Autor: admin

  • Richter geben grünes Licht für Schockbilder

    KARLSRUHE // Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen die EU-Tabakrichtlinie (TPD 2) abgelehnt. Ein Hersteller hatte gegen eine Verfassungsbeschwerde dagegen eingelegt.

    Die Richtlinie sieht unter anderem sogenannte Schockbilder auf mindestens 65 Prozent der Vorder- und Rückseite von Zigarettenschachteln vor. Darüber hinaus verbietet das Gesetz ab 2020 den Zusatz bestimmter Aromen wie Menthol. Die Richter lehnten es ab, das Tabakerzeugnisgesetz außer Kraft zu setzen.

    Der Hersteller sah darin seine Unternehmens- und Meinungsfreiheit verletzt. Mit dem Eilantrag in Karlsruhe wollte er die Umsetzung stoppen. Die Richter begründen ihre Ablehnung damit, dass das neue Gesetz hilft, den EU-Binnenmarkt zu harmonisieren und den Abbau von Markthemmnissen abbaut. Ein weiteres Ziel sei der Gesundheitsschutz, „und damit ein überragend wichtiges Gemeinwohlziel von Verfassungsrang“. Dadurch seien Eingriffe in die Rechte der Hersteller gerechtfertigt.

    Der Hersteller habe nicht darlegen können, dass ihm „nicht wieder gutzumachende und existenzbedrohende Schäden drohen“.

    In Großbritannien waren Philip Morris International (PMI), British American Tobacco (BAT), Imperial Tobacco und Japan Tobacco International (JTI) mit ihrem Antrag, die Umsetzung der TPD 2 zu stoppen, vor Gericht gescheitert. JTI kündigte Einspruch gegen die Gerichtsentscheidung an.
    red

    (DTZ 21/16)

  • Tillich besucht f6 Cigarettenfabrik

    DRESDEN // Der Termin hatte Symbol-Charakter: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat am vergangenen Freitag, 20. Mai, die f6 Cigarettenfabrik GmbH & Co. KG in Dresden besucht. Am selben Tag ist das Tabakerzeugnisgesetz in Kraft getreten.

    Das Werk ist eine von zwei Produktionsstätten der Philip Morris GmbH in Deutschland. Es zählt den Angaben zufolge durch kontinuierliche Investitionen zu den spezialisiertesten Fertigungs-Standorten für Dreh- und Stopftabak in Deutschland.

    Größte Einzelinvestition in Dresden seit 1990
    Philip Morris hat alleine in den letzten zwölf Monaten rund 30 Millionen Euro in den Standort Dresden investiert. Dies ist die größte Investition seit der Übernahme der Vereinigten Zigarettenfabriken Dresden GmbH im Jahr 1990 durch die Philip Morris GmbH.
    Damit erfüllt das Dresdner Werk gleichzeitig sämtliche Vorgaben der EU-Tabakprodukt-Richtlinie (TPD), die als Tabakerzeugnisgesetz in Deutschland umgesetzt wird.

    Bei seinem Rundgang durch das Werk informierte sich Tillich im Gespräch mit Mitarbeitern und Management über die modernisierten Produktions- und Verpackungslinien für Dreh- und Stopftabake. Diese machen rund 90 Prozent der Produktion in Dresden aus. Knapp zwei Drittel davon werden für den Export hergestellt, hauptsächlich für Italien, Frankreich und die Benelux-Staaten.

    Ministerpräsident Stanislaw Tillich: „Die High-Tech Fertigung und die Kompetenz der Mitarbeiter sind beeindruckend die − f6 Cigarettenfabrik ist ein Aushängeschild für die Wirtschaftskraft des Standorts Sachsen. Die Investitionen von Philip Morris sind ein klares Bekenntnis für die annähernd 400 Beschäftigten, für Dresden und für den Freistaat.“

