{"id":51391,"date":"2021-01-20T23:00:00","date_gmt":"2021-01-20T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=51391"},"modified":"2021-01-20T23:00:00","modified_gmt":"2021-01-20T23:00:00","slug":"es-gibt-handlungsbedarf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tax.konradin-online.de\/?p=51391","title":{"rendered":"Es gibt Handlungsbedarf"},"content":{"rendered":"<p>GENF \/\/ Die anhaltende globale Pandemie beeintr\u00e4chtigt Gesellschaft und Wirtschaft in bisher beispielloser Weise. Davon bleiben auch die illegale Tabakproduktion und der damit einhergehende Handel nicht unber\u00fchrt, zeigt die von JTI beauftragte Studie [link|https:\/\/www.jti.com\/de\/europe\/germany\/corona-pandemie-begunstigt-illegalen-tabakhandel]\u201eDer aufziehende Sturm\u201c[\/link].<\/p>\n<p><strong>Handel mit illegalem Tabak <\/strong><br \/>\n\u201eDer Handel mit illegalem Tabak lebt von Kriminellen, die Geld verdienen, und von Verbrauchern, die Geld sparen wollen\u201c, sagt Ian Monteith, Direktor der globalen Anti-Schmuggel-Abteilung bei JTI. Die gegenw\u00e4rtige Pandemie schaffe die perfekten Bedingungen daf\u00fcr, so Monteith.<\/p>\n<p>Zwar wirken sich laut Studienergebnissen die vielerorts verh\u00e4ngten Beschr\u00e4nkungen auf die Produktion und den Handel illegaler Konsumg\u00fctern aus, gleichzeitig bereite sich das organisierte Verbrechen jedoch auf einen Anstieg des illegalen Tabakhandels nach der Pandemie vor, informiert Monteith.<\/p>\n<p>Die Fakten sprechen f\u00fcr sich: Laut Weltbank werden jedes Jahr weltweit illegale Tabakprodukte im Wert von 40 bis 50 Milliarden Dollar produziert und verkauft. F\u00fcr die Staatskassen rund um den Globus bedeutet dies Steuerverluste von mehreren Milliarden Euro.<\/p>\n<p><strong>Verbraucher aufkl\u00e4ren<\/strong><br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen schleunigst in Kooperation mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gegen einen weiteren Anstieg des illegalen Tabakhandels vorgehen\u201c, fordert Hendrik Biergans, Corporate Affairs Manager bei JTI in Deutschland. Der Fokus m\u00fcsse dabei verst\u00e4rkt auf Informationskampagnen liegen. Die Verbraucher glauben irrt\u00fcmlich, dass der Kauf und Konsum von illegalem Tabak weitgehend ein Verbrechen ohne Opfer sei. \u201eUnsere Aufgabe ist es, (\u2026) aufzukl\u00e4ren\u201c, betont Biergans. Laut Studie gebe es wenig Anzeichen, dass das organisierte Verbrechen sich von der Pandemie st\u00f6ren l\u00e4sst. Es gebe jedoch regionale Unterschiede, beispielsweise zwischen den eher streng kontrollierten Volkswirtschaften und dem liberalen Westen.<\/p>\n<p>So habe zum Beispiel die Versch\u00e4rfung der Grenzkontrollen weltweit zu Einschr\u00e4nkungen gef\u00fchrt, gleichzeitig sei der illegale Zigarettenhandel speziell in Westeuropa angestiegen. Dort erzielten die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden beachtliche Erfolge bei der Bek\u00e4mpfung von Schmuggel und illegaler Produktion (siehe auch DTZ 36\/20, 51\/20 und 02\/21). <\/p>\n<p><strong>Wirtschaftskrise f\u00f6rdert Nachfrage<\/strong><br \/>\nInsgesamt, so ein Fazit der Studie, habe die Pandemie Produktion und Lieferung nicht verhindert. Dar\u00fcber hinaus sei hinl\u00e4nglich bekannt, dass die Wirtschaft durch die Corona-Krise schwer getroffen sei. Laut den Prognosen der Wirtschaftsweisen in Deutschland werde auf die schlimmste globale Rezession seit mehr als 100 Jahren zugesteuert.