrage in Europa und China, den Auswirkungen des starken Schweizer Frankens sowie der leicht rückläufigen Umsätze im Zigaretten- und Generalvertretungsgeschäft um minus 8,2 Prozent (währungsbereinigt minus drei Prozent) auf 1,026 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,118 Milliarden Euro) zurück. Aufgrund der wachsenden nordamerikanischen und asiatischen Märkte und teilweise markanter Absatzverbesserungen der Kernmarken gelang es dem Unternehmen dennoch, weltweit erneut Marktanteile zu gewinnen.

    Gegenüber einem rückläufigen Markt verzeichneten beide Kernmarken Davidoff und Camacho mit plua 10,5 Prozent respektive plus 34,4 Prozent ein erfreuliches Wachstum im zweistelligen Bereich. Zudem erreichte Oettinger Davidoff zum dritten aufeinanderfolgenden Mal einen Produktionsrekord: 2015 wurden insgesamt 45,8 Millionen Zigarren produziert, was einer Zunahme von 4,1 Prozent (2014: 44,0 Millionen Stück) entspricht.
    red

    (DTZ 18/16)

  • BTWE lädt zum Branchendialog

    RÖSRATH // Traditionell trifft sich die Tabakbranche auf der Jahrestagung des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) in Rösrath bei Köln.

    Sie findet diesmal am 5. und 6. Juni statt. Rund 150 Fachhändler, Kollegen der Einzelhandelsorganisation, Vertreter der Partnerverbände sowie die maßgeblichen Partner aus der Industrie diskutieren hier Themen, die der Branche auf den Nägeln brennen.

    Das Schwerpunktthema am Sonntag ist die EU-Tabak-Produktrichtlinie. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Politik, Handel und Industrie die Richtlinie in die Praxis umsetzen. Außerdem auf der Tagesordnung: das von der Bundesregierung geplante Werbeverbot.

    Der Montag ist ganz dem Verbands-Jubiläum gewidmet: Der BTWE besteht seit 125 Jahren und begrüßt hochrangige Vertreter der Branchenverbände sowie aus Handel und Industrie als Laudatoren.

    Zum Abschluss beleuchtet Manfred Lütz, Bestseller-Autor, Psychiater, Psychotherapeut, Theologe und Chefarzt die Risiken und Nebenwirkungen des Gesundheitswahns.
    vi

    (DTZ 18/16)

  • JTI startet mit E-Zigarette in Österreich

    WIEN // Seit dieser Woche bietet Japan Tobacco International (JTI) die E-Zigarette Logic Curv im österreichischen Fachhandel an.

    Die elektronische Zigarette kommt in zwei wiederaufladbaren Varianten in die Trafiken: Als Instant Use mit einer Premiumkartusche für 9,90 Euro sowie als Full Kit mit zwei Premium-Kartuschen und einem USB-Ladegerät für 15,90 Euro.

    Der Konzern reagiert damit auf „die sich wandelnden Konsumbedürfnisse“. In Österreich werden mit E-Zigaretten 15 bis 20 Millionen Euro umgesetzt. Für 2016 wird ein Wachstum von 50 Prozent erwartet. In Deutschland verkauft das Unternehmen bereits seit Mitte 2015 E-Zigaretten.

    E-Zigaretten dürfen in Österreich nicht nur in Trafiken, sondern auch in eigenen Fachgeschäften verkauft werden, wie der Verfassungsgerichtshof (VfGH) im vergangenen Jahr festgestellt hat.
    red

    (DTZ 17/16)

  • Lotto-Annahmestellen wollen gegen Westlotto klagen

    MÜNSTER // Die Lotto-Annahmestellen in NRW und der Lotteriegesellschaft Westlotto in Münster streiten um Lizenzgebühren. Da keine Einigung in Sicht ist, wollen die Annahmestellen jetzt gegen Westlotto vor Gericht ziehen.

    Tobias Buller, Geschäftsführer des Lotto- und Toto-Verbandes der Annahmestelleninhaber in Nordrhein-Westfalen e. V., begrüßt die einstimmige Entscheidung der Mitglieder.

    Auslöser des Streits war eine Gebührenerhöhung. Das Land Nordrhein-Westfalen verlangt für den Betrieb einer Lotto-Annahmestelle nicht mehr 20, sondern 250 Euro pro Jahr. Das wäre eine Gebühr von 1.250 Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren.

    Da die Annahmestellen die Lizenz aber nicht selbst beantragen und auch die Gebühr dafür nicht direkt an die Landeskasse zahlen, sondern alles über Westlotto läuft, sehen die Betreiber die Lotteriegesellschaft in der Pflicht. Westlotto müsse die Gebühren bezahlen, nicht die Annahmestellen.

