Kategorie: Uncategorized

  • August Schuster teilt Außendienstgebiete neu ein

    BÜNDE // Das Jahr 2019 bringt für die Cigarrenfabrik August Schuster einige Veränderungen. Neben der Vertriebskooperation mit der Bentley Tobacco passt die Firma außerdem ihre Außendienststruktur an.

    Mit fünf festangestellten Vertretern und verkleinerten Gebieten in Deutschland will Schuster seinen Handelskunden noch besseren Service bieten.

    „Dieter Plewa (Vertrieb West) und Markus Bodamer (Vertrieb Süd / West) haben weitreichende Erfahrung im Außendienst und passen perfekt zu uns. Zusammen mit Monika Haag (Vertrieb Süd / Ost), Matthias Brinkmann (Vertrieb Nord / West) und Peter Dierks (Vertrieb Nord / Ost) haben wir jetzt ein sehr kompetentes Außendienst-Team. Natürlich wollen wir uns an dieser Stelle auch bei Wolfgang Saarmann und Ulrich Möllmann für die sehr gute und langjährige Zusammenarbeit bedanken”, sagt Annemarie Schuster, Mitglied der Geschäftsleitung und Tochter von Geschäftsführer Philip Schuster.

    Das Familienunternehmen aus Bünde sieht noch viel Potenzial in Deutschland und will sich für die Zukunft noch besser aufstellen. Neben dem Außendienst wurde auch die Verwaltung mit frischem Personal aufgestockt, um sicher zu stellen, dass alle gesetzlichen Regulationen, insbesondere Track und Trace, eingehalten werden können.

    Über die neue Gebietszuordnung werden die Partner im Groß- und Einzelhandel in Kürze separat informiert. pnf

    (DTZ 10/19)

  • Viele Deutsche gegen Tabakwerbung

    BERLIN // Die meisten Bundesbürger sind für ein vollständiges Verbot von Tabakwerbung. Das hat eine Umfrage ergeben, die Forsa im Auftrag des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft durchgeführt hat.

    Demnach sprachen sich 69 Prozent der Befragten dafür aus, Plakat- und Kinowerbung komplett zu untersagen. 27 Prozent waren gegen ein solches Verbot. Höhere Steuern auf Tabakwaren befürworteten drei Viertel der Befragten, 23 Prozent waren dagegen.

    Auch zum Thema Alkoholwerbung befragte Forsa Anfang Februar insgesamt 1000 Volljährige. Hier fiel das Votum für ein Verbot mit 58 Prozent etwas geringer aus als beim Tabak, die Quote der Verbotsgegner betrug rund 36 Prozent. Bei den Steuern lagen die Anteile bei 59 Prozent für höhere Abgaben und 37 Prozent dagegen.
    In jüngster Zeit diskutieren Politiker in Berlin wieder intensiver über ein noch umfassenderes Werbeverbot für Tabakerzeugnisse (und E-Zigaretten). Schon jetzt sind Spots und Anzeigen im Radio und im Fernsehen sowie in Zeitungen und Zeitschriften untersagt. red

    (DTZ 10/19)

  • Stillstand bei Track & Trace

    BERLIN // Der Bundesrat hat noch keine Entscheidung über ein Sicherheitslabel für Zigaretten gefällt. Das Gremium hatte am 15. Februar die geplante Abstimmung über das Gesetz zur Kennzeichnung von Tabakerzeugnissen kurzfristig von der Tagesordnung abgesetzt.

    Das Gesetz benötigt die Zustimmung der Länderkammer, um in Kraft treten zu können. Auf Antrag eines Landes oder der Bundesregierung könnte das Gesetz nun in einer der nächsten Bundesratssitzungen behandelt werden.

