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  • Weniger Tabaksteuer

    BERLIN // Die Tabaksteuereinnahmen des Bundes sind im vergangenen Jahr um 4,9 Prozent auf knapp 14,2 Milliarden Euro gesunken. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Besonders deutlich fiel das Minus bei Zigaretten aus: Dort sank das Steueraufkommen um 5,8 Prozent.

    Bei der Menge der netto bezogenen Steuerzeichen sank die Stückzahl für Zigaretten um 7,7 Prozent auf wenig über 75 Milliarden. Das ist zwar deutlich mehr als die jährlich rund zwei Prozent Schwund, mit denen die Industrie kalkuliert. Aber: Durch das Tabakerzeugnisgesetz kam es zu erheblichen Vorzieheffekten ins Jahr 2015 und in die ersten Monate 2016. Effektiv rechnet die Branche allerdings immer noch von einem Absatzrückgang um bis zu fünf Prozent.

    Stabiler Feinschnitt
    Im Gegensatz dazu zeigte sich das Segment Feinschnitt erfreulich stabil: Unterm Strich stand bei den Steuerzeichen ein Minus von 1,1 Prozent auf knapp 25 200 Tonnen Tabak.

    Deutlich erfreulicher zeigte sich die Situation bei Zigarren und Zigarillos: Hier resultierte zum Jahresende ein Plus von 3,2 Prozent auf etwas mehr als drei Milliarden Stück.
    Kleiner Haken: Nach internen Statistiken der Industrie war der tatsächliche Absatz rückläufig. Bodo Mehrlein, Geschäftsführer beim Bundesverband der Zigarrenindustrie, verwies darauf, dass sich der Absatz dieser Produkte in den vergangenen Jahren aufgrund finanzpolitischer Maßnahmen (Mindeststeuer, neue Produktdefinition) reduziert habe.

    BdZ: Zigarren und Zigarillos sind Genussartikel
    Peter Wörmann, Vorsitzender des BdZ und selber Zigarrenhersteller in Bünde, hebt hervor: „Zigarren und Zigarillos sind Genussartikel und werden hauptsächlich von Männern gehobenen Alters und meist nur gelegentlich geraucht – ein Jugendschutzproblem liegt bei diesen Produkten also nicht vor. Aus diesem Grunde sollte das Kulturgut Zigarre auch von weiteren strengeren Regulierungsmaßnahmen ausgenommen werden.“

    Besonders stark zeigte sich laut Statistischem Bundesamt der Pfeifentabak. Die Summe der Steuerzeichen legte – vor allem aufgrund des Shisha-Tabaks – um 45,6 Prozent zu.

    (DTZ 03/17)

  • BAT kauft Reynolds

    LONDON // British American Tobacco (BAT) hat Reynolds American für 49,4 Milliarden Dollar, etwa 46,3 Milliarden Euro, übernommen.

    Das erklärten vor Kurzem beide Unternehmen. Damit haben die Briten die restlichen 57,8 Prozent des Amerikaners, die bisher noch nicht in ihrem Besitz waren, gekauft. BAT erhöhte sein Angebot, nachdem Reynolds zuletzt eine Offerte von 47 Milliarden Dollar abgelehnt hatte.

    Reynolds-Aktionäre erhalten den Angaben zufolge für jeden Anteilsschein 29,44 Dollar in bar und rund 0,53 BAT-Aktien. Dies entspricht Firmenangaben zufolge einem Aufschlag von 26 Prozent zum Börsenkurs vom 20. Oktober 2016. Der Zusammenschluss sei für beide Seiten sowohl ein finanzieller, als auch ein strategischer Gewinn, sagt BAT-Chef Nicandro Durante. BAT ist seit 2004 Anteilseigner von Reynolds American.

    Dies „erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Philip Morris International (PMI) Philip Morris USA kauft“, kommentiert Bonnie Herzog, Analystin bei Wells Fargo Securities, den Abschluss.

    red
    (DTZ 03/17)

  • Hochkarätiger Branchentreff

    MAINZ // Der nächste TJI Campus aus der gemeinsamen Event-Reihe von DTZ und dem Schwesterblatt Tobacco Journal International steht an: Am 23. Februar treffen sich Interessierte der Tabak- und E-Zigaretten-Branche in Mainz, um über die Auswirkungen der TPD 2 auf ihr Geschäft zu sprechen.

