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  • Geschenkpackungen erleben eine Renaissance

    HAMELN // Dagmar Neumann von der Niemeyer-Filiale in der Hamelner Galerie fällt im Weihnachtsgeschäft besonders der Kundenansturm auf. Der verteilt sich nun auf alle Werktage.

    „Gab es bisher eine Konzentration auf die zweite Wochenhälfte, so haben wir diesmal ganztägig von Montag bis Samstag viele Besucher. Das ist sicherlich eine Folge der Innenstadtlage, des unmittelbar vor uns liegenden Weihnachtsmarktes und auch der Attraktivität des Centers“, berichtet sie.

    Das Tagesgeschäft mit Tabakwaren, Lotto und Presse sei sehr konstant. Auf große Nachfrage stießen im begehbaren Klimaraum kubanische Produkte, aber auch das Davidoff-Sortiment. Speziell Geschenkpackungen erleben hier eine Renaissance und sind von zehn verschiedenen Anbietern erhältlich. Die Zigarre gelte als ideales Geschenk.

    Auch eine deutliche Belebung beim Pfeifenumsatz wird beobachtet. Der Renner ist die Pfeife „Auenland“ von Vauen zum Preis von 159 Euro. Ansonsten konzentrieren sich die bisherigen Verkäufe im Pfeifengeschäft auf Preise von 60 bis 250 Euro.

    Whisky, Rum und Obstbrände bestimmen das Spirituosensortiment. Kaufanlässe bieten sowohl Artikel für den Eigenbedarf als auch zum Verschenken. Offensichtlich verbinden Konsumenten ein gut sortiertes Tabakfachgeschäft mittlerweile mit einer großen Spirituosenauswahl, wo Kompetenz und Beratung aber auch nicht alltägliche Marken angeboten werden, heißt es in Hameln.

    Traditionell bietet die Niemeyer-Filiale eine Feuerzeuggravur unmittelbar vor Weihnachten an. Das wird von den Kunden genutzt. Das Feuerzeuggeschäft an sich wird allerdings eher als rückläufig bezeichnet und konzentriert sich wesentlich auf Zippo-Modelle.
    kdp

    (DTZ 51/16)

  • Diskussion um TPD 2

    BRÜSSEL // Eine zehnstündige Marathon-Sitzung in Brüssel hat am 12. Dezember staatliche Organisationen, Interessenvertreter und Unternehmen an einen Tisch gebracht. Thema: Wie und in welchem Rahmen soll das in der TPD 2 vorgesehene „Tracking &Tracing“ umgesetzt werden.

    Dabei ging es unter anderem um die Fragen, bis zu welcher Stufe der Wertschöpfungskette die Produkte nachverfolgt werden können müssen, mit welchen Mitteln dies geschehen soll und wieviel Zeit für die Datenübertragung die Unternehmen bekommen sollen.

    DTZ wird über die Fortschritte des Verfahrens berichten.
    red

    (DTZ 50/16)

  • Deutsche im Mittelfeld

    LUXEMBURG // Die europäische Statistikbehörde Eurostat hat die Zahl der Raucher unter die Lupe genommen. Ergebnis: EU-weit konsumieren 24,9 Prozent aller Menschen ab 15 Jahren Tabakerzeugnisse, davon 19,2 Prozent täglich.

    Am geringsten ist die Raucherquote mit 16,7 Prozent in Schweden, gefolgt von Großbritannien (17,2 Prozent) und Finnland (19,3 Prozent). Deutschland liegt in Sachen Raucherquote mit 21,7 Prozent auf dem siebten Platz.

    Die meisten Raucher im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung weisen demnach Griechenland (32,6 Prozent) und Bulgarien (34,7 Prozent) auf. Große Unterschiede gibt es bei den Anteilen rauchender Männer und rauchender Frauen. Besonders ausgeprägt ist die Differenz in Litauen, wo 40,3 Prozent der Männer, aber nur 12,3 Prozent der Frauen rauchen; das sind 28,0 Prozentpunkte. Ähnlich deutlich ist der Unterschied in Rumänien (27,3 Prozentpunkte) und Zypern (47,7 Prozentpunkte).
    red

    (DTZ 50/16)

  • EU-Befragung zu Verbrauchssteuern

    BRÜSSEL // Seit Mitte November läuft eine öffentliche Anhörung der EU-Kommission zur Richtlinie 2011/64/EU. Damit regelt die EU Verbrauchssteuern auf Tabakerzeugnisse.