    Ziel des Gesetzes ist es, die Vorgaben der EU-Tabakproduktrichtlinie 2014 für ein europaweites elektronisches Rückverfolgbarkeitssystem umzusetzen, um den illegalen Handel zu bekämpfen: Tabakerzeugnisse sollen sich künftig in der gesamten EU rückverfolgen und auf Echtheit prüfen lassen. Sie müssen dazu mit einem individuellen Erkennungsmerkmal und einem fälschungssicheren Sicherheitsmerkmal gekennzeichnet sein. Das System soll den Behörden zeitnah Daten zu Lieferketten- und Transaktionsereignissen für Ermittlungs- und Durchsetzungszwecke zur Verfügung stellen. Für Zigaretten und Tabak zum Selbstdrehen gelten die EU-Vorgaben ab 20. Mai 2019, für sonstige Tabakerzeugnisse ab 20. Mai 2024.

    Vermittlungsausschuss
    In seiner Stellungnahme zum zugrundeliegenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hatte der Bundesrat im September gebeten, die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Rückverfolgbarkeitssystem den Zoll- und Finanzbehörden des Bundes zu übertragen, da diese bereits für die Steuerzeichen zuständig sind. Bundesregierung und Bundestag haben dieses Anliegen jedoch abgelehnt – sie sehen die Zuständigkeit bei den Länderbehörden. Der Ausschuss für Agrarpolitik und Verbraucherschutz des Bundesrates hatte dem Plenum deshalb die Anrufung des Vermittlungsausschusses empfohlen. pi

    (DTZ 10/19)

  • Ein Kämpfer für den Genuss

    FREIBURG // Familienmensch, aber auch zeitlich stark engagiert im Ehrenamt. Kämpferisch für das Kulturgut Tabak, aber besonnen. Bescheiden, aber engagiert. Ruhig, aber gesellig – Genussmensch durch und durch, aber mit Maß: So kannte die Branche Gerhard Huber.

    Nun ist er am 13. Februar im Alter von 66 Jahren verstorben. Huber führte in der dritten Generation zusammen mit seiner Frau Ursula, seinen Söhnen Stefan und Konrad sowie zwei Mitarbeitern im Herzen von Freiburg das 1922 gegründete Fachgeschäft Stefan Meier Tabakwaren.

    Mit einer Zigarren- und Zigarillo-Auswahl von rund 1000 verschiedenen Produkten aus Tabakanbaugebieten der ganzen Welt, einer sehr großen Auswahl aller bekannten Pfeifenmanufakturen sowie Pfeifentabak-Hausmischungen gehört Stefan Meier Tabakwaren zu den profiliertesten familiengeführten Tabakwaren-Fachgeschäften in Deutschland. Ein kurzer Blick auf die Homepage dokumentiert dies eindrucksvoll. So gehört das Unternehmen zur Gruppe der Habanos-Specialists, ist Fine Cigar Ambassador der Scandinavian Tobacco Group, 4 Sterne Davidoff Premium Partner und Mitglied im exklusiven Kreis der John Aylesbury Gruppe.

    Großes Engagement
    Auch das Angebot an schottischen Single Malt Whiskeys mit rund 180 Sorten, diverse nicht-schottische Whiskys, fast 30 Sorten karibischen Rums sowie die Auswahl von über 20 Gins und dazu passenden Tonic-Water-Sorten machten das Unternehmen seit Jahren über die Grenzen Freiburgs hinaus bekannt.
    Gerhard Huber hat sich sehr früh auf regionaler und auf Landesebene sowie auf der Bundesebene ehrenamtlich für die Branche engagiert. So wirkte er beispielsweise als Vorsitzender für die Landesfachgemeinschaft Tabak Baden-Württemberg, war für die IHK Südlicher Oberrhein aktiv und machte sich bis 2018 als Vorsitzender des Toto-Lotto Verkaufsstellenverbandes Baden-Württemberg stark.

    Im Jahr 2001 wurde Gerhard Huber in das Präsidium des Bundesverbandes des Tabakwaren-Einzelhandels (BTWE) gewählt und übernahm dort die Funktion des Schatzmeisters. Zum 1. Vizepräsidenten wählten ihn die BTWE-Delegierten im Jahr 2008. Zusätzlich übernahm er damals die Aufgabe als Kurator der Albert-Huhn-Dotation und stellte dem Verein zur Förderung des Tabakwaren-Einzelhandels sein kompetentes Fachwissen zur Verfügung.

