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  • FDP fragt nach Track & Trace

    BERLIN // Die Bundestagsfraktion der FDP hat in einer Kleinen Anfrage zielsicher den Finger in offene Wunden gelegt.

    In dem Text heißt es unter anderem: „Das vorgesehene Track & Trace-System stellt aus Sicht der Fragesteller insbesondere für mittelständische Tabakunternehmen eine erhebliche Mehrbelastung dar, die geringere Mengen produzieren und deshalb die zusätzlichen Kosten nicht ohne weiteres mittels Stückkostendegression abfedern können.“

    Dann folgen zehn detaillierte Fragen, die zunächst zum Ziel haben, Menge und Wert des durch den Zoll aufgedeckten Schmuggels und den geschätzten Gesamtwert geschmuggelter Tabakwaren zu erfahren – und dies jeweils für Zigaretten, Feinschnitt, Pfeifentabak, Wasserpfeifentabak, Zigarillos und Zigarren, Schnupftabak sowie klassischem Kautabak.

    In sich hat es Frage 8, in der es heißt: „Sieht die Bundesregierung einen Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit des Track & Trace-Systems für einzelne Produktkategorien und der Menge oder des Wertes der unverzollten Tabakprodukte innerhalb dieser Kategorie?“

    In der neunten Frage geht es darum, ob sich die Bundesregierung bei geringen Schmuggelmengen dafür einsetzen werde, bestimmte Produktgruppen aus dem System auszunehmen. Und schließlich heißt es: „Sieht die Bundesregierung … das System überhaupt als wirkungsvolles Instrument an, um den illegalen Handel von Tabakerzeugnissen zu vermindern?“

    red

    (DTZ 26/19)

  • Neue Nikotinstärken

    HAMBURG // Der amerikanische E-Zigaretten-Anbieter Juul passt die Nikotin-Stärken seiner Pods an. Derzeit stellt das Unternehmen in Großbritannien auf 18 beziehungsweise 9 Milligramm je Milliliter um. Damit werden die Pods in der bisherigen Stärke von (ausschließlich 20 Milligramm je Milliliter) ersetzt.

    In Deutschland wird die Umstellung nach DTZ-Informationen voraussichtlich im Herbst vorgenommen. Das Unternehmen will den Handel dann zeitnah über die Anpassungen informieren.

    red

    (DTZ 26/19)

  • Hilfreiche Daten für die Inventur

    KÖLN // BTWE legt Zahlen für die Bewertung der Warenvorräte für die Bestandsaufnahme vor.

    Laut BTWE wurde für die Berechnung der durchschnittlichen Rohgewinne der Absatz/Umsatz der Gesamtindustrie im vierten Quartal 2018 zugrunde gelegt, und zwar – um valide Daten zu erhalten – über den Großhandel, was sich in den Zahlen sowohl produkt- als auch wettbewerbsspezifisch niederschlägt.

    Insbesondere seien konsumbedingte Einflüsse berücksichtigt worden, die sich regional differenziert auswirken können. Ebenso können Direktbezieher bessere Spannen erzielen. Spezifische Mengenrabatte blieben unberücksichtigt. Um diese muss der Nettonutzen jeweils vergrößert werden.

    Beim Warenbereich „Pfeifentabak“ ist laut Verband zu beachten, dass die Heets von Philip Morris in die Betrachtung eingeflossen sind.

    Die Bewertungssätze können Bestandteil des Jahresabschlusses werden. Der BTWE weist darauf hin, dass die Berechnungen nach bestem Wissen und Gewissen erstellt wurden und eine Verbindlichkeit daraus nicht abgeleitet werden kann.

    vi

    Die komplette Übersicht mit allen Daten finden Sie in der Printausgabe DTZ 26/19.

    (DTZ 26/19)

  • VdR sieht bei individueller Freiheit „Alarmstufe rot“

    BERLIN // Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes der deutschen Rauchtabakindustrie (VdR) in Berlin standen die neue Struktur und die sich daraus ergebenden Vorteile im Mittelpunkt des Dialogs. Nachdem die Zigarettenkonzerne die mittelständisch geprägte Interessengemeinschaft verlassen haben, begründen sich ein klares Mittelstandsmandat und eine Konzentrierung auf den im Trend liegenden Sektor „Genuss“.

