Schlagwort: Tabaksteuer

  • Zigaretten- und Feinschnittmarkt mit verhaltener Entwicklung

    MAINZ (DTZ/fok). Eigentlich ist der einhellige Wunsch der Tabakwarenbranche, dass die Konsumenten zum Jahresende ihren Verbrauch von Tabakwaren wieder dem gewohnten Level annähern und die bisher zu verzeichnenden Absatzeinbußen in 2013 ausgleichen.

    Doch die Auslieferungszahlen im November zeigen, dass die Hoffnungen und Erwartungen im laufenden Jahr wohl nicht ganz erfüllt werden können. In diesem Monat lieferte die Industrie insgesamt 5,946 Mrd. Stück Zigaretten an den Handel. Das waren 7,9 Prozent weniger als im Vergleichsmonat de Vorjahres. Selbst wenn sich ein sehr guter Dezember anschließen würde, werden die Absatzzahlen des Jahres 2013 damit voraussichtlich eine Ecke niedriger sein als 2012. Und das vor der paradoxen Situation, dass die Überwälzung der höheren Tabaksteuerbelastung teilweise deutlich zeitverzögert erfolgt war, die Verbraucher also oft erst relativ spät mit höheren Preisen konfrontiert wurden. Das Ergebnis zeigt sich auch ganz klar bei den kumulierten Auslieferungszahlen, die sich in den ersten elf Monaten 2013 auf 72,445 Mrd. Stück Zigaretten bezifferten. Dies entsprach im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode einem Rückgang von 4,5 Prozent. Das ist mehr als nur aus dem demografischen Schrumpfungsprozess der Bevölkerungsentwicklung zu erwarten wäre. Dabei sind Markenzigaretten der Industrie und niedrigpreisige Eigenmarken des Lebensmittelhandels gleichermaßen betroffen. So lag der Absatz der Markenzigaretten im November 2013 bei 5,186 Mrd. Stück Zigaretten (minus 8,3 Prozent); in den ersten elf Monaten 2013 waren es 64,241 Mrd. Stück Markenzigaretten (minus 4,1 Prozent). Die Handelseigenmarken, die in früheren Zeiten eine größere Marktbedeutung hatten, sind inzwischen deutlich zurückgefallen. So wurden im November 2013 schätzungsweise 760 Mio. Stück ausgeliefert (minus 4,9 Prozent), im Elf-Monats-Zeitram waren es zirka 8,204 Mrd. Stück (minus 7,7 Prozent).

    Auch der Feinschnittmarkt zeigt leichte Schrumpfungstendenzen, vor allem, wenn man ihn auf Gewichtbasis unter die Lupe nimmt. So wurden im November 2013 insgesamt 2 098 Tonnen an den Handel geliefert, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat einem Rückgang von 3,7 Prozent entsprach. Auch für den Zeitraum Januar bis November kumuliert lag die Absatzmenge in 2013 mit 24 404 Tonnen ergab sich noch eine Abschmelzung von minus 0,6 Prozent. Dabei traf der Rückgang erneut den klassischen Feinschnitt am stärksten. Dieser wies im November 2013 eine Absatzmenge von 1 045 Tonnen (minus 8,3 Prozent) auf, im Zeitraum Januar bis November 2013 kumuliert waren es 12 245 Tonnen (minus 4,0 Prozent). In die gleiche Richtung entwickelte sich der schnittoptimierte Feinschnitt: Hier sanken die Auslieferungen im November 2013 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 14,0 Prozent auf 425 Tonnen, im Elf-Monats-Zeitraum waren es 5 172 Tonnen (minus 8,8 Prozent). Deutlichen Zuwachs hatte dagegen das Segment Volumentabak, das im November eine Absatzmenge von 627 Tonnen (plus 14,8 Prozent) aufwies und im Elf-Monats-Zeitraum auf 6 987 Tonnen (plus 13,8 Prozent) kam. Auf Handelsmarken entfiel im November 2013 eine Menge von zirka 600 Tonnen (minus 1,3 Prozent), im Elf-Monats-Zeitraum waren es etwa 6 545 Tonnen (minus 2,8 Prozent).

