Autor: admin

  • Großer Zigarrenkenner

    LENGERICH // Der passionierte Zigarrenliebhaber und Initiator des Blogs „Smokers Passion“, Thomas Minnerup, ist kürzlich verstorben.

    Minnerup machte sich das Thema „Rauchen als Genuss“ und die Aufklärung darüber zu seiner Lebensaufgabe. Das Thema stand für den Lengericher auch beim eigenen Genuss im Vordergrund. „Früher rauchte er maximal fünf Zigaretten am Tag und wechselte in den vergangenen Jahren zu einer guten Zigarre“, teilen die Angehörigen mit.

    Thomas Minnerup galt in der Tabakbranche als äußerst beliebt, da er jeden Gesprächspartner, ob Unternehmer oder Angestellter, gleichbehandelte. „Er wusste jeden Menschen so zu nehmen, wie er selbst gerne behandelt werden mochte. Die Liebe zur Zigarre trug er sogar als Tattoo auf seinem Oberarm“, heißt es aus Lengerich.

    Der Smokers-Passion-Blog stand für Minnerups ehrliche Meinung zu Zigarren im Allgemeinen sowie zu seinen Favoriten im Besonderen. Seine Ansichten waren unter den Lesern sehr geschätzt. Kenner des Blogs hatten vor geraumer Zeit registriert, dass es auf der Homepage immer weniger Nachrichten und Aktivitäten gab. Jetzt müssen sie Abschied nehmen.

    Minnerups Ehefrau Christel wird dem letzten Wunsch ihres verstorbenen Mannes nachkommen und in diesem Jahr allein die InterTabac besuchen. In Dortmund will sie sich darüber klar werden, ob sie das Vermächtnis als Nichtraucherin weiterführen kann. red

  • Zusammenschluss von GfK und NielsenIQ nimmt weiter Form an

    FRANKFURT // Die Analytik-Dienstleister NielsenIQ und die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und führen die Abteilungen Geomarketing (GfK) und Tradedimensions (NIQ) unter einem Dach zusammen.

    Durch die Kombination der beiden Teams und der Aufgabenstellungen sollen besonders bei Fragen zu Vertriebs-, Marketings- und Expansionsangelegenheiten das Know-how gebündelt werden. Das verspreche umfassendere und detailliertere Einblicke sowie mehr Transparenz im Markt, heißt es aus Frankfurt.

    Die beiden globalen Marktforscher NIQ und GfK hatten 2022 die Fusion bekanntgegeben. Mit dem Schritt streben die beiden Unternehmen neue Möglichkeiten auf dem Gebiet der Handels- und Verbraucheranalyse an. Das neue Unternehmen habe einen Umsatz von mehr als vier Milliarden Dollar (etwa 3,6 Milliarden Euro) und mehr als 30.000 Kunden in über 100 Ländern, teilten die Beteiligten mit. red

  • Deutsche trinken weniger Bier

    BERLIN // Der Absatz alkoholhaltiger Biere in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr erneut gesunken. Trotz Fußball-Europameisterschaft und Olympischer Spiele ging der Verkauf demnach zurück.

    Für Deutschlands knapp 1500 Brauereien ist die Verschnaufpause ausgeblieben. Seit Jahren steckt die Branche in der Krise und verliert Absatz sowie Umsatz. Im Jahr 2023 wurden im Inland 84 Millionen Hektoliter Bier getrunken, meldet das Statistische Bundesamt. Das sind 4,5 Prozent weniger als im Vorjahr, selten gab es einen ähnlich großen Einbruch. Zumal der Absatz damit noch unter dem der Corona-Jahre 2020 und 2021 liegt.

    Für Braugewerbe wird Luft dünner
    Sorgen bereitet der Branche vor allem der langfristige Trend. Rund zehn Millionen Hektoliter seien laut Brauerbund von 2007 bis 2017 verloren gegangen. Für viele Brauereien wird die Luft zunehmend dünner, zumal vielerorts Investitionen in moderne, umweltschonende Anlagen anstünden, heißt es aus Berlin.

