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  • Mit kubanischer Fingerfertigkeit auf Tour im deutschen Fachhandel

    WALDSHUT-TIENGEN // Ab September geht Zigarrenrollerin Luisa Cruz auf Deutschland-Tournee und besucht ausgewählte Fachgeschäfte.

    Die 53jährige verfügt über große Erfahrung in der kubanischen Zigarrenindustrie. Vor 33 Jahren, 1984, begann sie ihre Ausbildung in einer Zigarrenmanufaktur in Sancti Spíritus. Dort qualifizierte sie sich zur Spezialistin für Qualitätskontrolle und Prozessabläufe in der Zigarrenindustrie. Parallel dazu präsentierte sie ihr Können als Zigarrenrollerin in Peru und in Andorra.

    In Kuba werden Longfiller-Zigarre bis heute ausschließlich nach der traditionellen Methode „totalmente a mano“, deutsch: vollständig von Hand gefertigt. In anderen Ländern formt stets ein Roller den Wickel der Zigarre mit Hilfe einer Vorrichtung, woraufhin ein anderer Roller dann das Deckblatt anbringt.

    Auf Kuba führt der Roller alle Arbeitsschritte selbst aus, die zur Fertigung einer Zigarre notwendig sind. Deshalb findet sich auf der Unterseite der Habanos-Kisten stets der Zusatz „totalmente a mano“.

    Luisa Cruz Medina verfügt über die höchste, die neunte, Kategorie und beherrscht die Fertigung sämtlicher Formate. Sie freut sich darauf, deutsche Fachhändler und Aficionados kennenzulernen. Begleitet wird sie von Luis Mustelier Perez, der auch als Ansprechpartner für Fachhändler und Aficionados zur Verfügung steht.

    Die einzelnen Termine der Roller-Tournee finden Sie in Kürze auf [link|http://www.5thAvenue.de]www.5thAvenue.de[/link].

    pi

    (DTZ 33/17)

  • „Es rappelt munter im Karton“

    MAINZ / HAMBURG // Der Bundestagswahlkampf nimmt langsam aber stetig an Fahrt auf. Das Bündnis für tabakfreien Genuss (BfTG) hat die Parteiprogramme unter die Lupe genommen. DTZ sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Dustin Dahlmann.

    Herr Dahlmann, was haben Sie Interessantes gefunden?
    Dustin Dahlmann: Ehrlich gesagt kaum etwas – viel Watte, wenig Konkretes. Das muss wohl so sein, wollen die Parteien sich doch nicht zu sehr festlegen, um nach den Wahlen noch genug politische Beinfreiheit zu haben.

    Aber Ausnahmen bestätigen die Regel…
    Dahlmann: Ja, so hat die FDP sich explizit zur E-Zigarette geäußert. In einem Zusatzbeschluss zu ihrem veröffentlichten Parteiprogramm heißt es unter anderem: „Wir Freie Demokraten plädieren für einen liberalen Verbraucherschutz bei der E-Zigarette. Eine Regulierung mit Augenmaß muss die Bürger vor Risiken angemessen schützen, ihnen aber auch die Freiheit zur eigenen Entscheidung lassen“. Die Liberalen sprechen sich außerdem gegen eine gesetzliche Gleichbehandlung von E-Zigaretten und klassischen Tabak-Zigaretten aus. Deutsche Alleingänge bei der Regulierung dieses Produkts sind mit den Liberalen – laut Programma-tik – ebenso nicht zu machen. Das ist doch schon mal was.

    Wie sieht es bei CDU / CSU und SPD aus?
    Dahlmann: Bei den Regierungsparteien findet man weder Positives noch Negatives zur E-Zigarette. Jedoch sprechen sich alle drei Parteien für eine bessere Förderung des Mittelstandes, von Start-up-Unternehmen und für Bürokratieabbau aus. Immerhin. Sind das doch Themenbereiche, die für unsere Branche extrem wichtig sind und an die wir nach den Wahlen bei Union und SPD politisch anknüpfen werden. Die Linke wird nur konkret in puncto Tabakprodukte. Werbung und Sponsoring sollen hier rigoros verboten, der Nichtraucherschutz weiter ausgebaut werden. Bei den Grünen: komplette Fehlanzeige. Hier ein konkretes Fundstück für unsere Branche ausfindig zu machen, gleicht einem Blick in die Glaskugel.

