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  • „Hoffen auf Planungssicherheit“

    MÖNCHENGLADBACH // Seit 2011 lenken Michael Reisen und Paul Heinen als Vorsitzende die Geschicke des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA). Der BDTA vertritt die gemeinsamen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Interessen des Tabakwaren-Großhandels sowie des Zigarettenautomaten aufstellenden Handels in Deutschland. DTZ sprach mit Reisen und Heinen über die Situation der Branche – insbesondere über die Aussichten für die Zukunft.

    Herr Dr. Reisen, wie groß ist der BDTA eigentlich?
    Michael Reisen: Uns sind 100 Unternehmen – meist mittelständisch strukturierte und inhabergeführte Betriebe mit rund 10.000 Beschäftigten – angeschlossen. Unsere Mitgliedsbetriebe vertreiben alle in Deutschland herstellerseitig gelisteten Tabakerzeugnisse, als Randsortiment auch Kaffee, Süßwaren, alkoholische Getränke und Hygieneartikel. Zu den belieferten Kunden zählen Tabakwaren-Facheinzelhandelsgeschäfte, Kioske sowie Tankstellen. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 95.000 stationäre Verkaufspunkte für Tabakwaren und knapp 280.000 Zigarettenautomaten.

    Sie sind im Rahmen Ihrer Mitgliederversammlung in Dortmund wieder zu Vorsitzenden gewählt worden. Wie war dieses persönliche Zusammentreffen nach Corona-bedingter Pause?
    Paul Heinen: Es war ein großer Fortschritt, dass wir uns endlich wieder im Kreise unserer Mitglieder und anderen Stakeholder von Angesicht zu Angesicht austauschen konnten. In so einem Rahmen kann man viel besser Gedanken ansprechen, die über die Formalien einer Vorstandssitzung, einer Unternehmertagung oder einer Mitgliederversammlung hinausgehen. Uns und unseren Mitgliedern galt der ‚Kameradschaftsabend‘ schon immer als eine wichtige Komponente der Jahrestagung. Wir sind froh darüber, dass wir unseren inneren Optimismus behalten haben und in Dortmund die virtuelle Welt für die zwei Tage verlassen konnten.

    Reisen: Auch die satzungspflichtigen Versammlungen selbst waren erfolgreich. Im Rahmen unserer Mitgliederversammlung konnte beispielsweise nicht nur unsere Wiederwahl bestätigt werden, sondern auch der Vorstand für die Amtszeit 2021 bis 2023 gewählt werden. An dieser Stelle möchte ich mich bei den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern Stephan Schmachtenberg, Otto Ilbertz Tabakwaren, und Daniel Ludwig von Willi Weber ganz herzlich für ihre erfolgreiche Zeit im BDTA-Vorstand bedanken.


    Es gibt aber auch zwei neue Vorstandsmitglieder.

    Reisen:Genau, Menas Wolf von Wolf Tabakwaren und Maximilian Zehfuß von Willi Weber. Die beiden haben mit ihren 34 beziehungsweise 31 Jahren unseren Vorstandskreis erheblich verjüngt, sodass wir mit einem Durchschnittsalter von rund 49 Jahren eine optimale Mischung aus Erfahrung, Kompetenz und Weitsicht geschaffen haben. Wir sehen uns für die kommenden Herausforderungen gut aufgestellt.

    Von welchen Herausforderungen sprechen Sie konkret?
    Reisen: Auch unsere Branche ist von den Folgen der Corona-Krise nicht verschont geblieben. Durch die monatelang geschlossenen Gaststätten und Restaurants ist der Gesamtumsatz an Innenautomaten erheblich gesunken. Mit den aus unserer Sicht vernünftigen Alternativen zur Eindämmung der Pandemie und den damit einhergehenden Lockerungen bieten sich unseren Mitgliedsunternehmen wieder Möglichkeiten zu gesunden. Es sei aber auch zu erwähnen, dass sich der Automat, insbesondere der Außenautomat, in der Pandemie als beständiges Warenversorgungssystem herauskristallisiert hat, das Menschen ohne Infektionsrisiko nutzen konnten. Der Warenautomat bewies einmal mehr – nicht nur in der Versorgung von Tabakwaren – seine Daseinsberechtigung.
    Heinen: Es hat sich bekanntlich der gesellschaftliche Konsens herausgebildet, dass Tabakprodukte wegen der ihrem Genuss inhärenten gesundheitlichen Risiken kontrolliert und reguliert werden müssen, ins-besondere dass keine Abgabe von Tabakprodukten an nicht Volljährige erfolgen darf. Das Thema Jugendschutz nimmt der BDTA ernst. Zwischen 2004 und 2009 haben unsere Mitgliedsunternehmen mit einem Aufwand von mehr als 300 Millionen Euro den technischen Jugendschutz am Zigarettenautomaten realisiert. Derzeit arbeiten wir – gemeinsam mit der Deutschen Kreditwirtschaft – am Rollout der nächsten Generation, die Altersverifikation und Zahlung anhand der kontogebundenen Bankkarte in einem Online-Verfahren vornimmt. Damit treiben wir nicht nur den technischen Fortschritt am Automaten voran, sondern garantieren fortwährend den Jugendschutz und verbessern gleichzeitig die Abwicklung des Kaufs am Warenautomaten.

