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  • „Eine Provisionsanpassung nach oben ist längst überfällig“

    MÜNSTER (DTZ/da). „Das wirtschaftliche Überleben wird den Lottoverkaufsstellenleitern zunehmend schwerer gemacht“, sagt Tobias Buller. Der Geschäftsführer des Lotto- und Toto-Verbands der Annahmestelleninhaber in Nordrhein-Westfalen (LTV NRW) hält eine Provisionserhöhung für die 3 600 Lottoverkaufsstellen im Land für überfällig.

    DTZ: Wie ist derzeit die Stimmung bei den Lottoverkaufsstellenleitern?
    Tobias Buller: Im Augenblick ist der Unmut bei den Annahmenstellenleitern ziemlich groß. Das wirtschaftliche Überleben wird ihnen zunehmend schwerer gemacht. Das fängt bei den Jugendschutz-Auflagen an, geht über die einschränkenden Maßnahmen bei der Werbung weiter und hört beim Dilemma mit Oddset längst noch nicht auf. Die Verkaufsstellen warten seit fast zwei Jahren darauf, dass die staatliche Oddset Deutschland Sportwetten GmbH (ODS) endlich an den Start gehen darf, damit den privaten Wettbewerbern auf Augenhöhe Paroli geboten werden kann. Viele Händler fühlen sich mit ihren Nöten und Problemen von der Politik im Stich gelassen. Sie stehen oft zehn, zwölf oder noch mehr Stunden im Laden und das zum Teil für ein vergleichsweise niedriges Einkommen.


    DTZ:
    Apropos Einkommen: Was ist aus Ihrer Forderung nach einer Provisionserhöhung für die 3 600 nordrhein-westfälischen Lottoverkaufsstellen geworden?
    Buller: Dieses Thema werden wir weiter verfolgen müssen. 1997 wurden neue Terminals eingeführt und im Zuge dessen die Provision von 7,0 auf 6,55 Prozent gesenkt. Einen kleinen Ausgleich gab es dadurch, dass WestLotto über die Befristung hinaus – bis heute – auf eine Kostenbeteiligung für zum Beispiel das Kundenmagazin „Glück“ verzichtet. Immerhin ein Volumen von fünf Millionen Euro pro Jahr. Im Prinzip sind die Provisionen seit 17 Jahren nicht mehr im Hinblick auf die steigenden Lebenshaltungskosten angehoben worden. Das ist eine sehr lange Zeit. Alles wird teuer: Wenn wir allein die steigenden Energiepreise sehen, dann kommt man gar nicht mehr an einer Einkommensverbesserung für die Annahmestellenleiter vorbei. Eine Provisionsanpassung nach oben ist längst überfällig. In dieser Sache werden wir erneut aktiv und auch wieder bei den Fraktionen des Landtags vorstellig. Ziel muss sein, die Konzessionsabgabe zu senken, um das Überleben der Annahmestellen in NRW zu sichern. Bei großen Unternehmen, wo von jetzt auf gleich 10000 Arbeitsplätze entfallen, ist die Politik in erster Reihe vor Ort und medienwirksam aktiv. Für über 3600 kleine Unternehmen allerdings, die ebenfalls über 10000 Arbeitsplätze stellen, interessiert sich offenbar kein Politiker. Da kann man sich als kleiner, rechtschaffender Unternehmer schon wenig wertgeschätzt fühlen.


    DTZ:
    Seit Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags am 1. Juli 2012 können die staatlichen Lotteriegesellschaften ihre Spielangebote auch wieder im Internet anbieten. Wie stark ist die Internet-Konkurrenz?
    Buller: Das Internetspiel wird den Verkaufsstellen nicht von heute auf morgen den Umsatz wegnehmen, aber es wird an Bedeutung gewinnen. Das Online-Spiel wird sicherlich nicht in den nächsten zwei bis drei Jahren dramatisch wachsen, doch längerfristig wird es den Annahmestellen kräftig Umsatz kosten. Das kann man nicht wegdiskutieren. Die ältere Kundschaft wird eher nicht im Internet spielen, doch wer heute eingeschult wird, der wird später als Erwachsener kaum in eine Lottoverkaufsstellen gehen. Darauf muss man sich einstellen. Wer sich nicht frühzeitig mit seinem Unternehmen darauf vorbereitet, wird möglicherweise ein Problem bekommen. Unternehmer sein heißt auch, etwas „zu unternehmen“.

