Autor: admin

  • VdR feiert 100-jähriges Bestehen

    BERLIN // Der Verband der Rauchtabakindustrie (VdR) feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. DTZ sprach darüber mit dem Hauptgeschäftsführer Michael von Foerster.

    Herr von Foerster, wie kommt es, dass ausgerechnet der VdR als Verband der Tabakbranche 100 Jahre feiern kann?
    Michael von Foerster: Das ist gar nicht so seltsam. Columbus hat uns im 15. Jahrhundert den Tabak nach Europa gebracht. Als Genussmittel wurde er bis zum 18. Jahrhundert in erster Linie geschnupft. Anschließend kamen Pfeifen und Zigarren in Mode. Schließlich wurde der Tabak als Feinschnitt vielfach in Papier eingerollt. Erst sehr viel später entstand die vorgefertigte Fabrikzigarette. Das wertvolle Wissen rund um den Tabak und dessen Genuss wird seit Generationen weitergegeben und verfeinert. Es ist nahezu zwangsläufig, dass unser Verband schon ein Methusalem ist.

    Wofür steht Ihr Verband?
    von Foerster: Der VdR vertritt die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Politik, Medien und Öffentlichkeit seit 1920. Und das ist hochaktuell: Tabakkultur in Deutschland ist eng verbunden mit den Werten Verantwortung, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein, ganz besonders im Hinblick auf den Jugendschutz. Der VdR sieht sich deshalb als Verfechter einer maßvollen, fundierten und differenzierten Tabak‧regulierung. Heute leiden die vorwiegend familiengeführten Unternehmen unter unüberschaubaren, schwer zu realisierenden Gesetzen und Verordnungen, Standards und Normen.

    Die Tabakbranche hat nicht unbedingt den besten Ruf, wenn es um Einfluss auf die Politik und Lobbyismus geht, oder?
    von Foerster: Generell werden Industrieverbände immer als Gefahr für den politischen Gesetzgebungsprozess hingestellt. Es wird dabei versucht, die Interessenvertretung negativ darzustellen.

    Was tun Sie dagegen? Was können Sie tun?
    von Foerster: Wir haben langjährige politische Beziehungen, die gepflegt werden, und machen vielfältige Dialogangebote zu den Themen der Zeit. Wir verschicken unter anderem unseren „Politik Brief“, setzen darauf, dass Politiker die Berichterstattung in den Medien aufmerksam verfolgen. Gleichzeitig bringen wir bei Verbändeanhörungen unsere Expertise und unser Know-how ein.

    Wie sieht das praktisch aus?
    von Foerster: Der VdR ist ein transparenter Teil des politischen Diskurses und der gesetzgeberischen Willensbildung. Insbesondere bei der Gesetzesentwicklung werden wir beispielsweise gefragt, ob ein Gesetzentwurf Auswirkungen auf unsere Mitgliedsunternehmen, auf Arbeitsplätze, auf Konsumenten und so fort haben könnte. Es kann durchaus passieren, dass ein Gesetzesentwurf abgeändert wird, wenn dadurch erkennbar wirtschaftliche Schäden für unsere mittelständischen Mitglieder hervorgerufen werden. Dann ist aber auch die transparente Interessenvertretung und folglich Einflussnahme gerechtfertigt.

    Trotzdem ist Lobbyarbeit heute schwieriger denn je …
    von Foerster: Bei der Forderung nach totaler Transparenz geht es häufig um Schaufensterpolitik. Ähnlich wie bei der Gender-, Rassismus- und Klimadiskussion möchte man seitens der Politik zeigen, wie konsequent man handelt, ohne, dass wirklich etwas passiert. So haben die Politiker zuletzt mit einem Entwurf eines verpflichtenden Lobbyregisters reagiert, da sie wissen, dass 78 Prozent der Deutschen sich ein solches Register und mehr Transparenz wünschen. Nach der jetzigen Regelung werden die wahren Politikbeeinflusser nicht einbezogen. Was ein Lobbyregister deshalb leisten muss: Es muss alle rechtssicher miteinbeziehen und es darf gleichzeitig nicht dazu führen, dass der Wettstreit der Interessen zwischen den Lobbyisten aller Interessenvertretungen ausgehebelt wird.