    Bedeutet das erstmal „Ruhe im Karton“ für die E-Zigarette?
    Dahlmann: Nein. Zwar gibt es wegen des – wenn auch schleppend vorangehenden – Wahlkampfes auf Bundesebene nur noch wenig Aufmerksamkeit für die E-Zigarette. Aber: Unterm Wahlkampf-Radarschirm wird weiter an politischen Stellschrauben gedreht, die auch unsere Branche direkt betreffen können. Das ist auf der EU- und Landesebene der Fall. Und das gilt auch für die wissenschaftliche Community. Von „Ruhe“ kann hier nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Es rappelt munter im Karton.

    An welche Themen denken Sie da?
    Dahlmann: Ein Dauerbrenner ist die fehlende differenzierte Betrachtung von Tabakprodukten oder auch Heated-Tobacco auf der einen Seite und der E-Zigarette auf der anderen Seite. Da geistert noch einiges Nicht- bis Halbwissen in vielen Köpfen rum. Für unsere Branche heißt das: Wir haben noch jede Menge Aufklärungsarbeit vor uns.

    Zum Bespiel …
    Dahlmann: Ein Beispiel ist eine mögliche Verschärfung des Nichtraucherschutzes, die etwa von Bundesländern wie Bremen und Sachsen-Anhalt fleißig vorangetrieben wird. Das heißt für uns: auch auf Landesebene müssen wir uns – falls nötig – verstärkt für eine differenzierte Betrachtung der E-Zigarette einsetzen und über unsere Produkte aufklären.

    Was passiert auf EU-Ebene?
    Dahlmann: Die Europäische Kommission arbeitet gerade an einem Entwurf für ein neues Tabaksteuermodell. Dies wird auch die E-Zigarette betreffen. Die EU-Kommission hat hier das BfTG neben weiteren Branchenteilnehmern vor kurzem um fachlichen Input gebeten, dem wir gerne nachgekommen sind.


    Worauf muss sich die Branche nach der Wahl einstellen?

    Dahlmann: Wie gesagt: sollten die Liberalen in den neuen Bundestag einziehen oder gar Regierungsverantwortung übernehmen, packen wir für kommende Gespräche ihr Wahlprogramm mit ins Themen-Gepäck. Aber auch bei der Union oder der SPD gibt es einige politische Köpfe, die das Potential der E-Zigarette erkannt haben.


    Das heißt…

    Dahlmann: Zum wirtschafts- und gesundheitspolitischen Potential der E-Zigarette werden wir ein politisches „Ruhe im Karton“ auf keinen Fall zulassen. Das gilt jetzt, hier und heute für die Landes- und EU-Ebene und die wissenschaftliche Diskussion. Und das gilt nach den Wahlen auch mit voller politischer Schlagzahl wieder für die Bundespolitik.

    red

    (DTZ 33/17)

  • Philip Morris fördert Integration

    GRÄFELFING // Rund 150 gemeinnützige Institutionen sind dem ersten offenen Aufruf der neugegründeten Initiative „The Power of the Arts“ gefolgt. Kreativwerkstätten, Theater- und Musikproduktionen, Medienplattformen und Hochschulvorhaben – die eingereichten Konzepte sind divers, interdisziplinär und stammen aus ganz Deutschland.

    Zehn Projekte wurden von einer unabhängigen Jury nominiert. Alle Projekte wurden redaktionell und fotografisch porträtiert und in ausführlichen Reportagen auf [link|http://www.thepowerofthearts.de ]www.thepowerofthearts.de [/link]vorgestellt. Mitte September werden vier Gewinner bekannt gegeben.