    (DTZ 19/14)

  • Lekkerland steigert Umsatz

    FRECHEN (DTZ/pi). Lekkerland hat die Neuausrichtung der Gruppe in 2013 konsequent vorangetrieben, strategisch wichtige Projekte angestoßen und definierte Meilensteine erreicht. Zur Stärkung des Kerngeschäfts sind Akquisitionen in Spanien und der Schweiz erfolgreich abgeschlossen und international neue wichtige Kunden gewonnen worden.

    „Wir haben uns sehr über diese Anerkennung gefreut, denn sie zeigt, dass wir mit unserer Strategie ‚Convenience 2020‘ auf dem richtigen Weg sind“, erläutert Michael Hoffmann, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Lekkerland Gruppe. Insgesamt konnte die Gruppe den Umsatz um 206 Mio. Euro auf 11.690,4 Millionen Euro steigern.

    Hinzu kam in 2013 ein anspruchsvolles wirtschaftliches Umfeld für Lekkerland: Das Marktwachstum lag 2013 unter den allgemeinen Erwartungen bei deutlich zunehmender Wettbewerbsintensität. Lekkerland konnte zwar Marktanteile gewinnen, seine Ergebnisziele aufgrund erheblicher Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neuausrichtung der Gruppe jedoch nicht erreichen. Das Ergebnis nach Steuern sank im Vergleich zum Vorjahr von 80,1 Millionen Euro auf 19,6 Millionen Euro (inklusive Osteuropa), wobei der Ergebnisrückgang maßgeblich auf den Einmalertrag aus dem Verkauf der Convenience Concept im Vorjahr zurückzuführen ist.


    Umsatzwachstum in Deutschland und Westeuropa

    In Deutschland konnte die Lekkerland Gruppe ihren Umsatz gegenüber 2012 um 2,3 Prozent auf 7.157,7 Millionen Euro steigern (bereinigt um die Umsätze von Convenience Concept in 2012 sogar um 3,5 Prozent). Die Unternehmensgruppe hat damit 61,2 Prozent des Gesamtumsatzes (bereinigt um das Segment Osteuropa) in Deutschland erwirtschaftet. Im Segment Restliches Westeuropa hat Lekkerland in 2013 mit einem Wachstum von 46,4 Millionen Euro (1,0 Prozent) entgegen dem Vorjahr wieder steigende Umsätze realisiert. Positiv dazu beigetragen haben Belgien, Spanien und die Schweiz. Umsatzeinbußen gab es hingegen in den Niederlanden – vor allem aufgrund der Umstellung der Mehrwertsteuer auf Tabakprodukte – und in Österreich.

    Positive Entwicklung im Bereich Food/Non Food
    Der Sortimentsbereich Tabakwaren wies im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatzanstieg von 1,8 Prozent auf 9.335,4 Millionen Euro aus. Zwar konnte sich die deutsche Landesgesellschaft dem grundsätzlichen Trend rückläufiger Stückabsätze nicht ganz entziehen, betrachtet man jedoch die prozentualen Veränderungen, zeigt sich im Vergleich zum Gesamtmarkt ein geringerer Rückgang: Lekkerland hat weiter Marktanteile in seinem Kerngeschäft in Deutschland gewonnen. Im Segment Restliches Westeuropa verzeichnete Lekkerland trotz schwieriger Rahmenbedingungen ebenfalls wieder einen positiven Trend. Lekkerland Niederlande hat den Marktanteil im Bereich Zigarette und Feinschnitt erhöht. Belgien hat den Tabakumsatz im Jahr 2013 um 114,2 Millionen Euro gesteigert.

    Auch im Produktbereich Food/Non-Food konnte Lekkerland in Summe ein Umsatzwachstum von 1,8 Prozent erzielen. Diese sind maßgeblich auf positive Entwicklungen in Deutschland und Spanien zurückzuführen. Conway Spanien ist derzeit Vorreiter in der Zusammenarbeit mit Schnellrestaurants und hat 2013 zahlreiche Neukunden auf der Iberischen Halbinsel gewonnen.

    Für das Geschäftsjahr 2014 geht Lekkerland angesichts unverändert hoher Investitionen in die strategische Neuausrichtung von einem stabilen operativen Ergebnis im Kerngeschäft aus. Das Gesamt-Konzernergebnis wird sich allerdings durch den Wegfall des negativen Ergebnisbeitrags aus Osteuropa deutlich verbessern.

