Autor: admin

  • „E-Bereinigung“ läuft

    MAINZ // Nichts Neues gibt es von den beiden E-Zigaretten-Spezialisten, die zuletzt Insolvenz angemeldet beziehungsweise den Geschäftsbetrieb eingestellt hatten (DTZ berichtete): Red Kiwi und Posh Global.

    Posh Global teilte auf DTZ-Anfrage mit, es habe sich nichts geändert. Zurzeit sei man „mit mehreren Partnern in Gesprächen über die Zukunft der Produktlinien und Marken der Posh Global GmbH“. Verantwortlich sind seit dem Weggang von Antje Hersch die Geschäftsführer Mark Wappler und Stefan Petter.

    Auch bei der Seevetaler Red Kiwi GmbH laufen dem Vernehmen nach Gespräche mit potenziellen Investoren. Gründer und Chef Sven Heeder hatte beim Amtsgericht Lüneburg Insolvenz angemeldet. Red Kiwi hatte jedoch angekündigt, den Geschäftsbetrieb fortzuführen.

    max

    (DTZ 36/18)

  • Entlastung gefordert

    BERLIN // Das HDE-Konsumbarometer zeigt eine zunehmende Verunsicherung bei den Verbrauchern. Ursachen sind das uneinheitliche gesamtwirtschaftliche Bild und die unentschlossene Steuerpolitik der Regierung. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb die Politik auf, eine klare Richtung vorzugeben und die Verbraucher zu entlasten.

    Das HDE-Konsumbarometer sinkt im September im Vergleich zum Vormonat ab und liegt etwa auf dem Niveau des Juli. Über den gesamten Beobachtungszeitraum zeigt sich beim HDE-Konsumbarometer somit ein leicht negativer Trend. In den letzten Monaten ist der Index von einer zunehmenden Verunsicherung der Verbraucher geprägt.

    vi

    (DTZ 36/18)

  • Konjunktur ist positiv

    HAMBURG // Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) hat seine Prognose der Wirtschaftsentwicklung für 2018/2019 in Deutschland nach Vorlage neuer gesamtwirtschaftlicher Daten überarbeitet.

    Bei unverändert positiven Konjunkturperspektiven hat das HWWI seine Vorausschätzung für das Wirtschaftswachstum fürs Gesamtjahr 2018 ebenfalls revidiert, von 2,1 auf 1,9 Prozent; für 2019 wurde die Prognose von 1,6 Prozent beibehalten. Die Inflation dürfte um zwei Prozent liegen.

    red

    (DTZ 36/18)

  • Teilzeit-Quote geht zurück

    NÜRNBERG // „Teilzeitjobs nehmen noch immer deutlich zu, aber ihre Wachstumsrate wurde im zweiten Quartal 2018 von der Vollzeit überholt. Damit gibt es nach einem langen Aufwärtstrend wieder einen Rückgang der Teilzeitquote“, so Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Während die sozialversicherungspflichtige Teilzeit kräftig weiterwächst, sinkt die Zahl der sogenannten Minijobs.

    Weber sagte, maßgeblich für den Rückgang der Teilzeitquote sei die Entwicklung in Wirtschaftszweigen wie Verkehr und Lagerei oder Erbringung von wirtschaftlichen Dienstleistungen, wozu unter anderem Zeitarbeit und Wachdienste gehören.

    Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent, die der Vollzeitbeschäftigten um 1,8 Prozent. Daher lag die Teilzeitquote bei 39,2 Prozent, leicht unter dem Vorjahr (-0,1 Prozentpunkte).

    Die Erwerbstätigkeit insgesamt nahm gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,4 Prozent zu und lag bei 44,8 Millionen Personen. Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem betrug im zweiten Quartal 326,5 Stunden.

    pi

    (DTZ 36/18)

  • Positiv-Trend bei E-Zigaretten

    MÜNCHEN // Gute Aussichten für den deutschen E-Zigarettenmarkt: Laut Umfrage des Branchenverbands Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) wird der Markt 2018 um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf rund 400 Millionen Euro wachsen. Auch im kommenden Jahr dürfte der Positiv-Trend demnach anhalten.

