Autor: admin

  • Messe Nordstil punktet mit interessanten Handelsthemen

    HAMBURG // „Die richtigen Leute mit den richtigen Ideen am richtigen Ort. Mehr braucht es fast nicht, um geschäftlichen Erfolg zu kreieren“, sind sich die Veranstalter der Hamburger Lifestyle-Messe Nordstil sicher. Sie bietet vom 12. bis zum 14. Januar gleich zwei Hotspots dieser Art: das Village in der Halle A4 und die Nordlichter in der Halle A3.

    Elf Unternehmen, ein Treffpunkt: Das Village ist eine der ersten Anlaufstellen der Nordstil. Hier lockt nicht nur ein gastlicher „Marktplatz“ mit Bistro und relaxter Atmosphäre, sondern vor allem die sehr erfolgreiche Gemeinschaftsausstellung, in der ausgewählte Hersteller aus Deutschland ihre neuesten Kollektionen und Designs in einem hoch inspirierenden Produktmix präsentieren. „Im Handel geht es heute immer weniger darum, alles zu haben. Wesentlich wichtiger für das Kauferlebnis ist die schlüssige Ansprache. Im Village zeigen wir, wie Händler mit wenigen, aber richtig guten Anbietern ganz hervorragende Sortimente und Dekorationen gestalten, die beides können: ihre Kunden überraschen und binden“, sagt Christian Schmidt, Geschäftsführer der Gift Company.

    Aussteller im Village verbindet „gemeinsame DNA“
    Der Sprecher der Gruppe stellt für 2019 eine besonders attraktive Inszenierung in Aussicht, die er zusammen mit verschiedenen Partnern unter anderem aus dem Segment Papeterie umsetzt. Neben ihrem Standort verbindet die Aussteller im Village eine „gemeinsame DNA“: Sie sind inhabergeführte und handelstreue Firmen mit eigenen Entwicklungsabteilungen, die in Deutschland und in Europa produzieren. Damit sammelt das Village einen weiteren Pluspunkt. Denn das Interesse an authentischen Produkten mit nachvollziehbarer Herkunft hat sich längst zu einem breiten Konsumententrend entwickelt.

    Als Leuchtturm für alle auf der Suche nach dem gewissen Etwas hat sich das Nordlichter-Areal etabliert: Rund 40 Unternehmen präsentieren in der Halle A3 individuelle Trend- und Designprodukte für ein junges Publikum. Stylish, kreativ, persönlich: Beim Schenken gewinnt das Drumherum einen immer höheren Stellenwert. Auf diesen Trend antworten gleich mehrere spannende Nordlichter. Der dänische Verlag Collema Wrapping bringt Kunst und Design aufs Geschenkpapier. Um eine persönliche Note geht es den Berliner Designkonsorten. Ihre kreativen Stempelsets animieren dazu, Briefe und Grußkarten kinderleicht selbst zu gestalten. pi

    (DTZ 48/18)

  • US-Jugendliche rauchen eher Canabis

    NEW YORK // Einer Studie der Columbia University nach probieren Jugendliche Canabis aus, noch bevor sie Genussmittel wie Tabak und Alkohol konsumieren.

    Forscher bestätigen, dass Marihuana die beliebteste Droge unter US-amerikanischen Jugendlichen sei. Zuvor habe man vor Erreichen des Erwachsenenalters eher geraucht und Alkohol getrunken als gekifft. Dies habe sich mittlerweile ins Gegenteil umgekehrt. Laut Studie ist das Interesse junger Menschen an Tabak und Alkohol bei Jugendlichen überhaupt gesunken. red

    (DTZ 48/18)

  • Kleiner Genuss ganz groß

    MAINZ // Seit den 1970er-Jahren erfreuen sich Zigarillos großer Beliebtheit. Beim Absatz haben die Kleinen die größeren Kaliber längst hinter sich gelassen und vereinigen mehr als 90 Prozent des klassischen Zigarren- und Zigarillo-Marktes auf sich.

    Gerade in der kälteren Jahreszeit sind Zigarillos eine Alternative. „Der Winter ist eine harte Zeit für Zigarrenraucher“, heißt es im Fachhandel. Denn vielerorts herrschen in der Öffentlichkeit Rauchverbote, und selbst zu Hause werden Zigarrenliebhaber zum Rauchgenuss häufig vor die Tür geschickt. Gut, dass es da die Rillos gibt. Das sehen viele Fachhändler genauso. Mit hochwertigen Zigarillos helfen einige Tabakwarenhändler ihren Zigarrenkunden über den Winter. Und mit preisgünstigen Produkten sprechen sie Zigarettenraucher an.