    Hintergrund der noch bis zum 16. Februar laufenden öffentlichen Befragung sind unter anderem die Einführung von Verbrauchssteuern auf neue Warengruppen, etwa E-Zigaretten, aber auch eventuelle Veränderungen, unter anderem der Steuerstrukturen, zum Beispiel bei Rauchtabak und Zigarillos (siehe auch Seite 1 der Print-Ausgabe 47/2016 der Tabak Zeitung vom 25. November unter der Überschrift „Brüssel berät wieder“).

    „Alle unmittelbar Betroffenen sollten sich mit ihrem Fachwissen an dieser für die gesamte Branche wichtigen öffentlichen Anhörung beteiligen“, empfiehlt Horst Goetschel, Vorsitzender und Geschäftsführer von MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft). Und er erläutert: „Die Ergebnisse dieser Befragung werden zu einer Weichenstellung für die zukünftige Besteuerung traditioneller und, neuer Tabakerzeugnisse´ in der EU führen.“

    Wie Goetschel weiter erklärt, wird auch MUT in Absprache mit anderen Verbänden der Tabakwirtschaft an der Befragung teilnehmen.

    [link|https://ec.europa.eu/eusurvey/runner/Tobacco_excise ]Hier[/link] geht es zur Befragung. da
    (DTZ 50/16)

  • Wachstum im „E-Geschäft“

    HAMBURG // Der E-Zigarettenmarkt wird 2016 um 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen, 3,5 Millionen Tabakraucher sind laut Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) umgestiegen. Gegen Ende des Jahres ziehe der Handel zudem kräftig an: „Die E-Zigarette verkauft sich im Vorweihnachtsgeschäft sehr gut“, sagt Dac Sprengel, Vorsitzender des VdeH.

    Innerhalb eines Jahres sind die Umsätze im deutschen E-Zigarettenmarkt stark angestiegen. Der VdeH erwartet ein Umsatzwachstum von 45 Prozent auf 400 Millionen Euro. 2015 lag der Gesamtumsatz bei 275 Millionen Euro. Die Zahl der E-Zigarettennutzer wird sich von drei Millionen im Jahr 2015 auf 3,5 Millionen erhöhen, der Anteil der Gelegenheitsnutzer im Gesamtverhältnis sinken. Als Grund für das starke Wachstum gibt der Verband eine gewachsene Erkenntnis unter Tabakrauchern an, dass sie sich mit der E-Zigarette in erheblich geringerem Maße schädigten.

    Sprengel: „Die E-Zigarettenhändler beraten im Vorweihnachtsgeschäft häufig auch Verwandte und Freunde von Rauchern. Wir empfehlen für den Anfang einfach zu bedienende Geräte und E-Liquids, die den bisherigen Rauchgewohnheiten entsprechen und einen ausreichenden Nikotinanteil haben, damit der Umstieg nicht schwer fällt. Für Tabakmentholraucher gibt es eine Vielzahl von gut abgestimmten Mentholaromen. Dazu kommt ein immenses Angebot an Frucht- oder Süßaromen.

    Der VdeH bietet allen E-Zigarettennutzern eine Plattform, um ihre Erfolgsgeschichte mit der E-Zigarette zu erzählen. Die Webseite unsererfolg.org bietet vielfältige Einblicke in die Gründe für den Umstieg von der Tabakzigarette. Alle E-Zigarettennutzer sind aufgerufen, auf dieser Seite ihre Erfolgsstory zu erzählen. Somit erführen immer mehr Menschen von den Produkten.
    pi/red

    (DTZ 50/16)

  • „Wir müssen unseren Kunden Einkaufserlebnisse bieten“

    BREMEN // „Die Beratungskompetenz ist einer der großen Vorzüge des Fachhandels. Da kann der Onlinehandel nicht mithalten.“ Davon ist Martin Jonas, Inhaber und Geschäftsführer der Jonas KG mit Zentrale in Bremen, überzeugt.

