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  • Millionen Dampfer im Visier der Forscher

    LONDON (DTZ/red). Wer sind E-Zigaretten-Nutzer und was konsumieren sie? Das wollen gleich 48 Forscherteams im Auftrag der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) herausfinden.

    Im Visier der FDA-Projekte steht der E-Konsum. Mit 270-Millionen Dollar, umgerechnet knapp 200 Millionen Euro, soll das Daten-Vakuum über E-Produkte beseitigt werden und die Grauzone über Nutzen und Risiken gefüllt werden. Unterstützung erhofft sich die FDA dabei von Wissenschaftlern.

    Mit ihrer Unterstützung werden die Nutzer oder Dampfer (englisch vaper) in den sozialen Netzwerken wie Facebook befragt und ihre Verhalten ausgewertet, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Mit endgültigen Ergebnissen wird 2018 gerechnet.

    (DTZ 28/14)

  • Paris will öffentliches Rauchen verbieten

    PARIS (DTZ/red). Paris plant ein öffentliches Rauchverbot, vorerst als Versuch nur in einer Grünanlage der französischen Hauptstadt.

    Falls das Experiment in der Bevölkerung positiv ankomme, könnte sich Bürgermeisterin Anne Hidalgo vorstellen, das Rauchen komplett in der Öffentlichkeit zu verbieten und einen entsprechenden Gesetzentwurf mit auf den Weg zu bringen. Die Sozialistin Hidalgo betont, dass die Stadt die Menschen mit diesem Pilotprojekt aufklären will. Obwohl sie selbst dazu keine Auskunft gibt, handelt es sich nach Informationen der französischen Tageszeitung „Le Parisien“ dabei um einen Spielplatz im 14. Arrondissement.

    Der Vorschlag der Bürgermeisterin liegt zeitnah zu einem Vorstoß der Gesundheitsministerin Marisol Tourraine, die ein Rauchverbot für Strände, öffentliche Parks und in der Nachbarschaft von Schulen vorschlägt.

    (DTZ 28/14)

  • Anhaltender Aufwärtstrend

    MAINZ (DTZ/max). Wer es sich leisten kann, hin und wieder ein paar Euro in Aktien zu investieren, der fährt mit den Anteilsscheinen der Tabakkonzerne besonders gut. Im Vergleich zum breiten Index MSCI World entwickelten sich die Kurse der vier internationalen Branchengrößen deutlich besser.

    Damit nicht genug: Auch mit Blick auf die Zehn-Jahres-Performance konnten Anleger sich freuen. Einer der Gründe: Die Unternehmen zahlen traditionell überdurchschnittliche Dividenden; die durchschnittliche Rendite liegt bei vier Prozent. Das ist mehr, als mit vielen – vermeintlich sicheren – Staatsanleihen zu holen ist.

    Darüber hinaus zeigen sich die Aktien gegenüber Restriktionen und Steuererhöhungen recht unbeeindruckt. Analysten wie Jonathan Leinster von der UBS empfehlen denn auch Aktien wie die von BAT zum Kauf: „Die Absätze des Unternehmens sollten auch 2015 steigen.“ Er erhöhte das Kursziel von 35 auf jetzt 38,50 Britische Pfund(etwa 48,60 Euro).

    (DTZ 28/14)

  • Europas Tabakmarkt und der Schmuggel

    LONDON (DTZ/red). Europas Tabakmarkt leidet zunehmend unter dem Konsum im Ausland versteuerter oder geschmuggelter Zigaretten. Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse von „Project Sun“, einer breit angelegten Studie der Unternehmensberatung KPMG, die mit Daten der großen Tabakkonzerne die „Zigarettenströme“ in allen 28 EU-Staaten unter die Lupe genommen haben.

    Um 7,5 Prozent ist der Konsum legal produzierter Zigaretten danach europaweit zurückgegangen. Auch gefälschte oder geschmuggelte Ware wurde seltener geraucht – der Rückgang lag bei gut zehn Prozent auf immer noch 58,6 Milliarden Stück und entspricht einem Steuerschaden von 10,9 Milliarden Euro. Zugleich wurden mehr „Illicit Whites“, also legal im Ausland hergestellter Marken – KPMG hat als Hauptquelle die weißrussische Grodno Tobacco ausgemacht – verzehrt. Die Menge stieg um 14,6 Prozent auf 19,6 Milliarden Stück.

