Autor: admin

  • Einheitspackung für Frankreich

    PARIS // Die französische Nationalversammlung hat für die Einführung der Einheitsverpackung für Tabakprodukte ab Mai 2016 gestimmt.

    Die Entscheidung für die sogenannten neutrale Packung (französisch paquet de cigarette neutre) fiel französischen Medien zufolge Ende letzter Woche im Rahmen der Debatte für ein neues Gesundheitsgesetz. Im Vorfeld hatten französische Fachhändler (siehe DTZ-Newsletter 14/15) in Paris dagegen protestiert.

    Damit wäre Frankreich das erste Land der Europäischen Union und nach Australien das zweite Land weltweit, das die Einheitspackung für Tabakprodukte gesetzlich einführt. Zurzeit planen Irland und Großbritannien vergleichbare Maßnahmen.

    Außerdem stimmten die französischen Abgeordneten dafür, das Rauchen im Auto zu verbieten, wenn Minderjährige anwesend sind.
    red

    (DTZ 15/15)

  • E-Zigaretten-Verbot für Jugendliche

    MAINZ // Die Debatte über einen ausreichenden Jugendschutz bei E-Zigaretten ist wieder entflammt.

    Die Bundesregierung plant ein Verkaufs-Verbot von elektronischen Zigaretten und Shishas an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Das erklärte Agrarminister Christian Schmidt (CSU) in der „Bild“-Zeitung. Gemeinsam mit der Familienministerin und der Drogenbeauftragten werde ein entsprechendes Vorgehen abgestimmt.
    red

    (DTZ 15/15)

  • Reemtsmas Filterzigarillos ab April mit Naturdeckblatt

    HAMBURG // Reemtsma stellt sein Sortiment an Filterzigarillos im April auf Naturdeckblatt um. Die Umstellung betrifft die Marken JPS Red, Route 66 Original und Fairwind Red.

    „Durch das echte Tabakblatt erhalten unsere Filterzigarillos ein neues Qualitätsmerkmal, das sich ebenfalls im Rauchgenuss widerspiegelt“, sagt Steve Brock, Marketingleiter bei Reemtsma.

    Mit der Umstellung entspricht das Unternehmen geänderten rechtlichen Vorgaben als Folge einer Nivellierung der Zigarillo-Definition durch die EU. Die damit verbundenen höheren Rohstoff- und Herstellerkosten führen bei allen drei Zigarillomarken zu einer Anhebung der Kleinverkaufspreise um 20 Cent pro Packung.

    Detaillierte Informationen über die Filterzigarillos mit Naturdeckblatt erhalten Reemtsma-Konsumenten per Einleger sowohl in der aktuellen als auch in der neuen Ware. Darüber hinaus verweist künftig eine durchsichtige, bedruckte Cellophan-Verpackung zusätzlich auf die Verwendung des Naturdeckblatts. red

    (DTZ 14/15)

  • John Aylesbury weiter im Aufwind

    MÜNCHEN // „Für uns war 2014 überaus erfolgreich“, erklärt Peter Dersche, Geschäftsführer der John Aylesbury GmbH. Im Jubiläumsjahr – die angesehene Fachhandelsgruppe feierte das 40-jährige Bestehen – wurden in nahezu allen Sortimentsbereichen Zuwächse erzielt.

    So verzeichneten Zigarren ein zweistelliges Umsatzplus und hoben sich damit deutlich von der stagnierenden bis leicht rückläufigen Marktentwicklung ab. Spirituosen setzten ihren seit Jahren zu beobachtenden Wachstumskurs mit Steigerungen von vier Prozent gegenüber 2013 fort.

    Auch bei Raucherbedarfsartikel hielt die Aufwärtsentwicklung mit einer einstelligen Steigerung an. Als einen wichtigen Grund dafür nennt Dersche das „einzigartige John-Aylesbury-Sortiment an Raucheraccessoires mit starken Alleinstellungsmerkmalen“, das von den Gesellschaftern zur Kundenbindung genutzt werde.

