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  • Rauchen ausdrücklich erlaubt

    DÜSSELDORF // Noch bis 21. Mai zeigen neun Künstler in der Düsseldorfer Kunsthalle Werke der Gegenwart in der Schau [link|http://www.kunsthalle-duesseldorf.de/index.php?id=416] „Welcome to the Jungle“[/link]. Darunter auch eine Installation, die ausdrücklich zum Rauchen einlädt.

    „Wer möchte, darf hier rauchen“, sagt Kuratorin Jasmina Merz. Sie spricht über die Installation „Fumoir“ der brasilianischen Künstlerin Laura Lima. Diese thematisiert in ihrer Arbeit das Rauchen in der Kulturgeschichte: Die Besucher sehen Pfeifen aus verschiedenen Kulturen und Jahrzehnten. Dazwischen zwei Hände, die scheinbar körperlos, eine Zigarette drehen, um anschließend eine Pfeife zu stopfen.

    Laura Lima sei immer wieder erstaunt, wie wenig Menschen die Möglichkeit zum Rauchen nutzen, sagt Merz. Sie scheinen das staatliche Regelwerk bereits verinnerlicht zu haben.

    Die Arbeit ist Teil einer Ausstellung, die Videoinstallationen, Performances und raumgreifende Inszenierungen internationaler Künstler zeigt, „die kritisch, reflektiert und oft mit Humor, aber ohne moralischen Fingerzeig auf jene Zustände und Paradoxien verweisen, in die wir uns verstricken, während wir versuchen, das Richtige zu tun.“

    red

    (DTZ 18/18)

  • „Die NGOs verfolgen in erster Linie Interessen ihrer Mitglieder“

    OFFENBACH // Die Branchenorganisation MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft) tagte am 24. April. Wie DTZ bereits kurz berichtete, fand die Mitgliederversammlung in Offenbach statt. Dabei stand das Thema Tabakregulierung im Blickpunkt.

    Zur Jahrestagung waren Teilnehmer aus allen Regionen Deutschlands in die Stadt am Main gereist. Veranstaltungsort war das in der Nähe des Deutschen Ledermuseums gelegene Vier-Sterne-Novum-Hotel Offenbacher Hof im Stadtzentrum. Dort bestätigten die MUT-Mitglieder Horst Goetschel für weitere zwei Jahre als Vorsitzenden. Als sein Stellvertreter wurde Cay Uwe Vinke, Vorstandsvorsitzender der Ermuri Genuss Company, wiedergewählt, ebenso wie Marco Schum, Inhaber der einzigen Münchner Casa del Habano, als Vorstandsmitglied.

    Weiteres MUT-Gremium neben dem dreiköpfigen Vorstand ist der Beirat. Ihm gehören Peter Dersche von der John-Aylesbury-Gruppe, München, Alexander Eckert (Firma Vauen, Nürnberg), Oliver Kopp (Firma Kopp, Offenbach) und Ulrich Kotschenreuther (Akra, Langenzenn) an. Hinzu kommen die neu gewählten Mitglieder Martina Kleinlagel (Firma Kleinlagel, Bruchsal) und Clemens Gütermann (Villiger, Waldshut-Tiengen). Nicht wieder zur Wahl stellte sich Steffen Rinn (Don Stefano, Wettenberg), der eine Reihe von Jahren im Beirat saß. Rinn hat sich trotzdem bereit erklärt, bei der Organisation der MUT-Jahrestagung 2019 mitzuwirken. Wie Goetschel mitteilte, findet die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr wieder in Hessen statt. Als Termin nannte er den 9. April.

    Erhebliche Rolle bei der Anti-Tabak-Politik
    Den Einfluss von Nichtregierungsorganisationen bei der Anti-Tabak-Politik beleuchtete Franz Peter Marx. Der MUT-Berater erklärte, dass die NGOs (Non governmental Organizations) eine erhebliche Rolle bei der Anti-Tabakpolitik spielen. Er nannte in diesem Zusammenhang unter anderem Organisationen wie das Deutsche Krebsforschungszentrum, die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen, das Aktionsbündnis Nichtrauchen und den Ärztlichen Arbeitskreis für Gesundheit.