    Inzwischen sind Betriebsaufgaben an der Tagesordnung. Hintergrund sind stark gestiegene Kosten für Rohstoffe und Energie sowie für Logistik und Personal bei gleichzeitig rückläufigem Konsum und damit sinkenden Einnahmen.

    Inflation und Gesundheitsbewusstsein
    Zudem üben sich Konsumenten inflationsbedingt in Kaufzurückhaltung. Auch trinken besonders jüngere Menschen wegen eines gestiegenen Gesundheitsbewusstseins weniger Alkohol. Hinzu kommt ein Preiskampf im Einzelhandel.

    Auch der demografische Wandel macht sich bemerkbar, trinken ältere Menschen doch grundsätzlich weniger Bier. Immerhin: Der Anteil alkoholfreier Biere steigt. Marktbeobachter gehen davon aus, dass in Deutschland bald jedes zehnte gebraute Bier alkoholfrei sein wird. vi

  • „Seine“ Perdomo

    HEUCHELHEIM // Jürgen Roder war freundschaftlich mit den Familien Nick Perdomo und Steffen Rinn verbunden. Seine österreichische Mentalität wurde von allen sehr geschätzt und genossen. Darüber hinaus bewunderte man Roders unermüdliches Engagement und die Kompetenz im erfolgreichen Aufbau der Marktstellung der Perdomo-Zigarren im europäischen Markt. „Keine Reise war ihm zu viel, „seine“ Perdomo vorzustellen. Kundennähe war ihm äußerst wichtig“, heißt es aus Heuchheim.

    Auf der InterTabac war Jürgen Roder nicht nur wegen seines Hutes überall bekannt, sondern besonders wegen seiner umfassenden Kenntnisse im Longfiller-Markt. „In großer Dankbarkeit verneigen wir uns. Jürgen wird uns sehr fehlen.“ red

  • Sesselwechsel bei Japan Tobacco International

    KÖLN // Jaanus Pauts hat die Rolle des Corporate Affairs & Communications (CA&C) Direktor bei JTI in Deutschland übernommen.

    In seiner vorherigen Rolle als Unternehmenssprecher für JTI Baltics war Pauts für die Koordination von sechs verschiedenen Ländern mit ebenso vielen unterschiedlichen Sprachen und regulatorischen Anforderungen zuständig. Neben Litauen, Lettland und Estland, seiner Heimat, betreute er zeitweise auch die Märkte Finnland, Island und Dänemark.

    Nach sieben Jahren in der Verantwortung wechselt er nun nach Deutschland. „In einer Zeit bedeutender Veränderungen in unserer Branche sehe ich es als meine Aufgabe, die Kommunikation und die Unternehmensbeziehungen von JTI in Deutschland weiter zu stärken und auszubauen. Ich freue mich darauf, mit einem talentierten Team zusammenzuarbeiten und unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen“, sagt Pauts.

    „Jaanus Pauts bringt umfangreiche Erfahrung und fundiertes Wissen in der Unternehmenskommunikation und der politischen Arbeit mit, die für die weitere Entwicklung von JTI Deutschlandvon großem Nutzen sein werden. Seine internationale Expertise und seine Fähigkeit, sich in unterschiedlichen regulatorischen Umgebungen zu bewegen, machen ihn zu einer wertvollen Bereicherung für unser Team“, erklärt JTI-Geschäftsführer Gian Luigi Cervesato. pi

  • Philip Morris in Deutschland mit neuem Vertriebschef

    GRÄFELFING // Seit August ist Alexander Schönegger neuer Director Commercial Operations Deutschland bei Philip Morris (PMG) und wird damit auch Mitglied der Geschäftsführung.

    Der Wiener folgt als Geschäftsführer Vertrieb auf Jörg Zangen, der ab September eine neue Rolle als Vertriebsverantwortlicher für Europa in der Zentrale von Philip Morris International (PMI) in Lausanne übernimmt.

