{"id":53438,"date":"2022-12-22T23:00:00","date_gmt":"2022-12-22T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=53438"},"modified":"2022-12-22T23:00:00","modified_gmt":"2022-12-22T23:00:00","slug":"ein-wichtiger-teil-von-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=53438","title":{"rendered":"Ein wichtiger Teil von Hamburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>HAMBURG \/\/ <\/strong>Ein Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Mit DTZ spricht Peter Fobe von den Reemtsma Cigarettenfabriken dar\u00fcber, warum soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit zum unternehmerischen Wirken dazugeh\u00f6ren, \u00fcber die besondere Rolle des Fachhandels und was 100 Jahre in Hamburg bedeuten. <\/p>\n<p><strong>Herr Fobe, k\u00f6nnen wir heute erwarten, dass sich Firmen sozial und nachhaltig engagieren und wenn ja, warum? <\/strong><br \/>\n<strong>Peter Fobe:<\/strong> Das k\u00f6nnen wir nicht nur erwarten, wir m\u00fcssen es sogar! Unternehmerisches Handeln und eine funktionierende Wirtschaft sind zentrale S\u00e4ulen jedes gesellschaftlichen Fortschritts. Und wir brauchen diesen Fortschritt mehr denn je, um die komplexen Herausforderungen, vor denen wir als Gesellschaft stehen, bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Umwelt, Klima, Konflikte, Menschenrechte, Lieferketten, soziale Gerechtigkeit oder der gesellschaftliche Zusammenhalt \u2013 wir sind alle von diesen Herausforderungen betroffen, auch und gerade als international t\u00e4tiges Unternehmen. Deshalb k\u00f6nnen wir die Verantwortung f\u00fcr deren Bew\u00e4ltigung nicht einfach anderen zuschieben. Wir m\u00fcssen selbst Teil der L\u00f6sung sein. Bei Reemtsma und Imperial Brands haben wir das erkannt und engagieren uns vielf\u00e4ltig, um im Kleinen wie im Gro\u00dfen sozialer und nachhaltiger zu handeln. Ausdruck dieser Ambition ist unsere globale Nachhaltigkeitsstrategie, mit der wir im Verbund das Ziel verfolgen, einerseits die gesundheitlichen sowie die Klima- und Umweltfolgen unserer Produkte und unserer Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit zu minimieren und andererseits ein noch sicherer und inklusiverer Arbeitsplatz zu werden. <\/p>\n<p><strong>Die Reemtsma Cigarettenfabriken bekennen sich seit Jahren zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Projekte wie der \u201eHelp Day\u201c, also das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitarbeiter oder die Unterst\u00fctzung der Obdachlosenhilfe in Hamburg stehen exemplarisch daf\u00fcr. Wie wird das in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> Sehr positiv. Wir sind ein Unternehmen mit \u00fcber 110-j\u00e4hriger Geschichte. Ja, seit 20 Jahren geh\u00f6ren wir zu Imperial Brands, und unser Business ist international. Aber wir sind 2023 seit exakt 100 Jahren ein ganz wichtiger Teil von Hamburg. Und hier liegt ganz klar der Fokus unseres sozialen und gesellschaftlichen Engagements. Wir legen gro\u00dfen Wert auf eine \u201egute Nachbarschaft\u201c und wollen unserer Heimatstadt und ihren Menschen m\u00f6glichst viel zur\u00fcckgeben. Das wird honoriert, vor allem bei den vielen gemeinn\u00fctzigen Organisationen und karitativen Einrichtungen, die Reemtsma teils seit Jahren unterst\u00fctzt. Unser Engagement ist nicht beliebig. Es hat praktisch 100 Jahre Tradition. Schon kurz nach der Ansiedelung in Hamburg 1923 zeichnete sich Reemtsma durch eine f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse \u00fcberdurchschnittliche Gesundheits- und Sozialf\u00fcrsorge f\u00fcr seine Belegschaft aus. Heute findet unser Engagement in und f\u00fcr Hamburg seinen Ausdruck vor allem im Reemtsma Help Day. Seit 2012 engagieren sich jedes Jahr bis zu 150 unserer Mitarbeitenden einen Tag lang ehrenamtlich f\u00fcr die Menschen, Tiere und die Umwelt unserer Stadt. Und auch unsere umfassende Initiative zur hygienischen und sicheren Unterbringung von wohnungs- und obdachlosen Menschen in Hamburg w\u00e4hrend der Hochphase der Corona-Pandemie ist damals aus genau derselben Intention heraus entstanden. Auch hier war die Resonanz von vielen Seiten sehr positiv, in Hamburg und bundesweit.<\/p>\n<p><strong>Bleiben wir beim Stichwort soziales Engagement. Was ist f\u00fcr 2023 geplant? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> Nach drei Jahren \u201eCorona-Zwangspause\u201c freue ich mich sehr, dass es nach derzeitigem Planungsstand 2023 endlich wieder einen Reemtsma Help Day geben wird. An den Details arbeiten wir noch, und nat\u00fcrlich m\u00fcssen wir Corona weiter im Blick behalten. Man merkt aber deutlich, dass viele im Unternehmen sehr gro\u00dfe Lust auf eine Fortsetzung haben. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4uft unser Unternehmensspendenprogramm nat\u00fcrlich auch 2023 weiter, in Hamburg und zum Teil dar\u00fcber hinaus. Gleiches gilt f\u00fcr das Reemtsma Begabtenf\u00f6rderungswerk, das seit 1957 talentierte Studierende aus einkommensschwachen Familien in Deutschland mit Stipendien unterst\u00fctzt. Aktuell erhalten 92 Stipendiaten eine monatliche finanzielle Unterst\u00fctzung. Seit 2005 waren es insgesamt allein \u00fcber 2000. <\/p>\n<p><strong>Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Thema bei Reemtsma. Im Werk in Langenhagen wird dies praktisch umgesetzt. Lohnt sich der Aufwand, und was planen Sie 2023 zu diesem Thema?