    Philip Morris fördert das Projekt mit 200.000 Euro. „Die Philip Morris GmbH engagiert sich seit Jahrzehnten für die gesellschaftliche Teilhabe aller und ist seit den 60er-Jahren als Förderer großer Sammlungen, Ausstellungen und Künstler bekannt. Mit ‚The Power of the Arts‘ verbinden wir nun beide Aspekte. Die Initiative soll Impulse für eine liberale, interkulturell geprägte Gesellschaft geben. Als internationales Unternehmen wollen wir einen nachhaltigen Beitrag zur Integration und Inklusion von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland leisten. Wir glauben an die Kraft der Künste und zeichnen von nun an jährlich vier Projekte mit jeweils 50.000 Euro aus“, sagt Elfriede Buben, Leiterin Corporate Responsibility der Philip Morris GmbH.

    Laut dem Unternehmen hat die Ausschreibung gezeigt, dass sich neue Kooperationen gebildet haben: Institutionen und Unternehmen, Künstler und Kreative, Vereine und Freiwillige. Neue Hochschulkonzepte schaffen Zugang zu Bildung, Möbelwerkstätten geben wirtschaftliche Perspektiven und Tanz- und Theaterproduktionen arbeiten im transkulturellen Dialog. Dabei kommen Kreative und Künstler verschiedener Nationen zu Kollaborationen aus Neuankömmlingen und Alteingesessenen zusammen. Die Künste als universale Sprache ermöglichen diesen Prozess; sie fördern ein Miteinander auf Augenhöhe und gegenseitiges Lernen.

    pi

    (DTZ 33/17)

  • Rückgang im Presse-Grosso

    KÖLN // Die deutschen Grossisten haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres einen Umsatzrückgang von 8,34 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro verzeichnet. Dabei ging der Absatz um 13,22 Prozent auf 812 Millionen Exemplare zurück. Das teilt der Bundesverband Presse-Grosso mit.

    Im Kerngeschäft Presse verzeichneten die Grossisten einen Umsatzrückgang von 6,27 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro. Der Absatz sank dort um 9,91 Prozent auf 792 Millionen Exemplare. Auf der anderen Seite stiegen die Remissionsquoten im Presse-Segment auf 43,49 Prozent. Insgesamt waren die Rückgänge im Westen der Bundesrepublik stärker.

    Der hohe Absatzrückgang im Gesamtsortiment ist laut Bundesverband Presse-Grosso zum Teil auf die Erfolge im Non-Press-Bereich zur Fußballeuropa-Meisterschaft im Jahr 2016 zurückzuführen, denen im laufenden Jahr keine vergleichbaren Non-Press-Umsätze gegenüberstanden.

    red

    (DTZ 32/17)

  • Tabaksteuer zieht an

    BERLIN // Gegenüber dem Vorjahresmonat hat der Fiskus im Juli deutlich höhere Tabaksteuereinnahmen verbucht. Insgesamt lag das Plus bei 67,4 Prozent. In absoluten Zahlen erzielte der Staat mit Zigaretten 1,02 Milliarden Euro, mit Zigarren und Zigarillos knapp 8,5 Millionen, mit Feinschnitt 159,35 Millionen und mit Pfeifentabak fast 11,4 Millionen Euro.

    Auch der Nettobezug von Tabaksteuerzeichen lässt hoffen: Er lag für alle Produktgruppen über den Vorjahreswerten. Vor allem für Zigaretten (1,15 Milliarden Euro) deckten sich die Hersteller zudem so gut mit Steuerzeichen ein, wie noch in keinem Monat des Jahres 2017 zuvor.

    Damit können gut sieben Milliarden Zigaretten, über 207 Millionen Zigarren und Zigarillos, fast 2,2 Millionen Kilogramm Feinschnitt sowie mehr als 346.000 Kilo Pfeifentabak in den Handel gebracht werden, teilt das Statistische Bundesamt mit.

    pi

    (DTZ 32/17)

  • Amt will eigene Studie

    BERLIN // Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich „Tobacco-Heating-Systeme“ vorgenommen und eine vorläufige Risikobewertung getroffen. Das teilt die Behörde mit. Gemeint sind „batteriebetriebene Systeme, die durch elektrische Erhitzung von Tabak nikotinhaltige Dämpfe erzeugen“. Im Klartext: Es geht um Iqos, bislang das einzige „Heat not burn“-Produkt in Deutschland. Allerdings dürften Systeme anderer Anbieter wie BAT in Kürze folgen.