    Schönegger arbeitete zuletzt als Hauptgeschäftsführer bei Philip Morris in Österreich. Der Manager startete 2018 seine Karriere bei dem Tabakkonzern und verantwortete die Sparte der risikoreduzierten Produkte in der Schweizer Zentrale in Lausanne. Davor arbeitete er über 20 Jahre auf verschiedenen Positionen bei Nestlé und zuletzt beim eigenständigen Geschäftsfeld Nespresso. Dort war Schönegger unter anderem in Singapur, in den Benelux-Ländern und in Japan jeweils als Geschäftsführer tätig.

    Alexander Schönegger schloss das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien erfolgreich ab und absolvierte das Master of Science Program an der Erasmus Universität in Rotterdam.

    In seiner neuen Rolle als PMG-Vertriebsgeschäftsführer soll Schönegger die Unternehmenstransformation in Deutschland vorantreiben und das breiter werdende Angebot an alternativen Nikotinprodukten weiterentwickeln. fnf

  • Luxemburg zieht E-Zigaretten aus dem Verkehr

    LUXEMBURG // Eine Überprüfung der Umweltverwaltung hat zahlreiche Mängel bei verschiedenen E-Zigaretten aufgezeigt. Einige Produkte dürfen jetzt nicht mehr verkauft werden.

    Bei 45 Proben von verschiedenen Einweg-E-Zigaretten und Liquids aus verschiedenen Einzelhandelsgeschäften waren 27 Produkte unzureichend etikettiert. 20 Artikel wiesen Mängel bei gesetzlichen Vorschriften auf und wurden daher vom Verkauf ausgeschlossen, heißt es in dem Bericht der Behörde.

    Im Einzelnen fehlten Piktogramme, Warnhinweise, Gefahrenhinweise, oder die Etiketten waren nicht in einer der Landessprachen verfasst. Vor allem aber stellte das Umweltamt zusammen mit der Gesundheitsbehörde fest, dass 39 der 45 Erzeugnisse nicht gemäß dem Tabakverordnung in Luxemburg gemeldet waren. Sie „dürfen daher nicht auf dem luxemburgischen Markt verkauft werden“, warnten die Behörden.

    Immerhin: 13 Einweg-E-Zigaretten, bei denen die Liquids auf ihre chemische Zusammensetzung untersucht wurden, entsprachen den nationalen Anforderungen. red

  • Aus Koch & Gsell wird Pada

    STEINACH / SCHWEIZ // Ein Nachfolgebetrieb der in Konkurs gegangenen Hanfzigarettenfirma Koch & Gsell hat die Produktion der CBD- und Tabakmarke „Heimat“ wieder aufgenommen. Den Neustart machten Großkunden und Investoren möglich, die Mitarbeiter seien übernommen worden, heißt es aus Steinach.

    Die Nachfolgegesellschaft trägt den Namen Pada Switzerland GmbH. „Pada“ ist die Abkürzung für „Phönix aus der Asche“.

    Unter anderem zwei neue Großkunden aus Frankreich und Italien, die bei Pada einen sechsstelligen Betrag für die Bestellung von Hanfzigaretten ausgeben wollen und je einen Jahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben haben, trugen zur Wiederaufnahme der Produktion bei.

    Neue Investoren folgen auf neue Großkunden
    Die Perspektive führte auch zum Einstieg von zwei neuen Schweizer Investoren, die eine siebenstellige Summe in das Steinacher Unternehmen einzahlten. Die Investoren finanzierten auch das Depot von knapp 400000 Franken (etwa 426.600 EURO), das Pada Switzerland hinterlegen musste, um eine neue Tabakproduktionslizenz zu erhalten.

    „Unsere Kunden waren sehr herzlich. Bereits am Tag des Konkurses gab es etliche, die uns zum Weitermachen ermuntert haben. Das war vor allem bei den bestehenden Großkunden äußerst wichtig. Dadurch hatten wir eine Grundlage, die uns Hoffnung gegeben hat. Zudem konnten wir noch zwei Großkunden aus Italien und Frankreich gewinnen, die mit uns lukrative Jahresverträge abschlossen haben. Durch die Basis von bestehenden Kunden und der Perspektive auf neue Kunden konnten wir damit Schweizer Investoren anlocken, die einen siebenstelligen Betrag einschossen, damit die Marke Heimat nicht nur überlebt, sondern wieder auflebt“, erklärte Firmengründer Roger Koch in einem Interview.

