Autor: admin

  • Strengere Tabakregeln

    BERN // Ein einheitliches Tabakgesetz regelt ab sofort den Verkauf von Tabakprodukten in der Schweiz. Nur noch volljährige Personen dürfen diese erwerben.

    Seit dem 1. Oktober gilt das neue Tabakproduktgesetz in der gesamten Schweiz. Ab sofort dürfen Zigaretten und andere Tabakprodukte wie E-Zigaretten nur noch an Personen verkauft werden, die mindestens 18 Jahre alt sind. Damit endet das bisherige kantonale Durcheinander.

    In den Kantonen Schwyz und Appenzell Innerrhoden war es bis Ende September selbst Kindern möglich, Zigaretten zu kaufen, da es dort kein gesetzliches Schutzalter gab. In anderen Kantonen mussten Käufer mindestens 16 oder 18 Jahre alt sein. Jetzt gilt schweizweit: Tabakprodukte sind nur für Volljährige erhältlich.

    Änderungen bei der Werbung

    Das neue Bundesgesetz schränkt auch die Tabakwerbung ein. Tabakanzeigen sind auf öffentlichem Grund nicht mehr erlaubt und auf privatem Grund nur dann, wenn sie nicht von öffentlichem Raum aus sichtbar sind. Veranstaltungen, die sich an ein minderjähriges Publikum richten, dürfen keine Tabaksponsoren mehr haben. Auch kostenlose Werbegeschenke im Zusammenhang mit Tabakkonsum sind verboten.

    Das Rauchen von E-Zigaretten ist an Bahnhöfen ebenfalls nur noch in signalisierten Raucherzonen erlaubt. Die Regeln gegen Passivrauchen gelten nun für alle Tabakwaren.

    Allerdings ist noch unklar, wie das nationale Tabakproduktgesetz umgesetzt wird. Die Höhe der Bußgelder und ob es Kontrollen geben wird, liegt in der Verantwortung der Kantone.

    red

  • Gemischte Erwartungen

    MÜNCHEN // Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im September weiter eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel auf 85,4 Punkte, nach 86,6 Punkten im August. Dies markiert den vierten Rückgang in Folge. Unternehmen zeigten sich sowohl mit den laufenden Geschäften als auch mit dem Ausblick auf die kommenden Monate zunehmend unzufrieden.

    Verarbeitendes Gewerbe
    Im Verarbeitenden Gewerbe sank der Index auf den niedrigsten Stand seit Juni 2020. Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich schlechter und auch die Erwartungen verschlechterten sich merklich. Der Auftragsmangel verschärfte sich weiter, was die Kernbranchen der deutschen Industrie erheblich belastet.

    Dienstleistungssektor
    Auch im Dienstleistungssektor verschlechterte sich das Geschäftsklima. Die Zufriedenheit mit der aktuellen Lage nahm ab, während die Erwartungen weniger skeptisch ausfielen. Lediglich im Tourismus und Gastgewerbe verbesserte sich die Stimmung.

    Handel
    Der Index im Handel ging ebenfalls zurück. Besonders der Ausblick auf die kommenden Monate war von mehr Pessimismus geprägt, und die aktuelle Lage wurde schlechter bewertet.

    Bauhauptgewerbe
    Ein Lichtblick zeigte sich im Bauhauptgewerbe, wo der Index durch weniger pessimistische Erwartungen leicht stieg. Mit den laufenden Geschäften zeigten sich die Unternehmen jedoch etwas unzufriedener.

    Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin unter Druck, was sich in den rückläufigen Stimmungswerten der verschiedenen Branchen widerspiegelt.

    red

  • Top-Thema: Regulierung

    DORTMUND // Zumindest in Sachen Aussteller haben InterTabac und InterSupply 2024 einen neuen Rekord aufgestellt: Über 800 Firmen zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen. Sogar eine Halle 9 gab es in diesem Jahr – wenn sie auch dieser Tage wieder abgebaut wird.