    Er stößt sich allerdings daran, dass der Beratungsklau zunimmt. „Das trifft uns bei Artikeln, die nicht preisgebunden sind. Erst lassen sich die Leute in aller Ausführlichkeit von uns beraten. Dann fragen sie, ob wir das gewünschte Produkt zum Internetpreis abgeben können. Falls nicht, haben wir Pech.“ Der Kunde verlasse dann in aller Regel den Laden. Da hilft es auch nicht, darauf hinzuweisen, dass der stationäre Handel wesentlich höhere Kosten als der Onlinehandel hat, zum Beispiel für Personal, Miete und Energie. Das interessiert die Verbraucher nicht.

    Auf der anderen Seite kann man in jüngerer Vergangenheit beobachten, dass bedeutende Internethändler auch stationäre Läden eröffnen. „Nur online alleine reicht auf Dauer offenbar nicht“, schließt Jonas daraus.

    Internethandel wächst weiter
    „Der Internet-Handel wird weiter zulegen, aber auch beim E-Commerce wachsen die Bäume nicht in den Himmel“, gibt Jonas zu bedenken. Wer zusätzlich zu seinem stationären Geschäft keinen Internet-Handel betreiben will oder kann, hat nach seiner Ansicht trotzdem gute Chancen, sich zu behaupten. „Wir müssen unseren Kunden Einkaufserlebnisse bieten. Da kann der Online-Handel ebenfalls nicht mithalten.“ Und zur Erläuterung fügt Jonas hinzu: „Die Ware in die Hand nehmen, anschauen, riechen, fühlen, schmecken – das kann ich in einem Tabakwarengeschäft. Aber kein Online-Shop der Welt kann zum Beispiel einem Zigarrenliebhaber jenes Einkaufserlebnis verschaffen, das dieser in einem begehbaren Humidor hat.“ Seinen Fachhandelskollegen, die sich nicht oder noch nicht für eine Cross- oder Multi-Channel-Strategie entscheiden würden, empfiehlt er, diese großen Trümpfe auszuspielen und ihre Fachgeschäfte so gut es geht in Szene zu setzen.
    da

    (DTZ 49/16)

  • Naht das Ende der Zigarette?

    NEW YORK / BERLIN // Für jede Menge Aufmerksamkeit hat ein Interview gesorgt, das André Calantzopoulos dem britischen Radiosender BBC 4 gegeben hat. Darin läutet der Philip-Morris-Chef nach Ansicht einiger Auguren den Ausstieg des Konzerns aus dem Zigarettengeschäft ein.

    Doch ganz so weit ist es natürlich nicht. Fest steht: Philip Morris reitet mit dem neuen „Heat not burn“-Produkt iQos erfolgreich auf der Gesundheitswelle. Der Ansatz: In der iQos wird Tabak – nach Unternehmensangaben rund die gleiche Menge wie in einer klassischen Zigarette – erhitzt. Der Konsument zieht warmen, nikotinhaltigen und würzigen Dampf ein, die schädlichen Nebenprodukte des Verbrennungsvorgangs entstehen nicht.

    Zugleich weisen Experten gelegentlich darauf hin, dass das zweite Tabak-Alternativprodukt E-Zigarette zwar erheblich weniger Risiken aufweise als herkömmliche Zigaretten, aufgrund immer leistungsstärkerer Akkus jedoch Probleme in Form chemischer Verbindungen auftauchen könnten.

    Calantzopoulos hatte gesagt, er glaube, es werde der Moment kommen, an dem alternative Tabakprodukte so verbreitet seien, um gemeinsam mit Regierungen die Zigarette zum Auslaufmodell zu machen. Er hoffe, so der Manager weiter, dieser Moment werde bald kommen.