    Ziel ist es, den Teilnehmern einen Überblick über den Stand der nationalen Umsetzungen zu geben. Hochkarätige Referenten wie Franz-Peter Marx werden Erfahrungen, Chancen und Probleme vorstellen. Der ehemalige Vorsitzende des Verbandes der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) referiert unter anderem über die aktuelle Entwicklung der TPD 2 und die Auswirkungen des Tabakerzeugnisgesetz‘ in Deutschland.

    Die Teilnahme am TJI Campus in Mainz kostet 490 Euro, Frühbucher zahlen bis 31. Januar 440 Euro. Die Konferenzsprache ist Englisch. Mehr Infos[link|http://www.tji-campus.com] hier[/link].
    red

    (DTZ 02/17)

  • BAT setzt neue Schwerpunkte

    LONDON // British American Tobacco (BAT) stoppt die Vermarktung von Voke. Stattdessen will sich der Hersteller verstärkt auf die Entwicklung der Next Generation Products, zu denen auch die E-Zigarette gezählt wird, konzentrieren.

    Zum Jahresbeginn kündigten die Briten auf ihrer Homepage den Rückzug aus dem Geschäft mit dem Nikotin-Inhalator an. 2014 hatte der Konzern als erster Tabakhersteller sogar in Großbritannien die medizinische Zulassung für das Produkt erhalten. Voke hätte als Tabak-Ersatzprodukt verschrieben werden können.

    Alle Markenrechte gehen zurück an den ursprünglichen Inhaber, das britische Unternehmen Kind Consumer, laut BAT.
    red

    (DTZ 02/17)

  • Gizeh baut Führungsspitze aus

    GUMMERSBACH // Gizeh Raucherbedarf hat Jörg Dißmann, 39, und Lars Oberndorf, 36, zum Jahresanfang in die Geschäftsführung unter dem Vorsitz von Christian Hinz berufen. Beide waren bisher als Prokuristen im Unternehmen tätig.

    Das Wachstum des Unternehmens des Zigarettenpapierherstellers in den vergangenen Jahren, trug zu dieser Entscheidung bei. „Zahlreiche neue und starke Produkte haben unser Unternehmen größer werden lassen. Es ist Zeit, die Führung an dieses Wachstum anzupassen und die Verantwortung auf mehrere starke Schultern zu verteilen“, erläutert Hinz.

    Er führt die Geschäfte bereits seit 2009. Hinz, der weiter alleiniger Geschäftsführer für die Standorte in Bremen, Österreich und Frankreich bleibt, verantwortet als Vorsitzender der Geschäftsführung die übergeordneten strategischen Themen in den Bereichen Märkte und Politik.
    Jörg Dißmann ist künftig als Geschäftsführungsmitglied für Strategie, Marketing, Logistik und kaufmännische Aufgaben zuständig, Lars Oberndorf für den Vertrieb in Deutschland und Österreich sowie den Export.

    Christian Hinz freut sich über die Entscheidung der holländischen Muttergesellschaft Mignot & De Block. Mit Dißmann und Oberndorf stehen ihm zwei erfahrene Kollegen zur Seite, mit denen er schon lange erfolgreich zusammenarbeitet.
    pi

    (DTZ 02/17)

  • Von der Freiheit der Produzenten und Konsumenten

    BERLIN // Das von Philip Morris International prophezeite „Ende der Tabakzigarette“ sieht der Deutscher Zigarettenverband (DZV) nicht als ein realistisches Szenario für die Zukunft an.

    „Die klassische Zigarette ist und bleibt mit Abstand das beliebteste Tabakerzeugnis der Deutschen“, sagt Jan Mücke DZV-Geschäftsführer gegenüber der Tabak Zeitung (DTZ). „Wir rechnen mit der Fortsetzung des langfristigen Trends eines geringen Absatzrückgangs zwischen ein und zwei Prozent jährlich“, so Mücke weiter. Neuartige Alternative Erzeugnisse, wie Heat-not-burn-Produkte und E-Zigaretten werden nach Einschätzung des DZV das Angebot ergänzen, den klassischen Tabak aber nicht ersetzen.

    Insofern sei die Debatte um das „Ende der Tabakzigarette“ wohl eher eine Marketingidee, um neue Produkte in hochregulierten Märkten überhaupt bekannt machen zu können.

    „Falls sich Philip Morris International aber tatsächlich vom klassischen Tabak verabschieden möchte, stehen die Mitgliedsunternehmen des DZV bereit, diese Marktanteile zu übernehmen und bewährte Marken unter ihrem Dach fortzuführen“, so Mücke.

    Auch in diesem Jahr werde die Auseinandersetzung für die deutsche Tabakwirtschaft hautpsächlich auf im politisch-regulativen Gebiet stattfinden. Der DZV werde alles daran setzen, dass es weder in der zu Ende gehenden noch in der kommenden Legislaturperiode ein Totalwerbeverbot für Tabakerzeugnisse geben wird.