    Welche Erkenntnisse haben Sie persönlich aus der Pandemie gezogen?
    Reisen: In erster Linie sind die persönlichen Kontakte, insbesondere diejenigen zur Branche, durch keine digitalisierte Kommunikation zu ersetzen. Wir anerkennen, dass das Homeoffice mit Maß und Vernunft durchaus seine Vorteile bietet und nicht seinem kritischen Ruf vor der Pandemie gerecht wird. Weiter können einige Termine über die bekannten Online-Dienstleister unkompliziert gehalten werden.

    Da klingt ein Aber mit …
    Reisen: Ja, das Problem ist auf lange Sicht der Ausbau des eigenen Netzwerkes. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass bereits bestehende Kontakte ohne Weiteres gepflegt werden können, der Aufbau neuer Kontakte allerdings sehr schwierig erscheint.

    Heinen: Außerdem sind Fachkräfte nicht nur vor der Pandemie schwierig zu finden gewesen, sondern bleiben auch weiterhin eine Rarität auf dem Arbeitsmarkt. Dies betrifft freilich auch andere Branchen; wir aus unserer Sicht können allerdings festhalten, dass die Beschaffung neuen Personals in den für uns relevanten Bereichen trotz des allgemeinen Beschäftigungswachstums in Deutschland eine pandemieunabhängige Problematik ist und bleibt.

    Kommen wir zu einem anderen Thema: Wie gehen Sie mit den immer beliebteren Großpackungen um?
    Heinen: Dieser Trend ließ sich schon vor Jahren im Bereich der OTP, besonders bei Feinschnitt, beobachten, die heute in Tabakeimern über die Ladentheke gehen. Dieses Phänomen hat die Industrie mittlerweile auf die Zigarette übertragen. In den Niederlanden gibt es bereits höchst praxisnahe Zigarettenpackungen mit 92 Zigaretten. (lacht). Das ist eine fragwürdige Entwicklung im Bereich der Packungsgestaltung und -menge. Aufgrund der Besteuerungssystematik für Tabakwaren ist dies nichts weiter als eine Preisermäßigung durch die Hintertür.
    Reisen: Dabei darf man auch nicht vergessen, vor welche flächenmäßigen Herausforderungen die Einzelhandelskollegen durch die Größe und Vielzahl an Packungsvarianten gestellt werden.


    Die Industrie stellt den Handel vor Herausforderungen. Aber auch von politischer Seite gibt es Maßnahmen, mit denen die Branche zurechtkommen muss. Wie bewerten Sie in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der Bundestagswahl?

    Heinen: Lassen Sie mich zunächst auf die gesetzlichen Errungenschaften der vergangenen Großen Koalition in diesem Jahr eingehen. Zum einen sahen wir uns auf Verbandsebene mit dem Gesetzesentwurf zur Tabaksteuermodernisierung konfrontiert. Dieses Gesetz stellt im Hinblick auf die klassischen Tabakprodukte eine Fortsetzung des erfolgreichen Modells aus dem Zeitraum von 2011 bis 2016 dar, das seine Vorteile für alle Stakeholder bereits unter Beweis gestellt hat. Mit der Fortführung eines solchen Steuermodells bleibt der Markt auch künftig von Verwerfungen verschont und Planungssicherheit und Vorhersehbarkeit bleiben bestehen. Der Aspekt der Planungssicherheit betrifft aber nicht nur Industrie und Handel, sondern gilt auch und insbesondere für die Verwaltung.

