{"id":54847,"date":"2024-09-25T22:00:00","date_gmt":"2024-09-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54847"},"modified":"2024-09-25T22:00:00","modified_gmt":"2024-09-25T22:00:00","slug":"top-thema-regulierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54847","title":{"rendered":"Top-Thema: Regulierung"},"content":{"rendered":"<p><strong>DORTMUND \/\/ <\/strong>Zumindest in Sachen Aussteller haben InterTabac und InterSupply 2024 einen neuen Rekord aufgestellt: \u00dcber 800 Firmen zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen. Sogar eine Halle 9 gab es in diesem Jahr \u2013 wenn sie auch dieser Tage wieder abgebaut wird.<\/p>\n<p>Jedenfalls war die Stimmung der Weltleitmessen ausgezeichnet. Kein Wunder, dass Sabine Loos, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe, sich freute: \u201eDas Herz der internationalen Tabakbranche schl\u00e4gt wieder in Dortmund.\u201c Dabei wirkten die Ausstellungen trotz der Gr\u00f6\u00dfe aufger\u00e4umter, es ging vergleichsweise entspannt zu.<\/p>\n<p><strong>Tabakbranche in ihrer Vielfalt und Dynamik <\/strong><br \/>\nLoos erkl\u00e4rte: \u201eGemeinsam mit unseren Partnern haben wir es auch in diesem Jahr wieder geschafft, die Tabakbranche in all ihrer Vielfalt und Dynamik auf der InterTabac und InterSupply abzubilden und zusammenzubringen. Es ist beeindruckend, wie viele innovative Produkte und Ideen hier pr\u00e4sentiert werden. In diesem Umfeld k\u00f6nnen nicht nur lukrative Gesch\u00e4fte eingeleitet und abgeschlossen werden. Auch langfristige sowie vertrauensvolle Partnerschaften werden entwickelt oder vertieft.\u201c<\/p>\n<p>Zum Gelingen trugen \u00fcbrigens nicht nur die eigentlichen Messen bei, auch das begleitende Kongress- und Event-Programm hatte f\u00fcr die Fachbesucher jede Menge zu bieten. Unter anderem pr\u00e4sentierten DTZ und das Schwesterblatt TJI (Tobacco Journal International) ein spannendes Panel mit renommierten Experten zum Thema \u201eInnovationen in der Nikotinwirtschaft\u201c.<\/p>\n<p>In der Er\u00f6ffnungspressekonferenz \u00e4u\u00dferten sich zudem Vertreter der wichtigen Verb\u00e4nde zur aktuellen Lage. Michael von Foerster, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbandes der Rauchtabakindustrie (VdR), machte deutlich, dass \u201edie Zeit der grenzenlosen \u00dcberregulierung\u201c der Branche vorbei sei. Er habe, so von Foerster, den Eindruck, dass der Nanny-Staat langsam, aber sicher am Ende sei. Immer mehr Menschen stellten sich h\u00f6rbar gegen die linke Bevormundungs- und Identit\u00e4tspolitik.<\/p>\n<p><strong>Zwei Themen: Schwarzmarkt und Jugendschutz <\/strong><br \/>\nJan M\u00fccke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE), verwies auf zwei Problembereiche, die der Branche zurzeit zu schaffen machten: einerseits der florierende Schwarzmarkt, andererseits die zunehmenden Verst\u00f6\u00dfe gegen Jugendschutzvorschriften insbesondere bei E-Zigaretten. M\u00fccke warnte in diesem Zusammenhang vor regulatorischen Schnellsch\u00fcssen: \u201eMit Schaufensterpolitik werden Jugendliche nicht von Vapes ferngehalten, sondern lediglich verantwortungsvolle H\u00e4ndler und erwachse E-Zigaretten-Nutzer bestraft.\u201c Im Gegenzug m\u00fcsse das bestehende Abgabeverbot im Handel strikt durchgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>\u201eReines Genuss- und Kulturgut\u201d <\/strong><br \/>\nAuf die Tatsache, dass die Zigarrenbranche schwierige Monate hinter sich hat, machte Bodo Mehrlein aufmerksam. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie (BdZ) wiederholte erneut, dass es sich bei den Produkten der seinem Verband angeschlossenen Mitgliedsunternehmen um \u201eein reines Genuss- und Kulturgut\u201c handele, welches \u201emeist nur gelegentlich von Personen gehobenen Alters geraucht\u201c werde. Vor diesem Hintergrund sei es unverst\u00e4ndlich, dass die Branche zum 24. Mai 2024 ein Track\u2006&#038;\u2006Trace-System habe umsetzen m\u00fcssen. Die Kosten und der Zeitaufwand seien immens gewesen \u2013 obwohl es bei Zigarren praktisch keinen Schmuggel gebe. Mehrlein sprach von einem \u201eordnungspolitischen S\u00fcndenfall\u201c. <\/p>\n<p>Au\u00dferdem sagte er: \u201eDer Zigarrenmarkt bedarf keiner weiteren Regulierung. Undifferenzierte Verbote w\u00fcrden zu einer Vernichtung eines Genuss- und Kulturguts f\u00fchren; dies w\u00e4re genauso, als w\u00fcrde man im Rahmen der Alkoholregulierung hochwertige Spirituosen oder exquisite Weine verbieten.\u201c<\/p>\n<p><strong>Risikoreduzierte Alternativprodukte <\/strong><br \/>\nDie Ver\u00e4nderungen im Angebot des Fachhandels machte Torsten L\u00f6ffler, Pr\u00e4sident des Handelsverbands Tabak (BTWE), zum Thema: \u201eDie risikoreduzierten Alternativprodukte boomen. Ein starker Tabakwarenhandel ist f\u00fcr ihre Vermarktung unerl\u00e4sslich. Geschultes Personal, ein breites Sortiment und die strikte Einhaltung des Jugendschutzes sind f\u00fcr die Tabakwarenh\u00e4ndler Tagesgesch\u00e4ft.\u201c<\/p>\n<p>Auch L\u00f6ffler mahnte in diesem Zusammenhang vor Aktionismus in Br\u00fcssel und Berlin: \u201eHohe Personal- und Energiekosten, eine ausufernde B\u00fcrokratie, regulatorische Einschr\u00e4nkungen, die schwierige Lage in vielen Innenst\u00e4dten und die Verunsicherung der Konsumenten sind auch f\u00fcr den Tabakwarenhandel alles andere als leicht zu stemmen. Wir brauchen eine faire Verteilung des Wirtschaftsnutzens.\u201c Er nannte dabei etwa die geplante R\u00fccknahmepflicht f\u00fcr alle Vertreiber von E-Zigaretten und die m\u00f6glichen Versch\u00e4rfungen durch die bereits in Arbeit befindliche Tabakproduktrichtlinie 3 (TPD\u20063).<\/p>\n<p>Das Interesse der vertretenen Medien l\u00e4sst darauf hoffen, dass die wichtigen Themen zunehmend in der Politik Geh\u00f6r finden.<\/p>\n<p><i>max <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DORTMUND \/\/ Zumindest in Sachen Aussteller haben InterTabac und InterSupply 2024 einen neuen Rekord aufgestellt: \u00dcber 800 Firmen zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen. Sogar eine Halle 9 gab es in diesem Jahr \u2013 wenn sie auch dieser Tage wieder abgebaut wird. Jedenfalls war die Stimmung der Weltleitmessen ausgezeichnet. 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