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  • Inter-tabac Asia 2014 zieht nach Bali

    DORTMUND/NUSA DUA (DTZ/red). Die Inter-tabac Asia 2014 wird vom 27. bis 28. Februar 2014 im Bali Nusa Dua Convention Center im Süden der Insel Bali auf Indonesien stattfinden. Damit wechselt der Veranstalter, die Westfalenhallen Dortmund GmbH, nach zwei Jahren in Manila, der Haupstadt der Philippinen, den Standort.

    Die [link|http://www.inter-tabac-asia.de]Inter-tabac Asia [/link]soll Unternehmen aus der Tabakwarenbranche die Tür zum Wachstumsmarkt Asien öffnen, informieren die Westfalenhallen Dortmund GmbH. "Auf Bali steht dazu ein geeigneter und reizvoller Veranstaltungsort zur Verfügung", sagt Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos. "Dort können wir den Aussteller- und Besucherservice weiter verbessern."

    Hervorgegangen ist die Inter-tabac Asia aus der Inter-tabac Dortmund, die den Angaben zufolge ihre weltweite Position als Leitmesse der Tabakwarenbranche im September 2012 erneut mit Rekorden von 369 Ausstellern aus 45 Nationen un 8.601 Besuchern sowie einem Auslandsanteil von 36 Prozent weiter ausbauen konnte. Parallel zur Inter-tabac Asia wird erneut die Herstellermesse ProTobEx stattfinden, informiert der Veranstalter.

    Das Convention Center in Nusa Dua, 25 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Denpasar, wird vom 24. bis 26. September 2014 auch der Austragungsort für die World Tobacco Asia sein.

    (DTZ 24/13)

  • Bulgarien entlässt Polizeichefs wegen Zigarettenschmuggels

    SOFIA (DTZ/red). Die neue bulgarische Ministerpräsident Plamen Orescharski und seine sozialistische Regierung trennen sich Medienangaben zufolge von einigen ihrer Polizeichefs.

    Nach Medienberichten ist der ausufernde Handel mit Schmuggelzigaretten und die fehlende Verfolgung der illegalen Aktionen der Grund für diese Maßnahmen. Davon betroffen sind in Sofia Polizeichef Waleri Jordanow und in fünf seiner Kollegen in weiteren Regionen des Landes, die ihren Hut nehmen müssen.

    Der parteilose 53-jährige Orescharski war von den Sozialisten nominiert und am 29. Mai als Regierungschef bestätigt worden. Seine Regierung im ärmsten EU-Land ist den Angaben zufolge von der Duldung der rechtsextremen Partei Ataka (Angriff) abhängig.

    (DTZ 23/13)

  • E-Zigaretten auf dem Prüfstand

    PARIS (DTZ/red). Die französische Gesundheitsministerin Marisol Touraine plant die e-Zigaretten wie reguläre Zigaretten einzuordnen und entsprechende Einschränkungen durchzusetzen.

    Nach einem Bericht im Radiosende France Info plant Touraine ein Verbot der elektronischen Zigarette in öffentlichen Gebäuden und für Unter-18-Jährige. Sie kündigt an, dass in Frankreich künftig die gleichen Gesetze für die elektronischen und herkömmlichen Produkte gelten sollen. Darin eingeschlossen, ist auch ein Werbeverbot für die e-Zigarette.

    Zurzeit sind e-Zigaretten nicht vom öffentlichen Rauchverbot betroffen und können in Bars, öffentlichen Verkehrsmitteln und sogar Flugzeugen konsumiert werden.

    (DTZ 23/13)

  • Standards und Verbote

    DUBLIN (DTZ/red). Irland ist das erste Land in der Europäischen Union, das die standardisierte Einheitspackung, das so genannte Plain packaging für Tabakprodukte einführt, teilt die irische Regierung letzte Woche mit.

    Mit diesem Schritt verschwinden sämtliche Marken- und Firmenlogos von den Verpackungen, teilt Gesundheitsminister James Reilly mit. Irland ist damit nach Australien das zweite Land, das diesen radikalen Schritt geht. Bereits 2004 schrieb die Republik Anti-Tabak-Geschichte, als sie als erstes Land weltweit das Rauchen in geschlossenen öffentlichen Räumen, im öffentlichen Nahverkehr und am Arbeitsplatz untersagte.

