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  • Anzeigen-Kampagne gegen Einheitspackung

    LONDON (DTZ/red). Japan Tobacco International (JTI) will mit einer außergewöhnlichen Presse-Kampagne die Öffentlichkeit über die Folgen der Einheitspackung (engl. Plain Packaging) für Tabakprodukte aufklären.

    Die Anzeigenmotive werden seit Anfang Juli in britischen Magazinen und anderen Presseerzeugnissen geschaltet und werfen die grundsätzliche Frage nach dem Sinn von Plain Packaging auf. Der drittgrößte Tabakkonzern weltweit investiert dafür rund 2,6 Millionen Euro.

    In Großbritannien läuft noch bis 10. August eine öffentliche Online-Abstimmung des Gesundheitsministeriums (DoH) zum Thema.

    Industrie, Handel und Nichtregierungsorganisationen kritisieren, dass die geplante Maßnahme am Ziel vorbei reguliere. Statt Jugendschutz und Einschränkung des Tabakkonsums zu unterstützen, werde dadurch die legale Wirtschaft geschwächt und im Gegenzug das organisierte Verbrechen wie der Schmuggel gestärkt.

    Die Einführung von Plain Packaging für Tabakprodukte wäre nach dem Inkrafttreten des Display Ban (dt. Präsentationsverbot von Tabakprodukten im Handel) im April bereits die zweite politische Regelung mit drastischen Folgen für die Tabakbranche in England.

    (DTZ 29/12)

  • Imperial Tobacco will Klage einreichen

    BRISTOL (DTZ/red). Imperial Tobacco PLC plant rechtliche Schritte gegen die britische Regierung einzuleiten, sollte die Einheitspackung (engl. Plain Packaging) für Tabakprodukte gesetzlich geregelt werden.

    „Der Rechtsweg ist nicht unser bevorzugtes Vorgehen, aber wir sind uns sehr deutlich bewusst, dass wir es nicht ausschließen“, sagt Geschäftsführerin Alison Cooper im Gespräch mit dem Online-Finanzmagazin „This ist Money“.

    Die Online-Befragung des britischen Gesundheitsministeriums (Department of Health/Doh) läuft noch bis August und das Ergebnis könnte eine Gruppenklage auslösen, heißt es.

    Vergangene Woche hatte bereits Japan Tobacco International (JTI) angekündigt gegen die Cameron-Regierung zu klagen, sollte Plain Packaging für Zigaretten im Vereinigten Königreich verbindlich vorgeschrieben werden.

    (DTZ 29/12)

  • EU plant größere Warnhinweise

    STUTTGART (DTZ/red). EU-Kommissar John Dalli will nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ schärfere Auflagen für die Zigarettenindustrie durchsetzen.

    Die Hinweise auf den Packungen sollen künftig doppelt so groß ausfallen, berichtet die Zeitung und beruft sich auf eine Einschätzung der Generaldirektion Gesundheit für die neue überarbeitete Tabakproduktrichtlinie.

    Zurzeit bedecken die Text-Warnungen zwischen 30 und 40 Prozent der Verpackungsoberfläche. In Zukunft sollen sie bis zu 75 Prozent der Schachteln bedecken.

    Desweiteren will Dalli eine standardisierte Verpackung durchsetzen, d.h. abgerundete Ecken und ähnliche Varianten wären verboten, so die Zeitung.

    Die zweite Beschränkung trifft die Markenvielfalt im Handel. Nach den EU-Vorstellungen soll in Zukunft nur noch eine einzige Packung je Marke gezeigt werden dürfen, heißt es.

    (DTZ 29/12)

  • Tabaksteuer: Auch für Fiskus stimmt Einnahmenentwicklung

    WIESBADEN (DTZ/SB/fok). Die Tabaksteuereinnahmen beliefen sich im 1. Halbjahr 2012 auf 5,849 Mrd. Euro netto. Das waren zwar 5,6 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

    Doch ein erheblicher Teil des Rückgangs entstand durch Vorverlagerung von Produktionen und Steuereinnahmen ins vergangenen Jahr. Entsprechend schwach fiel das erste Quartal 2012 aus (minus 20,5 Prozent), während das zweite Quartal mit plus 7,5 Prozent wieder eine Stabilisierung der Einnahmesituation brachte.