    Das BfR hat sich bei seiner Analyse auf bereits veröffentlichte Studien gestützt. Das Ergebnis: Der Gehalt gesundheitsschädlicher Stoffe im entstehenden Dampf liegt um 90 bis 95 Prozent niedriger als in klassischem Tabakrauch. Allerdings weist das BfR auch darauf hin, dass die Nutzung solcher Geräte „mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden“ sei, da der entstehende Dampf zwar deutlich weniger Schadstoffe aufweise als der von Tabakzigaretten, diese Stoffe aber „für Dämpfe von E-Zigaretten bei sachgerechter Nutzung nicht nachweisbar“ seien.

    Das BfR macht auch deutlich, dass die Aufnahme potenziell gefährlicher Stoffe abhängig sei etwa vom Wartungszustand der Geräte oder dem individuellen Raucherverhalten. Die Behörde will nun eigene Untersuchungen zu den Emissionen der in Deutschland vermarkteten Geräten vornehmen. Eine solche Studie könnte im Herbst dieses Jahres begonnen werden.

    Red

    (DTZ 32/17)

  • Rauchverbot in Autos mit Kindern an Bord

    LUXEMBURG // Seit Dienstag gilt im Nachbarland ein verschärftes Rauchverbot. Zum Beispiel dürfen Autofahrer sich keine Zigarette mehr anzünden, wenn Kinder unter zwölf Jahren mitfahren.

    Das teilte das luxemburgische Gesundheitsministerium mit. Jedes Jahr würden in Luxemburg 1000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Vor allem junge Menschen würden mit dem Rauchen anfangen. Hintergrund des Gesetzes, das am 1. August in Kraft trat, ist die erweiterte Umsetzung einer EU-Richtlinie von 2014.

    Statt wie bisher 16 muss man nun 18 Jahre alt sein, um Tabakprodukte kaufen zu können. Auch für das Dampfen von E-Zigaretten verschärft Luxemburg die Regelungen. E-Zigaretten werden nun genauso wie Tabak besteuert und Tabakprodukten gleichgestellt.

    Künftig darf auch auf Spielplätzen nicht mehr geraucht werden oder in Autos, in denen Kinder unter zwölf Jahren mitfahren.

    Nach Angaben des luxemburgischen Tageblatts drohen bei Verstoß Bußgelder in Höhe von bis zu 250 Euro.

    red

  • Verhandlungen zwischen Bahn-Tochter und der Unternehmensgruppe Dr. Eckert

    BERLIN / STUTTGART // Die Unternehmensgruppe Dr. Eckert GmbH (UGDE) mit Zentrale in Stuttgart und ServiceStore DB, Berlin, führen Verhandlungen über eine Franchisepartnerschaft. Sowohl das Tochterunternehmen der Deutsche Bahn AG als auch UGDE streben an, künftig gemeinsam ServiceStores an Bahnhöfen in Deutschland zu realisieren.

    Bislang wurde ein Vertrag für einen gemeinsamen Standort am Bahnhof Treuchtlingen unterzeichnet. In der mittelfränkischen Stadt wird im August der erste Store eröffnet. Weitergehende Gespräche werden geführt, die Verhandlungen sind aber entgegen anderslautenden Presseberichten noch nicht abgeschlossen. Bei diesen Gesprächen geht es zunächst um sechs der insgesamt 206 UGDE-Geschäfte.

    Das 1998 gegründete Franchisekonzept ServiceStore DB verfügt derzeit über 123 Standorte in ganz Deutschland mit insgesamt 38 Franchisenehmern. Dabei werden sowohl Einzel-Franchises als auch Multi-Franchises für Unternehmen mit hoher Investitionsbereitschaft für gleich mehrere Standorte angeboten.

    Die strategische Neuausrichtung von ServiceStore DB beinhaltet unter anderem das Expansionsziel, bis 2021 mindestens 250 Stores deutschlandweit zu betreiben. Die Größe eines Service-Stores variiert zwischen 20 und 200 Quadratmetern.

