Autor: admin

  • Korrektur: „Los Amigos“ von Villiger Söhne GmbH

    MAINZ // In der Printausgabe DTZ 18/20 auf Seite 7 haben wir der „Los Amigos“-Zigarre einen falschen Anbieter zugeordnet. Korrekt muss es heißen: Der Longfiller im Churchill-Format (Länge: 165 Millimeter; Durchmesser: 19,1 Millimeter) wird von der Villiger-Söhne GmbH in Deutschland vertrieben.


    Ausgewogener Tabakgenuss

    Die „Amigos“ bieten einen ausgewogenen Tabakgenuss, der im Rauchverlauf zugleich eine Fülle würziger Aromen freisetzt. In den Los-Amigos-Zigarren steckt eine fein ausbalancierte Einlage mit erlesenen Tabakblättern aus der Dominikanischen Republik. Für die spezielle Geschmacksnote sorgt das Deckblatt aus den USA, das den Wickel umhüllt.


    Für Einsteiger und preisbewusste Genießer

    „Los Amigos werden den Ansprüchen von Einsteigern und preisbewussten Genießern gerecht. Die Zigarren bieten einen äußerst gleichmäßigen Rauchverlauf und garantieren ein ausgewogenes und konstantes Geschmackserlebnis“, erklärt Villiger und verspricht: „Der markante Markenauftritt, gepaart mit der unverwechselbaren Würze, erweckt in jedem Aficionado den Mexikaner.“

    Praktische Aluminium-Tubos
    Die handgerollten Zigarren stecken in praktischen Aluminium-Tubos, die in die Hosentasche passen und damit immer dabei sind für ein spontanes Rauchvergnügen. Den Stückpreis gibt Villiger mit 3,50 Euro an. Als Verkaufshilfe stellt das Unternehmen dem Handel einen kompakten Zwölfer-Thekenaufsteller zu Verfügung.

    pi

  • „Wir haben frühzeitig auf diese Krise reagiert“

    BÜNDE // Wie sich Arnold André auf die Coronakrise eingestellt hat, hat DTZ in einem Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Strickrock erfahren. „Wir haben frühzeitig auf diese Krise reagiert. Dabei hatte das Wohl der Mitarbeiter oberste Priorität. Beispielsweise wurden in der Produktion die Schichten getrennt, damit sich die Kollegen nicht begegnen, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren.

    Diese und weitere Maßnahmen gelten auch für die nächsten Monate, um den Schutz der Mitarbeiter und die Kontinuität der betrieblichen Abläufe zu gewährleisten. Dank unserer vorhandenen, hohen Lagerbestände könnten wir selbst längere Ausfallzeiten überbrücken. Natürlich hoffen wir, dass es dazu nicht kommen wird“, so Strickrock.

    Keine Kurzarbeit
    Die Mitarbeiter im Außendienst haben seit Mitte März ihre Reisetätigkeit eingestellt und arbeiten seitdem aus dem Home-Office. Kurzarbeit wurde nicht in Anspruch genommen. Das gilt gleichermaßen für die Fertigung, wie für die Verwaltung und den Außendienst. Derzeit ist geplant, dass der Außendienst ab dem 4. Mai die Händler wieder persönlich vor Ort beraten wird.


    Dickes Lob für den Fachhandel

    „Wir sind froh, dass dem Handel über den gesamten Zeitraum und auch jetzt unsere Produkte wie gewohnt zur Verfügung stehen und die Verbraucher ebenfalls weiter Zigarren und Zigarillos genießen können“, erklärt Strickrock, und er fügt hinzu: „Dies ist auch den vielen Fachhändlern zu verdanken, die gerade in den vergangenen Wochen mit Ideen und viel Engagement ihr Geschäft im Rahmen der Möglichkeiten offen gehalten haben – und sei es durch einen schnell aufgebauten Liefer- oder Bring-Service. Dem zollen wir großen Respekt und bedanken uns ausdrücklich dafür.“

    kdp

  • Das Beste aus der Situation machen

    HAMBURG // Aktuell kümmern sich viele Unternehmen noch um die Beantragung von Soforthilfen, Kreditprogrammen oder Kurzarbeit sowie um deren Umsetzung. Gleichzeitig wird in der Bevölkerung der Ruf nach Normalität immer lauter, und erste Lockerungen machen sich bemerkbar.