    Reisen: Im Hinblick auf die sogenannten „neuen“ Produkte wie Tabakerhitzer und E-Zigaretten sind wir jedoch der Auffassung, dass eine Besteuerung dieser Produktkategorien zwar grundsätzlich sinnvoll ist, aber eine solche Besteuerung moderat sein und erst im Zeitverlauf entwickelt werden sollte, um diesen Produktkategorien zu ermöglichen, ihre Marktfähigkeit zu erlangen. Die in den Jahren 2002 bis 2005 ambitioniert formulierten Ziele der Tabaksteuereinnahmen wurden aufgrund der unverhältnismäßigen Tabaksteuererhöhungen schon damals deutlich verfehlt und gelten als Mahnmal einer wirkungslosen Steuerpolitik.


    Was hätte die Politik besser machen können?

    Reisen: Sie hätte im Bereich der neuen Produkte gerade dieses negative Beispiel berücksichtigen sollen. Es besteht nun die Gefahr, dass diese Produktkategorien mit Blick auf eine „Tobacco Harm Reduction“ im Umgang mit dem Rauchen als sinnvolle Ergänzungen wegfallen könnten.
    Heinen: Außerdem bereitet uns Mittelständlern das kommende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz einigen Kummer. Zum Verständnis: In Deutschland ansässige Unternehmen werden ab einer bestimmten Größe verpflichtet, ihrer Verantwortung in der Lieferkette in Bezug auf die Achtung international anerkannter Menschenrechte besser nachzukommen. Wir begrüßen durchaus den Leitgedanken des Gesetzes, dass der Intransparenz und der oft mangelhaften Durchsetzung von Menschenrechten in den Lieferketten entgegengewirkt werden soll.

    Aber?
    Heinen: Das Problem für den Mittelstand liegt in der mittelbaren Betroffenheit durch Zulieferfunktionen bei großen Betrieben mit 3000 respektive 1000 Beschäftigten in Folge der im Gesetzestext verankerten Vereinbarung von Weitergabeklauseln. An dieser Stelle wird sich nicht ausnahmsweise, sondern in der Regel für ein kleines oder mittleres Unternehmen die Frage stellen, ob es nicht betriebswirtschaftlich sinnvoller ist, das Geschäft nicht zu machen.
    Reisen: Dieses Gesetz ist in der Theorie gut gedacht, in der praktischen Ausarbeitung allerdings schlecht gemacht. Wir haben hier ein weiteres Beispiel für Regulierung, die den Mittelstand benachteiligt und die Großen begünstigt. Ein allenfalls symbolpolitischer Fortschritt wird bezahlt mit dem Verlust hochwertiger Arbeitsplätze im deutschen Mittelstand, ohne an einem der im Gesetzestext genannten, zweifellos beklagenswerten Missstände auf der Welt auch nur einen Funken zu ändern.


    Zurück zu Ihrer Bewertung der Bundestagswahlen. Was wünschen Sie sich von der neuen Regierung?

    Reisen: In erster Linie muss gerade wegen der Auswirkungen der Pandemie auf das sensible Gefüge unserer Wirtschaft der Mittelstand entlastet werden. Obskure Ideen wie die mögliche Wiedereinführung einer Vermögenssteuer wirken nicht förderlich auf eine zu reaktivierende Wirtschaft in Deutschland. Gerade in Zeiten, in denen unsere mittelständischen Unternehmen keinen garantierten Gewinn erzielen, aber ihr vorhandenes Vermögen dennoch zu einer steuerlichen Zahlungsverpflichtung führt, würde dies zu vermehrten Firmenpleiten führen. Ökonomische Vernunft und politische Klugheit sprechen schlicht gegen eine Reaktivierung der Vermögensteuer.

    Herr Reisen, Herr Heinen, ich bedanke mich für das Gespräch.

    max

  • „Es war noch nie so einfach“

    MÜNCHEN // Das Umstellen von Zigarettenautomaten auf kontaktloses Bezahlen ist inzwischen ein wichtiger Aspekt. Das sieht auch Huissel-Tabak-Geschäftsführer Stefan Huissel so.

    Warum setzen Sie am Automaten auf die Girocard?
    Stefan Huissel: Innovation hat bei Huissel Tradition. So waren wir beispielsweise Vorreiter bei der Einführung von Telemetrielösungen an Automaten und sind bis heute einer der wenigen, die diese Technologie zur Ferndiagnose flächendeckend an allen Außenautomaten einsetzen. Insofern standen wir der Idee, unseren Kunden eine weitere – und auch sehr einfache – Bezahlmöglichkeit an unseren Automaten zu geben, von Anfang an sehr positiv gegenüber.