    Das Plain packaging-Gesetz muss noch vom Parlament bestätigt werden, bevor es in Kraft tritt. Nach Medienberichten ist die Zustimmung allerdings eine reine Formsache.

    (DTZ 23/13)

  • Wirte planen Volksbegehren gegen NRW-Rauchverbot

    DÜSSELDORF (DTZ/red). Die Proteste gegen das strikte Rauchverbot in Nordrhein-Westfalen reißen nicht ab. Aktuell klagen etwa 10.000 Mitgliedsbetriebe des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) über Umsatzeinbußen.

    Die Wirte sammeln Medienberichten zufolge landesweit Unterschriften für ein Volksbegehren gegen das ungeliebte Gesetz. Am 15. Juni gehen sie gemeinsam auf die Straße und demonstrieren vor dem Landtag in Düsseldorf für eine Lockerung der Verordnung.

    Der Dehoga will die Aktion organisatorisch, allerdings nicht finanziell unterstützen, heißt es. Der Verband hält es eigenen Angaben zufolge für aussichtslos die erforderlichen eine Millionen Stimmen für ein erfolgreiches Volksbegehren zu sammeln.

    (DTZ 23/13)

  • Unterschätze Gefahren durch Schmuggel

    BERLIN (DTZ/pi). Die Diskussion zur künftigen Europäischen Staatsanwaltschaft ist voll im Gange. Für das Nachrichtenportal und Veranstalter EurActiv.de der richtige Zeitpunkt, in einem Workshop zu diskutieren, in welchen Bereichen Staat und Wirtschaft einen alljährliche Schaden von vielen Milliarden Euro erleiden: Schmuggel von Alkohol, Zigaretten und Luxusgütern; Produktpiraterie und Medikamententfälschungen; Missbrauch von TÜV- und anderen Siegeln sowie massiver Mehrwertsteuerbetrug.
    Wo immer hoher Profit bei geringem Risiko winkt, etabliert sich rasch die Organisierte Kriminalität: Eine Gefahr nicht nur für Individuen, sondern auch für die ganze EU.

    Von Staat zu Staat verschiedenVon Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat kommen Experten zu unterschiedlichen Lageeinschätzungen, und je nach Land sind andere Reaktionen und andere Gegenmaßnahmen erforderlich. Auch nach Branchen gelten verschiedene Faktoren. Beispiel Tabakindustrie: Von Staat zu Staat ist es unterschiedlich, wie der illegale Zigarettenhandel in den legalen eingebettet ist. Auch die gesellschaftliche Toleranz ist unterschiedlich, die Prioritäten im Strafverfolgungsdruck sind es, die latente Nachfrage der Endverbraucher nach billigen Zigaretten, wobei wiederum große regionale Unterschiede auch im Qualitätsbewusstsein auffallen. Fazit: Die Suche nach Lösungen erfordert sehr differenzierte Herangehensweisen.

    Vernachlässigte Bereiche
    Schmuggel und Fälschung von Zigaretten, aber auch Alkohol und Medikamenten gehören nach Einschätzung der Konferenzteilnehmer zu den am meisten vernachlässigten Kriminalitätsbereichen. Nur der Finanzminister kümmert sich darum, da ihm viel entgeht. Bei Interpol-Konferenzen fällt kaum ein Wort darüber, man hat andere Probleme. Bei den internationalen Strafverfolgungsbehörden taucht das Thema nur hin und wieder auf. Auch in der Bevölkerung und in den Medien wird das Thema bestensfalls registriert, wenn „Vietnamesen-Morde“ vorkommen.

