{"id":52371,"date":"2022-01-19T23:00:00","date_gmt":"2022-01-19T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=52371"},"modified":"2022-01-19T23:00:00","modified_gmt":"2022-01-19T23:00:00","slug":"erleichterungen-bei-gewerbemieten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=52371","title":{"rendered":"Erleichterungen bei Gewerbemieten"},"content":{"rendered":"<p><strong>BERLIN \/\/ <\/strong>Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu gewerblichen Mietverh\u00e4ltnissen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie (Az. XII ZR 8&#8201;\/&#8201;21) begr\u00fc\u00dft und sieht sich in seiner bisherigen Auffassung best\u00e4tigt. <\/p>\n<p>Der BGH hatte deutlich gemacht, dass die Belastungen durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Ma\u00dfnahmen in gewerblichen Mietverh\u00e4ltnissen nicht von vornherein ausschlie\u00dflich vom Einzelh\u00e4ndler als Mieter zu tragen sind. Richtigerweise sind die Risiken daher zwischen den Parteien in einem angemessenen Verh\u00e4ltnis und unter Ber\u00fccksichtigung des konkreten Einzelfalls zu teilen. Der HDE sieht das als klaren Hinweis, dass Vermieter und Mieter in ihrem Vertragsverh\u00e4ltnis eine faire, ausgewogene Lastenverteilung anstreben m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong><br \/>\nStaatlichen Corona-Restriktionen<\/strong><br \/>\n\u201eDas BGH-Urteil best\u00e4tigt unsere Rechtsauffassung. Es ist ein wichtiger Schritt, dass nun auch h\u00f6chstrichterlich verbrieft ist, dass die finanziellen Risiken in Verbindung mit der Pandemie nicht allein auf die Mieterseite abgew\u00e4lzt werden d\u00fcrfen. Damit ist der Weg f\u00fcr eine Anpassung der Mieten in den individuellen Vertragsverh\u00e4ltnissen endlich grunds\u00e4tzlich frei\u201c, erkl\u00e4rt HDE-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Genth. Die Entscheidung hatten zahlreiche von den staatlichen Corona-Restriktionen betroffene Einzelh\u00e4ndler dringend erwartet.<\/p>\n<p>Einvernehmliche Einigung mit Vermieter<br \/>\nDer HDE hatte seit Beginn der Corona-Krise die Auffassung vertreten, dass die Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie in den Mietverh\u00e4ltnissen nicht einseitig bei den gewerblichen Mietern abgeladen werden d\u00fcrften. In der Vergangenheit wurde in vielen Handelsbetriebe festgestellt, dass eine einvernehmliche Einigung mit dem Vermieter nicht m\u00f6glich war. So haben nach einer HDE-Umfrage noch Anfang 2021 trotz einer bereits erfolgten gesetzlichen Klarstellung beispielsweise 60 Prozent der von den Gesch\u00e4ftsschlie\u00dfungen betroffenen Einzelh\u00e4ndler vergeblich auf ein Entgegenkommen des Immobilieneigent\u00fcmers gewartet.<\/p>\n<p><strong>Rechtssicherheit f\u00fcr Betroffene<\/strong><br \/>\n\u201eDas Urteil wird es den von den Corona-Ma\u00dfnahmen hart getroffenen H\u00e4ndlern deutlich erleichtern, mit ihren Vermietern eine Reduzierung der Miete zu erreichen\u201c, betont Genth. Denn auch wenn es dabeibleibe, dass der Vertragsanpassungsanspruch von der spezifischen Situation im Einzelfall abh\u00e4ngig sei und pauschale L\u00f6sungen damit nicht in Betracht k\u00e4men, h\u00e4tten die gewerblichen Mieter mit dieser Rechtsprechung wichtige Rechtssicherheit erhalten, die wegen der Blockade zahlreicher Vermieter in den Vertragsanpassungsverhandlungen dringend notwendig gewesen sei. \u201eWichtig ist, dass nach der Rechtsprechung bei der Einzelfallbetrachtung nur auf das konkrete Mietobjekt abzustellen ist\u201c, so Genth weiter.<\/p>\n<p><i>vi<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BERLIN \/\/ Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) zu gewerblichen Mietverh\u00e4ltnissen w\u00e4hrend der Corona-Pandemie (Az. XII ZR 8&#8201;\/&#8201;21) begr\u00fc\u00dft und sieht sich in seiner bisherigen Auffassung best\u00e4tigt. 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