    Stacey Kennedy, Philip Morris Managing Director für Deutschland: „Die Vorgaben der EU-Tabakprodukt-Richtlinie bringen Veränderungen und Herausforderungen − aber auch Chancen mit sich. Die Investitionen in unser Werk in Dresden unterstreichen einmal mehr unser Engagement für Sachsen, für die Stadt und unsere Mitarbeiter vor Ort. Trotz verschärfter Regulierung für die Industrie sehen wir uns jetzt gut aufgestellt, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.“
    red

    (DTZ 21/16)

  • E-Verbot aufgehoben

    NOTTINGHAM // Verbote müssen nicht immer endgültig sein. Ein Beweis dafür ist die Entscheidung des The Nottingham University Hospital Trusts, den Konsum von elektronischen Zigaretten auf ihrem Gelände wieder zuzulassen.

    Die britische Klinik-Gruppe hatte erst vor zwei Jahren ein Verbot für E-Produkte in ihren Gebäuden und auf den angeschlossenen Flächen ausgesprochen. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Bericht von Public Health England. Darin plädieren die staatlichen englischen Gesundheitsexperten für die E-Zigarette als Alternative zu herkömmlichen Tabakprodukten.
    Dr. Stephan Fowlie, Medizinischer Direktor der Klinik-Gruppe betont: „Wir haben die Pflicht, unseren Patienten und Mitarbeitern zu helfen, eine gesunde Lebensweise anzustreben. Daher können wir die potenziellen Vorteile der E-Zigarette als Nikotin-Ersatz-Therapie nicht ignorieren.“

    Das Rauchen von Tabakprodukten ist in den Kliniken und auf dem Gelände der Krankenhäuser des Nottingham University Hospital Trust weiterhin untersagt.

    red
    (DTZ 20/16)

  • Registrieren ist Pflicht

    BELFAST // Ab 1. Juli gilt für den Tabakfachhandel in Nordirland eine Registrierungspflicht. Nur eingetragene Händler dürfen ab dem Stichtag Zigaretten und andere Tabakprodukte verkaufen. Andernfalls droht ein Bußgeld.

    Gesetzliche Grundlage ist der Tobacco Retailer Act. Wer sich bis dahin nicht unter www.tobaccoregisterni.gov.uk angemeldet hat, verkauft illegal Tabakwaren, was wiederum von staatlichen Behörden entsprechend geahndet wird. Neben Geldstrafen drohen auch Gerichtsverfahren.

    Das Register ist eine Maßnahme der Regierung in Nordirland, um den Tabakkonsum von Kindern und Jugendlichen zu reduzieren.
    red

    (DTZ 20/16)

  • Stühlerücken bei Woermann Cigars

    RÖDINGHAUSEN/BÜNDE // Peter Wörmann, Gesellschafter und Geschäftsführer von Woermann Cigars, übernimmt zum 1. Juli nach 15 Jahren wieder selber die Führung und Verantwortung für den Vertrieb in Deutschland. Thomas Strickrock, 51, scheidet zum 30. Juni als Gesellschafter und Geschäftsführer aus. Er übernimmt ab 1. Juli die Position des Vertriebsdirektors Deutschland bei Arnold André – The Cigar Company, Bünde.

    Arnold André-Geschäftsführer Rainer Göhner freut sich über den neuen Mann an der Vertriebsspitze: „Durch die guten Beziehungen zu unserem Nachbarn Woermann Cigars haben wir früh von der veränderten personellen Situation erfahren. Da war für uns sofort klar, dass wir diesen erfahrenen Mann für unser Management-Team gewinnen wollen."

    Wörmann und Strickrock wiederum betonen, „dass es keine wirtschaftlichen und auch keine persönlichen Missstände sind, die zu dieser Trennung führen".

    Vielmehr weiß Strickrock heute schon, dass sein einziger Sohn (22 Jahre) auf Grund seiner beruflichen Ausrichtung nicht als Nachfolger zur Wahl stehen wird und die Möglichkeit umso wahrscheinlicher ist, dass einer der drei Söhne von Peter Wörmann einmal das Unternehmen weiter führt. So lag es nah, dass Wörmann die Geschäftsanteile zurückkauft, um für die Zukunft wieder zu 100 Prozent alles im Familienbesitz zu haben.