    Mit 206 Shops zählt die Unternehmensgruppe Dr. Eckert mit ihren fünf Marken „ON!Express“, „Adam’s“, „Ludwig“, „Eckert“ und „Barbarino“ zu den in Deutschland führenden Einzelhandelsunternehmen in den Sortimentsschwerpunkten Presse, Buch, Tabakwaren, Convenience, Lotto/Toto und Postdienstleistungen. Die drei Säulen des Unternehmens sind ein marktgerechtes Produktsortiment, eine moderne Ladenkonzeption und der Einsatz qualifizierten Personals. Die Unternehmensgruppe beschäftigt aktuell mehr als 1400 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Netto-Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro.

    pnf/da

  • WHO will Tabak stärker eindämmen

    GENF // Tabakwerbeverbote und Warnhinweise sind zunehmend erfolgreich im Kampf gegen das Rauchen. Das erklärt Tedros ‧Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Sonderorganisation der UN veröffentlicht im Rahmen ihrer MPOWER-Kampagne alle zwei Jahre einen Bericht dazu, wie die Staaten rund um den Globus die ihrerseits geforderten Maßnahmen umsetzen. Wirksamste Waffe im Kampf gegen den Tabak seien hohe Steuern.

    Der Begriff MPOWER leitet sich aus den Anfangsbuchstaben (in englischer Sprach) jener sechs Maßnahmen ab, mit denen die WHO (World Health Organisation) seit 2003 versucht, Menschen besser vor negativen Folgen des Tabakkonsums zu schützen. Einer von zehn Todesfälle weltweit werde durch Rauchen verursacht, behauptet der frühere New Yorker Bürgermeister und Tabakgegner Michael Bloomberg. Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg spricht von jährlich rund 120 000 Toten. Es wird jedoch nicht erläutert, wie man ausgerechnet auf diese Zahlen kommt.

    Dem aktuellen WHO-Bericht zufolge würden 63 Prozent der Weltbevölkerung in einem Land leben, das mindestens eine WHO-Maßnahme vollumfänglich umgesetzt habe. Außerdem sei der Zigarettenkonsum seither um 2,5 Prozent gesunken.

    Nach Ansicht der in starkem Maße von der Pharmaindustrie finanzierten WHO sei es wichtig, den Tabakkonsum zu überwachen. So könne etwa erkannt werden, welche Bevölkerungsgruppe gezielt mit Anti-Tabakkampagnen angesprochen werden sollten. Im vergangenen Jahr hätten 76 der 194 Staaten diese MPOWER-Maßnahme befolgt. 55 Länder hätten vollumfängliche Gesetze zum Schutz der Menschen vor Tabakrauch erlassen. Deutschland ist der WHO-Forderung zum Beispiel durch Rauchverbote in öffentlichen Gebäuden und durch einschneidende Maßnahmen am Arbeitsplatz nachgekommen. Außerdem haben die Bundesländer komplette oder teilweise Rauchverbote in der Gastronomie verhängt.

    Nach Angaben der WHO soll es bereits in zahlreichen Ländern Schockbilder auf den Packungen geben, mit denen die Raucher vor dem Kauf abgeschreckt werden sollen. In Deutschland wurden die Bildwarnhinweise auf Zigaretten, Feinschnitt und Wasserpfeifentabak im Mai 2016 im Zuge der nationalen Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) eingeführt.

    Handlungsbedarf sieht die WHO noch in vielen Ländern, so auch in Deutschland, beim Thema Werbung und Sponsoring. Hier schlägt sie umfängliche Verbote vor.

    Tedros Adhanom Ghebreyesus fordert eindringlich, den illegalen Tabakhandel einzudämmen, der „die globale Tabak-Epidemie und ihre gesundheitlichen und wirtschaftlich-sozialen Konsequenzen verschlimmert“, so seine Worte. Gleichzeitig bezeichnet er aber Steuer-Erhöhungen als effektivste Maßnahme, um den Tabakkonsum zurückzudrängen. Im vergangenen Jahr hätten die Regierungen rund 240 Milliarden Tabaksteuern eingenommen. Allein in Deutschland waren es knapp 14,2 Milliarden Euro.