    Vor allem in Deutschland werden illegale Produkte konsumiert – Folgen des besonders hohen Preisniveaus und der Nähe zu den größten Exporteuren solcher Zigaretten: Polen, Tschechien und eben Weißrussland. Immerhin bei 11,3 Prozent des Gesamtmarktes liegt dieser Anteil, das entspricht einer Menge von 11,3 Milliarden Stück, da das Marktvolumen ziemlich genau 100 Milliarden beträgt. Zwar schließt sich die Preisschere zu Polen und Tschechien ganz allmählich, noch aber liegt die Differenz bei 2,22 Euro pro Packung gegenüber Polen und 2,14 Euro gegenüber Tschechien – und das, obwohl die Preise in den genannten Ländern 2013 um 5,5 beziehungsweise 4,2 Prozent kletterten.

    Einkauf auch im Urlaubsland Österreich
    Ein wichtiges Land für deutsche Zigaretten-Konsumenten ist laut Project Sun auch Österreich. Offenbar decken sich dort (Kurz-)Urlauber ein. Noch spielt die absolute Stückzahl mit 620 Millionen keine allzu große Rolle; das Plus gegenüber 2012 allerdings betrug weit über 100 Prozent.
    Dabei schrumpfte der bundesdeutsche Gesamtverbrauch von 114 Milliarden Zigaretten im Jahr 2006 über 103 Milliarden 2012 auf nunmehr 99,95 Milliarden. Bei den legal verkauften Zigaretten lag das Minus zum Vorjahr bei fünf Prozent auf 79,6 Milliarden. Statement der Analysten: „Der Rückgang bei den legalen Inlandsverkäufen wurde zum Teil durch ausländische Waren ausgeglichen.“ Die wirtschaftliche Situation habe sicher keinen Einfluss auf den Konsum gehabt.

    (DTZ 28/14)

  • Philip Morris, BAT und Reemtsma heben Zigarettenpreise an

    MÜNCHEN/HAMBURG (DTZ/red). Die Philip Morris GmbH, München, hebt ab 7. August die Kleinverkaufspreise (KVP) für Zigaretten an. Mit wenigen Ausnahmen werden die Preise um 20 Cent pro Packung erhöht beziehungsweise der Packungsinhalt um eine Zigarette reduziert. Darüber wurde der Handel in der vergangenen Woche schriftlich informiert.

    Auch British American Tobacco Germany und die Reemtsma Cigarettenfabriken, beide in Hamburg, passen die Preise nach oben an. Nachdem bei BAT bereits ab Juni ein Teil der Zigarettenmarken um 20 Cent pro Packung teurer wurde, folgen ab August auch die absatzstarken Marken „Lucky Strike“ und „Pall Mall“. Ausgenommen von dem Preisschritt werden die „Lucky Strike XL“ und die „Lucky Strike XL“-AP-Varianten sowie die „Pall Mall“-AP-Varianten. Die neue Preisliste, die der DTZ-Redaktion vorliegt, wurde am Donnerstag vergangener Woche an den Handel verschickt.

    Außerdem bringt BAT ab August die „Pall Mall Red ohne Zusätze“ und die „Pall Mall Blue ohne Zusätze“ jeweils zum KVP von sieben Euro für 29 Zigaretten auf den Markt.

    Im Nachgang zur Preiserhöhung der Traditionsmarken wird Reemtsma ab Mitte August auch die Kleinverkaufspreise der Hauptmarken heraufsetzen. Dazu zählen „West“ und „JPS“. Durch den 20-Cent-Schritt geht unter anderem der Preis der „JPS-Red“- und „JPS-Blue“-Originalpackungen auf fünf Euro für 19 Zigaretten nach oben.

    (DTZ 28/14)

  • Philip Morris und BAT heben Zigarettenpreise an

    MÜNCHEN/HAMBURG (DTZ/red). Die Philip Morris GmbH, München, hebt ab 7. August die Kleinverkaufspreise (KVP) für Zigaretten an. Mit wenigen Ausnahmen werden die Preise um 20 Cent pro Packung erhöht beziehungsweise der Packungsinhalt um eine Zigarette reduziert. Darüber wurde der Handel in der vergangenen Woche schriftlich informiert.

    Auch British American Tobacco Germany, Hamburg, passt die Preise nach oben an. Nachdem die BAT bereits ab Juni einen Teil ihrer Zigarettenmarken um 20 Cent pro Packung erhöht hat, folgen ab August auch die absatzstarken Marken „Lucky Strike“ und „Pall Mall“. Ausgenommen von dem Preisschritt werden die „Lucky Strike XL“ und die „Lucky Strike XL“-AP-Varianten sowie die „Pall Mall“-AP-Varianten. Die neue Preisliste, die der DTZ-Redaktion vorliegt, wurde am Donnerstag vergangener Woche an den Handel verschickt.

    Außerdem bringt die BAT ab August die „Pall Mall Red ohne Zusätze“ und die „Pall Mall Blue ohne Zusätze“ jeweils zum KVP von sieben Euro für 29 Zigaretten auf den Markt.