    Jedenfalls war die Stimmung der Weltleitmessen ausgezeichnet. Kein Wunder, dass Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, sich freute: „Das Herz der internationalen Tabakbranche schlägt wieder in Dortmund.“ Dabei wirkten die Ausstellungen trotz der Größe aufgeräumter, es ging vergleichsweise entspannt zu.

    Tabakbranche in ihrer Vielfalt und Dynamik
    Loos erklärte: „Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir es auch in diesem Jahr wieder geschafft, die Tabakbranche in all ihrer Vielfalt und Dynamik auf der InterTabac und InterSupply abzubilden und zusammenzubringen. Es ist beeindruckend, wie viele innovative Produkte und Ideen hier präsentiert werden. In diesem Umfeld können nicht nur lukrative Geschäfte eingeleitet und abgeschlossen werden. Auch langfristige sowie vertrauensvolle Partnerschaften werden entwickelt oder vertieft.“

    Zum Gelingen trugen übrigens nicht nur die eigentlichen Messen bei, auch das begleitende Kongress- und Event-Programm hatte für die Fachbesucher jede Menge zu bieten. Unter anderem präsentierten DTZ und das Schwesterblatt TJI (Tobacco Journal International) ein spannendes Panel mit renommierten Experten zum Thema „Innovationen in der Nikotinwirtschaft“.

    In der Eröffnungspressekonferenz äußerten sich zudem Vertreter der wichtigen Verbände zur aktuellen Lage. Michael von Foerster, Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Rauchtabakindustrie (VdR), machte deutlich, dass „die Zeit der grenzenlosen Überregulierung“ der Branche vorbei sei. Er habe, so von Foerster, den Eindruck, dass der Nanny-Staat langsam, aber sicher am Ende sei. Immer mehr Menschen stellten sich hörbar gegen die linke Bevormundungs- und Identitätspolitik.

    Zwei Themen: Schwarzmarkt und Jugendschutz
    Jan Mücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), verwies auf zwei Problembereiche, die der Branche zurzeit zu schaffen machten: einerseits der florierende Schwarzmarkt, andererseits die zunehmenden Verstöße gegen Jugendschutzvorschriften insbesondere bei E-Zigaretten. Mücke warnte in diesem Zusammenhang vor regulatorischen Schnellschüssen: „Mit Schaufensterpolitik werden Jugendliche nicht von Vapes ferngehalten, sondern lediglich verantwortungsvolle Händler und erwachse E-Zigaretten-Nutzer bestraft.“ Im Gegenzug müsse das bestehende Abgabeverbot im Handel strikt durchgesetzt werden.

    „Reines Genuss- und Kulturgut”
    Auf die Tatsache, dass die Zigarrenbranche schwierige Monate hinter sich hat, machte Bodo Mehrlein aufmerksam. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie (BdZ) wiederholte erneut, dass es sich bei den Produkten der seinem Verband angeschlossenen Mitgliedsunternehmen um „ein reines Genuss- und Kulturgut“ handele, welches „meist nur gelegentlich von Personen gehobenen Alters geraucht“ werde. Vor diesem Hintergrund sei es unverständlich, dass die Branche zum 24. Mai 2024 ein Track & Trace-System habe umsetzen müssen. Die Kosten und der Zeitaufwand seien immens gewesen – obwohl es bei Zigarren praktisch keinen Schmuggel gebe. Mehrlein sprach von einem „ordnungspolitischen Sündenfall“.