    Den Umsatz konnte Lekkerland Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um rund 160 Millionen Euro auf 7.157,7 Millionen Euro steigern. Die leichte Verbesserung zieht sich durch alle Sortimentsbereiche, wobei der Bereich Food/Non-Food mit 3,1 Prozent am stärksten zugelegt hat.

    (DTZ 19/14)

  • Illegale Zigarettenproduktion in Manchester

    MANCHESTER (DTZ/red). Die Produktion ist zerschlagen – ein Glück für die Konsumenten: Elf Tonnen unversteuerter Rohtabak im Wert von umgerechnet 6,1 Millionen Euro und giftige Chemikalien hat der britische Zoll in einem Warenhaus 13 Kilometer nördlich von Manchester in England beschlagnahmt.

    Darüber hinaus wurden in dem Lager Waagen und gefälschte entdeckt. Alles deutet daraufhin, dass in der Kleinstadt Bury im Verwaltungsbezirk Greater Manchester eine illegale Zigarettenproduktion stattfinden sollte, mit zweifelhaften Inhaltsstoffen und mit Gefahren für die Konsumenten, meldet die „Mail on Sunday“.

    (DTZ18/14)

  • WTO prüft Einheitspackung

    GENF (DTZ/red). Die Welthandelsorganisation WTO überprüft die Einführung der Einheitspackung (engl. Plain Packaging) für Tabakprodukte in Australien.

    Hintergrund ist eine Beschwerde der WTO-Mitglieder Kuba, der Ukraine, Indonesiens, Honduras und der Dominikanische Republik. Die Länder sehen in dem Gesetz eine Verletzung der globalen Vertragsverpflichtungen Australiens, die es als WTO-Mitglied befolgen sollte. Der Sachverhalt liegt jetzt bei der WTO-Schlichtungsstelle in Genf. Nach Einschätzung von Beobachtern kann es bis zu einer Klärung Jahre dauern.

    Der Vorwurf der Beschwerdeführer ist unmissverständlich: Das australische Gesetz ist nicht nur ein Freibrief für Fälscher und Schmuggler und eine Missachtung internationaler Handelsverträge, sondern es ignoriert darüber hinaus das Recht an geistigem Eigentum und die Markenrechte der einzelnen Unternehmen, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

    Im Dezember 2012 hat Australien das Plain Packaging, die Einheitspackung für Tabakprodukte, eingeführt. Seitdem dürfen Tabakprodukte wie Zigaretten nur noch in olivfarbenen Verpackungen ohne Markenlogo verkauft werden.

    (DTZ 18/14)

  • NRW: Dehoga fordert Rückkehr zur Ausnahmeregelung

    DÜSSELDORF (DTZ/red). Am 1. Mai jährt sich das absolute Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen. Massive Umsatzeinbußen über zehn Prozent und verlorene Investitionen sind die vernichtende Bilanz der Gastronomie. Der Dehoga fordert eine Rückkehr zur Ausnahmeregelung.

    Nach einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Nordrhein-Westfalen (NRW) lehnen 63 Prozent der Befragten das strikte Rauchverbot ab und befürworten eine Regelung mit Ausnahmen.

    73 Prozent sprechen sich für abgetrennt Nebenräume zum Rauchen aus; 64 Prozent wollen Eckkneipen wieder komplett für Raucher erschließen und 60 Prozent der NRW-Bürger plädieren dafür in geschlossenen Gesellschaften Rauchen zu dürfen. Demgegenüber sind 81 Prozent der Umfrage-Teilnehmer für ein absolutes Rauchverbot, wenn Kinder anwesend sind.

    Diese Ergebnisse decken sich mit den Erfahrungen der Wirte, die an einer weiteren repräsentativen Umfrage des Verbandes teilgenommen haben.
    Nach zwölf Monaten mit der kompromisslosen Regelung verzeichnen 81 Prozent der Befragten Umsatzeinbußen, davon 63 Prozent über zehn Prozent. Besonders ärgerlich für 27 Prozent der Gastronomen sind verlorene Investitionen in sogenannte Raucherlösungen (separate Raucherräume, Lüftungen; Anmerk. d. Red.) die im Vertrauen auf das Gesetz der Vorgängerregierung (Rauchverbot mit Ausnahmen für Kneipen und Raucherräume) getätigt wurden.