    Strickrock betont, dass er sich diese Entscheidung nicht einfach gemacht hat, da eine Nachfolgeregelung nicht in den nächsten acht bis zehn Jahren angestanden hätte. „Doch in der heutigen Zeit muss jeder auch die langfristigen Unternehmensausrichtungen und Ziele im Auge behalten.“

    Wörmann wird somit ab 1. Juli die Führung der Außendienstmannschaft und die Betreuung der Großkunden selber übernehmen. Unterstützung bekommt er dabei von seinen langjährig tätigen Mitarbeitern im Verkaufsinnendienst und einer weiteren Arbeitskraft als Geschäftsführungsassistenz.

    „Ich freue mich auf diese Aufgabe und werde trotzdem die Produktion unserer hochwertigen Produkte nicht aus den Augen verlieren,“ sagt Peter Wörmann.

    pi
    (DTZ 20/16)

  • Handel soll 90,5 Millionen Euro Strafe zahlen

    BONN // Wegen unerlaubter Preisabsprachen für Bier, Süßigkeiten und Kaffee hat das Bundeskartellamt erneut gegen Handelsunternehmen Millionenstrafen verhängt.

    Insgesamt verlangt die Behörde 90,5 Millionen Euro. Zahlen müssen unter anderem Regionalgesellschaften von Edeka, Metro, Netto, Kaufland sowie der Getränkegroßhandel A. Kempf in Offenburg.

    Sie haben nach Überzeugung der Aufsichtsbehörde mit der Großbrauerei Anheuser-Busch (AB-InBev) die Ladenpreise vor allem für Becks-Bier, Franziskaner und Hasseröder abgesprochen.

    Verbotene Preisverabredungen zu Süßwaren von Haribo werden der Lidl Stiftung vorgeworfen. Bei Kaffee verlangt die Behörde Bußgeld von der Drogeriemarktkette Rossmann. Rossmann hat als einzige Kette dagegen Einspruch beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. In allen anderen Fällen hätten die betroffenen Firmen sich einvernehmlich mit dem Kartellamt verständigt.

    Die Großbrauerei AB-InBev selbst und der Handelskette Rewe wurden die Bußgelder erlassen, weil sie den Behörden bei der Aufklärung umfassend geholfen haben. Sie haben den Ermittlungen zufolge bei den Absprachen aber ebenfalls mitgemacht.

    Die neue Serie von Bußgeldern geht auf Durchsuchungen von 2010 zurück. Dabei waren 15 Lebensmittel- und Drogeriemarktketten sowie Unternehmen für Tierbedarf und Markenartikel-Produzenten durchsucht worden. In dem Verfahren geht es um sogenannte Vertikal-Absprachen zwischen Produzenten und Handel.
    red

    (DTZ 19/16)

  • Villiger eröffnet neue US-Zentrale

    MIAMI // Die Besetzung war hochkarätig: Ende April reiste Heinrich Villiger nach Miami, um gemeinsam mit den neuen Präsidenten von Villiger North America, Rene Castaneda, die Eröffnung der neuen Villiger-US-Zentrale vorzunehmen.

    Nachdem die US-Tochtergesellschaft des Schweizer Zigarrenunternehmens einige Jahre ihr Geschäft von Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina und von Richmond in Virginia betrieben hat, kehrt Villiger dorthin zurück, wo vor über zehn Jahren alles anfing: nach Florida.

    Auf rund 1.500 Quadratmetern wurden die Büros, der Klimaraum und das Lager eingerichtet. Von hier aus wird der gesamte US-Markt beliefert, der vom Volumen her, alleine mit zirka 310 Millionen verkauften Premium-Zigarren pro Jahr den größten und wichtigsten Absatzmarkt für die Schweizer darstellt.

    Villiger vertreibt in den USA hochwertige Zigarrenmarken, wie die Villiger 1888, die Villiger San Doro oder die Tobajara. Ein zweites Standbein bildet das Villiger Swiss Made Sortiment. Die maschinengefertigten Produkte sind in den USA den Angaben zufolge sehr beliebt. Schließlich vertreibt Villiger seinen Pfeifentabak „Newmister“ in den USA an.

