Autor: admin

  • Reemtsma spendet 300.000 Euro an Wohnsitzlose

    HAMBURG // Mithilfe einer Großspende sollen bis zu 250 Obdachlose für die kommenden vier Wochen in verschiedenen Hotels in Hamburg untergebracht werden.

    Um wohnungslosen Hamburgern in Zeiten der Corona-Krise „eine sichere, hygienische und menschenwürdige Einzelunterbringung“ zu ermöglichen, stellt Reemtsma Cigarettenfabriken 300.000 Euro zur Verfügung. Das teilten Reemtsma und die Diakonie Hamburg mit.

    Hilfsprojekte organisieren Ablauf
    Das Geld geht demnach zu gleichen Teilen an das integrative Obdachlosen-Hilfsprojekt von „Hinz&Kunzt“ sowie an „Alimaus“, eine Tagesstätte für Obdachlose und bedürftige Menschen. Beide Einrichtungen organisieren gemeinsam mit der Diakonie Hamburg die Unterbringung in Hotels. Die temporäre Unterbringung soll nach Möglichkeit auch die Bereitstellung von regelmäßigem Essen, Hygieneartikeln, sauberer Kleidung sowie die Betreuung durch Sozialarbeiter umfassen.

    Hamburger Traditionsunternehmen
    „Als Hamburger Traditionsunternehmen mit 110-jähriger Geschichte fühlen wir uns unserer Stadt zutiefst verbunden", sagte Reemtsma-Sprecher Michael Kaib. „Dank der großen Spende haben wir endlich das Geld, das machen zu können, was wir von der Behörde gefordert haben: Menschen in Einzelzimmern in Hotels unterbringen. Denn die Obdachlosen brauchen dringend eine Unterbringung, bei der sie Abstand halten können“, sagte Stephan Karrenbauer, Sozialarbeiter von Hinz&Kunzt.

    „Wir sind dankbar, dass wir in diesen vor allem für die Obdachlosen schweren Zeiten neben unserem eingeschränkten Versorgungsangebot durch die großzügige Spende nun auch mithelfen können, Obdachlose in sie schützende Einzelzimmer in Hotels unterbringen zu können“, sagte Kai Greve, Alimaus.

    „Unser allerherzlichster Dank gilt dem Unternehmen Reemtsma, das dieses großartige Kooperationsprojekt durch seine Unterstützung möglich macht“, sagte Dirk Ahrens, Landespastor und Leiter des Diakonischen Werks Hamburg.

    Ein Jahrhundert soziales Engagement in Hamburg
    Das Engagement für soziale Belange ist bei Reemtsma fast genauso alt wie das Unternehmen selbst. Was schon in den 1920er-Jahren mit der Fürsorge für die Reemtsma-Belegschaft und ihre Familien begann, findet seit vielen Jahren seine Fortsetzung in der regelmäßigen Unterstützung gemeinnütziger Einrichtungen in Hamburg. Neben regelmäßigen Unternehmensspenden gehört dazu unter anderem auch das freiwillige ehrenamtliche Engagement von Mitarbeitern beim jährlichen Reemtsma Help Day.

    pi

  • Osteraktion für Berliner Tafel

    WIEN/KÖLN // Freude spenden – Der österreichische Produzent Josef Manner hat der Berliner Tafel zum Osterfest Süßes aus der eigenen Produktion gespendet.

    „Wir möchten mit dieser Aktion ein wenig dazu beitragen, notleidende Menschen zu unterstützen und damit einen kleinen Glücksmoment verschenken, den wir alle, besonders in der Osterzeit, brauchen“, heißt es dem Unternehmen.

    Vorrangig werden von der Berliner Tafel ältere oder kranke Menschen oder Alleinerziehende mit mehreren Kindern mit Lebensmitteln beliefert.

    red

  • Verwaltungsgericht Darmstadt stoppt die Vergabe von Konzessionen für Sportwetten

    DARMSTADT // Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat in einem Eilverfahren mit Beschluss vom 1. April 2020 das aktuell stattfindende Konzessionsvergabeverfahren gestoppt. Vorläufig dürfen deshalb bundesweit keine Lizenzen für Sportwetten an teilnehmende Bewerber vergeben werden.