    Warum haben Sie zahlreiche Automaten bereits auf „Topp“, also baulich kompakte „Terminals ohne Pin-Pad und Kartenschlitz“, umgerüstet?

    Huissel: Der Zigarettenautomat steht im Wettbewerb mit anderen Verkaufsstellen. Durch den Einsatz von „Topp“ erreichen wir unser Ziel, Kunden ein komfortables und einfaches Kauferlebnis am Automaten zu bieten. Ein zentraler Punkt dabei ist, dass die Altersverifikation in den Bezahlvorgang integriert ist. Es war noch nie so einfach, schnell und sicher am Automaten seine Zigaretten oder NGPs zu kaufen. Karte drauf – und Packung raus. Ganz ohne Kleingeld, ohne Pin, aber trotzdem sicher. Zudem bietet das Verfahren auch uns einige zentrale Vorteile. Erstens sinkt der Aufwand für die Bargeldlogistik mit wachsender Akzeptanz. Zweitens ist für uns als Händlerkunde das Girocard-System ein sehr sicheres Verfahren. Und drittens reduzieren geringere Bargeldbestände das Risiko von Einbruch und Diebstahl an unseren Automaten. Zu guter Letzt ist das Kontaktlos-Terminal mit NFC-Technik für uns die Grundlage für weitere Anwendungen wie das Bezahlen mit dem Mobiltelefon. Hier arbeitet der BDTA mit der Deutschen Kreditwirtschaft mit Hochdruck daran, dass die Altersverifikation auch mit der digitalen Girocard im Smartphone funktioniert. Das wird in naher Zukunft den Kunden noch mehr Komfort bieten.

    Wie sind Ihre Erfahrungen – was läuft gut, was kann besser laufen?
    Huissel: Wir haben in den vergangenen 18 Monaten rund 1800 Automaten mit Kontaktlos-Terminals ausgerüstet. Die Erfahrungen sind in allen Belangen als überaus positiv. Die Akzeptanz seitens der Käufer manifestiert sich dadurch, dass bereits nach kurzer Zeit der Anteil bargeldloser Girocard-Transaktionen an unseren Automaten rund 40 Prozent beträgt. Bei den Absatzstellen mit Topp lässt sich die Tendenz erkennen, dass Käufer von Tabakprodukten von anderen Handelskanälen wieder vermehrt den Zigarettenautomaten als Einkaufsstätte nutzen. Bei nahezu allen Absatzstellen haben wir eine positive Umsatzentwicklung. Allerdings darf man nicht verschweigen, dass diese neue Lösung neben den Hardware-Kosten für die Terminals weitere Kosten in Form von Gebühren für den Automatenaufsteller mit sich bringt. Bei den engen Margen in unserem Gewerbe keine einfache Sache.


    Wie ist Ihre Planung mit Blick auf Terminals ohne Pin-Pad für die Zukunft?

    Huissel: Unser Ziel ist es, bis Ende nächsten Jahres den kompletten Außenautomatenpark mit Topp auszurüsten. Darüber hinaus werden auch hochfrequentierte Innenstandorte mit diesem NFC-fähigen Topp ausgestattet.


    Wie kommt das bei Ihren Kunden an?

    Huissel: Das Angebot an unseren Automaten auch bargeldlos mit der Girocard zu bezahlen, wird von unseren Kunden sehr positiv aufgenommen. Dies zeigt sich nicht nur durch den hohen Anteil an Kartenzahlungen innerhalb kurzer Zeit. Uns erreichen positive Schilderungen von Kauferlebnissen via Telefon und Mail. Oft gebraucht im Zusammenhang mit dem Kaufvorgang werden Adjektive, zum Beispiel „smart, schnell, easy“.

    red

  • „Relativ gut durch die Krise“

    BREMEN // Der Fachverband Tabakwaren, Presse und Toto-Lotto Bremen führte seine Jahreshauptversammlung durch. Der 1.  Vorsitzende Dirk Quade begrüßte neben den Mitgliedern auch den Ehrenvorsitzenden Harry Bollmann, den ehemaligen Geschäftsführer Horst Laue und den Vertriebsleiter Bremer Toto und Lotto, Marcus Büher.