    Im Zigarillo-Sonderteil der aktuellen DTZ-Ausgabe lesen Sie, welche Produkte sich besonders gut verkaufen. da

    (DTZ 48/18)

  • Personalwechsel bei 5th Avenue Products

    WALDSHUT-TIENGEN // Nach mehr als neun Jahren ging nun der Einsatz von Antonio de Dios Lorente bei 5th Avenue, dem Alleinimporteur von Habanos für Deutschland, Österreich und Polen, offiziell zu Ende. Seine Aufgaben als Repräsentant von Habanos S. A. und die kaufmännische Leitung übernimmt Barbara Leyva de la Torre.

    In ihrer langjährigen Tätigkeit in der kubanischen Tabakindustrie arbeitete sie in verschiedenen Funktionen im Finanzwesen. Von 2010 bis 2015 war Leyva als Commercial Manager beim Schweizer Habanos-Importeur Intertabak tätig. Danach hatte sie die Funktion der Stellvertretenden Direktorin für Finanzen und Zahlungsverkehr bei Habanos S. A. inne.

    Barbara Leyva hat an der Hochschule für Ökonomie in Ost-Berlin Volkswirtschaft studiert und spricht dadurch perfekt Deutsch. fnf

    (DTZ 48/18)

  • Im Amt bestätigt

    SPEYER // Der Bundesverband Deutscher Tabakpflanzer hat auf seiner Mitgliederversammlung Vorstandswahlen abgehalten. Einstimmig im Amt des Vorsitzenden bestätigt wurde Hubert Bleile (Baden-Württemberg). Zu seinen Stellvertretern wurden Rainer Heusmann (Niedersachen) und Markus Fischer (Rheinland-Pfalz) gewählt.

    Für seine langjährigen Verdienste um den deutschen Tabakanbau ehrten die Pflanzer Stefan Richter mit der Goldenen Tabakpflanze. Er wurde 1994 in den geschäftsführenden Vorstand des Landesverbandes Ostdeutscher Tabakpflanzer sowie 1997 als dessen Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Tabakpflanzer gewählt. pi

    (DTZ 48/18)

  • Neuer Player, neue Technik

    SHENZHEN / MAINZ // E-Zigarette war gestern, heute ist die U-Zigarette angesagt? So selbstbewusst gibt sich ein chinesisches Unternehmen, das nach eigenen Angaben jetzt auch in Deutschland expandieren will.

    Der chinesische Hersteller Usonicig bietet derzeit das Gerät „Rhythm“ an, das in Deutschland für 69,95 Euro in drei Farben auf den Markt kommt. Das Modell mit der markanten, großen Feuertaste wird mit Zwei-Milliliter-Kartuschen bestückt und funktioniert mit Ultraschalltechnik. Die enthaltenen Liquids werden mithilfe von 2,4-Megahertz-Schwingungen verdampft. Dazu setzt Usonicig einen Kermaik-Chip ein, der eine Lebensdauer von 90 bis 100 Tankfüllungen haben soll, wobei eine Kartusche für bis zu 5000 Züge reicht. Der verbaute Akku leistet 1500 Milliamperestunden, das Gerät wiegt knapp 146 Gramm. max

    (DTZ 48/18)

  • Rubbellose weiter im Aufwind

    LEIPZIG // Klassische Lotto-Verkaufsstellen haben es immer schwerer, sich am Markt zu behaupten. Dennoch bleiben die Annahmestellen noch lange das Herzstück des sächsischen Lotto-Vertriebsnetzes. Davon ist Siegfried Bohring überzeugt. Der stellvertretende Geschäftsführer von Sachsenlotto hält die Aufrechterhaltung und Stärkung des terrestrischen Vertriebs für dringend notwendig, parallel zum Internet.

    Wie viele Lotto-Annahmestellen hat Sachsenlotto derzeit?
    Siegfried Bohring: Zum Jahresende 2017 waren es 1260 Annahmestellen mit rund 4200 Mitarbeitern.

    Wird damit die vom Land Sachsen erlaubte Höchstanzahl an Annahmestellen ausgeschöpft?
    Bohring: Knapp. Die Höchstgrenze liegt in Sachsen bei 1300. Demnach sind wir natürlich an weiteren engagierten Vertragspartnern interessiert.