    Um so mehr, so der Vorsitzende des VdR, Patrick Engels, sei das regulatorische Bürokratiemonster Track & Trace, das die EU auf den Weg gebracht hat, abzulehnen. Dass auch in Deutschland alle Warenströme von Zigaretten und Drehtabak rückverfolgbar sind – vom Tabakhersteller bis zum Kiosk, koste die Mitgliedsunternehmen des VdR nach Verbandsangaben Unsummen und ist kein Schritt auf dem Weg, Schmuggel nachhaltig einzudämmen. Doch die Rauchtabakindustrie kämpft weiter damit, die schlimmsten Folgen des Gesetzes abzumildern.

    Engels, der gerade ins Kuratorium des Lebensmittelverbandes Deutschland gewählt wurde, betonte, wie wichtig die Zugehörigkeit und Zusammenarbeit mit starken Partnern heutzutage sei – national wie auf europäischer Ebene. Man sei ansonsten der Verbots-Bürokratie bedingungslos ausgeliefert.

    „Die Liebe zum Verbot ist allgegenwärtig.“
    VdR-Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster hob in seiner Grundsatzrede auf die Gefahr der Umerziehungsgelüste eines allumfassend regeln wollenden Staates ab: „Die Liebe zum Verbot ist allgegenwärtig. Der Idee eines aufgeklärten mündigen Bürgers wird die belehrende Erziehung durch grüne Politik und subventionsnaher Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) entgegengesetzt. Wir müssen energisch gegen die Einschränkungen individueller Freiheiten kämpfen. Es ist Alarmstufe rot.“ Von Foerster vermisst mehr denn je einen gesellschaftlichen Liberalismus, der für die Freiheitssehnsüchte des Menschen kämpfe.

    Er gab auch einen Ausblick auf das 100-Jahre-Jubiläum im kommenden Jahr. Der Verband der deutschen Rauchtabakindustrie ist die älteste Stimme der Tabakwirtschaft in Deutschland. Nach dem Ausscheiden der Industrie hat der Verband aktuell (Stand: 1. Juli) 13 Mitgliedsunternehmen. Seit 1920 besitzt der VdR eine starke Verankerung im deutschen Mittelstand und vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber der Politik, den Medien und der Öffentlichkeit.

    Im Mittelpunkt steht die wirtschaftliche und kulturelle Vielfalt von Tabak in Deutschland und auf europäischer Ebene. Tabakkultur in Deutschland sei eng verbunden mit den Werten Verantwortung, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein, ganz besonders im Hinblick auf den Jugendschutz.

    vi

    (DTZ 26/19)

  • Wird Juul zum Einzelhändler?

    MAINZ // Juul Labs, amerikanischer Hersteller von E-Zigaretten, könnte nach US-Medienberichten eine eigene Einzelhandelskette für den Vertrieb ihrer Produkte aufziehen. Allerdings gibt es bislang dafür keine Bestätigung des Unternehmens.

    Für Juul könnten eigene Dampfer-Shops einige Vorteile mit sich bringen. So würde der häufig beanstandete Verkauf an Minderjährige besser kontrolliert werden als in anderen Geschäften. Falls auch die Produkte weiterer Hersteller in diesen Läden vertrieben würden, könnte Juul wertvolle Einblicke in die Geschäftstätigkeit der Konkurrenten gewinnen. Außerdem wäre das Unternehmen dann nicht mehr an die Auflagen gebunden, die dazu geführt haben, dass Juul einen Teil seiner Geschmacksrichtungen nicht mehr über den amerikanischen Einzelhandel anbietet.

    Beflügelt werden die Spekulationen durch die Beteiligung von Altria an Juul, die sich der Tabakkonzern im vergangenen Jahr 13 Milliarden Dollar kosten ließ. Altria hat sich außerdem bei Avail Vapor, einer der größten US-Einzelhandelsketten für E-Zigaretten mit über 100 Geschäften, eingekauft. Zudem hat Altria laut diesem Bericht eine Vereinbarung mit Philip Morris über den Vertrieb von Iqos in den USA.

    red

    (DTZ 25/19)

  • Konsumklima freundlicher

    BERLIN // Nach einem recht deutlichen Dämpfer im Mai hat sich die Verbraucherstimmung in Deutschland zuletzt wieder stabilisiert. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer.

    Angesichts des sich abschwächenden Arbeitsmarktes fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die richtigen Signale der Politik, um die Binnenkonjunktur stabil zu halten. Das HDE-Konsumbarometer zeigt sich im Juni stabil. Die Stimmung der Verbraucher ist besser als noch im schwachen ersten Quartal. Im Vorjahresvergleich aber ist der Indikator gesunken. „Die gute wirtschaftliche Lage fußt vor allem auf den positiven Beschäftigtenzahlen.

