Autor: admin

  • Meister-Torcedor geht auf Deutschland-Tournee

    WALDSHUT-TIENGEN // Der kubanische Torcedor Dalguis Ferro Claramonte geht in diesem Jahr als erster Zigarrenroller für 5th Avenue auf [link|http://www.goo.gl/dL9QAe]Tournee [/link]
    durch die südliche Hälfte Deutschlands.

    Der 39-Jährige stammt aus der Provinz Santi Spíritu, einer Region, die große Tradition in der Zigarrenfertigung hat, seit sich dort im 19. Jahrhundert vor allem Einwanderer von den Kanaren niederließen, um in diesem Wirtschaftszweig ihr Geschäft aufzubauen. Ferro Claramonte ist seit dem Jahr 2000 in der Habanos-Manufaktur José Gonzalez Treche als Zigarrenroller beschäftigt, einer Fabrik, die sich im Ort Guayos, in der Gemeinde Cabaiguán befindet. Er rollt dort seit Jahren in der höchsten, der 9. Kategorie. So fertigte er in jüngster Zeit unter anderem Zigarren des Formats Sublime No.1, die weltweit als Cohiba Talismán der Edición Limitada 2017 Furore machten.

    Er wurde deshalb ausgewählt, nun auch im Ausland seine Fähigkeiten in der Kunst der bis heute in Kuba praktizierten, traditionellen Methode „totalmente a mano“ – vollständig von Hand – zu präsentieren. Nur in Kuba werden noch heute die Zigarren auf diese traditionelle Weise gefertigt. In den anderen Ländern formt ein Roller den Wickel der Zigarre mit Hilfe einer Vorrichtung, woraufhin ein anderer Roller dann das Deckblatt anbringt. In Kuba führt der Roller alle Arbeitsschritte selbst aus, die zur Fertigung einer Zigarre notwendig sind.

    fnf

    (DTZ 16/18)

  • „Auf dem Markt gibt es ein Überangebot an Limitadas“

    AUGSBURG // Das Fachgeschäft „No. 7“ in Augsburg ist die führende Adresse für den gehobenen Tabak- und Zigarrengenuss sowie für edle Spirituosen in der Fuggerstadt. Mitten in dem rund 150 Quadratmeter großen Ladenlokal steht der älteste begehbare Humidor Süddeutschlands. DTZ sprach mit den Firmenchefs, den Brüdern Ulrich und Philipp Mayer, über ihre Geschäftsphilosophie und Firmenpolitik bei Premiumzigarren.

    Welche Kundenklientel haben Sie für Premiumzigarren?
    Ulrich Mayer: Die Kundschaft ist bunt gemischt – sozusagen vom 18-jährigen Abiturienten bis zum Pensionär, der die 80 weit überschritten hat. Und vom Straßenkehrer bis zum Konzernchef.

    Philipp Mayer:
    Vor ein paar Tagen kam zum Beispiel ein Bauarbeiter direkt nach Feierabend im Laden vorbei und traute sich nicht, in den Humidor zu gehen, weil er schmutzige Schuhe hatte. Doch der Mann war uns natürlich genau so willkommen wie alle anderen Kunden, und wir baten ihn freundlich, den Klimaraum zu betreten. Nach der zweiten Aufforderung tat er das dann und hatte auch gleich seine Marke gefunden.

    Demnach haben Sie ein offenes Haus für alle gesellschaftlichen Gruppen?
    Ulrich Mayer: Das ist für uns selbstverständlich, ebenso wie es fester Bestandteil unserer Philosophie ist, Genuss zu vermitteln. In diesen hektischen Zeiten wollen sich die Leute etwas gönnen. Viele sagen: „Lieber ein bisschen weniger rauchen oder Alkohol trinken, dafür aber etwas richtig Gutes.“ Und genau diese Verbraucher sprechen wir mit unserem Fachgeschäfts-Konzept an. Unser Ziel ist, dass sich die Kunden wohlfühlen und genau das Passende unter einer Auswahl von rund 1100 Whisky-, Rum-, Cognac-, Gin- und anderen Spirituosen-Sorten, zirka 430 Weinen und Champagnern sowie einem vielfältigen Tabakwaren- und RBA-Angebot finden.
    Philipp Mayer: Und auch auf die eine oder andere Überraschung stoßen. Deshalb sind wir immer auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen und Exquisiten.

    Was zum Beispiel?
    Philipp Mayer: Etwa nach Marken, die nicht überall erhältlich sind oder nach limitierten Editionen in kleinen Auflagen.

