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  • Hall übernimmt Automatengeschäft von Gerhard Zutt

    MÖNCHENGLADBACH // Die Mönchengladbacher Tabakwarengroßhandlung Hall Tabakwaren hat zum 1. April dieses Jahres das Automatengeschäft des Traditionsunternehmens Gerhard Zutt in Leun bei Wetzlar übernommen. Das hat das Unternehmen jetzt bekannt gegeben.

    Der Umsatz von Zutt liegt bei knapp einer Million Euro pro Jahr. Die 90 Automaten werden künftig von der Hall-Niederlassung in Lollar betreut. Hall Tabakwaren erzielte im Jahr 2016 einen Umsatz von einer Milliarde Euro, davon entfielen 790 Millionen Euro auf das Großhandels- und 210 Millionen Euro auf das Automatengeschäft. red

    (DTZ 16/17)

  • Kleinere Unternehmen unter Druck

    BERLIN // Trotz guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen bewerten viele kleinere Händler ihre Geschäftslage negativ. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth fordert deshalb von der Politik mehr Investitionen in die digitale Infrastruktur und rechtliche Rahmenbedingungen, die einen fairen Wettbewerb aller Handelsformen ermöglichen.

    Für das vom HDE prognostizierte Umsatzwachstum von zwei Prozent sorgen 2017 vor allem größere Handelsunternehmen. Dass die Verbraucher positiv gestimmt sind, zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer: Demnach gehen die Verbraucher mit Optimismus in die kommenden drei Monate und planen eine Ausweitung ihrer Ausgaben.

    Anders sieht die Lage für viele kleinere Händler mit weniger als fünf Beschäftigten aus: Hier überwiegen der HDE-Umfrage nach pessimistische Zukunftserwartungen. „Die Politik muss dafür sorgen, dass kleinere Handelsunternehmen im Wettbewerb mit großen Online-Konzernen oder Internet-Plattformen nicht benachteiligt werden, damit der mittelständische Einzelhandel auch in Zukunft das Bild der Innenstädte prägen kann“, sagt Genth. Mehr als die Hälfte der Einzelhandelsstandorte in Deutschland werden von einem Kleinunternehmen betrieben. red

    (DTZ 16/17)

  • Mentholverbot auch für E-Zigarette

    BERLIN // Viele Dampfer schätzen – gerade in den Sommermonaten – eine kühle, frische Mentholnote in ihren Liquids. Die Tabakerzeugnisverordnung, also die deutsche Umsetzung der Tabakproduktdirektive (TPD 2), sah jedoch vor, dass der aus Pfefferminz gewonnene Stoff nicht mehr zur Produktion von Liquids genutzt werden dürfe. Grund: Das zuständige Landwirtschaftsministerium in Berlin bewertet Menthol als Stoff, der das Inhalieren von Tabakrauch erleichtert. Damit wird er als Zusatzstoff für Zigaretten verboten.

    Die „Zweite Verordnung zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung“ räumt der Industrie nun jedoch „für Menthol als Inhalationserleichterer in elektronischen Zigaretten und Nachfüllbehältern“ eine Übergangsfrist bis zum 20. Mai 2020 ein.

    Der Bundestag wird über den vorliegenden Entwurf Mitte Mai entscheiden. Beobachter rechnen nicht mit gravierenden Veränderungen. max

    (DTZ 16/17)

  • Gegen Schmuggel

    BERLIN // Der Zigarettenschmuggel soll international effektiver bekämpft werden. Dazu soll das „Protokoll zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen“ von November 2012 ratifiziert werden. Der entsprechende Gesetzentwurf liegt nun dem Bundestag zur Beratung vor. Ziel ist die effiziente Überwachung der Lieferkette für Tabakerzeugnisse.