    „Die NGOs gelten in der Öffentlichkeit als die Guten, die im Sinne aller handeln. Und das nicht nur beim Tabak“, so Marx. Allerdings hätten die NGOs keinerlei demokratische Legitimation, seien für die Öffentlichkeit nicht transparent und nur gegenüber ihren Mitgliedern verantwortlich. Dass die nichtstaatlichen Organisationen von Sponsoren beeinflusst würden, zum Beispiel von der Pharmaindustrie, sei ebenfalls nicht auszuschließen.

    MUT-Vorsitzender Horst Goetschel konstatierte: „Im Gegensatz zu den NGOs, die erfolgreich Einfluss auf die Anti-Tabak-Gesetzgebung nehmen, finden wir zu wenig Gehör bei den Entscheidungsträgern in der Politik.“ Und er appellierte an die Branche: „Wir müssen gegensteuern und deutlich machen, dass diese NGOs nicht die Guten sind, sondern in erster Linie die Interessen ihrer Mitglieder und Unterstützer verfolgen.“

    da

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    (DTZ 18/18)

  • Die Ermuri stellt sich den Herausforderungen

    DETMOLD // Die Ermuri Genuss Company bleibt auf Kurs. Das machten Vorstand und Aufsichtsrat der größten Einkaufsgenossenschaft des Tabakwaren-Einzelhandels auf der Generalversammlung deutlich, die vom 20. bis 22. April in Detmold stattfand.

    Die Ermurianer ließen sich in der ostwestfälisch-lippischen Stadt von Vorstandsvorsitzenden Cay Uwe Vinke und Aufsichtsratschef Dirk Quade über die Geschäftsentwicklung der Ermuri und darüber, was die Genuss Company für ihre derzeit knapp 800 Mitglieder tut und in Zukunft vorhat, informieren.

    Am Markt konnte sich die Ermuri trotz einer um sich greifenden Anti-Tabakpolitik und einschneidender TPD-2-Vorgaben gut behaupten. Das galt sowohl für die Geschäfts- als auch für die Mitglieder-Entwicklung. So konnte der Mitgliederschwund früherer Jahre zwar nicht gänzlich gestoppt, aber verlangsamt werden. Ende 2017 hatte die Ermuri 791 Mitglieder. Vor allem gelang es, so Vinke, in den vergangenen drei bis vier Jahren die Zahl der Ermuri-Fachgeschäfte stabil zu halten. Als erfolgreich erwies sich dabei die Strategie, Mitglieder davon zu überzeugen, von Kollegen aufgegebene Ermuri-Standorte als Filialen weiter zu führen.

    Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr sank der Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2016/17 (1. Oktober bis 30. September) um 2,9 Prozent auf 124,1 Millionen Euro. Dieses Minus ging im Wesentlichen auf das Konto des rückläufigen Lagerumsatzes, der mit einem Volumen von 111,7 Millionen Euro einen hohen Anteil am Gesamtumsatz hat. Der durchschnittlich pro Mitglied mit der Ermuri getätigte Umsatz lag bei 150 000 Euro nach 150 900 Euro im vorherigen Geschäftsjahr.

    Beim Lagerumsatz machte sich insbesondere das marktkonforme Minus beim Feinschnitt bemerkbar, das bei 3,7 Prozent lag. Hier bleibt die spannende Frage, ob die Talfahrt anhält oder ob sich der Markt für selbst gedrehte und selbst gestopfte Zigaretten erholt. Das hätte dann Vinke zufolge wiederum Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung im laufenden Wirtschaftsjahr, das am 1. Oktober begonnen hat.

    Gleichzeitig veranschaulichte der Vorstandsvorsitzende, dass die Umsatzentwicklung der Ermuri in einer längerfristigen Betrachtung deutlich nach oben zeigt. Betrug der Umsatz vor zehn Jahren 61 Millionen, so hat er sich seitdem auf über 124 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

    Als guten Wert bezeichneten Vinke und Quade die Eigenkapitalquote der Ermuri, die im abgelaufenen Wirtschaftsjahr bei 55,3 Prozent der Bilanzsumme in Höhe von 13,3 Millionen Euro lag.

    da

    (DTZ 18/18)

  • Aufruf zu mehr Solidarität

    DRESDEN // Wie ist der Zwischenstand bei Track & Trace? Gibt es aus Berlin Signale zur Steuerentwicklung? Und stellen E-Zigaretten eine lohnende Tabakalternative dar? Das sind einige der Fragen, die die BDTA-Mitglieder aktuell beschäftigen. Auf der Jahrestagung des Bundesverbandes in Dresden gab es dazu Antworten.