    Einziger Wermutstropfen im vergangenen Geschäftsjahr war die leicht rückläufige Entwicklung beim Pfeifentabak. Das kleine Minus in diesem Produktbereich relativiere sich jedoch angesichts der Tatsache, dass 2013 ein außerordentlich umsatzstarkes Jahr beim Pfeifentabak gewesen sei. Beim Vergleich mit 2012 habe eine Zunahme von zwei Prozent verbucht werden können.

    Derzeit hat die Fachhandelsgruppe 47 Mitglieder. Die laut Satzung vorgegebene Höchstzahl von 50 ist damit nicht ganz ausgeschöpft. „Daher sind wir noch offen gegenüber Bewerbungen engagierter Tabakwaren-Fachhändler“, sagt Dersche. (da)

    (DTZ 14/15)

  • Demonstration gegen Einheitspackungen

    PARIS // In Frankreich könnten schon bald Einheitspackungen für Tabakprodukte Vorschrift sein. Demnach sollen Markenlogos von den Zigaretten- und Feinschnitt-Packungen verbannt werden. Gegen dieses sogenannte Plain Packaging, das dieser Tage Thema in der Nationalversammlung gewesen ist, demonstrierten am 31. März tausende von Tabakwarenhändlern aus allen Regionen Frankreichs in Paris.

    [pic|370|l||||Französische Tabakfachhändler, Buralistes genannt, machten ihrem Unmut Luft. Foto: A. Desheulles, Le Losange||]

    An dem Protestmarsch beteiligten sich neben den Mitgliedern der französischen Händlerorganisation „Confederation des Buralistes“, die 27 500 Händler repräsentiert, auch Delegationen von Handelsverbänden aus anderen EU-Ländern, zum Beispiel aus Italien, Spanien, Großbritannien, Irland und Dänemark. Über die Demonstration hinaus schlossen die Händler an diesem Tag als Zeichen ihres Widerstands die Läden zwischen 14 und 15 Uhr.

    Die „Confederation des Debitants de Tabac“ bezeichnet die Einführung von Plain Packaging als ineffektive Maßnahme, durch die die französischen Einzelhändler gegenüber jenen der Nachbarländer benachteiligt würden. Außerdem würden durch die Einheitspackungen Schmuggel und Fälschungen Tür und Tor geöffnet. Die Botschaft der Händler heißt ganz klar: „Ja zu Vorsorge, aber nein zu Verboten“.
    da

    (DTZ 14/15)

  • Eric Piras gründet Cigraal

    PARIS // Eric Piras wird mit seinem neu gegründeten Unternehmen Cigraal den weltweiten Vertrieb der Marken von Maya Selva übernehmen. Dazu zählen unter anderen „Flor de Selva“, „Cumpay“ und „Villa Zamorano“, für die Piras neue Märkte erschließen will. Ausgenommen vom Distributions-Übereinkommen sind die USA, Frankreich und Deutschland. Der Vertrieb der Zigarren von Maya Selva auf dem deutschen Markt liegt weiterhin in den Händen von Kohlhase & Kopp in Rellingen bei Hamburg.

    Cigraal ist künftig außerdem für die Vermarktung der Zigarre „Principes“ von La Aurora in Afrika und im Mittleren Osten sowie für die Zigarrenmarken von Azan Tobacco außerhalb der USA zuständig.

    Der Franzose Eric Piras hat sich vor allem als Manager von Altadis und später beim Konzern Imperial Tobacco, der dieses französisch-spanische Tabakunternehmen übernommen hat, einen Namen in der internationalen Zigarrenwelt gemacht. Neben den genannten Marken vertreibt Piras auch die chinesische „Greatwall“. da

    (DTZ 15/15)

  • Das erste Davidoff-Geschäft erstrahlt wieder in altem Glanz

    BASEL // Seit Dienstag können Zigarrenliebhaber sich ein besonderes Genusserlebnis in der City von Genf gönnen. Das originale Davidoff-Geschäft von 1911, dass Dr. Ernst Schneider von Zino Davidoff 1970 übernahm, wurde nach mehreren Wochen Umbau nun wiedereröffnet.