    Nun ist es wichtig, die geschrumpfte Liquidität möglichst schnell wieder aufzubauen und zugleich zu erweitern. Das Geschäft muss also nicht wieder geöffnet werden, sondern es muss d i e Neueröffnung überhaupt werden. Nur so kann es gelingen, die nächsten Monate optimal und gewinnbringend zu nutzen.

    Maßnahmen für den Neustart
    Was muss ein guter Kaufmann tun, um Stammkunden sowie Neukunden so positiv anzusprechen, dass für einen nachhaltigen Neustart gesorgt ist? Maßnahmen im Überblick:
    Der Vertriebsgrundsatz, sich in den Kopf des Kunden zu versetzen, ist jetzt besonders wichtig: Ihr Kunde wartet ebenfalls darauf, das es wieder losgehen kann. Dabei sind die Vorstellungen so unterschiedlich, wie es die Kunden sind. Beispiel: Der Sportbegeisterte freut sich darauf, seine Biker-Kleidung auf den neuesten Stand zu bringen. Der Sportartikel Händler, der nun die Superschnäppchen aus liegengebliebener Ware anbietet, spricht nicht die Sprache seiner Kunden. Es ist nicht die Zeit, auf antizyklische Käufer zu hoffen. Wenn Sie dem guten Stammkunden aktuell und kompetent die Produkte anbieten, die ihm jetzt Freude bereiten, wird er auch wieder auf Sie zukommen.

    Personalsituation prüfen
    Checken Sie die personelle Situation und planen Sie solide: Personalplanung und -führung sind ohnehin wesentliche Schlüssel, dem bereits begonnenen Fachkräftemangel zu begegnen. Behandeln Sie keinen Angestellten so, als wäre es selbstverständlich, jetzt mit Höchstleistung wieder zu starten. Bringen Sie Ihre Freude zum Ausdruck, alle gesund wiederzusehen. Verzichten Sie unbedingt darauf, Mitarbeiter um Hilfe zu bitten, obwohl sie sich noch wegen Kurzarbeit zu Hause befinden. Das ist nicht nur strafbar, sondern es zeugt zudem nicht von solider Geschäftspolitik.

    Authentisch bleiben
    Bleiben Sie authentisch und kommunizieren Sie ehrlich Ihre Herausforderungen in der Krise: Auch hier können Sie sich den Stress sparen, Probleme zu verschweigen. Für den überwiegenden Teil der Unternehmen bringt die Coronakrise deutliche Herausforderungen mit sich. Und dies trifft gleichermaßen auf private Verbraucher zu. Sie sind nicht nur in bester Gesellschaft. Es könnte sogar überheblich wirken, in dieser Zeit davon zu sprechen, die Krise, anders als viele andere, besonders gut gemeistert zu haben.

    Flexible Terminplanung
    Verlassen Sie sich nicht auf ein festes Eröffnungsdatum: In den vergangenen Wochen haben alle erlebt, wie schwierig Entscheidungen beim Umgang mit der Coronakrise zu treffen sind. Jeder Eingriff in die Marktwirtschaft mit enormen Auswirkungen will ebenso gut überlegt sein wie die Beschneidung gleich mehrerer Grundrechte bei der gesamten Bevölkerung. Das macht eine vorausschauende Terminplanung äußerst schwierig. Begegnen Sie diesem Umstand, indem Sie bei Ihren Marketingbemühungen immer vom ersten offiziellen Tag der Aufhebung der Beschränkung sprechen und für diesen Tag planen.

    Besondere Situation
    Auch jetzt ist der Wettlauf um den größten Rabatt die schlechteste Lösung: Das ist keine neue Weisheit. Bedenken Sie jedoch in dieser ganz besonderen Situation, dass Sie auf eine aufgestaute Nachfrage stoßen. Wenn Sie jetzt mit Dumping-Preisen versuchen, Kunden zu kaufen, verbauen Sie sich für lange Zeit die Rückkehr zu auskömmlichen Margen. Außerdem würden Sie dafür auch von Ihren Mitbewerbern in dieser Phase keinen Preis für freundliches Miteinander ernten.

    Positiver Start
    Starten Sie mit Freude in die Zukunft und lassen Sie es alle wissen: Lassen Sie positive Zukunftsaussichten erkennen. Nutzen Sie dabei auch Gelegenheiten, die lokale Presse auf sich aufmerksam zu machen. Auch dabei ist es in dieser besonderen Lage nicht schädlich, wenn Sie von den Problemen sprechen, die Sie bewältigen mussten oder auch noch müssen. Die aktuellen Probleme sind bei vielen ähnlich, und keiner muss sich verstecken. Solange der positive Blick in die Zukunft nicht fehlt, wirken Sie dadurch glaubwürdig.

