Große Probleme für Berliner Bahnhofshändler

BERLIN (DTZ/pnf). Die Geschäfte im Berliner Hauptbahnhof sollen künftig an Sonntagen nur noch Reisebedarf verkaufen dürfen.

Laut „Berliner Morgenpost“ und „Tagesspiegel“ drängen der Handelsverband Berlin-Brandenburg und die Gewerkschaft ver.di darauf, dass das Berliner Ladenöffnungsgesetz auch im Hauptbahnhof angewendet wird. So sollen nur noch Zeitungen, Andenken, Tabakwaren und Blumen verkauft werden. Etwa 30 der 80 Geschäfte wären betroffen.

Seit Mai 2006 öffnen die Läden im Berliner Hbf von 8 bis 22 Uhr. Bislang duldete der Senat den Sonntagseinkauf.

Geschlossene Bahnhöfe
Noch größere Probleme haben derzeit Händler und Gastronomie von Berliner S-Bahnhöfen. Weil die Bahn an Hunderten von Zügen schwerwiegende Mängel an den Bremsen festgestellt hatte und diese untersucht werden mussten, wurden zahlreiche Verbindungen gekappt und 18 Bahnhöfe geschlossen.

Mit gravierenden Folgen für Einzelhändler und Wirte: Gähnende Leere, weil die Laufkundschaft ausblieb. Viele Betrieb registrierten 50 Prozent weniger Kunden. Für die betroffenen Selbstständigen kommt dies einer wirtschaftlichen Katastrophe gleich. Sie erwarten nun eine Entschädigung durch die Bahn AG, machen sich indes aber wenig Hoffnung, dass der Konzern tatsächlich zahlt.

DTZ (39/08)

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