    Wie schon in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Jahr die Jahrestagung des Bundesverbands Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) im Taschenbergpalais in Dresden statt, an dem auch Gäste aus der Industrie sowie Zulieferer aus dem Automatengewerbe teilnahmen.

    Der BDTA-Vorsitzende Michael Reisen hieß im Rahmen der Eröffnung der Unternehmertagung vor wenigen Tagen knapp 120 Veranstaltungs-Teilnehmer willkommen.

    Bevor er auf sachliche Themen einging, gedachte Reisen noch einmal des im Dezember verstorbenen Geschäftsführers Carsten Zenner in einer Schweigeminute.

    Der BDTA-Vorsitzende blickte zu Beginn seiner Eröffnungsrede auf einen für den Handel zufriedenstellenden Marktverlauf 2017 zurück. Der Absatz im Markenzigaretten-Segment sei 2017 gegenüber dem Vorjahr zwar um etwas mehr als 3,0 Prozent auf insgesamt 67 Milliarden Stück zurückgegangen; dennoch sei die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Branche im Geschäftsjahr 2017 überwiegend positiv verlaufen. Eine weitere – wenig überraschende – Erkenntnis sei aber auch, dass der absolute Preis der Zigarette weiter an Bedeutung zunimmt. Dies drücke sich unter anderem dadurch aus, dass im Jahr 2014 zum ersten Mal das untere Preissegment (Handelseigenmarken und „Billigpreislagen“ im Markenzigaretten-Segment) über die Hälfte des Gesamtabsatzes bei der Fabrikzigarette (50,3 Prozent) repräsentierte und dieser Trend sich auch 2017 (51,2 Prozent) weiter fortgesetzt habe. Beim Blick auf die Staatseinnahmen aus der Tabaksteuer betonte Reisen, dass sich das fünfstufige Tabaksteuermodell, das Ende 2015 ausgelaufen ist, für den Fiskus gerechnet habe. Vor dem Hintergrund einer konstant hohen Einnahmesituation jenseits der 14-Milliarden-Euro-Grenze in den vergangenen Jahren sei es umso bemerkenswerter, dass sich der Gesetzgeber bisher sehr zurückhaltend gezeigt habe, dieses Modell über die nächsten Jahre fortschreiben zu wollen.

    Reisen kritisierte zudem die weiter schwindende Branchensolidarität, insbesondere seitens der Hersteller und Lieferanten. Die Entscheidung von Philip Morris International, eine Anti-Raucher-Kampagne zu steuern, um mehr Verbraucher von den Heat-not-burn-Produkten zu überzeugen, schießt in Reisens Augen weit über das Ziel hinaus.

    Der BDTA-Vorsitzende betonte allerdings, dass die Verbandsmitglieder sich auf sich selbst und ihre Kompetenzen besinnen müssten, um sich unverzichtbar zu machen.

    Auch in den kommenden Monaten steht die Tabakbranche regulatorischen Schwierigkeiten gegenüber: Die Einführung des so genannten „Tracking & Tracing“, des Systems zur Rückverfolgbarkeit bis zur einzelnen Packung, stellt die Unternehmen vor hohe logistische und organisatorische Herausforderungen.

    Laut Reisen kann der Fokus der Branche nun nicht mehr auf der Verhinderung dieser Richtlinie liegen, da diese endgültig verabschiedet wurde. Vielmehr gelte es nun eine möglichst pragmatische und vor allem einheitliche Lösung bis zum 20. Mai 2019 zu finden.