    Die Prognose der Branchenbefragung des tabakunabhängigen Unternehmerverbands BfTG sieht für 2019 einen Zuwachs von mindestens 25 Prozent auf rund 500 Millionen Euro. Die Teilnehmer haben angegeben, dass der Umsatz je Beschäftigten des E-Zigaretten-Handels 2018 im Schnitt bei 150 000 Euro liegt.

    Knapp zwei Millionen Bundesbürger nutzen aktuell E-Zigaretten. Die meisten Dampfer sind Ex-Raucher, die Mehrheit (90 Prozent) wechselt innerhalb eines Monats komplett zur E-Zigarette. Von denjenigen, die parallel noch Tabak-Zigaretten rauchen, reduzieren 96 Prozent signifikant den Tabakkonsum. Nur sehr wenige Nichtraucher (etwa ein Prozent) beginnen überhaupt mit dem Dampfen. Laut der Erhebung des BfTG werden zu fast 60 Prozent DL-Geräte nachgefragt, also E-Zigaretten, die als Zugtechnik die Direkt-Inhalation (englisch Direct-Lung) unterstützen.

    Neben Argumenten wie Geschmacksvielfalt und Kostenersparnis ist es der gesundheitliche Aspekt, der Raucher zum Umstieg auf die E-Zigarette bewegt. Laut Studien besitzen E-Zigaretten ein um mindestens 95 Prozent geringeres Schadenspotenzial als Tabak-Zigaretten. Langzeitstudien sehen im Gegensatz zum Tabak keine Schädigungen durch E-Zigaretten. So stellten Wissenschaftler der Universität Catania in einer dreieinhalb Jahre dauernden Untersuchung keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen bei den teilnehmenden Probanden fest.

    Mehrheit nutzt ausschließlich stationären Handel
    Der größte Teil der E-Zigaretten-Unternehmen vertreibt seine Produkte ausschließlich über den stationären Handel (42 Prozent). Der Anteil der reinen Online-Händler hat sich damit in den letzten Jahren deutlich verringert. Mittlerweile bietet nur noch etwa ein Fünftel der Unternehmen E-Zigaretten-Hardware oder Liquids ausschließlich über das Internet an, während 37 Prozent der Händler zweigleisig ausgerichtet sind und ihre Produkte online sowie stationär vertreiben. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in der Branche liegt bei acht Personen.

    Das enorme Gesundheits- und Wirtschaftspotenzial der E-Zigarette wird von politischen Entscheidern immer noch unterschätzt. Die Gründe: zu wenig Wissen und zu viele Vorurteile. Die E-Zigarette wird zu häufig mit Tabak-Produkten gleichgesetzt. Aktuelle Beispiele sind eine mögliche Besteuerung und ein politisch diskutiertes Werbeverbot – analog zur Tabak-Zigarette. Problematisch ist auch der irreguläre Import von in der EU nicht zugelassener Ware.

    BfTG-Vorsitzender Dustin Dahlmann: „Der E-Zigarettenmarkt in Deutschland ist ein starker Wachstumsmarkt. Immer mehr Raucher erkennen das Potenzial der E-Zigarette und steigen um. Doch es gibt noch großen Handlungsbedarf seitens der Politik. Politische Regulierung darf nicht die Verfügbarkeit des Produktes einschränken. Denn dadurch würde verhindert, dass noch mehr Raucher ihren Tabakkonsum stoppen und zur E-Zigarette wechseln.“

    vi

    (DTZ 36/18)

  • Sterben Kioske aus?

    BERLIN // In Deutschland gibt es immer weniger Kioske. Darauf hat der Handelsverband Deutschland (HDE) hingewiesen.

    Rund 2000 dieser Geschäfte seien in den vergangenen zehn Jahren verschwunden, hieß es. Heute gebe es noch etwa 23 500 kleine Kioske, Trinkhallen, Büdchen, Spätis oder Wasserhäuschen, in denen Zigaretten, Getränke oder Süßigkeiten gekauft werden können. Der Umsatz liege bei geschätzten 7,5 Milliarden Euro, so der HDE.

    Besonders viele Kioske gibt es in Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie in Frankfurt am Main. Das Geschäft steht mit Tankstellen, Bahnhöfen und Supermärkten in Konkurrenz.

    pi

    (DTZ 35/18)

  • Einstiegsalter sinkt

    LONDON // Teenager sind immer jünger, wenn sie das erste Mal zur Zigarette greifen. Das zeigt eine neue Studie, für die sechs Untersuchungen mit fast 120 000 Teilnehmern aus 17 europäischen Ländern ausgewertet wurden.