    Tabakspeizialist besonderer Güte
    In seine Zeit beim BTWE-Präsidium fiel auch die Entwicklung und Einführung des BTWE-Gütesiegels „Tabakspezialist“, an der er maßgeblich mitbeteiligt war. Gerhard Huber verstand sich als Botschafter dieser bundesweiten Brancheninitiative. Mit großer Konsequenz warb er für das Logo „Tabakspezialist“ als das Gütesiegel für den legalen beratungskompetenten Qualitätsvertrieb von Tabakwaren an erwachsene Genussraucher.
    Der BTWE hat eine engagierte Persönlichkeit verloren und wird Gerhard Huber immer ein ehrendes und freundschaftlich verbundenes Andenken bewahren. vi

    (DTZ 9/19)

  • „E-Zigaretten sind Tabak“

    BRÜSSEL // Ein etwas unausgereiftes Wissen um die E-Zigarette hat jetzt Arunas Vinciunas, Chefberater des EU-Gesundheitskommissars Vytenis Andriukaitis, offenbart. „Natürlich gibt es wissenschaftliche Untersuchungen, die besagen, dass E-Zigaretten weniger schädlich sind als Zigaretten – aber es ist trotzdem Tabak“, erklärte Vinciunas gemäß der Recherche-Plattform „Euractiv“. „Auch wenn Sie weniger Gift trinken, bleibt es doch Gift“, fügte er hinzu.

    Vinciunas machte damit erneut die Position des Gesundheitskommissars deutlich, der sich dagegen sträubt, die geringere Gesundheitsschädlichkeit von E-Zigaretten und neuen Tabakprodukten anzuerkennen.

    Michal Dobrajc, Vorsitzender des Verbandes des E-Zigarettenhandels (VdeH), zeigte sich in einer Stellungnahme irritiert: „Es ist sehr beunruhigend, dass der Kabinettschef des zuständigen EU-Kommissars ein solch mangelndes Fachwissen beweist.“ Und er führte weiter aus: „Der Vergleich, den Herr Vinciunas zwischen dem Genuss einer E-Zigarette und der Einnahme eines Giftes anstellt, ist völlig an den Haaren herbeigezogen und entbehrt jeder sachlichen Grundlage.“

    Schon wenige Tage zuvor hatte EU-Kommissar Andriukaitis für Unverständnis beim VdeH gesorgt. In einer Rede begründete er seine skeptische Haltung gegenüber E-Zigaretten damit, dass sie europaweit viele junge Menschen zu Dampfern machten. Dobrajc empfindet solche Aussagen als Panikmache: „Gerade zwei Prozent aller EU-Bürger benutzen regelmäßig E-Zigaretten. Für Deutschland zeigen aktuelle Zahlen, dass nur 2,9 Prozent aller Jugendlichen regelmäßig E-Zigaretten konsumieren. Kommissar Andriukaitis skizziert hier ein Problem, welches überhaupt nicht existiert.“

    red

    (DTZ 09/19)

  • Arnold André beendet Messepräsenz

    BÜNDE // Arnold André – The Cigar Company wird in diesem Jahr nicht an der InterTabac teilnehmen.

    Mit dem größten deutschen Zigarrenhersteller beendet ein langjähriger Aussteller seine Messepräsenz. Aus der Sicht von Rainer Göhner, Vorsitzender der Geschäftsführung, hat diese Entscheidung mit dem veränderten Charakter der Messe in den vergangnen Jahren zu tun: „Es ist unbestritten, dass die InterTabac ein wichtiger Treffpunkt der Branche ist und die Messe sich international sehr erfolgreich entwickelt hat.