    Die Problematik sieht der Bürger gar nicht mehr als richtige Kriminalität an, sondern als Kavaliersdelikt. Hier warnen die Experten vor Werteverfall in der Gesellschaft, der durch die Globalisierung begünstigt wurde und wird, sowie vor Verharmlosung. Denn: Wo immer ein illegaler Markt entsteht, hängt sich sehr schnell Organisierte Kriminalität (OK) „in ihren schärfsten Formen“ dran, heißt es.
    Wo immer „High profit, low risk“ zu erwarten sei, bilde sich die OK. Beispielsweise sei bei den gefälschten Jin Ling Zigaretten mit einer Gewinnspanne von 900 Prozent zu rechnen. In gefälschten Zigaretten finden sich jedoch Pestizide, Schimmelpilze, sogar geschredderte CDs, zerkleinerter Schrott, gehäckselte Baumrinde.

    Keine Kavaliersdelikte
    Nach der jüngsten KPMG-Studie entstanden durch Zigarettenschmuggel 12,5 Milliarden Steuerschaden in den EU-Mitgliedsländern allein im Jahr 2012. Seit 2010 sind den EU-Ländern mehr als 34 Milliarden Euro an Steuergeldern entgangen. In Lettland ist beispielsweise jede dritte Zigarette nicht versteuert, in Deutschland genau jede fünfte. Im Dunstkreis von Produkt- und Markenpiraterie bewegen sich kriminelle Netzwerke jedenfalls nicht nur um die Handtasche von Louis Vuitton oder das Lacoste-T-Shirt, und es geht bei weitem nicht nur um Kavaliersdelikte. Das Problem: Sogar Staatsanwaltschaften zögern mit Strafverfolgung und sagen: „Ich mach mich doch nicht zum Büttel für die Unternehmen.“ Und das, obwohl Produkt- und Markenpiraten im Umsatz mehr verdienen als mit Drogenhandel.

    Mangelnde Rechtsdurchsetzung
    Schon jetzt mangelt es in vielen Bereichen an der Rechtsdurchsetzung. Zu Gammelfleisch- und andere Skandalen kommt es immer wieder, weil es nicht mehr genügend Personen zur Kontrolle vor Ort gibt.
    Besonders mit den Stichworten Verbraucherschutz und Umwelt oder auch Meinungsfreiheit im Netz könne man mit Behauptungen und Informationen die Leute erschlagen, da gebe es gar keine Diskussion mehr. Auch die Tabakproduktrichtlinie sei teilweise unter dem Stichwort Verbraucherschutz von Bevormundung geprägt, die Freiheit, Individualität, Kreativität und vor allem Eigenverantwortung ersticke und stigmatisiere.

    „Alles Gutmenschen“
    „Wenn irgendetwas passiert, wird sofort nach dem Staat gerufen. Das ist ein Grundübel“, warnt ein Experte mit jahrzehntelanger Brüssel-Erfahrung. „Die Beamten wollen ihr Gehalt rechtfertigen, und dann kommt beispielsweise eine Sonnenscheinrichtlinie heraus, wo wegen Hautkrebsgefahr keine Kellnerin und keine Handwerker draußen tätig sein sollten. Alles gut gemeint! Alles Gutmenschen!“

    Große Unterschiede in den EU-Staaten fallen bei den Zollaufgriffen auf. Der Zollerhebungsvergleich zeigt: Wenn alle so gut arbeiten würden wie Deutschland, hätten wir 5 Milliarden Euro Mehreinnahmen in Europa gehabt. In Deutschland wurden 146 Millionen Zigaretten beschlagnahmt (2012), das sind 32 Millionen Euro Schaden für den Fiskus.

    „Haben sie die Kompetenz?“
    Um die Probleme in den Griff zu bekommen, brauche es mehr Transparenz, verschärfte Kontrolle und Überwachungsmaßnahmen – und die von der EU-Kommission geplante Einführung des EU-Staatsanwalts, der diese Verbrechen auch verfolge, heißt es. Dazu brauche man flächendeckend die gleiche Rechtssetzung und die gleichen harten Strafen in allen Ländern.

    Nochmals am Beispiel Tabakproduktrichtlinie: „Wir haben ein großes Grundsatzproblem: Möchten wir, dass die Kommission in Europa über Produkte und Verpackungen entscheidet? Haben sie die Kompetenz? Wie kann man sich anmaßen, in jedem Bereich ein Experte zu sein?“, plädierte ein Experte, selbst leidenschaftlicher Nichtraucher, gegen undifferenzierte Rundumschläge aus Brüssel.