    Innovationskraft herausstellen
    Auch an später denken: Jetzt ist die Gelegenheit, Ihre Innovationskraft herauszustellen. Analysieren Sie genau Ihren Markt und stellen Sie Ihr Angebot auf den Prüfstand. Vielleicht muss nicht großartig verändert, aber angepasst werden. Kündigen Sie in Newslettern oder im stationären Handel mit entsprechenden Plakaten neue Produkte für die Zukunft an und machen Sie sich dadurch nachhaltig interessant.

    Fazit
    Fazit: Jeder Anfang bietet neues Potenzial. Dieser Neustart bietet die zusätzlichen Chancen, dass Sie auf Ihre Kompetenz aufbauen können, die Sie mehr oder weniger lange bereits unter Beweis gestellt haben. Beachten Sie aber, dass es für alle eine neue Situation bedeutet. Daher ist es wichtig, sowohl die Bestandskunden als auch die Mitarbeiter wieder zu motivieren. So kann der Neustart gelingen und ist ein Gewinn für Verkäufer, Käufer und für Ihr gesamtes Team.

    David Rölleke

  • Digitale Tagespresse legt zu

    BERLIN // Noch weitgehend unbeeinflusst vom Shutdown durch die Corona-Situation ist zu Jahresbeginn 2020 die Entwicklung der Gesamtverkäufe von Zeitungen und Zeitschriften am deutschen Pressemarkt: Von den ersten 14 Kalenderwochen 2020, für die die Verbreitungs- und Verkaufszahlen im Quartalsdurchschnitt erhoben wurden, war der Pressevertrieb erst in den letzten drei Wochen vom Lockdown betroffen. Die Verkäufe elektronischer Ausgaben von Presseerzeugnissen verzeichnen wieder starke Anstiege und behaupten sich als zunehmend relevanter Kanal des Pressevertriebs.

    Tageszeitungen
    Die Tageszeitungen einschließlich der Sonntagsausgaben und aktuellen Sonntagszeitungen verkauften im ersten Quartal des laufenden Jahres durchschnittlich pro Erscheinungstag 14,57 Millionen Exemplare. Mit einem Minus von 5,04 Prozent fällt der Rückgang der Verkäufe zum Jahresbeginn 2020 im direkten Jahresvergleich (1/2019: 15,34 Millionen verkaufte Exemplare – ein Minus von 4,75 Prozent) etwas stärker aus. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass zwei Zeitungen („Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“) dieses Mal nicht an der Auflagenerhebung teilnahmen. Im vierten Quartal 2019 erzielten diese Titel eine verkaufte Auflage von zusammen 0,15 Millionen Exemplaren.

    Die Verkäufe digitaler Ausgaben der Tagespresse legen kräftig zu: Ihr Absatz steigt im ersten Quartal 2020 auf 1,65 Millionen täglich verkaufte ePaper-Exemplare und liegt damit um 13,84 Prozent über dem Vorjahresergebnis (1/2019: 1,45 Millionen ePaper-Verkäufe – ein Plus von 12,58 Prozent gegenüber 1/2018).

    Wochenzeitungen
    Die Wochenzeitungen müssen zum Jahresbeginn 2020 im direkten Vergleich zum Vorjahr mit insgesamt 1,63 Millionen im Quartalsdurschnitt pro Ausgabe verkauften Exemplaren ein Auflagenminus von 3,39 Prozent hinnehmen (1/2019: rund 1,68 Millionen verkaufte Stücke). Der Absatz von ePaper-Ausgaben der Wochenzeitungen ist hingegen mit einer erhöhten Wachstumsrate weiter angestiegen und liegt aktuell bei rund 0,18 Millionen Exemplaren (1/2019: 0,14 Millionen verkaufte Stücke – ein Plus von 24,82).

    Publikumszeitschriften
    Im ersten Quartal 2020 liegt die verkaufte Auflage der Publikumspresse mit 64,19 Millionen Exemplaren um 22,68 Prozent unter dem Vorjahresergebnis (1/2019: 83,02 Millionen Stück). Hintergrund dieses starken Rückgangs ist aber vor allem die vertriebliche Neuausrichtung der ADAC-Mitgliederzeitschrift „Motorwelt“, die im vierten Quartal 2019 noch mit zuletzt 13,56 Millionen Exemplaren bei den Mitgliederstücken (davon 0,31 Millionen ePaper) zum Gesamtverkauf der Publikumspresse beitrug.