    Der Rückgang im 1. Halbjahr entstand vor allem beim Steuerobjekt Zigarette (minus 7,9 Prozent), während Feinschnitt (plus 6,6 Prozent), vor allem aber Zigarren/Zigarillos (plus 81,6 Prozent wegen Mindeststeueranhebung) und Pfeifentabak (plus 20,8 Prozent, mehr Wasserpfeifentabak) deutlich höhere Steuereinnahmen bescherten.

    Beim Steuerzeichenbezug waren im 1. Halbjahr 2012 rückläufige Mengen zu konstatieren. Bei der Zigarette wurden Banderolen für 38,755 Mrd. Stück bezogen (minus 7,7 Prozent), deren Kleinverkaufswert bei 9,435 Mrd. Euro lag (minus 3,5 Prozent). Beim Feinschnitt wurden 12 545,4 Tonnen versteuert (minus 8,6 Prozent), denen aber aufgrund deutlicher Preiskorrekturen ein um 4,3 Prozent erhöhter Kleinverkaufswert von 1,536 Mrd. Euro gegenüberstand.

    Noch extremer sieht die Situation bei Zigarren/Zigarillos aus: Hier schrumpfte die versteuerte Menge um 10,2 Prozent auf 1,881 Mrd. Stück, während gleichzeitig der Kleinverkaufswert dieser Ware um 7,5 auf 379,1 Mio. Euro stieg. Durch Einführung (Mai 2011)und spätere Anhebung (Januar 2012) der Mindeststeuer verdoppelte sich die Durchschnittssteuer pro Zigarre/Zigarillo von 1,66 Cent im Januar 2011 auf 3,37 Cent im Juni 2012. An Pfeifentabak wurden im 1. Halbjahr 2012 491,4 Tonnen versteuert, der Zuwachs von 23,5 Prozent dürfte vor allem aus den größeren Mengen an Wasserpfeifentabaken stammen; der Kleinverkaufswert stieg hier um 15,5 Prozent auf 52,0 Mio. Euro.

    Über alle Tabaksteuerobjekte hinweg reduzierte sich der Kleinverkaufswert im ersten Halbjahr um 2,1 Prozent bzw. minus 246 Mio. Euro auf insgesamt 11,402 Mrd. Euro.

    (DTZ 29/12)

  • EU will Warnhinweise verdoppeln

    STUTTGART (DTZ/pi). EU-Gesundheitskommissar John Dalli will die Warnhinweise auf Zigarettenschachteln nach Informationen der "Stuttgarter Nachrichten" verdoppeln.

    Diese Überlegungen stehen in engem Zusammenhang mit der neuen Tabakproduktrichtlinie, die im Herbst 2012 im EU-Parlament beschlossen werden soll.

    Die Textwarnhinweise, die derzeit 30 und 40 Prozent der Verapckungsfläche bedecken, sollen künftig auf 75 Prozent anwachsen.

    Hinzukommt, dass Dalli auch im Handel den Zigarettenverkauf einschränken will, berichtet die Tageszeitung. Im Verkaufsraum soll von jeder Marke nur jeweils eine Packung ausgestellt werden dürfen.

    Die Kommission will weiterhin bestimmte Aromastoffe wie Vanille oder Schokolade in Zigaretten komplett verbieten, heißt es.

    (DTZ 29/12)

  • Knigge für E-Zigaretten

    LONDON (DTZ/red). Eine e-Zigarette hat auf Englands längster Autobahn, der M6, Ende letzter Woche einen Terror-Großalarm ausgelöst.

    Die Gefahrenmeldung vom vergangenen Donnerstag hat sich letztlich als Irrtum herausgestellt. Der Vorfall zeige jedoch, so „BBC-News“, wie leicht der Konsum der elektronischen Zigarette für Irritationen sorgen könne.

    Das Nachrichtenmagazin stellt nun die Frage nach potenziellen Verhaltensregeln für den alternativen Rauchgenuss.
    In Großbritannien ist das Rauchen der e-Zigarette auf öffentlichen Plätzen gesetzlich erlaubt.

    Die Entscheidung vieler Fluggesellschaften das Angebot die Nikotin-Liquids während des Fluges zurückzunehmen, sei der Unsicherheit der übrigen Passagiere geschuldet, die zwischen echten und falschen Zigaretten nicht unterscheiden könnten, heißt es.

    Wer jedoch in einem schicken Restaurant zur e-Zigarette greife, sollte sich auch mit dem passenden Gesetzestext bewaffnen, der die Legalität des Genusses dokumentiere. Die Öffentlichkeit sei einfach noch nicht auf diesen Konsum vorbereitet.

