{"id":54862,"date":"2024-10-22T22:00:00","date_gmt":"2024-10-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54862"},"modified":"2024-10-22T22:00:00","modified_gmt":"2024-10-22T22:00:00","slug":"regelrechter-verordnungs-tsunami","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54862","title":{"rendered":"\u201eRegelrechter Verordnungs-Tsunami\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/<\/strong> Die Entb\u00fcrokratisierung ist seit Jahrzehnten in aller Munde, doch die bisherigen Ma\u00dfnahmen der Politik kommen bei den Handelsunternehmen nicht an. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter rund 500 Unternehmen aus der Branche. <\/p>\n<p>Demnach klagen 89 Prozent der Befragten \u00fcber hohe oder sehr b\u00fcrokratische Belastungen. Und f\u00fcr die vergangen f\u00fcnf Jahre sehen sich 97 Prozent von einem weiteren Aufbau von B\u00fcrokratie betroffen. \u201eB\u00fcrokratieabbau ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Schlagwort auf allen politischen Ebenen. Die aktuelle Bundesregierung hat gro\u00dfe Anstrengungen unternommen, die B\u00fcrokratie zu reduzieren und die Unternehmen so zu entlasten. Doch offenbar ist davon in der Praxis noch nicht viel angekommen. Zudem erwartet uns alle noch ein regelrechter Verordnungs-Tsunami aus Br\u00fcssel\u201c, sagt HDE-Pr\u00e4sident Alexander von Preen.<\/p>\n<p><strong>Die meisten Vorgaben aus Berlin<\/strong><br \/>\nDie aktuelle HDE-Umfrage macht deutlich, dass sich f\u00fcr die vergangenen f\u00fcnf Jahre 97 Prozent der Handelsunternehmen mit einem Zuwachs an B\u00fcrokratie konfrontiert sehen, fast zwei Drittel sprechen sogar von einer deutlichen Erh\u00f6hung der Lasten. \u201eEs muss zu denken geben, dass die Handelsunternehmen trotz aller Bem\u00fchungen um Entlastungen unter dem Strich immer mehr B\u00fcrokratie zu sp\u00fcren bekommen\u201c, sagt von Preen. Dabei schreibt knapp mehr als die H\u00e4lfte der Befragten die meiste B\u00fcrokratie der Bundesebene zu, ein Viertel sieht die EU ganz vorne.<\/p>\n<p>Besonders geg\u00e4ngelt sehen sich die H\u00e4ndler durch Dokumentationspflichten (74 Prozent) und Berichtspflichten (71 Prozent). H\u00e4ufig f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere Unternehmen sind Berichtspflichten und EU-Regeln h\u00e4ufig ein \u00c4rgernis, im Mittelstand stehen vor allem auch steuerrechtliche Anforderungen im Fokus.<\/p>\n<p><strong>Personalwesen und Steuerrecht<\/strong><br \/>\nVor allem auf den Gebieten Personal (77 Prozent) und Steuern (69 Prozent) geht es b\u00fcrokratisch zu. Datenschutzrecht (73 Prozent) und Arbeitsrecht (61 Prozent) sind angesichts der vielen Vorgaben und Arbeitgeberpflichten oft Hindernisse im Arbeitsalltag der Unternehmen.<\/p>\n<p>\u201eSo kann es nicht weitergehen. In den vergangenen Jahren gab es gute Ans\u00e4tze, aber es reicht nicht. Wir brauchen mutigere und gr\u00f6\u00dfere Schritte bei der Entb\u00fcrokratisierung\u201c, so der HDE-Pr\u00e4sident. Bei der Arbeitszeit gehe es um mehr Flexibilisierung, die starre t\u00e4gliche H\u00f6chstarbeitszeit werde den Anforderungen der digitalisierten Arbeitswelt nicht mehr gerecht. Es brauche den Wechsel hin zu einer w\u00f6chentlichen H\u00f6chstarbeitszeit direkt im Arbeitszeitgesetz. <\/p>\n<p>Mit Blick auf die Arbeitszeitdokumentation sollte eine schlankere L\u00f6sung gefunden werden. Die damit verbundenen Dokumentationspflichten m\u00fcssten entschlackt werden. Zudem sei es notwendig, die zus\u00e4tzlichen nationalen Regelungen im Bundesdatenschutzgesetz zur Benennung eines Datenschutzbeauftragten zu streichen. Damit w\u00fcrden EU-weit einheitlich die Regelungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gelten. <i>vi<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Die Entb\u00fcrokratisierung ist seit Jahrzehnten in aller Munde, doch die bisherigen Ma\u00dfnahmen der Politik kommen bei den Handelsunternehmen nicht an. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter rund 500 Unternehmen aus der Branche. Demnach klagen 89 Prozent der Befragten \u00fcber hohe oder sehr b\u00fcrokratische Belastungen. 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