    Standardisierte Produkte könne jeder herstellen. Man dürfe nicht unter dem Deckmantel der Gesundheit weitere Kompetenzen nach Brüssel ziehen.

    (DTZ 23/13)

  • Niedersachsen: „Gesetz hat sich bewährt“

    HANNOVER (DTZ/TK). Die niedersächsische Landesregierung aus SPD und Grünen plant „zurzeit“ keine Änderungen am Nichtraucherschutzgesetz.

    Das geht aus der Antwort auf eine mündliche Anfrage der CDU-Landtagsabgeordneten Petra Joumaah, Gudrun Pieper, Annette Schwarz, Dr. Max Matthiesen und Volker Meyer hervor. Aufhänger für die Anfrage war eine Stellungnahme der Grünen-Landtagsabgeordneten Miriam Staudte, die eine Änderung des Nichtraucherschutzgesetzes angekündigt hatte. Dabei seien ähnlich strenge Bestimmungen wie in Nordrhein-Westfalen möglich, äußerte Frau Staudte. Sie ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Sprecherin für Sozialpolitik, Verbraucherschutz und Atompolitik. Ferner sind nach Auffassung der Spitzen-Grünen in Lokalen konsequentere Kontrollen des Rauchverbots erforderlich.

    Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) ist laut Antwort der Auffassung, dass sich die Gesetzesregelungen grundsätzlich bewährt haben. Gravierende Kontrolldefizite seien nicht bekannt; neue Vorschriften müssten nicht eingeführt werden. Die Raucherinnen und Raucher würden keineswegs diskriminiert, aber der Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens gewährleistet. „Dieser Interessenausgleich im Rahmen des Möglichen ist ein wesentliches Anliegen der Landesregierung“, so die Ministerin.

    Zugleich betont Cornelia Rundt, die Landesregierung wolle den Nichtraucherschutz vor allem für Kinder und Jugendliche weiterentwickeln. Deshalb würden zum Beispiel die neuen europäischen Initiativen und Richtlinien etwa zur Aufmachung und zum Verkauf von Tabakerzeugnissen unterstützt.

    (DTZ 23/13)

  • Mai 2013 kein Wonnemonat: Absatz orientierte sich am Wetter

    MAINZ (DTZ/fok). Die Zigarettenhersteller lieferte im Mai weniger Fabrikzigaretten an den deutschen Handel aus, womit sich der rückläufige Trend seit Jahresbeginn weiter fortsetzte.

    Insgesamt bezifferten sich die Auslieferungen im Mai 2013 auf 7,268 Mrd. Stück (vorläufige Schätzzahl). Gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres waren das 4,2 Prozent weniger. Auf Industriemarken entfielen 6,498 Mrd. Stück Zigaretten (minus 4,4 Prozent). Handelsmarken erreichten ein Auslieferungsvolumen von schätzungsweise 771 Mio. Stück, was einem Rückgang von 2,8 Prozent entsprach.

    Auch für den kompletten Zeitraum Januar bis Mai 2013 kumuliert ergab sich ein deutliche Rückbruch: Hier wurden 31,845 Mrd. Stück Zigaretten ausgeliefert, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 6,9 Prozent weniger waren. Davon bezifferten sich die ausgelieferten Industriemarkenzigaretten auf 28,226 Mrd. Stück (minus 6,4 Prozent). Bei den Handelsmarken waren es ca. 3,619 Mrd. Stück (minus 10,4 Prozent). Insgesamt lag der Anteil der Handelsmarken an den Fabrikzigarettenverkäufen in den ersten fünf Monaten 2013 bei 11,4 Prozent, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 11,8 Prozent gewesen.