    Westlotto zeigte zwar Verständnis für die Verärgerung über die Gebührenerhöhung, sieht sich aber außer Stande, die Gebühren für 3.600 Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen zu übernehmen. Allein bei der erstmaligen Erhebung ist ein Betrag von über vier Millionen Euro fällig, informiert Tobias Buller.
    red

    (DTZ 17/16)

  • Absatz von Tabakwaren steigt massiv

    WIESBADEN // In weniger als einem Monat, am 20. Mai, gelten die Vorschriften des Tabakerzeugnisgesetzes. Damit setzt Deutschland die Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) in deutsches Recht um. Tabakprodukte, die vor diesem Stichtag hergestellt werden, dürfen noch ein Jahr an den Handel geliefert werden. Die Branche reagierte entsprechend produktiv im ersten Quartal.

    Der Absatz von Tabak und Zigaretten stieg massiv an. Zwischen Januar und März wurden gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum 22 Prozent mehr Zigaretten versteuert.
    Die Gesamtzahl stieg damit auf rund 19,7 Milliarden Stück, teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden mit.

    Auch der Nettobezug von Steuerzeichen bei Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak zeigt ein deutliches Plus zwischen 62,8 Prozent (Zigarren und Zigarillos) und 91,2 Prozent (Pfeifentabak). Hintergrund ist, dass die Hersteller derzeit die Kapazitäten für die Vorproduktion von Tabakwaren nach dem noch geltenden Recht nutzen, um in der Phase der Produktionsumstellung die Abnehmer mit diesen vorproduzierten Produkten beliefern zu können, informiert Destatis. Die aktuelle Produktion ist demnach der zu erwartende Absatz.

    Insgesamt wurden im ersten Quartal Tabakwaren im Kleinverkaufswert (Verkaufswert im Handel) von etwa 6,7 Milliarden Euro versteuert. Das waren 1,45 Milliarden Euro oder 27,6 Prozent mehr als im ersten Quartal 2015. Dieser Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichenbezug nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Steuerzeichen (Nettobezug).
    red

    (DTZ 17/16)

  • Reemtsma Liberty Award 2016

    BERLIN // Der Reemtsma Liberty Award 2016 ist im Soho House Berlin zum zehnten Mal verliehen worden. Der Preis ging an den Journalisten Wolfgang Bauer, der die Jury mit seiner Reportage „Und vor uns liegt das Glück“ überzeugte.

    Als Undercover-Journalist hatte er sich in die Hände von Schleusern begeben, um die Überfahrt syrischer Flüchtlinge von Ägypten nach Europa zu begleiten.

    „So eindringlich haben wir die Flucht über das Meer selten erlebt. Die packende Reportage führt den Leser nahe an die Menschen heran, die für die Hoffnung auf Freiheit alles aufgeben, was sie besitzen. Sie schildert die einzelnen Schicksale hinter den abstrakten Flüchtlingszahlen. Wolfgang Bauer erweckt Sensibilität für eine der größten humanitären Katastrophen unserer Zeit“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

    Die Auszeichnung würdigt die Arbeit von Auslandsjournalisten, die sich mit ihrem Schaffen für die Freiheit einsetzen.
    pi

    (DTZ 16/16)

  • Oettinger Davidoff ernennt Geschäftsführer für Deutschland

    BASEL / BERLIN // Die Oettinger Davidoff AG hat Olaf Ruf zum zukünftigen Geschäftsführer ihrer neu zu gründenden Tochtergesellschaft für Deutschland, Davidoff of Geneva Germany, ernannt, teilt der Schweizer Hersteller für Premium-Zigarren mit.

    Der 43-jährige Manager kommt aus der Tabakbranche und bringt neben einem starken Vertriebs- und Marketing-Hintergrund auch eine langjährige Erfahrung im deutschen Markt mit.

    Olaf Ruf wird den Angaben zufolge bis zur Firmengründung im Laufe des Jahres vorerst als externer Berater tätig sein und bis Ende des Jahres die Planung und Vorbereitung für die Übernahme des operativen Geschäfts leiten. Die die neue Tochtergesellschaft mit Sitz in Hamburg soll ihre Geschäfte ab Januar 2017 aufnehmen.

    Zuletzt war der Verkaufs- und Marketing-Experte CEO beim E-Zigarettenhersteller Snoke. „Nun kehre ich zurück zum ‚realen‘ Rauchgenuss und in die faszinierende Welt der Premium-Zigarren“, sagt Ruf zu seiner neuen Aufgabe. „Ich freue mich, die Erfahrung und das Netzwerk aus meinen bisherigen Tätigkeiten für den Aufbau und die Etablierung von Davidoff of Geneva Germany einsetzen zu können.“

    „Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte weltweit von Oettinger Davidoff AG“, betont Oettinger Davidoff CEO Hans-Kristian Hoejsgaard anlässlich der Ernennung von Olaf Ruf. „Die erfolgreiche Vermarktung unseres Portfolios in diesem Markt gelingt nur mit kompetenten Branchenkennern. Mit Olaf haben wir einen ihrer Fähigsten an Bord geholt.“
    pi

    (DTZ 16/16)

  • Annahmestellenleiter wollen gegen WestLotto klagen

    MÜNSTER // Die WestLotto-Annahmestellenleiter in Nordrhein-Westfallen entscheiden am 24. April über eine Verbandsklage gegen die Westdeutsche Lotterie (WestLotto).