    Geplant sind demnach ein Lizenz- beziehungsweise Kontrollsystem sowie ein weltweites Verfolgungs- und Rückverfolgungssystem für Tabakprodukte. Das Protokoll regelt zudem Buchführungspflichten und die Verfolgung von Verstößen gegen Protokollbestimmungen.
    Das Protokoll geht zurück auf Artikel 15 des Rahmenübereinkommens vom 21. Mai 2003 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Die Vertragsparteien haben sich verpflichtet, gegen alle Formen des illegalen Handels mit Tabakprodukten – insbesondere gegen Schmuggel, illegale Herstellung und Fälschung – vorzugehen.

    Der ständige Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen in New York habe das Protokoll am 1. Oktober 2013 unterzeichnet. Ende 2016 hätten 54 Vertragsparteien das Protokoll unterschrieben, 25 Vertragsparteien hätten es zu dem Zeitpunkt bereits ratifiziert. pnf

    (DTZ 16/17)

  • Drogenbeauftragte fordert Werbeverbot für Tabak

    BERLIN // Marlene Mortler (CSU) will Zigarettenwerbung auf öffentlichen Flächen verbannen. Die Drogenbeauftragte hat die Kommunen aufgefordert, die Außenwerbung zu verbieten. Im Bundestag liegt ein entsprechender Gesetzentwurf aktuell vor.

    Der Entwurf wurde bereits vom Kabinett verabschiedet, allerdings gibt es noch keinen Lesungstermin. Während die SPD drängt, hält sich die Union zurück. In der Partei herrscht Uneinigkeit über den Gesetzentwurf, den Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) eingebracht hat.
    red

    (DTZ 15/17)

  • Staat verdient weniger

    WIESBADEN // Im ersten Quartal 2017 wurden in Deutschland 8,1 Prozent weniger Zigaretten versteuert als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gingen auch der Absatz von Zigarren und Zigarillos (minus 22,5 Prozent) sowie die Menge des versteuerten Feinschnitts (minus 16,3 Prozent) zurück. Dagegen stieg der Absatz beim Pfeifentabak (einschließlich Wasserpfeifentabak) an: Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es ein Plus von 33,6 Prozent.

    Insgesamt wurden Tabakwaren im Verkaufswert von 6,2 Milliarden Euro versteuert, 7,3 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Der Betrag ergibt sich aus dem Steuerzeichen-Bezug der Hersteller nach Abzug von Steuererstattungen für zurückgegebene Steuerzeichen (Nettobezug). Der Steuerwert sank um 8,3 Prozent auf 3,437 Milliarden Euro.
    red

    (DTZ 15/17)

  • Themenschwerpunkt E-Zigaretten auf der InterTabac 2017

    DORTMUND // Die InterTabac präsentiert sich vom 22. bis 24. September wieder als Branchen-Plattform. Dieses Jahr bekommt das Thema „E-Zigaretten“ einen eigenen Schwerpunkt in drei zusammenhängenden Messehallen.

    Bereits seit Jahren boomt die E-Zigarette auf der internationalen Fachmesse. Nun werden die entsprechenden Aussteller in den Hallen 2, 2N und 3A zusammengefasst.

    „Auf diese Weise spiegelt die InterTabac als internationale Leitmesse einmal mehr eine wichtige Branchenentwicklung wider. Die E-Zigarette ist bereits seit Jahren ein wachsendes Segment für Industrie und Handel“, sagt Dac Sprengel, Vorsitzender des Verbandes des eZigarettenhandels (VdeH).

    „Die eigene Plattform ist nur folgerichtig und wird den Bedürfnissen der Fachbesucher stark entgegen kommen.“

    Die Nachfrage nach Standfläche auf der InterTabac reißt bereits seit Monaten nicht ab. Große Unternehmen der internationalen E-Zigarettenbranche haben schon Anfang des Jahres ihre Stände für die Messe im September gebucht. Darunter Unternehmen wie Posh Global, InnoCigs und XEO International aus Deutschland, die United Tobacco Vapor Group aus den Niederlanden oder Shenzhen Inshare Technology und Changning Dekang Biotechnology aus China.

    Ebenfalls fokussiert wird 2017 außerdem das Thema „Wasserpfeifen und Zubehör“ auf der Messe. Es wird zukünftig in der Halle 8 zusammengefasst.