    Außerdem sagte er: „Der Zigarrenmarkt bedarf keiner weiteren Regulierung. Undifferenzierte Verbote würden zu einer Vernichtung eines Genuss- und Kulturguts führen; dies wäre genauso, als würde man im Rahmen der Alkoholregulierung hochwertige Spirituosen oder exquisite Weine verbieten.“

    Risikoreduzierte Alternativprodukte
    Die Veränderungen im Angebot des Fachhandels machte Torsten Löffler, Präsident des Handelsverbands Tabak (BTWE), zum Thema: „Die risikoreduzierten Alternativprodukte boomen. Ein starker Tabakwarenhandel ist für ihre Vermarktung unerlässlich. Geschultes Personal, ein breites Sortiment und die strikte Einhaltung des Jugendschutzes sind für die Tabakwarenhändler Tagesgeschäft.“

    Auch Löffler mahnte in diesem Zusammenhang vor Aktionismus in Brüssel und Berlin: „Hohe Personal- und Energiekosten, eine ausufernde Bürokratie, regulatorische Einschränkungen, die schwierige Lage in vielen Innenstädten und die Verunsicherung der Konsumenten sind auch für den Tabakwarenhandel alles andere als leicht zu stemmen. Wir brauchen eine faire Verteilung des Wirtschaftsnutzens.“ Er nannte dabei etwa die geplante Rücknahmepflicht für alle Vertreiber von E-Zigaretten und die möglichen Verschärfungen durch die bereits in Arbeit befindliche Tabakproduktrichtlinie 3 (TPD 3).

    Das Interesse der vertretenen Medien lässt darauf hoffen, dass die wichtigen Themen zunehmend in der Politik Gehör finden.

    max

  • „Staatsversagen“

    DORTMUND // Rund 180 von insgesamt über 800 Ausstellern präsentierten auf der InterTabac E-Zigaretten. Vor allem die Marke „Elfbar“ war an zahlreichen Ständen vertreten. Klar, dass die sogenannten NGP (Next Generation Products) in Dortmund auf einer eigenen Pressekonferenz vorgestellt wurden.

    Große Belastung für die Branche
    Für das Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG) sprach Geschäftsführer Philip Drögemüller von einem Wachstum des deutschen Marktes von etwa 20 Prozent im laufenden Jahr. Angesichts solcher Zahlen ist es kein Wunder, dass auch Kriminelle sich ein Stück vom Kuchen abschneiden wollen. Drögemüller: „Der illegale Handel stellt eine große Belastung für die Branche dar. Es kann nicht sein, dass sich kriminelle Händler einen Marktvorteil gegenüber dem ehrlichen E-Zigarettenhandel erschleichen. Hier fordern wir ein hartes Durchgreifen durch die zuständigen Behörden. Es ist die Aufgabe der Politik, dies zu realisieren.“ Ein Problem sind laut BfTG die hohen Steuern, ein mögliches Aromenverbot würde die Situation vermutlich noch verschärfen.

    Auch Jan Mücke vom Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) benutzte Begriffe wie „Staatsversagen“ und „staatlicher Kontrollverlust“. Als Teil einer möglichen Lösung schlug er ein bundesweites Meldeportal vor, auf dem den zuständigen Behörden Verstöße gemeldet werden könnten.

    Steigende Tendenz
    Noch einen Schritt weiter ging Horst Winkler vom Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH). Er schlug angesichts der wachsenden Bedrohung durch illegale Produkte vom Schwarzmarkt Alarm. Der Schwarzmarkt habe mittlerweile ein Volumen erreicht, das dem des legalen Marktes entspreche – mit steigender Tendenz. Seitens des VdeH hieß es: „Ein Großteil der in Deutschland im Umlauf befindlichen Einweg-E-Zigaret-ten stammt vom Schwarzmarkt. Dahinter stecken sehr oft kriminelle Banden und die organisierte Kriminalität.“ Die derzeitige Regulierung spiele dem Schwarzmarkt in die Hände. Der Staat müsse handeln.

    red

  • Cannabis ist ein großes Thema

    DORTMUND // Großer Andrang herrschte bei den Ausstellern von Raucherbedarfsartikeln. DTZ hat bei den wichtigsten RBA-Unternehmen nach dem Messefazit gefragt.