    Verringert haben sich auch die Absatzzahlen der Ecocigarillos: Diese beliefen sich im November 2013 auf 174 Mio. Stück (minus 13 Prozent), im Elf-Monat-Zeitraum waren es 2,127 Mrd. Stück (minus 10,5 Prozent). An diesem Volumen hatten die Handelsmarken einen Anteil von 40,5 Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Handelsmarkenanteil bei den Ecos noch bei 37,4 Prozent gelegen.

    (DTZ 52/13)

  • Planta-Tabakmanufaktur mit Preisanpassung

    BERLIN (DTZ/fnf). Die Planta Tabak-Manufaktur wird ab Januar 2014 in den Produktsegmenten Feinschnitt und Zigaretten die Kleinverkaufspreise anheben. Basis dieser Entscheidung ist die Erhöhung der Tabaksteuer zum 1. Januar 2014.

    Die Gestaltung der Preise wurde mit sehr viel Augenmaß vorgenommen: So erhöhen sich z.B. die KVP von 20er-Packungen der Excellent-Zigarettenserie lediglich um 10 Cent (von 5,10 Euro auf 5,20 Euro pro Schachtel). Beim Feinschnitt wurden zwei Varianten umgesetzt: Entweder eine moderate Erhöhung, z.B. bei der 200g-Dose PL 88 Menthol von 24,95 Euro auf 25,80 Euro, oder der KVP wurde beibehalten und dafür der Inhalt minimal verringert, z.B. PL 88 Volumen in der Dose bleibt bei 9,95 Euro, geht aber inhaltlich von 80g auf 75g.

    Im Produktsegment Pfeifentabak nutzt Planta den Termin, um gestiegenen Material- und Energiekosten Rechnung zu tragen und die Kleinverkaufspreise ebenfalls sehr moderat anzuheben. Durchschnittlich werden z.B. die 50g-Abpackungen 25 Cent teurer.

    Bei allen Preiskalkulationen wurde größter Wert darauf gelegt, die Margen für den Handel so zu gestalten, dass Planta mit ihren Partnern im Handel auch weiterhin ein gutes, verantwortungsvolles und planbares Miteinander pflegen kann. Vor allem beim Pfeifentabak ergeben sich deutlich verbesserte Handelsspannen.

    Die neupreisigen Produkte werden fließend – nach Abverkauf der altpreisigen Ware – eingeführt, so, wie es sich in den vergangenen Jahren bewährt hat.

    (DTZ 50/13)

  • Firma Joh. Wilh. von Eicken passt Preise margenorientiert an

    LÜBECK (DTZ/fok). Mit einer breitgefächerten Preisanpassung ab Anfang Januar 2014 reagiert die Lübecker Traditionsfirma von Eicken auf die zum Jahreswechsel erfolgende Tabaksteuererhöhung auf Zigaretten und Feinschnitt. Außerdem wird das Unternehmen auch eine autonome Preiserhöhung für seine Pfeifentabake Barsdorf's Käpt'n Bester und Sindbad sowie bei den Zigarren für die Candlelight Classic Cigars vornehmen.

    Einer margenorientierten Preispolitik folgend stellt von Eicken heraus, dass die neuen Kleinverkaufspreise des Hauses zu einer Margenverbesserung für den Handel führen werden. Dabei werden die Preise pro Zigarettenpackung im Regelfall um 10 Cent erhöht. Beim Feinschnitt liegen die Anhebungen bei 2,00 bis 8,00 Euro je Kilogramm. Ausgenommen sind aktuell die Zigarettenmarken Denim, Pepe, St. Pauli sowie Manitou BP, die bereits im Juni 2013 überproportional im KVP angehoben worden waren. Aber auch hier sieht von Eicken eine weitere Anpassung vor, wenn entsprechende Marktimpulse die Umsetzbarkeit ermöglichen. Überproportional erfolgt die Preisanpassung bei den Marken Allure, Dimitrino und Manitou SP mit 20 Cent mehr pro Packung. Damit erfolgt ein kräftiger Margenanstieg in 2014, der damit aber auch bereits den letzten Preisschritt Anfang 2015 mit berücksichtigen wird.