    Welche Struktur haben die Lotto-Verkaufsstellen in Sachsen?
    Bohring: Lotto-Annahmestellen befinden sich immer noch in starkem Maße in Tabakwaren-, Zeitschriften- und Schreibwarenläden. Diese klassischen Annahmestellen haben es aber seit Jahren schwer, sich gegen den demografischen Wandel in den Regionen, gegen das Ausdehnen der großen Handelsketten und gegen die Konkurrenz des Online-Handels zu behaupten. Der Strukturwandel schreitet voran, und besonders in ländlichen Gegenden ist es schwieriger geworden, geeignete neue Bewerber beziehungsweise klassische Läden für unsere Lotterie-Angebote zu finden.

    Wie reagieren Sie auf diese Entwicklung?
    Bohring: Wir verfügen über eine gute interne und externe Vertriebsorganisation, welche die Akquise und Betreuung unserer Vertragspartner realisiert. Mittels verschiedener Programme – so zum Beispiel die Aktion „ProVisionplus“, versuchen wir auch, die Annahmestellen weiter zu stärken. Eine Neuerung wurde sehr gut aufgenommen: die Verkürzung der Erstschulung für neue Mitarbeiter auf zwei Tage. Dies kommt unseren Vertragspartnern sehr entgegen. Besonders wichtig ist jedoch das Produktangebot. Wir müssen Glücksspiele anbieten, die der Markt verlangt und die unsere Vertragspartner gut und sicher verkaufen können.

    Welche zum Beispiel?
    Bohring: Rubbellose zum Beispiel. Aus Kundensicht bieten sie sehr gute Gewinnchancen und sind auch als Geschenk hervorragend geeignet. Man kann sie anfassen, sie sehen hübsch aus und es gibt die Lose in verschiedenen Preislagen und Motiven. Damit haben die Annahmestellenleiter tolle Anknüpfungspunkte für Gespräche mit den Kunden. Außerdem sind Rubbellose die Glücksspielprodukte, die man im Geschäft sehr gut präsentieren kann. Sachsenlotto hat gerade allen interessierten Annahmestellen eine größere Losbox für eine optimale Präsentation der Lose zur Verfügung gestellt.

    Apropos Rubbellose: Wie hoch ist der Pro-Kopf-Einsatz bei Sofortlotterien in Deutschland?
    Bohring: Der Markt hat sich in den letzten Jahren zugunsten der Jackpot-Lotterien, zum Beispiel Eurojackpot, und den Rubbellosen entwickelt. Bei den Rubbellosen hat sich der Pro-Kopf-Einsatz in den vergangenen Jahren verdoppelt. Wurden 2007 noch 0,05 Euro pro Kopf und Woche ausgegeben, so betrug der Wert 2017 bereits 0,10 Euro. Diese sogenannten Sofortlotterien haben 2017 einen Umsatzanteil von über sechs Prozent erreicht. Sie sind nach Eurojackpot das Produkt mit wachsendem Marktanteil.

    Sachsenlotto ist Federführer des Projekts „Bundesweite Sofortlotterien“ (BSL) des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks. Als Vorsitzender der BSL-Arbeitsgruppe haben Sie maßgeblich das Projekt „Bundesweite Sofortlotterie“ mitgestaltet. Auftrag von BSL ist es, die Möglichkeiten deutschlandweiter Sofortlotterien auszuloten. Wie ist bei diesem Thema der Stand der Dinge?
    Bohring: Wir sind sehr gut vorangekommen. Dies betrifft sowohl das Vertriebsgebiet der teilnehmenden Länder als auch die Anzahl der Kooperationslose. Besonders bemerkenswert finde ich, dass die Einführung eines Zehn-Euro-Loses sowohl in den westlichen Bundesländern als auch in Ostdeutschland gelungen ist.

    Im Januar 2016 hat Sachsenlotto die Sofortlotterie „Platin 7“ zum Los-Preis von zehn Euro eingeführt und damit ein neues Premiumpreis-Segment geschaffen. Wie hat sich Platin 7 seitdem entwickelt?
    Bohring: Die Platin 7 ist das erfolgreichste Los der BSL-Kooperation. Wir konnten hier von den Erfahrungen der hessischen Lotteriegesellschaft profitieren und dieses Los dank der Zusammenarbeit vieler Länder weiterentwickeln. Die Nachfrage nach diesem Los ist auch in der vierten Serienauflage weiter ungebrochen, und die fünfte Auflage kommt demnächst in die Annahmestellen. Wir planen bereits die nächste Auflage und überlegen dabei, wie wir noch weitere Verbesserungen am Gewinnplan erreichen können. Dies wird dann bei der siebten Auflage möglich werden.