    „Wir sind jedes Jahr in Dortmund, und wir sind gerne hier“, fasst Jörg Gerteisen von der Firma Hauser die Messepräsenz zusammen. Der RBA-Aussteller zeigte auf einer Fläche von 325 Quadratmeter rund 2500 Artikel. „Unser Stand war echt voll, wir treffen hier alle. Die InterTabac ist für uns eine super wichtige Messe – für den Export, den Key-Account, für neue Ideen und zur Kontaktpflege.“

    Hochpreisige Zigarren
    Auch die Verantwortlichen der RBA-Firma Akra äußerten sich zufrieden über die Messe. „Wir waren gut beschäftig“, sagte Max Schmidt, und Geschäftsführer Ulrich Kotschenreuther ergänzte: „Für uns ist es am wichtigsten, hochpreisige Zigarren zu verkaufen. Aber E-Zigarettenprodukte verkaufen sich am besten. Für uns als Tabakverfechter ist der Wandel noch nicht so groß.“ Wermutstropfen aus Sicht von Akra: „Leider können es sich viele Fachhändler finanziell nicht mehr leisten, nach Dortmund zu kommen.“

    Karine Karman vom Feuerzeugproduzenten Bic zeigte sich ebenfalls zufrieden mit der Messe und der Kundenresonanz.

    „Insgesamt lief es gut für uns auf dem wichtigsten Treffpunkt der Branche, vor allem am Freitag war viel los. Die InterTabac bietet eine tolle Plattform, um unsere hochwertigen Produkte und neuen Dekore einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren“, meinte Karman. Im Fokus stünden Neukunden, jedoch besonders die Bestandskunden, die sich umfassend über das Bic-Produktprogramm informieren wollten.

    Entspannte Atmosphäre
    Gut besucht war auch der Stand von Zigarettenpapierhersteller OCB. Wenngleich Vertriebschef Marc Fassbinder auch kritische Töne fand. „Wir haben das Gefühl, dass von Jahr zu Jahr weniger Fachhändler auf die Messe kommen, vor allem wegen des fehlenden Sonntags. Die InterTabac wird immer internationaler und immer mehr Konzerne kommen, die für den LEH einkaufen. Schade auch, dass viele große Firmen nicht mehr vor Ort sind.“ OCB zeige Flagge, stehe zur InterTabac, so Fassbinder, „auch wenn sich die Messe nicht rechnet“. Dennoch: „Wir treffen hier gerne unsere Kunden in entspannter Atmosphäre und haben auch viele Aktionsangebote dabei.“

    „Wechselhaft bis gut“ fasste Gizeh-Chef Christian Hinz die Messe zusammen. „Die InterTabac ist die effizienteste Art, sowohl Stammkunden zu treffen als auch neue Kunden kennen zu lernen. Die Messe ist super organisiert und wir sind sehr beeindruckt davon, wie groß die Veranstaltung geworden ist. Wir sind seit sehr vielen Jahren Aussteller und natürlich 2025 wieder dabei.“ Hinz berichtete, dass die Nachfrage nach großformatigen Blättchen, die sich für Cannabiszigaretten eignen, besonders stark gewesen sei.

    Kooperation mit Künstlern
    Bei Miquel y Costas feierte man das 100-jährige Bestehen von „Smoking“. Ein guter Grund für den Blättchenproduzenten, die Marke in den Vordergrund zu rücken – unter anderem mit mehreren Special-Editions. Die Kooperation mit verschiedenen Künstlern trat bei vielen Produkten zum Vorschein, unter anderen die „Creators Editions“, die von Marken-Fans gestaltet wurden. ‚Smoking Red‘ ist unser stärkstes Produkt“, verriet Patrick Bremke. Auch aus dem Grund besuchten viele Kunden den Stand, der phasenweise überfüllt war. „Der Andrang ist wegen der Legalisierung von Cannabisprodukten noch größer als sonst. Wir haben auf dem Gebiet unsere Kompetenz weiter ausgebaut“, erklärte Gunnar Weske und verwies auf die Kingsize-Blättchen.

