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  • Neue Iqos-Boutique eröffnet

    ESSEN // Philip Morris hat am 19. April eine exklusive Iqos-Boutique im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen eröffnet. Nach dem Erfolg des Pop-up-Stores wird die Verkaufsfläche nun deutlich vergrößert, ein permanenter Verkaufsstandort entsteht.

    „Die große Nachfrage am Limbecker Platz hat uns ermutigt, eine Boutique zu eröffnen. Erwachsene Raucher erhalten dort zukünftig eine noch umfassendere Beratung sowie eine größere Auswahl an Accessoires“, sagt Markus Essing, Chef der Philip Morris GmbH. Weitere Iqos-Boutiquen und Pop-up-Stores befinden sich in Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. Daneben ist Iqos bei rund 1.000 Tabakfachhändlern und Tankstellen in ganz Deutschland sowie auf der herstellereigenen Online-Verkaufsplattform erhältlich. Die Tabaksticks Heets können in über 15.000 Tabakverkaufsstellen sowie im Lebensmitteleinzelhandel erworben werden.

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    (DTZ 16/18)

  • Blick geht weit nach vorn

    WEILBURG // Auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes der Automaten-Fachaufsteller (Vafa) beschäftigten sich die Teilnehmer mit den aktuellen Veränderungen in der Branche und fragten sich, wie eine Weichenstellung für zukünftige Entwicklungen aussehen könnte.

    Eine der aktuellen Fragen, mit denen sich die Vafa-Verantwortlichen beschäftigen, galt der Euvent 2019. „Findet die Messe noch in einem normalen Rahmen statt, oder geht sie diesmal darüber hinaus?“, fragte Vafa-Geschäftsführer Paul Brühl und regte an: „Die Messe muss größer werden, zum Beispiel in dem weitere Branchenkategorien hinzukommen.“

    Die Öffentlichkeitsarbeit ist dem Verband besonders wichtig. Dazu zählten im vergangenen Jahr die vielen Beiträge, unter anderem in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und der „dpa“ sowie die Debatte mit dem Städtetag wegen überhöhter Sondernutzungsgebühren und kritikwürdiger Anlehnungsbescheide, wie Brühl aufzählte.

    Werbung mit neuem Aufkleber
    Ein Online-Video, das zeigt, wofür der Verband steht, und der Aufbau einer national und international vernetzten Lobbyarbeit, sind Ideen, die Brühl dem Plenum vortrug. Beides Vorschläge, deren Realisierung allerdings langfristig angelegt ist, da sie einen erheblichen Aufwand und Mehrkosten mit sich bringen, so Brühl. Dafür zeige Vafa bereits heute bei Facebook und im Berufsnetzwerk Xing Präsenz und habe eine von Hans Jürgen Sallat regelmäßig und zuverlässig aktualisierte Homepage. Zudem könnten Vafa-Firmen mit einem neuen Aufkleber für die Mitgliedschaft im Verband werben. Brühl berichtete auch, dass man die Resolution der IHK Gießen-Friedberg, die Bargeldtransaktionen ohne Obergrenze fordert und gegen eine Abschaffung von Bargeld ist, unterstütze.

    Wie sehr die Verbandsarbeit fruchtet, wurde in der Zahl der Neuanmeldungen deutlich. Dem Verband sind fünf neue Mitglieder beigetreten und während der Tagung kam sogar ein weiteres dazu. Aktuell hat der Vafa 74 Mitglieder. Brühl berichtete, dass es derzeit etwa zehn weitere Interessenten gebe. Besonders erfreut zeigte sich der Geschäftsführer, dass sich mit Dirk Böhme erstmals und Ralph Zimmermann zum wiederholten Mal zwei Mitglieder die Zertifikation Vafa-Zert verdient haben. „Nutzen sie dieses Instrument“, wendete sich Zimmermann direkt an das Publikum, „es ist für Interessenten ein wichtiges Kriterium. Deswegen sind Unternehmen auf uns aufmerksam geworden.“ Tatsächlich meldete sich ein Tagungsteilnehmer, der sich nach Vafa-Zert prüfen lassen will.

    Neben der Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung, die einstimmig erfolgte, wurden Karl Heinz Schnieders für drei Jahre und Heiko Schütz für ein weiteres Jahr als Kassenprüfer gewählt. Außerdem stimmten die Teilnehmer für den Antrag „Sondertarif für Existenzgründer und Kleinstunternehmer“.