    In seinem Bericht dankte Dirk Quade den Vorstands- und Arbeitsgruppenkollegen für die 2020 geleistete Arbeit. „Das vergangene Jahr war nicht nur das Jahr der Pandemie, sondern hat von uns allen privat und geschäftlich viel gefordert. Die Umgestaltung der Geschäfte und die Hygienevorschriften der Behörden verkaufsgerecht und umsatzfördernd umzusetzen war eine Herausforderung. Im März 2020 konnten wir vor dem ersten Lockdown noch unsere Jahreshauptversammlung durchführen. Kurz vor dem Lockdown war der Verband, mit Unterstützung der Bremer Lotto und Toto-Gesellschaft, aktiv daran beteiligt mit der Politik einen Weg zu finden, dass wir unsere Geschäfte offenhalten konnten, was in Bremen auch gelang.


    Lockdown im Weihnachtsgeschäft

    Der Verband konnte danach keine Treffen mit der Lottogesellschaft, PSN oder der BSAG wahrnehmen, aber die zuständigen Verbandskollegen für diese Sektionen waren ständig mit den Vertriebspartnern in Gesprächen. Mitten im Weihnachtsgeschäft hat dann alle der harte Lockdown getroffen. Mit Blick auf das politische Geschehen muss der Verband die fehlende Klarheit und Durchsetzung der Beschlüsse beanstanden, die auf Sitzungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten zustande kamen. Schon am nächsten Tag wurde von einzelnen Ländern davon abgewichen. Das unverständliche Vorgehen führte zu Irritationen bei den Kunden und im Handel. (…) Abschließend sei zu erwähnen, dass die Tabakbranche zum größten Teiul gut durch die Krise gekommen ist“, berichtete Quade.

    Finanzielle Lage
    Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde den Mitgliedern durch den Kassenwart Rüdiger Roselius die finanzielle Lage des Verbandes erläutert und das Budget für 2021 vorgestellt. Fazit daraus ist, dass der Fachverband finanziell gut dasteht und für 2022 keine Beitragserhöhung geplant ist. Bei den anstehenden Wahlen wurden ein neuer Schriftführer (Ulf Nehlsen) und Kassenprüfer gewählt sowie der 2. Vorsitzende Uwe Kennecke und der Ehrenvorsitzende Harry Bollmann in ihren Ämtern bestätigt.

    Marcus Büher, Vertriebsleiter von Bremer Toto und Lotto, schaute ebenfalls noch einmal zurück und gab im Anschluss einen Ausblick auf verschiedene Aktivitäten und Neuerungen – unter anderem die Installation eines neuen Terminalsystems 2022. Auch informierte er die Anwesenden über die anstehenden Veränderungen beim Eurojackpot und sprach über neue Rubellottoserien für Bremen. Dabei betonte Büher die gute partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Annahmestellen.

    vi

  • Neuwahlen beim BDTA

    KÖLN // Nachdem der Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) seine Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr noch in Folge der Corona-Restriktionen in virtueller Form abgehalten hatte, fanden sich die Mitglieder des Verbandes in diesem Jahr am 15. September persönlich in Dortmund zusammen.

    Vorstand für die Amtszeit 2021 bis 2023
    Mit Blick auf die in diesem Jahr erforderlichen Vorstandswahl nach Paragraf 11 der BDTA-Satzung wählten die Mitglieder den folgenden Vorstand für die Amtszeit 2021 bis 2023: Demnach ist Michael Reisen (Hall Tabakwaren, Mönchengladbach) 1. Vorsitzender, Paul Heinen stellvertretender Vorsitzender sowie Oliver Gengenbach (Karl Gengenbach, Schwäbisch Hall) Schatzmeister; Vorstandsmitglieder sind Maximilian Carle (Dietz, Leingarten), Mario Consentino (Tabakwaren Union Barkow, Bad Nenndorf) Oliver Gengenbach (Karl Gengenbach, Schwäbisch Hall), Alexander Glasschröder (Zigaretten Glasschröder, Deggendorf), Stefan Huissel (Huissel Tabak, Nufringen), Rikus Kolster (Lekkerland, Frechen), Rudolf Ostermeier (Ostermeier, Ottobrunn), Stefan Schöner (Franz Schöner, Weiden), Maximilian Zehfuß (Willi Weber, Dieburg) und Menas Wolf (Wolf Tabakwaren, Gerolzhofen). Ehrenvorsitzender des BDTA ist Erich Spengler.