    Beim Feinschnitt folgt der Markt dem Trend minimalen Mengenwachstums. Im Mai wurden insgesamt 2 338 Tonnen Feinschnitt ausgeliefert; das waren 0,2 Prozent mehr als im Mai 2012. Hiervon waren 1 156 Tonnen klassischer Feinschnitt (minus 5,0 Prozent). 515 Tonnen entfielen auf schnittoptimierte Tabake (minus 3,6 Prozent). Die Auslieferungen an Volumentabaken erhöhten sich dagegen um 14,2 Prozent auf 667 Tonnen.

    Für den Zeitraum Januar bis Mai 2013 kumuliert zeigt sich eine sehr ähnliche Entwicklung: Der gesamte Feinschnittabsatz an den Handel bezifferte sich auf 10 929 Tonnen (plus 0,2 Prozent). 5 450 Tonnen davon waren klassische Feinschnitttabake (minus 5,1 Prozent). Auf schnittoptimierten Feinschnitt entfielen 2 424 Tonnen (minus 6,8 Prozent), auf Volumentabake 3 055 Tonnen (plus 18,9 Prozent). Deutlich schwächer entwickelten sich die Handelsmarken unter den Feinschnittangeboten: Im Mai 2013 entfielen auf sie 603 Tonnen (minus 4,7 Prozent), im Fünf-Monats-Zeitraum waren es 2 855 Tonnen (minus 6,9 Prozent). Der Handelsmarkenanteil am gesamten Feinschnittabsatz ging damit auf 26,1 (28,1) Prozent zurück.

    Die Auslieferungen an Ecocigarillos betrugen im Mai 2013 insgesamt 208 Mio. Stück (minus 8,0 Prozent), im Fünf-Monats-Zeitraum waren es 939 Mio. Stück (minus 13,7 Prozent).

    (DTZ 23/13)

  • Wenn Fischhändler vor Gräten warnen müssen

    BERLIN (DTZ/fok). Verbraucherschutz ist wichtig, aber Überregulierung führt eben jenen Schutz ad absurdum: Das zeigt ein gut fünf Minuten dauernder Informationsfilm mit dem Titel „Staatliche Fürsorge – Zwischen Überregulierung und Kundennutzen“, der unter der Ägide des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie sowie des Markenverbandes produziert wurde.

    Ob Glühbirnenverbot, Alkopopsteuer, Schockfotos auf Zigarettenpackungen oder Werbeverbote für alkoholische Getränke in Sportstadien – der Film zeigt viele Beispiele, wie die EU, aber auch nationale Institutionen Eingriffe in die Märkte und den Wettbewerb vorgenommen haben bzw. dies noch beabsichtigen, obwohl diese Maßnahmen nicht zur Verbesserung des Verbraucherschutzes geeignet sind. So zeigt der Film auch aktuelle Pläne der EU, die Menge des Salzes bei der Herstellung von Brot zu limitieren oder die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen auf 75 Prozent auszuweiten sowie Slim- und Mentholzigaretten zu verbieten. Die Tendenzen zur Überregulierung demonstriert der Film jedoch auch auf anderer Ebene: So erzählt ein Fischhändler, er habe im Rahmen eines Vergleichs Schmerzensgeld zahlen müssen, weil ein Kunde sich an einer Fischgräte verletzte. Jetzt warnt ein Schild in seinem Laden: Fisch kann Fischgräten enthalten.

    Der Informationsfilm ist auf der Internetseite von British American Tobacco unter [link|http://www.bat.de/staatliche-ueberregulierung/ ]www.bat.de[/link] abzurufen.

    Dass Verbraucherprotest auch bei Regulierungsfanatikern der EU manchmal zum Umdenken führen kann, zeigt ein aktuelles Beispiel: So wurde vom Verbraucherschutzkommissariat geplant, Salatöl in der Gastronomie nur noch in Einwegflaschen auf den Gasttischen zuzulassen, angeblich weil nur so das Nachfüllen gepanschter Öle in die Flaschen verhindert werden könnte. Nach heftigen Protesten der Bürger zog die EU den Vorschlag wieder zurück; schließlich sah man wohl auch in Brüssel ein, dass Ölflaschen und Fettnäpfchen nahe Verwandte sein können.

    (DTZ 22/13)