{"id":53447,"date":"2022-12-22T23:00:00","date_gmt":"2022-12-22T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=53447"},"modified":"2022-12-22T23:00:00","modified_gmt":"2022-12-22T23:00:00","slug":"noch-mehr-einschraenkungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=53447","title":{"rendered":"Noch mehr Einschr\u00e4nkungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>MAINZ \/\/ <\/strong>Auch zu diesem Jahreswechsel hat DTZ wichtige Verb\u00e4nde der Tabakwirtschaft dazu befragt, wie sie das neue Jahr einsch\u00e4tzen. Diese Gastbeitr\u00e4ge druckt die Redaktion in diesen Wochen. Im ersten Teil der Reihe \u00e4u\u00dfert sich Jan M\u00fccke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE). <\/p>\n<p>Der BVTE geht mit Optimismus in das neue Jahr, auch wenn die Rahmenbedingungen durch Konsumzur\u00fcckhaltung und anhaltend hohe Inflationsraten denkbar schlecht sind. Wir gehen trotz dieser belastendenden Faktoren von einem insgesamt stabilen Tabak- und Nikotinmarkt aus. Die langj\u00e4hrigen Trends werden sich nach unserer Einsch\u00e4tzung fortsetzen. Dabei gehen wir von einem leicht r\u00fcckl\u00e4ufigen Markt f\u00fcr Zigaretten von bis zu zwei Prozent aus, der Feinschnittmarkt wird unver\u00e4ndert erfolgreich sein, aber wohl nicht weiter wachsen. <\/p>\n<p><strong>Auslaufen der Abverkaufsfrist <\/strong><br \/>\nF\u00fcr die E-Zigarette sehen wir trotz der neuen steuerlichen Belastungen auch nach dem Auslaufen der Abverkaufsfrist im Februar f\u00fcr bisher nicht versteuerte Ware ein stabiles Marktumfeld. Allerdings ist der Staat weiter gefordert, den entstehenden Schwarzmarkt f\u00fcr unversteuerte Liquids zu bek\u00e4mpfen. F\u00fcr den Wasserpfeifentabak hoffen wir nach der Verl\u00e4ngerung der Frist zur \u00c4nderung der Packungsgr\u00f6\u00dfen auf eine Konsolidierung des Marktes. Weiteres Entwicklungspotenzial sehen wir f\u00fcr Tabak-erhitzer-Produkte, die St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck weitere Marktanteile erobern werden. Der Marktanteil wird stabil \u00fcber drei Prozent liegen. <\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen als Verband nicht zur Preisentwicklung konkret Stellung nehmen, weil dies individuelle Unternehmensentscheidungen sind. Es liegt jedoch auf der Hand, dass die massiv steigenden Kosten f\u00fcr Energie, Logistik, Personal und Rohtabak einen weiteren Preisanpassungsdruck erzeugen werden. Auch die regulatorisch verursachten Kosten (Anpassung von Verpackungen f\u00fcr Tabakerhitzerprodukte, Track&#038;Trace und so fort) werden diesen Trend verst\u00e4rken. Wichtig ist in diesem schwierigen Umfeld jetzt ein schnelles Absinken der Inflationsrate, die sichere Versorgung mit bezahlbarer Energie und die Er\u00f6ffnung neuer Marktchancen f\u00fcr die Unternehmen wie eine z\u00fcgige Regulierung der tabakfreien Nikotinbeutel im Tabakerzeugnisrecht.  <\/p>\n<p>In jedem Fall m\u00fcssen disruptive Marktersch\u00fctterungen durch v\u00f6llig \u00fcberzogene steuerpolitische Vorstellungen aus Br\u00fcssel vermieden werden. Die \u201eEU Tobacco Excise Directive\u201c soll 2023 verabschiedet werden und muss dann innerhalb einer Frist von bis zu vier Jahren umgesetzt werden. Daher gilt unser besonderes Augenmerk dieser Richtlinie. Jede Art von Steuerschocks muss strikt vermieden werden, wenn der ohnehin schon viel zu hohe illegale Markt mit geschmuggelten und gef\u00e4lschten Tabakwaren nicht weiter befeuert werden soll. Hier steht besonders die Bundesregierung in einer gro\u00dfen Verantwortung. Fehlgeleitete gesundheitspolitische Vorstellungen lassen sich nicht mit noch so hohen harmonisierten Mindeststeuern in Europa durchsetzen. <\/p>\n<p><strong>Vern\u00fcnftigen Steuer- und Produktregulierungspolitik <\/strong><br \/>\nMa\u00df und Mitte geh\u00f6ren zu jeder vern\u00fcnftigen Steuer- und Produktregulierungspolitik. Deshalb wird der BVTE in diesem Jahr besonders den Handel und die Verbraucher bitten, ihre Stimme im Beteiligungsprozess f\u00fcr eine m\u00f6gliche neue EU-TPD3 zu erheben. Bitte engagieren Sie