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fobe:<\/strong> Er lohnt sich definitiv! Wie schon gesagt: Die Herausforderungen vor allem in Bezug auf den Klimawandel sind immens und komplex. Und wir k\u00f6nnen uns weder davor verstecken, noch darauf verlassen, dass andere das f\u00fcr uns regeln werden. Wir m\u00fcssen selbst aktiv werden. Im Reemtsma-Werk in Langenhagen, einem der wichtigsten Produktions- und Logistikstandorte von Imperial Brands weltweit, tun wir genau das. Schritt f\u00fcr Schritt leisten wir dort einen wichtigen Beitrag dazu, dass wir als Gruppe unsere globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen. Wir wollen in unserem unmittelbaren T\u00e4tigkeitsbereich bis 2030 CO2-neutral werden, \u00fcber unsere gesamte Wertsch\u00f6pfungskette hinweg bis sp\u00e4testens 2040. <\/p>\n<p><strong>In der Praxis hei\u00dft das? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> In unserer Produktionsst\u00e4tte in Langenhagen liegt unser Fokus vor allem auf der Einsparung von Energie, Abfall und Wasser. Wir nutzen modernste technologische Verfahren, um die \u00d6kobilanz des Werkes kontinuierlich zu verbessern. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel ein Blockheizkraftwerk, das elektrische Energie f\u00fcr weite Teile der Beleuchtung des Standortes erzeugt. Auch bei der Abfallvermeidung sind wir in Langenhagen sehr aktiv. Zum Beispiel reduzieren wir konstant den Einsatz von Kunststofffolie zum Verpacken unserer Produktpaletten und nutzen Kartons zum Versand von Rohtabak m\u00f6glichst mehrfach. <\/p>\n<p><strong>Wie wirkt sich das bei den Produkten aus? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> Auch bei unseren Produkten, deren Verpackung und Entsorgung suchen wir kontinuierlich nach nachhaltigeren L\u00f6sungen. Dazu geh\u00f6rt zum Beispiel der Papier- statt Kunststofffilter bei unserer zusatzstofffreien Gauloises Libert\u00e9. Auch ist die Verpackung dieser Variante nahezu komplett recyclingf\u00e4hig. Einige unserer Volumentabakboxen kommen zudem bereits mit bis zu 25 Prozent weniger Kunststoff bei gleichbleibendem Inhalt aus. Das sind wichtige Beitr\u00e4ge. Wir wissen aber auch, dass wir hier k\u00fcnftig noch weiter zulegen m\u00fcssen. <\/p>\n<p><strong>Vor kurzem wurde der Deutsche Nachhaltigkeitspreis verliehen. Ein Ereignis, das gro\u00dfe mediale Aufmerksamkeit hat. Wie wichtig ist Nachhaltigkeit in der Unternehmens- und Markenkommunikation? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> Sehr wichtig. Es ist eines der zentralen strategischen Kommunikationsthemen f\u00fcr uns. Wir m\u00fcssen uns als Unternehmen klar und glaubhaft positionieren und unseren Beitrag leisten, mit unseren Produkten und Marken und als gesamte Organisation. Dabei gilt: nicht labern, sondern machen! Das verlangen Endkonsumenten, unsere Handelspartner und viele weitere Stakeholder von uns, nicht zu vergessen unsere Mitarbeitenden selbst. Wir stellen uns unserer Verantwortung in Bezug auf Nachhaltigkeit. Das bedeutet auch, dass wir unser Handeln transparent machen, also aktiv kommunizieren. Tue Gutes, und rede dar\u00fcber! <\/p>\n<p><strong><br \/>\nApropos Kommunikation, wie nehmen Sie Ihre Partner, die Fachgesch\u00e4fte, beim Thema Nachhaltigkeit mit? <\/strong><br \/>\n<strong>Fobe:<\/strong> Bei nahezu allen Themen, vor allem jenen mit direktem Bezug zu unseren Produkten, spielt der Facheinzelhandel f\u00fcr uns eine ganz zentrale Rolle. Er ist f\u00fcr uns sowohl Adressat als auch Multiplikator. Hier haben wir den direktesten Kontakt zu unseren Endkonsumenten, vor allem seit Inkrafttreten des Au\u00dfenwerbeverbots f\u00fcr Tabakwaren. Folglich ist auch die Kommunikation unserer verschiedenen Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen an unsere Handelspartner sehr wichtig. Bei nachhaltigeren Produktinnovationen, r\u00fccken wir diese Vorteile bewusst in den Fokus unserer Handels- und Kundenkommunikation. Doch auch \u00fcber marken- oder produktunabh\u00e4ngige Ma\u00dfnahmen, etwa unseren Reemtsma-Taschenbecher als Beitrag gegen das Kippen-Littering, informieren wir unsere Handelspartner ausf\u00fchrlich und aktiv. Egal ob Hersteller, H\u00e4ndler, Konsument oder Gesellschaft \u2013 mehr Nachhaltigkeit erreichen wir letztlich nur gemeinsam. <\/p>\n<p><strong>Herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch. <\/strong><\/p>\n<p><i>Kerstin Kopp <\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>HAMBURG \/\/ Ein Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Mit DTZ spricht Peter Fobe von den Reemtsma Cigarettenfabriken dar\u00fcber, warum soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit zum unternehmerischen Wirken dazugeh\u00f6ren, \u00fcber die besondere Rolle des Fachhandels und was 100 Jahre in Hamburg bedeuten. 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