BASEL (DTZ/red). Das Schweizer Rauchverbot in Restaurants und Bars war erneut ein wichtiges Thema an der Generalversammlung des Wirteverbandes Basel-Stadt. „Demokratie darf nicht bedeuten, dass die Mehrheit der Minderheit einen Lebensstil aufzwingt“, meinte Vorstandsmitglied Maurus Ebneter.
Der Paradigmenwechsel, dass Gaststätten rauchfrei sind, sei nicht das Problem. Eine verhältnismäßige Lösung müsse aber Ausnahmen für bediente Raucherräume und kleine, klar gekennzeichnete Raucherbetriebe erlauben.
„Verbot schießt übers Ziel“
Die Mitglieder sahen das genau so. Sie beauftragten den Vorstand mit der Planung einer kantonalen Volksinitiative, die die Übernahme des Bundesgesetzes zum Schutz vor Passivrauchen vorsieht. Die Bundesregelung ist moderater als das radikale kantonale Verbot, weshalb sie in Wirtekreisen als „das kleinere Übel“ gilt.
„Leider zeichnet sich schon nach kurzer Zeit ab, dass das Verbot weit über das Ziel hinaus schießt“, sagte Verbandspräsident Josef Schüpfer. Es gebe aber auch ein enormes Bedürfnis nach bedienten Raucherbereichen.
(DTZ 19/10)
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