    Kh/red

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    willkommen in Woche 7 der Beschränkungen. Um etwa 8,5 Prozent, so die Prognosen mehrerer Ökonomen, dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr schrumpfen. Insgesamt bedeutet das für unser Land ein Wohlstandsminus von rund 4100 Euro – pro Kopf. Das sind ungeheure Beträge. Kein Wunder, dass etwa Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) einerseits vor einer Überlastung des Staates, andererseits vor einem Kippen der Stimmung in der Bevölkerung warnt. Meine Beobachtungen: Dieser Prozess hat längst begonnen. Noch allerdings wird jeder, der den Weg der Bundesregierung auch nur vorsichtig hinterfragt, sofort als „Corona-Leugner“ diffamiert.

    Fakten statt Fake
    Verstehen Sie mich richtig: Ich streite die Existenz des Virus nicht ab, ich glaube nicht, dass der neue Mobilfunkstandard 5G daran schuld ist oder dass China oder eine andere fremde Macht mit Hilfe von Corona die Weltherrschaft anstrebt, und ich bin sicher, dass sowohl die World Health Organisation (WHO) als auch Bill Gates und die Regierungen rund um den Globus das Beste für die Menschheit wollen.

    Totschlaginstrument
    Allerdings ist gut gemeint nicht immer gut gemacht. Was mich wirklich ärgert: Dass jedem Hinterfragen der Maßnahmen in Deutschland sofort mit dem Totschlagargument (entschuldigen Sie den Ausdruck), „das Robert-Koch-Institut hat aber gesagt…“ begegnet wird. Dass das RKI bereits mehrfach falsch gelegen und seine Ansichten geändert hat, ist ja nun hinlänglich bekannt. Diese Argumentation ist etwa so, als wolle man die Fläche eines Kreises berechnen, komme nachweislich auf immer falsche Ergebnisse, bestehe aber hartnäckig darauf, dass Pi gleich 2,1415 sei. In Frühzeiten des Computerzeitalters sprach man von Gigo (garbage in – garbage out): Wenn man den Rechner mit Mist fütterte, kam auch Müll raus.

    Neue Forschungsergebnisse
    Ein Ergebnis der vergangenen Woche blieb übrigens weitgehend unerwähnt: Ein Forscherteam um den Charité-Virologen Christian Drosten hat herausgefunden, dass bestimmte Vorerkrankungen zu einer Immunität gegen das Corona-Virus führen könnten. Das gelte insbesondere für die vier bereits bekannten Erkältungs-Corona-Viren. Huch?! Im Klartext: Wer einen Schnupfen hatte, muss sich vor dem „unsichtbaren Killer“ womöglich nicht mehr fürchten?!

    Angemessen bewerten
    Geht es Ihnen eigentlich auch so? Wenn ich morgens aufwache, freue ich mich, dass ich überhaupt noch lebe. Denn viele – renommierte – Medien schlagzeilen weiter à la „Immer mehr Infizierte“. Dass die Zahl der Genesenen mittlerweile rund 25 Prozent über der der Neuinfizierten liegt, ist maximal eine Randbemerkung wert. Aktuell haben wir in Deutschland etwa 42.000 bekannte Covid-19-Erkrankte. Die Zahl der Toten liegt demnach bei 5640. Zum Vergleich: Jedes Jahr versterben hierzulande etwa 900.000 bis 920.000 Menschen, davon 55.000 bis 60.000 an Krankheiten des Atmungssystems. Und knapp 90.000 Menschen sind HIV-infiziert. Damit will ich nicht einen Todesfall verharmlosen – ich habe eine ganze Reihe von Verwandten und Freunden, die über 80 Jahre alt sind. Aber wir müssen Risiken angemessen bewerten.

    Herzlich
    Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ

  • Große Hamburger Geschäfte bleiben vorerst zu

    HAMBURG // Hamburgs Einzelhändler und Kaufhausbetreiber mit Läden über 800 Quadratmeter Verkaufsfläche bleiben weiterhin geschlossen. Das Oberverwaltungsgericht setzte am Donnerstag eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtes außer Kraft die es ihnen erlaubt hätte, doch zu öffnen, berichtet der „Norddeutsche Rundfunk“ (NDR). Geklagt hatte ein großes Sportgeschäft.