    Image positiv beeinflussen
    Zum Tagungsprogramm gehörte auch der Graffiti-Künstler Kaletta, der an vor Ort gemachten Kunstwerken zeigte, wie sich Automaten-Aufsteller damit individuell präsentieren können. Außerdem rundete eine Reihe von Vorträgen das Programm ab. Der Unternehmensberater und Automaten-Fachaufsteller Jürgen Müller zeigte in seinem Referat „Branding“, wie man mit wenig Aufwand das Erscheinungsbild von Automaten aufwerten und damit das Image der Branche positiv beeinflussen kann. Mark Knüppel von der Fachhochschule Aachen referierte über die Nachfolge in Unternehmen. Paul Brühl informierte in seinem Vortrag, wie man in drei Schritten zur Zertifizierung Vafa-Zert kommt.

    Zum Abschluss der Tagung forderte Brühl zu einem vorausschauenden Handeln in Bezug auf die nächste Kundengeneration auf: „Siebenjährige, die heute an einem Kaugummiautomaten stehen, sind die Kunden von morgen, wenn sie an einem Snack-Automaten stehen.“

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    (DTZ 16/18)

  • Zigaretten werden teurer

    MAINZ // Nachdem Philip Morris als erster Zigarettenkonzern in diesem Jahr die Preise für seine Tabakprodukte angehoben hatte und kleinere Anbieter gefolgt waren (DTZ berichtete), optimieren nun auch die anderen Branchenriesen ihre Portfolios.

    So ist aus Hamburg zu hören, dass British American Tobacco mit der Marke Pall Mall über Packungsverkleinerungen an der Preisschraube dreht. Die bislang vertriebenen Packungen mit 21 Stück (Authentic Blue“, „Authentic Red“, „Blue“, „Red“) werden offenbar auf 20er-Päckchen für je 6,00 Euro umgestellt. Über eine Anpassung für die Top-Marke Lucky Strike war bis Redaktionsschluss noch nichts bekannt.

    Reemtsma geht mit JPS den gleichen Weg und verkauft künftig ebenfalls nur noch 20er-Einheiten für 6,00 Euro. Die Gauloises Blondes werden mit 21 Stück je Packung für 6,40 Euro in den Markt gebracht.

    Japan Tobacco hebt die Preise für den Markenklassiker Camel an. Weitere Feinjustierungen dürften ebenfalls anstehen.

    red

    (DTZ 16/18)

  • Immer mehr Dampfer

    LONDON // Der weltweite Markt für Tabakwaren hatte 2017 ein Volumen von 6,5 Billionen US-Dollar (gut 5,4 Billionen Euro). Das hat das Marktforschungsinstitut GlobalData errechnet. Größter Markt: China. Dort wurden 2,4 Billionen Zigaretten verkauft.

    Allerdings, so die Briten, sei nun ein Wendepunkt erreicht. Zum Jahresende 2017 hätten bereits 18 Prozent aller Raucher E-Zigaretten konsumiert. Mehr als die Hälfte der Dampfer gaben an, sie würden aus gesundheitlichen Gründen wechseln. Viele Umsteiger sagten zudem, die Vielzahl der zur Verfügung stehenden Aromen hätte sie zum Wechsel bewegt. An dritter Stelle der Gründe für den Ausstieg aus der klassischen Zigarette kamen mit 14 Prozent die Kosten. Besonders stark ist die E-Zigarette demnach im asiatisch-pazifischen Raum vertreten.

    max

    (DTZ 16/18)

  • „Wir brauchen Planbarkeit“

    HAMBURG // Ein sonniger Frühlingstag. Die Jalousien des Konferenzraums im Reemtsma-Gebäude in Hamburg-Bahrenfeld sind ein gutes Stück hinuntergelassen. Draußen zwitschern die Vögel. Eigentlich sollte neben Stefanie Birtel, Market Managerin Germany, auch David O’Neill hier sitzen, der Head of Next Generation Products. Doch der Brite musste kurzfristig wegen eines wichtigen Termins rund um den Launch der neuen E-Zigarette MyBlu absagen.