    Starke Marktorientierung gibt von Eicken zwei neuen Angeboten auf den Weg, nämlich der Burton Original Value im XL bzw. XXL-Format, die ab Januar 2014 mit einem KVP von 5,00 Euro/23 Stück bzw. 6,00 Euro/27 Stück im derzeit erfolgreichsten niedrigpreisigen Preissegment für kräftige Impuls sorgen sollen. Mit einem neuen Konzept, das die Vermarktung ab Ende Februar begleiten soll, will von Eicken die normalerweise eher gebremste Akzeptanz des Handels für solche niedrigpreisigen Angebote deutlich verbessern.

    (DTZ 49/13)

  • Freimengen aus Osteuropa werden begrenzt

    BERLIN (DTZ/da). Laut einem Erlass des Bundesfinanzministeriums, der heute Vormittag an die Hauptzollämter erging, wird die zollfreie Einfuhr von Zigaretten durch Reisende aus mehreren EU-Staaten begrenzt.

    Statt der bislang erlaubten 800 Zigaretten dürfen Privatpersonen ab 1. Januar 2014 aus Bulgarien, Lettland, Litauen, Ungarn, Polen und Rumänien für ihren Eigenbedarf nur noch maximal 300 Stück steuerfrei nach Deutschland mitbringen.

    Jährlich werden rund 21 Mrd. Stück, also etwa ein Fünftel der in Deutschland konsumierten Zigaretten nicht in der Bundesrepublik versteuert. Dem Fiskus entgingen durch Jedermann-Einfuhren und durch Schmuggel im zurückliegenden Jahr schätzungsweise zirka vier Milliarden Euro, während der legale Handel im Inland massive Einnahmeverluste hinehmen musste.

    Der Erlass von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dürfte dazu beitragen, den vor allem aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern florierenden „Ameisenhandel“ mit Zigaretten einzudämmen. In Polen kostet zum Beispiel eine Stange Marlboro nur 3,34 Euro gegenüber 5,47 Euro in Deutschland (umgerechnet auf 20 Stück).

    In den genannten Ländern ist die Tabaksteuer niedriger als der von der EU festgesetzte Mindeststeuersatz für Zigaretten. Deshalb kann Deutschland die Reisefreimengen aus diesen Staaten begrenzen.

    (DTZ 49/13)

  • Reemtsma hebt Preise für Traditionsmarken an

    HAMBURG (DTZ/da). In wenigen Wochen, am 1. Januar 2014 folgt der nächste Schritt der fünfstufigen Tabaksteuererhöhung.

    Deshalb ist der Handel an einer kurzfristigen Information interessiert, wie und wann der Übergang auf neuversteuerte Ware erfolgt und ob die Kleinverkaufspreise (KVP) für Zigaretten angehoben werden.

    Der Handel erwartet zum einen Planungssicherheit im Hinblick auf die Umstellung und zum anderen, dass die Steuererhöhung nicht für ihn zu einer Mehrbelastung führt. Mit anderen Worten: Die steigende Tabaksteuer soll an den Konsumenten weiter gegeben werden. Vor diesem Hintergrund will die Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH, Hamburg, dem Vernehmen nach zum Jahresbeginn 2014 die Kleinverkaufspreise ihrer Traditionsmarken um zehn Cent anheben.