    Verstoß gegen Recht auf Berufsfreiheit
    Das Verwaltungsgericht hatte die seit vergangenem Montag geltende Lockerung bei der Ladenöffnung als Verstoß gegen das Recht auf Berufsfreiheit gewertet. Außerdem sei der Infektionsschutz in größeren Geschäften genauso gut zu gewährleisten – oder gar besser – als in kleineren.

    Teilerfolg des Senats
    Auch die Befürchtung des Senats, dass die Öffnung aller Läden zu einer vollen Innenstadt und engen Kontakten in Bussen und Bahnen führen könnte, teilte das Gericht in erster Instanz nicht. Der Senat reichte umgehend Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht (OVG) ein und beantragte, dass es bis zu einer Entscheidung bei der beschlossenen Regelung bleiben solle.

    Entscheidung ausgsesetzt
    „Das Oberverwaltungsgericht hat nun eine Zwischenverfügung gemacht, dass das klagende Sportgeschäft bis auf weiteres nicht öffnen darf", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher in einer Rundfunkübertragung des NDR. „Und die voraussichtliche Entscheidung darüber soll, nach meiner Kenntnis am 30. April erfolgen.“ Es ist also nur ein Zwischenerfolg für den Senat. Das klagende Sportgeschäft hat nur die Möglichkeit, das Warenhaus auf 800 Quadratmeter Verkaufsfläche zu verkleinern.

    Einem Gerichtssprecher zufolge gilt die Entscheidung nur für die Klägerin und führt nicht dazu, dass andere Inhaber sich darauf berufen können.

    red

  • Hamburger Gericht kippt Beschränkung für große Läden

    HAMBURG // Zur Eindämmung des Coronavirus müssen Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern derzeit ihre Verkaufsflächen begrenzen. Das Hamburger Verwaltungsgericht glaubt nicht, dass dies dem Infektionsschutz dient.

    Eilantrag gegen Schließung
    Das Verwaltungsgericht Hamburg hat einem Eilantrag stattgegeben, mit dem die Betreiberin eines Sportwarengeschäfts in der Hamburger Innenstadt gegen die Schließung ihres Geschäfts kämpft. Der Hamburger Senat hatte am 20. April eine Verordnung erlassen, die es nur Geschäften mit einer Verkaufsfläche von weniger als 800 Quadratmetern erlaubt, komplett wieder zu öffnen. Größere Geschäfte, wie das der Klägerin, sollen ihre Fläche auf 800 Quadratmeter begrenzen.

    Regelung verletzt Berufsfreiheit
    Laut Verwaltungsgericht verletzt die Regelung die Berufsfreiheit der Klägerin. Die Nutzung der Verkaufsfläche im reduzierten Umfang sei zudem nicht geeignet, dem Zweck des Infektionsschutzes zu dienen, heißt es in dem Urteil. Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus ließen sich in großflächigen Handelsgeschäften ebenso gut einhalten wie in kleineren Einrichtungen, schreibt das Gericht. Oder sogar besser.

    red

  • „Wir planen mit den Messen“

    DORTMUND // Noch fünf Monate bis zum Beginn von InterTabac und InterSupply – falls die Leitmessen der Branche denn stattfinden können. DTZ sprach darüber mit Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Messe Westfalenhallen.

    Frau Loos, wo erreichen wir Sie gerade?
    Sabine Loos: In meinem Büro. Wir sind zwar durch diverse Maßnahmen wie Mobile Office, Abbau von Überstunden und so fort in der Büro-Präsenz ausgedünnter als gewohnt, aber ich bin nahezu jeden Tag vor Ort.

    Sind Sie denn aktuell auch auf dem Messegelände unterwegs? Wie geht es Ihnen dabei?
    Loos: Aufgrund der Größe unseres Geländes ist hier aktuell wahrscheinlich der Platz mit dem größtmöglichen Abstand zueinander. Ab und zu bin ich auf dem Gelände unterwegs. Zum einen nutzen wir die aktuelle Phase, um mehrere Dinge anzupacken, die im laufenden Geschäft schwieriger zu realisieren sind, und natürlich ist es immer ein schöner Moment, sich wieder vorzustellen, dass die Hallen bald wieder mit Ausstellern und Besuchern gefüllt sind.