    Doch der Stellen-Boom scheint ins Stottern zu geraten. Die Bundesregierung muss deshalb dringend Signale für die Stabilisierung der Binnenkonjunktur senden“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Dabei gehe es um eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen sowie um mehr finanziellen Handlungsspielraum für die Unternehmen, damit diese weiterhin Arbeitsplätze schaffen könnten.


    Stabiles Konsumklima
    Vor allem die steigende Anschaffungsneigung trägt zur Stabilisierung des Konsumbarometers bei. Der Rückgang aus dem Mai wurde zum Teil kompensiert. Beim Betrachten der Teilindikatoren sind unterschiedliche Einschätzungen der gesamtwirtschaftlichen Erwartung und der eigenen Situation zu erkennen.

    Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung schätzen die Befragten als schlecht ein. Die persönliche Situation dagegen wird positiver beurteilt als zuletzt. Vor dem Hintergrund einer anhaltend hohen Einkommenserwartung steigt die Anschaffungsneigung, die Sparneigung geht zurück. Damit dürfte der private Konsum zumindest in den kommenden Monaten die zentrale Stütze der deutschen Konjunktur bleiben.

    Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren.

    red

    (DTZ 25/19)

  • „Ganzheitliches Produkterlebnis“

    GRÄFELFING // Philip Morris vertreibt einen großen Teil seiner Tabakerhitzer Iqos über eigene Geschäfte, sogenannte Boutiquen. DTZ sprach mit Christian Saffer, zuständig für den Verkauf risikoreduzierter Produkte über den Einzelhandel und verantwortlich für die Iqos-Stores.


    Herr Saffer, wie sieht Ihre weitere Store-Planung für Deutschland aus?

    Christian Saffer: Unsere zukünftigen Pläne können wir natürlich nicht verraten. In größeren Städten könnten aber noch ein paar kleinere Iqos-Store-Formate zu den bereits vorhandenen Boutiquen dazu kommen. Abgesehen von diesen kleineren Formaten werden wir unseren lange gehegten Wunsch, mit einer großen Iqos-Boutique auf der Frankfurter Zeil präsent zu sein, im Herbst 2019 endlich realisieren.


    Wie wichtig ist der Fachhandel für Sie?

    Saffer: Der Fachhandel hat für uns nach wie vor eine immense Bedeutung. Unsere eigenen Iqos-Retail-Formate sehen wir deshalb komplementär zum Fachhandel. Mit unseren Boutiquen und Stores schaffen wir in den Ballungszentren in Toplagen einen Anlaufpunkt für Konsumenten, an denen sie in Ruhe das für sie in der Regel unbekannte Produkt Iqos in all seinen Dimensionen erleben können.

    Wie müssen wir uns das vorstellen?
    Saffer: Wir nehmen uns bewusst Zeit, das Produkt in Ruhe zu erklären und bieten natürlich an, Iqos und die verschiedenen Heets-Varianten unverbindlich zu testen. Ein solches „Erstgespräch“ mit einem potenziellen Konsumenten dauert meist mehr als 30 Minuten. Im Vordergrund steht dabei klar die Beratung, nicht der Verkaufsabschluss. Diesen enormen zeitlichen, personellen und wirtschaftlichen Aufwand kann in der Regel nicht jeder Fachhändler leisten.

    Was ist denn dabei das wichtigste Ziel?
    Saffer: Die Produkt-Experience. Wo der Kunde letztlich das Produkt und die dazugehörigen Heets kauft, ist für uns sekundär. Mit der extrem wichtigen Verfügbarkeit von Iqos und Heets leistet der Fachhandel einen enormen Beitrag zur Nachversorgung innerhalb der Zielgruppe.

    Welches Angebot finden die Kunden im Store beziehungsweise im Fachgeschäft vor?
    Saffer: Bei rund 1000 ausgewählten Tabakfachhändlern und Tankstellen steht die Verfügbarkeit der Geräte und der dazugehörigen Heets im Vordergrund. Die Heets werden außerdem flächendeckend in über 15 000 Geschäften sowie im Supermarkt angeboten.


    Was für ein Gefühl wollen Sie beim Konsumenten wecken?

    Saffer: Bei der Einrichtung unserer Boutiquen und Stores legen wir großen Wert auf hochwertige und von der Natur inspirierte Materialien. Unser minimalistisches Design mit simplen und eleganten Formen stellt das Produkt in den Vordergrund. Damit schaffen wir die Basis für ein ganzheitliches Produkt- und Markenerlebnis.


    Und der Service?