    Demgegenüber hält Simon Clark, Direktor von Forest (Freedom Organisation for the Right to Enjoy Smoking Tobacco), die elektronische Zigarette für absolut geeignet, wenn es sich um öffentliche Plätze oder Räume wie Restaurants handele.

    (DTZ 28/12)

  • E-Zigarette löst Terror-Alarm aus

    LONDON (DTZ/red). Eine elektronische Zigarette hat am vergangenen Donnerstag den Terror-Alarm auf der englischen Autobahn M6 ausgelöst.

    Der Fehlalarm sei von einem Reisenden durch das Benutzen einer elektronischen Zigarette verursacht worden, heißt es.

    Nachdem ein „aufmerksamer Beobachter“ Medienberichten zufolge Rauch aus einem Koffer hat steigen sehen, hat er die Sicherheitskräfte informiert.

    Daraufin wurde der betroffenen Autobahnabschnitt bei Lichfield in der Nähe von Birmingham in beiden Fahrrichtungen für vier Stunden komplett gesperrt.

    Bewaffnete Einsatzkräfte der Polizei stoppten den Bus, der in Richtung London unterwegs war, und evakuierten die Fahrgäste.

    Bei der gesamten Aktion ist Medienberichten zufolge niemand verletzt oder verdächtigt worden.

    (DTZ 28/12)

  • JTI kündigt Klage gegen England an

    LONDON (DTZ/red). Japan Tobacco International (JTI) will rechtliche Schritte gegen die britische Regierung einleiten, sollte ein Gesetz zur Einführung der Einheitspackung für Tabakprodukte verabschiedet werden.

    Der weltweit drittgrößte Zigarettenproduzent begründet das Vorgehen mit dem Schutz seiner Marken, schreibt die „Financial Times Online“ (FTD). Die Entscheidung werde im September getroffen.

    Einen Monat zuvor, im August, sei die öffentliche Online-Abstimmung zum Plain packaging (engl. Einheitspackung) des britischen Gesundheitsministeriums (Department of Health/DoH) offiziell abgeschlossen.

    Der Vorstoß ist Medienberichten zufolge der aktuelle Höhepunkt in der Auseinandersetzung zwischen der Tabakindustrie und der britischen Regierung zum Thema Plain packaging. Hintergrund ist die Sorge der Hersteller, dass England dem Beispiel Australiens folgen könnte. Dort tritt ab ab Dezember ein Gesetz in Kraft, das für alle Tabakprodukte eine normierte Verpackung gesetzlich vorschreibt.

    Martin Southgate, Geschäftsführer von JTI in Großbritannien, zweifelt in diesem Zusammenhang an der Unabhängigkeit des Gesundheitsministeriums (DoH) und glaubt Medienberichten zufolge, dass die Entscheidung für die einheitliche Verpackung von Tabakprodukten schon jetzt längst gefallen sei.

    Für die Kritiker steht fest, dass die Nutznießer des Gesetzes das organisierte Verbrechen und der illegale Handel sind und damit am eigentlichen Ziel, dem Jugendschutz, völlig vorbei reguliert werde.

    (DTZ 28/12)

  • Tabakwarenmarkt im 1. Halbjahr 2012 fast auf Vorjahresniveau

    MAINZ (DTZ/fok). Der Markt für Zigaretten und Feinschnitttabak hat sich in Deutschland im ersten Halbjahr 2012 sehr stabil gehalten, obwohl zum Jahresbeginn ein weiterer Tabaksteuerschritt dafür sorgte, dass die Kleinverkaufspreise erneut angehoben werden mussten.

    Doch da dieser Steuer- und Preisschritt moderat war und auch zeitlich entzerrt stattfand,fiel auch die Reaktion der Konsumenten nicht aus dem Rahmen.

    Die Auslieferungen von Fabrikzigarette an den Handel bezifferten sich im ersten Halbjahr 2012 auf 41,210 Mrd. Stück. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Rückgang um 1,3 Prozent bzw. 539 Mio. Stück weniger. Dies bewegt sich also in der Größenordnung der demografischen Entwicklung mit rückläufigen Bevölkerungszahlen und höherem Durchschnittsalter.