    Frau Birtel, was bewegt Sie bei Reemtsma derzeit besonders?
    Stefanie Birtel: Ich würde mich sehr freuen, wenn wir besseres Wetter hätten.


    Nanu, der Himmel ist strahlend blau.

    Birtel: Aber im März war das Wetter unglaublich schlecht.


    Stimmt, ungefähr ein Grad kälter als das langjährige Mittel, dabei verbreitet nass und windig.

    Birtel: Genau, das merken wir natürlich und das spielt uns der Handel auch zurück. Dazu kamen die vielen Grippefälle. Das merkt die gesamte Branche an den Absätzen. Wir hatten selten so einen schlechten März wie 2018. Jetzt hoffe ich auf einen sehr guten Sommer. Nach einer Bauernregel könnte es heiß werden.

    Auch die Fußball-WM spielt Ihnen in die Karten.
    Birtel: Das kann man so sagen: Dann sind wieder viele Leute unterwegs, es gibt Public Viewings – und es wird sicher wieder ordentlich geraucht …

    Das macht sich so deutlich bemerkbar?
    Birtel: Ja. Vor vier Jahren war das Wetter auch extrem gut. Und wenn dann die Kneipen auf den Straßen Bildschirme aufbauen, verkauft die Branche mehr Zigaretten. Schon der Auftakt zur Grillsaison hilft uns. Aber Großereignisse sind natürlich noch besser.


    Was wird die Branche in den kommenden Monaten noch bewegen?

    Birtel: Die – leider – ungebremste Nachfrage nach Großformaten.

    Sie sagen „leider“?
    Birtel: Schauen Sie mal, wie wenig Regalplatz die Händler zum Teil haben. Natürlich fragen die sich, wo sie die immer größeren Formate hinstellen sollen. Und das gilt auch für die großen Zigarettenformate, die es mittlerweile gibt. Da merkt man: Das wird ganz schön eng. Allerdings: Der Konsument fragt diese Großformate nach. Man kann sagen: Großformate werden auch im laufenden Jahr weiter im Trend liegen.


    Setzen Sie auf Eimer oder auf eckige Boxen?

    Birtel: Eckig! Die sind leichter stapelbar und einfacher zu gestalten. Außerdem haben wir festgestellt, dass die Konsumenten in den Dosen einen Zweitnutzen sehen. Das sind hervorragende Behälter etwa für Handwerkerbedarf wie Schrauben und Nägel.

    Wie halten die Konsumenten den Tabak frisch?
    Birtel: Eine spannende Frage. Durch unsere Click-Deckel haben die Konsumenten eher ein Gefühl der Frische als bei anderen OTP-Produkten. Und aus der Marktforschung wissen wir, dass die Konsumenten ihre eigenen Tricks entwickeln, indem sie Brot mit in die Packung tun, Apfelschalen oder kleine Tonkügelchen, die die Feuchtigkeit speichern.


    Ich vermute, es gibt ein weiteres großes Thema?

    Birtel: Sie spielen auf Track & Trace an. Da freue ich mich, wenn wir endlich etwas mehr Klarheit für die Umsetzung im Markt bekommen. Immerhin betrifft das Verfahren die gesamte Wertschöpfungskette – und eben nicht nur die Industrie. Heute wissen wir immer noch nicht, was die Umsetzung letztlich für Konsequenzen haben wird. Da sehe ich zurzeit vor allem ein paar Fragezeichen.

    Haben Sie trotzdem schon Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten?
    Birtel: Viel können wir nicht machen, weil so vieles noch unklar ist. Wir können uns auf die schmaleren Steuerzeichen vorbereiten, die uns – wie andere Hersteller auch – vor Herausforderungen in der Produktion und in der Umsetzung stellen. Auf manchen Packungsformaten wird es schwierig, diese Zeichen aufzubringen. Grundsätzlich brauchen wir und der Handel schnell Planbarkeit und wir versuchen – insbesondere über die Arbeit im Verband …

    Also den Deutschen Zigarettenverband.
    Birtel: … manche Vorhaben für uns und den Handel einfacher zu gestalten.

    Zum Beispiel?
    Birtel: Zum Beispiel die Frage, wie unter dem erheblichen Zeitdruck bis Mai 2019 alle Prozess-Anforderungen an Track & Trace zwischen Handel und Industrie erfüllt werden können.