    Betroffen von dem Preisschritt wären zum Beispiel verschiedene Sorten der Marken R 1,  R 6, Peter Stuyvesant, Ernte 23, Reval oder Roth-Händle. Der KVP der Davidoff Slims soll überproportional um 20 Cent auf 5,40 Euro steigen. Der Übergang auf neuversteuerte Ware wird nicht stichtagsgenau, sondern fließend nach Abverkauf der Altbestände sein.

    (DTZ 47/13)

  • Tabaksteuereinnahmen: Starkes drittes Quartal

    WIESBADEN (DTZ/schu). Die Versteuerungszahlen für September lagen zum Vergleichsmonat des Vorjahrs mit Ausnahme der Sparte Zigarren/Zigarillos, die um 12,7 Prozent niedriger abschloss, insgesamt im Plus. Die Zigarettenversteuerung kletterte im September auf netto 1,12 Mrd. Euro (Vorjahresmonat: 1,02 Mrd. Euro oder plus 10,1 Prozent). Feinschnitt legte um 1,7 Prozent zu. Stark schloss auch Pfeifentabak (plus 11,7 Prozent) den vergangenen Monat ab.

    Die Tabaksteuereinnahmen zusammengenommen, stiegen im September um 8,8 Prozent und schraubten das bislang stärkste Quartal auf plus 1,8 Prozent (3,77 Mrd. Euro).

    Im Neun-Monats-Zeitraum blieben die Einnahmen um 0,6 Prozent hinter den Zahlen des vergleichbaren Vorjahresquartalen zurück. Den stärksten Einschnitt über die drei Quartale 2013 mussten Zigarren/Zigarillos hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stehen dort kumuliert Steuereinnahmen von 87,5 Mio. Euro (2012: 95,1 Mio. Euro) oder minus 7,9 Prozent zu Buche. Feinschnitt fiel von 1,26 Mrd. Euro (2012) auf 1,25 Mrd. Euro). Die Zigarettenversteuerung über das vergangene Dreiviertel-Jahr sank um 0,4 Prozent auf 8,12 Mrd. Euro, während 2012 noch 8,16 Mrd. Euro dem Fiskus zuflossen.

    Beim Bezug von Steuerzeichen lagen die Mengen im September 2013 durchgängig unter denen des Augusts – ausgenommen Feinschnitt, der deutlich um 9,1 Prozent auf 2441,7 t zulegte sowie Pfeifentabak (plus 3,1 Prozent), der auf 1005,7 t kam.

    Der Banderolenbezug von Zigaretten sackte leicht um 0,2 Prozent auf 7,38 Mrd. Stück ab. Vergleicht man den Vorjahres-September, sogar deutlich um 5,2 Prozent (2012: 7,80 Mrd. Stück). Über den Neun-Monats-Zyklus betrachtet, tragen in diesem Jahr die Mengen beim Bezug von Steuerzeichen bei fast allen Sparten negative Vorzeichen. Einzig Pfeifentabak konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,7 Prozent auf 810,1 t zulegen (2012: 766,2 t). Der Kleinverkaufswert bezifferte sich auf 84,88 Mio. Euro.

    Für Zigaretten wurden für 58,65 Mrd. Stück Banderolen bezogen, das sind 3,6 Prozent weniger als in den ersten neun Monaten 2012 (60,82 Mrd. Stück). Hier lag der Kleinverkaufswert mit 14,66 Mrd. Euro um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert von 14,83 Mrd. Euro. Abwärts ging es auch für Feinschnitt: Der Bezug von Steuerzeichen sackte ab um 4,5 Prozent auf 18 912  t, im Vorjahreszeitraum waren es noch 19 802,5 t gewesen.