<\/p>\n<p>Entsprechend anf\u00e4llig seien Konsumenten f\u00fcr die Verlockungen der zumeist g\u00fcnstigeren illegalen Produkte. Das spiegeln mehr als ein Drittel der europ\u00e4ischen Berichte wider, die JTI f\u00fcr die Erstellung der Studie zur Verf\u00fcgung standen, hei\u00dft es. In Westeuropa ergebe sich dabei ein Bild relativer Stabilit\u00e4t. Die Auswirkungen des Corona-Virus waren f\u00fcr diejenigen, die in die illegale Produktion und Lieferung von Tabak involviert sind, nicht besonders gravierend, so das Ergebnis der Auswertung. Das organisierte Verbrechen habe ausreichend Zeit gehabt, sich an die neue Normalit\u00e4t anzupassen. W\u00e4hrend der Schmuggel illegaler Tabakprodukte durch den Lockdown schwieriger geworden sei, liefen die Gesch\u00e4fte im Online-Handel reibungslos. Die illegalen Produkte seien direkt an die Haushalte geliefert worden.<\/p>\n<p><strong>Handlungsbedarf <\/strong><br \/>\nDas Gesamtbild vermittelt den Eindruck, dass die Gesch\u00e4fte \u201ewie \u00fcblich\u201c weiterlaufen und es wenig direkte staatliche Eingriffe oder verbesserte Methoden der Strafverfolgungsbeh\u00f6rden gebe. Auch weil die Beh\u00f6rden mit weniger Personal an den Start gehen. Hierf\u00fcr sind sowohl die ver\u00e4nderten Arbeitsabl\u00e4ufe durch die Einhaltung der sozialen Distanz verantwortlich und andererseits die Tatsache, dass die Betroffenen unter Umst\u00e4nden die Quarant\u00e4ne-Vorgaben einhalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Dass Handlungsbedarf erforderlich sei, stehe au\u00dfer Frage, so die Studie. Es fehlen Qualit\u00e4tskontrollen, so dass sich die Konsumenten illegal produzierter Tabakwaren einem gesundheitlichen Risiko aussetzen.<\/p>\n<p><strong>Informationsaustausch st\u00e4rken<\/strong><br \/>\nF\u00fcr Kriminelle sei die Gefahr entdeckt zu werden, vergleichsweise gering, was diese Gesch\u00e4ftsform f\u00fcr das organisierte Verbrechen weiter attraktiv mache. \u201eUm gegen die Ausbreitung des illegalen Tabakhandels vorzugehen, ist eine internationale Zusammenarbeit von Strafverfolgungsbeh\u00f6rden, Regierungen und Industrie erforderlich\u201c, schreiben die Autoren. Der Informationsaustausch zwischen Industrie und zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden sollte intensiviert werden, schlagen sie vor. Parallel sollten Grenzkontrollen verst\u00e4rkt und Steuerma\u00dfnahmen gepr\u00fcft werden. Dar\u00fcber hinaus sei eine konsequente Durchsetzung der Gesetze in Verbindung mit effektiver Abschreckung, wie h\u00f6here Geldbu\u00dfen und Strafen, ein wesentliches Pr\u00e4ventionsmittel zur Bek\u00e4mpfung des illegalen Handels. Au\u00dferdem k\u00f6nne der Konsument durch verst\u00e4rkte Information sensibilisiert werden. Viele Verbraucher seien sich immer noch nicht \u00fcber die versteckten Gefahren der illegal konsumierten Produkte sowie der weitreichenden sozialen Folgen bewusst, die damit einhergehen.<\/p>\n<p>\u201eEs ist eine Tatsache, dass der Zigarettenschmuggel ein wichtiges Finanzierungsmittel der organisierten Kriminalit\u00e4t ist. Dieselben Banden stehen auch im Zusammenhang mit Geldw\u00e4sche, Menschen-, Waffen- und Drogenhandel\u201c, so die JTI-Studie.<\/p>\n<p><i>pi<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>GENF \/\/ Die anhaltende globale Pandemie beeintr\u00e4chtigt Gesellschaft und Wirtschaft in bisher beispielloser Weise. Davon bleiben auch die illegale Tabakproduktion und der damit einhergehende Handel nicht unber\u00fchrt, zeigt die von JTI beauftragte Studie [link|https:\/\/www.jti.com\/de\/europe\/germany\/corona-pandemie-begunstigt-illegalen-tabakhandel]\u201eDer aufziehende Sturm\u201c[\/link]. 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