    Also, da gibt es noch Einiges zu tun.
    Birtel: Und wir müssen ja auch noch unseren Außendienst vorbereiten, damit die Kollegen dort den Handel informieren und unterstützen können.

    Der Außendienst hat derzeit auch viel zu tun, weil Sie ein neues Produkt in den Markt bringen.
    Birtel: Ja, unsere E-Zigarette. Richtig, wir stecken mitten im Launch. Deswegen kann David O’Neill bei diesem Gespräch leider nicht dabei sein. Aber wir befinden uns da in einer sehr spannenden Phase mit einem Produkt, das für Reemtsma sehr wichtig ist. Obwohl wir unser Geld noch ganz klassisch mit Tabakprodukten verdienen. Und wir werden das auch in den nächsten Jahren noch tun.

    Das sehen Wettbewerber anders …
    Birtel: Die Marktrealität zeigt, dass 97 Prozent des Tabakmarktes noch immer klassischer Tabak sind. In Deutschland darf – wenn man die Situation international vergleicht – an ziemlich vielen Orten noch geraucht werden. Der soziale Druck ist hier noch längst nicht so groß. Obwohl die Lage also vergleichsweise entspannt ist, werden tabakfreie Alternativen, E-Zigaretten, immer wichtiger. Und ich freue mich, dass wir mit MyBlu ein überzeugendes Produkt am Start haben.

    Und dabei geht es um einen bundesweiten Roll-out?
    Birtel: Wir beginnen mit Großstädten wie Hamburg, München, Berlin … Dort sammeln wir erste Erfahrungen, stellen fest, wie das Produkt beim Handel und natürlich beim Konsumenten ankommt. Wir haben da ganz unterschiedliche Konzepte, die vom Web-Shop über Pop-up-Stores bis zum klassischen Handel reichen. Das ist ganz anders als im klassischen Business und damit auch für uns neu. Aber unser Ziel ist es natürlich, MyBlu bis zum Jahresende flächendeckend zu vertreiben.

    Die ersten Feedbacks?
    Birtel: Sind sehr positiv. Blu ist in den USA die zweitgrößte E-Zigarettenmarke und jetzt hier erhältlich. Sowohl Groß- als auch Einzelhandel sind sehr interessiert und wollen loslegen. Das freut mich besonders, denn eines ist klar: Auf unseren Produkten steht überall Reemtsma, wir sind ein Unternehmen.


    Und Sie selbst?

    Birtel: Ich bin keine Dampferin, habe aber selbstverständlich die Produkte probiert. Und ich muss sagen: Einige Geschmacksrichtungen haben mich wirklich überzeugt. Daher habe ich – obwohl leidenschaftliche Raucherin – zu Hause und im Büro jetzt auch immer eine MyBlu in Reichweite.


    Wird die E-Zigarette irgendwann der klassischen Zigarette den Rang ablaufen?

    Birtel: Wenn ich mir die Rauchhistorie ansehe, komme ich zu dem Schluss: Es wird immer geraucht werden. Tabak ist ein Kulturprodukt seit mehr als 500 Jahren. Aber heute wird anders geraucht, bewusster und vielleicht auch weniger. Da werden tabakfreie Alternativen wie die E-Zigarette natürlich immer wichtiger. E-Zigaretten machen heute zwei Prozent des Marktes aus – und das wird mehr werden. Aber die klassische Zigarette wird noch sehr lange eine Rolle spielen.

    Ein ganz anderes Thema: Viele Händler sind verunsichert, wenn es um das Thema „Produktkarten“ geht. Wie gehen Sie damit um?
    Birtel: Es gibt ja ein aktuelles Urteil des Landgerichts Berlin, demzufolge die Warnhinweise der Packungen am POS durch Produktkarten verdeckt werden dürfen. Das war schon immer auch unsere Auffassung. Daher stellen wir diese Karten weiter her und sie sind bei uns abrufbar. Das haben wir auch die ganze Zeit über so gehalten.