    Wer sind denn diese Politikbeeinflusser?
    von Foerster: Nicht die Verbände sind es, sondern die Agenturen und Kanzleien, die verdeckt arbeiten und nicht offenlegen wollen, für wen und mit welchen Etats gearbeitet wird.

    Was für Ziele hat der VdR für die nächsten 100 Jahre?
    von Foerster: Es geht uns vor allem um die Freiheit und Selbstbestimmung erwachsener Menschen für den Genuss ihrer Wahl. Wir suchen den Dialog mit Gegnern und Befürwortern, um dem Kulturgut Tabak in Volkswirtschaft und Gesellschaft seinen Platz zu erhalten. Heute steht der VdR für Genuss und Tabakmittelstand. Wir führen eine gesellschaftliche Auseinandersetzung, die weit über die Frage des Tabakkonsums hinausgeht. Gehen wir von unmündigen, quasi „hilflosen Verbrauchern“ aus, die der Staat vor einer angeblich verantwortungslosen Industrie und einem fahrlässigen Handel beschützen muss, oder trauen wir ihnen emanzipierte, informierte und reflektierte Entscheidungen zu?

    Diese Frage ist aktueller denn je …
    von Foerster: Wir verlieren individuelle Freiheiten in Deutschland und sind dafür dankbar? Das kann nicht richtig sein. Wenn im politischen Berlin Vorhaben diskutiert werden, richtet sich die Einschätzung über Nutzen und Schaden immer mit Blick auf die wenigen multinationalen Zigarettenkonzerne. Unsere mittelständischen Betriebe, die dadurch in ihrer Existenz bedroht werden, finden selten Gehör. Es wäre fair, wenn auch wir gehört würden.

    Sie stellen sich gegen die herrschende Verbotspolitik?
    von Foerster: Die Liebe zum Verbot ist allgegenwärtig – egal, ob Tempolimit, Klimadiskussion oder Werbeverbote. Es geht oft nicht mehr um die Sache, sondern um das Gefühl, moralisch höherstehend zu sein. Andere zu belehren und zu maßregeln, scheint hier Devise zu sein. Der Idee des aufgeklärten mündigen Bürgers wird die belehrende Erziehung durch grüne Politik und subventionsnaher NGOs entgegengesetzt. Wir müssen energisch gegen die Einschränkungen individueller Freiheiten kämpfen. Es muss gelten: Nicht die Freiheitsrechte müssen ihr Dasein rechtfertigen, sondern der Staat muss sehr genau begründen, warum er in die Freiheit eingreift. Es ist Alarmstufe Rot!

    Herr von Foerster, wir bedanken uns für das Gespräch.


    red

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    blicken Sie noch durch? Die Zahl der positiven Testergebnisse in Sachen Corona steigt praktisch täglich – und der Sieben-Tage-R-Wert liegt seit Tagen unter 1, rechnerisch stecken damit 100 „Infizierte“ weniger als 100 weitere Menschen an.

    Nachträgliche Korrekturen
    Damit sollte eigentlich die Zahl der neuen Fälle sinken. Allerdings: So richtig aussagekräftig ist die Reproduktionszahl ohnehin nicht. Selbst das Robert-Koch-Institut teilt mit, der Wert müsse mit Vorsicht interpretiert werden. Zudem liegen die nachträglichen Korrekturen dieser Zahl bei bis zu 0,2 Punkten – was schon mal die Vorzeichen verändern kann, also die Frage, ob die Zahl der positiven Testergebnisse tendenziell zu- oder abnimmt.

    Vater Staat
    Fest steht: Trotz womöglich bald verfügbaren Impfungen werden wir noch lange durch Tests und Erkrankungen beeinträchtigt werden. Aber Vater Staat hilft ja. Finanzminister Olaf Scholz kündigt weitere Finanzhilfen an. Ob und wie nachhaltig die bei den Betroffenen ankommen, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Ohnehin sind die Mittel nicht so großzügig dimensioniert, wie es nach der ersten Ankündigung klang. Und was auf Ebene einzelner Unternehmen bereits schwierig ist, setzt sich auf gesamtwirtschaftlicher Ebene fort: eine Vorhersage, wie sich die Lage entwickeln wird. Die Wirtschaftsweisen jedenfalls haben zwar eine relativ optimistische Prognose abgegeben (BIP-Veränderung in Deutschland 2020: -5,1 Prozent, 2021: +3,7 Prozent). Aber die Experten sagen auch, dass Corona uns einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