    Wie viele Bundesländer bieten ‧Platin 7 an?

    Bohring: Die Kooperation ist mittlerweile auf 13 Bundesländer gewachsen; ein sehr großer Erfolg.

    Ein weiteres BSL-Premiumprodukt zum Los-Preis von fünf Euro ist die „Goldene 7“. Wie ist bei dieser Sofortlotterie die Nachfrage?
    Bohring: Ähnlich wie bei der Platin 7 haben wir auch hier eine sehr gute Nachfragesituation. Gegenwärtig bereiten wir die vierte Auflage vor. An diesem Los beteiligen sich voraussichtlich sieben Lotteriegesellschaften.

    Wie lässt sich auf diesem Erfolg weiter aufbauen?
    Bohring: Ich denke, dass der nächste Schritt die Gründung einer sogenannten Produktfamilie sein könnte: also unter der Zahl 7 verschiedene Lose zu unterschiedlichen Verkaufspreisen anzubieten. Diese würden sich natürlich von der Größe und Qualität her unterscheiden. Derartige Entwicklungen sind international bereits üblich.

    Werden weitere BSL-Lose folgen?
    Bohring: Eindeutig ja. Wir haben im August 2018 erfolgreich ein zweites Zehn-Euro-Los eingeführt an dem sich bereits fünf Bundesländer beteiligen: die „Magic Pearl“. Auch hier besteht der Wunsch nach einer zweiten Serie an der sich dann bereits sieben Länder beteiligen wollen. Übrigens: Auch dieses Los eignet sich für den Aufbau einer Produktfamilie.

    Als Vorsitzender der BSL-Arbeitsgruppe stehen Sie im Dialog mit den Produktverantwortlichen für Sofortlotterien im Deutschen Lotto- und Toto-Block. Gibt es hier Neues zu berichten?
    Bohring: Wir hatten im Oktober ein großes Treffen aller Produktverantwortlichen für Sofortlotterien und konnten uns umfassend über die Entwicklungsmöglichkeiten weiterer gemeinsamer Losangebote austauschen. Ich bin davon überzeugt, dass die eingeschlagene Richtung letztlich alle Gesellschaften überzeugen wird und vor allem unseren Annahmestellen nützt. Mit den Kooperationslosen können wir nicht nur bessere Gewinnpläne abbilden, sondern auch das Angebot in den Annahmestellen attraktiver gestalten. Natürlich kommt es letztlich auf jede Verkaufskraft an, ob und wie sie die Lose anbietet. Hier gibt es tolle Beispiele in den Annahmestellen, die andere nur nachzuahmen bräuchten.


    Gibt es bei Sachsenlotto Überlegungen, die Struktur des Vertriebsnetzes mittelfristig zu ändern?

    Bohring: Die Annahmestellen bilden das Hauptgerüst unseres Vertriebsnetzes, und wir versuchen, über vielfältige Maßnahmen dieses Netz zu erhalten und weiterzuentwickeln. So haben wir zum Beispiel im vergangenen Jahr für einen erheblichen Millionenbetrag die IT-Ausstattung in allen Annahmestellen auf den neuesten Stand gebracht. Und wir investieren weiter in den stationären Vertrieb. Auch ist das Thema des Einsatzes von Rubbellos-Automaten in unseren Annahmestellen zu prüfen. Hierzu liegen interessante internationale Erfahrungen vor.

    Gleichzeitig wächst aber der Internetvertrieb.
    Bohring: Strukturveränderungen im Vertriebsnetz bestimmt der Markt. Vor diesem Hintergrund ist klar, dass das Internet an Bedeutung gewinnen wird. Dennoch sind wir überzeugt, dass unsere Lotto-Annahmestellen noch sehr lange den bedeutendsten Anteil unseres Geschäfts bestimmen werden. Und das schon allein deshalb, weil die Mehrheit der Kunden ihren Lotto-Schein in der Annahmestelle ihres Vertrauens abgeben will und: Über „Glück“ möchte doch jeder gerne sprechen.