    (DTZ 28/14)

  • Bodo Mehrlein: „E-Zigarren können Genuss nicht simulieren“

    BONN (DTZ/vi/da). Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie (BdZ), kann sich nicht vorstellen, dass die Genießer von Zigarren und Zigarillos auf elektronische Zigarren ausweichen.

    „Für die Aficionados ist es von großer Bedeutung den Tabak als solches zu spüren und zu schmecken“, sagt er im DTZ-Interview. Mehrlein zufolge repräsentieren die BdZ-Mitglieder über 85 Prozent des Marktes an klassischen Zigarren und Zigarillos.

    Für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres berichtet er von einem über zweiprozentigen Absatzrückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zum Thema Jugendschutz erklärt Mehrlein: „Auch wenn der BdZ selbstredend das Thema Jugendschutz unterstützt, müssen wir aber auch unterstreichen, dass beim Genuss von Zigarren und Zigarillos kein Jugendschutzproblem vorliegt. Bei einem Zigarren- und Zigarilloraucher handelt es sich um einen meist männlichen Konsumenten gehobenen Alters, der auch nur gelegentlich die Produkte raucht. Die Tatsache, dass es bei Zigarren und Zigarillos kein Jugendschutzproblem gibt, war mit ein Argument, dass man Zigarren und Zigarillos im Rahmen der Tabakproduktrichtlinie einige Ausnahmen gewährt hat.“

    (DTZ 27/14)

  • Tabakproduktrichtlinie unter der Lupe

    LAUSANNE (DTZ/red). Philip Morris International (PMI) fordert eine Überprüfung der Tabakproduktrichtlinie (TPD 2).

    Der Zigarettenhersteller hat eine entsprechende Beschwerde in Großbritannien eingereicht, mit dem Ziel, dass das Papier und damit die TPD 2 zur Prüfung vor den Europäischen Gerichtshof kommt.

    Nach Ansicht von PMI stört die Richtlinie das Gleichgewicht der EU mit ihren Mitgliedsländern. Die Richtlinie behaupte den Binnenmarkt für Tabakprodukte zu verbessern, aber das Gegenteil sei der Fall, sagt Marc Firestone, Senior Vice President von PMI.

    (DTZ 27/14)

  • PMI investiert in britisches E-Unternehmen

    NEW YORK CITY (DTZ/red). Philip Morris International (PMI) hat den britischen E-Zigaretten-Hersteller Nicocigs übernommen.

    Mit dem Kauf stärkt PMI eigenen Angaben zufolge seine Position im prosperierenden E-Zigaretten-Markt Großbritanniens.
    Nicocigs, das 2008 in Birmingham gegründet wurde, gehört mit seiner Marke Nicolites zu den führenden britischen Herstellern.

    (DTZ 27/14)

  • Geht die Gleichung von schönem Wetter und steigendem Konsum nicht mehr auf?

    MAINZ (DTZ/da). Was ist bei Zigarren und Zigarillos los? Geht die Gleichung von schönem Wetter und steigendem Konsum nicht mehr auf? Diese Fragen stellt man sich angesichts sinkender Absätze in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres.

    Ungemütliches Wetter bis weit in den Mai hinein – so zeigte sich der Frühling im zurückliegenden Jahr. Prompt ging der Zigarren- und Zigarillo-Absatz in den Keller. Denn in der jüngeren Vergangenheit konnten Hersteller und Händler beobachten: Schlechtes Wetter bedeutete sinkende Nachfrage. Schuld daran sind vor allem die Rauchverbote in der Gastronomie und die Tatsache, dass das Rauchen vielerorts eingeschränkt wird, etwa am Arbeitsplatz.

    Im laufenden Jahr war der Frühling alles in allem schön und lud oft zum Outdoor-Rauchgenuss ein. Also beste Voraussetzungen für einen steigenden Konsum – eigentlich. Doch was passierte? Wider Erwarten ging nach Angaben des Bundesverbandes der Zigarreninditrie (BdZ), der über 85 Prozent des Marktes an klassischen Zigarren und Zigarillos auf sich vereinigt, trotz des früh im Jahr einsetzenden milden, trockenen Wetters der Absatz an klassischen Zigarren und Zigarillos in den ersten fünf Monaten gegenüber dem ohnehin schon schwachen Vorjahreszeitraum um 2,8 Prozent auf 320 Millionen Stück zurück. Was war da los, fragt sich der Laie, und der Fachmann wundert sich.
    Vielleicht lag es an dem seit 1. Mai letzten Jahres geltenden totalen Rauchverbot in der Gastronomie Nordrhein-Westfalens oder auch daran, dass der diesjährige Mai gar kein Wonnemonat war, sondern ziemlich kühl und nass. Tatsächlich sanken im Mai die Absätze der Mitglieder des BdZ um fast 16 Prozent im Vergleich zum Mai 2013. Dagegen verzeichnete der diesjährige Schönwetter-Monat April ein Wachstum von nahezu zehn Prozent, und auch der milde März wies noch ein leichtes Plus auf. Demnach träfe die Feststellung, dass schönes Wetter steigende Absätze nach sich zieht, also doch zu. In der Zigarrenbranche hofft man nun auf gutes Wetter bis weit in den Herbst hinein, um den bis Ende Mai aufgelaufenen Absatzschwund noch auszugleichen und bis zum Jahresende das Volumen des Vorjahres zu erreichen.