    Saffer: Über das bereits erläuterte Beratungsgespräch hinaus erhalten Konsumenten Informationen zur Funktionsweise von Iqos und den daraus resultierenden Vorteilen. Mit den zahlreichen Accessoires und Möglichkeiten der Individualisierung zeigen wir außerdem die Dimension der Iqos-Welt. Unser offenes Konzept bietet außerdem die Möglichkeit, sich bei einem Kaffee mit anderen Iqos-Konsumenten auszutauschen. Zu guter Letzt: unser Kundenservice, wenn es etwa um technischen Support, das Reinigen des Gerätes oder schlicht die Frage nach dem Weg zum nächsten Fachhändler geht. Jeder Verbraucher soll sich bei uns mit seinem Anliegen wohlfühlen.

    kes

    (DTZ 25/19)

  • Freude für den Fiskus

    MAINZ // Bundesfinanzminister Olaf Scholz (Bild) freut sich über steigende Tabaksteuereinnahmen. Zwar fiel das Plus mit 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat im Mai geringer aus als im April (plus 16,1 Prozent) und im März (plus 18,9 Prozent). Dennoch erwies sich der Mai mit einem absoluten Aufkommen von fast 1,333 Milliarden Euro als besonders ertragreich.

    Besonders gut entwickelte sich nach einem sehr schwachen Januar (minus 37,6 Prozent) das Segment Zigarette, in dem die Konsumenten im Wonnemonat gut 1,137 Milliarden Euro Tabaksteuer zahlten. Das waren zwar nur 2,9 Prozent mehr als im Vergleichsmonat 2018; mit dem sehr erfreulichen März (plus 22,5 Prozent) und dem kaum weniger starken April (plus 16,1 Prozent) ist der Rückgang zum Jahresauftakt jedoch bereits mehr als ausgeglichen.

    Gegen den Trend schwächelten Zigarren und Zigarillos. Das Steueraufkommen beim Feinschnitt zeigt sich mittlerweile wieder sehr positiv. Und beim Pfeifentabak steigt das Steueraufkommen seit Jahresbeginn kontinuierlich – im März sogar mit 107,7 Prozent. Allerdings ist die Statistik hier durch Shisha-Tabak verfälscht.

    Der vorlaufende Indikator „Netto-Bezug von Steuerzeichen“ deutet zudem auf einen weiteren Aufwärtstrend mit schwächerer Dynamik hin.

    red

    (DTZ 25/19)

  • Neuwahlen beim BdZ

    BERLIN // Auf seiner Mitgliederversammlung am 29. Mai hat der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) einen neuen Vorstand gewählt.

    Nach langjähriger Mitarbeit sind Gerd Schäfers (Dannemann) und Philipp Schuster (August Schuster) aus dem BdZ-Vorstand ausgeschieden. Neu gewählt wurden Gregor Meier-Pohlmann (Dannemann) und Annemarie Schuster (August Schuster). Als Vorsitzender des BdZ wurde Peter Wörmann (Woermann Cigars) bestätigt, sein Stellvertreter ist Gregor Meier-Pohlmann. Weitere Mitglieder des BdZ-Vorstandes sind Rainer Göhner (Arnold André), Mark Hofmann (Agio) und Olaf Ruf (Davidoff).

    vi

    (DTZ 24/19)

  • „Differenzierung nötig“

    GRÄFELFING // „Nächste Marke geknackt: 20.000 Unterschriften für #vapingisnottobacco gesammelt“, freut sich das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG). Nun meldet sich dazu Philip Morris zu Wort: Die europäische Initiative „Vaping is not Tobacco“ greife mit der Forderung, E-Zigaretten anders zu regulieren als Tabakprodukte zu kurz.

    Zwar müsse sich die Regulierung von Tabakerzeugnissen an den mit ihnen verbundenen Risiken orientieren. Allerdings sei das Unternehmen der Auffassung, dass es in diesem Zusammenhang nicht um die Frage „Tabak oder kein Tabak“ gehe.

    Rauchern müssten Wege weg von der Zigarette aufgezeigt werden, indem ihnen potenziell risikoreduzierte Alternativen angeboten würden. Daher solle etwa Werbung Raucher ermutigen, auf schadstoffreduzierte Alternativen umzusteigen. Dazu zählten auch Tabakerhitzer wie Iqos.

    Die Regulierung von Tabak- und nikotinhaltigen Produkten müsse sich an den mit ihnen verbundenen Risiken orientieren. Dafür sei eine Differenzierung zwischen erwiesenermaßen deutlich schadstoffreduzierten E-Zigaretten und Tabakerhitzern einerseits und brennbaren Tabakprodukten anderseits notwendig.

    pi

    (DTZ 24/19)