    Komplett auf die Cannabis-Produktgruppe spezialisiert ist das Unternehmen Purize. „Wir produzieren Aktivkohlefilter als Eindrehfilter für entsprechende Zigaretten, haben passendes Zubehör und das größte Angebot an Filtervarianten auf dem Markt“, fasst Adrian Klett zusammen. „Der kleinste Durchmesser der Filter beträgt sechs Millimeter, der größte 14 Millimeter.“ Ganz neu präsentierte Purize die ab November auf dem Markt verfügbaren sogenannten Pre-Rolled-Blunts, das sind vorgedrehte, ungefüllte Cannabiszigarren aus Tabakblättern, die der Anbieter gemeinsam mit Arnold André in den Handel bringen wird. Hierbei handelt es sich um ein Connecticut-Deckblatt mit Aktivkohlefilter. „Das ist eine Weltneuheit, auf die wir ein Patent haben“, so Adrian Klett.

    kh
    Lesen Sie weitere Beiträge zur InterTabak in der Printausgabe DTZ 40/24.

  • Besucherrekord und Nächster Messetermin

    DORTMUND // „Die Messe war erneut ein Magnet für Einkäufer, Händler und Fachbesucher, die auf der Suche nach frischen Ideen zur Optimierung ihres Produktangebots waren. Besonders erfreulich war die starke Präsenz internationaler Aussteller, die ihre Erzeugnisse und Dienstleistungen einem breiten Pub­likum vorstellen konnten“, fasst Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Messegesellschaft zusammen.

    Rahmenprogramm und Prämierungen
    Viele Entscheider aus dem Tabakwaren-Fachhandel, dem Groß-, Lebensmitteleinzel- und Einzelhandel sowie dem Dienstleistungssektor nutzten die Möglichkeit, um ihr Netzwerk auszubauen und Neuheiten zu entdecken. Mit insgesamt 14 500 Fachbesuchern und einem Zuwachs von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2023: 13 500), verzeichnete die InterTabac 2024 eigenen Angaben zufolge einen Besucherrekord. Ein Rahmenprogramm sowie Prämierungen, etwa der Verleihung der „InterTabac Stars“ durch diese Zeitung, rundeten das Angebot ab. Der neue Termin steht ebenfalls fest: InterTabac und InterSupply werden vom 18. bis zum 20. September 2025 wieder ihre Tore öffnen.

    red

  • Ashton bei M.K. & Söhne

    RELLINGEN // Das Familienunternehmen M.K. & Söhne aus Rellingen bei Hamburg übernimmt die Vertriebsrechte für die Marken Ashton, Paradiso und La Aroma del Caribe.

    Die Erweiterung des Sortiments ist den Angaben zufolge ein wichtiger Schritt für die Brüder Adam und Daniel Kohl­hase. Man freue sich über die Zusammenarbeit und die Treue der Familie Levin. Seit Jahrzehnten bestehe „eine enge Vertrauensbasis und erfolgreiche Geschäftsbeziehung“, teilen die Verantwortlichen bei M.K. & Söhne mit.

    Hochmotiviertes Team
    „Es freut uns, die Erfolgsgeschichte fortzusetzen“, heißt es aus dem Unternehmen. „Unser hochmotiviertes und erfahrenes Team ist eine verlässliche Stütze“, betonen die Kohlhase-Brüder. „Wir freuen uns, die Branche erneut zu beleben und Teil der Tabakfamilie zu bleiben.“ Die Marken Ashton, La Aroma del Caribe und Paradiso wurden auf der Inter­Tabac präsentiert.

    red

  • BVTE kritisiert EU-Pläne

    BERLIN // Die Europäische Kommission hat Vorschläge für eine Ausweitung der Rauchverbote vorgestellt. Künftig soll Tabakrauchen auch an vielen Orten im Freien, einschließlich Außenbereichen der Gastronomie, und der Gebrauch von E-Zigaretten und Tabakerhitzern untersagt werden.