    Vergabeverfahren
    Das Vergabeverfahren liegt in den Händen des Landes Hessen, vertreten durch das Regierungspräsidium Darmstadt. Antragssteller ist der in Österreich ansässige Sportwettenanbieter Vierklee. Der Anwalt dieses Unternehmens hatte unter anderem vorgetragen, im Konzessionsvergabeverfahren sei die Einhaltung der in der aktuellen Fassung des Glücksspielstaatsvertrages verankerten Maßstäbe für ein transparentes und nicht diskriminierendes Vergabeverfahren nicht gewährleistet, mit der Folge, dass Vierklee durch die nunmehr unmittelbar bevorstehende Vergabe von Konzessionen an Mitbewerber Wettbewerbsnachteile zu befürchten habe. Dem ist das Gericht in wesentlichen Punkten gefolgt.

    Beschluss
    Durch den Beschluss gerät das gesamte Vergabeverfahren ins Stocken. Private Wettunternehmen, die sich beworben haben, erhalten nun keine deutsche Konzession, werden aber trotzdem hierzulande weiter aktiv sein, etwa mit Lizenzen aus Malta oder Gibraltar.

    pi

  • Tabaksteuer sinkt

    BERLIN // Die Einnahmen des deutschen Fiskus aus der Tabaksteuer sind im ersten Quartal um 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 gesunken. Das gesamte Tabaksteueraufkommen belief sich demnach auf gut 2,4 Milliarden Euro.

    Dabei verzerren Sondereffekte die Statistik. Fest steht, dass es bei Feinschnitt eine leichte Erholung gab und dass der Absatz von Pfeifentabak – wohl auch aufgrund geschlossener Shisha-Bars – zurückgegangen ist. Die Coronakrise hat sich insgesamt noch wenig ausgewirkt.

    red

  • Wann wird es endlich besser?

    BERLIN // Wer darf öffnen, wer nicht? Und wann finden wir wieder in ein normaleres Leben zurück? Wir stellen aktuelle Entwicklungen zusammen.

    Ausnahme für Fachhandel in Mecklenburg-Vorpommern
    In Mecklenburg-Vorpommern ist die Landesregierung von ihrer harten Linie abgewichen. Zwar heißt es in der aktuellen „Verordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus“, dass sämtliche Verkaufsstellen des Einzelhandels geschlossen seien. Aber: „Nicht betroffen sind Einzelhandelsbetriebe für (…) Tabak- und Genusswaren.“

    Erfreuliches Urteil
    Erfreulich für die Tabak- und E-Zigaretten-Branche ist auch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Aachen vom 6. April. Darin heißt es, „der Verkauf von Genussmitteln wird von den in der Corona-Schutzverordnung geregelten Betriebsverboten nicht erfasst“. Der Begriff „Lebensmittel“, so die Richter, sei umfassend zu verstehen und nicht auf die für die Grundversorgung der Bevölkerung notwendigen Lebensmittel beschränkt. Geklagt hatte ein Weinhändler, der nun wieder öffnen darf. Allerdings kann der Antragsgegner Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen in Münster einlegen.

    Bundesverfassungsgericht
    Apropos Gericht: Die Fachanwältin für Medizin, Beate Bahner, hat einen Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Ziel der Heidelbergerin ist es, den „Vollzug der Corona-Verordnungen aller Landesregierungen (…) sofort außer Vollzug“ zu setzen. Die Juristin sieht in den Maßnahmen den „größten Rechtsskandal der Geschichte seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland“. Experten bewerten den Vorstoß allerdings als wenig aussichtsreich.

    Schrittweise Lockerung in Österreich
    Wahrscheinlicher sind da Szenarien, die eine schrittweise Lockerung beinhalten: Wie in Österreich könnten kleine Geschäfte nach Ostern wieder öffnen dürfen, auch eine schrittweise Rückkehr zur schulischen Normalität ist rasch denkbar. Verfassungsrechtlich umstritten dürften allerdings nach Alters- und damit Risikogruppen gestaffelte Ausgeh- oder Kontaktverbote sein.

    Bei einer kontrollierten Normalisierung könnte zudem die gesamtwirtschaftliche Leistung stabilisiert werden. Experten rechnen 2020 mit einem BIP-Minus von 4,2 Prozent.

    max

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser!

    Immer lauter werden die Rufe derer, die einen baldigen Beginn des Ausstiegs aus dem „Lock-down“ fordern. Das reicht vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) bis zu der Heidelberger Anwältin Beate Bahner die gestern einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat. Ziel: Die Juristen mögen sämtliche Corona-Verordnungen sofort außer Vollzug setzen.