    „Wir sind stolz darauf, die Wiedereröffnung des originalen Davidoff-Geschäfts hier in Genf im Jahr des 140. Geburtstags der Oettinger Davidoff AG zu feiern. Was die Eröffnung ganz besonders macht, ist die Tatsache, dass das 1911 gegründete Geschäft der Ursprung der ‚Davidoff of Geneva‘-Erfahrung ist, die unsere Firma geprägt hat. Es ist auch der perfekte Zeitpunkt, um Dr. Ernst Schneider und Zino Davidoff zu ehren. Im Jahr 1970 übernahm Dr. Ernst Schneider das Geschäft von Zino Davidoff und die Transaktion zwischen diesen beiden Visionären begründete den Ausgangspunkt für die weltweite Etablierung unserer Marke Davidoff “, sagte Hans-Kristian Hoejsgaard, CEO von Oettinger Davidoff.

    Die Herausforderung bei der Neugestaltung des Geschäfts habe darin bestanden, seine Geschichte zu bewahren und gleichzeitig dem Auftrag nachzukommen, Kunden weltweit zu erfreuen und zu überraschen, indem man Einkaufserlebnisse bieten.

    Das originale Davidoff-Geschäft mit seinen 100 Quadratmetern schließt einen begehbaren Humidor von 30 Quadratmetern sowie eine Einkaufs- und Zubehörabteilung von insgesamt 70 Quadratmetern ein. Der Humidor ist eine Zigarrenmanufaktur in der Dominikanischen Republik nachempfunden. Die Decke ist mit echten Tabakblättern dekoriert.

    Die Innenausstattung des Geschäfts kombiniert Edel-Hölzer mit natürlichen Materialien in Erdtönen, die an die Farbe von Zigarren erinnern. Mit Kupferakzenten und einem Light-Forest-Kronleuchter im Eingang, der tropischen Blumen ähnelt, wurde der historische Flagship Store in einen eleganten und zeitgemäßen Einkaufsraum verwandelt, der gleichzeitig Wärme ausstrahlt.

    Durch die neue Optik und Atmosphäre sei ein Ort entstanden, an dem Aficionados feinste Zigarren und limitierte Auflagen finden können, einschließlich der Masterpiece-Humidor-Kollektion „Cave de Paille“, die von der französischen Künstlerin Lison de Caunes kreiert wurde. Es ist auch der erste Laden weltweit, der über eine holografische Box verfügt – der erste Film zeigt die Kampagne der neuen „Winston Churchill"-Zigarre. red

    (DTZ 15/15)

  • MUT repräsentiert jetzt über 3000 Shops

    FÜRTH // Dass nach der Tabakbranche andere Wirtschaftszweige von Überregulierungen betroffen sein werden, davon ist der MUT-Vorsitzende Horst Goetschel überzeugt. Auf der Jahrestagung von MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft) am 23. März im fränkischen Fürth informierte er über geplante Aktionen, um den Regulierungswahnsinn für jeden deutlich sichtbar zu machen.

    Seit einem Jahr ist er nun im Amt und hat in dieser Zeit den Dialog mit verschiedenen Politikern, aber auch mit den Verbänden der Tabakwirtschaft aufgenommen. Weil Brüssel immer stärker in nationale Belange hineinregiert, hat Goetschel auch Gespräche mit dem Verband der Europäischen Tabakwarenhändler, der mehr als 110 000 Einzelhändler vertritt, geführt. Darüber hinaus suchte er den Kontakt zu Tankstellenverbänden. Schließlich liefen fast ein Viertel des Zigarettenabsatzes über die Vertriebsschiene Tankstelle, und 50 Prozent des Shopumsatzes in den Tankstellen entfielen auf Tabakwaren. Deshalb dachte Goetschel, man könne die Tankstellenverbände als Bundesgenossen in Sachen EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD) gewinnen. Bei den beiden größten Tankstellenverbänden sei er allerdings auf taube Ohren gestoßen. Er will dennoch am Ball bleiben und nun die Verbände der Tankstellenpächter ins Boot holen.