    Sind Sie ein Fan von Limitadas?
    Philipp Mayer: Das war ich anfangs. Mittlerweile sehe ich die Sache kritischer, denn auf dem Markt gibt es längst ein Überangebot. Die Inflation an Limitadas ist kontraproduktiv, denn dadurch verlieren Sondereditionen den Charakter des Besonderen. Außerdem können wir rein flächenmäßig schon gar nicht mehr alle führen. Das spielt dann langfristig den Internethändlern in die Karten und schädigt den Fachhandel.

    Von welchen Marken, die nicht überall erhältlich sind, sprechen Sie?
    Ulrich Mayer: Das Sortiment von John Aylesbury zum Beispiel. Wir sind seit vielen Jahren John-Aylesbury-Gesellschafter und können uns mit dieser Marke exklusiv in Augsburg profilieren. Darüber hinaus sind wir Habanos Specialist und Davidoff-Fünf-Sterne-Ambassador.

    Philipp Mayer: Die neue Gliederung des Davidoff-Depot-Systems in Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Depositäre sehen wir übrigens positiv. Als Fünf-Sterne-Ambassador können wir uns mit besonderen Spezialitäten hervortun und haben einen sechswöchigen Verkaufsvorsprung bei Neueinführungen. Im Übrigen hilft es allen, wenn die Marke durch das neue Depot-Konzept bekannter wird.

    Das Preisniveau Ihres Premiumzigarren-Sortiments liegt wohl über dem Durchschnitt?
    Ulrich Mayer: Der Verkauf von Zigarren zu Stückpreisen über zehn Euro ist bei uns tatsächlich völlig normal. Dafür haben wir eine Reihe von Stammkunden, ebenso wie Kunden, die sich mit diesen Zigarren hin- und wieder mal etwas Besonderes gönnen oder einfach nur mal probieren wollen. Deshalb kann man schon sagen, dass sich die Hauptpreislage bei uns zwischen sechs und 15 Euro bewegt.

    Was empfehlen Sie Zigarren-Neueinsteigern?
    Philipp Mayer: Es bringt nichts, wenn ich einem neuen Zigarrenraucher eine kräftige Habanos für teures Geld verkaufe, ihm diese aber zu stark ist, und er nicht mehr wiederkommt. Da empfehle ich Einsteigern doch lieber eine milde Zigarre. Und gewinne so mit der Zeit womöglich einen Stammkunden.

    Welche Rolle spielen Festanlässe, zum Beispiel Ostern, Vatertag oder Weihnachten, beim Abverkauf von Premiumzigarren?
    Ulrich Mayer: Da geht schon noch was. Am zugkräftigsten sind Geburtstage und Weihnachten, gefolgt von Hochzeiten und Junggesellenabschieden. Zu Firmenveranstaltungen wird ebenfalls so manche Zigarre verkauft. Und auch zum Vatertag deckt sich der eine oder andere mit Zigarren ein, um diese zu verschenken oder selbst zu rauchen.

    Philipp Mayer: Für die jeweiligen Feste bereiten wir kleine Geschenk-Sets vor – zum Beispiel eine Zigarrenpackung und eine Flasche Rum. Wegen der gesetzlichen Vorschriften verkaufen wir dann natürlich beide Produkte separat.

    Haben die Zigarrenliebhaber auf die größeren Warnhinweise reagiert?
    Ulrich Mayer: Am Anfang haben sich die Zigarettenraucher echauffiert, doch heute stört das niemanden mehr. Bei den Aficionados waren die größeren Warnhinweise auf den Zigarren-Packungen kein großes Thema. Premiumzigarren verkaufen wir ohnehin überwiegend stückweise im Klimaraum. Die Kunden bedauern allerdings, dass die schönen Zigarrenkisten verschandelt werden.

    Philipp Mayer: Wir bieten leere Zigarrenkisten an und bitten pro Kiste um eine Spende von einem Euro. Den Erlös erhält „Kartei der Not“, das Hilfswerk der Tageszeitung „Augsburger Allgemeine“. Im vergangenen Jahr kamen dabei mehr als 8000 Euro zusammen. Diesen Betrag erhöhten wir auf eine Spendensumme von 10 000 Euro.

    da

    Das vollständige Special Premiumzigarren finden Sie in der Printausgabe DTZ 16/18 auf den Seiten 4 bis 7.

    (DTZ 16/18)

  • Weniger Tabaksteuer

    WIESBADEN // Das schlechte Wetter insbesondere im März hat – neben Regulierung und steigendem Gesundheitsbewusstsein sowie Konkurrenz durch die E-Zigarette – den Tabakkonzernen das Geschäfts vermiest.