    „Die Freiheit des Konsumenten korrespondiert mit der Freiheit der Produzenten, für ihre Erzeugnisse auch werben zu können. Dieser marktwirtschaftliche Grundkompass muss auch künftig gelten“, betont Mücke. „Wir lehnen jede weitere regulative Verschärfung in diesem Bereich ab, dem Jugendschutz wird in Deutschland durch die Selbstregulierung der Branche in beispielgebender Weise Rechnung getragen“, so der Verbandschef. Das beweise der Rückgang des Tabakkonsums bei Kindern und Jugendlichen auf nur noch 7,8 Prozent der Unter-18-Jährigen in Deutschland.

    In Sachen Steuern sei die Politik gefragt, für verlässliche Marktverhältnisse zu sorgen. „Steuerschocks nützen niemandem, das wissen alle aus leidvoller Erfahrung. Wir setzen deshalb für die Zukunft auf die Fortsetzung einer maßvollen und planbaren Steuerpolitik. Langfristige Verlässlichkeit in der Steuerpolitik ist das beste Mittel gegen den Schmuggel, der das Geschäftsmodell der Hersteller und des Handels bedroht“, sagt Mücke.
    red

    (DTZ 02/17)

  • British American Tobacco führt neue Verwaltungseinheit ein

    HAMBURG // Ab dem 1. Januar werden Deutschland, Österreich und die Schweiz zu einer neu geschaffenen DACH Area unter der Leitung Deutschlands zusammengeführt.

    Area Director DACH wird Ralf Wittenberg, 51, seit Januar 2014 Sprecher der Geschäftsführung von British American Tobacco in Deutschland. Dazu Ralf Wittenberg: „Die DACH Area ist eine konsequente und logische Entwicklung. Die Märkte Deutschland, Schweiz und Österreich vereint ein nachhaltiges Marktanteils- und Gewinnwachstum. DACH ermöglicht uns, einen klaren Fokus auf den Markt zu richten, indem wir marktübergreifende Synergien nutzen und Ressourcen sowie Fähigkeiten maximieren. Im Mittelpunkt stehen dabei stets unsere Konsumenten und Handelspartner, die weiterhin auf die Qualitätsstandards der British American Tobacco Gruppe vertrauen können.“
    red

    (DTZ 01/17)

  • MUT fordert Änderung der Steuer-Statistik

    NÜRNBERG // Horst Goetschel, Vorsitzender und Geschäftsführer von MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft), hat im Januar ein Gespräch im Bundesministerium der Finanzen. Dabei geht es insbesondere um das Thema Pfeifentabak inklusive Shisha-Tabak.

    Goetschel will in Berlin die Problematik der Steuer-Statistik beim Pfeifentabak ansprechen. „Die Statistik wird durch Shisha-Tabak und durch das neue Philip-Morris-Produkt iQos verfälscht. So entsteht der Eindruck, Pfeifentabak ist ein Wachstumsmarkt. Das trifft jedoch nicht zu. Im Gegenteil: Klassischer Pfeifentabak ist rückläufig“, stellt der MUT-Vorsitzende klar. Denn die in der Statistik aufgeführten starken Zuwächse gingen ausschließlich auf das Konto von Wasserpfeifentabak und iQos. Deshalb will MUT darauf hinwirken, dass diese beiden anders erfasst und in Zukunft nicht mehr in der Steuer-Statistik für Pfeifentabak aufgeführt werden.
    da

    (DTZ 01/17)

  • Davidoff startet mit eigener Vertriebsgesellschaft in Deutschland

    HAMBURG // Pünktlich zum Jahresbeginn 2017 startete die neue Vertriebsgesellschaft der Oettinger Davidoff AG (ODAG), Davidoff of Geneva Germany GmbH (DOGG), ihr operatives Geschäft mit den Marken Davidoff, Griffin’s, Camacho, Avo, Zino Platinum, Zino, Private Stock und Cusano in Deutschland.

    Damit beendet das weltweit zu den führenden Herstellern von Premiumzigarren zählende Unternehmen mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, die fünfjährige Zusammenarbeit mit dem bisherigen Vertriebspartner Arnold André und stellt die Weichen, um seine zukünftige strategische Ausrichtung uneingeschränkt verfolgen zu können.