    Zombie-Firmen
    Zombie-Firmen (die nur noch aufgrund der verschobenen Insolvenz-Meldepflicht oder großzügig gestundeter Lieferantenrechnungen überleben) und Unternehmen, deren Geschäftsmodell mehr und mehr durch die Angst bei den Mitarbeitern ausgebremst wird, dürften das kommende Jahr kaum überstehen. Es rächt sich die Politik, blinde Panik zu verbreiten. So berichtet mir ein Unternehmer, ein Teil seiner Außendienstler weigere sich aus Angst vor einer Ansteckung, zu Kunden zu fahren. Ein Geschäftsinhaber erzählt, eine Mitarbeiterin habe sich aus Furcht vor Corona krankschreiben lassen, weil sie „kalte Füße“ habe und das bei ihr Anzeichen einer nahenden Grippe sei.

    Inkubationszeiten
    Übrigens: Besonders amüsant finde ich die Menschen, die jetzt über die Leichtsinnigen wettern, die im Sommer im Urlaub waren oder in den Parks gefeiert haben. Wir brauchen dringend eine Studie, die erklärt, wie das Virus in ihnen mehrere Monate völlig unbemerkt geschlummert hat und sich nun – allen bekannten Inkubationszeiten zum Trotz – auf den Weg macht, um die Bundesbürger niederzumachen.

    Herrje!

    Ach ja: In Japan, einem Land mit 126 Millionen Einwohnern und bislang 1850 Corona-Todesfällen ist die Zahl der Selbstmorde fast zehnmal so hoch wie die der Covid-Opfer im gleichen Zeitraum. Experten führen das auf ökonomische Probleme als Folge der Pandemie zurück.

    Ich wünsche Ihnen trotzdem ein schönes und hoffentlich entspanntes Wochenende.

    Herzlich,
    Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    immer mehr Sorgen bereitet mir derzeit die gesellschaftliche Spaltung im Land – durchaus befeuert durch zahlreiche Medien, die vergessen zu haben scheinen, dass es nicht nur Schwarz und Weiß sondern auch jede Menge Grautöne gibt.

    Angespannte Zeiten
    Über die Kluft zwischen den „Schlafschafen“ einerseits und den „Corona-Leugnern“ oder gar „Aluhutträgern“ andererseits habe ich an dieser Stelle bereits geschrieben. Wenn ich auf die immer schärferen Kommentare in den sozialen Netzwerken blicke, mit denen sich die beiden Lager gegenseitig überziehen, wird mir bange. Und der Blick in die USA zeigt, dass selbst die Anhänger zweier politischer Parteien (nicht nur) verbal aufeinander losgehen können. Das finde ich umso bedenklicher, als wir in diesen angespannten Zeiten enger zusammenstehen sollten. Dazu gehört auch, sich überhaupt mit Sichtweisen und Argumenten anderer auseinanderzusetzen.

    Auch die politische Entwicklung sehe ich derzeit ohne jede Freude. Wenn die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes wie vorgesehen beschlossen wird, ist das die nachträgliche Legitimierung bereits vollzogener Maßnahmen, etwa der Schließung von Gaststätten. Das halte ich für zumindest grenzwertig.

    Jede Menge gute Argumente
    Und wie geht es weiter mit dem Lockdown? Laut einer Umfrage befürchten 52 Prozent der Bundesbürger, dass Haushalte das Weihnachtsfest getrennt feiern müssen. 53 Prozent erwarten, dass Restaurants, Kneipen und Cafés rund um die Feiertage geschlossen bleiben. Hoffen wir, dass dem Handel wenigstens weitergehende Schließungen wie im Frühjahr erspart bleiben. Dass das so bleibt, dafür gibt es jede Menge gute Argumente. Sie müssen nur gehört werden.

    Lassen wir uns in diesem merkwürdigen November nicht unterkriegen, in dem die Einkaufsstraßen leer sind und die wenigen Menschen mit Mund-Nasen-Schutz an den Geschäften vorüberhasten.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

    Herzlich,
    Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ

  • „Unsere Kunden können sich so sicher wie möglich fühlen“

    MÜNCHEN // Der bayerische Einzelhandel ist kein Hotspot und Einkaufen ist auch in der Pandemie sicher. Darauf weist Ernst Läuger, Präsident des Handelsverband Bayern (HBE), vor dem Hintergrund der seit 2. November geltenden verschärften Corona-Regelungen hin.