    Allerdings hatte der Philip-Morris-Chef auch bekräftigt, er wisse nicht, wann dieser Zeitpunkt kommen werde. Im Jahr 2025 würden voraussichtlich eine Milliarde Menschen weltweit rauchen – das ist trotz Rauchverboten und immer stärkerer Regulierung etwa die heutige Zahl. Wachstum sehen die Konzerne vor allem in Afrika und Asien. Und der Wettbewerb um diese Märkte geht unvermindert weiter. So will BAT für 47 Milliarden US-Dollar den amerikanischen Konkurrenten Reynolds übernehmen und so zur Nummer 1 der Branche aufsteigen. Philip Morris, mit seiner Hauptmarke Marlboro der Spitzenreiter im Zigarettengeschäft, wird da – trotz iQos – gegenhalten.

    Tabakgegner rund um den Erdball griffen die Aussagen Calantzopoulos‘ auf und stellten Forderungen auf. So verlautete aus der SPD-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, möge „den Widerstand gegen das Außenwerbeverbot beenden“. Die Beratung des Gesetzes zur Änderung des Tabakerzeugnisgesetzes mit dem Verbot dieser Werbung müsse unverzüglich im Bundestag beraten werden.

    Seitens der SPD hieß es außerdem, „die fachliche Expertise des Bundeslandwirtschaftsministers und des Bundesgesundheitsministers ist in Reihen der Union offensichtlich nicht erwünscht“. Mit dem Verbot der Tabakwerbung könnten Steigerungen von Absatz und Bekanntheitsgrad neuer Produkte gebremst werden.
    red

    (DTZ 49/16)

  • Änderung geändert

    BERLIN // Der Bundesrat hat in seiner turnusmäßigen Sitzung am 25. November der „Verordnung zur Änderung der Ersten Verordnung zur Änderung der Tabakerzeugnisverordnung“ zugestimmt.

    Hintergrund: Die europäische TPD 2 war als Tabakerzeugnisverordnung in deutsches Recht umgesetzt worden. Ende April gab es dann im Wesentlichen drei Änderungen an der ursprünglichen Verordnung, die die Zuständigkeit des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Gebrauchsanweisungen sowie Nachfüllmechanismen für E-Zigaretten betraf. Der Haken: Diese Änderung war aus Zeitgründen auf sechs Monate befristet. Mit der aktuellen Änderung (Drucksache 558/16) kann die erste Änderung auch über das eigentliche Ablaufdatum am 29. Dezember 2016 hinaus in Kraft bleiben.
    red

    (DTZ 48/16)

  • Unbegründetes Störfeuer

    BERLIN // Die im Handel verwendeten Produktkarten, die im Warenregal vor die Packungen mit den Schockfotos gesteckt werden, sind rechtskonform. Darauf hat der Deutsche Zigarettenverband (DZV) hingewiesen.

    DZV‐Geschäftsführer Jan Mücke erklärte, der Handel befinde sich damit im Einklang mit europäischem und deutschem Recht: „Die EU-Tabakproduktrichtlinie ist keine Warenpräsentations‐, sondern eine Produktrichtlinie. Wie Tabakwaren in den Geschäften ausgestellt werden, ist Sache der Händler.“

    Im Tabakwarenhandel sind seit einiger Zeit die neuen Zigarettenpackungen mit den großen Bildwarnhinweisen erhältlich. Um angesichts der großen Schockbilder den Überblick über das Sortiment im Warenregal zu behalten, setzen viele Händler auf Produktkarten, die die relevanten Informationen – Markenlogo und ‐name, Produktvariante und Preis – enthalten und vor den Warenschacht gesteckt werden.

    Anders als vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und einigen wenigen Ordnungsbehörden – im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf hat nach Zeitungsberichten das Ordnungsamt einen Händler zum Entfernen der Produktkarten aufgefordert – argumentiert, ist diese Lösung der Tabakwarenhändler eindeutig rechtskonform.

    Für die Reglementierung der Warenpräsentation in den Tabakwarengeschäften fehlt der EU die Gesetzgebungskompetenz. Die EU‐Richtlinie enthält produktbezogene Regelungen zur Verkehrsfähigkeit von Tabakprodukten und soll damit der Harmonisierung des EU‐Binnenmarktes dienen. Aufgrund des fehlenden grenzüberschreitenden Sachverhalts fällt der stationäre Handel nicht in den Regelungsbereich der EU‐Richtlinie.