    Aber sie hat sich verändert. Die für uns relevanten Produktgruppen Zigarre, Zigarillo, Pfeifentabak und Raucherbedarfsartikel, die einmal das Herz der Messe ausmachten, haben unserer Meinung nach zunehmend an Bedeutung für die Messe verloren. Dementsprechend sind auch die Besucherzahlen aus dem deutschen Handel für dieses Genusssegment zurückgegangen. Diese Entwicklung ist für uns der entscheidende Grund dafür, dass wir von der Messe 2019 fernbleiben.“

    Das seit einigen Jahren zu beobachtende nachlassende Interesse des deutschen Fachhandels ist laut Thomas Strickrock, Geschäftsführer, nachvollziehbar: „Das Kerngeschäft mit Zigarren und Zigarillos hat sich mehr und mehr in die warme Jahreszeit verlagert, da wirkt eine Messe im September mittlerweile unpassend.“ Hinzukommt, aus Sicht von Arnold André, dass viele deutsche Fachhändler die hohen Aufwände für Anreise und Übernachtung ‧bemängeln.

    Der Nutzen aus Neuvorstellungen und attraktiven Aktionen bleibt vielfach dahinter zurück und hat zur Folge, dass die Messe nicht mehr besucht wird. Arnold André wird auch in Zukunft einen engen Schulterschluss mit dem Handel suchen. „Schließlich haben wir über Jahre mit Händlern und Partnern sehr gute Geschäftsbeziehungen aufgebaut. Mit unserem hervorragend aufgestellten Außendienst werden wir in Zukunft die vertrauensvolle Beziehung zum Handel noch weiter ausbauen“, so Thomas Strickrock. Mit saisonal optimal platzierten Neueinführungen, Maßnahmen am POS und attraktiven Angeboten sowie gemeinsamen Veranstaltungen wie beispielsweise Genuss-Tastings bietet Arnold André dem Handel optimale Unterstützungen zum erfolgreichen Ausbau des Genusssegmentes und bei der Ansprache des Verbrauchers.

    red

    (DTZ 09/19)

  • „Kein Anlass für Aktionismus“

    BERLIN // In der Hauptstadt wird der Ruf nach stärkerer Regulierung für die Tabakbranche immer lauter. DTZ sprach mit Gero Hocker, für die FDP Mitglied des Bundestages und Sprecher im Ausschuss für Landwirtschaft und Ernährung der FDP-Bundestagsfraktion, über Werbeverbote, entmündigte Verbraucher und alternative Produkte.

    Die Tabakbranche ist reguliert wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig. Halten Sie die Auflagen für angemessen?
    Dr. Gero Hocker: Der Konsum von Tabakerzeugnissen ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden und deshalb ist eine passgenaue Regulierung selbstverständlich sinnvoll. Mir ist im Deutschen Bundestag auch kein Abgeordneter bekannt, der ernsthaft das Abgabeverbot an Minderjährige oder die Regelung der zulässigen Zusatzstoffe zur Disposition stellen würde. Dennoch gilt es festzuhalten: Deutschland ist gemeinsam mit einigen anderen Ländern der EU bei der Regulierung bereits jetzt Vorreiter.


    Können Sie das an einem Beispiel festmachen?

    Hocker: Ja, so konnten zusammen mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen in den vergangenen Jahren große Erfolge erzielt werden, die sich erfreulicherweise in dauerhaft sinkenden Zahlen bei jugendlichen Rauchern niederschlagen. Für ideologisch bedingten Aktionismus besteht keinerlei Anlass.

    Gegner von Werbeverboten, Schockbildern und so fort vertreten die Auffassung, dadurch würde letztlich der mündige Verbraucher entmündigt. Wie sehen Sie das?
    Hocker: Sehen Sie: Informationen sind das A und O für einen mündigen Verbraucher. Der Wegfall von Teer-, Nikotin- und Kohlenmonoxidemissionswerten auf Zigarettenpackungen im Zuge der EU-Tabakrichtlinie war deshalb ein Schritt in die falsche Richtung. Das gilt auch für ein Totalwerbeverbot, wie es im Moment politisch diskutiert wird.