    Auch der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Christian Lindner, sieht keine Akzeptanz für das strikte Gesetz: „Die Landesregierung muss endlich einsehen, dass das absolute Rauchverbot Nordrhein-Westfalen schadet und auch die Bürger nicht überzeugt hat.“ Er fordert: „SPD und Grüne müsse ihre ideologische Bevormundungspolitik aufgeben und einen verhältnismäßigen und effektiven Nichtraucherschutz auf den Weg bringen.“

    NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) bezweifelt, dass eine Mehrheit der Bürger gegen eine strikte Regelung in der Gastronomie eintritt, berichtet „Der Westen“. Sie sieht darüber hinaus keine „belastbaren Zahlen“ für die Dehoga-Forderung vorliegen.

    (DTZ 18/14)

  • Branchentreff der Tabakhändler

    KÖLN (DTZ/pi). Es ist ein spannendes Programm, das die Teilnehmer der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) am 25. und 26. Mai in Rösrath erwartet. Den Auftakt macht die BTWE-Delegiertenversammlung um 12 Uhr. Danach geht es mit dem BTWE-Branchendialog weiter.

    Und die Themen auf der Agenda haben es in sich: Da wird zunächst die Frage nach der „Convenience-Lüge“ gestellt. Wer hat die besseren Zukunftsaussichten – Tabak-Spezialisten oder Convenience-Shops? Der Unternehmensberater Ralf Finken, Dr.-Eckert-Geschäftsführer Torsten Löffler sowie Wolsdorff-Geschäftsführer Thomas Vollmer referieren zunächst über mögliche Ansätze. Danach gibt es eine Talk-Runde, zu der Peter Dersche von Aylesbury und Heinz Huckebrinck von DTV Einzelhandelssysteme stoßen werden.

    Nicht minder für Gesprächsstoff dürfte anschließend der Vortrag „Megatrends im Handel – Erleben wir derzeit eine Handelsrevolution ohne absehbares Ende?“ des Unternehmensberaters Ulrich Eggert sorgen.

    Kräftig diskutieren dürften die Teilnehmer am Montag. Nachdem Sabine Loos von der Messe Dortmund über den Stand der Vorbereitungen zur Inter-tabac 2014 berichtet hat, kommen Dirk Pangritz und Matthias Heddenhausen vom Deutschen Zigarettenverband (DZV) zu Wort. Dabei geht es um die Tabak-Produktrichtlinie („TPD2“), die in Brüssel beschlossenen Regelungen sowie um den diesbezüglichen Aktionsplan der Tabakfamilie für das laufende Jahr.
    Mehr Infos auf [link|http://www.tabakwelt.de] www.tabakwelt.de [/link].

    (DTZ 18/14)

  • Kein Problem für E-Zigaretten

    SILVER SPRING (DTZ/max). Maine, Montana, Nevada, Texas – diese US-Bundesstaaten sind ein Paradies für E-Raucher. Denn nur dort gibt es – bislang – keine Gesetze oder Initiativen, die den elektronischen Genuss reglementieren. Alle anderen 46 Staaten, so der Online-Dienst WestlawNext, haben Rechtsvorschriften erlassen oder planen solche Maßnahmen. In 20 dieser Bundesländer gibt es bereits konkrete Dampf-Verbote.

    Nun hat auch die mächtige US-Behörde Food and Drug Administration (FDA) Regeln vorgeschlagen. Im Wesentlichen geht es darum, den Verkauf der E-Produkte an Jugendliche unter 18 Jahren zu verbieten, Warnhinweise auf die Packungen zu drucken, keine kostenlosen Proben mehr abgeben zu dürfen sowie den Vertrieb von E-Zigaretten über Verkaufsautomaten zu untersagen. Die Vorschläge zielen zudem darauf ab, E-Zigaretten künftig als Tabakprodukte einzustufen und sie somit unter die Beobachtung durch die FDA zu stellen. Bislang war die Behörde nur für Zigaretten und Rauchtabak (außer Pfeifen- und Wasserpfeifentabak) zuständig.