    Erste Schieflage 2019
    Die 2015 gegründete Zigarettenmarke setzte auf Tabak mit Schweizer Herkunft und wurde 2017 bekannt, als sie die weltweit erste legale Hanftabakzigarette auf den Markt brachte. Zwei Jahre danach folgten industriell hergestellte Zigaretten aus reinem CBD-Hanf. Bereits 2019 geriet Koch & Gsell in eine finanzielle Schieflage, konnte die Insolvenz zunächst abwenden. Im Januar 2024 gab das Unternehmen schließlich bekannt, Konkurs angemeldet zu haben. red

  • Reemtsma unter Strom

    HAMBURG // Zum Start der Flottenelektrifizierung stehen allen Beschäftigten der Reemtsma-Zentrale ab sofort sechs neue E-Ladesäulen für Pkws zur Verfügung.

    Damit liegt die Gesamtzahl von Ladesäulen für E-Autos und E-Fahrräder an allen Reemtsma-Standorten in Hamburg sowie im Reemtsma-Werk in Langenhagen bereits bei weit über 30. In naher Zukunft soll die Zahl noch weiter steigen, um dem wachsenden Bedarf allein durch die Flottenumstellung gerecht zu werden.

    Aktuelle Fahrradmodelle können bei Reemtsma seit 2022 per Dienstrad-Leasing bezogen werden. Zurzeit nutzen das Angebot rund 20 Prozent aller Angestellten. Darüber hinaus sind zirka 40 Prozent der rund 700 Reemtsma-Mitarbeiter in Hamburg durch das zu 100 Prozent bezuschusste „Deutschlandticket“ bereits komplett kostenfrei im öffentlichen Nahverkehr unterwegs.

    Enormer Hebel für mehr Nachhaltigkeit
    „Als gesamte Konzern haben wir uns bei Imperial Brands und Reemtsma der ‚Triple Zero-Ambition‘ verschrieben: keine Unfälle, keine Emissionen, keine Abfälle! Praxistaugliche, attraktive und möglichst niedrigschwellige Angebote, damit unsere Mitarbeiter nicht nur bequem und sicher, sondern auch umweltfreundlich unterwegs sein können, sind hier sehr wichtig. Denn in Summe haben wir so einen enormen Hebel, um gemeinsam unseren CO2-Fußabdruck spürbar zu verkleinern“, heißt es aus dem Unternehmen. fnf

  • Lust aufs Shoppen steigt wieder

    MÜNCHEN // Die Bundesbürger gehen wieder gerne Einkaufen. Eine Umfrage der Marktforscher von Deloitte in Deutschland hat unter anderem ergeben, dass besonders bei den 18- bis 35-Jährigen die Konsumlaune im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen ist.

    Die Deloitte-Forscher fanden heraus, dass gut jeder zweite Deutsche wieder Lust hat zu shoppen, allerdings bei verändertem Kaufverhalten. Knapp die Hälfte der Konsumenten achtet weiter auf den Preis, besonders bei Lebensmitteln und Getränken.

    Der Einzelhandel müsse verstehen, dass sich die Kaufentscheidungen seit geraumer Zeit verändert haben, teilen die Marktforscher mit. Nur so könne man auf die anhaltende Preissensibilität reagieren und das Angebot entsprechend erweitern. Die Stimmung der Verbraucher spiele ebenfalls eine Rolle. Etwa 70 Prozent der Kundengruppe bis 44 Jahre zeigten sich besonders kauffreudig. Bei den 18- bis 24-Jährigen sei die Konsumlust sogar um 54 Prozent zum Vorjahresvergleich gestiegen, während bei den über 65-Jährigen, hauptsächlich wegen gestiegener Preise, die Kauflust gesunken sei.

    Die Umfrageergebnisse basieren auf den „Deloitte Consumer Signals“ sowie dem „Deloitte Consumer Spotlight Survey. red