    Neue Zahlen des Robert-Koch-Intituts
    Munition liefert der Anwältin die neuesten Zahlen des Robert-Koch-Instituts. Die Behörde veröffentlicht jetzt nämlich auch Mortalitätsraten nach Altersklassen sortiert. Demnach liegt die Sterblichkeitsrate Infizierter bis 59 Jahre bei 0,1 Prozent, bei Menschen zwischen 60 und 79 Jahren bei 2,8 Prozent und bei Menschen ab 80 bei 12,6 Prozent. Die Argumentation ist klar: Wir schützen einen kleinen Teil der Bevölkerung zu – wirtschaftlichen – Lasten aller Einwohner.

    Belastung ist hoch
    Und diese Belastung ist hoch, wie die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute jüngst prognostiziert haben: 2020 dürfte die Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, um 4,2 Prozent schrumpfen, im kommenden Jahr dann um 5,8 Prozent steigen. Das klingt dramatisch. Allerdings haben Volkswirte in früheren Modellrechnungen teils viel höhere Einbrüche errechnet. Aber auch bei diesem Szenario gilt: Dafür muss die Wirtschaft relativ bald wieder stufenweise hochgefahren werden.

    Nach-Corona-Zeiten
    Für viele Einzelhändler wird Ostern in diesem Jahr ein eher tristes Fest. Denn viele Umsätze bleiben aus oder verlagern sich zur Online-Konkurrenz. Immerhin: Die Vorzeichen für die zweite Jahreshälfte sehen ein bisschen rosiger aus. So höre ich aus Dortmund, dass das Team der Messe tief in den Vorbereitungen für die InterTabac und die InterSupply steckt. Das Interesse der Aussteller ist sehr groß. Und die Ambiente im kommenden Jahr könnte nahezu Rekordniveau erreichen. Kurzum: Auch wenn Ostern 2020 geschäftsmäßig weitgehend ausfällt – es kommen auch wieder (bessere) Nach-Corona-Zeiten. An diesem Gedanken sollten wir uns festhalten.


    Herzliche Grüße und frohe Feiertage

    Ihr Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ

    PS: Die gedruckte Fassung der DTZ bekommen Sie wie gewohnt direkt nach Ostern, dann setzen wir – wie geplant – eine Woche aus. Die nächste Ausgabe erhalten Sie dann am 29. April.

  • Sofort einsetzbarer Schutz

    MAINZ // Viele Unternehmen sind in der Coronakrise dazu übergegangen, Dinge zu produzieren, die sie normalerweise gar nicht oder weniger prominent im Angebot hatten. Destillerien produzieren Ethanol als Bestandteil von Desinfektionsmitteln. Viele Firmen nähen Mundschutz im Akkord. Wieder andere, beispielsweise Ladenbauer, stellen nun Plexiglasscheiben für Kassenbereiche her. Hier einige Beispiele.

    Schutzvorrichtungen für Point of Sale
    Viele Läden und Einrichtungen improvisieren derzeit mit selbsterstellten Schutzvorrichtungen rund um Kassenbereiche oder Schalterzonen. Entweder, weil ein Ansteckungsschutz komplett fehlt, oder weil vorhandene Plexiglaswände zu niedrig sind und nur einen Frontschutz liefern. Das Übertragungsrisiko steigt, wenn ein Kunde seitlich an die Kasse tritt, um die Waren in den Einkaufswagen zu legen und zu bezahlen.

    Hygiene-Abhängungen bieten Rund-um-Schutz
    Speziell für die aktuelle Pandemie bietet die Firma Harreskind (steht für Harres Metall-design GmbH) sofort einsetzbare Hygiene-Abhängungen an, mit der sich auf einfache Weise ein flächendeckender Rund-um-Schutz im Kassenbereich herstellen lässt. Die Module werden von der Decke abgehängt und sind damit frei positionierbar, passend für jede Kassensituation: einzeln, mehrere Module nebeneinander oder im Winkel zueinander. Für Sofortbestellungen hat das Unternehmen eine E-Mail-Adresse eingerichtet: [link|mailto:vertrieb@harres-kind.de]vertrieb@harres-kind.de[/link].

    Nies- und Hustenschutz
    Einen Nies- und Hustenschutz in zwei Varianten bietet die Smapla GmbH aus Koblenz an. Die Produkte gibt es in verschiedenen Höhen und Breiten. Sie sind jeweils mit Standfüßen und einer Durchreiche ausgestattet. Weitere Infos [link|https://smapla-shop.de/search?sSearch=niesschutz]hier[/link].