    Während in den 1970er-Jahren das durchschnittliche Einstiegsalter ins Rauchen für Männer bei 18 und für Frauen bei 19 Jahren lag, ist es mittlerweile auf 16 und 15 Jahre gesunken. Der Anteil neuer, junger Raucher an der Gesamtbevölkerung liege in Nordeuropa bei etwa zwei Prozent, in anderen europäischen Regionen zwischen vier und acht Prozent, so die Autoren der Studie.

    Zugleich nehme der Anteil besonders junger Raucher zu, heißt es: Bereits vier Prozent der Zigaretten-Einsteiger seien zwischen elf und 15 Jahre alt.

    Die Folgerung der Autoren: „Der Einstieg ins Rauchen ist unter europäischen Jugendlichen immer noch unannehmbar hoch, die steigenden Zahlen unter den 15-Jährigen verdienen Aufmerksamkeit.“ Jugendliche seien besonders anfällig für Nikotinabhängigkeit und unerwünschte Tabakwirkungen.

    Interessierte können die Studie auf der Internet-Seite [link|https://medicalxpress.com/journals/plos-one/]https://medicalxpress.com/journals/plos-one/[/link] kostenlos einsehen.

    red

    (DTZ 35/18)

  • Arbeitsmarkt bleibt robust

    NÜRNBERG // Das IAB-Arbeitsmarktbarometer liegt im August bei 103,5 Punkten und damit geringfügig um 0,1 Punkte unter dem Niveau des Vormonats. Somit zeigt der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) weiter gute Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten drei Monaten an.

    Die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers hat sich nach vier Rückgängen in Folge stabilisiert und bleibt konstant bei 106,5 Punkten. „Der Beschäftigungsaufschwung in Deutschland geht weiter“, kommentiert Enzo Weber vom IAB. Die Rekordentwicklung sei zwar durch die Abkühlung der Konjunktur etwas gedämpft worden, der Aufwärtstrend der Beschäftigung sei aber robust.

    Die Arbeitslosigkeitskomponente gibt gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte nach. Der neue Stand von 100,5 Punkten zeigt eine nach wie vor günstige, aber nicht mehr besonders starke Entwicklung der Arbeitslosigkeit an. „Die Arbeitsagenturen halten weitere leichte Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber ein größerer Schub ist für das zweite Halbjahr nicht zu erwarten“, so Weber.

    Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert.

    pnf

    (DTZ 35/18)

  • „Risiko muss eine Rolle spielen“

    GRÄFELFING / LONDON // Philip Morris, Anbieter des Tabakerhitzers Iqos, weist darauf hin, dass E-Zigaretten und Tabakerhitzern eine Schlüsselrolle beim Kampf gegen das Rauchen zukommen solle. Das habe parteiübergreifend der Wissenschaftsausschuss des britischen Unterhauses gefordert.

    Im neuen Bericht „E-Zigaretten“ habe der Ausschuss den Wissensstand zur Schädlichkeit von E-Zigaretten im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten zusammengetragen und politische Forderungen abgeleitet. Die Produkte sollten anhand ihres Risikos im Vergleich zu Zigaretten reguliert werden – sowohl in der Werbung als auch bei der Besteuerung. Philip Morris unterstützt die Forderungen nach einer risikobasierten Regulierung – auch in Deutschland.


    Britische Diskussion

    „Wir begrüßen den Bericht des britischen Parlaments. Eine so gründliche Diskussion über die Rolle, die E-Zigaretten bei der Eindämmung des Rauchens spielen können, wünschen wir uns auch in Deutschland“, sagte Markus Essing, Vorsitzender der Geschäftsführung von Philip Morris in Deutschland. „Beim Risikopotenzial gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Zigaretten einerseits und E-Zigaretten und Tabakerhitzern andererseits. Gemäß dem Grundsatz, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln, sollte sich die Regulierung auch in Deutschland an den unterschiedlichen Produktrisiken orientieren“, so Essing. „Zentral ist, dass wir Raucher über die großen Unterschiede bei den gesundheitlichen Risiken informieren dürfen.“

    Nach Einschätzung der britischen Abgeordneten sind E-Zigaretten etwa 95 Prozent weniger schädlich als Zigaretten. Die gesundheitlichen Risiken für Raucher, die zu konventionellen Zigaretten griffen, seien größer als die Unsicherheit über den langfristigen Gebrauch von E-Zigaretten. Mit Blick auf den Jugendschutz heißt es, Befürchtungen, wonach E-Zigaretten als Einstieg ins Rauchen dienten, hätten sich nicht bestätigt.