    Nicht erneut für den Vorstand kandidiert hatten Daniel Ludwig, (Willi Weber, Dieburg) und Stephan Schmachtenberg (Otto Ilbertz Tabakwaren, Neuss) die dem Vorstand seit 2009 beziehungsweise seit 2005 angehört hatten. Die Mitgliederversammlung 2022 wird am Donnerstag, den 28. April, stattfinden – dann wieder in Dresden.


    vi

  • Marketing verbieten

    NEW YORK // Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Bericht zu neuartigen Tabakprodukten veröffentlicht. In dem Report empfiehlt die WHO unter anderem,
    die strengsten Vorschriften auf Tabakerhitzer anzuwenden,

    [bul]allen Herstellern zu verbieten, Behauptungen über einen geringeren Schaden von Tabakerhitzern im Vergleich zu anderen Produkten aufzustellen,
    [bul]von Tabakherstellern das Offenlegen aller Produktinformationen zu verlangen,
    [bul]sich auf unabhängige Daten zu gesundheitlichen Auswirkungen des Konsums erhitzter Tabakprodukte zu verlassen,
    [bul]sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit über die Risiken informiert ist,
    [bul]die kommerzielle Vermarktung von E-Zigaretten und Tabakerhitzern zu verbieten – einschließlich in sozialen Medien sowie
    [bul]den Verkauf von E-Zigaretten zu verbieten, bei denen der Benutzer die Gerätefunktionen und flüssigen Inhaltsstoffe kontrollieren kann.

    red

  • Wählen gehen

    BERLIN // Auf allen Digital-Signage-Bildschirmen in den Geschäften der Unternehmensgruppe Dr. Eckert wird ab sofort zur Beteiligung an der Bundestagswahl am kommenden Sonntag aufgerufen. „Bundestagswahl 2021. Mitgestalten. Wählen gehen.“ lautet die Botschaft, die die Kunden der rund 240 Filialen, darunter viele Bahnhofsbuchhandlungen, mehrmals täglich wahrnehmen werden.

    „Freie Wahlen sind die Basis unserer Grundordnung“
    „Wir haben schon zur Europawahl vor zwei Jahren einen ähnlichen Spot via Digital Signage geschaltet. Freie Wahlen sind die Basis unserer Grundordnung. Die repräsentative Demokratie lebt von der Beteiligung möglichst vieler Bürger. Jedermann kann hierzulande an politischen Debatten und Meinungsbildung teilhaben. Da ist gerade die Bundestagswahl ein wichtiger Bestandteil“, betont Geschäftsführer Torsten Löffler.

    pi

  • „Wie ist Ihr Impfstatus?“

    BERLIN // Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert weitergehende Rechte in Bezug auf die Corona-Impfung.

    Der Gesetzgeber habe das generelle Fragerecht für Arbeitgeber nach dem Impfstatus ihrer Beschäftigten bislang nur für bestimmte Einrichtungen wie etwa Schulen, Kitas und Pflegeheime geregelt, teilt der HDE mit. „Das ist aus unserer Sicht noch nicht ausreichend“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Um die Corona-Pandemie effektiv bekämpfen zu können, brauche es vielmehr ein generelles Fragrecht für alle Arbeitgeber – unabhängig vom Wirtschaftsbereich. „Es passt nicht zusammen, wenn die Arbeitgeber gesetzlich mittlerweile verpflichtet sind, ihr Personal für die Impfung von der Arbeit freizustellen, man als Firmenchef aber anschließend nicht erfahren darf, ob die Impfung tatsächlich erfolgreich durchgeführt wurde“, betont Genth.


    Infektionsschutz der Beschäftigten und Kunden

    Das Fragerecht würde den Arbeitgebern enorm helfen, um den Infektionsschutz der Beschäftigten und Kunden im Einzelhandel weiter zu verbessern. „Am Ende nützt das allen Beteiligten. Außerdem wäre das Fragerecht natürlich für die Dauer der epidemischen Lage befristet“, führt Genth aus.

    Völlig paradox werde es, wenn etwa im Nonfood-Handel in einzelnen Bundesländern bei einer hohen Hospitalisierungsrate am Eingang zwar die Kunden nach ihrem Impfstatus befragt werden müssten, der Status der eigenen Beschäftigten jedoch weiter unbekannt ist. „Das ist doch offenkundig nicht zu Ende gedacht. Die Bundesregierung ist hier gefordert und sollte trotz Bundestagswahl schleunigst nachbessern“, meint Genth.


