{"id":52569,"date":"2022-05-05T22:00:00","date_gmt":"2022-05-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=52569"},"modified":"2022-05-05T22:00:00","modified_gmt":"2022-05-05T22:00:00","slug":"aus-fuer-shisha-tabak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=52569","title":{"rendered":"Aus f\u00fcr Shisha-Tabak?"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/ <\/strong>Schwere Zeiten f\u00fcr die Hersteller und H\u00e4ndler von Wasserpfeifentabak. Jetzt schl\u00e4gt der zust\u00e4ndige \u201eShisha-Verband\u201c Alarm, unter anderem mit einem offenen Brief an Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP).<\/p>\n<p>Seit vier Monaten stehen die Produktionsanlagen der meisten Hersteller f\u00fcr Wasserpfeifentabak still, betont der Verband. Grund sei die Zusatzsteuer auf Wasserpfeifentabak, die seit dem 1. Januar 2022 erhoben wird. Und es droht weiterer \u00c4rger, denn nach gegenw\u00e4rtigem Stand darf Wasserpfeifentabak \u2013 nach einer Verordnung des Bundesfinanzministeriums aus dem August 2021 \u2013 ab 1.&#8201;&#8201;Juli 2022 nur in Verpackungen in den Handel gebracht werden, die 25 Gramm oder weniger beinhalten. Als Folge nehme der Handel derzeit keine Ware mehr ab, da er bef\u00fcrchte, sie bis zum Jahresende nicht mehr verkaufen zu k\u00f6nnen. Zugleich nehme der Schwarzmarkt die Branche verst\u00e4rkt ins Visier.<\/p>\n<p><strong>Bedrohliche Entwicklung<\/strong><br \/>\nDie bedrohliche Entwicklung schlage sich nun auch im Absatz von Steuerzeichen nieder, hei\u00dft es aus dem Verband. Aus den vom Statistischen Bundesamt ver\u00f6ffentlichten Daten f\u00fcr das erste Quartal 2022 geht hervor, dass f\u00fcr 351 Tonnen Wasserpfeifentabak Steuerzeichen bezogen wurden. Im Jahr 2021 lag der Jahresdurchschnitt bei einem ganzj\u00e4hrigen Absatz von 6914 Tonnen und damit bei 1728,5 Tonnen pro Quartal. Die verarbeitete Menge ging damit im Vorjahresvergleich um 80 Prozent zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Steuerwerte f\u00fcr Wasserpfeifen- und Pfeifentabak sanken von 69,1 Millionen Euro im ersten Quartal 2021 um 48,2 Millionen auf 20,9 Millionen Euro im Vergleichsquartal 2022. Der Anteil f\u00fcr Wasserpfeifentabak betrug dabei rund 16 Millionen Euro. Damit sanken die Steuereinnahmen in dieser Kategorie trotz Tabaksteuererh\u00f6hung und der Einf\u00fchrung einer Zusatzsteuer auf Wasserpfeifentabak um 69,7 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Fehlgeleiteten Steuerpolitik<\/strong><br \/>\nF\u00fcr die Marktteilnehmer liegt die Ursache in einer fehlgeleiteten Steuerpolitik. Der Vorsitzende des Bundesverbands Wasserpfeifentabak Mischall-Konstantin El-Madany sagt hierzu: \u201eDie Zusatzsteuer auf Wasserpfeifentabak ist bereits eine harte Belastung f\u00fcr die legal produzierenden Unternehmen. Die 25-Gramm-Mengenbegrenzung ist jedoch nicht nur wirkungslos gegen Steuerverst\u00f6\u00dfe auf dem gastronomischen Sektor, sie ist auch f\u00fcr die Hersteller eine nahezu unl\u00f6sbare Herausforderung.\u201c F\u00fcr das Anschaffen neuer Abf\u00fcllanlagen seien Investitionen in Millionenh\u00f6he notwendig und erforderten besonders in einer internationalen Lieferkettenkrise deutlich mehr Vorlauf als die einger\u00e4umten zehn Monatsfrist. \u201eDie Hersteller k\u00f6nnen die staat&#8231;lichen Vorgaben in dieser Zeit nicht wirtschaftlich erf\u00fcllen. So wird der legale Markt zugunsten der organisierten Kriminalit\u00e4t zerst\u00f6rt\u201c, warnt El-Madany.<\/p>\n<p>Der Verband fordert, dass Bundesfinanzminister Lindner die betreffende Verordnung unverz\u00fcglich stoppt.<\/p>\n<p><i>vi<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Schwere Zeiten f\u00fcr die Hersteller und H\u00e4ndler von Wasserpfeifentabak. 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