{"id":54731,"date":"2024-03-13T23:00:00","date_gmt":"2024-03-13T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54731"},"modified":"2024-03-13T23:00:00","modified_gmt":"2024-03-13T23:00:00","slug":"jetzt-die-zukunft-vorbereiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54731","title":{"rendered":"\u201eJetzt die Zukunft vorbereiten\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>HAMBURG \/\/<\/strong> Das hanseatische Traditionsunternehmen [link|https:\/\/www.reemtsma.com\/]Reemtsma [\/link]geh\u00f6rt l\u00e4ngst dem britischen Konzern Imperial Brands, ist aber unver\u00e4ndert einer der vier gro\u00dfen klassischen Player am deutschen Tabakmarkt. DTZ sprach mit Dior Decupper, seit knapp \u00fcber einem Jahr Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Hamburger Firma mit dem bekannten Namen. <\/p>\n<p><strong>Frau Decupper, welche aktuellen Trends und Entwicklungen sehen Sie auf dem deutschen Tabakmarkt?<\/strong><br \/> <br \/>\n<strong>Dior Decupper: <\/strong>Die Lage im deutschen Markt bleibt f\u00fcr alle Kategorien herausfordernd. Dabei schrumpft der klassische Tabakmarkt, also der Markt, den wir Combustible nennen, das sind Volumentabak und Zigaretten. Wachstum sehen wir bei den neuartigen Produkten, also Tabakerhitzer und E-Zigaretten. <\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie das noch ein wenig aufdr\u00f6seln? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Sicher. Innerhalb von Combustible sehen wir ein Down-Trading. Das bedeutet, dass aufgrund der Inflation und anderer Faktoren viele Konsumenten versuchen, ihre Zigaretten billiger zu erwerben. Diese Raucher wechseln etwa in die Kategorie Volumentabak, was viel preiswerter ist. Oder sie gehen in Richtung Private Label \u2013 ein Segment, das seit langem zugelegt hat, aber dieses Wachstum hat sich seit ungef\u00e4hr einem Jahr signifikant beschleunigt.<\/p>\n<p><strong>Sie sind in dem Segment auch aktiv\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ja, wir haben vor rund einem Jahr Paramount gelauncht, eine Zigaretten- und Feinschnittmarke, die die besonders preisbewussten Raucher anspricht \u2013 mit riesigem Erfolg \u00fcbrigens. Auch Volumentabake unterstreichen den Trend hin zu g\u00fcnstigen Erzeugnissen. <\/p>\n<p><strong>Wie sieht es bei Produkten f\u00fcr Dampfer aus? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Einweg-E-Zigaretten verkaufen sich nach wie vor sehr gut. Allerdings gibt es auf dem Gebiet zahlreiche Anbieter. Dabei f\u00e4llt auf, dass der Markt sich in Richtung Kapselsysteme bewegt. Da entsteht gerade ein Split zwischen Einweg-Ger\u00e4ten und aufladbaren E-Zigaretten. <\/p>\n<p><strong>Bleiben die Tabakerhitzer\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Dort sehen wir Wachstum, das peu \u00e0 peu nach oben geht \u2013 bisher aber ohne gro\u00dfe Dynamik. <\/p>\n<p><strong>Da stellt sich mir die Frage: Wie gro\u00df ist die Nachfrage, die durch den Konsumenten entsteht, und wie gro\u00df ist der Teil, den Sie beeinflussen k\u00f6nnen? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>Sehen Sie: Bei den neuartigen Produkten, also Tabakerhitzern, E-Zigaretten und Nikotin-Pouches, handelt es sich ja um ein wirklich neues Segment. Ich vergleiche die Situation gern mit dem Launch des ersten iPhones. Da hat Steve Jobs\u2009\u2026 <\/p>\n<p><strong>\u2026\u2009der damalige Apple-Chef\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>\u2026\u2009gesagt, er brauche \u00fcberhaupt keine Werbung zu machen, denn die Menschen k\u00f6nnten sich \u00fcberhaupt nicht vorstellen, dass sie so ein Ger\u00e4t brauchen k\u00f6nnten. So innovativ war das damals. Und mit den neuartigen Erzeugnissen sind wir in einer \u00e4hnlichen Lage: Viele Menschen wollen aufh\u00f6ren zu rauchen. F\u00fcr sie gibt es eine ganze Reihe von Alternativen \u2013 und ich bin sicher, dass in naher Zukunft weitere neue Artikel auf den Markt kommen werden. <\/p>\n<p><strong>Hat Imperial einen Einfluss auf Ihr unternehmerisches Handeln? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Nat\u00fcrlich, ja. Die gesamte Industrie ist sehr konsolidiert. Da hilft es sehr, eine solche Gruppe und eine solche St\u00e4rke hinter sich zu haben. Besonders angesichts der neuartigen Produkte, in die man zun\u00e4chst einmal gro\u00dfe Summen investieren muss, um den Konsumenten letztlich den richtigen Artikel anbieten zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><strong>Zugleich m\u00fcssen Sie mit der Dynamik der M\u00e4rkte Schritt halten. <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Bis vor wenigen Jahren gab es f\u00fcr uns nur Tabak. Ab 2017, 2018 etwa kamen E-Zigaretten hinzu, dann Tabakerhitzer und schlie\u00dflich Nikotin-Pouches. Das ist eine Menge Disruption f\u00fcr einen sehr stabilen, konservativen Markt in einer sehr stabilen Industrie. Und davor hat sich \u00fcber mehr als 100 Jahre kaum etwas bewegt. Also: Es ist extrem wichtig, Imperial Brands im R\u00fccken zu haben. <\/p>\n<p><strong>Ich denke, das gilt auch mit Blick auf die \u2013 europ\u00e4ischen \u2013 Regulierungen. Was meinen Sie: Wird es in Deutschland wieder Nikotin-Pouches geben? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ich hoffe es. Denn wir m\u00fcssen jetzt die Zukunft vorbereiten. Und Alternativen wie die Pouches sind wichtig f\u00fcr die Zukunft erwachsener Raucher. Der Vorteil der Pouches liegt daran, dass es weder Rauch noch Dampf gibt. In \u00d6sterreich zum Beispiel sind Pouches sehr stark. Die Kategorie ist dort \u00e4u\u00dferst wichtig f\u00fcr uns, und wir machen nat\u00fcrlich wichtige Erfahrungen. <\/p>\n<p><strong>Dennoch mauert die deutsche Regierung\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern in Europa scheinen neuartige Rauchalternativen auf der Priorit\u00e4tenliste in Berlin nicht sehr weit oben zu stehen \u2013 das stimmt. <\/p>\n<p><strong>Dennoch m\u00fcssen Sie doch eigentlich mit der Situation in Deutschland ganz zufrieden sein? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong>Ja, die Lage, was Tabakwaren angeht, ist im Moment relativ ruhig, aber das kann sich nat\u00fcrlich jederzeit \u00e4ndern. Die langfristigen Steuerregeln helfen der Branche insgesamt. Was E-Zigaretten angeht, gibt es eine anhaltende Debatte, besonders wenn es um Jugendschutz geht. <\/p>\n<p><strong>Wie sieht es \u00fcberhaupt mit den EU-Vorschriften aus? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Es gibt viele Anbieter, die im Kern den gleichen Verhaltenskodex wie wir Tabakhersteller haben. Aber viele davon halten ihn nicht ein.<\/p>\n<p><strong>K\u00f6nnen Sie das erkl\u00e4ren? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Wir wissen, dass unser Produkt neu und anders ist. Deshalb sind wir sehr vorsichtig mit der Vermarktung und befolgen die Vorgaben sehr genau. Aber wir sehen viele E-Zigaretten-Anbieter, die mit der Tabakwelt nicht vertraut sind und die Regeln bei der Vermarktung ihrer Artikel sehr gro\u00dfz\u00fcgig auslegen. Das st\u00f6rt uns nat\u00fcrlich, und wir unternehmen einiges, um die Kategorie insgesamt nicht zu besch\u00e4digen. Dabei versuchen wir, Vorreiter zu sein, um zu verhindern, dass die Beh\u00f6rden die Kategorie zum Beispiel komplett aus dem Markt nehmen \u2013 \u00e4hnlich dem, was mit Nikotin-Pouches passiert ist. <\/p>\n<p><strong>Sie arbeiten eng mit dem Verband des E-Zigarettenhandels, dem VdeH, zusammen \u2013 glaube ich? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ja, gemeinsam mit anderen E-Zigaretten-Unternehmen. Da helfen wir uns gegenseitig \u2013 die profitieren von unserer Erfahrung mit der gesamten Kategorie und unserer Kenntnis der Raucher, also den Hauptkonsumenten. Und wir erfahren mehr \u00fcber die Industrie und wie die neuen Anbieter unsere Industrie \u00fcberhaupt sehen. <\/p>\n<p><strong>Wo sehen Sie da Probleme? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Uns ist es sehr wichtig, dass die Regierung keinen Verkaufsstopp f\u00fcr bestimmte Erzeugnisse verh\u00e4ngt, ganz \u00fcbel w\u00e4re ein pauschales Aromenverbot. Denn wir wissen: Raucher w\u00fcnschen sich die unterschiedlichsten Geschm\u00e4cker, um von der Zigarette wegzukommen. Sie brauchen den Break weg vom Tabakgeschmack. <\/p>\n<p><strong>Dennoch wird ein Aromenverbot zurzeit offenbar diskutiert. Da sprechen wir \u00fcber die anstehende TPD\u20063. Wenn Sie W\u00fcnsche an den Regulierer \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnten, welche w\u00e4ren das? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>Wir w\u00fcnschen uns die M\u00f6glichkeit, mit unseren Konsumenten im Gespr\u00e4ch bleiben zu k\u00f6nnen, die M\u00f6glichkeit, die Verbraucher aufzukl\u00e4ren \u00fcber Rauchalternativen, die es gibt. Wir w\u00fcnschen uns auch die M\u00f6glichkeit, weitere Informationen \u00fcber unsere Hauptprodukte geben zu k\u00f6nnen. Wir w\u00fcnschen uns, dass die Aromenvielfalt erhalten bleibt. Wir w\u00fcnschen uns, dass kein Plain Packaging \u2013 keine Einheitsverpackungen \u2013 umgesetzt wird, zumal wir in anderen L\u00e4ndern sehen, dass die Ma\u00dfnahme praktisch nichts bringt. Und wir w\u00fcnschen uns, dass es eine klare Regelung f\u00fcr die zunehmend wichtige Kategorie der Nikotin-Pouches geben wird. <\/p>\n<p><strong>Wir haben schon \u00fcber E-Zigaretten und Tabakerhitzer gesprochen. Welche Rolle spielen die Produkte in Ihrem Sortiment f\u00fcr den Markt in Deutschland? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Da sollte ich vielleicht ein wenig ausholen: Ich habe ja bereits von Innovationen bei neuartigen Erzeugnissen gesprochen. Und wer ja zu Innovationen sagt, sagt auch ja zu Investitionen. Und die Investitionen stammen vor allem aus unserer Kategorie Tabakwaren. Tabak bleibt f\u00fcr uns als Reemtsma und als Imperial die wichtigste Kategorie. Allerdings haben wir begonnen, uns auf die Zukunft vorzubereiten. <\/p>\n<p><strong>Wobei die E-Zigarette hierzulande eine gewichtige Rolle spielt? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ja, Deutschland ist der zweitgr\u00f6\u00dfte Markt in Europa, wenn es um E-Zigaretten geht. Das ist ein Riesenpotenzial. Daher haben wir f\u00fcr die Kategorie eine klare Innovations-Pipeline aufgesetzt. Blu funktioniert extrem gut im Moment und wir wollen das Angebot weiter verbessern. Und wir wollen definitiv einen Platz unter den Top-2-Marken bei E-Zigaretten, das ist unsere Ambition. <\/p>\n<p><strong>Wie sieht es bei den Tabakerhitzern aus? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Nun, die Marktdurchdringung von Tabakerhitzern nimmt trotz der Anstrengungen anderer Wettbewerber nur langsam zu. Sind die Ger\u00e4te eine glaubw\u00fcrdige Alternative f\u00fcr Raucher? Auf jeden Fall. Aber die Entwicklung in Deutschland dauert l\u00e4nger als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Deshalb stehen Tabakerhitzer auf unserer Priorit\u00e4tenliste derzeit nicht ganz oben. <\/p>\n<p><strong>Wobei Sie ja in anderen L\u00e4ndern bereits aktiv sind\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Wir haben eigene Artikel, also Ger\u00e4te und Tabak-Sticks, die wir in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern vertreiben. Aber noch einmal: Der deutsche Markt ist noch nicht reif genug, um diese Produkte hier einzuf\u00fchren. Aber der Tag wird kommen. <\/p>\n<p><strong>Welche Rolle spielt eigentlich der deutsche Fachhandel f\u00fcr Ihr Unternehmen? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ich sage immer, dass die Tabakindustrie f\u00fcr mich ein B\u20092\u2009B\u20092\u2009C-Gesch\u00e4ft ist. Das bedeutet, dass wir den Fachhandel brauchen. Und wir haben starke Partnerschaften. Das ist f\u00fcr mich eine St\u00e4rke von Reemtsma. Zugleich sind wir eine \u00fcber 100 Jahre alte Firma in Deutschland, der Handel kennt uns und wir haben die langj\u00e4hrige Erfahrung und Beziehungen zum Fachhandel. <\/p>\n<p><strong>Und perspektivisch? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong>\u2009\u2026 werden wir den Fachhandel mehr und mehr brauchen. Das liegt am Wandel in unserer Branche und an der Notwendigkeit, den Konsumenten unsere neuen Produkte zu erkl\u00e4ren. Von daher wird sich diese Partnerschaft, meiner Meinung nach, weiter verst\u00e4rken. <\/p>\n<p><strong>Ich merke, dass Sie Innovationen und die Zukunft der M\u00e4rkte stark besch\u00e4ftigen. K\u00f6nnen Sie etwas dazu sagen, wie es mit Produktentwicklungen weitergeht? <\/strong><\/p>\n<p><strong>Decupper:<\/strong> Einer unserer Werte als Unternehmen ist: \u201eStart with the consumer\u201c, mit dem Konsumenten anfangen. Das bedeutet, dass wir versuchen, so nah wie m\u00f6glich an den Anspr\u00fcchen und W\u00fcnschen unserer erwachsenen Verbraucher zu sein. Die \u00e4ndern sich nat\u00fcrlich mit der Zeit, aber wir versuchen, hier immer eng am Ball zu bleiben. <\/p>\n<p><strong>Daf\u00fcr haben Sie ja Forschungs- und Entwicklungs-Einrichtungen. <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Wir haben zwei Einrichtungen in Hamburg. Da ist einerseits das Sense Hub, das wir im November 2023 er\u00f6ffnet haben. Dort haben wir neue M\u00f6glichkeiten, um Produkte mit und f\u00fcr Konsumenten zu kreieren. Das ist wirklich eine Co-Kreation. Aber dort arbeiten wir nicht nur an neuen Erzeugnissen, sondern besch\u00e4ftigen uns auch mit den Combustibles, also unseren Hauptprodukten. Und dann haben wir bereits seit Langem unser Labor, das uns dabei hilft, die Auswirkungen unserer Artikel besser zu verstehen. Es stimmt also: Innovation ist f\u00fcr uns sehr wichtig. <\/p>\n<p><strong>Wettbewerber schw\u00e4rmen l\u00e4ngst von der rauchfreien Zukunft. Wie gehen Sie mit der notwendigen, wenn auch disruptiven Transformation um? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Der Wandel hat ja l\u00e4ngst begonnen. Wir sind von einer hochstabilen Industrie zu einer sehr von Disruption betroffenen Branche geworden. Und peu a peu werden wir immer vertrauter mit den Rauch\u2027alternativen. Wir sind konstant auf der Suche und schauen von unserem NGP-Hauptquartier\u2009\u2026 <\/p>\n<p><strong>\u2026\u2009also der Zentrale der \u201eNext Generation Products\u201c\u2009\u2026 <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>\u2026\u2009in Amsterdam auf alle Kategorien. Und so entstehen Innovationen, etwa Sticks f\u00fcr Tabakerhitzer, die mit Tee gef\u00fcllt sind. Tabak bleibt allerdings absolut wichtig. Ich denke, man muss unterscheiden zwischen einer Kommunikationsstrategie \u201eRauchfrei\u201c und der Realit\u00e4t. Und die Realit\u00e4t ist, dass wir in Innovationen nur dank unserer Tabakwaren investieren k\u00f6nnen. Ich gehe fest davon aus, dass der Tabak in Deutschland zumindest w\u00e4hrend der kommenden f\u00fcnf bis zehn Jahre ein wichtiges Thema bleiben wird. <\/p>\n<p><strong>In anderen L\u00e4ndern geht die Entwicklung rascher voran. <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper:<\/strong> Ja, wir haben auf jeden Fall \u00fcberall einen Fu\u00df in der T\u00fcr zur Zukunft. In Italien etwa kommt der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer Ums\u00e4tze von neuartigen Erzeugnissen, nicht von Zigaretten und Tabak. Dort ist die Bereitschaft der Konsumenten, Ver\u00e4nderungen vorzunehmen, gr\u00f6\u00dfer. <\/p>\n<p><strong>F\u00fcr ein Traditionsunternehmen wie Reemtsma Cigarettenfabriken sicher nicht ganz einfach? <\/strong><br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>Wir nennen das \u201eZukunft mit Herkunft\u201c. Denn wir wollen unsere Vergangenheit nicht vergessen, blicken aber auch auf die Zukunft. <\/p>\n<p><strong>Eine angesichts der Entwicklungen herausfordernde Frage zum Abschluss: Wo steht Reemtsma in f\u00fcnf Jahren?<\/strong><br \/> <br \/>\n<strong>Decupper: <\/strong>Meine Vision ist, dass wir in allen vier Kategorien aktiv sein werden \u2013 also Tabak mit Volumentabak und Zigaretten, Tabakerhitzer, E-Zigaretten und Pouches. Dabei werden sich unsere Umsatzanteile verschieben, mehr in Richtung der neuartigen Kategorien. Die Zukunft ist auf jeden Fall vielf\u00e4ltig f\u00fcr Reemtsma und unsere Marken.<\/p>\n<p><strong>Frau Decupper, ich danke Ihnen f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. <\/strong><\/p>\n<p><i>max<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAMBURG \/\/ Das hanseatische Traditionsunternehmen [link|https:\/\/www.reemtsma.com\/]Reemtsma [\/link]geh\u00f6rt l\u00e4ngst dem britischen Konzern Imperial Brands, ist aber unver\u00e4ndert einer der vier gro\u00dfen klassischen Player am deutschen Tabakmarkt. DTZ sprach mit Dior Decupper, seit knapp \u00fcber einem Jahr Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Hamburger Firma mit dem bekannten Namen. 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