    Kathleen Sebelius von Hart HealthStrategies, einem Lobby-Unternehmen, jubelte: „Damit sind wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung auf das Ziel einer rauchfreien Generation vorangekommen.“ Differenzierter beurteilt Miguel Martin, Chef des zweitgrößten amerikanischen E-Zigaretten-Anbieters Logic Technology Development, den Vorstoß: „Wir freuen uns darauf, Teil dieses Prozesses zu sein, und glauben, dass wissenschaftlich fundierte und verantwortungsvolle Regelungen gut für beide Seiten sind – für den erwachsenen Verbraucher und für verantwortungsbewusste Hersteller.“ Dass Aromen oder der Online-Verkauf nicht verboten werden sollen, bewertet Bonnie Herzog, Analystin bei Wells Fargo, als „positiv für die Industrie“. Die Vorschläge seien weit weniger restriktiv als befürchtet. Zudem dürfte es mehrere Jahre dauern, bis sie voll umgesetzt sein müssen.

    Der US-Markt für E-Zigaretten hat ein Volumen von rund zwei Milliarden Dollar (rund 1,45 Milliarden Euro). Laut einer aktuellen Umfrage des Informationsanbieters FindLaw.com sprechen sich 43 Prozent der Amerikaner dafür aus, E-Zigaretten den gleichen Regeln zu unterwerfen wie klassische Zigaretten; 27 Prozent halten das für falsch. Von den Befragten, die bereits E-Zigarette gedampft haben, finden 55 Prozent zusätzliche Vorschriften überflüssig.

    (DTZ 18/14)

  • Aral und Rewe erproben neues Shopkonzept

    DÜSSELDORF (DTZ/kdp). Aral startet ein neues Shopkonzept. Partner ist der Handelskonzern Rewe, der unter dem Namen „Rewe to go“ sein Convenience-Konzept bereits an fünf Standorten betreibt, und das nun auf zehn ausgewählte Aral-Stationen im Raum Bochum, Düsseldorf und Köln ausgeweitet wurde. Die Testphase des gemeinsamen Shopkonzepts ist auf zwölf Monate angelegt.

    Die neuen Shops bieten mit bis zu 1.200 Artikeln eine größere Auswahl an Frischeprodukten sowie Lebensmittel zum direkten Verzehr. Gleichzeitig baut Aral das Bistro aus.

    Erhalten bleibt Tankstellenkunden das Angebot gekühlter Getränke, Kaffeespezialitäten, Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften, Drogerieartikel und Autopflegeprodukte. Diese Artikel stehen in gleicher Sortimentsbreite zur Verfügung, ihre Präsentationsfläche wurde jedoch verringert.

    Fläche des Tabakwarenregals reduziertDer unmittelbaren Kassenzone bleiben weiterhin den Tabakwaren vorbehalten. Belegungsabkommen der Hersteller sind sichtbar, die Regalfläche wurde insgesamt jedoch reduziert. Leucht- und Werbeelemente unmittelbar über dem Tabakwarenregal gehören in den Teststationen nicht mehr zur Ausstattung. E-Zigaretten sind in diesem Konzept vorerst nicht berücksichtigt. Die Belieferung der Teststationen wird über Rewe und nicht mehr über Lekkerland abgewickelt.

    (DTZ 17/14)

  • „Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt“

    BREMEN (DTZ/kdp/da). Bremer Kaufmanns-Tradition wird beim Filialunternehmen M. Niemeyer Cigarren groß geschrieben. Gleichzeitig stehen bei dem Familienunternehmen, das 2014 das Jubiläum zum 150-jährigen Firmenbestehen feiert (DTZ berichtete), die Zeichen auf Zukunft. DTZ im Gespräch mit Niemeyer-Chef Rainer von Bötticher und seinem Sohn Johannes.

    DTZ: Der Branche weht zurzeit ein rauer Wind entgegen. Blicken Sie vor diesem Hintergrund eher skeptisch oder trotz allem zuversichtlich in die Zukunft?

    Rainer von Bötticher: Natürlich bleiben die Fragen zum Meinungsstreit über das Rauchen. Die Politik hat Fakten geschaffen, die der Branche erhebliche Hindernisse bescheren. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass Genuss und Lebensart so nicht zu reglementieren sind. Genuss hat viele Aspekte und das Bekenntnis zum Genießen war und ist immer zugleich ein Stück persönliche Freiheit, worauf jeder mündige Bürger Anspruch hat. Wir schöpfen die Kraft daraus, dass dieser Anspruch auch weiterhin unser Unternehmen sichert.