    „Deutschland ist einer der wichtigsten Märkte der Oettinger Davidoff AG. Um gezielter, schneller und maßgeschneidert die Bedürfnisse unserer Kunden und Konsumenten bedienen zu können, gehen wir ab Januar mit einer eigenen Tochtergesellschaft zu Markte. Zudem wird dies den Ausbau unserer Marken in den bedeutendsten Preiskategorien ermöglichen“, erklärt Martin Kaufmann, Senior Vice President Europe & Global Travel Retail.

    Die neue Tochtergesellschaft in Deutschland hat ihren Sitz in Hamburg und wird von Olaf Ruf geleitet, der in seiner Funktion als General Manager für alle Unternehmensbelange verantwortlich ist. Das neue Team der Davidoff of Geneva Germany GmbH hat 17 Mitarbeiter, die zumeist über langjährige Erfahrung in der Tabak- und Zigarrenbranche verfügen.

    „Wir sind hochmotiviert und freuen uns auf den Dialog sowie die gemeinsamen erfolgreichen Geschäfte. Um die kundenorientierte Betreuung und Unterstützung auf der Fläche rund um das Oettinger Davidoff-Sortiment sicherzustellen, werden sieben Außendienstmitarbeiter für den Fachhandel und zwei Außendienstmitarbeiter für den Bereich Horeca im Einsatz sein“, erklärt Olaf Ruf.
    fnf

    (DTZ 01/17)

  • „Die Tabakqualität wird jeden Tag aufs Neue kontrolliert“

    MAINZ // Die Redaktion erreichte der Brief eines Pfeifenrauchers, der sich über Dinge beschwerte, die er angeblich in einem Pfeifentabak des Unternehmens Scandinavian Tobacco Group (STG) gefunden hat, und die dort definitiv nicht hineingehören. DTZ konfrontierte das dänische Traditionsunternehmen mit dieser Reklamation und unterhielt sich hierfür mit dem Produktionsleiter für Pfeifentabak bei STG, Troel Juul Mikkelsen.


    DTZ:
    Herr Mikkelsen, unter welcher Maxime steht Ihre Arbeit bei der Scandinavian Tobacco Group?
    Troel Juul Mikkelsen: Während der ganzen Zeit, in der ich schon im Bereich Pfeifentabak tätig bin, hat die Produktion von qualitativ hochwertigem Tabak immer die höchste Priorität gehabt. Um diese zu garantieren, gibt es in unserer Manufaktur Qualitätssicherungsmethoden. Die Qualität des Tabaks wird jeden Tag aufs Neue kontrolliert, bevor er verpackt wird. Überprüft werden unter anderem Feuchtigkeit, Schnitt, Aroma, Farbe, Stiele und Degradation. Dazu wird jede Mischung mit Mischungen aus vorheriger Produktion verglichen. Während des Produktionsprozesses führen unsere erfahrenen Mitarbeiter regelmäßige Kontrollen hinsichtlich unserer Prozessstandards durch. Stichprobenartig werden Rauchtests durchgeführt.

    DTZ: Tabak wird ja für den weltweiten Versand und Konsum produziert. Gibt es für verschiedene Länder eigentlich auch verschiedene Qualitätsanforderungen?
    Mikkelsen: Nein. Unsere hochwertigen Pfeifentabake werden alle in der gleichen Produktion in Assens hergestellt. So können wir die Produkte regelmäßig kontrollieren und weltweit eine einheitliche Qualität garantieren.


    DTZ:
    Hin und wieder erreichen uns Fragen von Lesern, die behaupten, ein bestimmter Pfeifentabak habe im Laufe der Zeit seinen Geschmack geändert. Kann das sein?
    Mikkelsen: Um die hohe Qualität unserer Produkte und somit auch ihren Geschmack beizubehalten, verändern wir unsere Prozesse und Rezepturen nicht. Tabak ist, wie Sie wissen, ein Naturprodukt und viele Mischungen werden in kleineren Schnittpartien größtenteils noch von Hand aufbereitet. Die dabei verwendeten Rohtabake fallen aufgrund klimatischer Bedingungen von Ernte zu Ernte unterschiedlich aus. Um dennoch zu garantieren, dass jede Schnittwarenpartie in Duft, Aroma und Geschmack der Originalmischung entspricht, setzt sich eine Tabakspezialität aus vielen verschiedenen Mischungskomponenten zusammen, die je nach Ernteergebnis entsprechend den Qualitätsanforderungen variiert werden. Kleinere optische Abweichungen zwischen den einzelnen Aufbereitungspartien können somit nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
    jgw

    Lesen Sie das vollständige Interview in der Printausgabe DTZ 01/17 auf Seite 7.
    (DTZ 01/17)