    Welchen Marktanteil hat das Internetspiel inzwischen am Gesamtumsatz von Sachsenlotto?
    Bohring: Der Umsatzanteil ist noch gering, steigt aber kontinuierlich und lag am Jahresende 2017 bereits bei vier Prozent. Von 2006 bis 2012 war der Internetvertrieb für Lotto rechtlich untersagt. Seit 2012 dürfen wir diesen Vertriebsweg wieder nutzen und bauen den Bereich stetig aus. Für viele Kunden gehört der Gang in die Annahmestelle jedoch zum Lotto spielen einfach dazu. Und das ist gut so. Und es gibt auch eine weitere Tatsache: Kunden spielen vertriebswegübergreifend – sind also nicht nur auf einen Kanal festgelegt. Auch hier sehe ich Chancen für unsere Vertragspartner.

    da

    (DTZ 47/18)

  • Vorerst keine „E-Steuer“

    BERLIN // Das nach eigenen Angaben unabhängige Informationsportal zur E-Zigarette „eGarage“ hatte vor wenigen Tagen zu einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde mit Experten und Parlamentariern eingeladen. DTZ war vor Ort.

    Dabei äußerten sich alle Podiumsgäste grundsätzlich positiv über die E-Zigarette. Sie sei deutlich weniger schädlich als die klassische Tabakzigarette, hieß es. Allerdings waren die Diskutanten nicht einig über die Form der Regulierung. Während etwa die Europa-Abgeordnete Renate Sommer (EVP) von einer Überregulierung, getrieben durch sogenannte Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO), sprach, forderte Rainer Spiering, agrarpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, die E-Zigarette der Tabakzigarette gleichzustellen. Er sei unter anderem für ein komplettes Werbeverbot, führte Spiering weiter aus und machte deutlich, dass seiner Ansicht nach die „Tabakgesetzgebung hierzulande krachend gescheitert“ sei.

    Dustin Dahlmann, Geschäftsführer von Innocigs und Vorsitzender beim Bündnis für Tabakfreien Genuss, sieht Regulierung dagegen durchaus positiv. Die recht junge Branche könne so Rechtssicherheit gewinnen.

    Die Vielzahl von Playern im E-Markt sprachen sowohl Wolf-Dieter Heller von der International Organization for Standardization (ISO) als auch Frank Henkler-Stephani vom Bundesinstitut für Risikobewertung an. Laut Heller sei aufgrund der großen Zahl von Anbietern eine Normung wohl nur für Produktgruppen, nicht für einzelne Erzeugnisse möglich. Und Henkler-Stephani gab zu, dass sein Institut mit der rasanten Produktentwicklung nur schwer Schritt halten könne.

    Markus Herbrand (FDP) aus dem Bundestags-Finanzausschuss stellte fest, es gebe derzeit keine Pläne für eine zusätzliche Besteuerung der E-Zigarette. Und Renate Sommer kündigte an, aus Brüssel werde „in absehbarer Zeit“ in dieser Richtung ebenfalls nichts kommen.

    max

    (DTZ 47/18)

  • Gerald Tijssen kommt zu Reemtsma

    HAMBURG // Gerald Tijssen (45) übernimmt zum 1. Dezember die Funktion des Market Manager Germany bei der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH in Hamburg. Als Market Manager verantwortet der gebürtige Holländer künftig die Umsetzung der Marktaktivitäten von Reemtsma im deutschen Markt. Er wird in seiner neuen Position an Vorstandssprecher Michael Kaib berichten.

    Tijssen übernimmt die Position von Stefanie Birtel, die das Unternehmen nach acht Jahren verlassen hat, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen.

    Mit Tijssen kommt ein erfahrener Manager aus dem Imperial-Brands-Konzernverbund nach Hamburg, der langjährige Erfahrungen aus verschiedenen Funktionen vom Key Account Management, Field Sales Management bis hin zum Trade Marketing mitbringt. Gerald Tijssen ist seit acht Jahren für Imperial Brands tätig und war zuletzt als Market Manager Netherlands für den gesamten niederländischen Markt verantwortlich.

    „Wir gratulieren Gerald Tijssen zu seiner neuen Position als Market Manager Deutschland. Gerald kennt die Tabakbranche intensiv und hat in den Niederlanden zuletzt unter anderem ein deutliches Wachstum der Marktanteile umgesetzt. Gemeinsam mit seinem Team soll Gerald Tijssen insbesondere die Performance im deutschen Markt vorantreiben und den Vertrieb unserer E-Zigarettenmarke Myblu weiter zum Erfolg führen“, sagt Michael Kaib.