    In mühsamen und langen Gesprächen wurde gemeinsam mit Arbeitskreisen der Politik Wissen erworben und an Entscheider weitergegeben, so dass der Verband vorsichtig optimistisch ist, eine allgemeingültige IT-Lösung für die Mitgliederbetriebe zu finden. Dies sei aus Praktikabilität und aus Kostengründen unabdingbar.

    vi

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    (DTZ 18/18)

  • „Handel ist erste Anlaufstelle“

    BERLIN // E-Zigaretten sind weniger schädlich als Tabakzigaretten – das war Konsens auf einer Veranstaltung des Newsportals „eGarage“ in Berlin. Mit dabei: der drogenpolitische Sprecher der Linken Niema Movassat, die Bundesgesundheitsausschussmitglieder Wieland Schinnenburg (FDP) und Alexander Krauß (CDU), Dustin Dahlmann vom Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) sowie der britische Wissenschaftler Peter Hajek.

    Der Tabaksuchtexperte Hajek erklärte, laut jüngsten Erhebungen gebe es unter den britischen Rauchern 2,9 Millionen E-Zigaretten-Nutzer, von denen 1,5 Millionen komplett auf die elektronische Zigarette umgestiegen seien. Diese werde genutzt, um mit dem Rauchen aufzuhören.

    Hajek gab zudem einen Einblick, wie stark die Auswirkungen von Regulierung sind. Die Tabakalternative Snus habe in Schweden und Norwegen, wo es erlaubt ist, für einen besonders drastischen Rückgang der Raucherquoten gesorgt, in Schweden auf zuletzt fünf Prozent. „Snus hat das Rauchen quasi ausgerottet“, sagte Hajek.

    In der Diskussion mit drei Bundestagsabgeordneten und Dustin Dahlmann vom BfTG gab es Zustimmung, aber auch kritische Stimmen. „Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund, gegen E-Zigaretten vorzugehen“, sagte der Gesundheitspolitiker Schinnenburg. Er sprach sich allerdings dafür aus, E-Zigaretten möglicherweise stärker zu besteuern. Movassat, drogenpolitischer Sprecher der Linken im Bundestag, sagte, die E-Zigarette werde hauptsächlich zur Entwöhnung, nicht zum Einstieg genutzt. Krauß, Mitglied im Gesundheitsausschuss für die CDU, sprach bei der Regulierung der E-Zigarette von einer „Gratwanderung“.

    Dahlmann betonte, die E-Zigarette sei „beratungsintensiv“ und der von der Tabakindustrie unabhängige Fachhandel die erste Anlaufstelle gerade für den Raucher, der auf die E-Zigarette umsteigen wolle.

    red

    (DTZ 18/18)

  • InterTabac wird noch größer

    DORTMUND // Noch knapp fünf Monate sind es bis zur InterTabac, der weltweit größten Messe für Tabakwaren und Raucherbedarf. Namhafte Unternehmen der Branche sind bereits angemeldet, und die Hallen 1 bis 3A werden zum Hotspot für Anbieter von Next Generation Products. Hier einige Beispiele für Aussteller, die sich 2018 auf die Fachbesucher freuen.

    Die Westfalenhalle 4 ist traditionell Forum für viele Marktführer im Bereich Tabakwaren. Besonders große Stände planen unter anderem Arnold André, Joh. Wilh. von Eicken, Wolfertz, Agio Cigars, 5th Avenue, Villiger Söhne und Reemtsma. In Halle 5 werden Aussteller wie Grand Tabak, Davidoff, Clipper 1959, Gajane Gross, Karelia Tobacco, The Chancellor Tobacco, BMJ Industries und Zippo erwartet. Vertretene Länder sind hier die Vereinigten Arabischen Emirate, Griechenland, Großbritannien, Armenien, Bulgarien, Spanien, Schweden, die Schweiz und natürlich Deutschland.

    In Halle 6 prominent vertreten sind zum Beispiel Hermann Hauser, Moosmayr, The New Ways aus den Niederlanden und Polyflame Europe aus Frankreich. Und in Halle 7 erwarten die Besucher etwa Pöschl Tabak, Scandinavian Tobacco Group Deutschland, Akra Kotschenreuther, Kohlhase, Kopp & Co., Heintz van Landewyck und J. Cortès Cigars.