    Insgesamt werden im September mehr als 500 Aussteller auf der weltgrößten Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf ihre Produkte präsentieren. Ihre Waren zeigen sie in den Hallen 2, 2N, 3A, 4, 5, 6, 7 und 8 – es ist die umfangreichste Belegung in der Geschichte der Messe.

    Nur Fachbesucher haben Zutritt. Diese können ihr Ticket bequem im Vorfeld auf der Internetseite der Messe kaufen und gleich ausdrucken [link|http://www.intertabac.de] intertabac.de[/link]. In der Westfalenhalle 3B findet wieder die Fachmesse InterSupply parallel zur InterTabac statt. Sie bildet die komplette Prozesskette der Tabakwarenproduktion ab und ergänzt das Angebot der InterTabac im Sinne der gesamten Branche.
    pi

    (DTZ 15/17)

  • Mehr Alkohol und Pillen, dafür weniger Zigaretten

    HAMM // Die Deutschen trinken gern. Aus Sicht der Suchtexperten wird in Deutschland zu viel Alkohol konsumiert. Ähnlich dramatisch beurteilen sie den Umgang mit Schlaf- und Beruhigungsmitteln. Dafür hat die Nachfrage nach Zigaretten nachgelassen.

    Das geht aus dem „Jahrbuch Sucht 2017“ hervor, das die Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) vor kurzem vorgestellt hat.


    Alkohol

    Keinen Grund zur Entwarnung sehen die DHS-Experten bei Bier, Wein oder Schnaps. Der Konsum stagniert seit 2013. Jeder Bundesbürger hat 2015 knapp 9,6 Liter reinen Alkohol getrunken, das entspricht etwa einem Putzeimer, informiert die DHS. Den Verbrauch in Deutschland schätzen die Jahrbuch-Autoren im internationalen Vergleich als „besonders hoch“ ein.

    Der meiste Alkohol wird von 15- bis 65-Jährigen getrunken. Laut Umfragen und Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes sind 3,38 Millionen Erwachsene in Deutschland von einer alkoholbezogenen Störung in den letzten zwölf Monaten betroffen. Knapp 74.000 Todesfälle werden laut DHS jährlich durch Alkoholkonsum oder kombinierten Konsum von Tabak und Alkohol verursacht. Eine aktuelle Untersuchung beziffert die Kosten des Alkoholkonsums in Deutschland auf rund 40 Milliarden Euro. Dem stehen direkte Einnahmen des Staates aus alkoholbezogenen Steuern von 3,191 Milliarden Euro (2015) gegenüber.
    Die Ausgaben für Alkoholwerbung in TV, Rundfunk, auf Plakaten und in der Presse beliefen sich 2015 auf 544 Millionen Euro, ungeachtet der Ausgaben für Sponsoring und Werbung im Internet.

    Zigaretten
    Der Verbrauch von Zigaretten hat im vergangenen Jahr abgenommen. 2016 wurden 75,016 Milliarden Zigaretten (2015: 81,267 Milliarden Stück) konsumiert. Das entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozent. Der Feinschnittkonsum sank um elf Prozent von 25.470 auf 24.188 Tonnen.

    Angestiegen ist der Verbrauch von Zigarren und Zigarillos auf 3,049 Milliarden Stück (2015: 2,956 Milliarden Stück). Das entspricht einem Anstieg von 3,2 Prozent.

    Jeder achte Deutsche ab 14 Jahren (11,8 Prozent) hat schon einmal E-Zigaretten probiert. Bei Männern lag der entsprechende Anteil mit rund 15 Prozent gegenüber neun Prozent deutlich höher als bei Frauen. Bei einem Großteil blieb es jedoch bei einmaligem Konsum: lediglich 1,4 Prozent aller Personen verwendeten E-Zigaretten aktuell zum Zeitpunkt der Befragung, 2,2 Prozent haben in der Vergangenheit regelmäßig E-Zigaretten genutzt.