    Das oberste Ziel müsse darin bestehen, die Zahl der Zigarettenraucher weiter zu reduzieren. E-Zigaretten seien aufgrund ihres deutlich geringeren Gesundheitsrisikos ein adäquates Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Von der britischen Regierung fordern die Parlamentarier, E-Zigaretten und Tabakerhitzer bei der Besteuerung gegenüber Zigaretten besserzustellen. Raucher sollten zudem über die Vorteile von E-Zigaretten besser und klarer informiert werden.

    Der Bericht basiert auf etwa 100 ausgewerteten Studien und einer Reihe öffentlicher Expertenanhörungen. Offiziell richtet sich der Bericht an die britische Regierung. Um über die Entwicklungen und neue wissenschaftliche Erkenntnis informiert zu bleiben, fordern die Ausschussmitglieder die Regierung auf, künftig jährliche Berichte zu E-Zigaretten vorzulegen und dabei auch Tabakerhitzer zu berücksichtigen.

    pi

    (DTZ 35/18)

  • „Wir freuen uns auf alle Gäste“

    DORTMUND // Nur noch wenige Wochen bis zum Start von InterTabac und InterSupply. DTZ nahm dies zum Anlass, mit Messe-Chefin Sabine Loos zu sprechen.

    Frau Loos, was genau ist Ihre Funktion? Und wie hat Ihre „Messekarriere“ begonnen?
    Sabine Loos: Seit 1. August 2011 bin ich Hauptgeschäftsführerin des internationalen Messe-, Kongress- und Veranstaltungszentrums Westfalenhallen Dortmund. Zuvor war ich Geschäftsbereichsleiterin bei der Koelnmesse. Zu meinen Schwerpunkten gehörten unter anderem der Auf- und Ausbau neuer Veranstaltungen in Köln sowie die Etablierung neuer Projekte im Ausland, etwa in China, in Singapur und in den USA. Meine Messekarriere habe ich als Referentin und Projektleiterin in Köln begonnen.

    Die Messe Dortmund besitzt und organisiert, unter anderem, InterTabac und InterSupply. Wie hat alles begonnen?
    Loos: Am 19. und 20. August 1978 fand die erste InterTabac mit 78 Ausstellern und 1750 Besuchern statt. Die Idee damals: Entstehen sollte eine Plattform, die es dem Tabakwarenfachhandel ermöglichen würde, sich an einem Ort umfassend über neue Produkte zu informieren und verbesserte Einkaufsmöglichkeiten zu bieten. Heute ist die InterTabac längst die weltgrößte Fachmesse für Tabakwaren und Raucherbedarf. Neben dem Handel sind zahlreiche internationale Top-Entscheider und -Einkäufer vor Ort.

    Und 2015 kam die InterSupply dazu …
    Loos: Genau, die Fachmesse für die Produktion von Tabakwaren. Neben Verarbeitungs- und Logistik-Equipment für Tabak befasst sich diese Fachmesse mit allen Prozessschritten und Zulieferprodukten zur Tabakwarenherstellung, aber auch für die Produktion von E-Zigaretten.

    Die InterTabac hat eine lange Tradition. Was sind Ihrer Meinung nach die Schlüsselelemente in der Kontinuität, und was macht den Erfolg der Messe aus?
    Loos: Die InterTabac ist über lange Zeit organisch gewachsen. Sie bildet den tatsächlichen Bedarf einer Branche an Austausch und Internationalisierung ab. Diese Ausgangslage ergänzen wir um jahrzehntelange Erfahrung mit Service und passenden Messe-Dienstleistungen. In der Summe bedeutet das: eine langfristig erfolgreiche Fachmesse.

    Jeremy Booth

    (DTZ 34/18)