    Halle 8 ist wieder dem Schwerpunktthema Wasserpfeifen und Zubehör gewidmet. Hier stehen Anbieter wie Dabes Egyptian Imports, Al Zawrae Industrial Company, Flavors of Americas, Al Fakher Tobacco Factory und Al Mazaj Al Ali for Molasses auf der Ausstellerliste. Herkunftsländer wie Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Paraguay unterstreichen auch hier die starke internationale Ausrichtung der InterTabac.

    Erstmals wird 2018 die Veranstaltungsarena Westfalenhalle in die Messe integriert und steht dem Themensegment Next Generation Products (NGP) exklusiv zur Verfügung. Unmittelbar angebunden sind die Hallen 2 und 3A mit dem gleichen Themenschwerpunkt, so dass sich insgesamt eine noch größere und attraktive Business-Plattform rund um NGP ergibt. In der Westfalenhalle vertreten sein werden unter anderem NikoLiquids, InnoCigs, Ex-Trade, Intrade Concepts – Zazo sowie Fair Vape.

    Reemtsma steigt mit der Marke „Blu“ aktuell in das deutsche E-Zigarettengeschäft ein. Das Produkt ist bereits in den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien erhältlich. 2018 präsentiert das Unternehmen die Marke erstmals auf der InterTabac – in der Westfalenhalle.

    2017 nahmen insgesamt 560 Aussteller an der InterTabac teil, und 12 500 Fachbesucher aus 64 Ländern kamen in die Messehallen. 2018 findet die InterTabac vom 21. bis zum 23. September statt. Zeitgleich wird die InterSupply, internationale Fachmesse für die Produktion von Tabakwaren, in der Halle 3B veranstaltet.

    pi

    (DTZ 18/18)

  • La Casa del Habano in Frankfurt

    FRANKFURT // Das Familienunternehmen, geführt von den Brüdern Andreas und Viktor Gutfreund, geht neue Wege. „Klasse vor Masse“ nach diesem Motto ist das Konzept der Cigarlounge entstanden und beherbergt die größte kubanische Zigarrenvielfalt sowie hochwertige Accessoires und Spirituosen.

    Der Loungebereich mit vollwertiger Bar und Service verspricht leckere Drinks, hochwertige Zigarren und eine einzigartige Barlounge umgeben von der originalen Stadtmauer Frankfurts.

    Der Status einer „La Casa del Habano“ ist bereits vorhanden und gewährleistet einzigartige, rare kubanische Produkte.

    Durch eine Kooperation mit dem französischen Unternehmen Pierre Ferrand, spezialisiert auf Cognac, Champagner und Rum, ist es gelungen streng limitierte Produkte anzubieten, die weltweit sehr gesucht und kaum erhältlich sind.

    „Wir betreuen und beraten seit mehreren Jahren die Zigarrenliebhaber aus Rhein-Main-Gebiet, es war Zeit mit diesem neuartigen Konzept allen Genießer einen Mehrwert zu bieten.“ so die Brüder Gutfreund.

    Am 3. Mai öffnet die Casa mit neuem Konzept ab 17 Uhr in der Kleinen Hochstrasse 9, 60313 Frankfurt am Main.

    pi

    (DTZ 17/18)

  • „Lang lebe die Zigarette“

    MAINZ // 170 Jahre Zigarette – als französische und spanische Arbeiter in Zigarrenfabriken die Tabakreste einsammelten und in Papier rollten, ahnte wohl niemand, welche lange Erfolgsstory damit beginnen sollte. Und noch immer werden Zigaretten genussvoll geraucht – trotz intensiver Regulierung. DTZ hat die wichtigsten Fakten zum aktuellen Markt zusammengetragen.

    „Der König ist tot, lang lebe der König!“ Was die französischen Herolde bis ins 19. Jahrhundert hinein verkündeten, war die Tatsache, dass der alte Regent verstorben, der Nachfolger im Amt war. Und wer den Markt der Tabakwaren im weitesten Sinne betrachtet, der wird feststellen: Feinschnitt, Heat-not-burn-Produkte und E-Zigaretten machen der klassischen Tabakzigarette das Leben schwer. Hinzu kommen immer schärfere regulatorische Auflagen und die hohen Steuern.