    Johannes von Bötticher: Auf sich ändernde politische und ökonomische Rahmenbedingungen hat unser Unternehmen stets reagiert und sich weiter entwickelt. So haben wir in den vergangenen Jahren unser Sortiment verändert und erweitert. Wir haben in den zurückliegenden Jahren auch viel investiert, etwa in moderne Ladeneinrichtungen und zeitgemäße Kassensysteme. Inzwischen ist auch der Um- und Neubau der Zentrale an alter Stelle abgeschlossen. Die neuen Räumlichkeiten bieten Chancen, zusätzlich zentrale Aktivitäten bei Bedarf auszulösen.

    DTZ: Was sagen Sie zur Zusammenarbeit mit der Industrie?

    Rainer von Bötticher: Die Zusammenarbeit mit der gesamten Industrie lebt von einem guten Klima und gegenseitigem Respekt. Das schließt nicht aus, dass auch Dinge der Klärung bedürfen. Ich denke dabei etwa an die große Vielfalt der zurzeit im Handel angebotenen Feinschnitt-Tabake, die Lager, Regale und auch den Warenbestand des Handels überfordern. Aber gleichzeitig gibt es auch Positives. So schätzen wir zum Beispiel das Future-Store-Konzept von Reemtsma im Rahmen der Ladengestaltung, in das wir viel eigenes Gedankengut eingebracht haben. Das gibt planerische Sicherheit für die Zukunft.

    DTZ: In jeder Generation von Familienbetrieben stellt sich die Frage, ob ein Nachfolger zur Verfügung steht.

    Rainer von Bötticher: Mit meinem Sohn Johannes ist diese Frage geklärt. BWL-Studium und mehrjährige Mitarbeit in einem Handelsunternehmen haben bei ihm großes Interesse für diesen Weg geweckt. Auch hoffe ich, dass wir manche Anregungen dieser jungen Generation – etwa die Möglichkeiten des Internetgeschäftes – sinnvoll in unseren aktuell 74 Filialen einsetzen können.

    Johannes von Bötticher:
    Ich bin seit neun Monaten in unserem Unternehmen tätig. In dieser Zeit arbeitete ich täglich mit kompetenten, motivierten und engagierten Mitarbeitern in unserer Zentrale und in unseren Filialen zusammen. Diese Mitarbeiter identifizieren sich in sehr hohem Maße mit unserem Unternehmen und fühlen sich mit ihm verbunden. Das hat mich sehr beeindruckt, genauso wie das gute Verhältnis, das zwischen den Kunden und unseren Mitarbeitern in den Filialen besteht.

    (DTZ 17/14)

  • Philip Morris GmbH empfängt hohen Besuch in f6 Cigarettenfabrik

    DRESDEN (DTZ/red). Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) besuchte kürzlich die f6 Cigarettenfabrik in Dresden. Bei seinem Rundgang informierte er sich im Gespräch mit Mitarbeitern über die modernen Produktionsverfahren des Standorts.

    Neben den kontinuierlichen Investitionen in Maschinen und Mitarbeiter liegt die Besonderheit des Dresdner Werks in der konsequenten Spezialisierung. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Produktion von Dreh- sowie Stopftabak. Die rund 400 Mitarbeiter – unter ihnen durchschnittlich 14 Auszubildende – haben sich in diesem Feld mit viel Engagement und hoher Qualifikation eine besondere Expertise erarbeitet. Im vergangenen Jahr produzierten sie 14 Milliarden Zigaretten und Zigarettenäquivalente, wovon 53 Prozent für den Export hergestellt wurden. „Es ist toll, dass sich Ministerpräsident Tillich die Zeit genommen hat, sich unser traditionsreiches Werk mit seiner modernen Fertigung anzuschauen“, betont Ingo Jentsch, Werkleiter der f6 Cigarettenfabrik, die Bedeutung des Besuchs für die Mitarbeiter.

    Über 100-jährige Tradition in DresdenDresden hat in der Zigarettenproduktion eine lange Tradition. Auf dem Gelände der heutigen f6 Cigarettenfabrik GmbH und Co. KG werden bereits seit 1900 Zigaretten hergestellt. Im September 1990 übernahm die Philip Morris GmbH die Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden und hat das Werk seither kontinuierlich erweitert und modernisiert.

    (DTZ 17/14)