    Einmischung in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten
    Der [link|https://www.bvte.de/de/]Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)[/link] kritisiert die Vorschläge als Einmischung in die Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. Die Pläne seien eine Abkehr vom Nichtraucherschutz und zielten auf die Ausgrenzung von Rauchern ab. Die Einbeziehung schadstoffarmer Alternativprodukte sende ein falsches Signal und behindere den Umstieg auf weniger schädliche Produkte. „Das Warnsignal der Europawahl ist bei der EU-Kommission offenbar wirkungslos verhallt“, kommentierte BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke: „Wir fordern die Bundesregierung auf, den Plänen Einhalt zu gebieten.“ Der Nichtraucherschutz liege in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten. In Deutschland haben die bestehenden Regelungen zur Befriedung der gesellschaftlichen Debatte geführt. Für weitergehende Verbote fehle eine breite Unterstützung. Eine Europäische Bürgerinitiative pro rauch- und dampffreie Außenbereiche scheiterte 2023 am EU-Quorum von einer Million Unterschriften.

    Bevormundung von Rauchern
    „Was die EU-Kommission vorschlägt, ist ein Paradigmenwechsel: der Schutz von Nichtrauchern steht nicht länger im Mittelpunkt. Hier geht es um die Bevormundung von Rauchern“, kritisierte Jan Mücke. Die EU-Kommission habe nicht untersucht, ob im Freien tatsächlich eine gesundheitliche Gefährdung von Nichtrauchern bestehe.

    Im Freien wird Tabakrauch schnell verdünnt und ist in einer Entfernung von zwei Metern praktisch nicht mehr nachweisbar. Eine Gefährdung Umstehender ist ausgeschlossen.
    Die Ausweitung der Rauchverbote auf E-Zigaretten und Tabakerhitzer verunsichere zudem Raucher, die auf die weniger schädlichen Produkte umsteigen möchten.

    „Die Kommission behandelt Ungleiches gleich. Der Umstieg auf schadstoffarme Alternativen wird nicht unterstützt. Das ist Gesundheitspolitik von vorgestern“, sagte Jan Mücke. Die EU-Kommission erteilt dem Ansatz der „Tobacco Harm Reduction“ eine Absage, ohne belastbare Studien für eine Gefährdung durch die Emissionen neuartiger Produkte vorzulegen. Beim Konsum von E-Zigaretten und Tabakerhitzern verbrennt kein Tabak, und gesundheitsgefährdende Verbrennungsstoffe werden vermieden.

    Rückgang der Raucherzahlen in England
    Die englische Gesundheitsbehörde PHE konnte „keine Gesundheitsrisiken“ durch E-Zigaretten-Dampf für Umstehende identifizieren. In England unterliegen Dampfprodukte nicht den gesetzlichen Vorgaben zum Nichtraucherschutz, ihre Verwendung in geschlossenen Räumen wird über das Hausrecht geregelt. Diese Politik hat in England zu einem Rückgang der Raucherzahlen geführt.

    Der von der Europäischen Kommission vorgelegte Entwurf sieht eine Ausweitung der Rauchverbotszonen auf Orte im Freien wie die Außenbewirtschaftung der Gastronomie, Haltestellen oder Schwimmbäder vor. Zudem soll das Rauchverbot für E-Zigaretten und Tabakerhitzer gelten. Die Regierungen der Mitgliedstaaten werden sich am 3. Dezember mit den Vorschlägen befassen. Eine Beteiligung des Europäischen Parlaments ist nicht vorgesehen. Die Umsetzung der Empfehlungen ist für die Mitgliedstaaten nicht rechtsverbindlich.



    red

  • „Nicht noch mehr Regulierung“

    BERLIN // Mit Blick auf den in der Ressortabstimmung befindlichen Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zur Steigerung der Tarifbindung bekräftigt der Handelsverband Deutschland (HDE) seine Kritik an einem Tariftreuegesetz. Die öffentliche Auftragsvergabe des Bundes per Gesetz an die Tarifvertragsbindung zu koppeln, lehnt der HDE ab.