    Abstandskonzepte funktionieren
    „Wir haben seit dem letzten Lockdown gezeigt, dass unsere Hygiene- und Abstandskonzepte sehr gut funktionieren. Unsere Kunden können sich auch weiterhin in den Geschäften so sicher wie möglich fühlen“, sagt Läuger.

    In ganz Bayern habe es bislang keinen einzigen nachweisbaren Fall einer Ansteckung mit dem Corona-Virus beim Einkaufen gegeben – weder für Kunden, noch für die Mitarbeiter. Läuger unterstreicht: „Die umfangreichen Hygienekonzepte sorgen für einen hohen Sicherheitsstandard beim Einkaufen.“

    Mitarbeiter speziell geschult
    In vielen Geschäften des Einzelhandels seien zudem die Mitarbeiter speziell geschult worden. Außerdem würden insbesondere in größeren Unternehmen Hygiene-Verantwortliche die Einhaltung der Schutzkonzepte penibel überwachen. Der Handel lebe vom Vertrauen der Verbraucher. Dies gelte natürlich besonders in der Corona-Krise.

    Mit Blick auf die andauernden Diskussionen über die Maskenpflicht appelliert der HBE-Präsident eindringlich an das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln. „Das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung ist ohne Zweifel lästig und anstrengend. Aber wir haben derzeit neben den Abstandsregeln zum Wohle aller Menschen leider keine Alternativen.“


    Verantwortungsbewusste Kunden

    Die überwältigende Mehrheit der Kunden im bayerischen Einzelhandel geht nach Einschätzung des HBE-Präsidenten weiterhin verantwortungsbewusst mit der Situation um und hält sich an die Maskenpflicht. Nur in Ausnahmefällen müssten Kunden an das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung erinnert werden. Totale Maskenverweigerer erhalten dagegen keinen Zutritt zu den Geschäften. Läuger: „Schwarze Schafe gibt es leider überall.“


    vi

  • „Kulturgut und Genussartikel“

    BONN // Die Mitglieder des Bundesverbands der Zigarrenindustrie (BdZ) haben bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung den eigenständigen Charakter von Zigarren und Zigarillos als Kulturgut und Genussartikel betont. DTZ berichtet über die Ergebnisse der Sitzung.

    Klarheit und Bestimmtheit
    Der BdZ setzt weiterhin auf eine Strategie sachlicher Klarheit und Bestimmtheit. Zigarren und Zigarillos, die – auch nur gelegentlich – von Erwachsenen gehobenen Alters genossen werden, haben keine Jugendschutzprobleme und müssen deshalb auch anders reguliert werden als andere Tabakprodukte. Die Zusammenarbeit mit den Botschaften bedeutender Herstellerländer wird auch in Zukunft ein wichtiger Baustein der Verbandsarbeit sein.


    Parlamentarischer Abend

    Der Parlamentarische Abend unter der Schirmherrschaft der Botschafterin der Dominikanischen Republik Anfang März war ein wichtiges Event, weitere Folgeveranstaltungen mit anderen Botschaften mussten wegen der Einschränkungen durch Covid-19 in das Jahr 2021 verschoben werden.

    Der BdZ hat auf seiner Mitgliederversammlung erneut betont, dass er als Fachverband das exklusive Sprachrohr für alle Fragen rund um das Thema Zigarren und Zigarillos in der Verbändelandschaft darstellt. Selbstverständlich steht der Verband anderen Herstellern und Importeuren für eine Mitgliedschaft offen.

    Änderungen im Vorstand
    Beim BdZ hat es zudem Änderungen im Vorstand gegeben. Seit Juni ist Stefanie Birtel für Davidoff Mitglied im Vorstand, nachdem Olaf Ruf das Unternehmen verlassen hatte. Zum 1. Juli ist Thomas Strickrock für Rainer Göhner, der altersbedingt das Unternehmen Arnold André verlassen hat, in den Vorstand gerückt. Ende Oktober ist Mark Hofmann (STG, vormals Agio) aus dem Vorstand zurückgetreten, seinen Posten hat Oliver Hass von der Scandinavian Tobacco Group übernommen. Weitere Vorstandsmitglieder sind Peter Wörmann (Wörmann Cigars) als Vorsitzender, Gregor Meier-Pohlmann (Dannemann) als stellvertretender Vorsitzender und Annemarie Schuster (August Schuster).