    Wie begründen Sie das?
    Hocker: Fehlende Werbemöglichkeiten zementieren die Marktmacht etablierter Unternehmen und erschweren es den risikoärmeren Innovationen, ihren Fuß in die Tür zu bekommen. Dass ausgerechnet die SPD die „Großen“ schützen möchte und die Grünen bei ihrem Gesetzesentwurf den Gesundheitsaspekt völlig außer Acht lassen, ist schon bemerkenswert.


    Was halten Sie davon, dass der Staat seinen Bürgern erklären möchte, was gut und was schlecht für sie ist?

    Hocker: Es muss klar sein, dass mit dem Erreichen der Volljährigkeit eine stärkere Verantwortung für das eigene Handeln einhergeht. Eine Art Nanny State lehne ich entschieden ab. Dieser würde jede Verbraucherentscheidung vorgeben – vom Tabakprodukt über den Zuckeranteil in der Limonade bis zur Verpackungsgröße von Fertigprodukten. Solche Freiheitseinschränkungen der Politik haben nicht nur schädliche Nebenwirkungen, sondern wollen den Bürger auch für dumm verkaufen.

    Wenn es um Werbeverbote geht – müssten dann nicht konsequenterweise Tabakwaren komplett verboten werden? Stattdessen kassiert der Staat bei der Tabaksteuer kräftig ein …
    Hocker: Das Leben ist voller Risiken – vom Tabakwarenkonsum über Alkoholgenuss bis zur Schokolade am Abend oder zu kurvenreiche Ausfahrten mit meinem Motorrad am Wochenende. Die Politik hat aber nicht Richter darüber zu sein, wie mündige Bürger ihre Zeit zu verbringen haben. Ich behaupte, dass in allen vier genannten Beispielen die langfristig möglichen Auswirkungen hinlänglich bekannt sind und dass dennoch die Entscheidung für Tabak, Alkohol, Schokolade oder Motorrad bewusst getroffen wird.

    Das ist die Freiheit des Einzelnen.
    Hocker: Genau, und eben diese Entscheidungsfreiheit macht das Leben aus und ist aus meiner Sicht eine Frage der Selbstbestimmung. Wenn ein Kollege im Ausschuss diesen Umstand regelmäßig kritisiert und die Tabakunternehmen als raffgierig darstellt, muss ich zudem des Öfteren schmunzeln: Ungefähr 75 Prozent des Verkaufspreises fließen an den Staat, der im Vergleich zu den Unternehmen kein Risiko trägt, aber dem Verbraucher weitaus stärker in die Tasche greift.

    max

    Lesen Sie das vollständige Interview in DTZ 09/19.

  • Verschmutzung durch Zigarettenstummel

    BERLIN // Der Bundesregierung liegen keine konkreten Daten zur Umweltverschmutzung durch Zigarettenreste vor. Weder zur Menge unsachgemäß entsorgter Zigaretten noch zu den Folgekosten der nicht sachgerechten Entsorgung kann die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Angaben machen.

    Das Bundeskabinett verweist allerdings auf eine Langzeitstudie des Verbandes kommunaler Unternehmen (VUK), die unter anderem die Wahrnehmung der Bevölkerung analysiert habe. „Hiernach sind Zigarettenkippen und Take-away-Verpackungen die beiden am häufigsten unsachgemäß entsorgten Gegenstände“, heißt es in der Antwort. Im Jahr 2016 weise die VUK-Studie für Zigarettenstummel einen Anteil von zirka 35 Prozent des Gesamtmülls aus.

    Maßnahmen, um beispielsweise Hersteller von Zigaretten in die Pflicht zu nehmen, plant die Bundesregierung aktuell nicht. Laut Antwort will sie zunächst die Verabschiedung der vorgeschlagenen EU-Richtlinie zur „Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt“ abwarten. Danach soll geprüft werden, welche Maßnahmen auf nationaler Ebene zur Umsetzung ergriffen werden, heißt es in der Antwort.

    pnf

    (DTZ08/19)

  • Dominik Hamacher wechselt zu Juul

    FRECHEN / HAMBURG // Dominik Hamacher (43), bisher Leiter Vertrieb Independent bei der Lekkerland Deutschland GmbH & Co. KG, ‧Frechen, wechselt zum 1. März zum E-Zigaretten-Hersteller Juul Labs nach Hamburg. Dort wird er die Position des Director Sales & Operations übernehmen.