    Erfolge konnte MUT bei der Mitgliederentwicklung vorweisen. Die Organisation hat derzeit 91 Mitglieder, die mehr als 3000 Shops repräsentieren. Als neue Mitglieder konnten DTV Tabac & Co und der Handelskonzern Valora gewonnen werden.
    Gastredner der MUT-Tagung waren Clemens Gütermann, Delegierter des Verwaltungsrats der Villiger Söhne AG, sowie Dac Sprengel, Vorsitzender des Verbandes des E-Zigarettenhandels.
    da

    (DTZ 14/15)

  • Stefan Hörl wechselt zu Tabac & Co.

    FRECHEN // Für Kenner der Tabakbranche ist Stefan Hörl kein Unbekannter. Mit ihm holt sich DTV-Systeme-Einzelhandel einen weiteren, im Franchisegeschäft erfahrenen Experten ins Haus.

    Die Gruppe, die in Deutschland bereits mit mehr als 250 Shops eine gewichtige Rolle im Tabakwarenfachhandel spielt, will weiter wachsen. Dieses Wachstum voranzutreiben gehört zu den Aufgaben des neuen Geschäftsführers.

    Zum 1. April 2015 wird Stefan Hörl Geschäftsführer bei dem Frechener Unternehmen, das in enger Verbindung mit Deutschlands umsatzstärkster Tabakwaren-Fachgroßhandelgruppe DTV Tabak steht. Mit seiner Tätigkeit bei Tabac & Co betritt er absolut kein Neuland. Er war bereits maßgeblich beteiligt an der Entwicklung des vom DTV Tabak Gesellschafter „Tabacon“ betriebenen gleichnamigen Fachhandels-Franchisesystems.

    2010 wurde dieses System mit seinen 180 Verkaufsstellen von der Valora Retail akquiriert, zu der auch Stefan Hörl wechselte. Mit der Berufung von Stefan Hörl als Geschäftsführer gibt die DTV Gruppe gleichzeitig ein Bekenntnis ab zum weiteren Ausbau des erfolgreichen Retail-Systems Tabac & Co.
    „Unser Erfolg im Markt beruht auf qualitativem Wachstum. Neue Geschäfte werden nur an hochfrequentierten und damit zukunftssicheren Standorten eröffnet … und das mit engagierten Unternehmern, welche speziell an unserem System die offene, faire partnerschaftliche Zusammenarbeit schätzen", betont Heinz Huckebrink, derzeit noch alleiniger Geschäftsführer von DTV Systeme Einzelhandel.

    Stefan Hörl soll die Expansion weiter voranbringen und die Stellung des Unternehmens im Markt weiter festigen. Seit Gründung vor 17 Jahren verzeichnet Tabac & Co. Ergebnisse, die signifikant über der Entwicklung des Gesamtmarktes liegen. Das ist auch das Ziel für 2015.
    red

    (DTZ 14/15)

  • Premiumzigarren: Hoher Dollarkurs bereitet Sorgen

    MAINZ // Den Anbietern von Premiumzigarren bereitet der hohe Dollarkurs große Sorgen „Draghis Geldschwemme belastet auch die Einkaufspreise von Importzigarren“, bringt Steffen Rinn, Firmenchef der Don Stefano Zigarrenmanufaktur, die wachsenden Schwierigkeiten der Zigarrenanbieter durch die Geldvermehrungs-Politik des EZB-Präsidenten zum Ausdruck.

    Tatsächlich erhöhen sich seit Beginn des freien Falls des Euros auf nahezu eins zu eins zum US-Dollar die Einkaufspreise für Zigarren aus Mittelamerika und aus der Karibik dramatisch. „Kalkulationen auf der Basis 1 Euro = 1,30 US-Dollar sind mittlerweile zur Makulatur geworden“, so Rinn.

    Und bei Kohlhase & Kopp heißt es: „95 Prozent der importierten Zigarren werden auf Dollarbasis berechnet. Bei einer Euro-Abwertung von um die 30 Prozent geht das an unsere Marge.“ Deshalb stellt Daniel Kohlhase fest: „Über kurz oder lang werden wir nicht an Preiserhöhungen vorbeikommen.“ Zur Preisgestaltung erklärt Rinn: „Die Importeure müssen neue Kleinverkaufspreise festlegen, ohne hierbei die Realität des Marktes aus den Augen zu verlieren – die Kirche sollte noch im Dorf bleiben.“
    da

    (DTZ 14/15)