    Allerdings stieg der Kleinverkaufswert leicht um 0,8 Prozent auf 2,44 Mrd. Euro (2012: 2,42 Mrd. Euro). Nicht besser erging es der Produktgruppe Zigarren/Zigarillos: Beim Bezug von Steuerzeichen rutschte die Menge im Vergleichszeitraum 2013/12 um 4,6 Prozent ab, das waren 131,0 Mio. Stück weniger als 2012, wo Banderolen für insgesamt 2,86 Mrd. Stück bezogen wurden. Deren Kleinverkaufswert verringerte sich über den Neun-Monats-Zeitraum um 3,3 Prozent auf 553,6 Mio. Euro (2012: 572,3 Mio. Euro). Insgesamt gaben die Kleinverkaufswerte über die drei Quartale leicht um 0,9 Prozent nach. Alle Tabakwaren hatten einen Wert von 17,74 Mrd. Euro, im Vorjahreszeitraum waren es 17,91 Mrd. Euro.

    (DTZ 43/13)

  • Schmuggler prellen Staat um Millionen

    CANBERRA (DTZ/red). Umgerechnet rund 805 Millionen Euro hat der australische Staat 2012 an den Zigarettenschmuggel verloren.

    Zu diesem Ergebnis kommen das Beratungsunternehmen Oxford Economics und das International Tax and Investment Center in einer gemeinsamen Untersuchung.

    Eine Ursache für die enormen Verluste des Fiskus sieht die Studie in der hohen Tabaksteuer. Sie heizt den Schwarzmarkt an. 2010 hatte Australien eine Steuererhöhung um 25 Prozent auf Tabakprodukte verabschiedet. Seither registrieren die Forscher eine kontinuierliche Abwanderung der Konsumenten aus dem legalen Markt und einen damit einhergehenden Anstieg der illegal gehandelten Zigaretten. Wurden 2011 noch 82 Millionen geschmuggelte Zigaretten konsumiert, waren es 2012 bereits 122 Millionen Stück. Das entspricht einem Anstieg von rund 33 Prozent.

    Die australischen Zigaretten gehören mittlerweile zu den teuersten weltweit. Für eine Packung müssen Verbraucher durchschnittlich umgerechnet rund 10,20 Euro ausgeben.

    Die Forscher schätzen, dass 11,3 Prozent aller in Australien konsumierten Zigaretten, rund 2,7 Milliarden Stück, im letzten Jahr aus Ländern wie China oder Südkorea illegal eingeführt wurden.

    (DTZ 43/13)

  • Philip Morris International steigert Quartalsgewinn

    LAUSANNE (DTZ/pi). Der Zigarettenkonzern Philip Morris International (PMI) konnte seinen Gewinn im dritten Quartal um 2,3 Mrd. US-Dollar gegenüber 1,7 Mrd. Euro im vergleichbaren Vorjahreszeitraum steigern, was einem Plus von 5 Prozent entspricht.

    Der Umsatz ohne Tabaksteuern liegt stabil bei 7,9 Mrd. Dollar (5,77 Mrd. Euro), teilte das Unternehmen letzte Woche mit. Trotz Rauchverboten und Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen hat der Tabakkonzern Philip Morris International im dritten Quartal mehr verdient. Zwar gingen die Zigarettenverkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, doch der Marlboro-Hersteller glich dies durch Preiserhöhungen aus.

    (DTZ 43/13)

  • Steuerzeichenstelle informiert zum nächsten Tabaksteuerschritt

    BONN (DTZ/vi). Die Vorbereitungen für die Umsetzung der vierten Stufe des Tabaksteuermodells laufen. Wie der Bundesverband des Tabakwaren-einzelhandels BTWE in seinem dieswöchigen Newsletter BTWE Chef-Info meldet, werden bei den Gattungen Zigarette und Feinschnitt die Änderungen der vierten Stufe ab dem 1. Januar 2014 wirksam, ausgenommen sind die Gattungen Zigarre/Zigarillo und Pfeifentabak.

    Einzelheiten zum Tabaksteuertarif können z. B. auf der Internetseite der Bundeszollverwaltung unter [link|http://www.zoll.de]www.zoll.de[/link] nachgelesen werden.