    „Wir stehen vor einer der wichtigsten Mitgliederversammlungen unserer 60-jährigen Verbandsgeschichte“ so Tobias Buller, Geschäftsführer des Lotto- und Toto-Verbandes der Annahmestelleninhaber in Nordrhein-Westfalen (NRW) in einer Pressemitteilung. „Unsere Mitglieder entscheiden am Sonntag über ein mögliches Klageverfahren im Gebührenstreit mit WestLotto.“

    Was ist passiert?
    Der Verband, der die Interessen seiner Mitglieder gegenüber WestLotto und den Kommunen sowie der Landesregierung in NRW vertritt, kann sich mit dem Lotterieveranstalter seit über einem Jahr nicht einigen, wer die Genehmigungsgebühren für den Betrieb einer Lotto-Annahmestelle letztlich zu zahlen hat.

    Die zuständigen Behörden sehen den Glücksspielanbieter in der Pflicht. Dieser lässt sich laut Buller die Gebühren jedoch von den selbstständigen Annahmestellen derzeit unfreiwillig, erstatten. „Bis Ende September 2014 kostete ein Genehmigungsjahr 20 Euro und wurde teilweise von WestLotto übernommen; seit Oktober 2014 kostet das Genehmigungsjahr erheblich mehr – 250 Euro pro angefangenem Jahr. Regelmäßig wird ein Genehmigungszeitraum von fünf Jahren gewählt; zahlbar sind die 1.250 Euro unverzüglich nach Erhalt der Genehmigung“, erläutert er.

    „Verschiedene von uns in Auftrag gegebene Rechtsgutachten stärken über 3.500 Lotto-Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen den Rücken und halten das Vorgehen von West-Lotto für rechtswidrig. Um endlich Klarheit zu haben – und wieder zum Tagesgeschäft übergehen zu können – wird sich voraussichtlich die Justiz damit beschäftigen müssen“, sagt er.

    Auch seien außergerichtliche Klärungsversuche den Angaben zufolge gescheitert; weder mit dem Hauptgesellschafter von WestLotto (NRW.Bank), noch mit NRW-Finanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans konnte eine für alle Seiten befriedigende Lösung gefunden werden. Zwischenzeitlich beschäftigte sich auch der Haushalts- und Finanzausschuss im nordrhein-westfälischen Landtag mehrfach mit dem Vorgang.
    pi

    (DTZ 16/16)

  • Werbeverbot rechtswidrig?

    BERLIN // Der Verfassungsrechtler Christof Degenhart von der Universität Leipzig hält die von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) geplanten neuen Tabakwerbeverbote für verfassungswidrig.

    Vor dem Hintergrund der ohnehin bestehenden intensiven Regulierung für Tabakprodukte wären weitere Beschränkungen nach Ansicht des angesehenen Leipziger Juristen verfassungswidrig. Dies gelte insbesondere für die Außenwerbung, die Kinowerbung, die Werbung an und in der Verkaufsstelle und für die kostenlose Abgabe von Tabakerzeugnissen zu Werbezwecken, das sogenannte Sampling. Zudem wäre ein Verbot der Außenwerbung durch Bundesgesetz kompetenzwidrig.

    Degenhart betont in seinem Gutachten, dass die Wirtschaftswerbung den Schutz der Meinungsfreiheit des Artikels 5 des Grundgesetzes genießt. Zudem falle die Werbung in den Schutzbereich des Artikels 12 des Grundgesetzes, der Berufsfreiheit.

    Das vorgesehene Verbot der Außenwerbung sei unverhältnismäßig und damit verfassungswidrig. Weder könne der Jugendschutz einen generellen Vorrang vor anderen Rechtsgütern beanspruchen, noch erforderten völkerrechtliche Verpflichtungen im Rahmen des Tabakkontrollprotokolls der Weltgesundheitsorganisation WHO ein Verbot der Außenwerbung.

    Zudem fehle es dem Gesetzentwurf wegen nicht erwiesener Wirkungszusammenhänge zwischen der Außenwerbung und der Gefährdung von Kindern und Jugendlichen an der Geeignetheit. Unverhältnismäßig sei auch ein generelles Verbot der Kinowerbung, weil die bestehenden zeitlichen Beschränkungen genügen. Für ein Verbot des Samplings, der Abgabe von Zigarettenkostproben, gebe es keine verfassungsrechtliche Rechtfertigung.

    Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) forderte Schmidt auf, den Gesetzentwurf zurückzuziehen. DZV-Geschäftsführer Jan Mücke erklärte, die Bundesregierung könne nicht einen offensichtlich verfassungswidrigen Gesetzentwurf beschließen. Dies wäre eine eklatante Verletzung des Rechtsstaatsprinzips des Grundgesetzes. Mücke: „Der Neopuritanismus dieser Bundesregierung findet seine Grenzen in den Grundrechten unserer Verfassung.“
    pi

    (DTZ 16/16)