    Markus Kramer, Geschäftsführer von Juul Labs Deutschland: „Wir freuen uns, mit Dominik Hamacher einen herausragenden und branchenweit geschätzten Vertriebsexperten zu gewinnen. Er wird uns helfen, das große Wachstumspotenzial von Juul im Bereich der Tabakfachgeschäfte, Tankstellen, Convenience-Geschäfte und Lebensmittelhandel in Deutschland zu erschließen.“

    Bei Lekkerland hatte Hamacher zuletzt die Kategorie E-Zigarette maßgeblich mit aufgebaut und war dort für die Independent Kunden von Lekkerland in Deutschland verantwortlich.

    Seit Ende letzten Jahres ist die amerikanische Marke Juul auch auf dem deutschen Markt vertreten. Im Zuge von kürzlich abgeschlossenen Vertriebskooperationen mit namhaften Tabakgroßhandels-Organisationen wird das Unternehmen zeitnah in mehr als 30 000 Einzelhandelsgeschäften und Shops bundesweit erhältlich sein.

    Juul Labs ist laut eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 73 Prozent der führende Anbieter von E-Zigaretten in den USA. Die deutsche Vertriebsgesellschaft in Hamburg hat derzeit 35 Mitarbeiter.

    pnf

    (DTZ 08/19)

  • „Werbeverbote sind verfassungswidrig“

    BERLIN // Weitere Tabakwerbeverbote sind verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten der Kanzlei Redeker Sellner Dahs im Auftrag von neun Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft.

    Die Gutachter rügten die Verletzung der Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und auf Berufsfreiheit durch das von der CDU/CSU erwogene Totalverbot der Tabakwerbung. Schon seit Jahrzehnten ist Tabakwerbung im Fernsehen, Radio, Zeitungen und Zeitschriften und seit 2006 in Internetmedien untersagt. Ein Verbot der Außen- und Kinowerbung und der kostenlosen Abgabe von Produktproben würde die Grundrechte der betroffenen Unternehmen ins Leere laufen lassen und wäre damit verfassungswidrig.

    Besonders drastisch wäre der Eingriff in die grundgesetzlich geschützte kommunale Selbstverwaltung, denn die Kommunen haben langfristige Werbeverträge mit Außenwerbern abgeschlossen, deren Laufzeiten weit über die von der CDU/CSU geplante Übergangsfrist bis zum Jahr 2024 hinausgehen. Diese Verträge laufen beispielsweise in Leipzig bis 2034, in Berlin bis 2033 oder in Düsseldorf bis 2032.

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädiert aus Jugendschutzgründen für ein Totalverbot. Dazu sagt Jan Mücke, Geschäftsführer beim Deutschen Zigarettenverband (DZV): „Tabakwerbung, die sich an Minderjährige richtet, ist aus guten Gründen längst gesetzlich verboten. Bei den für die Überwachung dieses Werbeverbots zuständigen Behörden in den Bundesländern ist seit Inkrafttreten des § 21 des neuen Tabakerzeugnisgesetzes im Mai 2016 kein einziges Verfahren gegen Tabakhersteller oder Werbetreibende geführt worden. Die Forderung nach einem Totalwerbeverbot aus Gründen des Kinder- und Jugendschutzes ist für mich deshalb nicht nachvollziehbar.“ Außerdem ist die Raucherprävalenz bei Jugendlichen unter 18 Jahre nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) von 27,5 Prozent im Jahr 2001 kontinuierlich auf nunmehr nur noch 7,4 Prozent im Jahr 2017 gesunken.

    vi

    Lesen Sie dazu auch den ausführlichen Beitrag auf Seite 2 der Printausgabe DTZ 08/19.

    (DTZ 08/19)