    Tarifzwang durch die Hintertür
    „Ein Tariftreuegesetz wäre letztlich ein Tarifzwang durch die Hintertür“, sagt Steven Haarke, HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik. Die branchenübergreifend rückläufige Tarifbindung hierzulande sei vor allem auf die überbordende staatliche Regulierung im vergangenen Jahrzehnt zurückzuführen. „Die Fehlentwicklung will die Bundesregierung jetzt offenbar durch noch mehr Bürokratie und Regulierung korrigieren. Das wird nicht funktionieren“, so Haarke weiter. Betriebe hätten laut Grundgesetz ein garantiertes Recht auf negative Koalitionsfreiheit. „Auch zulässige Umstrukturierungen innerhalb von Konzernen sind daher völlig legitim, um die Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze zu sichern“, erklärt Haarke. Die im Entwurf vorgesehene Einschränkung sei deshalb ebenso abzulehnen.

    Staatliche Einflussnahme ist nicht hilfreich
    „Tarifverträge auszuhandeln, ist allein Aufgabe der Sozialpartner. Mehr staatliche Einflussnahme ist nicht hilfreich“, betont Haarke. Das gelte besonders für rein politisch motivierte Anhebungen des Mindestlohns per Gesetz ohne Beteiligung der unabhängigen Mindestlohnkommission wie zuletzt im Jahr 2022. Die Mindestlohnkommission hat sich laut HDE etabliert und die Entscheidungen bewegten sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Demnach habe sich die Mindestlohnkommission bei ihrer Empfehlung nachlaufend an der Tarifentwicklung zu orientieren.

    Der HDE hat bereits in der Vergangenheit immer wieder konstruktive Vorschläge öffentlich eingebracht, wie sich die Tarifbindung in der Wirtschaft effektiv steigern lässt, ohne dabei die Tarifautonomie unverhältnismäßig zu beschädigen. „Die Tarifpartner benötigen wieder mehr Handlungsfreiheiten durch zusätzliche Öffnungsklauseln im Gesetz“, fordert Haarke. Sinnvoll sei auch die Einführung einer Modularität von Tarifverträgen, bei der sich nicht tarifgebundene Arbeitgeber für einzelne Module (etwa Entgelt) aus einem Tarifwerk entscheiden dürfen.

    vi

  • Verband wählt neuen Vorstand

    ERFURT // Mitte September fand die Mitgliederversammlung des Thüringer Lotto-Toto-Verbands statt. Nach dem Rücktritt des bisherigen Vorsitzenden, Gerd Kachel, stand die Wahl eines neuen Vorstands auf der Tagesordnung. Sirko Grudzielski wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

    In seiner Ansprache ermutigte Grudzielski die Teilnehmer, gemeinsam die Interessen aller Verkaufsstellen in Thüringen zu vertreten. Zu seinen ersten Zielen gehören die Erhöhung der Mitgliederzahl und ein Antrittsbesuch bei der Lottogesellschaft in Suhl.

    Nachhaltige Erfolge
    Er betonte, dass nur durch gemeinsames Handeln nachhaltige Erfolge erzielt werden. Günther Kraus, Repräsentant und geschäftsführendes Vorstandsmitglied des BLD, war ebenfalls anwesend. Er unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und stellte die Firma BSV (Automatenvertrieb) als neuen Partner vor. Alexej Lebold präsentierte für BSV die Vorteile einer 24/7-Verkaufsfläche in oder vor einem Ladengeschäft und beantwortete die Fragen der Teilnehmer.

    red