    Selbstgenähte Mund- und Nasen-Masken
    Selbstgenähte Mund- und Nasen-Masken: Viele Unternehmen sind derzeit aus Not oder Hilfsbereitschaft dazu übergegangen, Stoffmasken zu nähen. Um diese Masken risikolos zu verkaufen oder zu spenden, sollte jedoch auf die richtige Bezeichnung geachtet werden. Als Mundschutz oder Atemschutz dürfen solche Masken nicht angeboten werden, denn solche Bezeichnungen sind Medizinprodukten vorbehalten. Unproblematisch sind Begriffe wie Mundbedeckung, Mund-und-Nasen-Maske oder Behelfsmaske.

    Nachfrage nach Masken und Desinfektionsmitteln steigt
    Die Nachfrage nach Masken und Desinfektionsmitteln zum Schutz vor dem Coronavirus ist aktuell extrem hoch und wird wohl auch in den nächsten Wochen nicht abreißen. In einigen Teilen Europas herrscht schon eine Maskenpflicht oder soll eingeführt werden.

    Die Firma Zentrada bietet qualifizierten neuen Anbietern eigenen Angaben zufolge aktuell ohne Einstiegkosten eine Plattform zum Vertrieb von entsprechenden Produkten. Weitere Infos [link|https://info4.zentrada-network.eu/denetwor4welcome]hier[/link].

    red

  • Hauser registriert Umsatz-Plus bei „King“

    AUGSBURG // Bei Hauser setzt man aktuell auf Kurzarbeit. Doch auch, wenn im Firmensitz natürlich eine gewisse Unsicherheit bei der Belegschaft herrsche, ist Geschäftsführer Jörg Gerteisen doch optimistisch.

    Epochale Herausforderung
    „Die Hoffnung ist bei mir noch groß, dass wir diese epochale Herausforderung meistern und es danach wieder eine gute Zukunft für unsere Branche gibt“, sagt Gerteisen. Aktuell sieht man bei Hauser einen Zuwachs der Onlinebestellungen, was die Verluste im stationären Handel jedoch nicht annähernd ausgleichen könnte.

    Geordert würden ohnehin eher preisgünstigere Artikel. Ein Plus kann man in Augsburg bei der eigenen Zigarettenmarke „King“ verzeichnen.

    red

  • Pöschl frischt Turner auf

    GEISENHAUSEN // Pöschl Tabak hat den Markenauftritt des in Deutschland vertriebenen Feinschnittangebots The Turner aufgefrischt und den Tabakgeschmack weiterentwickelt.

    Überarbeitete Rezeptur
    Das aus den Produkten Dark, Original und Virginia bestehende Sortiment wird ab sofort im neuen Design in den Handel gebracht. Außerdem hat der Hersteller die Rezeptur der Mischungen überarbeitet, um den Tabakgeschmack noch besser zu betonen, wie es aus Geisenhausen heißt. Die Turner-Tabake sind im praktischen 40-Gramm-Beutel verfügbar.

    Die Pöschl-Marke ist seit 1989 im deutschen Tabakwarenhandel erhältlich. Nach Unternehmensangaben lagen die Turner-Sorten Original und Dark 2019 wiederholt unter den Top 10 der nationalen Halfzware- und Zware-Segmente.

    red

  • Liebe Leserinnen, liebe Leser,

    gestern Abend flatterte mir eine sehr erfreuliche Pressemitteilung auf den Tisch: Ein Mainzer Unternehmen hat einen Corona-Schnelltest entwickelt, der – ohne Einsendung ins Labor – innerhalb von fünf Minuten anzeigt, ob jemand das Virus in sich trägt. Damit können verschiedene Risiken erheblich reduziert werden.

    Wie geht es weiter?
    Wie geht es weiter in Sachen Lockerungen? Da versichert Berlin unermüdlich, dass frühestens nach Ostern entschieden wird und dass wir uns noch auf eine längere Durststrecke einstellen müssen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier schaffte gestern sogar den Spagat zwischen mahnenden Worten und Aufmunterung – oder ist ihm die Formulierung „so kurz vor dem Schluss“ versehentlich durchgerutscht?

    Wichtig ist es, den Menschen – und nicht zuletzt auch den Unternehmen – eine Perspektive aufzuzeigen. Dafür reicht es nicht, Geld in die Wirtschaft zu pumpen.

    Ich wünsche Ihnen einen guten Tag
    Marc Reisner,
    Chefredakteur DTZ