    Im Jahr 2013 starben laut DHS rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Das waren 13,5 Prozent aller Todesfälle. Hinzu kommen schätzungsweise 3.300 Todesfälle durch Passivrauchen, heißt es im Bericht. Wie die DHS behauptet, belaufen sich die durch das Rauchen entstandenen Kosten jährlich auf 79,09 Mrd. Euro, davon seien 25,41 Milliarden Euro direkte Kosten zum Beispiel für die Behandlungen tabakbedingter Krankheiten, Arzneimittel etc.), und 53,7 Milliarden Euro indirekte Kosten, zum Beispiel durch Produktivitätsausfälle.

    Medikamente
    Im Jahre 2015 wurden rund 1,47 Milliarden Arzneimittelpackungen verkauft. Das entspricht einem Anstieg um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Hälfte der Arzneimittel, die in den Apotheken abgegeben werden, rund 735 Millionen Packungen, ist nicht-rezeptpflichtig. Die übrigen 50 Prozent oder 734 Millionen Arzneimittelpackungen sind nur gegen Vorlage eines Rezeptes erhältlich. Hier entspricht der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ein Prozent.

    Der Gesamtumsatz der pharmazeutischen Hersteller betrug etwa 30,4 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr), der Umsatz in Apotheken 50,2 Milliarden. Größter Einzelmarkt ist der Markt der gesetzlichen Krankenversicherungen. Im Jahr 2015 wurden hier 35,5 Milliarden Euro (plus 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) für rund 657 Millionen verordnete Arzneimittel (plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr) ausgegeben.

    Rund vier bis fünf Prozent aller verordneten Arzneimittel können abhängig machen, darunter vor allem die Schlaf- und Beruhigungsmittel mit Wirkstoffen aus der Familie der Benzodiazepine und der Benzodiazepinrezeptoragonisten. In den vergangenen Jahren sind die Verordnungen dieser Mittel zwar zurückgegangen, der Anteil der privat verordneten Mittel hat allerdings zugenommen.

    Die Zahl der Arzneimittelabhängigen wird auf bis zu 1,9 Millionen geschätzt. Insbesondere Frauen im höheren Lebensalter sind betroffen. Die Verordnung von stark wirkenden Schmerzmitteln hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

    pi

    (DTZ 15/17)

  • Erfolgreiche Arbeit

    KÖLN // Die Bilanz kann sich sehen lassen: Knapp 131,9 Milliarden Euro hat der Zoll im vergangenen Jahr eingenommen, etwa die Hälfte der Steuern des Bundes.

    Vor kurzem präsentierten Finanzminister Wolfgang Schäuble gemeinsam mit Uwe Schröder, Präsident der Generalzolldirektion, das Ergebnis der Behörde der Öffentlichkeit. Beim Zigarettenschmuggel etwa wurden im vergangenen Jahr rund 120 Millionen Zigaretten beschlagnahmt (2015: 75 Millionen Stück).

    Damit ist wieder der Wert aus dem Jahr 2014 erreicht. Die zeitintensive Arbeit auf dem Gebiet der organisierten Kriminalität habe sich ausgezahlt, heißt es. Mit einer neuen Zentralstelle, der „Financial Intelligence Unit“ (FIU), will der Zoll ab 1. Juli verstärkt gegen Geldwäsche vorgehen. Bislang war die FIU beim Bundeskriminalamt (BKA) angesiedelt. Sie werde neu ausgerichtet und personell aufgestockt, erklärte Bundesfinanzminister Schäuble.

    red

    (DTZ 14/17)

  • Neue Herausfordung

    LÜBECK // Expansion Die Joh. Wilh. von Eicken GmbH in Lübeck baut ihr internationales Geschäft weiter aus. Peter Witzke ist seit 1. April Leiter Export.

    In der neu geschaffenen Position wird er die Geschicke des stark expandierenden Unternehmens auf internationaler Ebene übernehmen. „Wir freuen uns, mit Peter Witzke einen erfolgreichen Fachmann aus der Tabakbranche in unserem Team begrüßen zu dürfen“, sagt Marc von Eicken. Witzke war 17 Jahre bei Philip Morris tätig und zehn Jahre bei Villiger Söhne.

    pi

    (DTZ 14/17)