    Im vergangenen Jahr belief sich der Absatz an klassischen Zigarren und Zigarillos auf etwa 1,060 Milliarden Stück. Das waren 4,3 Prozent weniger als 2012. Der Umsatz war nahezu stabil beziehungsweise nur leicht rückläufig.
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    Am stärksten nachgefragt wurden helle Erzeugnisse. Demgegenüber kamen laut BdZ-Statistik dunkle Produkte nur noch auf einen Marktanteil von weniger als zwölf Prozent.

    Ähnlich sah das Verhältnis zwischen Zigarren und Zigarillos aus, wo die Kleinen mit einer Absatzbedeutung von gut 90 Prozent ganz klar die Nase vorn hatten. Am beliebtesten waren hier wiederum aromatisierte Produkte, auf die weit mehr als die Hälfte aller verkauften Zigarillos entfiel. Weitere absatzstarke Gattungen sind 100-Prozent-Tabak-Zigarillos und die Produkte der Konsumpreislage. Mit Blick auf die Umsätze spielen darüber hinaus Premiumzigarillos (Mini Cubanos und andere Erzeugnisse aus der Karibik) eine beachtenswerte Rolle.

    Ecozigarillos verändern das Bild
    Bezieht man in die Betrachtung des Zigarren- und Zigarillo-Marktes die Ecozigarillos mit ein, verändert sich das Bild, denn dieser Produktbereich sorgt für eine völlig andere Absatzsituation.

    So meldete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden inklusive Ecozigarillos für das Jahr 2013 einen Nettobezug an Zigarren-und Zigarillo-Steuerzeichen in Höhe von 3,56 Milliarden Stück, was einem Minus von 6,2 Prozent entsprach. Die Berücksichtigung der Ecozigarillos erklärt auch, weshalb der Zigarren- und Zigarillo-Absatz laut Statistischem Bundesamt noch stärker absackte als der um 4,3 Prozent rückläufige Markt der traditionellen Zigarren und Zigarillos. Die insbesondere von Zigarettenrauchern als preisgünstige Alternative geschätzten Ecozigarillos büßten in der Menge 6,5 Prozent ein. Bei dieser Produktspezies zeigte die 2011 eingeführte Mindeststeuer auf Zigarillos und ihre Erhöhung 2012 nachhaltig Wirkung.

    Erstaunlicherweise stiegen die Netto-Versteuerungszahlen des Statistischen Bundesamtes in den ersten drei Monate des laufenden Jahres trotz Rückläufigkeit des konventionellen Zigarren- und Zigarillo-Marktes sowie sinkender Industrie-Auslieferungen von Ecozigarillos an den Handel mengenmäßig im Vergleich zum ersten Quartal 2013 um 8,3 Prozent auf 973,4 Millionen Stück. Auch für April und Mai berichtet die Wiesbadener Behörde über weiter steigende Nettosteuerzeichenbezüge für Zigarren und Zigarillos.

    Der Grund für dieses auf den ersten Blick überraschende Phänomen dürfte darin bestehen, dass im Bereich der Ecozigarillos auf Halde produziert wird, da ab dem nächsten Jahr der steuerliche Vorteil gegenüber der Zigarette wegfällt. Dann wird die Herstellung der Ecozigarillos in der heute noch überwiegenden Form mit Foliendeckblatt unter tabak-steuerlichen Gesichtspunkten uninteressant. Möglicherweise steigen dann die Marktchancen für sehr preisgünstige Zigarillos mit Naturdeckblatt. Auch die Anbieter klassischer Zigarillos machen sich Hoffnungen, dass sie nach dem Abverkauf der Ecozigarillos im Handel einen Teil der Raucher dieser Produkte für ihre Erzeugnisse begeistern können. Ob und wenn ja, in welchem Ausmaß und ab welchem Zeitpunkt dies geschehen wird, darüber darf derzeit noch kräftig spekuliert werden.

    (DTZ 27/14)