    Zur Einweihung begrüßte Heinrich Villiger zahlreiche Gäste aus der Branche und der Politik. Darunter Dr. Martinez Cuenca von Joya de Nicaragua, Matias Maragoto von Abam, den Präsidenten von La Aurora, Santo Domingo. Darüber hinaus besuchte Ferdinand Kurt, Honorarkonsul der Schweizerischen Eidgenossenschaft, den neuen Firmensitz in Miami anlässlich der Eröffnung.
    pi

    (DTZ 19/16)

  • Rauchverbot im Namen der Tiere

    SAN FRANCISCO // Raucher müssen künftig auf ihren Genuss in der Natur rund um San Francisco verzichten. Die Gesundheit der dort lebenden Tiere geht vor. Das hat der Verwaltungsrat der US-Metropole beschlossen.

    Damit reagiert er Medienberichten zufolge auf eine Initiative der Parkverwaltungen und der Umweltgruppe Save the Bay (deutsch: Rettet die Bucht).

    Von der Maßnahme, die etwa 65 Parks betrifft, versprechen sich die Verantwortlichen vor allem eine Reduzierung der Zigarettenabfälle in den Parks, was gleichzeitig die Gesundheit der Besucher und die der Tiere schütze. Einzige Ausnahme bilden die Camping-Plätze, hier ist Rauchen noch erlaubt.

    Die Bucht von San Francisco, kurz Bay Area genannt, ist eine Metropolregion mit insgesamt sieben Millionen Einwohnern, in der neben San Francisco auch andere Städte wie San Jose angesiedelt sind.
    red

    (DTZ 19/16)

  • Gauloises-Hersteller klagt gegen Einheitspackung

    PARIS // Die Imperial Tobacco-Tochter Seita will Klage gegen die Einführung der Einheitspackung in Frankreich vor dem Obersten Gerichtshof des Landes einreichen.

    Tatsache ist jedoch, dass die juristische Anfechtung des Paquet neutre (deutsch: Einheitspackung) die Umsetzung zum 1. Januar 2017 nicht verhindern wird. Der Hersteller von Marken-Ikonen wie Gauloises und Gitanes pocht mit diesem Schritt nicht nur auf seine Markenrechte, sondern will damit auch die Öffentlichkeit aufrütteln.

    Laut Seita verletzte das Gesetz darüber hinaus Markenrechte, wie sie die französische Verfassung garantiere.

    Japan Tobacco International (JTI) hat eigenen Angaben zufolge kurz nach der Veröffentlichung des Gesetzes im März gegen die Einführung der Einheitspackung in Frankreich geklagt.
    red

    (DTZ 19/16)

  • BTWE lädt zum Branchendialog

    RÖSRATH // Traditionell trifft sich die Tabakbranche auf der Jahrestagung des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) in Rösrath bei Köln.

    Sie findet diesmal am 5. und 6. Juni statt. Rund 150 Fachhändler, Kollegen der Einzelhandelsorganisation, Vertreter der Partnerverbände sowie die maßgeblichen Partner aus der Industrie diskutieren hier Themen, die der Branche auf den Nägeln brennen.

    Das Schwerpunktthema am Sonntag ist die EU-Tabak-Produktrichtlinie. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Politik, Handel und Industrie die Richtlinie in die Praxis umsetzen. Außerdem auf der Tagesordnung: das von der Bundesregierung geplante Werbeverbot.

    Der Montag ist ganz dem Verbands-Jubiläum gewidmet: Der BTWE besteht seit 125 Jahren und begrüßt hochrangige Vertreter der Branchenverbände sowie aus Handel und Industrie als Laudatoren.

    Zum Abschluss beleuchtet Manfred Lütz, Bestseller-Autor, Psychiater, Psychotherapeut, Theologe und Chefarzt die Risiken und Nebenwirkungen des Gesundheitswahns.
    vi

    (DTZ 18/16)