    Das lässt sich auch an den jüngst veröffentlichten Zahlen zur Tabaksteuer ablesen. Nach einem relativ versöhnlichen Februar ging das Steueraufkommen für Zigaretten im März um 9,0 Prozent zum Vorjahr auf knapp 787 Millionen Euro zurück. Insgesamt lagen die Einnahmen des Fiskus aus der Tabaksteuer im ersten Quartal bei etwas weniger als 2,42 Milliarden Euro und damit über alle Produktkategorien hinweg um 8,3 Prozent niedriger als noch 2016.

    Auch der Netto-Bezug von Steuerzeichen spiegelt die angespannte Situation wider. Bei Zigaretten ging er im Januar um 3,7, im Februar um 3,5 und im März um 4,4 Prozent zurück. Das entspricht Stückzahlen von 1,7, 1,4 und 1,7 Milliarden. Beim Feinschnitt fiel das Minus zuletzt prozentual sogar zweistellig aus (-15,1). Betrachtet man alle Marktbereiche, lag der Rückgang bei 4,7 Prozent.

    max

    (DTZ 16/18)

  • Facebook ertappt

    LONDON // Das „British Medical Journal“ hat sich Facebook-Seiten aus Ländern rund um den Globus angesehen. Ziel war es, Tabakwerbung zu identifizieren. Dafür hat die Redaktion mit Hilfe von Nielsen- und Ranker-Listen insgesamt 388 führende Tabakmarken zusammengestellt. 108 dieser Marken betrieben Facebook-Seiten.

    Klassische Zigaretten waren nicht darunter. Allerdings wurden sie auf vier von fünf Seiten des Fachhandels herausgehoben. Eine Altersabfrage, um Minderjährige fernzuhalten, fehlte bei 90 Prozent der Händler, 78 Prozent bei Shisha-Tabak, 62 Prozent bei E-Zigaretten und 21 Prozent der Zigarren-Seiten. „Jetzt kaufen“-Links gab es bei Wasserpfeifentabak (41), E-Zigaretten (74), rauchlosen Produkten (50) und Zigarren (31 Prozent). Gezielte Verkaufswerbung, etwa in Form von Rabatt-Coupons, fanden sich bei Shisha-Tabak (48), E-Zigaretten (76) und Zigarren (69 Prozent), jeweils bezogen auf Seiten, die von den jeweiligen Herstellern gesponsert waren. Facebook verbietet solche Aktivitäten – eigentlich.

    red

    (DTZ 16/18)

  • Brexit wird teuer

    LONDON // Der britische Zigarettenmarkt ist auf Importe aus der Europäischen Union angewiesen. Nachdem die beiden letzten Hersteller, Imperial Brands und Japan Tobacco, ihre Produktion 2017 eingestellt hatten, konsumieren die Briten vor allem Zigaretten aus Polen, Deutschland, Portugal, Tschechien, Rumänien und den Niederlanden.

    Das Marktforschungsinstitut GlobalData erwartet als Folge einen „massiven Anstieg der Einzelhandelspreise“. Damit dürften die Verkäufe bis zum Jahr 2021 um bis zu 21 Prozent sinken. Derzeit liegt der Durchschnittspreis für 20er-Packungen bei 9,60 Britischen Pfund. Europäische Institutionen rechnen mit einem Anstieg um mehr als drei auf dann durchschnittlich 12,74 Pfund (rund 14,35 Euro). Hintergrund: Großbritannien könnte Zölle in Höhe von etwa 70 Prozent auf Zigaretten erheben.

    Und die Konzerne könnten nach Ansicht von GlobalData noch höhere Einbußen hinnehmen müssen, falls die britische Regierung weitere Auflagen mit dem Hinweis auf den Gesundheitsschutz erlässt.

    red

    (DTZ 16/18)

  • Aus für Logeo

    STUTTGART // Die Geolotterie Logeo wird im Sommer eingestellt. Das hat der Aufsichtsrat der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg auf Empfehlung der Geschäftsleitung am 16. April beschlossen.

    „So charmant die Spielidee einer geobasierten Lotterie, so wenig rechnete sich dieses Produkt“, erläutert Geschäftsführer Georg Wacker, dessen Amtsvorgängerin Marion Caspers-Merk 2017 die Geolotterie nach dem Vorbild skandinavischer Länder in Baden-Württemberg einführte. Um die Gewinnschwelle zu überschreiten, hätten wöchentlich deutlich über 40 000 Spielaufträge abgegeben werden müssen. Im Durchschnitt gingen allerdings nur um die 20 000 Spielaufträge ein.