    Dennoch: Auch den großen Unternehmen, die sich entweder auf ein Produkt der nächsten Generation fokussieren – wie Philip Morris mit Iqos – oder die ein breites Portfolio in den Markt drücken – etwa BAT mit Vype und demnächst dem Tabakerhitzer Glo – ist klar: Weit über 90 Prozent ihrer Umsätze machen sie mit Tabakwaren. Und bis auf weiteres dürfte sich daran nicht allzu viel ändern. Manche Manager sind sogar sicher: Geraucht wird immer!

    „Die Zigarette ist tot, lang lebe die Zigarette!“, heißt also das Motto, unter dem die Branche sich sammelt. Und wenn es auch aus einzelnen Konzernen heißt, das Ende der despektierlich Glimmstängel genannten Zigarette sei nah, sehen viele Wettbewerber das ganz anders.

    Konsum geht stetig zurück
    Natürlich sind die goldenen Zeiten beim Absatz lange vorbei. Noch Anfang der 2000er-Jahre gingen pro Jahr um die 150 Milliarden Fabrikzigaretten über die Ladentheken. Mittlerweile ist der Absatz unter die Marke von 80-Milliarden-Stück gerutscht. Experten gehen davon aus, dass der Markt pro Jahr um bis zu zwei Prozent schrumpft – obwohl in Deutschland rund 28 Millionen Menschen mehr oder weniger häufig rauchen. Ein steigendes Gesundheitsbewusstsein, scharfe Auflagen und die zunehmende Konkurrenz durch neue Produkte sorgen allerdings dafür, dass der durchschnittliche Konsum sinkt. Auch der Anteil der Selbstgedrehten geht – nach einer zwischenzeitlichen Boom-Phase vor allem bei besonders preisbewussten Rauchern – wieder zurück. In Zigarettenäquivalenten betrachtet resultierte von 2016 auf 2017 ein Minus um fast 10,2 Prozent auf 37,9 Milliarden Stück.

    Bei der Zigarette verzeichneten die Statistiker ein Minus von etwa zwei Prozent auf 67,7 Milliarden für Markenzigaretten, Handelsmarken gaben um 1,1 Prozent auf rund neun Milliarden Stück nach. Keine große Rolle spielen am Markt die sogenannten Eco-Zigarillos, die einst aus steuerlichen Gründen entwickelt wurden, nach dem Wegfall der fiskalischen Privilegien jedoch kaum mehr gefragt sind.

    Legt man den Netto-Bezug von Steuerzeichen zugrunde, wurden 2017 gut 75,8 Milliarden Zigaretten ausgeliefert. Gegenüber der Vorperiode war das immerhin ein Zuwachs um 1,1 Prozent. Dabei entfielen auf jede Zigarette Steuern von durchschnittlich 16,21 Cent und damit 1,3 Prozent mehr als 2016. Gleichzeitig stieg der Durchschnittspreis um 3,0 Prozent auf 28,19 Cent je Zigarette.

    Für 2018 ist in Sachen Absatz vorsichtiger Optimismus angezeigt, denn die Fußball-Weltmeisterschaft mit dem aus Sicht der Bundesbürger vielversprechenden Zugpferd „deutsche Nationalmannschaft“ könnte sich zu einem – durchaus benötigten – Glücksfall für die Branche entwickeln. Schönes Wetter und ein gutes Abschneiden der „Mannschaft“ könnten den Absatz kräftig ankurbeln. Wichtigster Grund: Die Public-Viewing-Kultur, die sich seit dem Heimturnier 2006 entwickelt hat, lässt viele Menschen im Freien zur Zigarette greifen. Allerdings: Der recht harte und späte Winter hat einigen Anbietern kräftig das Geschäft verhagelt, so dass sie auf Erfolgserlebnisse hoffen.