    Bis zur InterTabac – und zur InterSupply – sind es ja noch einige Monate – wie schätzen Sie die Situation ein: Wird die Messe stattfinden können?
    Loos: Auf Basis der aktuellen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass die wirtschaftlichen Einschränkungen zum Spätsommer weiter gelockert werden. Das gilt sowohl für die Durchführung von Messen als auch für Reisen im In- und Ausland. Insofern gehen wir davon aus, dass InterTabac und InterSupply wie geplant durchgeführt werden können. Zurzeit werden vom Verband der Messeveranstalter intensive Gespräche mit der Bundesregierung und auch mit dem Land Nordrhein-Westfalen geführt, um zeitnah Maßnahmen zur sicheren Durchführung von Messen zu erarbeiten und abzustimmen.

    Worum geht es dabei?
    Loos: Unter anderem um die Reisemöglichkeit von Besuchern aus dem Ausland, um Messen in Deutschland besuchen zu können. Wir beobachten die Entwicklungen und Empfehlungen in allen Bereichen sehr genau. Ziel ist es, sowohl für Aussteller als auch für Besucher vor dem Sommer Planungssicherheit zu schaffen.

    Wahrscheinlich ist jede Planung für Sie und Ihr Team zurzeit ein Stochern im Nebel. Haben Sie dennoch konkrete Überlegungen, wie Sie die Messen sicherer machen können?
    Loos: Wir haben in der gesamten Unternehmensgruppe bereits zu Beginn der Pandemie diverse Maßnahmen für unsere Mitarbeiter, Aussteller und die Besucher umgesetzt. Dazu gehören etwa verstärkte Hygiene-Maßnahmen in den Besucherbereichen, das Aufstellen zahlreicher Desinfektionsspender, Aufklärungskampagnen und vieles mehr. Natürlich sind wir auch schon in der Planung für eine mögliche Durchführung unserer Messen mit Schutzmaßnahmen, wie Schutzmasken, die an unsere Besucher ausgegeben werden können. Diese und zahlreiche weitere Überlegungen begleiten uns derzeit jeden Tag, denn das gesundheitliche Wohl unserer Besucher, Aussteller und Mitarbeiter hat höchste Priorität.

    Blicken wir konkret auf die InterTabac und die InterSupply. Wie ist aktuell der Buchungsstand?
    Loos: Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation wirklich gut. Mit heutigem Stand werden wir, wie gewohnt, die Hallen 1 bis 8 sowie die Westfalenhalle mit den beiden Messen bespielen. Natürlich wird die InterTabac 2020 aufgrund der aktuellen Herausforderungen anders sein als vorangegangene Auflagen der Fachmesse. Das trifft allerdings auf alle Bereiche der Wirtschaft sowie des gesellschaftlichen und privaten Lebens zu. Deshalb kann man ja jetzt nicht alles einstellen. Es muss weitergehen und wir alle müssen Dinge wieder gemeinsam aufbauen, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen.

    Und dafür eignen sich diese Fachmessen?
    Loos: Auf jeden Fall. Die InterTabac bietet zusammen mit der InterSupply in allen Segmenten dazu die optimale Plattform. Wir laden herzlich ein, diese zu nutzen.

    Und wo liegt der Schwerpunkt in diesem Jahr?
    Loos: Unter anderem darin, das Angebot für den Fachhandel so attraktiv wie möglich zu gestalten. Dazu zählt auch, das im vergangenen Jahr erstmalig durchgeführte Rahmenprogramm auszubauen und mit tagesaktuellen Themen zu besetzen. Gerade in dieser schwierigen Zeit ist es wichtig, Impulse zu setzen, zu kommunizieren und Erfahrungen auszutauschen. Es ist unverzichtbar, dass die Branche gerade jetzt zusammensteht.

    Gibt es aktuelle Neuerungen?
    Loos: Insbesondere die Besucherservices werden weiter ausgebaut. Eine Auswahl verschiedener Hotels – und Kategorien – ist bereits auf der Internetseite der InterTabac verfügbar. Dort gibt es attraktive Angebote ab 90 Euro pro Person, die bequem und einfach gebucht werden können. Wir nutzen die Zeit auch, um unser Ticketsystem zu optimieren. Auch wenn die Fachbesucher-Registrierung nach wie vor bestehen bleibt, so haben wir die Prozesse deutlich verschlanken können. So wird der Erwerb eines Tickets für alle komfortabler.