    Dank geschickter Markenpolitik erreichten die Hersteller von Markenzigaretten dabei sogar eine etwas bessere Entwicklung als die niedrigpreisigen Handelsmarken. Im Zeitraum Januar bis Juni 2012 wurden 36,368 Mrd. Markenzigaretten an den Handel geliefert; das entsprach einem minimalen Rückgang von 0,5 Prozent bzw. minus 184 Mio. Stück im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Auslieferungen von Handelsbilligzigaretten bezifferten sich auf schätzungsweise 4,842 Mrd. Stück; das waren 6,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

    Nimmt man nur den Juni 2012 unter die Lupe, zeigt sich für den Fabrikzigarettenmarkt ein Volumen von 7,010 Mrd. Stück, 4,6 Prozent weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Davon waren 6,208 Mrd. Stück Industriemarken (minus 3,5 Prozent) und schätzungsweise 802 Mio. Stück Handelsmarken (minus 12,1 Prozent).

    Etwas besser als der Zigarettenmarkt entwickelte sich der Feinschnittmarkt in Deutschland. Im ersten Halbjahr 2012 wurden hier insgesamt 13 149 Tonnen an den Handel geliefert. Das war eine minimale Steigerung um 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Interessant ist, dass dabei der Markenfeinschnitt deutlich zunahm (um plus 6,9 Prozent auf 9 448 Tonnen, während die Feinschnitt-Handelsmarken mit ca. 3 701 Tonnen sogar um 12,3 Prozent an Auslieferungsvolumen verloren hatten. Dies mag einerseits damit zusammenhängen, dass die Handelsmarken nicht im Wachstumssegment der Volumentabake vertreten sind, spiegelt möglicherweise teilweise aber auch strategische Entscheidungen der Handelsketten wider.

    Wenn man sich die verschiedenen Feinschnittsegmente anschaut, zeigte sich der klassische Feinschnitt im ersten Halbjahr mit 6 907 Tonnen um 5,8 Prozent schwächer als im Vorjahreszeitraum. Auch an schnittoptimiertem Tabak wurde mit 3 129 Tonnen weniger abgesetzt; hier fiel der Rückgang mit minus 14,8 Prozent sogar noch kräftiger aus. Der Boom erfolgte hingegen beim Volumentabak, dessen Auslieferungsmenge um 51,0 Prozent auf 3 113 Tonnen nach oben schoss.

    Die Juni-Zahlen waren für den Feinschnittmarkt etwas schwächer ausgefallen: Der Gesamtfeinschnittmarkt bezifferte sich auf ein Volumen von 2 239 Tonnen (minus 2,2 Prozent); davon waren 1 602 Tonnen Markenfeinschnitt (plus 2,2 Prozent), während der Handelsmarkenfeinschnitt nach derzeitigen Schätzungen auf 637 Tonnen zurückgefallen war (minus 11,8 Prozent). Auf klassischen Feinschnitt entfielen im Juni 1 167 Tonnen (minus 7,7 Prozent), auf schnittoptimierten Tabak 529 Tonnen (minus 13,6 Prozent) und auf Volumentabak 543 Tonnen (plus 31,2 Prozent).

    Der kleine Marktsegment der Ecocigarillos verzeichnete im ersten Halbjahr ein Absatzvolumen von 1,302 Mrd. Stück (minus 9,1 Prozent); im Monat Juni waren es 215 Mio. Stück (minus 12,2 Prozent). Hier hat sich die Erhöhung der Mindeststeuer, die zu kräftigen KVP-Anhebungen zwang, doch recht deutlich ausgewirkt.

    (DTZ 28/12)

  • Erste Lesung des NRSG im NRW-Landtag

    DÜSSELDORF (DTZ/pnf). Am Mittwoch dieser Woche findet im nordrhein-westfälischen Landtag die erste Lesung des geänderten Nichtraucherschutzgesetzes statt.

    Der Gesetzentwurf sieht ein ausnahmsloses Rauchverbot in der Gastronomie sowie in öffentlichen Einrichtungen (hier mit wenigen Ausnahmen z.B. in stationären Einrichtungen) vor. CDU und FDP hatten bereits im Vorfeld teils heftige Kritik an dem neuen Gesetzentwurf geäußert. Inzwischen hat sich auch die Piratenpartei dem Protest angeschlossen.

    „Wir lehnen es ab, dass SPD und Grüne derart tief in die Privatsphäre der Bürger und in die wirtschaftliche Entfaltungsfreiheit von Gastronomen eingreifen können, zitiert die „Rheinische Post“ den Sprecher des Arbeitskreises Drogenpolitik NRW der Piraten, Andreas Rhode. Die Partei wendet sich auch dagegen, dass E-Zigaretten unter die Nichtraucherschutzbestimmungen fallen sollen.

    (DTZ 27/12)