    Dem Handel helfen die Karten?
    Birtel: Ja, zum einen sind sie eine gute Orientierungshilfe. Nehmen wir das Plain-Packaging-Land Großbritannien: Dort herrscht große Verunsicherung bei den Händlern und bei den Konsumenten. Ich habe in meiner Zeit dort mehrfach beobachtet, dass die Kunden das Geschäft mit völlig anderen Produkten verlassen haben, als sie eigentlich erwerben wollten. Man sieht es einfach nicht, wenn man es in die Hand gedrückt bekommt. Und andererseits sieht das Regal dadurch natürlich attraktiver aus als mit den Schockbildern. Also: Es gibt sie nach wie vor, und ich finde sie gut.

    Ist die Nachfrage groß?
    Birtel: Sie hat etwas abgenommen, weil viele Händler sie ja bereits nutzen. Aber: Wir werden jetzt mit den neuen Preisen auch aktualisierte Karten anbieten.

    Was bieten Sie dem Handel noch an Unterstützung?
    Birtel: Wie Sie wissen, betreiben wir zwei Händler-Portale, nämlich einmal das Business-Team mit 900 bis 950 Nutzern, sowie meinreemtsma.de, das wir gerade überarbeiten. Dort geben wir dem Handel Informationen dazu, was gerade rund um alle Branchenthemen geschieht oder welche politischen Entwicklungen unsere Branche betreffen, aber auch Markttrends, praktische Tipps oder einen Feiertagskalender. Und natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen.

    Und Sie sind stolz auf die Beratung, die Ihr Außendienst leistet.
    Birtel: Ja, wir haben drei Funktionsgruppen im Außendienst – für den Lebensmitteleinzelhandel, für Tankstellen und den Fachhandel und eine dritte für den freien Bereich. Das werden wir auch in Zukunft so handhaben. Und damit bieten wir eine hohe Beratungsqualität – diesen Mehrwert spürt der Handel, der das als partnerschaftliche Beratung auf Augenhöhe versteht. Unser Außendienst ist schon sehr gut – nicht nur innerhalb der Industrie, sondern generell.

    max

    Lesen Sie das vollständige Interview in der Printausgabe DTZ 15/18.

  • Schwieriges Quartal für Tabakanleger

    FRANKFURT // Die Börse hat es im ersten Quartal des laufenden Jahres nicht allzu gut mit Tabakanlegern gemeint. Erst zu Ende März gab es eine deutliche Erholungsbewegung bei Altria, BAT und Co.

    Schlusslicht war dabei die Reemtsma-Mutter Imperial Brands: Der Mischkonzern schloss die ersten drei Monate mit einem satten Minus von fast 24 Prozent ab. Am besten kam Philip Morris – trotz des aktuellen Umbruchs – weg; der Konzern landete mit einem Kursverlust von knapp 7,5 Prozent auf dem Spitzenplatz unter den Top 5.

    Damit schnitten die Branchenwerte auch schlechter ab als die großen Indizes. Der Dax etwa verlor im gleichen Zeitraum rund 6,2 Prozent, der größere S & P 500 hielt seine Verluste vor allem dank eines starken Jahresauftakts mit 1,6 Prozent in einem überschaubaren Rahmen.

    Die Aktionäre können sich jedoch mit den traditionell hohen Ausschüttungen der Konzerne trösten. Für 2018 rechnen Beobachter mit Dividendenrenditen von 4,4 (Philip Morris), 4,7 (Altria), 4,9 (BAT und JTI) sowie üppigen 7,7 Prozent bei Imperial Brands – im Vergleich zu anderen Branchen Spitzenwerte.


    max

    (DTZ 15/18)

  • Kontroverse E-Zigarettenstudie wirft Fragen auf

    BERLIN // Anfang April wurde im Ärzteblatt eine Studie mit Belegen dafür, dass E-Zigaretten für Jugendliche der Einstieg zu Tabakzigaretten sein können, veröffentlicht. Obwohl diese selbst durch die Autoren eingeschränkt werden und leicht zu widerlegen sind, erwartet das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG), dass die Ergebnisse in den Medien fortlaufend aufgegriffen und zugespitzt werden.

    Grund dafür ist, dass die Studie vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) durch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gefördert wurde und damit einen prominenten Absender hat.