    Welche Bedeutung haben InterTabac und InterSupply eigentlich für die Messe Dortmund?
    Loos: Die beiden Messen haben aufgrund ihrer langjährigen Tradition eine hohe Bedeutung für den Messestandort Dortmund. Neben der hohen Internationalität in den Ausstellerreihen sind es vor allem die zahlreichen Besucher, die das Bild der Messe prägen. Die Messen haben darüber hinaus eine große Bedeutung für die Stadt Dortmund, die fest zur weltgrößten Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf steht und damit viele Vorteile für Besucher wie Aussteller möglich macht.

    max

  • Philip Morris hilft in der Coronakrise

    GRÄFELFING // Philip Morris will im Großraum München Kulturschaffende und lokale gemeinnützige Organisationen mit insgesamt rund 350.000 Euro während der Coronakrise unterstützen. Das Gräfelfinger Unternehmen, das sich als „aktiver Teil der Gesellschaft“ sieht, möchte mit dem Geld denjenigen helfen, die durch die Pandemie besondere betroffen sind.

    Versorgung hilfsbedürftiger Menschen sicherstellen
    Aufgrund der aktuellen Situation habe die Caritas München einen erhöhten Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung – vor allem beim direkten Klientenkontakt in der sozialen Beratung oder in den Jugendhilfe- und Suchteinrichtungen. Zudem mussten die Caritas-Tische und Tafeln aufgrund der geltenden Bestimmungen schließen, heißt es.

    Lebensmittelgutscheine für Hilfsbedürftige
    Damit sie Hilfsbedürftige auch während der Corona-Krise weiterhin mit dem Notwendigsten versorgen kann, kauft die Caritas München Lebensmittelgutscheine und stellt diese etwa 6000 Menschen im Großraum München zur Verfügung. Um die wichtige Arbeit der Caritas zu unterstützen, spendet Philip Morris 190.000 Euro für diese Projekte. „Viele hilfsbedürftige Menschen treffen die aktuellen Einschränkungen besonders hart, da sie sich häufig nicht ohne Hilfe mit dem Nötigsten versorgen können. Diesen Menschen wollen und müssen wir auch in der Krise weiterhin helfen. Deshalb freuen wir uns sehr über die großzügige Unterstützung unserer Arbeit durch die Philip Morris GmbH“, sagt Harald Bachmeier, Geschäftsführer der Caritas München.

    Hilfe für Senioren in den eigenen vier Wänden
    Der Verein „Dein Nachbar“ unterstützt hilfsbedürftige Senioren, damit sie so lange wie möglich zuhause leben können. Um neuen engagierten Helfern in der Coronakrise so rasch wie möglich das notwendige Wissen für die häusliche Pflege zu vermitteln, bietet der Verein digitale „Helferschulungen“ für alle Engagierten in Deutschland kostenfrei an.
    Außerdem hat der Verein eine zentrale Koordinationsstelle eingerichtet und unterstützt nun auch Kommunen und andere soziale Einrichtungen bei der Koordination ehrenamtlicher Helfer. Philip Morris fördert diese Maßnahmen mit 50.000 Euro und hilft zudem bei der Öffentlichkeitsarbeit für diese Angebote bei Kommunen und Organisationen. „Die Unterstützung der Philip Morris GmbH hilft uns zum einen dabei, möglichst vielen engagierten und freiwilligen Helfern das notwendige Wissen rund um die Themen Betreuung hilfs- und pflegebedürftiger Menschen, Entlastung pflegender Angehöriger, Umgang mit bestimmten Erkrankungen sowie persönlicher Schutz zu vermitteln“, sagt Thomas Oeben von „Dein Nachbar“.

    Existenzsicherung von Kulturschaffenden und Künstlern
    Die aktuellen Einschränkungen im Rahmen der Corona-Krise führen dazu, dass viele Kulturschaffende um ihren Lebensunterhalt bangen müssen. Um diesen Menschen dabei zu helfen, die Folgen der Krise zu bewältigen, spendet die Philip Morris 50.000 Euro an die Initiative „#Kulturretter“.

    Die Initiative versteht sich als Kulturrettungsfonds, der den Akteuren des täglichen Kulturlebens helfen soll. Ziel ist es, insgesamt 100.000 Euro zu sammeln, die den Künstlern und Einrichtungen direkt und unkompliziert zur Verfügung gestellt werden.