    „Aus betriebswirtschaftlichen Gründen mussten wir deshalb die Reißleine ziehen“, so Wacker, der seit Januar Geschäftsführer ist. Insgesamt seien Woche für Woche 120 000 Euro ausgeschüttet worden. Demgegenüber seien Einnahmen verbucht worden, die um die 100 000 Euro pendelten.

    Die Idee von Logeo ist es, mit den Geokoordinaten seiner Wohnadresse den garantierten Hauptgewinn von 100 000 Euro zu erzielen.

    pnf

    (DTZ 16/18)

  • Neue Iqos-Boutique eröffnet

    ESSEN // Philip Morris hat am 19. April eine exklusive Iqos-Boutique im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen eröffnet. Nach dem Erfolg des Pop-up-Stores wird die Verkaufsfläche nun deutlich vergrößert, ein permanenter Verkaufsstandort entsteht.

    „Die große Nachfrage am Limbecker Platz hat uns ermutigt, eine Boutique zu eröffnen. Erwachsene Raucher erhalten dort zukünftig eine noch umfassendere Beratung sowie eine größere Auswahl an Accessoires“, sagt Markus Essing, Chef der Philip Morris GmbH. Weitere Iqos-Boutiquen und Pop-up-Stores befinden sich in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Daneben ist Iqos bei rund 1.000 Tabakfachhändlern und Tankstellen in ganz Deutschland sowie auf der herstellereigenen Online-Verkaufsplattform erhältlich. Die Tabaksticks Heets können in über 15.000 Tabakverkaufsstellen sowie im Lebensmitteleinzelhandel erworben werden.

    pi

    (DTZ 16/18)

  • Blick geht weit nach vorn

    WEILBURG // Auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Automaten-Fachaufsteller (Vafa) beschäftigten sich die Teilnehmer mit den aktuellen Veränderungen in der Branche und fragten sich, wie eine Weichenstellung für zukünftige Entwicklungen aussehen könnte.

    Eine der aktuellen Fragen, mit denen sich die Vafa-Verantwortlichen beschäftigen, galt der Euvent 2019. „Findet die Messe noch in einem normalen Rahmen statt, oder geht sie diesmal darüber hinaus?“, fragte Vafa-Geschäftsführer Paul Brühl und regte an: „Die Messe muss größer werden, zum Beispiel in dem weitere Branchenkategorien hinzukommen.“

    Die Öffentlichkeitsarbeit ist dem Verband besonders wichtig. Dazu zählten im vergangenen Jahr die vielen Beiträge, unter anderem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „dpa“ sowie die Debatte mit dem Städtetag wegen überhöhter Sondernutzungsgebühren und kritikwürdiger Anlehnungsbescheide, wie Brühl aufzählte.

    Werbung mit neuem Aufkleber
    Ein Online-Video, das zeigt, wofür der Verband steht, und der Aufbau einer national und international vernetzten Lobbyarbeit, sind Ideen, die Brühl dem Plenum vortrug. Beides Vorschläge, deren Realisierung allerdings langfristig angelegt ist, da sie einen erheblichen Aufwand und Mehrkosten mit sich bringen, so Brühl. Dafür zeige Vafa bereits heute bei Facebook und im Berufsnetzwerk Xing Präsenz und habe eine von Hans Jürgen Sallat regelmäßig und zuverlässig aktualisierte Homepage. Zudem könnten Vafa-Firmen mit einem neuen Aufkleber für die Mitgliedschaft im Verband werben. Brühl berichtete auch, dass man die Resolution der IHK Gießen-Friedberg, die Bargeldtransaktionen ohne Obergrenze fordert und gegen eine Abschaffung von Bargeld ist, unterstütze.

    Wie sehr die Verbandsarbeit fruchtet, wurde in der Zahl der Neuanmeldungen deutlich. Dem Verband sind fünf neue Mitglieder beigetreten und während der Tagung kam sogar ein weiteres dazu. Aktuell hat der Vafa 74 Mitglieder. Brühl berichtete, dass es derzeit etwa zehn weitere Interessenten gebe. Besonders erfreut zeigte sich der Geschäftsführer, dass sich mit Dirk Böhme erstmals und Ralph Zimmermann zum wiederholten Mal zwei Mitglieder die Zertifikation Vafa-Zert verdient haben. „Nutzen sie dieses Instrument“, wendete sich Zimmermann direkt an das Publikum, „es ist für Interessenten ein wichtiges Kriterium. Deswegen sind Unternehmen auf uns aufmerksam geworden.“ Tatsächlich meldete sich ein Tagungsteilnehmer, der sich nach Vafa-Zert prüfen lassen will.