    Tijssen: „Ich freue mich sehr, in den deutschen Markt zu wechseln, in diesem sehr ambitionierten Marktumfeld meine Erfahrungen als Market Manager bei Reemtsma einzubringen und das Unternehmen in diesen spannenden Zeiten noch erfolgreicher zu machen. Der Schlüssel dazu liegt für mich vor allem im engen Schulterschluss mit dem Handel – hier werden mein Team und ich sicherlich einen Schwerpunkt setzen.“

    pi

    (DTZ 47/18)

  • Neue Iqos startet durch

    GRÄFELFING // Rechtzeitig zum Winterbeginn hat Philip Morris Deutschland eine neue und verbesserte Version seines Tabak-erhitzers Iqos vorgestellt. Rechtzeitig zur kalten Jahreszeit? Ja, denn das aktuelle Device zeigt sich robust gegenüber niedrigen Temperaturen.

    Iqos ist eine Erfolgsgeschichte. Diese erste Zwischenbilanz zieht Markus Essing, Vorsitzender der Geschäftsführung von Philip Morris Deutschland. Aktuelle Zahlen belegten den den wachsenden Erfolg des Produkts, heißt es: Eineinhalb Jahre nach Markteinführung des Tabakerhitzers zählt das Unternehmen in Deutschland über 100 000 Nutzer. In den neun Fokusstädten erzielt Philip Morris mit den dazugehörigen Tabaksticks Heets eine Marktdurchdringung von etwa 2,1 Prozent. Hochgerechnet auf die gesamte Bundesrepublik liegt der Marktanteil bei rund 0,5 Prozent.


    „Rauchfreie Zukunft“
    „Wir verfolgen die Vision einer rauchfreien Zukunft. Wir wollen unseren Kunden Produkte anbieten, die das Potenzial haben, die Risiken des Rauchens zu reduzieren“, erläutert Essing und fährt fort: „Iqos ist schon jetzt die mit Abstand erfolgreichste Neueinführung einer Industrie-Markenfamilie im deutschen Zigarettenmarkt seit Jahrzehnten.“ Ziel sei es, bis zum Jahr 2025 insgesamt 40 Prozent unserer weltweiten Umsätze mit risikoreduzierten Produkten wie Iqos zu erwirtschaften. Diese Quote sieht Essing auch als „Messlatte für Deutschland“.

    Philip Morris hatte Iqos Ende Mai 2017 in Deutschland eingeführt. Pro Monat werden durchschnittlich etwa 30 Millionen Heets-Sticks in der Bundesrepublik verkauft. In der Europäischen Union zählt Iqos 1,3 Millionen Nutzer, von denen etwa 0,9 Millionen den Tabakerhitzer exklusiv nutzen. Der Marktanteil in der EU liegt bei 1,2 Prozent.

    In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 hat Philip Morris in der EU einen Umsatz von 577 Millionen US-Dollar (rund 510 Millionen Euro) mit risikoreduzierten Produkten erwirtschaftet. Weltweit lag der Umsatz in diesem Zeitraum bei 2,97 Milliarden US-Dollar. Dies entspricht 13,4 Prozent des globalen Unternehmensumsatzes.

    Iqos ist in über 43 Märkten weltweit erhältlich. 8,8 Millionen Menschen nutzen das Device, etwa sechs Millionen hiervon haben das Rauchen bereits komplett aufgegeben und sind zu Iqos gewechselt. Laut Philip Morris kommen täglich ungefähr 10 000 neue Nutzer hinzu.

    Jetzt stellte der Konzern das neueste Produkt Iqos 3 vor. Das Gerät, das aktuell im Online-Shop und voraussichtlich ab Januar im Handel verfügbar ist, ist das technologisch am weitesten entwickelte Gerät zum Erhitzen von Tabak von Philip Morris. Es wurde in Bezug auf Design und Funktionalität weiterentwickelt.

    Reduzierte Schadstoffe
    In diesem Zusammenhang machte Essing deutlich: „Nie war es so leicht, mit uns ins Geschäft zu kommen.“ Denn Philip Morris ist auf die Unterstützung des Handels angewiesen, um seinen Marktanteil zu steigern.

    Bei Iqos ist die Menge schädlicher Substanzen, die der Konsument inhaliert, im Vergleich zur normalen Zigarette im Schnitt um 90 Prozent reduziert. Das haben staatliche Behörden wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bestätigt.

    pi

    (DTZ 47/18)