    Der Verband sprach allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für die vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit seinen Dank aus. Mit Mark Hofmann und Rainer Göhner sind zwei Vorstandsmitglieder ausgeschieden, die über viele Jahre die Verbandsarbeit im Vorstand unterstützt haben. So war Mark Hofmann seit 2004 Mitglied im Vorstand und Rainer Göhner nicht nur – seit 2005 – Mitglied im BdZ-Vorstand, sondern auch Vorsitzender des Verbandes und Vorsitzender der BdZ-Tarifkommission.

    vi

  • Filterhülsenfabrik produziert wieder

    TROSSINGEN // Die Filterhülsenfabrik in Trossingen produziert jetzt für ihre neuen Inhaber. Nach fünf Monaten Stillstand nimmt das ehemalige Efka-Werk als Tochter der niederländischen Mignot & de Block B.V die Arbeit als F+C Papiervertriebsgesellschaft mbH wieder auf. Bekanntestes Mitglied der europäischen Mignot & de Block-Gruppe in Deutschland ist Gizeh Raucherbedarf.


    Wettbewerbsvorsprung sichern

    Die Produktion läuft in drei Schichten mit zunächst 44 Mitarbeitern. Christian Hinz, Geschäftsführer der Mignot & de Block-Gruppe in Deutschland und zugleich Geschäftsführer der neuen F+C: „Kompetenz und Größe des Unternehmens sichern uns kurzfristig den Wettbewerbsvorsprung der Lieferfähigkeit. Wir freuen uns, einen gut aufgestellten Produktionsstandort mit top-qualifizierten Mitarbeitern in eine neue Zukunft, auch über die Filterhülsenproduktion hinaus, führen zu können. Unsere Investition in den Standort ist langfristig und wachstumsorientiert angelegt. Die Filterhülsenproduktion wird mittelfristig nicht mehr das Hauptstandbein sein.“


    Besitzerwechsel Anfang Oktober

    Anfang Oktober hatte der Standort den Besitzer gewechselt, die Imperial Tobacco Efka GmbH verkaufte an die F + C Papiervertriebsgesellschaft mbH, eine Tochter der Mignot & de Block GmbH. Jochen Bizot, geschäftsführender Gesellschafter der Mignot & De Block-Gruppe, wünscht sich, dass sich jeder einzelne Mitarbeiter in das Unternehmen einbringe, damit jeder sagen könne: „Das ist auch ein bisschen mein Unternehmen.“

    Derzeit arbeitet ein Team in drei Schichten, um den Mitarbeitern einen möglichst hohen Gesundheitsschutz zu bieten. Bis zum Jahresende wird die Zahl der Beschäftigten weiter steigen. Unter den Kräften sind viele Wiedereinsteller, die ihre aktuellen Jobs kündigen, um die Beschäftigung in Trossingen bei F+C aufzunehmen. Geschäftsführer Hinz will mit dem Team zukünftig nicht nur Filterhülsen produzieren, sondern die Kompetenzen am Standort gerade auch für neue Projekte der Mignot & de Block-Gruppe einsetzen.

    red

  • Weniger freie Jobs

    NÜRNBERG // Im dritten Quartal 2020 gab es bundesweit 934 000 offene Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahresquartal 2019 sank die Zahl offener Stellen damit um 426 000.

    Das entspricht einem Rückgang von rund 31 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal stieg die Zahl der offenen Stellen jedoch um 41 000, also um knapp fünf Prozent, an. Das geht aus der IAB-Stellenerhebung hervor, einer Umfrage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).


    Unter Vorjahresniveau

    „Nach wie vor liegt die Zahl der offenen Stellen deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Abwärtstrend wurde jedoch im dritten Quartal gestoppt“, erklärt IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Ein deutlicher Anstieg offener Stellen ist bei den Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten zu beobachten. Hier stieg die Zahl im dritten Quartal auf 288 000 und liegt damit 15 Prozent über dem Wert vom zweiten Quartal.

    „Viele Betriebe sind seit dem Beginn der Corona-Krise zurückhaltend bei der Personalsuche. Die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie belastet auch das Einstellungsverhalten der Betriebe“, so Kubis.

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