    „Leben statt Lockdown“

    Die Handelsunternehmen haben laut HDE ein großes Eigeninteresse an der Gesundheit ihrer Beschäftigten und Kunden. Der Verband hatte sich als einer der ersten Verbände für das Recht zur Impfung durch Betriebsärzte ausgesprochen. Die großen Handelskonzerne bieten ihren Beschäftigten Impfungen regelmäßig durch eigene Betriebsärzte oder durch überbetriebliche Betriebsarztdienste an und bewerben diese aktiv. Der HDE hat zudem unlängst zusammen mit namhaften Handelsfirmen die Impfkampagne[link|http://www.leben-statt-lockdown.de] „Leben statt Lockdown“[/link] gestartet.

    Unterdessen haben sich die Länder mit dem Bund darauf geeinigt, dass die meisten Nicht-Geimpften bei angeordneter Quarantäne spätestens ab 1. November keine Lohnfortzahlung mehr bekommen sollen.

    vi

  • InterTabac Stars 2021

    MAINZ // Ab sofort können Sie die [link|https://t1p.de/lg1h]InterTabac-Stars 2021[/link] online wählen.

    In den vergangenen DTZ-Printausgaben hat die Redaktion Ihnen verschiedene Produkte vorgestellt, die wir für besonders interessant halten. Jetzt liegt es an Ihnen, Ihre Stimme abzugeben. Da wir in diesem Jahr keine Stimmkarten auf der Messe ausgeben können, findet die Wahl ausnahmsweise virtuell statt. Öffnen Sie dazu in einem Browser (Firefox, Chrome etc.) diesen [link|https://t1p.de/lg1h]Internet-Link[/link].

    Umfrage starten
    Starten Sie die Umfrage durch Klick auf den hervorgehobenen Button. Bitte machen Sie einige wenige Angaben zu Ihrer Person. Nun finden Sie die nach Kategorien sortierten Seiten, auf denen Sie die Produkte auswählen können, die Sie für würdig befinden, den InterTabac-Star 2021 zu erhalten. Auf die nächste Seite gelangen sie stets durch Klick auf den Rechtspfeil. Eine Mehrfachauswahl ist auf allen Kategorie-Seiten möglich. Auf der letzten Kategorie-Seite schließen Sie die Wahl durch Klick auf „Umfrage beenden“ ab.

    Die Seite bleibt bis einschließlich 3. Oktober 2021 freigeschaltet, so dass Sie in Ruhe Ihre Stimme abgeben können. Welche Unternehmen einen InterTabac-Star gewonnen haben, erfahren Sie in der DTZ-Ausgabe 41 vom 13. Oktober.

    red

  • „Zeit, nach vorne zu schauen“

    CHICAGO // Die Konsumgüterbranche trifft sich vom 5. bis zum 8.  Oktober zur „2021 NACS Show“ in Chicago. Die Messeveranstalter erwarten nach einem Jahr, das weltweit von der Corona-Pandemie geprägt wurde, wieder etwas Normalität und feiern bereits online die Rückkehr zur Präsenzveranstaltung.

    Auf der [link|http://www.nacsshow.com]NACS-Homepage[/link] werden Aussteller und Besucher mit großen Lettern begrüßt, und die Zeit bis zum Messestart am 5. Oktober auf die Sekunde genau heruntergezählt. Die Erwartungen sind hoch.

    Der Veranstalter, die „Association for Convenience & Fuel Retailing“ (ehemals National Association of Convenience Stores, kurz NACS), gibt sich zuversichtlich. Nach Monaten der Einschränkungen sei die Zeit reif für einen Live-Event im Mc Cormick Place, einem der größten Kongresszentren in den Vereinigten Staaten. „Jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu schauen. Auf der NACS Show 2021 treffen wir uns, um gemeinsam innovative Ideen auszutauschen, Probleme zu lösen und neue Chancen zu ergreifen“, schreibt der Verband – gemäß dem Credo: „Change is fast. Let’s move faster!“ (Der Wandel ist schnell. Lassen Sie uns schneller vorankommen).