    Auch das deutsche Recht, das die Richtlinie umsetzt, macht keine abweichenden Vorgaben zur Präsentation der Tabakprodukte im Handel. Konsequenterweise beziehen sich die Umsetzungsvorschriften zu den Warnhinweisen ausschließlich auf die Kennzeichnung der Verpackung. Sinn und Zweck der Vorschriften ist es, die grafische Integrität der Warnhinweise zu schützen: Die Warnhinweise auf der Packung dürfen zum Zeitpunkt des Inverkehrbringens nicht verdeckt werden. Das deutsche Tabakerzeugnisgesetz versteht unter Inverkehrbringen die Abgabe eines Tabakprodukts zum Verbrauch. Bei der Abgabe an den Kunden sind die Warnhinweise auf den Packungen nicht verdeckt. Der Kunde erhält im Geschäft eine rechtskonforme Packung der von ihm gewünschten Marke mit vollständig sicht‐ und lesbaren Warnhinweisen. Die Kennzeichnungs‐ und Verpackungsvorschriften werden somit eingehalten.

    Der DZV forderte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft auf, Fehlinformationen der Öffentlichkeit zu unterlassen und künftig Verunsicherungen des Handels und der Verbraucher zu vermeiden. „Zuständig für die Überwachung sind die Bundesländer und nicht der Bund. Wir raten allen Tabakwarenhändlern, möglichen Beschwerden gelassen und selbstbewusst entgegenzusehen. Die Rechtslage ist eindeutig“, sagte Mücke abschließend.
    pi/red

    (DTZ 48/16)

  • Die Cohibas werden knapp

    MAINZ // Medienberichten zufolge gibt es pünktlich zum Weihnachtsgeschäft Lieferengpässe bei der „Cohiba“. So meldet etwa „Hessenschau.de“, dass die kubanische Edel-Zigarre in Hessen knapp werde. Fachhändlern zufolge sei die Habanos-Spitzenmarke in Hessen fast ausverkauft.

    „Spätestens in einer Woche ist alles weg“, wird ein Frankfurter Tabakhändler zitiert. Verantwortlich für die Knappheit seien die Hurrikanes. Außerdem kauften US-amerikanische Touristen vermehrt Havannas ein, nachdem die US-Regierung kürzlich die Einfuhrbestimmungen für den Eigenbedarf von Habanos gelockert hatte. Bis dahin durften US-Bürger nur kubanische Zigarren im Wert von insgesamt höchstens 100 Dollar mit nach Hause bringen.

    5th Avenue Products, der Habanos-Alleinimporteur für Deutschland, Polen und Österreich, bestätigt die Lieferengpässe. Ganz neu ist das Problem indes nicht. Denn es gibt bereits seit gut einem Jahr nur noch eine sehr geringe Produktion, wovon vor allem hochwertige Havannas wie die „Cohiba“ betroffen sind. So hatte 5th Avenue bereits im Sommer die Fachhandelskunden über die schwierige Versorgungslage informiert. In den vergangenen drei Jahren habe es in der gesamten Karibik durch globale Klimaphänomene wie „El Niño“ größere Ernteausfälle gegeben, die besonders die Deckblattproduktion betrafen. Durch häufigen Starkregen in der Wachstumsphase würden die Pflänzlinge aus den Feldern gespült und müssten dann jeweils wieder nachgepflanzt werden.

    Da die Ernte aber bis Mitte März eingebracht werden müsse, reiche dann die Zeit nicht mehr, um auf größeren Flächen eine Nachpflanzung vorzunehmen. „Da man im hochpreisigen Marktsegment keine Zigarren mit nicht ausreichender Qualität der Deckblätter auf den Markt bringen möchte, musste die Produktion von großformatigen und hochwertigen Zigarren wie zum Beispiel auch der Marke ,Cohiba´ reduziert werden“, heißt es in dem Kundenschreiben.

    Wie 5th Avenue aktuell bestätigt, wird der Lieferengpass in Deutschland derzeit noch verschärft durch die von Präsident Obama erlassenen Erleichterungen für US-Amerikaner, die nach Kuba reisen.
    red

    (DTZ 48/16)