sich unter [link|https:\/\/www.dein-ding.eu\/]www.dein-ding.eu [\/link]mit Ihrer Stimme, damit die Belange von Rauchern, Dampfern, H\u00e4ndlern und Herstellern geh\u00f6rt werden. Es kommt jetzt darauf an, seine Meinung klar zu sagen \u2013 und nicht erst in drei oder vier Jahren, wenn die Richtlinie verabschiedet worden ist und dem nationalen Gesetzgeber nur noch die Umsetzung bleibt. Die Zeit ist jetzt! <\/p>\n<p>Der Tabakkonsum besitzt weiter eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz, auch wenn Kunden mehr und mehr neuartige, potenziell weniger sch\u00e4dliche Produkte f\u00fcr sich entdecken. Wir stellen die Souver\u00e4nit\u00e4t der Verbraucher in den Mittelpunkt unserer Ziele. Sie allein k\u00f6nnen und sollen entscheiden, welches Produkt f\u00fcr sie geeignet ist. Staatliche Erziehungsnachhilfen sind da fehl am Platz. Insofern sehen wir das Vorhaben der EU-Kommission, ein tabakfreies Europa bis 2040 schaffen zu wollen, als hochproblematisch an. Verbraucher k\u00f6nnen selbst f\u00fcr sich entscheiden, sie ben\u00f6tigen keine ungebetenen Ratschl\u00e4ge aus der Politik zum gesunden Lebensstil.<\/p>\n<p><strong>Offener und guter Austausch <\/strong><br \/>\nDer BVTE ist nun im vierten Jahr seines Bestehens und verf\u00fcgt \u00fcber nunmehr 19 Mitglieder und Partnermitglieder. Wir freuen uns, dass wir in jedem Jahr unseres Bestehens neue Mitglieder gewinnen konnten. Wir pflegen einen offen und guten Austausch untereinander. Dabei ist die Unternehmensgr\u00f6\u00dfe zweitrangig. Die gute Nachricht ist: Es gibt keinen Aufnahmestopp. Jedes Unternehmen aus der Wertsch\u00f6pfungskette der Tabak- und Nikotinwirtschaft ist herzlich eingeladen, Mitglied des BVTE zu werden und von den zahlreichen Services des Verbandes zu profitieren. Es lohnt sich. <\/p>\n<p>Unser Ziel ist es dabei, den Nutzen unserer Mitglieder zu mehren, ihre Gesch\u00e4ftsmodelle robuster zu machen und sie f\u00fcr eine sicher nicht einfacher werdende Zeit zu unterst\u00fctzen. Wir werden auch weiter daf\u00fcr k\u00e4mpfen, dass jede gesetzliche Regelung frei von Willk\u00fcr und strikt wissenschaftsbasiert erfolgt. Wichtig ist f\u00fcr unsere Mitglieder die vollst\u00e4ndige Compliance mit gesetzlichen Vorgaben. Wer alle diese Regelungen einh\u00e4lt, muss sein Produkt auch frei an erwachsene Konsumenten verkaufen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p><strong>Kinder- und Jugendschutzregelungen <\/strong><br \/>\nDies gilt auch f\u00fcr Produkte, die gerade in der Diskussion sind wie die Einweg-E-Zigaretten. Eine Einweg-E-Zigarette, die im Einzelhandel unter Beachtung der Kinder- und Jugendschutzregelungen verkauft wird, die ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgt oder im Handel zur\u00fcckgegeben wird und die alle Vorschriften bez\u00fcglich Beipackzettel und Kennzeichnung einh\u00e4lt, ist selbstverst\u00e4ndlich in Deutschland verkehrsf\u00e4hig und sollte es auch bleiben. Wichtig ist, die schwarzen Schafe zu entdecken und Produkte, die nicht dem Gesetz entsprechen, durch die \u00dcberwachung aus dem Markt nehmen zu lassen. <\/p>\n<p>Die InterTabac 2023 wird das sehr gute Ergebnis von 2022 noch toppen. Der Neustart nach der Corona-Pandemie ist im vergangenen Jahr gut gelungen. Wir freuen uns \u00fcber die gro\u00dfe Anzahl der Aussteller und das gro\u00dfe Medieninteresse an der weltweiten Leitmesse f\u00fcr Tabak- und Nikotinprodukte. Die InterTabac ist f\u00fcr unsere Mitglieder das wichtigste Branchentreffen und wird es bleiben. Der InterTabac und Ihnen allen ein erfolgreiches neues Jahr! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MAINZ \/\/ Auch zu diesem Jahreswechsel hat DTZ wichtige Verb\u00e4nde der Tabakwirtschaft dazu befragt, wie sie das neue Jahr einsch\u00e4tzen. Diese Gastbeitr\u00e4ge druckt die Redaktion in diesen Wochen. Im ersten Teil der Reihe \u00e4u\u00dfert sich Jan M\u00fccke, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer beim Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE). 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