    Tabakbranche zeit Päsenz
    Vor dem Hintergrund der Pandemie geschieht das natürlich mit entsprechenden Hygienevorgaben: „Auf einer Ausstellungsfläche von 420 000 Quadratmetern haben wir alles unternommen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten“, informiert der Verband. Entsprechend seien Besprechungs- und Schulungsräume, Workshops und öffentliche Flächen auf dem Messegelände zum Zeitpunkt der Veranstaltung gemäß den Corona-Vorgaben angepasst. Darunter fallen auch die von den Behörden verordnete Maskenpflicht und die Desinfektion stark frequentierter Räume. Darüber hinaus empfiehlt die NACS allen Teilnehmern, sich gegen Corona impfen zu lassen. Der Aufwand lohne sich. Mit dabei in Chicago sind auch die Konzerne der US-Konsumgüter- und der Tabakbranche inklusive ihrer Neuheiten: General Mills, Campbell‘s, Coca-Cola Company, Altria, Japan Tobacco International, ITG Brands und R. J.  Reynolds zeigen vier Tage Präsenz. Chicago sei eine perfekte Kommunikation-Plattform für den Informationsaustausch, für Diskussionen und vor allem, um neue Kontakten zu knüpfen.

    Der Event werde nicht nur die US-Handelslandschaft beeinflussen, kündigt der Handelsverband auch den parallel stattfindenden Kongress an. Ein Rückblick der vergangenen Monate zeige , dass das gemeinsame Ziel der Branche sein müsse, die Handelslandschaft in eine immer stärker kundenorientierte Zukunft zu führen, betont der NACS.

    kes

  • Ergänzung zur InterTabac

    MAINZ / DORTMUND // Die Messe Dortmund hat die neue Plattform [link|https://t1p.de/r4fi]Business Insights[/link] für das Fachmesse-Duo InterTabac und InterSupply freigeschaltet. Die Plattform, auf der auch DTZ und Tobacco Journal International vertreten sind, bietet aktuelle Unternehmensinformationen, Produktinnovationen und Trends, Brancheneinblicke, Vorträge und News. Angelika Bauer, Projektleiterin des Messe-Duos, beantwortet Fragen zum neuen Angebot.


    Frau Bauer, was bieten die Business Insights?

    Angelika Bauer: Sie ergänzen das physische Messe-Duo in vielen Bereichen der Präsentation, Vernetzung und Informations- und Wissensvermittlung. Das Gesamtpaket der Messen in Dortmund und der kontinuierlich bespielten Online-Plattform bietet der Branche und Interessierten aktuelle und umfassende Insights. Die Business-Profile der Unternehmen und Marken bieten Kontaktmöglichkeiten, Produkt-News und Verlinkungen auf firmeneigene Webseiten und Produkt-Shops. Durch diese Präsenz erzielen die Firmen eine internationale Reichweite.


    Wo liegen die besonderen Stärken?

    Bauer: Der Companies-Bereich ist hervorzuheben, in dem sich die Unternehmen und Marken präsentieren. Hier zeigt sich die Branche mit eigenem Content, um einen möglichst umfassenden Einblick in das eigene Geschäft und zu neuen Produkten und Dienstleistungen zu geben. Als ganz besonderer Bonus ist hier der direkte Kontaktbereich zu nennen, in dem die Unternehmen ihre Produktmanager, Vertriebler, Einkäufer und Ansprechpartner platzieren können. Das bietet Interessenten eine direkte Kontaktmöglichkeit, ohne lange suchen zu müssen.

    Wie können Interessierte ein Company-Profil erstellen?
    Bauer: Alle Produktbeschreibungen und Trends, Fotos und Videos, Kontaktdaten und Ansprechpartner, Social-Media-Einbindungen und das Firmenprofil werden direkt und unkompliziert über ein entsprechendes Online-Formular zur eigenen Profilseite hochgeladen.

    Was gilt es zu beachten?
    Bauer: Damit Tabakindustrie und Handel von der Plattform bestmöglich profitieren, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt. Dieser Leitfaden gibt wichtige Hinweise zu Bildrechten, zum Tabakwerbeverbot oder zur Auswahl des passenden Designs und der entsprechenden Produktkategorien.


    Müssen sich Fachbesucher registrieren, ehe sie die Plattform nutzen können?

    Bauer: Nein, eine Registrierung ist nicht erforderlich.

    Welche Kosten fallen an?
    Bauer: Aussteller, die sich bereits für das Messe-Duo 2022 angemeldet haben, profitieren hier doppelt. Die entsprechende Medienpauschale für Business Insights ist bereits im Preis mitinbegriffen. Zudem bieten wir der Branche die Möglichkeit, von den Vorteilen unseres Komfort- oder Premiumpakets zu profitieren. Die weiteren Details dazu finden sich in den Anmeldeunterlagen. Für die Fachbesucher und Nutzer fallen beim Besuch der Business-Insights-Plattform natürlich keine Kosten an.

    red

    Für weitere Infos klicken Sie [link|https://t1p.de/r4fi]hier[/link]