    Neben der Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, die einstimmig erfolgte, wurden Karl Heinz Schnieders für drei Jahre und Heiko Schütz für ein weiteres Jahr als Kassenprüfer gewählt. Außerdem stimmten die Teilnehmer für den Antrag „Sondertarif für Existenzgründer und Kleinstunternehmer“.

    Image positiv beeinflussen
    Zum Tagungsprogramm gehörte auch der Graffiti-Künstler Kaletta, der an vor Ort gemachten Kunstwerken zeigte, wie sich Automaten-Aufsteller damit individuell präsentieren können. Außerdem rundete eine Reihe von Vorträgen das Programm ab. Der Unternehmensberater und Automaten-Fachaufsteller Jürgen Müller zeigte in seinem Referat „Branding“, wie man mit wenig Aufwand das Erscheinungsbild von Automaten aufwerten und damit das Image der Branche positiv beeinflussen kann. Mark Knüppel von der Fachhochschule Aachen referierte über die Nachfolge in Unternehmen. Paul Brühl informierte in seinem Vortrag, wie man in drei Schritten zur Zertifizierung Vafa-Zert kommt.

    Zum Abschluss der Tagung forderte Brühl zu einem vorausschauenden Handeln in Bezug auf die nächste Kundengeneration auf: „Siebenjährige, die heute an einem Kaugummiautomaten stehen, sind die Kunden von morgen, wenn sie an einem Snack-Automaten stehen.“

    schu
    (DTZ 16/18)

  • Schwieriges Quartal für Tabakanleger

    FRANKFURT // Die Börse hat es im ersten Quartal des laufenden Jahres nicht allzu gut mit Tabakanlegern gemeint. Erst zu Ende März gab es eine deutliche Erholungsbewegung bei Altria, BAT und Co.

    Schlusslicht war dabei die Reemtsma-Mutter Imperial Brands: Der Mischkonzern schloss die ersten drei Monate mit einem satten Minus von fast 24 Prozent ab. Am besten kam Philip Morris – trotz des aktuellen Umbruchs – weg; der Konzern landete mit einem Kursverlust von knapp 7,5 Prozent auf dem Spitzenplatz unter den Top 5.

    Damit schnitten die Branchenwerte auch schlechter ab als die großen Indizes. Der Dax etwa verlor im gleichen Zeitraum rund 6,2 Prozent, der größere S & P 500 hielt seine Verluste vor allem dank eines starken Jahresauftakts mit 1,6 Prozent in einem überschaubaren Rahmen.

    Die Aktionäre können sich jedoch mit den traditionell hohen Ausschüttungen der Konzerne trösten. Für 2018 rechnen Beobachter mit Dividendenrenditen von 4,4 (Philip Morris), 4,7 (Altria), 4,9 (BAT und JTI) sowie üppigen 7,7 Prozent bei Imperial Brands – im Vergleich zu anderen Branchen Spitzenwerte.


    max

    (DTZ 15/18)

  • Zigaretten werden teurer

    MAINZ // Nachdem Philip Morris als erster Zigarettenkonzern in diesem Jahr die Preise für seine Tabakprodukte angehoben hatte und kleinere Anbieter gefolgt waren (DTZ berichtete), optimieren nun auch die anderen Branchenriesen ihre Portfolios.

    So ist aus Hamburg zu hören, dass British American Tobacco mit der Marke Pall Mall über Packungsverkleinerungen an der Preisschraube dreht. Die bislang vertriebenen Packungen mit 21 Stück (Authentic Blue“, „Authentic Red“, „Blue“, „Red“) werden offenbar auf 20er-Päckchen für je 6,00 Euro umgestellt. Über eine Anpassung für die Top-Marke Lucky Strike war bis Redaktionsschluss noch nichts bekannt.

    Reemtsma geht mit JPS den gleichen Weg und verkauft künftig ebenfalls nur noch 20er-Einheiten für 6,00 Euro. Die Gauloises Blondes werden mit 21 Stück je Packung für 6,40 Euro in den Markt gebracht.

    Japan Tobacco hebt die Preise für den Markenklassiker Camel an. Weitere Feinjustierungen dürften ebenfalls anstehen.

    red

    (DTZ 16/18)