    Sollte der Handel mit der Berichterstattung zur Studie, ob im Kundenkontakt, durch Medien oder im Bekanntenkreis, konfrontiert werdet, hat der BfTG ein Papier mit Hintergrundinformationen zusammengestellt:
    [linkn|http://www.tabakfreiergenuss.org/wp-content/uploads/2018/04/BfTG-Argumentationspapier.pdf]BfTG-Argumentationspapier[/link]

    (DTZ 14/18)

  • Knapp 600.000 Österreicher stimmen gegen das Rauchen

    WIEN // Die Initiatoren des „Don't smoke“-Volksbegehrens haben 591.146 Unterstützungserklärungen gesammelt und im Innenministerium abgegeben. Nun wird die eigentliche Eintragungswoche für weitere Unterschriften festgesetzt.

    Mit dieser Unterschriftenzahl übergaben die Initiatoren von der Wiener Ärztekammer und der Österreichischen Krebshilfe am Mittwochvormittag den Einleitungsantrag an das Innenministerium. Dieses hat nun drei Wochen Zeit, die eigentliche Eintragungswoche festzulegen.

    Der Eintragungszeitraum von acht aufeinanderfolgenden Tagen muss so gewählt sein, dass das Volksbegehren frühestens acht Wochen nach der Verlautbarung durch das Innenministerium startet und spätestens sechs Monate danach endet. Die Unterstützungserklärungen zählen zu den dann noch folgenden Unterschriften hinzu. red

    (DTZ 14/2018)

  • FDA überprüft Longfiller

    SILVER SPRING // Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) prüft zurzeit die Zulassungskriterien, die sie für Premiumzigarren festgelegt hat. Ein Schritt, hinter dem Anti-Tabak-Gruppen bereits eine Lockerung der strengen Regulierungen für Longfiller vermuten, berichten US-Medien.

    Demnach fehlt der Behörde ein Leitfaden wie Zigarren reguliert werden sollen. Sie fordert mehr Information zu Definition und Konsum des Produkts an, heißt es. Vor knapp zwei Jahren erweiterte die FDA den Regulierungsrahmen für Tabakprodukte, was dazu führte, das auch Zigarren in das Raster beziehungsweise unter die Aufsicht der FDA fielen. Das wurde vor kurzem von der Behörde jetzt selbst hinterfragt, heißt es. Man wolle verstehen, ob Premiumzigarren ähnlich wie andere Tabakprodukte bewertet werden müssen, erläuterte FDA-Chef Scott Gottlieb.

    Es ist US-Medien zufolge der jüngste Schritt, die Gottlieb in der Sparte Tabak- und Nikotin-Regulierung vorsieht. red

    (DTZ 14/2018)

  • Foodwatch fordert Strafsteuer auf überzuckerte Getränke

    BERLIN // Im Coca-Cola-Report des Verbraucherschutz-Vereins Foodwatch geht es um Gesundheitsrisiken und den Einfluss auf Wissenschaft und Politik. Der Softgetränkehersteller weist die Vorwürfe zurück.

    Rund 60 Prozent der so genannten Erfrischungsgetränke in Deutschland sind nach der Foodwatch-Studie überzuckert, sie enthalten mehr als vier Stücke Würfelzucker pro Viertelliter-Glas. Es gebe ausreichend Belege für einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und Zuckergetränken, sagt Huizinga, der für die Verbraucherorganisation den kritischen Bericht zusammengestellt hat. Inzwischen gelte jeder zehnte Jugendliche als fettleibig und sogar jeder vierte Erwachsene.

    Foodwatch verlangt von Coca-Cola und den anderen Produzenten deutlich niedrigere Zuckeranteile in ihren Softdrinks. Damit das wirklich so kommt, müsse die Bundesregierung eine Herstellerabgabe für überzuckerte Getränke einführen.

    Hersteller wehrt sich gegen Vorwürfe
    Coca-Cola sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Der US-Konzern bestreitet nicht nur, dass man seine Produkte für eine Zunahme von Fettleibigkeit und Diabetes verantwortlich machen könne. Er wehrt sich auch gegen den Vorwurf, man ziehe sich Kinder und Jugendliche über Fernseh- und Internet-Werbung als Konsumenten heran.

    Schrittweise sei Coca-Cola schon seit Jahren dabei, mit neuen Rezepten weniger Zucker für seine Limonaden zu verwenden, sagt der Manager Patrick Kammerer. Alle klassischen Sorten würden schon lange auch in zuckerfreien Varianten angeboten. red

    (DTZ 14/2018)