{"id":54713,"date":"2024-02-14T23:00:00","date_gmt":"2024-02-14T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54713"},"modified":"2024-02-14T23:00:00","modified_gmt":"2024-02-14T23:00:00","slug":"shisha-branche-befuerchtet-pleitewelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=54713","title":{"rendered":"Shisha-Branche bef\u00fcrchtet Pleitewelle"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/ <\/strong>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des [link|https:\/\/www.wpt-verband.de\/]Bundesverbandes Wasserpfeifentabak[\/link] schl\u00e4gt Alarm. Folke Rega sieht die Ursache vor allem in der Verpackungsvorschrift, die es seit knapp zwei Jahren in Kraft ist. <\/p>\n<p><strong>Bund soll umsteuern <\/strong><br \/>\nSeiner Einsch\u00e4tzung nach drohe der Shisha-Branche in diesem Jahr eine Pleitewelle, sagte Rega gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur \u201edpa\u201c. \u201eWenn der Bund nicht umsteuert und eine unsinnige Verpackungsvorschrift kippt, wird vermutlich jede dritte oder jede vierte Shisha-Bar am Ende dieses Jahres geschlossen sein\u201c, sagte der Verbandschef und verwies sich dabei auf Gespr\u00e4che mit Barbetreibern und H\u00e4ndlern, die von einer stark gesunkenen Nachfrage nach legalem Tabak berichteten.  <\/p>\n<p>Nach der Verpackungsverordnung von 2022 d\u00fcrfen Shishatabak-Anbieter nur noch 25-Gramm-Packungen herstellen und nicht die jahrelang \u00fcblichen 200\u2013 oder 1000-Gramm-Beh\u00e4lter. Mit dieser \u00c4nderung soll der Steuerhinterziehung ein Riegel vorgeschoben werden. <\/p>\n<p><strong><br \/>\nReform-Ziel verfehlt <\/strong><br \/>\nDas Ziel der Reform: Wenn die Packungen so klein sind, dass ihr Inhalt nicht mehr f\u00fcr mehrere Portionen ausreicht, kann auch nicht mehr gegen das Portionierungsverbot versto\u00dfen werden. In einen Shisha-Kopf passen etwa 20 Gramm Tabak \u2013 also etwas weniger als in eine 25-Gramm-Packung enthalten ist. <\/p>\n<p>Dennoch nach Sch\u00e4tzungen des Verbandes etwa verdoppelt. Und um Geld zu sparen, griffen viele Konsumenten auf illegale Produkte zur\u00fcck. Sie inhalierten zu Hause statt in der Shisha-Bar. \u201eSchwarzmarktprodukte sind gef\u00e4hrlich, sie unterliegen keiner staatlichen Lebensmittelkontrolle und enthalten verunreinigten Tabak und verbotene Substanzen\u201c, so Rega. <\/p>\n<p><strong>Ein Blick in die Steuerstatistik <\/strong><br \/>\nEin Blick in die Steuerstatistik spricht B\u00e4nde. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2023 Steuerzeichen f\u00fcr 727 Tonnen Wasserpfeifentabak ausgegeben und damit deutlich weniger als 2022 (893 Tonnen). Dabei handelt es sich um den Netto-Wert, also nach Abzug der R\u00fcckerstattungen. Im Vergleich zu 2021 \u2013 also dem Jahr vor der Einf\u00fchrung der Verpackungspflicht \u2013 waren es laut Generalzolldirektion 6897 Tonnen gewesen. Der legale Markt macht derzeit nur etwa ein Zehntel des Volumens von 2021 aus. Rechnet man die Vorzieheffekte heraus, die es 2021 wegen der anstehenden Steuererh\u00f6hung gab und die damals die legale Menge mit einem Sondereffekt erh\u00f6ht hatten, ist es etwa ein Siebtel des damaligen Marktes. <\/p>\n<p>\u201eDie Statistiken zeigen, dass die Konsumenten auf den Schwarzmarkt und alternative Produkte ausweichen, um die hohen Steuern auf Wasserpfeifentabak zu umgehen. Die Mengenbeschr\u00e4nkung und die Zusatzsteuer m\u00fcssen daher zum Schutz der Konsumenten und zum Wohle der Steuereinnahmen umgehend zur\u00fcckgenommen werden\u201c, kommentierte Rega die Zahlen. \u201eF\u00fcr die legal agierenden Hersteller und H\u00e4ndler sind diese Regelungen eine akute existenzgef\u00e4hrdend.\u201c <\/p>\n<p><strong>Konsum stabil geblieben <\/strong><br \/>\nW\u00e4hrend die Steuereinnahmen stark zur\u00fcckgegangen sind, ist der Konsum nach Einsch\u00e4tzung des Branchenverbandes stabil geblieben. Das schlie\u00dft der Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer aus R\u00fcckmeldungen von Importeuren, die spezielle Shisha-Kohle verkaufen und weiterhin gute Gesch\u00e4fte melden. \u201eEin Gro\u00dfteil der Shisha-Kohle wird zum Anz\u00fcnden von Schwarzmarkttabak verwendet.\u201c <\/p>\n<p>Er appelliert an das Bundesfinanzministerium, die Packungsgr\u00f6\u00dfenverordnung zu \u00e4ndern und wieder gr\u00f6\u00dfere Packungen zuzulassen. \u201eDas w\u00fcrde den Schwarzmarkt austrocknen und den legalen Handel ankurbeln\u201c, sagt Rega. \u201eDer Bund h\u00e4tte dann erhebliche Steuermehreinnahmen, die er doch gerade jetzt, in Zeiten knapper Kassen, gut gebrauchen k\u00f6nnte.\u201c Der Wert der vom Staat ausgegebenen f\u00fcr Wasserpfeifentabak, lag 2023 laut Statistischem Bundesamt bei 41,2 Millionen Euro und damit deutlich niedriger als 2021.<\/p>\n<p><i>red <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des [link|https:\/\/www.wpt-verband.de\/]Bundesverbandes Wasserpfeifentabak[\/link] schl\u00e4gt Alarm. 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