    Gerade beim Thema Steuererhöhung kann der Schuss jedoch ganz schnell nach hinten losgehen, geben Fachleute zu bedenken: Werde die Tabaksteuer überdreht, drohe nicht nur ein zu starker Rückgang des legalen Konsums und der Staat nehme unter Umständen weniger statt mehr ein. Ganz übel werde die Sache dann, wenn durch überzogene Steuer-Anhebungen der Kauf illegaler Zigaretten weiter belebt würde, warnen Experten. Schon heute seien Schwarzmarkt und Schmuggel in vielen Ländern für die Mafia und Terroristen ein lukratives Geschäft, das es ohne zu hohe Tabaksteuern kaum oder zumindest in deutlich geringerem Ausmaß gäbe. Illegale Zigaretten halten einen Marktanteil von 9,1 Prozent am gesamten europäischen Zigarettenkonsum. Allein dem deutschen Staat entgehen jährlich 1,5 Milliarden Euro durch den Schwarzmarkt.

    Aber auch andere Vorschläge des WHO-Maßnahmepakets sollten kritisch hinterfragt werden, meinen Branchenkenner. Denn durch eine Überregulierung der Märkte werde letztlich nur der legale Handel begrenzt und behindert, nicht aber die Mafia und Terroristen. Kriminelle würden sich schließlich nicht nur einen Teufel um das scheren, was die WHO wolle, sondern könnten sogar von überzogenen Maßnahmen gegen den rechtmäßigen Handel profitieren. Und am Ende würden die Staaten die Geister, die sie (indirekt) riefen, nicht mehr los.

    red

  • Rubbellose mit 3D-Effekt

    MÜNSTER // WestLotto verbindet das klassische Genre der Rubbellose mit der neuen virtuellen Welt. Deutschlands größter Lotterieveranstalter hat dazu das Produkt „Goldschatz“ eingeführt.

    Dieses neue 3D-Rubbellos feierte am 12. Juli Premiere. Es wird exklusiv in Nordrhein-Westfalen angeboten. Seit diesem Tag können sich die Spieler entscheiden, ob sie auf klassische Weise aufrubbeln oder ob sie sich in Smartphone- oder Tablet-Technik in eine andere Welt entführen lassen wollen.

    Und so funktioniert die Technik: Auf dem Rubbellos ist ein QR-Code aufgedruckt, der mit der WestLotto 3D-App (powered by Paymaxs) auf dem Smartphone gescannt werden kann. Es erscheint ein virtuelles 3D-Schloss auf dem Bildschirm. In dieser Spielumgebung können Rubbel-Fans ihren Gewinn ermitteln.

    Dabei setzt das staatliche Glücksspielunternehmen auf die Augmented-Reality-Technik und arbeitet mit dem Spiele-Entwickler International Game Technology (IGT) zusammen, von dem auch die Lizenzrechte für das 3D-Rubbellos „Goldschatz“ erworben wurden.

    „Mit dem 3D-Rubbellos gehen wir völlig neue Wege bei der Gamification unserer Produkte. Es ist eine Innovation, die zusätzlichen Spielspaß bietet und neueste Technologien nutzt“, sagt Andreas Kötter, Geschäftsführer von WestLotto. „Die Menschen in NRW dürfen sich darauf freuen, denn sie sind die Ersten in Europa, die dieses Rubbellos spielen können.“

    Auch wer eher der klassische Rubbel-Typ ist und die Lose lieber wie bisher freirubbeln möchte, kommt auf seine Kosten. Beide Wege sind bei dem 3D-Rubbellos möglich – und führen natürlich zum gleichen Gewinn.

    Das neue 3D-Rubbellos kostet fünf Euro. Bis zu 100 000 Euro (Chance 1: 510 000) können die Tipper in NRW damit gewinnen. Es ist zunächst nur für kurze Zeit und exklusiv in allen WestLotto-Annahmestellen des Landes erhältlich. Ein Video, wie „Goldschatz“ funktioniert, finden Sie auf [link|http://www.youtube.de/westlotto] www.youtube.de/westlotto[/link].

    vi

    (DTZ 29/17)