    Neuheiten bleiben aus
    Viel Neues haben die Hersteller dabei nicht zu bieten. In den letzten Jahren waren es einige Filter-Innovationen sowie die additivfreien Zigaretten, die die Konsumenten überzeugen konnten. Sonst zählt für die meisten Raucher der Geschmack ihrer vertrauten Marke – ein Aspekt, den die Europäische Kommission mit der Vorschrift zu großformatigen Schockbildern und manche Regierungen anderer Staaten mit Einheitspackungen zum Teil auszuhebeln versucht haben. Allerdings, das zeigen Erhebungen, führt dieses Vorgehen kaum zu Veränderungen im Konsumverhalten.

    Dass es kaum Neues gibt, liegt einerseits daran, dass gerade die Großen der Branche ihre Innovationskraft auf die „next generation products“ (NGP) konzentrieren. Andererseits haben die in Europa produzierten Zigaretten ein sehr hohes Qualitätsniveau erreicht. Viel zu verbessern gebe es da nicht, hört man aus den Unternehmen.

    max

    Lesen Sie den vollständigen Marktbericht Zigarette in der DTZ-Printausgabe 17/18.

    (DTZ 17/18)

  • „Die Zukunft ist rauchfrei“

    GRÄFELFING // Wohin steuert der Zigaretten-Konzern Philip Morris? Wie geht es weiter mit der Deutschland-Tochter? Und was wird aus den beliebten Marlboro-Zigaretten? Diese und viele andere Fragen beantwortet Markus Essing, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Philip Morris Germany, im großen DTZ-Interview.

    Herr Essing, wie lange können wir noch Marlboro-Zigaretten am Kiosk kaufen?
    Markus Essing: Sie wissen, dass es unser Ziel ist, eine rauchfreie Zukunft zu gestalten. Dabei wollen wir den Wechsel schaffen weg von klassischen Zigaretten und anderen Tabakwaren hin zu Produkten, bei denen kein Tabak verbrannt wird.

    Das bedeutet?
    Essing: Wir sprechen hier über Tabakerhitzer und E-Zigaretten. Aber: Wir haben auch gesagt, dass wir das nicht alleine schaffen können, sondern dass wir dafür Unterstützung vom Handel, aus der Forschung und vom Gesetzgeber brauchen, der für diesen Bereich klare Spielregeln aufstellt.


    Und an welchen Zeitraum denken Sie bei dieser Transformation?

    Essing: Das hängt auch davon ab, in welchem Tempo der Fortschritt in den genannten Bereichen stattfindet. Letztlich aber muss der Konsument seine Kaufentscheidung treffen, und solange es eine wesentliche Nachfrage nach konventionellen Zigaretten gibt, werden wir diese sicher bedienen.


    Das Jahr 2025 wird bei Philip Morris genannt …

    Essing: Genau, im Rahmen unserer mittelfristigen Planung wollen wir 30 Prozent unseres Absatzes über rauchlose, also potenziell risikoreduzierte Produkte erwirtschaften. Und wir als Philip Morris Germany wollen dazu natürlich unseren Beitrag leisten.


    Der Begriff „potenziell risikoreduzierte Produkte“ geht Ihnen sehr leicht über die Lippen.

    Essing: Klar, ich habe damit ja ständig zu tun. Und das geringere Risiko spielt eine sehr wichtige Rolle. So zeigen Forschungen, dass zum Beispiel Iqos 90 bis 95 Prozent weniger Schadstoffe erzeugt als die Tabakzigarette. Das sagen wir, das sagt inzwischen aber auch das Bundesinstitut für Risikobewertung. Wir wünschen uns, dass unabhängige Stellen unsere wissenschaftlichen Ergebnisse überprüfen, weil wir sehen, dass man unseren Analysen mit einer gewissen Skepsis begegnet.

    Das BfR hat sich auch geäußert?[datehead][/datehead]
    Essing: Ja, auf einer Tagung des DKFZ …

    Also des Deutschen Krebsforschungszentrums.
    Essing: … haben Vertreter des BfR in einer eigenen Studie unsere Analysen zur Schadstofferzeugung bestätigt.

    Aber die Produkte sind nicht risikofrei?
    Essing: Das sagen wir immer dazu, ja. Aber natürlich halten wir es für wahrscheinlich, dass sie ein geringeres Risiko für den Nutzer bedeuten.