    Kostenfreies Streaming
    Zusätzlich streamt die Initiative täglich einen Kulturbeitrag, der für jeden kostenlos zugänglich ist. „Wir wollen den Menschen in dieser Ausnahmesituation zeigen, wie wichtig Kultur für unser gesellschaftliches Leben ist. Deshalb sind wir sehr dankbar für die großzügige Spende der Philip Morris GmbH. Sie wird uns unserem Ziel, insgesamt 100.000 Euro für Kulturschaffende zu sammeln, einen großen Schritt näher bringen“, sagen Stefan Schröder, Fabian Rauecker und Dominik Fahrian von „#Kulturretter“.

    Mitarbeiter engagieren sich für soziale Projekte
    „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Philip Morris GmbH helfen in der Krise. Dabei verdoppelt das Unternehmen jede Spende. Damit wird sozialen Organisationen wie der Tafel München, dem ambulanten Kinderhospiz München oder dem gemeinnützigen Verein Horizont in München doppelt geholfen. Insgesamt sind im Rahmen dieser Spendenaktion mehr als 45.000 Euro zusammengekommen“, erklärt das Gräfelfinger Unternehmen.

    Weiterhin können sich die circa 750 Mitarbeiter des Unternehmens während ihrer Arbeitszeit freiwillig sozial engagieren – beispielsweise in Nachbarschaftshilfen oder sozialen Einrichtungen, informiert Philip Morris.

    Bundesweite Hilfs- und Förderprojekte in der Coronakrise
    Um als Unternehmen der zivilgesellschaftlichen Verantwortung auch in Zeiten der Corona-Krise gerecht zu werden, unterstütztem die Gräfelfinger soziale Projekte auf nationaler und lokaler Ebene in den Bereichen medizinische Infrastruktur, Hilfe in Not Geratener und zur wirtschaftlichen Stabilisierung von Kleinunternehmen vor Ort. Die Hilfe in Form von Schutzmaterialien und Geldspenden sowie dem persönlichen Einsatz von Kolleginnen und Kollegen soll dort ankommen, wo jetzt besondere Herausforderungen bestehen. Insgesamt stellt Philip Morris eigenen Angaben zufolge gerade mehr als 1,6 Millionen Euro für akute Hilfsmaßnahmen in Deutschland zur Verfügung.

    Auch der von Philip Morris im Jahr 2016 initiierte Kulturförderpreis „The Power of the Arts“ werde in diesem Jahr auf die speziellen Herausforderungen der Kulturszene angepasst und verteilt 200.000 Euro auf zehn statt wie bisher vier Förderprojekte.

    pi

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    wird Angela Merkel als die Bundeskanzlerin in die Geschichte eingehen, die zum Ende ihrer Amtszeit Deutschland entschlossen durch die Krise geführt hat? Oder werden wir uns an sie als die Politikerin erinnern, die die Bundesrepublik in die größte ökonomische Schieflage ihres Bestehens gesteuert hat? Wir wissen es nicht. Einen pragmatischen Umgang mit der Frage, wie sinnvoll das Berliner Krisenmanagement sei, pflegt die Virologin Karin Mölling.

    Eine Frage des Ermessens
    Im Interview mit der NZZ sagte sie: „Die getroffenen Entscheidungen waren eine Ermessensfrage. Ich suche keine Schuldigen. Ich suche nicht nach Fehlern – ich bin der Ansicht, das war eine so schwierige Situation, in der es viele Möglichkeiten gab. Man hat sich für diese Maßnahmen entschieden, denen habe ich mich dann untergeordnet.“ Ich empfehle unbedingt die Lektüre des gesamten Gesprächs!

    Wettbewerbsverzerrungen
    Mittlerweile ist die erste Woche der Lockerungen im Einzelhandel vorüber. Besonders umstritten ist die Grenze von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln, befürchtet Wettbewerbsverzerrungen als Folge der Ungleichbehandlung. Zudem schützten die Restriktionen nicht die kleinen Geschäfte, die stark auf jeden Umsatz angewiesen sind. Vielmehr seien die großen, Frequenz sichernden Handelsunternehmen die Basis für den Erfolg der kleineren Anbieter. Ein interessanter Gedanke.

    Gehen Sie ins Freie
    Meine Empfehlung für Samstag und Sonntag: Gehen Sie ins Freie, so oft Sie können. Amerikanische Wissenschaftler gehen nämlich davon aus, dass Sonnenlicht das Corona-Virus abtötet. Rücken wir ihm also mit natürlichem UV-Licht auf den Leib. Angenehmer Nebeneffekt: Jede Bewegung an der frischen Luft stärkt unser Immunsystem zusätzlich.

    Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

    Herzlich
    Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