    So erhöht sich bei Zigaretten für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der spezifische Tabaksteuersatz von bisher 9,44 Cent auf dann 9,63 Cent je Stück. Der proportionale Steuersatz verändert sich von bisher 21,80 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 18,881 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette auf neu: 21,74 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 19,259 Cent je Stück abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises der zu versteuernden Zigarette.

    Beim Feinschnitt steigt für den Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 der spezifische Tabaksteuersatz von bisher 45,00 Euro je Kilogramm auf neu 46.75 Euro je Kilogramm. Der spezifische Steuersatz des Feinschnitts erhöht sich von bisher 14,51 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 88,20 Euro je Kilogramm abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises des zu versteuernden Feinschnitts auf neu: 14,63 Prozent des Kleinverkaufspreises, mindestens 91,63 Euro je Kilogramm abzüglich der Umsatzsteuer des Kleinverkaufspreises des zu versteuernden Feinschnitts.

    Es besteht die Möglichkeit, die neuen Steuerwerte ab sofort mit dem Hauptzollamt Bünde abzugleichen.

    Laut dem Hauptzollamt Bünde ergeben sich für die einzelnen Gattungen die in der Tabelle aufgeführten Kennzeichnungen.

    Der Restbedarf an Steuerzeichen für den Bezugszeitraum bis einschließlich 31. Dezember 2013 ist rechtzeitig, spätestens jedoch bis zum 15.11.2013, und nur im erforderlichen Maße anzumelden bzw. mit Steueranmeldung zu bestellen(§ 32 Absatz 4 TabStV).

    Ebenso ist der Bedarf an neuen Steuerzeichen für die Zeit ab 1. Januar 2014 rechtzeitig anzumelden bzw. mit Steueranmeldung zu bestellen. Die neuen Steuerzeichen können frühestens ab dem 1. November 2013 bezogen werden, wobei die Bestellfristen des § 32 TabStV zu beachten sind.

    Alle Steueranmeldungen/Bedarfsmeldungen für neue Steuerzeichen (Zigaretten; Feinschnitt), gültig ab 1. Januar 2014, sind bis zum 31. Dezember 2013 deutlich mit „NEU“ zu kennzeichnen. Alle übrigen Steueranmeldungen/Bedarfsmeldungen sind deutlich mit „ALT“ zu kennzeichnen. Dieser Aufwand ist erforderlich, damit die Wahrscheinlichkeit von Verwechslungen nahezu ausgeschlossen werden kann.

    (DTZ 42/13)

  • Zigarettenschmuggel – das blühende Geschäft mit dem blauen Dunst

    LEIPZIG (DTZ/red). Der Zigarettenschmuggel boomt in Europa. Die Gewinne sind gewaltig. Und jede Erhöhung der Tabaksteuer heizt das illegale Geschäft weiter an. Die MDR-Reportage „Exakt – Die Story“ am 9. Oktober, 20:45 Uhr, folgt den Spuren der Schmuggler, Händler und Käufer.

    Der Erfolg ist für die Ermittler nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn das Geschäft mit dem blauen Dunst hat seit Monaten Hochkonjunktur und ist lukrativer als der Drogenhandel. Die Gewinne sind immens: Einkauf 70 Cent pro Päckchen, Verkauf zwei Euro fünfzig. Jede fünfte im Bundesgebiet gerauchte Zigarette wird nicht in Deutschland versteuert. In Sachsen, Thüringen und Brandenburg mancherorts sogar jede zweite. 2012 hat der deutsche Zoll 146 Millionen illegale Zigaretten beschlagnahmt.

    Der Fernsehbeitrag verfolgt die Spuren der Zigaretten-Mafia von der deutsch-polnischen Grenze über Berlin bis nach Dresden und erklärt wie die Geschäfte abgewickelt werden und wie viel Schmuggler, Hehler und Straßenhändler verdienen. Außerdem begleiten die Redakteure einen Detektiv der Reemtsma Cigarettenfabriken und zeigen im Labor mit welchen Zusatzstoffen der Tabak gestreckt wird.

    (DTZ 41/13)