    Und das Produkt ist wirklich rauchfrei?
    Essing: Wo Rauch ist, ist auch Feuer – und das gilt umgekehrt genauso. Bei Iqos gibt es kein Feuer, keine Glut, damit entsteht auch kein Rauch. Dazu gibt es viele internationale Studien, die belegen: Es entsteht kein Rauch, sondern ein Dampf beziehungsweise ein Aerosol.

    Und ist Iqos in Deutschland auch in der breiten Bevölkerung schon bekannt?
    Essing: Noch nicht, da stehen wir noch weit am Anfang. Marken wie Marlboro dürften fast 100 Prozent der Deutschen kennen. Bei Iqos sind wir sicher noch nicht einmal bei 50 Prozent. Da haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Und den möchten wir gemeinsam mit dem Handel gehen.


    Iqos ist eine echte Innovation. Aber die Zigarette kann eigentlich nicht mehr weiterentwickelt werden, oder?

    Essing: Das Innovationspotenzial bei der klassischen Zigarette ist tatsächlich weitgehend ausgeschöpft. Qualitativ haben wir da sehr hohe Standards erreicht. In den vergangenen Jahren gab es bei der Zigarette auch nichts wirklich Neues. Die größte Erneuerung, die es am Markt gegeben hat, war der Start der zusatzstofffreien Zigarette. Und da sind wir näher am natürlichen Ausgangsprodukt – das war also eher ein logischer Schritt als eine Innovation.


    Also wird es keine Marlboro-Revolution mehr geben?

    Essing: Unser Innovationsfokus liegt ganz klar auf den risikoreduzierten Produkten. So arbeiten in der Schweiz über 400 Wissenschaftler, die sich mit dem Thema „rauchfreie Alternativen“ beschäftigen. Da kann der Markt noch Einiges erwarten.

    Und mit Iqos haben Sie ja die Nase vorn.
    Essing: Die Branche steht vor einem riesigen Umbruch, und wir wollen Treiber dieses Umbruchs sein. Das mag ungewöhnlich klingen, weil wir in Deutschland und in vielen anderen Märkten mit unserer Marke Marlboro die Nummer 1 sind. Trotzdem haben wir uns dieser Herausforderung verschrieben.

    Der – in Deutschland – erste Wettbewerber steht ja in den Startlöchern. Wird das der Produktkategorie helfen?
    Essing: Grundsätzlich belebt Wettbewerb das Geschäft. Mit dem neuen Produkt, auf das Sie anspielen, konkurrieren wir ja in anderen Märkten bereits erfolgreich. Und tatsächlich begrüßen wir diese Pläne, denn wir haben immer betont, dass wir eine rauchfreie Zukunft nicht alleine schaffen können. Daher ist es gut, wenn sich auch Wettbewerber dieser Transformation verschreiben.

    max

    Das vollständige Interview finden Sie in der DTZ-Printausgabe 17/18.

  • Tobaccoland mit neuem Service am Start

    MÖNCHENGLADBACH // Mit Tobpay will Tobaccoland neue Maßstäbe setzen. Der neue Bezahlservice für Tabakwaren-Automaten ist ein Gemeinschaftsprojekt der Tobaccoland Automatengesellschaft und des Payment-Unternehmens Paydirekt. Dadurch kann an den etwa 4.100 Multipoc-Automaten von Tobaccoland direkt über die Browser-App mobil gezahlt werden.

    Die Besonderheit besteht darin, dass keine zusätzliche App für die Nutzung heruntergeladen werden muss, sondern alles in der Web-App des Smartphones vollzogen wird. Voraussetzung ist dafür aber jeweils eine Anmeldung bei Paydirekt sowie bei Tobaccoland. „Die erforderliche Altersverifikation (mindestens 18 Jahre) wird dabei durch Paydirekt durchgeführt“, schreibt Tobaccoland in der entsprechenden Pressemitteilung.

    „Unsere digitalen Automaten bieten unseren Kunden bereits heute unterschiedliche Mehrwerte wie digitale Werbung, Couponing oder Voucher-Aktionen“, meint Werner Syndikus, Leiter IT bei Tobaccoland, im Zuge des Starts von Tobpay. „Mobile Payment ist ein weiterer Schritt im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie.“

    pi

    (DTZ 17/18)